Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#1 von weihrauch , 26.01.2013 17:45

Verkehrte Welt - noch vor 15 Jahren wurden Leute, die für einen militärischen Einsatz im Ausland waren, als Rechtsradikale, Kriegstreiber und Imperialisten bezeichnet.
Wäre Kohl 1999 noch Bundeskanzler und hätte den Befehl für den Einsatz nach Jugoslawien gegeben, würde das einer Mobilisierung von großen Teilen der Bevölkerung und Opposition auf den Plan bringen.
Die 300 000 "Friedensaktivisten von Bonn wären ein verlorener Haufen.
Aber nein - die Idee kam vom Gespann Fischer/Schröder - ein Umdenken begann - und das "Volk" war dafür.
Heute ist die Kriegsgeilheit schon soweit fortgeschritten, daß Gegner eines Bundeswehreinsatzes im Ausland als Neonazis, Rechtsradikale und Ewiggestrige verschrien sind.

Aktuell jetzt beim Mali-Einsatz - Trittin ist uneingeschränkt dafür, wie im übrigen alle Linksradikalen.
Der Feind steht wieder Rechts - er erlaubt sich, gegen den Einsatz zu sein.

Dieser Zustand wird gut in der aktuellen JUNGEN FREIHEIT beschrieben.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-...f268cead.0.html

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#2 von kjschroeder , 26.01.2013 19:33

Ich war etliche Zeit mit mir darüber im Zweifel, ob das militärische Eingreifen der Franzosen dort in Ordnung geht oder nicht. Meine erste Reaktion auf Hollandes Einsatz dort war: 'Sieh mal an: Der Sozialist führt Krieg und die hiesige Friedensbewegung hält die Klappe - natürlich!'

Aber seine Meinung zu einem Thema von der Reaktion Anderer abhängig zu machen, das ist eine Art zu denken, die letzlich zu nichts führt. Und in diese Kategorie ordne ich auch den von Ihnen verlinkten Artikel in der nicht mehr so jungen Freiheit ein: Der ist für mich ein Ausdruck von intellektueller Hilfllosigkeit. Denn:

Man muß davon ausgehen, daß ein Sozialist wie Hollande nicht zu den politischen Lieblingen der dortigen Redaktion zählt. Dasselbe gilt auch für den Islam. Jetzt haben sich beide in der Wolle, tja, wie drauf reagieren? Wie kommentieren? Einen Sozialisten in Schutz nehmen? Geht gar nicht! Die Islamisten? Genausowenig.

Und so kommt es dann zu dem Herumgeeiere wie in dem Artikel. Wie gesagt: Sowas führt zu nichts.

Wenn man sich hingegen von dieser Art zu denken freigemacht hat und sich auf die eigentliche Sache, das eigentliche Problem, konzentriert - also eben die Zustände in Mali - dann werden Parallelen zu Afghanistan recht deutlich. Der Unterschied ist die geografische Nähe zu Europa und der Umstand, daß die Bevölkerung dort noch nicht so talibanisiert wurde wie in Afghanistan. Dennoch: "Afghanistan" ist für mich keine erfolgreiche Operation und insofern eher ein abschreckendes Beispiel.

Aber wissen Sie, warum ich den Einsatz der Franzosen dort dennoch befürtworte? Weil nicht so viele Politiker da reinquatschen. Sondern nur einer: Hollande eben. Das Hereinquatschen hat für das NATO-Militär die in Afghanistan zu erreichenden Ziele derart verwässert und mit z.T. sich gegenseitig ausschließenden Erfordernissen versehen, daß das Herumgetüttel dort für mich kein Wunder ist.

Und was die Lage in Mali angeht, hat der Blogger "Zettel" eine aus meiner Sicht fundierte Analyse vorgelegt, die mit denen der hiesigen Medien mühelos mithält. Freilich ist er dabei auch einem "Think-tank" gefolgt, aber "Stratfor" als Vorbild zu nehmen, ist ja nun keine Schande.

"Zettel" hat aus "Mali" eine kleine Serie gemacht; ich verlinke auf den letzten Teil, weil unten auch die Teile davor angeführt sind. -> http://zettelsraum.blogspot.de/2013/01/m...nzosischen.html

Und Stratfor gibts hier: -> http://www.stratfor.com/ Läßt man sich per email kostenfrei registrieren, gibt es zwei Geschichten wöchentlich kostenfrei. Ich kann's nur empfehlen. :-)

Gruß
Klaus

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#3 von weihrauch , 26.01.2013 20:44

[quote="kjschroeder"|p865]Ich war etliche Zeit mit mir darüber im Zweifel, ob das militärische Eingreifen der Franzosen dort in Ordnung geht oder nicht. Meine erste Reaktion auf Hollandes Einsatz dort war: 'Sieh mal an: Der Sozialist führt Krieg und die hiesige Friedensbewegung hält die Klappe - natürlich!'

Aber seine Meinung zu einem Thema von der Reaktion Anderer abhängig zu machen, das ist eine Art zu denken, die letzlich zu nichts führt. Und in diese Kategorie ordne ich auch den von Ihnen verlinkten Artikel in der nicht mehr so jungen Freiheit ein: Der ist für mich ein Ausdruck von intellektueller Hilfllosigkeit. Denn:

Man muß davon ausgehen, daß ein Sozialist wie Hollande nicht zu den politischen Lieblingen der dortigen Redaktion zählt. Dasselbe gilt auch für den Islam. Jetzt haben sich beide in der Wolle, tja, wie drauf reagieren? Wie kommentieren? Einen Sozialisten in Schutz nehmen? Geht gar nicht! Die Islamisten? Genausowenig.

Ne, ne - so einfach ist das nicht.
Ich habe den JF-Artikel zur Grundinformation eingestellt, der zwar in der Tendenz meine Meinung widergibt, er aber nicht als Ersatz für eigene Kommentare dienen soll.

Ich habe diesen Artikel und das Thema auch hauptsächlich eingestellt, um die "Wandlungsfähigkeit" der Linken anzuzeigen.

Erinnern Sie sich an den Oktober 1977, wo die Entführung der "Landshut" stattfand?
Nach der erfolgreichen Aktion der GSG9, die den Passagieren das Leben gerettet haben, wurden sie bei ihrer Rückkehr in Frankfurt nicht nur mit Jubel empfangen.
Die Linken protestierten und warfen der GSG9 Einmischung, Verletzung der Hoheitsrechte und sogar Mord vor.

Und diese Wandlung der Linken wollte ich hiermit anzeigen.

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#4 von kjschroeder , 26.01.2013 22:12

Zitat
Ich habe den JF-Artikel zur Grundinformation eingestellt, der zwar in der Tendenz meine Meinung widergibt, er aber nicht als Ersatz für eigene Kommentare dienen soll.


Das wollte ich mit meinem Beitrag auch nicht gesagt haben. Daß Sie eine eigene Meinung haben, ist mir sehr wohl klar. ;-) Sorr, wenn das anders ankam.

Zitat
Erinnern Sie sich an den Oktober 1977, wo die Entführung der "Landshut" stattfand?
Nach der erfolgreichen Aktion der GSG9, die den Passagieren das Leben gerettet haben, wurden sie bei ihrer Rückkehr in Frankfurt nicht nur mit Jubel empfangen.
Die Linken protestierten und warfen der GSG9 Einmischung, Verletzung der Hoheitsrechte und sogar Mord vor.


Ja, ich erinnere mich daran. Und DAS ist auch ein erhebliches besseres Beispiel für Ihre These als der Beitrag in der Jungen Freiheit.

Aber ist das wirklich so? IST die Linke in dem Bereich anders geworden? Ich habe da meine Zweifel. Ich glaube tatsächlich, die Linke macht ihr Engagement bis auf den heutigen Tag davon abhängig, WER da den Vorréiter gibt. Und sie orientiert sich dabei an ihrer eigenen Agenda, wer Freund und wer Feind ist. Ist es der "böse Ami", dann steht sie mit Demos auf der Matte, zu sehen beim Thema Irak. Ist es die Hamas, hält die deutsche Linke die Klappe und schweigt alles tot. Verteidigt sich hingegen ein israelischer Soldat, stehen Antise.... - pardon: selbsternannte "Freunde Israels" - vom Schlage eines Jakob Augstein auf der Matte und nehmen übel. Kriegen sich Afrikaner untereinander in die Wolle wie in Darfur, interessiert es keinen Linken, weil: das paßt in kein Freund-Feind-Schema. Und wenn einer ihrer politischen Kumpels loslegt, z.B. Hollande, sind sie alle feste dabei.

So erklärt sich für mich auch das Verhalten Linksgrüner gegenüber Rußland: Die einst politisch heiß geliebte Braut hat sich vor 20 Jahren für einen anderen Lebensentwurf entschieden - der sitzengelassene Liebhaber in Deutschland nimmt übel und vergißt ihr das bis auf den heutigen Tag nicht. Daher auch die Anti-Putin-Obsessionen.

Und China stürzt die deutsche Linke in komplette Verwirrung: Ein hyperkapitalistisches System mit einer sich kommunistisch nennenden Einheitspartei an der Spitze: Das ist zuviel für deutsch-schlichtes Klassenkampf-Denken. Und deswegen hören Sie in Bezug auf China: nichts. Gar nichts. Bis auf ein paar verirrte Stimmen, die "Tibet" thematisieren. Und das war's dann.

Für mich ist die deutsche Linke in ihren rot-grünen Schattierungen mittlerweile außerstande, einen eigenen Kriterienkatalog zur Beurteilung - zur SACHGERECHTEN - Beurteilung von Ereignissen und Trends zu entwickeln. Sie braucht für alles irgendwelche Vorturner von draußen, vor allem der EU. Und das einzige Orientierungsmerkmal, das sie noch hat, ist ihr altbackenes Freund-Feind-Schema.

So sehe ich das. ;-)

Gruß
Klaus

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#5 von weihrauch , 27.01.2013 00:11

Dem letzten Abschnitt gibt es nichts hinzuzufügen.
Die einstigen Kampfgenossen UDSSR und China sind in den letzten Jahren zum Klassenfeind der deutschen Linken geworden - das spielt bei der Veränderung auch eine Rolle.
Und der Bösewicht USA ist zum Pseudoliebling geworden, weil die Linken dem Ami und dem Engländer unendlich dankbar sind, was vor allem die Bombardierung Dresdens betrifft.
Die Perversität der Linken bleibt bestehen - aber seit 20 Jahren unter einem anderen Vorzeichen.

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#6 von kurt02 , 27.01.2013 09:39

Mit Verlaub, aber da ist Ihnen eine besonders perverse Verdrehung gelungen. Respekt.

Wollen wir nun über Mali reden oder über die abgrundtiefe Verkommenheit derer, die Sie links einschubladen?

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#7 von weihrauch , 27.01.2013 14:18

Zitat von kurt02 im Beitrag #6
Mit Verlaub, aber da ist Ihnen eine besonders perverse Verdrehung gelungen. Respekt.

Wollen wir nun über Mali reden oder über die abgrundtiefe Verkommenheit derer, die Sie links einschubladen?


Also, ich würde nun nicht behaupten, daß wir vom Thema abgekommen sind.
Es geht hier hauptsächlich um den "Wertewandel" der Linken in Bezug auf Kriegsgeilheit.
Sie müssen zugeben, daß sich die Linke seit Bonn 1981 (300 000 Friedensaktivisten) doch schon sehr zugunsten der Kriegseinsätze verändert hat.
Mit Jugoslawien 1999 fing es an und aktuell ist es Mali, womit wir voll im Thema sind

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#8 von kurt02 , 27.01.2013 14:27

Vielleicht liegt es daran, dass es nur noch wenige Linke gibt?

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#9 von Jochen Singer , 27.01.2013 14:51

Zitat
Vielleicht liegt es daran, dass es nur noch wenige Linke gibt?



Legendenbildung ? Tarnen die Linken sich als Bürgerliche ? Würde linksorthodoxer Theorie entsprechen. Oder sind die im Freiheitskampf gegen die westliche Kultur in Mali, Syrien, Afghanistan, Ägypten ? Glaub ich nicht, würde praktisches Engagement erfordern, zu mühselig, auf Couch liegen ist weniger anstrengend.

Des Rätsels Lösung warum Linke kaum noch zu sehen sind - die genießen ihre durch's Beamtendasein erworbenen Pensionen auf Mallorca, Teneriffa ... .

Nix wirklich neues im Land.



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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#10 von wüllerstorff , 27.01.2013 18:03

Ich bin nicht grundsätzlich gegen diesen Einsatz, halte aber die uns genannten Gründe für mehr oder weniger Erfunden. Bei diesem Krieg, so wie alle anderen, geht es um knallharte wirtschaftliche Gründe. Das öffentliche Argument gegen 'Terroristen', sprich Islamisten, vorgehen zu wollen kann nicht stimmen da man genau die gleichen Islamisten in Libyen an die Machte geholfen hat und in Syrien es immer noch versucht. Um Demokratie kann es auch nicht gehen denn die jetzige Regierung hat die vorherige demokratisch legitimierte Regierung weg geputscht. Der Aufruf der Anrainerstaaten ist auch etwas wackelig denn vor allem der Präsident der Elfenbeinküste ist eine franz Marionette. In Gegensatz zu dem was uns die Qualitätspresse glauben machen will gibt es in Mali widerstand gegen die Intervention.
Die Rolle der USA in der Geschichtete ist sehr undurchsichtig, fest steht aber das sie schon lange vor dem UN Mandat Truppen in Mali hatte.
Wenn Frnakreich sich seine Rohstoffversorgung, hier wohl hauptsächlich Uran, sichern will soll es das falls ein UN Mandat vorhanden ist tun. In Anbetracht der Erfahrungen aus Afghanistan wo alle außer den USA aus Gefälligkeit engagiert sind, sollte man die Unterstützung verweigern. Da gibt es nichts zu gewinnen.
Frankreich ist an der Entstehung des Problems übrigens maßgeblich beteiligt: bis vor ein paar Monaten gab es ein Waffenembargo gegen Mali was die malische Armee beim Kampf gegen die Islamisten sicherlich nicht unterstützt hat.

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#11 von wüllerstorff , 27.01.2013 18:22

Zum allgemeinen Wertewandel wollte ich dann auch noch mal was sagen. Da gibt es Leute die glauben dass sie den USA unendlich dankbar sein sollen weil sie die Deutschen von Hitler befreit haben und danach Stalin seine Schranken aufgeweist haben. Faktisch ist das richtig, aber der glaube dass die USA das der deutschen wegen gemacht haben ist mehr als kindisch. Das war ganz einfach in ihrem eigenen Interesse. Aus diesem Irrglauben Krieg aus humanistischen Gründen zu führen kommt auch die Links Grüne Wahnvorstellung sich an allen Konflikten 'der Kinder' wegen beteiligen zu müssen. Die Idiotie von diesem Quatsch lässt sich am besten am Beispiel Trittin erläutern: einerseits will er dass sich D mehr in Mali beteiligt, anderseits ist er strikt gegen Kampfdrohen weil man 'unschuldige' Treffen kann. Erstens kann man unschuldige auch mit einem Flugzeug Wegbomben und zweitens ist der Krieg keine Sandkastenveranstaltung.

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#12 von JoG , 27.01.2013 18:25

Natürlich weiß man nun, dass die deutsche Einstellung zu internationaler Sicherheit damals mehr die Unverschämtheit der Trittbrettfahrers war, der laufend Gute Gründe erfand, wieso er nicht seine Freunde unterstützen sollte als nur Weltfremdheit.

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#13 von wüllerstorff , 28.01.2013 18:30

Zitat von JoG im Beitrag #12
Natürlich weiß man nun, dass die deutsche Einstellung zu internationaler Sicherheit damals mehr die Unverschämtheit der Trittbrettfahrers war, der laufend Gute Gründe erfand, wieso er nicht seine Freunde unterstützen sollte als nur Weltfremdheit.


Könnten sie mal erklären was sie mit 'Trittbrettfahren' meinen und ein paar konkrete Beispiele geben?

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#14 von JoG , 03.02.2013 17:03

Trittbrettfahrer steht in Wikipedia. Konkret gibt Deutschland für das Globale Öffentliche Gut Sicherheit seit Jahrzehnten im Vergleich zu Profit aus seinem von dieser Sicherheit abhängigen Wirtschaftsmodell einen unverschämt kleinen Betrag aus und beteiligt sich kaum an Einsätzen in erwähnenswerter weise. Ein Land, das vom Handel lebt und keine 10.000 Soldaten ins Feld zu stellen bereit oder fähig ist, ist eine Trittbrettfahrernation. Egal welche Rechtfertigungsgeschichten seine Leute erzählen.

Das komische sind dann aber Reaktionen auf solche Feststellung wie Ihre. Die Berliner Politiker haben das Problem vor langem schon erkannt. Es ist ihnen auch klar, dass der Deutsche Weg auch in dieser Sache nicht mehr viel länger aufrecht zu halten ist. Aber sie kommunizieren das aus Feigheit nicht in die Bevölkerung hinein, weil diese über Jahrzehnte fehlinformiert wurde und nun verbildet ist.

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#15 von wüllerstorff , 04.02.2013 14:00

tja das kann man auch anders sehen. Trittbrettfahrer der Irak und Afghanistan Kriege ist eindeutig der Iran. Trittbrettfahrer der Schwächung Libyens sind die 'Rebellen' in Mali. Trittbrettfahrer vom Chaos in Syrien sind fundamental islamistische Kräfte. Wenn man das so haben will, ja dann hat sich die ganze Welt nicht genug beteiligt.

Die Maxime der Deutschen Außenpolitik ist ja niemandem auf die Füße zu treten. Damit macht man sich zum Dackel Interessen anderer.

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RE: Mali - das neueste Update im deutschen Wertewandel

#16 von JoG , 04.02.2013 14:07

Wieder solche Ablenkmanöver. Da könnte man genauso gut argumentieren, man solle die italienische Mafia nicht bekämpfen, weil die die Russen stärkt.

Natürlich will man die Kosten nicht tragen, die eine deutsche Beteiligung an der internationalen Sicherheit erfordern wird. Sich aber mit falschen Darstellungen, juristischen Spitzfindigkeiten und moralisierendem Quatsch aus der Affaire zu ziehen wird nicht mehr gehen. Das hören die Alliierten bereits zu lange und sehen es als das, was es ist: Die heiße Luft des ertappten Trittbrettfahrers."

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