Volker Beck: Das Wort zum Sonntag

#1 von weihrauch , 26.01.2013 00:06

Westerwelle muß den russischen Botschafter einbestellen, wegen der Verabschiedung des Gesetzes gegen die Werbung von Homosexuallität.
Ach ne, der selbstlose Volker Beck. Es war ihm scheinbar nur wichtig wegen der Worte, daß es sich bei den Gegnern auf der Straße um "......Christen" handelt.
Natürlich - seine Lieblingsgegner.
Was die Schwulenfeindlichkeit des Islam betrifft - hat er Gedächnislücken.

Herr Beck - reisen Sie nach Moskau und gehen Sie für die Schwulen auf die Straße.
Anschließend aber auch in die islamischen Länder - Sie sind dann der Tagesheld.

http://www.volkerbeck.de/cms/index.php?o...d=2563&Itemid=1

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RE: Volker Beck: Das Wort zum Sonntag

#2 von heinzwernerhübner , 26.01.2013 08:56

Zitat
Herr Beck - reisen Sie nach Moskau und gehen Sie für die Schwulen auf die Straße.



Das traut der sich nicht mehr, weil er Angst hat, wieder eins aufs Maul zu kriegen, wie vor einigen Jahren.

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RE: Volker Beck: Das Wort zum Sonntag

#3 von kurt02 , 26.01.2013 09:06

Immerhin ist er für etwas eingetreten, für das man eins auf die Schnauze kriegen kann. Im Übrigen ist mir schleierhaft, was denn an diesen Gesetzen liberal sein soll.

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RE: Volker Beck: Das Wort zum Sonntag

#4 von horstR , 26.01.2013 09:52

Hallo Kurt ist das diese rosa/grüne Toleranz?

Wenn ein Staat das degenerierte Gehabe um sexuell Fehltentwickelze nicht mitmacht, dann ist es ein undemokratischer schlechter Staat?

Warum darf sich Russland seine Gesetze nicht selber geben, was geht das Sie an was da erlaubt oder vervoten ist?

Und sollten Sie das Land besuchen wollen machen Sie Sich besser vorher schlau was erlaubt oder verboten ist. Warum klärt eigentlich das AA nicht entsprechend auf wenn Touristen sich in islamisch geprägte Länder begeben? Erinnern Sie Sich noch an den jungen Mann, dere 1 Jahr lang in türkisch


Saludos

HR

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Lechts und Rinks

#5 von kurt02 , 26.01.2013 10:14

Zitat von horstR im Beitrag #4
Hallo Kurt ist das diese rosa/grüne Toleranz?


Wo bleibt denn die liberale Toleranz?

Zitat von horstR im Beitrag #4
Wenn ein Staat das degenerierte Gehabe um sexuell Fehltentwickelze nicht mitmacht, dann ist es ein undemokratischer schlechter Staat?


Wissen sie, ich bin nicht sexuell, sondern händisch fehlentwickelt. Ich lebe als Linkshänder in einer rechtshändischen Welt. Ich kann nichts dafür. Soll Linksschreiben verboten werden, weil es Werbung für Linkshändigkeit sein könnte?

Den Schwulen geht es nicht anders. Sind sind halt schwul und fertig. Es ist vollkommener Blödsinn, einen Kuss zwischen zwei Schnauzbärtchen als Werbung für Schwulsein zu bezeichnen.
Zitat von horstR im Beitrag #4

Warum darf sich Russland seine Gesetze nicht selber geben,


Ich habe nicht behautptet, dass die Russen das nicht dürfen - ich fragte, ob das mit liberalem Gedankengut in Einklang zu bringen sei.

Zitat von horstR im Beitrag #4
was geht das Sie an was da erlaubt oder vervoten ist?


So viel und so wenig wie weihrauch, der das Thema aufgemacht hat.

...


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RE: Lechts und Rinks

#6 von horstR , 26.01.2013 12:25

Sie erkennen an Ihren Antworten wie schwierig das mit der Einmischung u Nichteinmischung ist.

Volker Beck unterstelle ich persönlichste Interessen, der möchte sich intimste Körperteile an jungen russischen Strichern vergolden... Und Drogenabhängige, russische Stricher sind dem Vernehmen nach besonders "willig", setzen Sie Sich mal mit dem Schicksal russischer Straßenkinder auseinander...

Und wie es mit der Toleranz der Problembehafteten, Körnerfressenden Spinatterroristen bestellt ist können Sie an den verschiedensten Stellen der gesellschaftlichen Auseinandersetzung beobachten. Für einen überzeugten Liberalen sind in meinen Augen die Grünen die Pest, weil die ein Leben lang meine Freiheiten mehr beschneiden wann immer sie eine Möglichkeit dazu sehen....


Saludos

HR

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RE: Lechts und Rinks

#7 von kurt02 , 26.01.2013 12:40

Zitat von horstR im Beitrag #6
Sie erkennen an Ihren Antworten wie schwierig das mit der Einmischung u Nichteinmischung ist.

...




Nun, um ehrlich zu sein (ich habs nochmal durchgelesen), lese ich aus meiner Antwort heraus, wie einfach und klar ein konsequent liberaler Standpunkt sein kann.

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RE: Lechts und Rinks

#8 von horstR , 26.01.2013 12:53

Die Liberalität, die Sie einfordern ist eine Einbahnstraße. Wie die Kirchen immer glauben die einzige Wahrheit zu besitzen, glauben Sie an Ihr Gesellschaftsbild, wie auch immer das entstanden ist, nur - woher nehmen Sie die Gewissheit?


Saludos

HR

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RE: Lechts und Rinks

#9 von kurt02 , 26.01.2013 13:08

ich FORDERE sich nicht ein,ich WERBE dafür. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass ich auf einer Einbahnstraße bin.

Woher ich die Gewissheit nehme? Aus der Erkenntnis meiner Andersartigkeit (oder Einzigartigkeit) leite ich mein Recht ab, so zu sein, wie ich nun mal bin. Und aus der Erkenntnis, dass andere anders sind, aber deswegen nicht schlechter, gestehe ich den anderen ihr Recht auf ihr Anderssein ab.

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RE: Lechts und Rinks

#10 von kjschroeder , 26.01.2013 13:21

Zitat
Aus der Erkenntnis meiner Andersartigkeit (oder Einzigartigkeit) leite ich mein Recht ab, so zu sein, wie ich nun mal bin. Und aus der Erkenntnis, dass andere anders sind, aber deswegen nicht schlechter, gestehe ich den anderen ihr Recht auf ihr Anderssein ab.


Ich nehme mal an, Sie meinen im letzten Satz, daß Sie anderen ihr Recht auf Anderssein ZUgestehen (nicht AB.....). ;-)
Davon abgesehen, geht diese Argumentation aber am Sachverhalt vorbei. Denn mit dem öffentlichen Schnauzbart-Knutschverbot wird nicht das Recht auf Anderssein bestritten, sondern das Recht, dieses Anderssein öffentlich zur Schau zur stellen. Das ist wie mit dem Trinkverbot: Nicht der Wodka wird verboten, sondern der öffentliche Konsum desselben. DARUM geht es doch eigentlich, oder?

Gruß
Klaus

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RE: Lechts und Rinks

#11 von JoG , 26.01.2013 16:42

Um die Wahrheit zu sagen, ist das ein Problem, dass man so oder so sehen kann. Genetisch gesehen, habe ich kürzlich eine Studie gelesen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind bis zum Erwachsenenalter überlebt, signifikant höher, wenn ein Homosexueller Onkel in der Nähe lebt. Und ob Homosexuelle nett, anständig und gut sind? Da gibt es Solche und Solche. Aber es gibt mehr Solche.

PS: Den Beck allerdings kann ich zum Tuten und Blasen nicht haben.

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RE: Lechts und Rinks

#12 von weihrauch , 26.01.2013 17:00

Zitat von kurt02 im Beitrag #3
Immerhin ist er für etwas eingetreten, für das man eins auf die Schnauze kriegen kann. Im Übrigen ist mir schleierhaft, was denn an diesen Gesetzen liberal sein soll.


Es ging mir bei diesem Thema in erster Linie nicht um die Verabschiedung des Gesetzes, sondern eher um das Thema Beck.
Sie schrieben vor noch vor einigen Tagen, daß die türkische Regierung sich nicht für den Vorfall in Bezug auf den Angriff auf Bundeswehrsoldaten entschuldigen müsse - dafür wäre es wohl zu harmlos gewesen.
Schön - das ist Ihre Ansicht.
Aber ich finde es ebenso lächerlich, daß Beck jetzt verlangt, Westerwelle müsse den russischen Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellen - allein dieses Ansinnen ist schon eine Posse.
Zudem ist es mit Beck immer dasselbe - die Moslems haben bei ihm Narrenfreiheit. Das was er in Rußland kritisiert, toleriert er bei den Moslems.
Darum gehört er in meinen Augen zu den unglaubwürdigsten Typen.

Und was die Gewalt gegen die Schwulen in Moskau betrifft: Wie läuft es denn da bei uns?
Wenn es um Rechte oder Konservative geht, sind scheinbar alle Gesetze außer Kraft gesetzt.
Die Landes-oder Bundesregierung, die Bürgermeister drücken sich nur anders aus - sie sagen im Vorfeld zu Demos von Rechten:

"Die Bürger sollten entschieden gegen diese Leute vorgehen", was wohl eine eindeutige Aufforderung darstellt.
Ich habe nicht gehört, daß in Moskau die Regierung die Bürger aufgefordert hat, gegen die Schwulen vorzugehen.

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RE: die beschaemende Diskriminierung von Homosexualitaet

#13 von huhngesicht , 26.01.2013 17:19

Teilweise ist es gruselig, hier Sachen zu lesen, die ich selbst vor 50 Jahren von meinem Uropa geatetigt schon befremdlich genannt haette. Wie sowas:

"Wenn ein Staat das degenerierte Gehabe um sexuell Fehltentwickelze nicht mitmacht, dann ist es ein undemokratischer schlechter Staat?"

Warum darf sich Russland seine Gesetze nicht selber geben, was geht das Sie an was da erlaubt oder vervoten ist?

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Es ist ueblich, dass Menschen aus freiheitlichen demokratischen Rechtstaaten diskriminierende Gesetzgebung in anderen Laendern missbilligen. So drueckt ein Mensch seinen persoenlichen Wert fuer andere Menschen und Gesellschaften und als Politiker fuer seine Nation aus. Dies passiert grundsaetzlich wenn auch verhaltener, wenn rueckstaendige Gesetzgebung kulturuell ueber Jahrhunderte gewachsen ist (zB das Patriachat im Islam). Wenn aber moderne Gesetzgebung sich der Rueckstaendigkeit zuwendend diskriminiert (das Gesetz zur Homosexualitaet in Russland), dann sollte man sich natuerlich deutlich empoeren, um solchen Entwicklungen rechtzeitig vorzubeugen. In gesunden normalen Demokratien waere sowas zum Glueck undenkbar. Es verletzt irrational die Gleichheit vor dem Gesetz, indem es Homosexuelle diskriminiert. Man koennte vielleicht grundsaetzlich (was es ja auch gibt) Verhaltensnormen wie Unterlassung des Kuessens diktieren, weil es vermeintlich den Jugendschutz tangiert, aber dann nicht einseitig bezogen auf Homosexuelle (was ist da die Logik?). Homosexualitaet wird von vielen genetischen und anderen biologischen Faktoren und partiell vielleicht in Ausnahmefaellen sozialen Faktoren beeinflusst, man kann sie aber nicht mittels Werbung aufnoetigen. Wer auf so eine absurde Idee kommt, muss ueber ein voellig gestoertes Selbst- und Fremderleben verfuegen.

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RE: die beschaemende Diskriminierung von Homosexualitaet

#14 von huhngesicht , 26.01.2013 17:41

Aber ich finde es ebenso lächerlich, daß Beck jetzt verlangt, Westerwelle müsse den russischen Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellen - allein dieses Ansinnen ist schon eine Posse.

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Ich stimme ihnen hier sogar zu. Das waere aehnlich uebertrieben wie eine ausschweifende Entschuldigung wegen des harmlosen Uebergiffs in der Tuerkei. Bei passenden Gelegenheiten sollte aber unbedingt diskriminierende Gesetzgebung beklagt werden.
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Zudem ist es mit Beck immer dasselbe - die Moslems haben bei ihm Narrenfreiheit. Das was er in Rußland kritisiert, toleriert er bei den Moslems.

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Der Vergleich passt nicht. Hier steht natuerlich kritikwuerdige Gesetzgebung in manchen islamischen Staaten einer Gesetzesaenderung in einem vermeintlich demokratischen Rechtsstaat gegenueber. Wenn die Schweiz anfangen wuerde, Gesetze wie in Nordkorea zu erlassen, wuerde die Welt auch aufschreien, ohne staendig ueber Nordkorea zu klagen.
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Und was die Gewalt gegen die Schwulen in Moskau betrifft: Wie läuft es denn da bei uns?
Wenn es um Rechte oder Konservative geht, sind scheinbar alle Gesetze außer Kraft gesetzt.
Die Landes-oder Bundesregierung, die Bürgermeister drücken sich nur anders aus - sie sagen im Vorfeld zu Demos von Rechten:

"Die Bürger sollten entschieden gegen diese Leute vorgehen", was wohl eine eindeutige Aufforderung darstellt.

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Selbst wenn es solche Aussagen gaebe (koennen sie eine Quelle verlinken, dass das wirklich wortwoertlich so gesagt wurde (wuerde mich sehr wundern, weil es ja fast nach dem Aufruf zu Taetlichkeiten klingt. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Polizei jemals gluecklich war, wenn sie mal wieder gegen 1000 linke Gegendemonstranten vorgehen musste, um 50 Rechtsextremistische Demonstanten zu schuetzen), was hat das mit dem Schutz von Homosexuellen zutun? Sollten Homosexuelle keinen Schutz mehr geniessen, nur weil man Nazis unterstellt hart anpackt?
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Ich habe nicht gehört, daß in Moskau die Regierung die Bürger aufgefordert hat, gegen die Schwulen vorzugehen.

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Der Vergleich hinkt. Rechte Extremisten werden teilweise als Kriminelle betrachtet (weil sie zB gegen Verfassungsrechte verstossen) und gegen Kriminalitaet spricht man sich aus.
Homosexualitaet ist eine irrelevante Privatsache und nicht kriminell.

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RE: die beschaemende Diskriminierung von Homosexualitaet

#15 von kjschroeder , 26.01.2013 19:06

Zitat
Es ist ueblich, dass Menschen aus freiheitlichen demokratischen Rechtstaaten diskriminierende Gesetzgebung in anderen Laendern missbilligen.


Dazu zwei Anmerkungen:
1. Ja. Und ich frage mich, ob nicht genau dieser Umstand einer der Probleme der heutigen Zeit ist. Denn wenn z.B. wir dies als Gesellschaft täten, schreiben wir anderen Gesellschaften unsere Auffassung von Diskriminierung vor und was diskriminierend ist und was nicht. Das kann hingenommen und auch für gut geheißen werden, wenn eine Regierung sich gegen das Volk stellt. Aber was machen Sie, wenn die Bevölkerung mehrheitlich damit einverstanden ist? Bevölkerungen anderer Länder sollen nur so leben, wie Sie oder wir das für richtig halten?

2. Der obige Satz stimmt ja nicht; er spiegelt die Wirklichkeit in keinster Weise wider. Beispiel: Es hat hier NIEMANDEN interessiert, als in Darfur Millionen Menschen verreckten und fliehen mußten. Niemand interessiert - bis heute nicht - der Umstand, daß das Christentum in bestimmten Gegenden zu den verfolgten Religionen gedhört mit allen Konsequenzen. DIESELBEN Leute, die dazu schweigen, sind dann ganz dicke bei jeder Reportage über nach Nahrung Schlange stehender Amerikaner dabei und beobachten mit Argusaugen jeden Schritt israelischer Politik. Und über Sysrien habe ich auch niemanden gefunden, der hier eine Demo organisiert hätte. Sie?

Mir persönlich ist das völlig egal, ob sich zwei Kerle oder zwei Frauen in der Gegend herumknutschen. Aber was machen Sie mit Exhibitionisten? So wie Sie argumentieren, müßte man dementsprechend (keine Diskriminierung!) dann auch Exhibitionisten ihr zweifehlahftes Treiben erlauben. Da hört für meine Begriffe die Gültigkeit Ihres Arguments auf.

Ich kann auch nicht überall auf der Welt in meiner Wohnung nackt herumlaufen. Es gibt z.B. Gegenden in Kanada, wo es das Gesetz vorschreibt, daß man in solchen Fällen vorher die Gardinen vorzuziehen hat.

Der Diskriminierungsaspekt ist hier m.E. fehl am Platz und zieht nicht als Argument.

Gruß
Klaus

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RE: Volker Beck: Das Wort zum Sonntag

#16 von heinzwernerhübner , 26.01.2013 19:53

Zitat
Immerhin ist er für etwas eingetreten, für das man eins auf die Schnauze kriegen kann



Richtig! Deshalb geht er ja auch nicht mehr hin.
hwh

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RE: Volker Beck: Das Wort zum Sonntag

#17 von horstR , 26.01.2013 20:09

Servus Heinz, was ist der Unterschied zwischen Beck u Friedmann? Friedmann bevorzugt Mädels...

Die hehren Freiheitsbegriffe des Herrn Beck haben in der Welt die rasend schnellen Verbreitung von AIDS befördert!

Ich wäre damals in San Francisco für Quarantäne gewesen!


Saludos

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RE: die beschaemende Diskriminierung von Homosexualitaet

#18 von huhngesicht , 27.01.2013 01:57

1. Ja. Und ich frage mich, ob nicht genau dieser Umstand einer der Probleme der heutigen Zeit ist. Denn wenn z.B. wir dies als Gesellschaft täten, schreiben wir anderen Gesellschaften unsere Auffassung von Diskriminierung vor und was diskriminierend ist und was nicht.

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Aber nein. Es werden Werte rational begruendet definiert und erklaert. Vorschreiben kann man diese ja gar nicht. Man kann vielleicht sagen (was dann ein Problem der Politik waere), dass man Gesellschaften mit Sanktionen belegt, die gut begruendete Werte bar jeder Vermittelbarkeit mit Fuessen treten. Ob solche Konsequenzen getragen werden wollen, muss jede Gesellschaft selbst entscheiden.
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Das kann hingenommen und auch für gut geheißen werden, wenn eine Regierung sich gegen das Volk stellt. Aber was machen Sie, wenn die Bevölkerung mehrheitlich damit einverstanden ist? Bevölkerungen anderer Länder sollen nur so leben, wie Sie oder wir das für richtig halten?

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Ist ihre Frage philosophischer oder rein pragmatischer Natur? Philosophisch stellt sich die Frage, was eine Bevoelkerung oder eine Gesellschaft oder ein Volk sein soll. Eine Nation? Eine Region? Eine ideologische Verbundenheit? Wenn im Staat X 90% schwarze Haare haben und 10% rote und die 90% Mehrheit hassen rote Haare und wuenschen das Raedern der Rothaarigen, sagt man dann "so what"? Und das Land Y nebenan mit 90% Rothaarigen und 10% Schwarzhaarigen schweigt in Akzeptanz?
Waere es dann anmassend, wenn ein Land aus lauter blonden Menschen sagt, dass die Haarfarbe scheissegal ist und nur boese Menschen eine solche gesellschaftsrelevant gewichten? Ich denke nein. Wenn man allerdings ganz praktisch die Realitaet auf nationale Gesetzgebung bezogen beruecksichtigt, dann duerfen natuerlich 80% Homophobe zB 20% Homosexuelle diskriminieren. Was sollte man auch dagegen machen? Mir persoenlich ist das allerdings unverstaendlich, weil ich es geradezu laecherlich einfach finde (auch wenn ich das Wort laecherlich nach dem Weihrauch nicht mehr verwenden mag ;-), gut von boese - oder besser - richtig von falsch zu unterscheiden.
In deutlichen Worten:"Ich bin ein Mann und ich liebe Frauen. Wenn aber ein Mann einen Mann oder eine Frau eine Fau liebt, dann geht mich das nichts an. Eine Gesellschaft, die sowas nicht ertragen kann, ist krank und instabil und wird auf Dauer versagen."
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2. Der obige Satz stimmt ja nicht; er spiegelt die Wirklichkeit in keinster Weise wider.

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Es gibt da keinen Superlativ ;-)
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Beispiel: Es hat hier NIEMANDEN interessiert, als in Darfur Millionen Menschen verreckten und fliehen mußten. Niemand interessiert - bis heute nicht - der Umstand, daß das Christentum in bestimmten Gegenden zu den verfolgten Religionen gedhört mit allen Konsequenzen. DIESELBEN Leute, die dazu schweigen, sind dann ganz dicke bei jeder Reportage über nach Nahrung Schlange stehender Amerikaner dabei und beobachten mit Argusaugen jeden Schritt israelischer Politik. Und über Sysrien habe ich auch niemanden gefunden, der hier eine Demo organisiert hätte. Sie?

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Das wuerde ich sowieso nie. Mich interessieren die Details von Schlechtigkeit nicht. Sie sprechen aber ein anderes Problem an. "Was man nicht weiss, macht man nicht heiss". Das muss man den Medien vielleicht vorwerfen. Ich wuerde darauf vertrauen, dass langfristig relevante Problemstrukturen vermittelt werden und belangloses Leid (wie gross es lokal auch sein mag) ignoriert wird. Das ist nicht nett, macht aber Sinn.
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Mir persönlich ist das völlig egal, ob sich zwei Kerle oder zwei Frauen in der Gegend herumknutschen. Aber was machen Sie mit Exhibitionisten? So wie Sie argumentieren, müßte man dementsprechend (keine Diskriminierung!) dann auch Exhibitionisten ihr zweifehlahftes Treiben erlauben. Da hört für meine Begriffe die Gültigkeit Ihres Arguments auf.

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Mal abgesehen davon, dass der Exhibitionismusparagraph tatsaechlich fragwuerdig ist, weil er nur Maenner betrifft, wuerde sowas unter "Erregung oeffentlichen Aergernisses fallen". Das waere dann auch nicht diskriminierend.
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Ich kann auch nicht überall auf der Welt in meiner Wohnung nackt herumlaufen. Es gibt z.B. Gegenden in Kanada, wo es das Gesetz vorschreibt, daß man in solchen Fällen vorher die Gardinen vorzuziehen hat.

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Das betrifft dann aber jeden. Fragwuerdig wuerde es zB wenn Weisse ihre Gardinen oeffnen duerfen Schwarze aber nicht. So kompliziert ist die Erkenntnis nicht, wenn man wahrhaftig liberal ist.
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Der Diskriminierungsaspekt ist hier m.E. fehl am Platz und zieht nicht als Argument.

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Er zieht natuerlich nur dann, wenn man die sexuelle Orientierung nicht fuer diskriminierungrelevant haelt. Was man tun kann. Aber dann oeffnet man der Beliebigkeit fern meiner Vorstellung von Liberarilitaet Tuer und Tor.

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RE: Lechts und Rinks

#19 von JoG , 27.01.2013 12:52

Um die Wahrheit zu sagen, ist das ein Problem, dass man so oder so sehen kann. Genetisch gesehen, habe ich kürzlich eine Studie gelesen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind bis zum Erwachsenenalter überlebt, signifikant höher, wenn ein Homosexueller Onkel in der Nähe lebt. Und ob Homosexuelle nett, anständig und

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RE: Volker Beck: Das Wort zum Sonntag

#20 von JoG , 27.01.2013 12:55

Zitat von horstR im Beitrag #17
Servus Heinz, was ist der Unterschied zwischen Beck u Friedmann? Friedmann bevorzugt Mädels...

Die hehren Freiheitsbegriffe des Herrn Beck haben in der Welt die rasend schnellen Verbreitung von AIDS befördert!

Ich wäre damals in San Francisco für Quarantäne gewesen!


Zu diesem Thema habe ich einigen Foren Ellen lange Debatten geführt. Die Literatur scheint Ihnen recht zu geben aber die politische Korrektheit will nicht, dass man das sagt.

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