Bundestagswahl 2017: Angela Merkel muss weg von Gerhard-Stefan Neumann …

#1 von gerhard_neumann , 29.03.2017 13:19

In diesem Beitrag haben wir noch einmal einige Video Clips unter dem Stichwort Merkel muss weg für Sie zusammengefasst. Den einen oder anderen Clip werden Sie vielleicht schon kennen, nun gut und wenn ja, dann können Sie ihn einfach überspringen. Dass ich als überzeugte Liberaler einmal zum Sturz eines Regierungschefs einer konservativen Partei aufrufen würde, hätte ich mir bislang in meinen kühnsten Träumen auch nicht vorstellen können.


 
gerhard_neumann
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RE: Bundestagswahl 2017: Angela Merkel muss weg von Gerhard-Stefan Neumann …

#2 von Hannelore Mohringer , 29.03.2017 17:43

Die EU auch!

Zitat von gerhard_neumann im Beitrag #1
Dass ich als überzeugte Liberaler einmal zum Sturz eines Regierungschefs einer konservativen Partei aufrufen würde, hätte ich mir bislang in meinen kühnsten Träumen auch nicht vorstellen können.



Ich auch nicht!

Was die EU und vor allem die Gemeinschaftswährung angeht, muß vor dem Hintergrund der Folgen diskutiert werden. Bevor der Euro eingeführt wurde, hat nach einer FAZ-Notiz Helmut Schmidt gesagt:
"FAZ 15.09.1995:
London -„Schmidt, Giscard und Heath für gemeinsame Währung - Auf einer Veranstaltung der Londoner School of Economics sagte Schmidt, Deutschland werde die Schwierigkeiten nach der Vereinigung in zehn bis 15 Jahren überwunden haben. Dann werde die Mark den europäischen Kontinent „beherrschen“, falls keine gemeinsame Währung bis dahin eingeführt worden sei. Wie die Geschichte gezeigt habe, müsse so etwas auf jeden Fall verhindert werden. Andernfalls würden sich die Nachbarstaaten gegen Deutschland verbünden." (Zitat aus meinem Buch "Bemerkungen einer Deutschen, Jahrgang 1924")

Das bedeutet doch wohl nichts anderes, als daß der Euro eingeführt muß, damit Deutschland gar nicht erst wirtschaftlich stark werden darf, weil es sonst - mindestens einen Wirtschafts- Krieg gibt. Und so wurde denn mit dem Währungswechsel in kurzer Zeit der Euro, der 1,95583 DM, also fast zwei DM wert sein sollte, sehr schnell um ca. 50% entwertet, weil sich die Preise auf die alte DM-Höhe einpendelten. Den Fortgang kennt jeder: Deutschland finanziert faktisch die EU, und ich werde den Verdacht nicht los, daß das der Preis für die Wiedervereinigung ist; jedenfalls stützt der Ausspruch Helmut Schmidts diesen Verdacht. Soviel zu dem "Argument" 70 Jahre Frieden durch die EU"!

Und das war nicht Merkel, sondern der andere Helmut, namlich Kohl, der dann "das Mädchen" präsentierte. War das vielleicht auch eine Auflage zur Genehmigung der Wiedervereinigung?

Fragen, über Fragen. Vielen Dank jedenfalls für den Clip. Ich darf ihn sicher an einen Bundestagskandidaten der FDP weiterleiten, mit dem ich in Kontakt bin.

Mit freundlichem Gruß,
Hannelore Mohringer

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RE: Bundestagswahl 2017: Angela Merkel muss weg von Gerhard-Stefan Neumann …

#3 von kjschroeder , 29.03.2017 18:57

Sehr geehrter Herr Neumann,

ich mußte den Link zu Ihrem Youtube-Video hier entfernen, weil Sie ab 0:51 dort sagen: "Der türkische Ministerpräsident bestimmt in weiten Teilen unsere Politik ebenso wie sein..."

Was dann bei den drei Pünktchen kommt, grenzt aus meiner Sicht der Dinge an Volksverhetzung, und sowas will ich hier nicht haben - und auch nicht den Hinweis (Link) dorthin.

Gruß
Klaus


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#4 von kjschroeder , 29.03.2017 23:06

Zitat
Das bedeutet doch wohl nichts anderes, als daß der Euro eingeführt muß, damit Deutschland gar nicht erst wirtschaftlich stark werden darf, weil es sonst - mindestens einen Wirtschafts- Krieg gibt. Und so wurde denn mit dem Währungswechsel in kurzer Zeit der Euro, der 1,95583 DM, also fast zwei DM wert sein sollte, sehr schnell um ca. 50% entwertet, weil sich die Preise auf die alte DM-Höhe einpendelten. Den Fortgang kennt jeder: Deutschland finanziert faktisch die EU, und ich werde den Verdacht nicht los, daß das der Preis für die Wiedervereinigung ist; jedenfalls stützt der Ausspruch Helmut Schmidts diesen Verdacht. Soviel zu dem "Argument" 70 Jahre Frieden durch die EU"!



Was Ihren Verdacht angeht: Diese Frage ist mittlerweile aus meiner Sicht hinreichend beantwortet:

Es gab auf der einen Seite den Wunsch der Franzosen, mit der Währungsunion eine politische Kontrolle über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (und damit einhergenender Wirtschaftsmacht) Deutschlands zu bekommen.

Wichtig ist aber auch die andere - deutsche - Seite, die häufig verschwiegen wird: Auf deutscher, speziell konservativer Seite gab es auch keine Widerstände dagegen. Denn die CDUJ hat von Anfang an systmatisch auf die Auflösung des souveränen Nationalstaates hingearbeitet.

Da gibt es zum Beispiel den CDU-Parteitag von 1976. Nochmals: 1976! Das ist 40 Jahre her.

Da hieß es in einer Entschließung: "Wir wollen einen europäischen Bundesstaat mit demokratischer Verfassung."

Das können Sie hier im Parteitagsprotokoll nachlesen: -> http://www.kas.de/upload/ACDP/CDU/Protok...ag_Hannover.pdf

Und zwar auf pdf-Seite 378, geschriebene Seite: 118, 2. Kapitel, 3 Absatz. Steht da. Wortwörtlich.

Das ist ja das, was ich an konservativen Eliten so "liebe" - ihr ständiges Versagen vor der Geschichte und ihr blindes Herumtapern:

Erst das Land mit einem hirnrissigen Blankoscheck in eine unmögliche Situation zu bringen, die schließlich in einen Krieg mündet, dann - nachdem sie den Hintern versohlt bekamen und Millionen Toter auf dem Gewissen hatten - nichts Besseres zu tun zu haben als einen Sozialisten zu finanzieren und an die Macht zu bringen, um dann - wieder ging es daneben - alle Schuld von sich zu weisen und dem Volk in die Schuhe zu schieben.

Mit dem Ergebnis, daß wir seitdem ein demokratisches Minimalprogramm haben, das nur der für normal hält, der noch nie im angelsächsischen Ausland war und das gerade ausreicht, daß unsere Politiker Platz nehmen dürfen am Tisch der Erwachsenen. Denn daß sich die hiesige Politik nicht mit der Bevölkerung rückkoppeln muß (z.B. per Volksentscheid), sondern völlig losgelöst vom Volk tun und lassen kann was sie will, hängt eben mit den damals nach WKII eingezurrten Staatsstrukturen zusammen. Chiemsee-Runde und so, vielleicht erinnern Sie sich.

Und die lernrn ja auch nicht dazu: Seit WKII-Ende gehen diese konservativen "Eliten" wieder mal der Linken auf den Leim und machen sich zum eifrigen Befürworter deren Europa-Projekts, das Linke bereits vor, vor allem aber während und kurz nach WKII entworfen hatten.

Diesmal nach dem Vorbild der Fabian-Society (was diese konservativen Schnarchnasen wahrscheinlich noch nicht mal wissen, sehr wohl aber mindestens die Hardcore-Linken): Denn im Unterschied zum Beton-Kommunismus a la Stalin und Mao hatten die Fabianer seit ihrer Gründung nie das Ziel einer Weltrevolution, sondern wollen den Sozialismus vielmehr in kleinen, gangbaren Schritten per Zersetzung und Gewöhnungseffekt, also der langsamen Umerziehung, "demokratisch" den Leuten unterjubeln. Die dreckigen Werkzeuge dafür kennen wir heute unter den Begriffen "Nudging" und "Public Affairs", um mal zwei zu nennen. Und natürlich die Methode "tarnen und täuschen": Der Wolf im Schafspelz war eines der ersten, vielleicht sogar das erste, offizielle Emblem der Fabianer (auf öffentlichen Protest hin mußten sie es wieder entfernen).

Die London School of Economics ist genauso ein Fabianer-Outlet wie die Gründung der British Labour Partei. Daß sie enormen Einfluß auf die Partei der US-"Demokraten" hat sei hier genauso am Rande erwähnt wie der Umstand, daß Teile des Geldadels bei diesen Champagner-Sozialisten von Anfang an ihre Hände im Spiel hatten. Und es gibt natürlich auch etliche Querverbindungen nach Deutschland - von der damaligen Marxisten-Ikone Karl Korsch bis hin zum berüchtigten Frankfurter Institut für Sozialforschung ("Frankfurter Schule").

Kurz: Die Fabianer haben ein internationales Netzwerk, das heute wesentlich das Establishment stellt. Der Schauspieler George Clooney meinte kürzlich, Trump verkörpere wegen seines Vermögens sehr wohl auch das Establishment und argumentiere daher widersprüchlich. Aber Clooney hatte damit lediglich haarscharf am eigentlichen Punkt vorbeifabuliert: Bei "Establishment" geht es nicht einfach um die Kohle, es geht um das Netzwerk. Und Trump gehört diesen Netzwerken offensichtlich NICHT an.

(Apropos Netzwerk: Haben Sie mal die Entstehungsgeschichte der Bilderberger verfolgt? Die meisten, die ich kenne, wissen es entweder nicht oder glauben, daß das irgendein holländischer König oder Prinz gewesen sei. Aber Prinz Bernhard der Niederlande war nur Symbolfigur. Treibende Kraft als "Puppenspieler" (wenn man so will), war ein Linker: Józef Retinger. Die ganze Europa-Bewegung, ja letzlich die EU, hatte ihn als maßgeblichen Initiator. -> https://en.wikipedia.org/wiki/Józef_Retinger )

Und viele Konservative glauben, daß die Fabianer wegen ihres Verzichts auf Weltrevolution nicht so gefährlich wären wie die Beton-Kommis. Ein meines Erachtens fahrlässiger und gefährlicher Irrtum.

Das wird hier grandios ein weiteres Mal den Bach runtergehen.

Gruß
Klaus


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RE: Die CDU wollte mindestens seit 1976 den europäischen Bundesstaat

#5 von Hannelore Mohringer , 30.03.2017 09:23

Zitat von kjschroeder im Beitrag #4

(Apropos Netzwerk: Haben Sie mal die Entstehungsgeschichte der Bilderberger verfolgt?


Nur am Rande: "Und was hat es mit den Bilderbergern als „geheimes Machtzentrum“ auf sich, wo angeblich – wie jeder im internet aufrufen und lesen kann – eine totalitäre Weltregierung über ein globales Volk geplant wird?" (Aus einem Beitrag von mir in dem privaten E-Mail-Kreis, von dem hier schon die Rede war, unter "Sicher ist sicher/Weihnacht 2016", So 25.12.2016 12:04) Wir sollten uns damit einmal näher beschäftigen.

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Die Welt von heute

#6 von Hannelore Mohringer , 30.03.2017 12:14

Die Welt von heute

Die Welt von heute ist zutiefst unseriös, Herr Fricker! Sie nennt sich nur Demokratie, ist potemkinsche Fassade des realen grün-roten Kommunismus‘ und arbeitet mit Mitteln des Rufmords am politischen Gegner. Der ist die bisher einzige Partei, die sich gegen alle medialen Widerstände als solche durchsetzen konnte: die AfD, die „Alternative für Deutschland“. Aber auch in der CDU, im einstigen Hort konservativer Kräfte, regt sich Widerstand und wird von Ihnen, Herr Fricker, als „nicht wirklich konservativ und bewahrend“ denunziert. („Die Welt von gestern“ auf Seite 2 der heutigen SÜDKURIER-Ausgabe). Es seien „nur einige Wenige in der CDU, die sich vor einigen Tagen fanden und den konservativen Ausbruch ausriefen“.

Sie bemühen die Bergpredigt, Herr Fricker, und deren darin geschilderte Speisung der tausende Hungriger durch die wundersame Vermehrung (der wenigen Brote und Fische laut Bibel) der vorhandenen Vorräte, als nicht passend zur „Obergrenze“ der hereinzulassenden Flüchtlinge, wie sie von Gegnern Angela Merkels gefordert wird, als Beweis für den wahren Konservativismus der amtierenden Kanzlerin, wie diese ihn folglich vertrete und merken gar nicht, daß Sie ein Wunder beschwören und folglich den Glauben daran fordern!

Sie sprechen vom „Fall des Kommunismus‘“. Das ist eine reine Behauptung, nämlich ohne den Beweis dafür anzutreten. Ist nicht die praktizierte Politik von Angela Merkel sozialistische Politik reinsten Wassers mit deren Umverteilungsstrategie der von ihr mit Zähnen und Klauen verteidigten EU? Und die Sexualisierungs-, die Gender-Politik, die auch von der gegenwärtigen CDU vertreten worden ist? Ist die nicht grüne, also kommunistische Politik der abstoßendsten Art und Weise? Die Bergpredigt ist die Geschichte eines Wunders. Es müßte mindestens EIN Wunder geschehen, wenn Frau Merkels Politik nicht im Desaster der von ihr herbeigeführten Realität enden würde.

Unseriös ist auch das Mittel der Bekämpfung des politischen Gegners der Merkelschen Politik durch üble Nachrede als bloße Gerüchte. Auf Seite 4 derselben Zeitung („Im Clinch mit schrillen Typen“), wimmelt es von diffamierenden Mutmaßungen: „soll es …gekommen sein“, „könnte .. gewählt werden“, „will auch …kandidieren“, „strebt ein Mandat an, um überhaupt erst einmal eine wirtschaftliche Existenzgrundlage zu haben“. Im letzteren Fall handelt es sich um den namentlich genannten „Richter am Dresdener Landgericht“. „Er hatte damals von einem deutschen ‚Schuldkult‘ und der ‚Herstellung von Mischvölkern‘ gesprochen“. Der türkische Ministerpräsident fordert inzwischen seine Türken in Deutschland auf, fünf Kinder anstatt deren bisher drei in die Welt zu setzen. Warum anders, als zur Herstellung mindestens von „Mischvölkern“? - Dann wird unter „Im Clinch mit schrillen Typen“ noch aufgezählt, aus welchen Parteien die „Parteihopper“ der AfD-Spitze kommen. Ja, lieber SÜDKURIER, sie kommen offenbar aus dem ganzen Volk und sind diejenigen, die bisher ignoriert wurden!

Die Welt von heute ist zutiefst unseriös, Herr Fricker, und „Die Welt von gestern“ kann vergleichsweise nur die bessere sein, wenn sie von einem Verteidiger der real existierenden Gegenwart schlecht gemacht wird.

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RE: Die CDU wollte mindestens seit 1976 den europäischen Bundesstaat

#7 von kjschroeder , 30.03.2017 15:11

Zitat
Nur am Rande: "Und was hat es mit den Bilderbergern als „geheimes Machtzentrum“ auf sich, wo angeblich – wie jeder im internet aufrufen und lesen kann – eine totalitäre Weltregierung über ein globales Volk geplant wird?" (Aus einem Beitrag von mir in dem privaten E-Mail-Kreis, von dem hier schon die Rede war, unter "Sicher ist sicher/Weihnacht 2016", So 25.12.2016 12:04) Wir sollten uns damit einmal näher beschäftigen.



Naja, also das ist eigentlich bekannt - wird allerdings von (wahrscheinlich schlecht informierten oder einfach abgedrehten) Leuten häufig mit derart verschwörerischem Unterton formuliert, daß man darüber nur noch den Kopf schütteln kann.

Also:

Zunächst gibt es noch andere solche Organisationen, die ich für genauso wichtig halte - zum Beispiel die Atlantikbrücke, den German Marshall Funds, die Trilaterale Kommission, um mal drei Beispiele zu nennen.

All diesen vier Vereinigungen (also inkl. Bilderberger) ist gemeinsam, daß sie unter Ausschluß der Öffentlichkeit tagen, ihre Mitglieder Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sind, die Tagesordnungen häufig erst im Nachhinein bekanntgegeben werden - und der eigentliche Inhalt, was denn da wie von wem beredet wurde, gar nicht.

Angeblich soll das ja alles harmlos sein und nichts Besonderes. Diesen Eindruck jedenfalls hatte Jürgen Trittin bei mir einmal erweckt, als er, der mal bei einem solchen Treffen vor Jahren anwesend war (Bilderberger), darüber öffentlich redete.

Nun kann man sich natürlich fragen, ob Konzernvorstände und Minister wirklich die Zeit haben, um den halben Erdball zu jetten für einen Austausch von Floskeln und Höflichkeiten bei Käffchen und Kuchen. Das kann man glauben - oder auch nicht.

Um diesen Umstand ranken sich jetzt natürlich jede Menge Theorien. Da ich nun nicht weiß, was da beredet wurde und wird, halte ich mich da auch raus.

Bekannt ist ferner, daß die Linke eine Stärkung der UN, also der Vereinten Nationen, anstrebt zu einer Art Weltherrschaft. Zum Beispiel hier Die Linke.

Bekannt ist ferner, daß sich die Welt zunehmend in Kontinentalblöcken zu organisieren scheint. Die EU ist da nur ein Beispiel, es geht weiter z.B. mit der schon länger existierenden OAU in Afrika, dem zentralamerikanischen Integrationssystem SICA, der Union der südamerikanischen Nationen (UNASUR), der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (Rußland, Weißrußland, Kasachstan, etc.), dem CEAT (Council on East Asian Community) mit Japan, China und Südkorea als Hauptakteuren, ferner die North American Union (NAU) mit den USA, Kanada und Mexiko (ich schätze mal daß das mit Trump nichts wird), ferner der Golf Cooperation Council (GCC) zwischen den Golfstaaten etc.etc.

Auch das von Merkel so forcierte (offenbar immer noch!) TTIP paßt ins Bild einer sogar kontinental-übergreifenden Zusammenarbeit.

Denkt man diese Entwicklung weiter, dann hat man ein paar Kontinentalblöcke als wirtschaftliche (und später vielleicht auch politische) Einheiten mit eigenen Staatsbürgerschaften (wie das mit dieser putzigen "EU-Staatsbürgerschaft" schon heute der Fall ist). Und die UN würde praktisch als eine Art Weltregierung darüber schweben.

Und was die Währungen angeht: Auf dem G8-Gipfel 2009 im italienischen Aquila hatte der damalige russische Präsident Medwedjew (er war ja mal eine Legislaturperiode Präsident, Vorgänger und Nachfolger war jeweils Putin) eine angeblich in Belgien produzierte Münze vorgestellt als Prototyp einer "Weltmünze", auf der eingraviert war "Unity in Diversity" (Geeint in Vielfalt). Ich hab in meinem Archiv nur etwas auf Französisch darüber gefunden mitsamt Bildchen - hier: -> http://www.voltairenet.org/article160992.html

Das ist so der grobe Stand der Dinge, wie ich ihn kenne - und man sieht an diesen großen Entwicklungslinien bis hin zur einheitlichen Weltwährung schon, wohin die Reise offenbar gehen soll bzw. wie groß die Flausen in den Köpfen unserer Eliten bereits gewachsen sind.

( Ich schreibe das deswegen, weil es in der Geschichte immer auch den gegenläufigen Prozeß der Rückbesinnung und Selbstvergewisserung auf die eigene Kultur gibt. Gerade wir Deutschen sollten das wissen, schließlich durchliefen unsere Vorfahren nach dem Untergang Altpreußens durch Frankreich (Schlacht Jena/Auerstedt) exakt dieses Stadium, das sich noch heute z.B. in Form der Regensburger Walhalla oder des Hermannsdenkmals bestaunen läßt.

Anders gesagt: Wenn das so weitergetrieben wird, werden wir sehr unruhigen Zeiten entgegengehen. Denn ich denke nicht, daß die Völker das so ohne weiteres mit sich machen lassen werden. Gerade für die Armen gilt ja der Spruch, daß sie außer der Heimat sonst nichts haben. Will man die ihnen auch noch nehmen, wird es blutig, schätze ich mal. )

Man kann aber schon an diesen Entwicklungslinien und mit Blick auf die EU erahnen, wie leicht sich die demokratischen Errungenschaften der Völker und Nationen durch solche supranationalen Organisationen außer Kraft setzen lassen. An der EU sehen wir es schon heute: Die EU-Kommission, also die geplante De facto-Regierung Europas ist von keinem einzigen Bürger direkt gewählt worden.

Nun gehören diesem politisch linken Netzwerk der Fabianer aber auch ganz offensichtlich Milliardäre und Multimillionäre an. George Soros ist nur der bekannteste, aber längst nicht der einzige.

Und das hat mich dann beschäftigt: Linke und Milliardäre - wie paßt das zusammen?

Nun, bei der Linken hat diese Obsession mit Weltregierung und UN-Stärkung etwas zu tun mit der Feindschaft gegenüber dem Nationalstaat, den sie für alles Übel verantwortlich machen (stimmt zwar nicht, wie so vieles, aber darum gehts mir jetzt nicht) in dem sie auf demokratischem Weg nie etwas werden konnten.

Bei den Milliardären paßt "Weltregierung" auf zwei Ebenen: Der Zusammenschluß zu großen Kontinentalblöcken bringt zwangsläufig auch eine Verringerung zu beachtender Standards mit sich. Zum Beispiel im Verbraucherrecht, Produkthaftung, vielleicht auch Arbeitsrecht. Das macht die Arbeit für Konzerne bequemer und billiger. Und die Profitrate größer.

Für die Groß-Aktionäre, also dem Geldadel, wird das Leben auch einfacher: Sie müssen für die zu erwirtschaftenden Profite zur Steigerung der Aktienwerte (und -dividenden) bei ihrer Lobbyarbeit weniger Abgeordnete bearbeiten, weniger Minister "schmieren".

Aber da ist noch ein Punkt - die zweite Ebene: Wovor haben Milliardäre, die Dynastien aufbauen wollen, Angst? Ganz einfach: Vor dem Verlust ihres Vermögens, ihres Status'. Vor Konkurrenz.

Das ist nichts Neues, läßt sich quer durch die Geschichte beobachten - und die Antworten sind auch immer dieselben: Sie schotten sich nach unten ab, auf daß niemand von "unten" nach "oben" durchkomme. (Passiert es dennoch, wird der Betreffende entweder vernichtet oder aber entsprechend abgerichtet und den eigenen Reihen als "Neuer" hinzugefügt. Ich schätze, bei Bill Gates ist diese Prozeß vor rund 15 Jahren passiert.)

Aber wie passiert nun diese Abschottung? Ich habe dafür eine Theorie, man könnte auch sagen: Verschwörungstheorie. Denn ich kann's nicht belegen. Das Engagement von Milliardären bei den Fabianern (ein Lord Rothschild half z.B. den Fabianern, die School of Economics in London zu implementieren) brachte mich auf diese Möglichkeit:

Also: Wie schotten sich Milliardäre konkret ab? Antwort: Durch ein Geschäft auf Gegenseitigkeit mit dem vermeintlichen politischen Gegner. Und zwar so (jetzt aus möglicher Milliardärs-Sicht):

Die Leute sind empfänglich für sozialistische Ideen? Naja, dann geben wir sie ihnen doch! Sollen sie sich um den weniger werdenden Wohlstand balgen! Dann kommt von denen niemand zu uns nach oben, da der Mittelstand immer mehr ausdünnt. Ziel erreicht.

Wir bleiben natürlich außen vor und leben nach den Werten (Familie, Besitz, etc.), die den Massen durch Diskreditierung oder sonstiger Negativ-Konnotierung aberzogen werden. Wie erreichen wir das?

Wir finanzieren die Sozialisten, treiben deren Ideen voran - mit einer Ausnahme: Unsere Steueroasen, wo unser Vermögen anonym (ganz wichtig!) liegt und bleibt, bleiben außen vor.

Soweit die Theorie. Soweit paßt auch alles, denn man schaue sich an, inweiweit linke Regierunen wie Obama oder auch Merkel Steueroasen tatsächlich trockengelegt haben. Gibt ja etliche. Sind die auch alle tot? Nein, natürlich nicht.

Wie gesagt: Ich kann den Zusammenhang nicht belegen. Denn es taucht auch hier das alte Problem auf zwischen Kausalität und Korrelation unterscheiden zu können.

Es ist also von daher - Korrelation - auch möglich, daß das faktische Nichtstun linker Regierungen in Bezug auf Steueroasen auf der einen - und ihre Unterstützung durch Milliardäre auf der anderen Seite nichts, gar nichts miteinander zu tun haben. Purer Zufall, sozusagen.

Und welche Plattformen würden sich - wiederum theoretisch - gut dazu eignen, sowas zu bereden und sich (im Falle von Neulingen) kennenzulernen?

Da haben Sie Ihre (mögliche) Antwort in Bezug auf Bilderberger & Co. ;-)

Diese Theorie läßt sich noch weiter fortspinnen: Denn es handelt sich bei dem in Rede stehenden Geldadel um den ALTEINGESESSENEN ANGELSÄCHSISCHEN. Also um die Rothschilds, Carnegies & Co.

Was macht man als deutscher Emporkömmling, der sich gern zu diesen Kreisen hinzugesellen möchte, um sich wichtig fühlen zu dürfen? Auch dies ganz einfach: Man verzwergt sich zum beflissenen Erfüllungsgehilfen - und holt sich Fleißkärtchen ab.

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 30.03.2017 | Top

Christentum,Judentum, der Islam, fremde Mächte und Goethe

#8 von Hannelore Mohringer , 31.03.2017 23:28

Lieber Klaus,
Ihr Beitrag oben ist viel auf einmal. Aber ich komme noch darauf zurück. Dies nur kurz dazwischen:

Christentum, Judentum, der Islam, fremde Mächte und Goethe

Zwei Sendungen gestern Abend im ZDF waren geprägt von Vertretern monotheistischer Glaubenspolitik. Zuerst war es die Sendung von Maybrit Illner mit den Teilnehmern Mürvet Öztürk, Abgeordnete im hessischen Landtag, und dem Gründer der Muslimenpartei BIG Haluk Yildiz. Anschließend daran die Sendung von Markus Lanz, mit den Teilnehmern Renan Demirkan, einer Schauspielerin, und Michel Friedmann, einem Journalisten. Von Religion war nicht die Rede, die dennoch den thematischen Hintergrund bildet: Sofern es sich bei den Teilnehmern um solche mit deutschen Namen handelte, kann davon ausgegangen werden, daß es nicht Muslime waren, wahrscheinlich Angehörige einer christlichen Kirche; bei denen mit ausländischen Namen aber Muslime beziehungsweise Juden

Wer heute den SÜDKURIER aufschlägt, liest auf Seite 2 den Ausspruch des Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder: „Diese Partei hat keinen Platz in Deutschland“, und er meint die AfD. Herr Lauder meldet damit den Anspruch des Jüdischen Weltkongresses an, zu entscheiden, welche Partei einen „Platz in Deutschland“ hat. Dasselbe, nämlich zu bestimmen, wer Platz in Deutschland hat, nehmen auch die oben genannten Einwanderer für sich in Anspruch, weil sie von Deutschland als ihrem Land sprechen.

Dahinter stehen die religiösen Bekenntnisse mit den ihnen immanenten Herrschaftsansprüchen. http://www.gam-online.de/text-Referat-Krauss.html Daraus Zitat: „Dabei handelt es sich um eine allgegenwärtige Drohkulisse, in deren Rahmen jede kritisch-reflektierende Auseinandersetzung mit dem Islam sofort in die Verdachtszone des „Rassismus“ und der „Fremdenfeindlichkeit“ gezerrt wird oder als „Islamophobie“ gebrandmarkt wird.“ Und dort ist das uralte Verständnis, daß wer nicht Jude ist, Heide, also Ungläubiger sein muß. Nur die Christen erheben keinen Alleinherrschafts-Anspruch; im Gegenteil: Deren Toleranzgebot schlägt sich im Religionsfreiheits-Paragraphen nieder, der die Auseinandersetzungen der beiden anderen monotheistischen Religionen ins Land der Deutschen geholt hat.

„Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.“ Goethe war der große Wissende ewiger Wahrheiten. Aber auch er konnte nur zeigen, was ist. In unserem Fall, ist es die Erkenntnis, daß es mehr zwischen Wirklichkeit und deutschen Medien gibt, (als sich unsere Weisheit allerdings nur träumen läßt). Manches findet man zum Glück heutzutage im Internet, zum Beispiel Vereinigungen internationaler Entscheider aus öffentlicher Politik, Wirtschaft und wohl auch der Religionen, die unter Ausschluß der Öffentlichkeit tagen. Über die Bilderberger zum Beispiel kann man im Internet lesen. Aber, was sie so besprechen, erfährt „man“, also die Öffentlichkeit, nicht. https://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz. Daraus: „Die Bilderberg-Konferenzen sind informelle, private Treffen von einflussreichen Personen aus Wirtschaft, Politik, Militär, Medien, Hochschulen, Hochadel,[1] und Geheimdiensten,[2] bei denen Gedanken über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen ausgetauscht werden.[3]“

Demokratie ist ein großes Wort! Aber: „Der Worte sind genug gewechselt. Laßt mich auch endlich Taten sehen“ Schon wieder Goethe! Den kann uns eben keiner nehmen und er hat, wie eigentlich immer, recht!

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Antwort auf #7

#9 von Hannelore Mohringer , 01.04.2017 21:08

Danke! So viele Möchtegern-Weltherrscher auf einmal:
/lobbypedia.de/wiki/Atlantik-Brücke, https://de.wikipedia.org/wiki/German_Marshall_Fund, http://de.verschwoerungstheorien.wikia.c...rale_Kommission

Zitat von kjschroeder im Beitrag #7
solche Organisationen, die ich für genauso wichtig halte - zum Beispiel die Atlantikbrücke, den German Marshall Funds, die Trilaterale Kommission, um mal drei Beispiele zu nennen.


tragen immerhin zu einer Art Beliebigkeit bei, nehmen den Schrecken und scheinen so Jürgen Trittin recht zu geben.

Daß es die Linke ist, welche die Weltherrschaft anstrebt, geht m.E. aus der „Internationale“ hervor; die Globalisierung ist daher natürlich linke Politik, wie auch die Befürwortung der EU in Deutschland aus der Ecke der gesamten parlamentarischen linken Ecke kommt.

Die übrigen „Kontinentalblöcke“ müßten zuerst auf ihre Ziele hin untersucht werden; vielleicht sind ja auch reine Wirtschafts-Verträge darunter. Bei TTIP sind hingegen für Deutschland kultur- und zvilisations-bedrohende obama-amerikanische Absichten nicht zu übersehen. Ich denke, die Gefahr ist mit Trump womöglich verschwunden (wie auch die einer UN als „Weltregierung“) – eine Zusammenarbeit mit Deutschland, solange Frau Merkel Kanzlerin ist, dann leider aber auch.

Zitat: "Und was die Währungen angeht: Auf dem G8-Gipfel 2009 im italienischen Aquila hatte der damalige russische Präsident Medwedjew (er war ja mal eine Legislaturperiode Präsident, Vorgänger und Nachfolger war jeweils Putin) eine angeblich in Belgien produzierte Münze vorgestellt als Prototyp einer "Weltmünze", auf der eingraviert war "Unity in Diversity" (Geeint in Vielfalt). Ich hab in meinem Archiv nur etwas auf Französisch darüber gefunden mitsamt Bildchen - hier: -> http://www.voltairenet.org/article160992.html";

Der Vergleich des Überfalls Napoleons auf das übrige Europa (wie einundeinhalb Jahrhunderte später Hitlers) hatte am Ende die gleiche Wirkung insofern, als daß sich Völkisches vergleichsweise kurzfristig durchsetzte, aber langfristig Marx, und längerfristig Stalin.

Von Demokratie ist nicht nur nichts in der EU zu finden, sie ist ja auch nicht demokratisch herbeigeführt worden. Den Menschen muß die Realität vermittelt werden, daß im gleichen Verhältnis mit der wachsenden Größe eines Staatsgebildes auch die Größe der Verwaltung mit der Zunahme von Regeln wachsen und die Freiheit abnimmt.

Zitat:
"Passiert es dennoch, wird der Betreffende entweder vernichtet oder aber entsprechend abgerichtet und den eigenen Reihen als "Neuer" hinzugefügt. Ich schätze, bei Bill Gates ist diese Prozeß vor rund 15 Jahren passiert."Fabianer (https://de.wikipedia.org/wiki/Fabian_Society und Milliadäre!

Ich denke, daß die Linken das in Kauf nehmen. Es hat ja auch den Vorteil für sie, daß dabei alle die Unter-die Räder-Gekommenen zu ihrer Versorgung auf den Staat angewiesen und ihrer Gleichheitspolitik ausgeliefert sind.

Bilderberger und Co müssen von den Roten entweder geentert (der Versuch Jürgen Trittins, Aufnahme zu finden, ist demnach wohl mißlungen) oder vernichtet werden.

Ebenfalls freundliche Grüße,
Hannelore Mohringer

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Fabianer und andere Klüngelrunden

#10 von kjschroeder , 03.04.2017 00:09

Zitat
Danke! So viele Möchtegern-Weltherrscher auf einmal:



Ach Du liebe Zeit - Frau Mohringer, das sind nur die bekanntesten! Die Spitze des Eisbergs! (Und ich bin ein wenig überrascht, daß Sie diese nicht zu kennen scheinen, so interpretiere ich Ihr 'Danke!').

Als ehemalige ZEIT-Leserin, als die Sie sich hier einmal 'geoutet' hatten, nehme ich an, daß Ihnen der Name Josef Joffe etwas sagt. Schauen Sie mal hier bei der Stanford Universität bzw. bei der dort angesiedelten "Hoover Institution", wie Joffe da vorgestellt wird: -> http://www.hoover.org/profiles/josef-joffe

Daß diese Netzwerkerei, die ja auch zu Interessenskollisionen führen kann (und bei der deutschen Mainstream Presse offensichtlich auch geführt hat), bekannt wurde, war ihm gar nicht recht: Er klagte gegen eine entsprechende Satire-Sendung, die diese Netzwerkerei einmal so charakterisiert hatte: "Viele Zeitungen seien "so etwas wie die Lokalausgaben der Nato-Pressestelle", ZEIT-Herausgeber Joffe sei Mitglied in zahlreichen Lobby-Organisationen mit Nähe zur US-Politik. Die ZEIT erscheine deshalb nur einmal die Woche, weil Joffe wegen seiner zahlreichen anderen Aktivitäten in Lobby-Netzwerken nicht mehr zum Schreiben käme. Ihren Kommentar: "Nein, die recherchieren da nicht, die sind da Mitglieder, Beiräte, Vorstände" illustrierten die Satiriker mit einem Schaubild - das in Nahaufnahme gerade einmal nur einen sehr kurzen Moment zu sehen war. Dieses enthielt Lobbybuden, die mit Linien zu Joffe und Bittner verbunden waren."

Link zu dem Heise-Artikel, dem das Zitat entnommen wurde: -> https://www.heise.de/tp/news/Realsatirik...GH-3592877.html

Demselben Artikel können Sie entnehmen, daß er im Januar (ist also noch nicht so lange her), mit der Klage zum zweiten Mal scheiterte - und damit wohl endgültig. Worauf ich damit hinauswill: Es gibt zahllose solcher Organisationen & Thinktanks, die als Lobbybuden fungieren, Leute auch finanziell fördern und mit wichtigtuerischen Titeln a la Senior-, Junior- oder sonstwie "Fellow" ausstatten. Und es tauchen da auch immer mal wieder Fabianer auf oder zumindest Leute mit einer Affinität dahin.

Zitat
Zitat: "Und was die Währungen angeht: Auf dem G8-Gipfel 2009 im italienischen Aquila hatte der damalige russische Präsident Medwedjew (er war ja mal eine Legislaturperiode Präsident, Vorgänger und Nachfolger war jeweils Putin) eine angeblich in Belgien produzierte Münze vorgestellt als Prototyp einer "Weltmünze", auf der eingraviert war "Unity in Diversity" (Geeint in Vielfalt). Ich hab in meinem Archiv nur etwas auf Französisch darüber gefunden mitsamt Bildchen - hier: -> http://www.voltairenet.org/article160992.html";;

Der Vergleich des Überfalls Napoleons auf das übrige Europa (wie einundeinhalb Jahrhunderte später Hitlers) hatte am Ende die gleiche Wirkung insofern, als daß sich Völkisches vergleichsweise kurzfristig durchsetzte, aber langfristig Marx, und längerfristig Stalin.



Dazu zwei Punkte:

- ? Nach einem Zitat erwartet der Leser im darauf folgenden Absatz eine Beschäftigung mit dem Zitat, was nicht geschah. Und was Ihr Hinweis auf Napoleon da soll, erschließt sich mir nicht.

- Im Zusammenhang mit der Reaktion in den deutschen Ländern auf den Überfall Napoleons hatte ich von "kultureller Selbstvergewisserung" geschrieben. Für Sie mag das ein Synonym für "völkisch" sein, für mich nicht - und darauf lege ich Wert. Ich habe nicht die Absicht, meine Position von Ihren Formulierungen vereinnahmen zu lassen. Denn schon damals - wir reden hier von der Zeit nach 1806 - lebten in Deutschland z.B. französische Hugenotten. Und der rund 60 Jahre vorher geprägte Spruch vom "Alten Fritz" ("Jeder soll nach seiner Façon selig werden") dürfte auch noch Erinnerung geblieben sein. Ich meinte damit eine in sich selbst ruhende Kultur, zu der Weltoffenheit genauso gehört wie Einwanderung.

Völkisch ist was anderes. Völkisch ist letzlich eine Obsession wie Multikulturalismus, nur eben spiegelverkehrt. Weswegen BEIDES bei mir nicht zu haben ist. Im übrigen: Die Nazis waren auch nicht völkisch, sie waren RASSISCH orientiert, meinetwegen auch rassistisch. Wäre die politische Sichtweise völkisch gewesen, hätte es keine Waffen-SS-Divisionen aus anderen Völkern wie die flämisch/skandinavisch/baltische "Wiking" oderdie französische "Charlemagne" geben dürfen (Kleine Ironie der Geschichte: Angehörige exakt dieser beiden Divisionen waren die letzten Verteidiger in der Innenstadt Berlins bis zur Kapitulation, während sich die urdeutschen Edel-Arier samt und sonders längst verpieselt hatten). Nach Beginn des Rußland-Feldzuges gab es auch zunehmend ausländische Freiwilligenverbände, und das waren mehrheitlich Ausländer (auch keine Volksdeutschen), die in sogenannten "Legionen" zusammengefaßt wurden. Hier in epischer Breite nachlesbar: -> https://de.wikipedia.org/wiki/Auslä...d_Volksdeutsche

Von wegen "völkisch" ....

Zitat
Den Menschen muß die Realität vermittelt werden, daß im gleichen Verhältnis mit der wachsenden Größe eines Staatsgebildes auch die Größe der Verwaltung mit der Zunahme von Regeln wachsen und die Freiheit abnimmt.



Da wären wir uns wieder einig, aber ich denke, dafür ist es jetzt schon zu spät. Die politisch-demokratische Bildung & Kultur war hierzulande nie besonders gut; das rächt sich jetzt.

Zitat
Ich denke, daß die Linken das in Kauf nehmen.



Das müssen die noch nicht mal. Wenn Sie diese Theorie in allken Konsequenzen durchdenken, werden Sie feststellen, daß das für beide Beteiligte eine Win-win-Situation ist.

Ich denke aber, man muß auch ein bißchen differenzieren: Was ich mit meinem Hinweis auf die Fabianer und diese Netzwerke gemeint hatte, ist ein spezieller Typus von Linken: Es ist der Typus des Salon- oder Champagnersozialisten. Also der, der Wasser predigt und Wein säuft. Der uns erzählt, Grenzen und Mauern seien rückwärtsgewandt, Nazi und blöd, um sich dann in seinen gepanzerten Dienstwagen zu setzen und ins bewachte Büro (oder Privathaus) zu fahren. Der von Umweltschutz redet und Bonusmeilen sammelt.

Soll sagen: Es ist der charakterschwache Typus. Leicht korrumpierbar, vor allem moralisch. Daher ja auch der ständg erhobene moralische Zeigefinger gegen andere, damit's bei ihm selbst nicht auffällt. Diese elitäre Gehabe ist, denke ich, dann noch ein zusätzlicher Mechanismus, der Kritik abwehren und den Betreffenden selbst aufwerten soll.

Der Schreibtischtäter-Typ, der von nichts was weiß, wenn's mal wieder danebengegangen ist.

Bei den Fabianern war dieser Typus von Anfang an prägend dabei - allesamt kamen sie aus bürgerlichen Elternhäusern

Zitat
Bilderberger und Co müssen von den Roten entweder geentert



Also dieser Bilderberger-Kreis ist ja von einem Linken initiiert worden, wie ich bereits schrieb. Und in jeweils acht Jahren Clinton und Obama werden die Linken wenig Probleme gehabt haben, in solche Kreise hineinzukommen. Zumal in den USA die "Demokraten" im Geld schwimmen.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

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zuletzt bearbeitet 03.04.2017 | Top

RE: Fabianer und andere Klüngelrunden

#11 von Hannelore Mohringer , 03.04.2017 10:24

Zuerst dies:

Bauch gegen Kopf

„Es gefällt mir nicht, daß Du so negativ über Angela Merkel sprichst. Darum nimm mich bitte aus dem Verteiler.“ So oder so ähnlich schrieb mir ein langjähriger Leser meiner Beiträge aus meinem Bcc-Verteiler. Das Leben bietet immer wieder überraschende Erkenntnisse: Über Jahre hinweg im Großen und Ganzen Übereinstimmung über Fehlentwicklung und besorgniserregenden Zustand unseres Landes und die Verzweiflung über die Ratlosigkeit der Frage nach der rettenden politischen Idee! Und nun, da die Rettung aus der längst eingetretenen Katastrophe von der Urheberin derselben erfolgen soll, wie Medien und Politiker nicht müde werden, zu versichern, die Zurückweisung der Kritik an ihrer Person!

Dafür gibt es doch keine rationale Erklärung. Derselbe Teil der Gefolgschaft der CDU, der sich enttäuscht und verzweifelt abgewandt hatte, sammelt sich mit dem Gefühl der Erlösung hinter der Verursacherin ihrer eben noch überbordenden Verzweiflung als der Erweckerin der verlorenen Gemeinschaft!

Das ist die höhere Mathematik der Psychologie, die der Ratio wohl auf immer verschlossen bleiben wird. Aber sie funktioniert, entscheidend in den beiden Volksparteien, wo sie beheimatet ist – die Psychologie - mit ihrem dicken Bauch und dem …., lassen wir das!. Am Ende wird die Wirklichkeit entscheiden – und die ist nicht zimperlich.

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RE: Fabianer und andere Klüngelrunden

#12 von Hannelore Mohringer , 03.04.2017 10:45

Und dann das, jedenfalls bezüglich ZEIT - der Einfachheit halber aus meinem Buch "Bemerkungen einer Deutschen, Jahrgang 1924" im Kapitel "Über Medien":

Zitat:
"Zwei Briefe an DIE ZEIT

7. Juli 1996

Gedanken über DIE ZEIT am Beispiel der drei Titel auf Seite 8 „Tribüne“ der Ausgabe Nr. 28 vom 5. Juli 1996

Es muß das Jahr 1950 oder 1951 gewesen sein, als mein Mann das erste Mal eine Ausgabe der ZEIT nach Hause brachte. Seither war sie mir jahrelang Freund und Nachhilfelehrer für die mir in der Zeit des Nationalsozialismus, in der ich meine gesamte Schulzeit verbrachte, vorenthaltenen Informationen. DIE ZEIT verkörperte für mich geistige Unabhängigkeit (weitgehende jedenfalls) und Bildung aus Wissen.

Wir kaufen DIE ZEIT immer noch, und mein Mann liest sie auch, wohl in der Hoffnung, immer mal wieder einen aus unabhängigem Geist, also ohne die Absicht von Agitation geschriebenen Artikel zu finden (wie 1993 den von Dieter E. Zimmer in der Ausgabe Nr. 43 vom 22. Oktober „PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf“). Er streicht mir solche Arbeiten an, wie aber auch die exemplarisch anderen, dogmatischen, agitatorischen, parteiischen, parteilichen – wie diese, damit ich sie lese.

Das ist zuerst der offene Brief von Human Rights Watch an den deutschen Bundeskanzler. 196 Unterzeichner bitten ihn, deutschen Soldaten den Befehl zu erteilen, Kriegsverbrecher im früheren Jugoslawien zu ermitteln und zu versuchen, sie festzunehmen. Was soll das? Und wer ist Human Rights Watch? Die Aufgabe der deutschen Soldaten in Jugoslawien ist festgelegt, und die Einhaltung der Beschränkung auf Unterstützungsaufgaben, ohne an Kampfhandlungen teilzunehmen, ist die Bedingung für ihren Einsatz. Das hat gute Gründe aus schrecklicher Erfahrung.*

* Zwei Jahre später entschied sich eine rot-grüne Regierung aus ehemaligen Friedensaposteln für den Einsatz von Kampfhandlungen.

Mit dem nächsten Artikel setzt sich ein Arzt für die Freigabe von Drogen ein. Er will damit die „Drogenkranken“ entkriminalisieren und der Drogenkriminalität den Boden entziehen. Das ist ein Standpunkt. Da der Verfasser aber nicht gut sagen kann, daß, wer das Zeug kauft, die Konsequenzen tragen muß, stellt er gleichzeitig die Forderung zur „Substitutionsbehandlung“, also der offiziellen Verteilung von Ersatzdrogen unter ärztlicher Aufsicht und der Versorgung der Süchtigen mit sterilen Utensilien für „eine kontrollierte Vergabe von Heroin“ (?), und damit nach einer neuen makabren Variante des Sozialstaates, die zur weiteren Demotivierung der Eigenverantwortlichkeit führt.

Und da ist endlich die Glosse über den Kanzler, der die Deutschen beleidigt mit seiner „Vaterlandsbeschimpfung“, hierzulande bliebe mancher wegen eines Schnupfens zu Hause (Husten hatte er nicht gesagt; ich habe das Interview gehört), wo sich doch Millionen „krank in die Betriebe schleppen“. Weil aber die Statistiken dem Kanzler recht geben und die Deutschen außerdem Weltmeister im Ferienmachen geworden sind, muß auch diese Glosse in die Rubrik parteiisch, parteilich, agitatorisch eingeordnet werden.

Summa summarum: Über die Menschenrechte zum Sozialismus, wo sie dann keine Rolle mehr spielen! Ach, du liebe ZEIT, was ist aus Dir geworden?


Die Antwort (vom 15. Juli 1996) machte noch Hoffnung: „parteiisch, parteilich, agitatorisch“ sei in der Tat manches „in unserem Blatt“. Die ‚Tribüne’ stelle Autoren von draußen zur Verfügung, die Anstöße geben wollten und dabei, wie Human Rights Watch zum Beispiel ins Leere oder in die Irre gehen könnten. Das müsse der Absender aus der Politischen Redaktion leider konzedieren, selbst wenn er „sich damit in einen Gegensatz zur redaktionellen Mehrheitsmeinung stelle“.

Das klang am 29. August in einem Brief von einem anderen Mitglied von der Redaktion Politik ganz anders. Ich hatte geschrieben:

Zu: „Die Dritte Welt rückt näher“ in Nr. 31 vom 26. Juli 1996

Die Apokalypse ist für Gläubige das schreckliche Ende der Welt. Weltliche Propheten haben sie aber längst auch für die Politik entdeckt: Wer gerettet werden will, soll glauben und tun, wie ihm geheißen. Er soll an die bevorstehende Klimakatastrophe glauben und Energiesteuer zahlen, (die „Öl, Gas und Kohle verteuern und gleichzeitig die Arbeitskraft des Menschen billiger machen“.) Soll???; er soll an die soziale Bombe glauben, die da weltweit tickt, und einen Ausgleich zahlen. Es geht um den Ablaß, nur heißt er heute anders.

Nun ist aber das Bevorstehen einer Klimakatastrophe so wenig bewiesen, wie ihre mögliche Ursache; und die soziale Bombe tickt zwar, wie der Autor richtig bemerkt, heute lauter denn je, jedoch trotz Entwicklungshilfe. Die Zahlungen an die Dritte Welt haben das Elend nicht gemindert; es ist im Gegenteil größer geworden. Vielleicht sollten wir vom Beispiel Galilei lernen und den Forschern in Sachen Umwelt wieder erlauben, undogmatisch zu denken. Und vielleicht sollten wir, was das Elend der Dritten Welt anbetrifft, das gleiche tun und einmal nach dem Anfang fragen.

Könnte es nicht sein, daß die ehemaligen Kolonialvölker weniger befreit als im Stich gelassen wurden; daß ihre sogenannte neue Freiheit in Wahrheit ein politisches Vakuum ist, das auszufüllen, dem Zufall überlassen wird, der denn auch nur selten ein glücklicher ist? Könnte es nicht sein, daß dies die Ursache für Hunger und millionenfachen Mord und Totschlag untereinander ist? Könnte es nicht sein, daß von Anfang an das scheinheilige Postulat von der Gleichheit der Menschen gleichermaßen Entschuldigung für Versäumnisse wie Glaubensbekenntnis ist, jedenfalls das ganze Unheil verursacht hat und weiterhin beschworen wird zum Wohle seiner Verkünder?

Der erste und zweite Absatz wurde als Leserbrief abgedruckt und erschien am 16. August 1996. Aber ich bekam auch einen Antwortbrief aus der Redaktion Politik: „Zunächst bin ich, im Gegensatz zu Ihnen, in der Tat von der überwältigenden Daten- und Prognoselage der Klimaforschung beeindruckt. ……… In der Tat kann ich angesichts des unverantwortlichen, weil nicht zukunftsfähigen Lebensstils im Norden nicht per se eine langfristige Überlegenheit eines Menschenschlages unterstellen. Früher hätte mancher vielleicht auch Rasse gesagt…“

Was soll man da anderes sagen, als daß der Schreiber des ersten Briefes aufpassen muß, nicht auch als Rassist gekeult zu werden. Ich fürchte, daß er in der „redaktionellen Minderheit“ einen schweren Stand hat. Wir aber, mein Mann und ich, haben bald danach aufgehört, DIE ZEIT zu lesen. "
Zitatende.

Soviel für heute, lieber Klaus. Wir haben noch viele Kapitel abzuarbeiten. Da ist -siehe oben über "Ratio" - leidenschaftlich Nüchternheit gefragt

Gruß,
Hannelore Mohringer

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"Diversität" - aber nicht bei Meinungen

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