Wenn Cameron die Mitgliedschaft zur Wahl....

#1 von JoG , 24.01.2013 14:54

....stellt, ist das etwas, das längst hätte geschehen müssen. Eine Abstimmung wobei 51% der tatsächlich zur Wahl Gegangenen darf jedoch nicht genügen die Verfassung auszuhebeln; also vielleicht nur 20% bis 30% der Bevölkerung. Das wäre eine sehr schlechte Präzedenz für so wichtige Fragen. Immerhin braucht es 2/3 Mehrheiten der Vertreter der Wähler um nur kleine Änderungen der Verfassung durchzuführen. Manche Artikel dürfen gar nicht verändert werden innerhalb der Verfassung und diese werden durch die EU Verfassung cum Charta stark verwässert.

Hier der Anlass zu diesen Überlegungen: http://www.spiegel.de/politik/ausland/we...e-a-879420.html

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...stellt, wird Farages UKIP für Beteiligung sorgen ;-)

#2 von kjschroeder , 24.01.2013 15:40

Da mache ich mir wenig Gedanken drum. Da werden die UKIP-Leute schon fleißig mobil machen; dort wird ja jetzt schon vom "War of independence" gesprochen.

Was mich weit mehr umtreibt, ist das Anti-Cameron Gelabere fast aller hiesigen Medien und Politiker unisono. Da haben offenbar etliche Leute in Politik und Medien Angst, daß sich Camerons Initiative zu sehr herumspricht und sich die Leute womöglich ernsthaft mit ihr beschäftigen.

Gruß
Klaus

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RE: Farages ;-)

#3 von JoG , 24.01.2013 16:00

Seine YouTube Einträge sind wunderbar.

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RE: Farages ;-)

#4 von kjschroeder , 24.01.2013 16:25

Zitat
Seine YouTube Einträge sind wunderbar.


Jaaaaa! :-)) Deswegen hier gleich noch ein aktueller kleiner Beitrag von ihm.

Aber es lohnt sich, auch den ganzen UKIP-Chanell im EU-Parlament auf YouTube durchzuforsten. Hier. Die Glaubwürdigkeit von EU-Statistiken, die desaströse Fischerei-Politik ....

Und ein Interview mit ihm auf der UKIP-Website unten rechts über die Regionalwahlen in England (die auch Camerons Kurs erklären, den er nolens volens eingeschlagen hat). -> http://www.ukip.org/

So eine Partei fehlt hier wirklich.

Gruß
Klaus

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RE: Farages ;-)

#5 von wüllerstorff , 24.01.2013 16:30

Zitat von kjschroeder im Beitrag #2
Da mache ich mir wenig Gedanken drum. Da werden die UKIP-Leute schon fleißig mobil machen; dort wird ja jetzt schon vom "War of independence" gesprochen.

Was mich weit mehr umtreibt, ist das Anti-Cameron Gelabere fast aller hiesigen Medien und Politiker unisono. Da haben offenbar etliche Leute in Politik und Medien Angst, daß sich Camerons Initiative zu sehr herumspricht und sich die Leute womöglich ernsthaft mit ihr beschäftigen.

Gruß
Klaus


Ich denke auch das die Frage zu wichtig ist um ignoriert zu werden.
Das anti Cameron gelaber ist Ausdruck der Mentalität "die Eu hat immer Recht"'. Alles andere wäre auch die Einsicht dass Leute die häufig immer noch in der Politik sind, Fehler gemacht haben. Konkret heißt das dann 'liebe Steuerzahler, einige eurer Milliarden sind jetzt halt weg'.
Farage will die EU praktisch komplett abschaffen. Ob das wirklich im besten Interesse aller ist wage ich zu bezweifeln. Viele seiner Argumente haben aber einen wahren Kern, hauptsächlich dass die EU ein undemokratisches Bürokratiemonster geworden ist.

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RE: Farages ;-)

#6 von JoG , 24.01.2013 17:45

Natürlich ist die Fragestellung sehr wichtig. Das ist das Problem mit der EU. Die bürokratisch/politische Elite hat am Volk vorbei und mit windigen und zum Teil falschen Begründungen und einige drastische Erpressungen das Problem gemacht. Nun haben wir eine illegitime und schlechte Verfassung und eine Staatlichkeit nachäffende Union, deren grundlegenden Reglungen in der Verfassung Dysfunktionalität begründen. Das heißt, dass das gesamte Regelwerk neu geschrieben werden muss. Wenn man aber eine Verfassung neu schreibt, muss man wissen, was man will. Das kann aber nicht mehr sein, als der größte gemeinsame -ich wiederhole gemeinsame- Teiler sein kann. und der ist weit kleiner, als das Monstrum, das uns in Form vom Maastrichter und Lissabonner Verrag konfrontiert.

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RE: ...stellt, wird Farages UKIP für Beteiligung sorgen ;-)

#7 von JoG , 24.01.2013 18:39

"Was mich weit mehr umtreibt, ist das Anti-Cameron Gelabere fast aller hiesigen Medien und Politiker unisono."

Das ist tatsächlich so und es ist irgendwo beunruhigend, da es Fremdenfeindlichkeit nahelegt und Hetze gegen ein (noch?) befreundetes Land darstellt. Umso mehr ist das bemerkenswert, als selbst in Medien, die wie SPON et alias die gleichen Dinge kritisieren, die Cameron das tut, man ihn und England verunglimpft und beschimpft. Dass das mit seriösem Journalismus wenig zu tun hat, braucht nicht erwähnt zu werden. Aber was sind die dahinter liegenden gesellschaftlichen Treiber?

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Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#8 von weihrauch , 25.01.2013 06:01

"....es ist jedenfalls sehr unwahrscheinlich", so der Kommentar von Cameron.
Auch Polen, Tschechei und Ungarn gehen auf Distanz zum Euro.
Jetzt müßte nur das erste gut dastehende wirtschaftliche Land aus dem Euro austreten - und schon grämt sich das offizielle Deutschland.

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RE: Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#9 von JoG , 25.01.2013 12:24

Interessant die Antwort der verschieden genannten Politiker: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...s-a-879514.html

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RE: Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#10 von weihrauch , 25.01.2013 12:35

Zitat von JoG im Beitrag #9
Interessant die Antwort der verschieden genannten Politiker: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...s-a-879514.html


Meine Antwort: Ein Kommentar aus dem betreffenen Artikel:

"Aber wenn Cameron es schaffen würde, diese "EU" zu sprengen, verdiente er gleich drei Friedensnobelpreise!"

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RE: Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#11 von horstR , 25.01.2013 13:06

Sie müssen zwischen EU u EURO Zone unterscheiden, wenn er die Eurozone knackt haben Sie recht.

Auf der anderen Seite woher sollten Sie den Unterschied kennen? WW macht da ja auch keinen Unterschied, der gescheiterte Azubi....


Saludos

HR

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RE: Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#12 von JoG , 25.01.2013 15:38

Das Problem mit der EU und Euroland ist, dass die Übergänge schlampig sind und der Wust kaum führbar ist in seiner heutigen Form. Selbst bei Auflösung der Euro Zone, wäre die EU kaum im aktuellen Zuschnitt überlebensfähig; zumindest nicht auf demokratischer Basis. Dazu eignet sich die EU Verfassung von Lissabon cum Charta einfach nicht. Es wurden zu viele unterschiedliche Ideen, Meinungen und Ansätze vermischt, so dass sie sich zum Teil sogar gegenseitig ausschließen müssen, in einem rationalen Grundvertrag.

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RE: Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#13 von wüllerstorff , 25.01.2013 15:56

Zitat von horstR im Beitrag #11
Sie müssen zwischen EU u EURO Zone unterscheiden, wenn er die Eurozone knackt haben Sie recht.

Auf der anderen Seite woher sollten Sie den Unterschied kennen? WW macht da ja auch keinen Unterschied, der gescheiterte Azubi....


Eu und Euro sind technisch nicht identisch, aber so miteinander verbunden dass man sie kaum noch trennen kann. Der Euro sollte das Paradepferd der EU werden das man jetzt nicht mehr abwerten kann. Das gesamte Projekt steht auf der Kippe weil es unfähig ist sich anzupassen. Die 'Antwort' von Merkel auf Cameron war einfach nur schwach und inadäquat: abwarten und nichts tun ist genau das was die politischen Fliehkräfte beschleunigt. Die Frau wirkt konzept, hilflos und überfordert.
Ständiges wiederholen von inhaltsleeren Worthülsen wird die Probleme nicht lösen.

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RE: Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#14 von JoG , 26.01.2013 14:45

" Das gesamte Projekt steht auf der Kippe weil es unfähig ist sich anzupassen."

Das wäre beschönigend.Es geht um ein Projekt einer relativ kleinen Interessengemeinschaft, die als staatliche Bürokratie ihre Macht über die Bürger nutzte es für sich mit List, Tücke und manchmal Erpressung durchzudrücken. Dabei war man zutiefst unehrlich und hat die dabei auftretenden Interessenkonflikte der Bevölkerungen der verschiedener Nationen überkleistert, um den Bevölkerungen das Gefühlt der geeinten und Frieden sichernden Kraft zu vermitteln. Die Konflikte waren aber grundlegend und die Verträge sind dem entsprechend voller Unverträglichkeiten. Alleine die Tatsache, dass in manchen Fragen einzelne Länder wie jetzt England nicht vergewaltigt werden können.

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RE: Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#15 von Jochen Singer , 26.01.2013 16:18

Zitat
Es geht um ein Projekt einer relativ kleinen Interessengemeinschaft, die als staatliche Bürokratie ihre Macht über die Bürger nutzte es für sich mit List, Tücke und manchmal Erpressung durchzudrücken.



Die von der EU-Kommisison beabsichtigten Schaffung von Kontrollmöglichkeiten der Bürger fördert die Macht der EU-Bürokratie. Wie üblich mit der Überzeugung man wolle ja nur das Gute tun und sich Möglichkeiten der Bekämpfung des Bösen schaffen - wer kann schon dagegen argumentieren ohne sich verdächtig zu machen - forschen und entwickeln Universitäten und Industrie im Auftrag der EU-Kommission an IT-gestützten Überwachungssystemen. Die vollständige Überwachung der sich im Bereich der EU befindlichen Bürger würde aus IT-technischer Sicht möglich.

Der Spiegel zum Projekt INDECT : http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolit...e-a-866785.html

<Zitat>
Videobilder, Drohnenaufnahmen, Datenbanken: Im Auftrag der Europäischen Union forschen Universitäten und Firmen seit Jahren mit Hilfe der Polizei an einer Überwachungsplattform. Warum das Indect-Projekt so umstritten ist, lesen Sie in unserer Übersicht.
</Zitat>

Ich denke die Macht der EU-Bürokratie muss scharf zurückgestutzt werden. Da Widerstand der Bürokratie zu erwarten ist sollte die Zerschlagung des EU-Apparates ins Auge gefasst werden.



One more last Chance - James Burton, "Twang" Fender Telecaster

 
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RE: Cameron: GB wird niemals dem Euro beitreten

#16 von JoG , 26.01.2013 16:50

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #15

Zitat
Es geht um ein Projekt einer relativ kleinen Interessengemeinschaft, die als staatliche Bürokratie ihre Macht über die Bürger nutzte es für sich mit List, Tücke und manchmal Erpressung durchzudrücken.


Ich denke die Macht der EU-Bürokratie muss scharf zurückgestutzt werden. Da Widerstand der Bürokratie zu erwarten ist sollte die Zerschlagung des EU-Apparates ins Auge gefasst werden.



Ich denke, ich sähe das etwas entspannter, wenn alle Personen ab einem gewissen hierarchischen Niveau dauerhaft videoüberwacht würden und deren aller Gespräche bei öffentlichem Interesse nach zu beschließenden Regeln zugänglich wären. Wäre dann die Jurisprudenz unabhängig von Regierungen, Parteien und Behörden, wären wir ein Schritt sicherer.

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