Das gefährliche Leben als AfD-Mitglied im toleranten Hell-Deutschland

#1 von kjschroeder , 31.08.2016 23:34

Eigentlich wollte ich heute abend etwas ganz anderes schreiben, anderes Thema. Aber ich bin über etwas gestolpert, das sich mittlerweile zu massieren scheint: Offenbar wird auch vor undemokratischen und gewalttätigen Methoden nicht mehr zurückgeschreckt, um die AfD mundtot zu machen.

Da wird der Fraktionsvorsitzende der rheinland-pfälzischen AfD, Uwe Junge, in Mainz angegriffen und laut FAZ im Gesicht vrletzt. Auf Youtube schildert er den Vorfall nochmal und schiebt einen Kommentar hinterher.

Er war nicht der einzige: Jörg Meuthen (AfD-Bundesvorstand) kriegt eine Torte an den Kopf geworfen. Das Problem: Sie war gefroren (man könnte jetzt darüber sinnieren, daß Linksxtremisten entweder zu blöd oder zu faul sind, eine Torte selber zu machen und stattdessen auf Gefrierware von Lebensmittelkonzernen zurückgreifen, die sie dann bei anderer Gelegenheit verteufeln.) Auch Meuthen hatte nochmal Glück gehabt. Hier gibt es ein Youtube-Video von dem Vorfall.

Und auch bei Meuthen blieb es nicht: Bei der SPD scheinen Mitglieder etwas zu entdecken, das ich bis jetzt nur aus totalitären Regimen kannte: die Denunziation. Hier hat es ein "Pressereferent" der Bad Segeberger SPD bei dem Arbeitgeber eines AfD-Sympathisanten oder -Mitglieds versucht - der Versuch ging allerdings prächtig in die Hose, da das Unternehmen anders reagierte, als sich der Referent das so gedacht hatte. Und seitdem gibt es auf Twitter einen kleinen Shitstorm. Hier ein Bericht darüber, hier die Raktion des Untrnehmens mitsamt Denunziererei und hier der Denunziant.

Der Reigen ist immer noch nicht zu Ende, wenngleich der Vorgang schon etwas zurückliegt: Hier flog ein AfD-Mitglied aus der AWO wegen seiner Mitgliedschaft raus. Die AWO ist eine der klassischen "Vorfeld"-Organisationen der SPD.

Und die AWO hat gleich noch einen zweiten Fall an der Backe, der Schlagzeilen machte: Denn mit Guido Reil trat in Essen ein SPD-Ratsherr aus der SPD aus und in die AfD ein. Beruflich arbeitet der Mann bei der AWO. Die will ihn deswegen jetzt loswerden, hat ihn auch vor die Tür gesetzt, aber da die Sache zum Landesverband hochgeht, wird die endgültige Entscheidung, so die WAZ, noch rund ein halbes Jahr dauern. Bei der Essener AWO gibts auch keine halben Sachen: Per Gesinnungsschnüffelei wollen die Großkopfeten nach verdeckten AfD-Mitgliedern suchen.
Links:
- http://www.derwesten.de/staedte/essen/es...id12002396.html
- http://www.derwesten.de/staedte/essen/bu...id12046766.html
- http://www.derwesten.de/suche/?q=reil+awo+essen

Wenn man sich den AWO-Schwampf und den "Pressereferenten" durchgelesen hat, weiß man: Dort gilt die AfD u.a. als nationalistisch.
Und jetzt kommt Thomas de Maiziere daher und beklagt mangelndes Nationalbewußtsein.

Tja, woran das wohl liegen könnte? Oh, wie ich die Klugheit von Politikern liebe! ;-)

Jedenfalls wünsche ich ihm, daß er nie auf die AWO angewiesen sein möge und immer eine Armlänge Abstand zu ihr halten kann.

Ach, eben habe ich noch ihn hier entdeckt. Hat zwar jetzt mit dem Thema nur sehr sehr indirekt zu tun, aber der ist richtig gut. Ja, da ist eine Struktur erkennbar.

Da ich nun schon bei Steinhöfel angelangt bin: Von ihm gibt es rund 10-15 Minuten (je nach Lesetempo) Politikberatung zum Thema "Hatespeech". Lesenswert und hier nachlesbar.

Also, wenn ich AfD-Mitglied wäre und in Meckpom was zu sagen hätte: Ich würde mich einfach zurücklehnen - und nichts machen. Gar nichts. Keine Reden, keine Auftritte, null. Weil: Eine bessere Wahlkampfhilfe als das hier berichtete Verhalten unserer lupenreinen Demokraten gibts nicht. Und die machen das auch noch freiwillig, gern und kostenfrei - was die andere Seite der Medaille ist.


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RE: Das gefährliche Leben als AfD-Mitglied im toleranten Hell-Deutschland

#2 von Hannelore Mohringer , 01.09.2016 09:49

Asterix

Während mein Paradeblatt, der SÜDKURIER, sich heute verdienstvoll zeigt mit einer zweiseitigen Bildreportage über die Menschenmassen auf ihrer Balkanroute nach Deutschland vor einem Jahr (und in der Gegenüberstellung mit Bildern, wie normal die Orte des Geschehens heute wieder aussehen, was ja die eigentliche Botschaft sein soll – die Bilder sollte man trotzdem als Erinnerungsstütze aufbewahren), ist kein einziger Hinweis auf die ausbrechende Gewalt gegen AfD-Politiker darin zu finden. Klaus-Jürgen Schröder hat die Nachweise, wie sie im Internet zu finden sind, zusammengestellt. Danke!

Nachdem alle Register der gewaltlosen Zerstörung dieser Partei des einzigen Widerstandes gegen den Block des linken Parteienkartells unter der Kanzlerin Angela Merkel gezogen worden sind und sich als wirkungslos erwiesen haben, wird nun der linke Pöbel mit der für ihn typischen Gewalt von der Leine gelassen, und das Verschweigen dessen gelingt nicht im Zeitalter des Internet!

Nun zerreißt das Netz, das in jahrzehntelanger Umerziehungsarbeit einer ganzen Generation mit dieser Generation für nachfolgende Generationen gesponnen wurde! Kurz vor dem Ziel einer „Globalisierung“ durch die Allianz von Kommunismus und wildem Kapitalismus, steht, gleich Asterix gegen die Römer, die Afd dagegen auf. Ihr Zaubertrank für die dazu nötige Kraft ist, genau wie bei Asterix, die schlichte Vernunft, das eigene Dorf zu erhalten.

In die Gegenwart übersetzt heißt das: Der Kampf gegen Asterix wird von den Machthabern nun auch mit körperlicher Gewalt geführt.

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RE: Das gefährliche Leben als AfD-Mitglied im toleranten Hell-Deutschland

#3 von kjschroeder , 01.09.2016 13:38

Zitat
Klaus-Jürgen Schröder hat die Nachweise, wie sie im Internet zu finden sind, zusammengestellt. Danke!



Bitte - gern gschehen. Wobei ich an einen gar nicht mehr gedacht hatte: Das ist "Füller Gate" - der Kaufrausch von Bundestagsabgeordneten aus dem Steuersäckel, um - wie pubertierende Teenies - vor Anderen angeben zu können. Bekannt wurde die Affäre 2009. Und es geht da um Montblanc-Luxusfüller: Über 100 Abgeordnete hatten 396 Füllfederhalter für 68.800 Euro bestellt. Und gerichtlich wird immer noch herumgezackert, ob BILD die Namen veröffentlichen darf oder nicht (das OVG hat die Revision zugelassen).

Und wie kam es dazu, daß die Sache jetzt wieder hochkam? Weil der Bundestag herausbekam, daß sich der Lieferant bei der AfD engagiert. Prompt wurde der Vertrag mit ihm gekündigt - und dann tauchten auf einmal Kundenlisten auf... Tja.

Ausgrenzen hat hierzulande eben eine lange, lange Tradition: Früher durften Juden nicht an Universitäten, später - im Osten - wurden nicht linientreue Studenten weggemobbt - und heute gibt es wieder Ausgrenzung.

Da wären wir also wieder. Nichts gelernt, nichts verstanden. Unsere Eliten eben.

Quellen:
- http://www.focus.de/politik/deutschland/...aid_763945.html
- http://www.handelsblatt.com/politik/deut...s/14431396.html
- http://www.achgut.com/artikel/an_ihren_f...du_sie_erkennen

Gruß
Klaus


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Das schaukelt sich jetzt hoch

#4 von kjschroeder , 04.09.2016 13:09

- Ein Anstieg von 20 Prozent bei den politisch motivierten Straftaten -> https://beta.welt.de/politik/deutschland...explodiert.html

- Ein Brandanschlag auf das Haus der MV-Justizministerin -> https://beta.welt.de/politik/deutschland...olitikerin.html

- Und generell eine Zunahme von Drohungen gegen Mainstream-Politiker (Quelle s.o.)

Da schaukelt sich was hoch. War - leider - absehbar.

Gruß
Klaus


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