Angriff auf deutsche Soldaten in der Türkei

#1 von weihrauch , 23.01.2013 15:24

Es mußte ja soweit kommen. Gestern wurden 5 deutsche Soldaten, von der experimentierfreudigen Bundesregierung in die Türkei geschickt, von ca. 40 Türken angegriffen und attackiert.
Es ist unverschämt, wie leichtfertig die BRD-Regierung mit dem Leben seiner Soldaten spielt.
Wurde der Botschafter einbestellt? Nein
Gab es eine Entschuldigung der Türkischen Gemeinde? Nein

Statt der Bundeswehr sollte der gesamte Bundestag an die türkisch-syrische Grenze geschickt werden - aber bitte keine Experimente mit den Soldaten.
Im Vorfeld haben schon Offiziere vor dieser Aktion gewarnt - aber die Entscheidung wurde Laien überlassen.

http://www.tagesschau.de/ausland/angriffbundeswehr100.html

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RE: Angriff auf deutsche Soldaten in der Türkei

#2 von JoG , 23.01.2013 15:53

So ging es oftmals amerikanischen Soldaten und Diplomaten in Deutschland. Hätte Truman, Kennedy oder Johnson Stalin daher den Weg zum Rhein offen lassen sollen? Was sagen Sie?

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RE: Angriff auf deutsche Soldaten in der Türkei

#3 von weihrauch , 23.01.2013 16:01

Zitat von JoG im Beitrag #2
So ging es oftmals amerikanischen Soldaten und Diplomaten in Deutschland. Hätte Truman, Kennedy oder Johnson Stalin daher den Weg zum Rhein offen lassen sollen? Was sagen Sie?


Das kann man wohl nicht vergleichen.
Die USA war Besatzungsmacht - sowohl unter Truman, Kennedy und Johnson.
Die Bundeswehr dagegen wurde von der Türkei angefordert - sie ist also nicht auf Veranlassung der Bundesregierung dort.
Sie soll die Türkei vor syrischen Angriffen schützen - aktuell aber muß die Bundeswehr vor türkischen Pöbel geschützt werden.

Bei den USA in Europa ging es um ihren Machteinfluß - nicht um deutsche Interessen.

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Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#4 von kurt02 , 23.01.2013 16:02

Zitat von weihrauch im Beitrag #1
Es mußte ja soweit kommen. Gestern wurden 5 deutsche Soldaten, von der experimentierfreudigen Bundesregierung in die Türkei geschickt, von ca. 40 Türken angegriffen und attackiert.
Es ist unverschämt, wie leichtfertig die BRD-Regierung mit dem Leben seiner Soldaten spielt.
Wurde der Botschafter einbestellt? Nein
Gab es eine Entschuldigung der Türkischen Gemeinde? Nein

Statt der Bundeswehr sollte der gesamte Bundestag an die türkisch-syrische Grenze geschickt werden - aber bitte keine Experimente mit den Soldaten.
Im Vorfeld haben schon Offiziere vor dieser Aktion gewarnt - aber die Entscheidung wurde Laien überlassen.



Bei den Leuten, die die Soldaten angefriffen haben, handelt es sich um Mitglieder einer nationalistischen Splittergruppe. Keiner der Soldaten wurde verletzt, nur einem wurde ein Sack über den Kopf geworfen.

Das war nicht nett und durchaus als Gewaltanwendung zu bezeichnen. Aber alle sind unverletzt. Diese Gruppe hatte auch nicht das Ziel, die Soldaten zu verletzen, sie will mit solchen Aktionen erreichen, dass die Türkei die NATO verlässt, da die US-Amerikaner wohl vor 10 Jahren ein paar türkische Soldaten im Irak mit Säcken über den Kopf zu einem Verhör gebracht hatte. Diese Art Dumpfbacken finden Sie auch in Deutschland.

Der Angriff galt der NATO, nicht Deutschland. Die Türkei hat keinerlei Grund, sich für die Aktion dieser paar Dumpfnationalen zu entschuldigen, und die türkische Gemeinde in Deutschland auch nicht.


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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#5 von weihrauch , 23.01.2013 16:14

Zitat von kurt02 im Beitrag #4
[quote="weihrauch"|p751]

Der Angriff galt der NATO, nicht Deutschland. Die Türkei hat keinerlei Grund, sich für die Aktion dieser paar Dumpfnationalen zu entschuldigen, und die türkische Gemeinde in Deutschland auch nicht.



Oh, ich erinnere mich daran, daß Deutschland sich schon öfters wegen "einigen Dumpfbacken" ausgiebig und medienwirksam entschuldigt hat.

Nochmal: Die Bundeswehr kam nicht als Eroberer in die Türkei - sondern sie wurde angefordert - gegen den Willen vieler Bundeswehrangehöriger.

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#6 von kurt02 , 23.01.2013 18:31

Ich erinnere mich jetzt aber gar nicht. Wann und weswegen?

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Wie damals in Deutschland gibt es heute....

#7 von JoG , 24.01.2013 14:05

...in der Türkei Personen und Gruppen, die mit ihrer Elite und deren Entscheidungen nicht einverstanden sind. So ist das folgende Zitat nur eine recht ungenügende Behauptung:

Zitat von weihrauch im Beitrag #3
Zitat von JoG im Beitrag #2
So ging es oftmals amerikanischen Soldaten und Diplomaten in Deutschland. Hätte Truman, Kennedy oder Johnson Stalin daher den Weg zum Rhein offen lassen sollen? Was sagen Sie?


Das kann man wohl nicht vergleichen.
Die USA war Besatzungsmacht - sowohl unter Truman, Kennedy und Johnson.
Die Bundeswehr dagegen wurde von der Türkei angefordert - sie ist also nicht auf Veranlassung der Bundesregierung dort.
Sie soll die Türkei vor syrischen Angriffen schützen - aktuell aber muß die Bundeswehr vor türkischen Pöbel geschützt werden.

Bei den USA in Europa ging es um ihren Machteinfluß - nicht um deutsche Interessen.



Ohne die amerikanischen Truppen, die durchaus auch tatsächlich auch in Westeuropa (im Gegensatz zur oft bemühten These es wäre die EU gewesen) den Frieden garantierten, hätte sich ohne Frage der Warschauer Pakt zum Rhein ausgedehnt und die damalige deutsche Elite beiseite geschoben, wie das in den Satelliten Staaten bereits geschehen war. Berlin war ein Demonstrationsbeipiel dieses Bestrebens. Daher gab es durchaus das Bemühen sukzessiver deutscher Regierungen die Amerikaner mit möglichst großer Präsenz und zerstörerischer Ausrüstung im Land zu behalten.

Wie gesagt waren Teile der Bevölkerung unglücklich damit und verübten Anschläge, die sehr viel Sachschaden und viele Leben kosteten. Da ist das mit der Türkei heute sehr wohl zu vergleichen, obwohl durchaus Unterschiede bestehen. Die Frage ist, wie man damit umgeht und mein Vorschlag wäre, dass man sich Mühe gibt ehrlich zu sein.

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RE: Wie damals in Deutschland gibt es heute....

#8 von Jochen Singer , 24.01.2013 14:52

Zitat
Wie gesagt waren Teile der Bevölkerung unglücklich damit und verübten Anschläge, die sehr viel Sachschaden und viele Leben kosteten.



Wären Sie so freundlich die Anschläge genauer zu beschreiben ? Mir sind dunkel einzelne Demos von Verrückten - Joschka Fischer&Co - in Frankfurt/US-Airport in Erinnerung geblieben.

Es gab einige wenige, wie sich nachträglich herausstellte, DKP-MfS-gesteuerte Demonstrationen der "Friedensbewegung" gegen die US-Armee, besonders hier im Hessischen, ohne große politische Bedeutung. Jeweils nach solchen Demos wurden in Gießen die Kasernen-Wachen martialisch aufgerüstet - war amüsant anzusehen.



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RE: Wie damals in Deutschland gibt es heute....

#9 von weihrauch , 24.01.2013 15:25

Zitat von JoG im Beitrag #7

Ohne die amerikanischen Truppen, die durchaus auch tatsächlich auch in Westeuropa (im Gegensatz zur oft bemühten These es wäre die EU gewesen) den Frieden garantierten, hätte sich ohne Frage der Warschauer Pakt zum Rhein ausgedehnt und die damalige deutsche Elite beiseite geschoben, wie das in den Satelliten Staaten bereits geschehen war. Berlin war ein Demonstrationsbeipiel dieses Bestrebens. Daher gab es durchaus das Bemühen sukzessiver deutscher Regierungen die Amerikaner mit möglichst großer Präsenz und zerstörerischer Ausrüstung im Land zu behalten.

Wie gesagt waren Teile der Bevölkerung unglücklich damit und verübten Anschläge, die sehr viel Sachschaden und viele Leben kosteten. Da ist das mit der Türkei heute sehr wohl zu vergleichen, obwohl durchaus Unterschiede bestehen. Die Frage ist, wie man damit umgeht und mein Vorschlag wäre, dass man sich Mühe gibt ehrlich zu sein.


Nochmals .... die Amis waren BESATZUNGSMACHT, die bis zur Wiedervereinigung auch ihre Besatzungsrechte in Anspruch nahmen.

Die Bundeswehr hingegen ist in der Türkei weder Besatzungsmacht noch fordert sie Sonderrechte für sich.
Sie sind AUF WUNSCH DER TÜRKEI zu Gast.
Und diese Gastfreundschaft wird ihnen verwehrt.

Die Türkei und die Türken sind eine reelle Gefahr für die Bundeswehrsoldaten und nicht die syrische Armee, aufgrund dessen sie eigentlich in der Türkei sind.

..und die Anschläge, die der Fischerverein und seine Sympathisanten in den 60er Jahren gegen amerikanische Stützpunkte verübten, geschah nicht aufgrund der amerikanischen Besatzungsmacht in Deutschland, sondern wegen Vietnam und Co.

Schade, daß die Bundeswehr nicht selbstständig entscheiden kann, die Türkei wieder auf schnellsten Wege zu verlassen.

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RE: Wie damals in Deutschland gibt es heute....

#10 von kjschroeder , 24.01.2013 15:25

Zitat
Wären Sie so freundlich die Anschläge genauer zu beschreiben ? Mir sind dunkel einzelne Demos von Verrückten - Joschka Fischer&Co - in Frankfurt/US-Airport in Erinnerung geblieben.


Aus dem Gedächtnis: Es gab Überfälle auf Mun-Depots, Wachen, etc. der US-Army hier. Teilweise wurden dabei auch Waffen erbeutet, die für Attentate verwendet wurden - hier in D. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, stammte die Tatwaffe aus dem Attentat, in das das Fischer-Kfz verwickelt war, aus einem solchen Überfall (Karry-Mord) wie auch eine andere Waffe bei einem anderen Attentat (Rohwedder ? - müßte nochmal recherchiert werden).

Hier passierte schon mehr als nur Demos. Aber - wie fast schon üblich - berichtete die Presse über Überfälle auf US-Einrichtungen nur en passant.

Gruß
Klaus

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#11 von kjschroeder , 24.01.2013 15:33

Zitat
Ich erinnere mich jetzt aber gar nicht. Wann und weswegen?


Deswegen: -> http://www.handelsblatt.com/politik/inte...t-/7413358.html

Gruß
Klaus

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RE: Wie damals in Deutschland gibt es heute....

#12 von JoG , 24.01.2013 15:45

Folgend sind die bekannten Anschläge gegen Amis alleine durch die RAF (aus Wikipedia). Das waren zwar nicht die einzigen Anschläge und nicht die einzige Gruppe, die Gewalt gegen die Amis im Lande durchführten. Aber sie waren sichtbar. Das Problem wurde sehr ernst genommen zumal Todeslisten auftauchten. Alle hohen Offiziere und Botschaftspersonal durfte nur mit Polizei bspw im Wald joggen. Auch muss man bedenken, dass die RAF nicht alleine stand und obwohl unterstützt durch die DDR kaum ohne Halt in der hiesigen Bevölkerung war.

11 May 1972 Frankfurt am Main Bombing of US Army V Corps headquarters and the Terrace Club US Army LTC Paul A. Bloomquist killed,
13 wounded
24 May 1972 18:10CET Heidelberg Bombing outside of Officers Club followed by a second bomb moments later in front of Army Security Agency (ASA), U.S. Army in Europe (HQ USAREUR) at Campbell Barracks. Known involved RAF members: Irmgard Möller and Angela Luther, Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Holger Meins, Jan-Carl Raspe. 3 dead (Ronald A. Woodward, Charles L. Peck and Captain Clyde R. Bonner), 5 wounded. Claimed by 15 July Commando (in honour of Petra Schelm). Executed by Irmgard Moeller.
4 January 1977 Giessen Attack against US 42nd Field Artillery Brigade at Gießen. In a failed attack against the Gießen army base, the RAF sought to capture or destroy nuclear weapons present.[41] A diversionary bomb attack on a fuel tank failed to fully ignite the fuel, and the assault on the armory was then repulsed, with several RAF members killed in the ensuing firefight. The presence of U.S. warheads on German soil was classified and officially denied at the time, and the incident received little publicity. General William Burns, who commanded the base in 1977, detailed the attack in a 1996 interview.[42]
25 June 1979 Mons, Belgium Alexander Haig, Supreme Allied Commander of NATO escapes an assassination attempt A land mine blew up under the bridge on which Haig's car was traveling, narrowly missing Haig's car and wounding three of his bodyguards in a following car.[48] In 1993 a German Court sentenced Rolf Clemens Wagner, a former RAF member, to life imprisonment for the assassination attempt.[48]
7 August 1981 Kaiserslautern, Germany USAF Security Police Officer Sgt. John Toffton was attacked in Kaiserslautern by Christian Klar and Brigitte Mohnhaupt and unknown third party. Security Police Officer USAF on his way to work from his residence on Stadion Strasse near Eisenbahn Strasse and Mozart Strasse riding a yellow Ross Grand Tour bicycle when he was attacked. Security Police Officer survived the attack with little injury. Mohnhaupt the driver and Klar fled the scene in a green VW Fast Back with German Plates. Unknown third party swinging a club was injured or killed. A large amount of blood and broken eye glasses was found at the scene, none of the blood was from the victim.
31 August 1981 Rhineland-Palatinate, Germany Large car-bomb exploded in the parking lot of Ramstein Air Base
15 September 1981 Heidelberg Unsuccessful rocket propelled grenade attack against the car carrying the US Army's West German Commander Frederick J. Kroesen. Known involved RAF members: Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar.
2 July 1982 Nurnberg Unsuccessful sniper attack against US Army Nuclear Storage Site NATO-23. Four civilians (two adults and two children) were killed the next day in an accidental shooting by American troops who had been placed on high alert after the attack. Known involved RAF members: Christian Klar. A family of 4 hunting mushrooms came through a fence downed by storms the day after the sniper incident and were killed by members of the 3/17th Field Artillery Battalion after being shot at just hours before. The 3/17 FA Battalion were guarding the NATO 2-3 Nuclear storage site at the time. The unit was fired upon several times the night before by Christian Klar. Two US soldiers were slightly wounded and one was killed.
18 December 1984 Oberammergau, West Germany Unsuccessful attempt to bomb a school for NATO officers. The car bomb was discovered and defused. A total of ten incidents followed over the next month, against US, British, and French targets.[49]
8 August 1985 Rhein-Main Air Base (near Frankfurt) A Volkswagen Passat exploded in the parking lot across from the base commander's building. Two people killed: Airman First Class Frank Scarton and Becky Bristol, a U.S. civilian employee who also was the spouse of a U.S. Air Force enlisted man. A granite monument marks the spot where they died. Twenty people were also injured. Army Spec. Edward Pimental was kidnapped and killed the night before for his military ID card which was used to gain access to the base. The French terrorist organization Action Directe is suspected to have collaborated with the RAF on this attack. Birgit Hogefeld and Eva Haule have been convicted for their involvement in this event.
13 February 1991 Bonn Sniper attack on U.S. embassy Three Red Army Faction members fired automatic rifles from across the Rhine River at the U.S. Embassy Chancery. No one was hurt.[51]

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#13 von weihrauch , 24.01.2013 15:46

Zitat von kjschroeder im Beitrag #11

Zitat
Ich erinnere mich jetzt aber gar nicht. Wann und weswegen?

Deswegen: -> http://www.handelsblatt.com/politik/inte...t-/7413358.html

Gruß
Klaus



Und auch deswegen: "Daniel Nivel" - ein französischer Polizist, der bei der Fußball-WM in Frankreich von 3-4 "Dumpfbacken" lebensgefährlich verletzt wurde.
Es waren nur wenige - im Gegensatz zu den ca. 50 in der Türkei - aber die Betroffenheitswelle war riesig.
Die Bundesregierung entschuldigte sich bei Nivel und der französischen Regierung - ein Stiftungsfond wurde eingerichtet - und Nivel offiziell zur WM 2006 nach Deutschland eingeladen.

Sind ähnliche Aktionen auch von der Türkei zu erwarten - oder kann man nicht "Äpfel mit Birnen vergleichen"?

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RE: Wie damals in Deutschland gibt es heute....

#14 von JoG , 24.01.2013 15:58

Ach kommen Sie! Die Meinungen in Bevölkerungen sind nicht homogen. Es gibt Gruppen, die die Dinge nicht wollen, die die deutschen Soldaten unterstützen und wofür die Deutschen Soldaten stehen. Da sie das wie damals die RAF als "existenziell" definieren, hassen sie die Bundeswehrler genügend um sie körperlich anzugreifen. So war das in Deutschland und so ist es nun auch in der Türkei. Wer solche Zusammenhänge nicht versteht, sollte sie noch einmal aufarbeiten, denn will Deutschland den seinem Nutzen am internationalen Handel entsprechenden Anteil an dessen Sicherheit übernehmen, werden Einem in Zukunft solche Dinge oft geschehen.

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Türken machen Deutsche für die Niederlage im Ersten Weltkrieg verantwortlich

#15 von weihrauch , 24.01.2013 21:35

Bei diesem Angriff waren die deutschen Soldaten total in der Unterzahl - aber ansonsten ist diese Deeskalationsbesoffenheit Schuld daran, das die Soldaten als Freiwild angesehen werden und in der deutschen Bevölkerung keinerlei Respekt, Anerkennung oder Beliebtheit genießt.
Amerikaner, Engländer und Franzosen würden sich wehren, wenn sie angegriffen werden.
In Deutschland aber warten 68er Richterinnen darauf, den Bundeswehrsoldaten mal die Harke zu zeigen.

Falls es nochmals zu einem Angriff kommen sollte und es diesmal nicht so glimpflich ausgeht, tragen Regierung und Opposition die alleinige Verantwortung.
Es hat sich gezeigt, daß ein großer Teil der türkischen Bevölkerung gegenüber den Deutschen feindselig eingestellt sind.

http://www.deutsch-tuerkische-nachrichte...uslime-dagegen/

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RE: Türken machen Deutsche für die Niederlage im Ersten Weltkrieg verantwortlich

#16 von Willik , 24.01.2013 23:15

"Es hat sich gezeigt, daß ein großer Teil der türkischen Bevölkerung gegenüber den Deutschen feindselig eingestellt sind."



Das ist ja auch kein Wunder!
Was bilden diese unreinen Schweinefleischfresser sich eigentlich ein? ):
Wo gibt"s denn so was?
Wo kommen wir denn da hin, wenn die von der Aktuellen Kamera etc. noch nicht völlig verblödeten und willenlosen Ureinwohner in einer türkischen Kolonie Alemanistan sich noch nach Jahrzehnten so gegen die Machtübernahme wehren, sich gegen die eigenen besatzerfreundlichen Regierungen in allen Parteien stellen und gar von "Überfremdung" faseln?

Warum sollte die Türkei sich für den Vorfall entschuldigen?
Hääh? BITTE?
Wahrscheinlich bestellt eher die türkische Regierung den deutschen Außenminister ein, damit er sich in M. Lewinsky- Position dafür entschuldigt, daß deutsche Soldaten zur falschen Zeit am falschen Ort waren!

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RE: Wie damals in Deutschland gibt es heute...

#17 von Willik , 24.01.2013 23:40

RE: Wie damals in Deutschland gibt es heute...


Jaa, mindestens einer dieser bekannten mutmaßlich stasigestützten, von der westdeutschen Linken aus der "Generation Pflasterstrand" heftig und freudig bejubelten RAF- Anschläge fiel damals in meine Dienstzeit bei der Bundeswehr, und ich war froh, einer Versetzung als Fahrer wegen meiner Englisch-Kenntnisse an einen anderen Standort widersprechen zu können.

Es hätte sicher die Chance bestanden, mehr Geld zu verdienen als die paar Kröten im Monat, und als junger Soldat, noch dazu mit junger Familie, wäre dies sicher lukrativ und interessant gewesen...
Auch die Englisch-Kenntnisse hätten sich bei einem so prominenten Chef sicher noch weiter verbessern lassen...

Es bestand aber auch die Chance, direkt neben einem solchen potentiellen Ziel mit in die Luft zu fliegen.
Darauf habe ich dankend verzichtet. (o:)


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zuletzt bearbeitet 25.01.2013 | Top

Tut mir Leid, die....

#18 von JoG , 25.01.2013 12:41

....Liste wurde weiter unten verlinkt.

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#19 von JoG , 25.01.2013 12:46

"Nochmal: Die Bundeswehr kam nicht als Eroberer in die Türkei - sondern sie wurde angefordert - gegen den Willen vieler Bundeswehrangehöriger."

Es gibt immer ein paar Neinsager und Betonköpfe. Wir wissen ja, dass der Einsatz in Ordnung geht.

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#20 von huhngesicht , 25.01.2013 15:12

Die Bundeswehr hingegen ist in der Türkei weder Besatzungsmacht noch fordert sie Sonderrechte für sich.
Sie sind AUF WUNSCH DER TÜRKEI zu Gast.
Und diese Gastfreundschaft wird ihnen verwehrt.

Die Türkei und die Türken sind eine reelle Gefahr für die Bundeswehrsoldaten und nicht die syrische Armee, aufgrund dessen sie eigentlich in der Türkei sind.

###
Das ist eine mehr als irrefuehrend verzerrte Darstellung. DIE Tuerken oder DIE Tuerkei ist erstens falsch (sie wurden ja nachweislich eingeladen, was bedeutet, dass sie zumindest von staatlichen Entscheidungstraegern erwuenscht sind) und zweitens rassistisch. Eine kleine Gruppe politisch fragwuerdig motivierter Personen hat einen Uebergriff auf deutsche Soldaten veruebt (weder DIE Tuerkei noch DIE Tuerken, auch nicht DIE Muslime) und die Polizei hat im Rahmen ihrer Moeglichkeiten reagiert (es steht natuerlich nicht an jeder Ecke ein Polizist, um Soldaten in zivil zu bewachen). Und der Uebergriff war symbolischer Art, niemand kam zu schaden.
###


Und auch deswegen: "Daniel Nivel" - ein französischer Polizist, der bei der Fußball-WM in Frankreich von 3-4 "Dumpfbacken" lebensgefährlich verletzt wurde.
Es waren nur wenige - im Gegensatz zu den ca. 50 in der Türkei - aber die Betroffenheitswelle war riesig.
Die Bundesregierung entschuldigte sich bei Nivel und der französischen Regierung - ein Stiftungsfond wurde eingerichtet - und Nivel offiziell zur WM 2006 nach Deutschland eingeladen.

Sind ähnliche Aktionen auch von der Türkei zu erwarten - oder kann man nicht "Äpfel mit Birnen vergleichen"?

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Erstens ist es natuerlich ein Apfel mit Birnen Vergleich, wenn man eine brutale schwere Koerperverletzung mit einer streichartigen politischen Aktion vergleicht und zweitens verstehe ich diesen Einwand nicht. Ist es schlecht, wenn deutsche Politiker ganz besonders freundlich und aufmerksam sind und entsprechend aussenpolitisch Anteilnahme und Bedauern formulieren, wenn in Deutschland Besucher verletzt werden? Welchem Zweck kann es dienen, betont herauszustellen, dass tuerkische Politiker hier weniger aufmerksam sind? Soll das zur Folge haben, dass deutsche Politkier sich zukuneftig weniger verantwortunsgvoll verhaltend entschuldigen? Oder soll es warum die Stoffelichkeit oder falschen Stolz tuerkischer Politiker hetzend betonen? Was genau ist der Zweck?

Huhngesicht

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#21 von weihrauch , 25.01.2013 15:29

Zitat von huhngesicht im Beitrag #20

Die Bundeswehr hingegen ist in der Türkei weder Besatzungsmacht noch fordert sie Sonderrechte für sich.
Sie sind AUF WUNSCH DER TÜRKEI zu Gast.
Und diese Gastfreundschaft wird ihnen verwehrt.

Die Türkei und die Türken sind eine reelle Gefahr für die Bundeswehrsoldaten und nicht die syrische Armee, aufgrund dessen sie eigentlich in der Türkei sind.

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Das ist eine mehr als irrefuehrend verzerrte Darstellung. DIE Tuerken oder DIE Tuerkei ist erstens falsch (sie wurden ja nachweislich eingeladen, was bedeutet, dass sie zumindest von staatlichen Entscheidungstraegern erwuenscht sind) und zweitens rassistisch. Eine kleine Gruppe politisch fragwuerdig motivierter Personen hat einen Uebergriff auf deutsche Soldaten veruebt (weder DIE Tuerkei noch DIE Tuerken, auch nicht DIE Muslime) und die Polizei hat im Rahmen ihrer Moeglichkeiten reagiert (es steht natuerlich nicht an jeder Ecke ein Polizist, um Soldaten in zivil zu bewachen). Und der Uebergriff war symbolischer Art, niemand kam zu schaden.

Wenn jemanden ein Sack über den Kopf gestülpt wird, ist es körperlicher Übergriff.
Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich bin kein Freund vom Aufenthalt der Bundeswehr in der Türkei.
Es haben deutsche Soldaten ebensowenig in der Türkei verloren, wie türkische Soldaten in Deutschland.
Man kann diesen Angriff also auch als fremdenfeindlichen Angriff bezeichnen, der dementsprechend geahndet werden muß - nach deutschen Qualitätsansprüchen.
###


Und auch deswegen: "Daniel Nivel" - ein französischer Polizist, der bei der Fußball-WM in Frankreich von 3-4 "Dumpfbacken" lebensgefährlich verletzt wurde.
Es waren nur wenige - im Gegensatz zu den ca. 50 in der Türkei - aber die Betroffenheitswelle war riesig.
Die Bundesregierung entschuldigte sich bei Nivel und der französischen Regierung - ein Stiftungsfond wurde eingerichtet - und Nivel offiziell zur WM 2006 nach Deutschland eingeladen.

Sind ähnliche Aktionen auch von der Türkei zu erwarten - oder kann man nicht "Äpfel mit Birnen vergleichen"?

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Erstens ist es natuerlich ein Apfel mit Birnen Vergleich, wenn man eine brutale schwere Koerperverletzung mit einer streichartigen politischen Aktion vergleicht und zweitens verstehe ich diesen Einwand nicht. Ist es schlecht, wenn deutsche Politiker ganz besonders freundlich und aufmerksam sind und entsprechend aussenpolitisch Anteilnahme und Bedauern formulieren, wenn in Deutschland Besucher verletzt werden? Welchem Zweck kann es dienen, betont herauszustellen, dass tuerkische Politiker hier weniger aufmerksam sind? Soll das zur Folge haben, dass deutsche Politkier sich zukuneftig weniger verantwortunsgvoll verhaltend entschuldigen? Oder soll es warum die Stoffelichkeit oder falschen Stolz tuerkischer Politiker hetzend betonen? Was genau ist der Zweck?

Huhngesicht



Dieses Beispiel passt natürlich nicht in dieses Schema - war nur eine Antwort auf die Frage von Kurt, der wissen wollte, wann sich die Bundesregierung über Angriffe Deutscher auf Ausländer entschuldigt hat.
Und da hat sie ein Dauerabonnment.

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#22 von huhngesicht , 25.01.2013 15:56

Dieses Beispiel passt natürlich nicht in dieses Schema - war nur eine Antwort auf die Frage von Kurt, der wissen wollte, wann sich die Bundesregierung über Angriffe Deutscher auf Ausländer entschuldigt hat.
Und da hat sie ein Dauerabonnment.

###
Und was ist daran schlecht? Das war meine Frage. Entschuldigt sie sich zu viel? Sollte sie rassistische Uebergriffe lieber uebergehen, auf verantwortungvolles Entschuldigen verzichten? Wenn ja, warum? Waere das eine bessere Aussenpolitik? Oder entschuldigen sich andere zu wenig? Wenn ja, welche Beispiele gibt es da?

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#23 von weihrauch , 25.01.2013 22:40

Meine Anrwort:
Wenn Leute der Meinung sind, die türkische Regierung brauche sich für den Vorfall nicht zu entschuldigen, weil der Angriff eine Lappalie war, dann allerdings sind die häufigen Entschuldigungen der Bundesregierung in der Tat lächerlich.

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RE: Ach, das waren ein paar Nationaldumpfbacken

#24 von huhngesicht , 25.01.2013 23:16

Meine Anrwort:
Wenn Leute der Meinung sind, die türkische Regierung brauche sich für den Vorfall nicht zu entschuldigen, weil der Angriff eine Lappalie war, dann allerdings sind die häufigen Entschuldigungen der Bundesregierung in der Tat lächerlich.

###
Ich muss nachfragen, weil ich ihre Einschaetzung immer noch nicht verstehe. Nehmen wir also an, dass die tuerkische Regierung ihr Bedauern nicht ausdrueckt (ob sie das hat oder nicht, ist mir gar nicht bekannt), obwohl fuenf deutsche Soldaten in zivil von Demonstranten einer linken Splitterpartei belaestigt und ohne groessere Folgen attackiert wurden (die tuerkische Polizei hat angemessen reagiert), dann nannte ich das ein wenig instinktlos im Kontext tuerkischer Aussenpolitik. Kann man hoeflicher machen, ist aber angesichts der unbedeutende Tragweite des Vorfalls auch nicht wirklich relevant. Was ist dann aber ihre Meinung, welche Entschuldigungen der Bundesregierung konkret bei wem wegen was haetten unterlassen werden sollen, weil sie deshalb sogar laecherlich sind? Sie sind der Ansicht, dass manche der haeufigen (wie oft?) Entschuldigungen aus Laecherlichkeit haetten unterlassen werden sollen, weil sich die tuerkische Regierung fuer diesen Zwischenfall angeblich nicht entschuldigt hat? Welche sind das? Mir fielen auf Anhieb solche Faelle nicht ein, zumal es immer besser ist (das gilt fuer jeden) sich einmal mehr als einmal zu wenig zu entschuldigen.

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Ich verstehe Ihre Rechtsauffassung nicht

#25 von weihrauch , 26.01.2013 00:00

Wenn ich mich im Ausland aufhalte und ein entsprechender Einwohner greift mich körperlich an, nehme ich den Vorfall schon sehr ernst.
Ich vergleiche nur die Reaktionen, die es von deutscher Seite gibt, wenn Ausländer belästigt werden.

Es sei denn, in Ihren Augen ist es legitim, wenn deutsche Bürger angegriffen werden - umgekehrt ist es aber nicht statthaft.
Wenn es so ist, sagen Sie es ruhig - Sie haben hier die Meinungsfreiheit.

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Eine recht gute Darstellung der zu erwartenden....
Transport für afrikanische Soldaten, aber nicht für französische - macht sich Deutschland lächerlich?

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