Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#1 von weihrauch , 20.01.2013 17:44

In einer Volksabstimmung haben sich heute die Österreicher mit rund 60% für die Beibehaltung der Wehrpflicht entschieden. Eine gnadenlose Pleite für die Sozis - Gewinner sind ÖVP und FPÖ.
In Deutschland wurde dies leider versäumt - das Ergebnis spricht Bände, es ist eine Pleite geworden.

Zur Wahl heute möchte ich noch folgendes loswerden. Ich bin weder FDP noch CDU-Fan, möchte aber trotzdem, daß es mit beiden zusammen zur Fortsetzung der Regierung reicht.
Denn was Schrecklicheres als Rot-Grün ist nicht möglich - es gibt keine schlimmere Konstellation.

Außerdem bin ich der Meinung, daß es bei uns keine "richtigen Wahlen" mehr gibt - zu sehr hat sich die jetzige Parteienlandschaft verfestigt, wo es kaum noch Überraschungen geben kann.
Es verschiebt sich nur innerhalb der Konstellation.
Die Wahlmüdigkeit spricht Bände

http://diepresse.com/home/politik/bundes...null#kommentar0

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#2 von kjschroeder , 20.01.2013 23:29

Zitat
In einer Volksabstimmung haben sich heute die Österreicher mit rund 60% für die Beibehaltung der Wehrpflicht entschieden. Eine gnadenlose Pleite für die Sozis - Gewinner sind ÖVP und FPÖ.
In Deutschland wurde dies leider versäumt - das Ergebnis spricht Bände, es ist eine Pleite geworden.



Es ist die Frage, ob das Ergebnis bei einer Volksabstimmung auch bei uns so ausgesehen hätte. Denn in Österreich sind die Motive interessant: Die Fans der Wehrpflicht wollten vor allem den Zivildienst erhalten. Und das zeigt sich deutlich in den Regionen, die in der Vergangenheit von Murenabgängen und ähnlichen Überflutungen betroffen waren. (Quelle) Sowas aber haben wir hier nicht. Insofern halte ich eine Übertragbarkeit für fraglich.

Ich gebe Ihnen aber in punkto Volksabstimmung recht: Diese gegenwärtige Art Demokratie überlebt sich mehr und mehr. Volksabstimmungen wären dringend nötig. Das wissen auch Linke - die daher schon fleißig in der Richtung agitieren, daß solche Abstimmungen in schwarz-braune Nähe zu rücken seien. Es wird noch soweit kommen, daß "direkte Demokratie = Nazis" als Gleichung hier eingeführt wird. Führt aber jetzt vom Thema weg.

Gruß
Klaus

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#3 von weihrauch , 21.01.2013 00:14

[quote="kjschroeder"|p673][quote]
Und das zeigt sich deutlich in den Regionen, die in der Vergangenheit von Murenabgängen und ähnlichen Überflutungen betroffen waren. (Quelle) Sowas aber haben wir hier nicht. Insofern halte ich eine Übertragbarkeit für fraglich.

Erinnern Sie sich an 1997? Da war die Oderflut - Rettungsaktion durch die Bundeswehr spannend wie im Hitchcockfilm.
Scheint schon vergessen zu sein
Aber vielleicht haben Sie doch Recht! Kaum ein Land, wo sich der Bürger durch die Medien so beeinflussen läßt wie in Deutschland.
Darum ist Widerstand gegen die Öffentlich- Rechtlichen als Dauereinsatz anzusehen.

Bundeswehr rein in den Rundfunkrat - Migranten und Antifa raus.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#4 von wüllerstorff , 21.01.2013 15:15

brave Österreicher, ihr habt euch richtig entschieden. Komischerweise ging der Vorschlag ja von der Soziregierung aus.In D sind es mittlerweile die Grünen die am liebsten überall militärisch, äh humanitär heißt es ja heute, eingreifen wollen.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#5 von weihrauch , 21.01.2013 19:38

Zitat von wüllerstorff im Beitrag #4
brave Österreicher, ihr habt euch richtig entschieden. Komischerweise ging der Vorschlag ja von der Soziregierung aus.In D sind es mittlerweile die Grünen die am liebsten überall militärisch, äh humanitär heißt es ja heute, eingreifen wollen.


Besonders Trittin ist kriegsgeil geworden.
Er war ganz aus dem Häuschen wegen dem Mali-Einsatz der Franzosen

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#6 von kurt02 , 22.01.2013 04:04

Die Österreicher haben FÜR Zwangsdienst gestimmt. Das ist schade.

Und man muss auch nicht Trittin heißen, um den Einsatz der Franzosen in Mali gutzuheißen.

Nur zur Klarstellung.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#7 von JoG , 22.01.2013 12:27

Zitat von wüllerstorff im Beitrag #4
brave Österreicher, ihr habt euch richtig entschieden. Komischerweise ging der Vorschlag ja von der Soziregierung aus.In D sind es mittlerweile die Grünen die am liebsten überall militärisch, äh humanitär heißt es ja heute, eingreifen wollen.


Eigentlich wird die Notwendigkeit nicht "äh humanistisch" begründet, wenn auch sich das manchmal bei oberflächlicher Betrachtung im Einzelfall so ausnimmt und eine uninformierte Betrachtung von R2P zu diesem Schluss führen kann. Solche Interpretation ist aber als ob man sagte, man würde aus "äh humanistischen" Gründen im Inland Polizei unterhalten.

Natürlich hängt die Wohlfahrt letztlich davon ab, dass man Ordnung schafft und aufrecht erhält um höhere Wohlfahrt zu erzeugen, was ein humanitäres Ziel wäre. Aber es geht um die beste Art diese Ordnung zu generieren und nicht um dem aktuellen Opfer "äh humanitär" beizustehen, obwohl das Gefühl auch oft ein wesentlicher Faktor ist in der Herstellung von gesellschaftlicher Sicherheit. Es geht aber um die gesellschaftliche Ordnung, die es zu erhalten und zu stärken geht. Ohne dem wäre es, wie Thomas Hobbes sagt: "In such condition there is no place for industry, because the fruit thereof is uncertain, and consequently, not culture of the earth, no navigation, nor the use of commodities that may be imported by sea, no commodious building, no instruments of moving and removing such things as require much force, no knowledge of the face of the earth, no account of time, no arts, no letters, no society, and which is worst of all, continual fear and danger of violent death, and the life of man, solitary, poor, nasty, brutish, and short."

Also machen Sie sich nichts vor. Das Ergebnis der Volksabstimmung ist nicht sehr klug, das eine Volkswehr zu den erforderlichen Aufgaben kaum das richtige Instrument ist. Bestenfalls eignet sich ein solches Heer obstruktional gegen die Beteiligung an den Unternehmungen der Alliierten schlecht Wetter zu machen und eine Politik des internationalen Trittbrettfahrertums zu stärken. So ist das Ergebnis ein Schlag gegen rationale Politik und doch sehr ebsch. Hätten wir eine vernünftige internationale Ordnung, wäre solches Verhalten illegal. So ist es nur unmoralisch.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#8 von wüllerstorff , 22.01.2013 12:47

R2P gibt es nicht. Der UN Sicherheitsrat entscheidet über den Einsatz von Waffengewalt und sonst nichts (zumindest legal)

Die Österreicher können ihr Heer so gestalten wie sie wollen. Es ist auch ihr gutes recht neutral zu sein und sich an internationalen Einsätzen nicht zu beteiligen. Machen Sie sich doch nichts vor: so ziemlich alles was die 'weltgemeinschaft' seit dem 2 Weltkrieg militärisch unternommen hat endete im Desaster. Der Grund dafür ist auch offensichtlich: man kann nicht mit Waffengewalt den Status quo oder 'Ordnung' erhalten. Die Welt verändert sich was eben heißt das manche aufsteigen und andere absteigen. Diejenigen die sich nicht dagegen Wehren wie zB Österreich und die Schweiz haben bessere Chancen ihren Wohlstand zu wahren.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#9 von JoG , 22.01.2013 14:43

"R2P gibt es nicht. Der UN Sicherheitsrat entscheidet über den Einsatz von Waffengewalt und sonst nichts (zumindest legal)"

Natürlich gibt es R2P. Sie widersprechen sich. Sie sagen es ja selbst. Sie wird vom SR nach den Statuten bestimmt. So ist R2P vorgesehen als nicht allgemeine (sondern selektive) Pflicht von regionalen Machthabern. Sie wird juristisch argumentiert aus dem Recht der Menschen auf Menschenrechte, die bei schwerwiegendem Rechtsbruch nach der Interpretation vieler Länder auch einen Eingriff rechtfertigt ohne SR Beschluss. Das Beispiel, das oft genannt wird, wäre im ein erneutes Ausschwitz. Dies ist die Interpretation mehrerer Nationen der geltenden Legalität und wie ich auf einer Seite der Bundesregierung vor längerem las -ich bilde mir ein mich zu erinnern war es eine Seite des Auswärtigen Amtes- die Position der Bundesrepublik.

So ist Ihre Meinung hierzu etwas eng und bedarf, wie ich finde, noch etwas Arbeit, wenn Sie ernsthaft diskutieren wollen. Es ist nicht so, dass man R2P nicht ablehnen kann. Es muss Einem aber schon klar sein, wie die Zusammenhänge sind. Sonst weiß man schlicht nicht, wovon man spricht und was man an Zukunft fordert, wenn man eine Meinung vertritt, wie Sie das tun.

"Die Österreicher können ihr Heer so gestalten wie sie wollen. Es ist auch ihr gutes recht neutral zu sein und sich an internationalen Einsätzen nicht zu beteiligen. Machen Sie sich doch nichts vor: so ziemlich alles was die 'weltgemeinschaft' seit dem 2 Weltkrieg militärisch unternommen hat endete im Desaster. Der Grund dafür ist auch offensichtlich: man kann nicht mit Waffengewalt den Status quo oder 'Ordnung' erhalten. Die Welt verändert sich was eben heißt das manche aufsteigen und andere absteigen. Diejenigen die sich nicht dagegen Wehren wie zB Österreich und die Schweiz haben bessere Chancen ihren Wohlstand zu wahren."

Natürlich können die Österreicher ihr Heer gestalten, wie sie wollen. Sie können sich auch als miese kleine Trittbrettfahrer benehmen, solange ihre Handelspartner und andere Alliierte das zulassen. Da sie ein relativ kleines und unbedeutendes Land sind, dessen Verhalten gering wiegt, stehen sie auch nicht im Fokus des Interesses. Das war auch für Deutschland früher so. Der Druck ist aber da gewachsen, was man an der sich verschiebenden Politik Deutschlands sieht. Es ist aber sehr schwierig der Bevölkerung die Notwendigkeit zu erklären, weil sie die Grundbildung in diesen Dingen kaum hat und über Jahrzehnte Billigerklärungen von ihren Politikern bekam, die das Verhalten als Trittbrettfahrer rechtfertigen sollte und sogar heilig sprach.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#10 von wüllerstorff , 22.01.2013 16:11

Ich widerspreche mich nicht denn es gibt kein 'Recht' jemanden zu beschützen zu dürfen sondern wenn überhaupt eine 'Pflicht'. Es gibt aber keine Definition von 'responsibility', 'protect', in welchen Fällen das greifen soll und in wie fern sich das von den bisherigen Regeln unterscheidet. 'R2P' ist als nachträgliche Rechtfertigung für den Irakkrieg erfunden worden
Letztendlich liegt es im Ermessen des Sicherheitsrats was er als seine 'Pflicht' betrachtet. Im Fall von Nord Korea z.B betrachtet er es als nicht seine Pflicht die Bevölkerung zu schützen. Ohne moralische Wertung betrachte liegt das ganz einfach daran das der Sicherheitsrat kein (ökonomisches) Interesse daran hat die Nord Koreaner zu beschützen.
Ihre Diffamierung ganzer Völker als 'Trittbrettfahrer' ist nicht gerade die feine englische Art. Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken dass die echten Trittbrettfahrer der Irak Kriege 1 und 2 die Iraner sind. Dass was Sie heilig sprechen nenne ich blinden Aktionismus mit darauf folgender Realitätsverweigerung.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#11 von weihrauch , 22.01.2013 16:16

Zitat von kurt02 im Beitrag #6
Die Österreicher haben FÜR Zwangsdienst gestimmt. Das ist schade.

Und man muss auch nicht Trittin heißen, um den Einsatz der Franzosen in Mali gutzuheißen.

Nur zur Klarstellung.


Vergleichen Sie bloß einmal die Zustände, wie sie jetzt in der BRD herrschen - mehr als ein Drittel verläßt die Truppe aus verweichlichten Gründen - und die Freiwilligenarmee ist noch mehr den linksextremistischen Angriffen ausgesetzt, da aus ihrer Sicht sich die Leute "freiwillig zur Mördertruppe" gemeldet haben.
Das linke Kampfportal "indymedia" - aus EU-Gründen vielleicht rettungswürdig - kündigt schon weitere Angriffe auf die Bundeswehr an.

Dazu würde auch ihr fovoritisierter Angriff gegen islamische Truppen aus Mali gemeint sein.

Nicht die Bundeswehr ist freiwillig in Afghanistan oder jetzt in der Türkei, sondern sie wurde von den Sesselpupsern aus dem Bundestag dahin entsendet, die leider nicht diesen Gefahren ausgesetzt sind.
Rückendeckung ist aber fehl am Platze.

Außerdem ist mit Abschaffung der Wehrpflicht auch der Ersatzdienst gestrichen worden, der gerade jetzt notwendiger denn je ist.
Dienst an der Gemeinschaft.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#12 von JoG , 22.01.2013 17:27

Natürlich sollte man keine Amateure ins Gefecht schicken. Daher kann ja auch die allgemeine Wehrpflicht nur von Leuten befürwortet werden, die sich an der Herstellung internationaler Sicherheit nicht beteiligen wollen, also Trittbrettfahrer sind. Die Alternative, dass man sich einbringen will aber aus innenpolitischen Gründen ein Profiheer nicht einführen will, wäre kriminell geradezu.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#13 von JoG , 22.01.2013 17:40

Natürlich geht es nicht um das Recht zu beschützen. es kann verständlicher weise die Frage auftreten, wer die Pflicht zuschützen übernehmen soll. das kann auch in Einzelfall ganz wesentlich sein. Nur ist das eine sekundäre Frage des Instruments, der Finanzierung und der Kontrolle. Bei R2P geht es um das primäre Prinzip. Dahinter stehen zwar die Gründe wozu man Menschenrechte verteidigen muss. Also.
Mein Vorschlag: Sie beschäftigen sich mit der Entstehungsgeschichte, der Intention, der Definition, den juristischen Argumenten usw. Dann unterhalten wir uns. Das hat doch so keinen Sinn.

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RE: Österreich: 60% für Beibehaltung der Wehrpflicht

#14 von JoG , 22.01.2013 18:23

Ohne nun auf alle Punkte einzugehen, verstehe ich nicht, wieso eine Videoüberwachung der Betriebsräumlichkeiten und der Aktivitäten darin schlecht sein sollte. Ich würde sogar weiter gehen. Überhält einer bestimmten Ebene sollte jedes Gespräch aufgezeichnet werden und sich bei strafrechtlichen Themen die Beweislast umkehren, wo solche Aufzeichnungen fehlen. Das sollte in Unternehmern, Parteien, Bürokratien, Regierungen und Gewerkschaften gelten.

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