Die Angst der Kinder

#1 von Hannelore Mohringer , 28.02.2016 13:04

Eine Mutter, eine der altmodischen, die noch ganz da sind für ihr Kind, sieht Panik in den Augen ihres sich auf den Beruf und also auf das Erwachsenenleben vorbereitenden Kindes, und ein bekannter Schauspieler, ein „Prominenter“, wie ein solcher Status heute genannt wird, hat „im letzten Jahr mit Schülern einen Workshop gemacht, in dem es um Schein und Sein ging“ - „Wie präsentiere ich mich, wie bin ich wirklich?“, nannte der sich, und er mußte gleich zu Anfang feststellen: „Das Denken dieser Jugendlichen war zum Teil derart von Zukunftssorgen dominiert, dass wir drei Tage lange überwiegend Übungen zur Stärkung ihres Selbstbewußtseins gemacht haben“. („Heimat ist Trugschluss“, Wochenendausgabe des SÜDKURIER vom 27. Februar 2016).

Mit deutscher Gründlichkeit google ich erst einmal, um zu wissen, was „Workshop“ denn überhaupt sein soll: „Veranstaltung, in der bestimmte Themen von den Teilnehmern selbst erarbeitet werden, praktische Übungen durchgeführt werden.“, las ich als Duden-Definition bei Google. Da fiel mir als erstes die Frage des Kindes im Kindergarten ein: „Müssen wir heute wieder spielen, was wir wollen?“

So also geht es im angeblich selbstbestimmten Leben heute zu! Fehlendes Selbstbewußtsein, Angst, blanke Panik, in den Augen der Kinder, Angst als Preis der Freiheit, sagen die Gläubigen dieser Freiheit ungerührt. Haben die Politiker also gewußt, was uns blüht, als sie die grenzenlose Freiheit buchstäblich und im übertragenen Sinn verordneten: Die Abschaffung von Treue und Verläßlichkeit in der Familie, in der jeder seinen eigenen Weg geht, bis daß die Trennung die Eltern scheidet und ein heimatloses Kind in seinem Elend zurückläßt?

Ist also Heimat, mit allem was dazu gehört - vertraute Umgebung, vertraute Menschen, Absehbares im täglichen Tagesablauf - wirklich ein Trugschluß, wie der Schauspieler (Oliver Wnuk heißt er) behauptet, und beginnt die wortwörtliche und seelische Heimatlosigkeit nicht schon im Elternhaus und der Wahl der „Heimat“, selbstbestimmt von der Berufstätigkeit der Eltern?

Oder ist die Angst Folge der Freiheit von Disziplin schon in den Schulen, in denen die Lehrer nicht mehr frontal den Kindern gegenüber sitzen, sondern die Kinder Grüppchen bilden, Schule Platz für die freie Einübung von „sozialem“ Verhalten“ ist und dem Kind die Regeln fehlen, innerhalb derer es sich sicher fühlen würde?

Ist Angst die Folge der Freiheit der Schulwahl ohne Lehrerempfehlung oder gar aus der durch Noten ablesbaren Leistungsfähigkeit des Schülers, die das Kind in eine Schule mit Unter- oder Überforderung führt und zu einem Abitur, das längst seinen Zweck, den der Studienreife, verloren hat, und die jungen Erwachsenen als Erstsemester in Massen beim „Herausprüfen“ scheitern läßt und damit ihr „Selbstbewußtsein“ nachhaltig schädigt, und deswegen nun die Kinder gleich in eine Schule für alle, die Gemeinschafsschule, gesteckt werden mit der Festlegung von Unter- und Überforderungen?

Spätestens für die, die es bis zum Studium „geschafft“ haben, beginnt die große Angst vor der großen Freiheit der potentiellen Arbeitgeber, die nicht genug Bewerber um einen Arbeitsplatz haben können, möglichst viele noch aus fernen Ländern, damit sie Zeitverträge abschließen und die Gehälter drücken können. Spätestens jetzt wissen die jungen Menschen, daß es kein Familienleben für sie geben kann und natürlich keine Heimat, weil sie keine Zeit, kein Geld und keine Sicherheit dafür haben werden; daß sie sich von Job zu Job hangeln müssen, daß „Beruf“ als Berufung, „Planungssicherheit“ und Familienleben nur noch in der Beamtenlaufbahn erreichbar sind, und spätestens dann auch dort die Realität des Faktischen beginnt, die den Begriff „Freiheit“ nicht kennt.

Weil es so mit der „Freiheit“ bestellt ist, mußte also in diesem „Workshop“ zuerst Selbstbewußtsein „eingeübt“ werden. Doch am Ende können selbst die in großer Zahl vorhandenen Psychologen, die ja auch selbst Gefangene dieser Freiheit sind, Selbstbewußtsein nicht „einüben“. Selbstbewußtsein erwächst aus einer moralischen Haltung, die von einem sicheren Elternhaus ausgeht, die „Schule“ und ihre Regeln bestimmt und die Wirtschaft diszipliniert – kurz: aus allem, was die grenzenlose Freiheit zerstört hat und erst mühsam wiederhergestellt werden muß.

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Gender, der unappetitlichste Teil des grünen Feldzuges zur Macht

#2 von Hannelore Mohringer , 29.02.2016 19:42

Gender, der unappetitlichste Teil des „grünen“ Feldzuges zur Macht

Tausende protestieren in Stuttgart

Unter dem für die Vielen immer noch unbekannten und unverständlichen Begriff „Gender“

- „Der Begriff Gender bezeichnet als Konzept die soziale oder psychologische Seite des Geschlechts einer Person im Unterschied zu ihrem biologischen Geschlecht.“ (Zitat aus Google) -

wird rote Sexualpolitik in Kindergärten und Schulen eingeführt. Die grün-rote Kretschmann-Regierung in Baden-Württemberg will die seit Jahrzehnten im gesamten Bundesgebiet mehr oder weniger intensiv betriebene Gleichmacherei auf die Spitze treiben und die Unterschiede zwischen Mann und Frau auch physisch, also körperlich, aufheben. Was wie die Ausgeburt kranker Phantasie erscheint, ist seit langem, auf leisen Sohlen eingeschlichene, rote Politik, deren Maßnahmen und Gewohnheiten bisher als harmloser Spleen der Moderne hingenommen wurden: Man denke an die Auslassung der Anrede „Herr“ oder „Frau“ auf amtlichen Briefen, oder an die seit einiger Zeit eingeführte Regel, wonach sich die Nachrichtensprecher im ZDF mit Vornamen anreden (müssen). Die Anrede „Fräulein“ ist schon seit der ersten roten Bundesregierung 1969 tabu: Wenn schon Kinder Geschlechtsverkehr haben sollen, kann es auch keine Jungfrauen mehr geben. Logisch!

Herr Kretschmann macht nun Ernst. Wie alle Demagogen, beginnt er mit seiner Umerziehung bei den Kindern, so auch mit dem Konzept „Gender“. Mit seinem „Bildungsplan“ der „Orientierung und Akzeptanz sexueller Vielfalt als Querschnittsthema“ in den Schulen Baden-Württembergs, erfaßt er aber auch die Kindertagesstätten und Kindergärten. (Ich verdanke meine Kenntnisse dem Heftchen „Gender“ von Gabriele Kuby, fe-medienverlags GmbH Kisslegg). Die sexuelle Orientierung wird den Schülern als persönliche Option angeboten, Homosexualität als normale Option bereits im Kindergarten vermittelt, wo auch sexuelle Spiele gefördert werden. In der Grundschule soll bereits auf „das erste Mal“ vorbereitet und gelernt werden, Kondome über einen Plastikpenis zu streifen, über Sexualtechniken informiert und die Kinder veranlaßt werden, über sexuelle Vorgänge zu sprechen, die sowohl Heterosexualität, wie Homo-, Bi- und Transsexualität umfassen.

Gabriele Renz, im SÜDKURIER zuständig für Baden-Württemberg, veröffentlicht heute auf Seite 7 einen Dreispalter mit großem Bild von Herrn Kretschmann und dem Titel „Ängste machen sich Luft“, der den Leser nicht über die Genderideologie aufklärt, sondern Anhänger, allen voran Herrn Kretschmann, das Wort erteilt und Gegner aus dessen Sicht einordnet. Zitat : „Überall in Europa sind radikale, rechtspopulistische Bewegungen und Parteien auf dem Vormarsch“, sagte er. Sie agieren in einer Sprache, die mit Gewalt liebäugelt.“ Zitatende.

Hedwig von Beverfoerde (CDU) hatte eine Demonstration in Stuttgart gegen die Gender-Politik organisiert, der Tausende gefolgt waren, auch Gegner aus Frankreich als „Teil einer europäischen Bewegung zur Verteidigung der Familie, zur Verteidigung des Kindes“. Frau Renz‘ Artikel ist mit „Ängste machen sich Luft“ überschrieben. Vielleicht meinte die Verfasserin ja die Ängste des Herrn Kretschmann vor soviel Volkszorn! „Gemeinsam sei all diesen Bewegungen“, so erdreistete sich dieser zu sagen, „dass sie Menschenrechte und zivilisatorische Errungenschaften infrage stellen und zur Diskriminierung von Minderheiten neigen“, in diesem Zusammenhang die „zivilisatorische Errungenschaft“ der Normalisierung von Bi-, Homo- und Transsexualität. Der Generalsekretär der evangelischen Allianz Deutschland und Vater von zehn Kindern hingegen hatte dagegen die „lebenslange Ehe als Norm“ beschworen und diese damit wohl als „zivilisatorische Errungenschaft“ verstanden.

Grünen-Kollege Volker Beck hatte grüne Vorstellungen von „Zivilisation“ schon bald nach Gründung der Partei der Grünen in einer „wissenschaftlichen“ Arbeit artikuliert, in der er die Legalisierung, also die Straf- und Verfolgungsfreiheit, von Pädophilie forderte, die er damals allerdings wieder zurückziehen mußte. 35 Jahre später glauben die Grünen nun, die Bastion „Familie“ sturmreif geschossen zu haben, die ihrer Herrschaft als Kommunisten im Wege ist; denn Grün ist nur ein anderes Wort für Kommunismus.

Die Gender-Umerziehung ist der unappetitlichste Teil dieses politischen Feldzuges.

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Gender-Bildungspolitik in Baden-Württemberg

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