Lob der FDP: Keine Koalition mit den Grünen!

#1 von Hannelore Mohringer , 22.02.2016 10:00

Was Gabriele Renz, als SÜDKURIER-Redakteurin zuständig für Baden-Württemberg und – unübersehbar – Kretschmann-Versteherin als ein „Gewagtes Manöver“ (so die Überschrift Ihres Kommentars auf Seite 1) bezeichnet, ist einfach selbstverständlich, weil die FDP - als Partei des Liberalismus - und Grüne - als Partei des Kommunismus - politische Antipoden sind. Die Liberalen haben in ihrem Stammland eine Vorbildfunktion, und so wäre es auch logisch, wenn von hier aus der Weg zurückführte in eine von „Mainstream“ und ideologischem – in der Gegenwart linkem - Weltbild befreite Politik der Vernunft. Schließlich heißt sie hierzulande ja auch noch DVP, also Deutsche Volkspartei, und die Umfragen im baden-württembergischen Volk belegen eine eindeutige Abwendung von der bisher praktizierten „Werte“-Politik.

Wenn Frau Renz der FDP und damit ihrem Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Rülke vorwirft, mit diesem „Pforzheimer Beschluss“ die Grünen „faktisch außerhalb des demokratischen Spektrums“ gestellt zu haben, so kann der Vorwurf durchaus als nützlicher Hinweis auf die politische Herkunft der Grünen und vor allem ihrer Gründer, wozu ja auch Winfried Kretschmann gehört, gesehen werden. Diese Erkenntnis würde auch klären, warum im deutschen Parteienspektrum bürgerliche Parteien fehlen und aufkommende bürgerliche Parteien regelmäßig als „Rechte“ in Grund und Boden gestampft, beschimpft oder auch nur ignoriert, also ihrerseits außerhalb „des demokratischen Spektrums gestellt“ werden. Es würde sehr zum Verständnis dessen beitragen, was die Partei, die sich grün nennt, mit ihrer Gender-, Flüchtlings- und „Klima“-Politik wirklich bewirken will.

Kurz, ich möchte meine Partei, die FDP, für diesen Beschluß, keinesfalls mit der Grünen-Partei eine Koalition eingehen zu wollen, loben.

Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


Die FDP und ich

#2 von Hannelore Mohringer , 24.02.2016 12:26

In der FDP habe ich Freunde in der Sache. Das zumindest hat mir die Reaktion auf meine Rede beim Dreikönigstreffen 2013 genauso gezeigt, wie das Abstimmungsergebnis, das seinerzeit die politische Linie Frank Schäfflers bestätigt hat – die knappe Hälfte der Mitglieder. Diese knappe Hälfte der Mitglieder wird konsequent ignoriert in der Hoffnung, daß Liberale ihre Partei nicht aufgeben, nur weil ein paar trickreiche „Modernisierer“ Beitragsgeld dafür bekommen, die „Anpassung“ der Partei an den Mainstream zu betreiben. Die Quittung war der von den geduldigen Düpierten vorausgesagte Hinauswurf aus dem Bundes-Parlament und der Spott der Medien. Die nun besinnt sich wieder auf die Verwertbarkeit der FDP als Mehrheitsbeschaffer, und mit der Medienbeachtung steigen auch die Umfragewerte wieder. Offenbar aber hat sich auch in der Hälfte der Modernisierer inzwischen etwas getan, und es gilt nun, sich als Linksliberale langsam von der linksliberalen Politik publikumswirksam (populistisch!) abzusetzen, ohne gleich wieder, wie weiland Hans-Dietrich Genscher, abrupt von den Roten zu den Schwarzen, die ja heute bekanntlich rote Politik betreiben, zu wechseln. Ich spreche von dem Redaktionsgespräch unseres Vorsitzenden Christian Lindner auf seiner Wahlkampfreise durch Süddeutschland mit der Redaktion des SÜDKURIER (Ausgabe, Mittwoch, 24. Februar 2016 auf Seite 4).

„Es gehe nicht um Abschottung, wie dies eine im völkischen und rassistischen Denken verhaftete AfD propagiere…sondern um kontrollierte Grenzen wiederherzustellen.“, habe der Mann „mit dem beständigen Dreitagebart“, „der die Begabung hat, druckreif, schnell und anschaulich zu reden“ gesagt. Ein Tausendsassa also!

Vielleicht etwas zögerlicher und nachdenklicher zu reden, wäre indessen eindrucksvoller, jedenfalls für nachdenkliche Menschen, die langsam aber sicher in zunehmender Anzahl den Tausendsassas mißtrauen und trotz Schnellfeuer-Reden beim „völkischem und rassistischen Denken“, egal von wem, hängenbleiben. Es ist nämlich gerade das Völkische, das ihnen fehlt, wenn sie ehrlich sind. Es ist das Wir, das ihnen angesichts der vielen fremden Menschen fehlt, und dass stattdessen von diesen Menschen in Anspruch genommen wird, ihr „Völkisches“ einzuführen, das ihnen auch zugesprochen wird, nur ihnen, den Deutschen, nicht, denen ihr Völkisches als rassistisches Denken verboten und verächtlich gemacht wird. Das ist das eine.

Das Zweite, an dem der Nachdenkliche hängenbleibt, ist der Wunsch, kontrollierte Grenzen wiederherzustellen. Die Zeit ist zwar schnellebig, wie man so sagt, und vieles geht in der täglichen Nachrichtenflut unter; aber, so kurz ist das Gedächtnis der Menschen nicht, um nicht genau zu wissen, daß die offizielle FDP vor Monaten noch eine solche Forderung in Grund und Boden verdammt hätte. Nein, lieber Christian Lindner, an diesem Punkt angekommen, ist Ehrlichkeit angesagt, um glaubwürdig zu sein: Die Nationalstaaten müssen wiederhergestellt werden, also Schengen muß weg und damit die EU mit allem was damit zusammenhängt, nicht zuletzt die Kanzlerin.

Und weil das so ist, hilft auch kein Schimpfen auf die anderen Parteien und ihre Darsteller, schon gar nicht auf die AfD. Die macht nur, was zu tun die Aufgabe der FDP gewesen wäre. Dann nämlich wäre sie nicht aus dem Parlament geflogen, dann hätte die Kanzlerin ihr böses Spiel mit unserem Land nicht spielen können, dann hätten wir alle die Probleme nicht, die wir jetzt haben, nicht nur mit den „Flüchtlingen“, sondern auch mit der Ausbeutung per EZB, mit Energiepolitik-Schwindel und –Ausbeutung, mit Globalisierungs- und Bankenproblemen, nicht zuletzt mit Griechenland, für dessen Einbeziehung in den Euro-Verbund gerade die FDP sich so stark gemacht hatte – unser Freund Klaus Kinkel kann Ihnen, Christian Lindner, erzählen, wie wir darüber gestritten haben -, etc. usw. Die FDP hätte den Zulauf bekommen, den die AfD hat und auf Anhieb weit darüber hinaus.

Ich schrieb es schon einmal: Es muß ein Gedankenaustausch mit der AfD stattfinden, geklärt werden, was die beiden Parteien letzten Endes nicht doch verbindet. Ich bleibe solange FDP-Mitglied, nicht zuletzt, um das zu erreichen und in der Gewißheit, daß alle, die meine Rede beim Dreikönigstreffen beifällig aufgenommen und seinerzeit für Frank Schäffler gestimmt haben, sich das auch wünschen.

Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: Der verlogene Wahlkampf

#3 von Hannelore Mohringer , 25.02.2016 10:55

Hieße die Aufgabe, mit dem Ansturm von Menschen auf Europa aus Vorderasien und Afrika fertig zu werden, so wäre das nicht mehr als eine Fußnote der Geschichte, die erzählt, wie die europäischen Nationen in Zusammenarbeit an der Mittelmeerküste riesige Auffanglager eingerichtet haben, dort die Ankommenden versorgten, registrierten und sofort diejenigen zurückschickten, die nicht in Lebensgefahr sind, und die Asylberechtigten über die Landesgrenzen für die Dauer ihrer Asylberechtigung auf die Länder verteilten.

Weil das aber gar nicht der Wille des politischen Europa war und ist, sondern die Zwangseingliederung Deutschands in diesen Verbund aus macht- und wirtschaftspolitischen Gründen zwecks Herstellung der Utopie eines am Ende sogar weltweiten Staates nach westlichen Vorstellungen ihr Handeln jahrzehntelang bestimm hat, droht nun eine humanitäre Katastrophe, nicht nur den Flüchtlingen, sondern ganz Europa, womit das Gegenteil dessen eingetreten ist, was propagiert worden war: Grausames anstatt Humanität. Die meisten europäischen Staaten stellen ohne Koordinierung die seit 1945 geltenden Grenzen wieder her, deren Öffnung als die Voraussetzung der ganz großen Freiheit verkündet worden war, ohne je die Menschen, vor allem die Deutschen, gefragt zu haben, ob sie das für praktikabel hielten oder überhaupt wollten. Einwanderungsland bleibt unser Land, Deutschland, dessen Kanzlerin die Menschen auch noch ausdrücklich eingeladen hatte, weswegen sich die Frage stellt, was sie dabei außer christlicher Nächstenliebe als Politikerin wohl im Sinn hatte und hat.

Hier in Deutschland herrscht nun Wahlkampf, und den im politischen Willen vereinten regierenden Politiker und Medien bleibt nichts anderes übrig als die grandiose und unredliche Mitleidskampagne, die Flüchtlinge doch um Gottes Willen aufzunehmen. Es hat sich jedoch eine Partei gebildet, die nicht davon ausgeht, daß Deutschland das über den Augenblick hinaus schafft, ohne selbst zugrunde zu gehen, und ein Ende der Versprechen fordert, alle aufzunehmen und hierzubehalten unter durchsichtigen Gründen. Entsprechend gehässig wird sie von den Parteien verfolgt, die das Drama angerichtet haben, wenn zum Beispiel ihre Vorsitzende in Breisach vom Gemeinderat zur unerwünschten Person erklärt wird, was außer Stimmungsmache keinerlei praktische Konsequenzen hat. (Seite 9 der heutigen SÜDKURIER-Ausgabe)

Auf Seite 4 verlangt die Bischöfin der evangelischen Landeskirche in Mitteldeutschland den Familiennachzug unter Hinweis auf „den unbedingte(n) Schutz von Ehe und Familie, während doch die Institution der Familie in der Praxis, wo es politisch nur möglich ist, beschädigt wird, zum Beispiel mit der Zwangseinführung der sogenannten Genderpolitik in Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen, die der finale Generalangriff auf die Familie ist, angeordnet von einem Ministerpräsidenten, der zu den Hauptverantwortlichen der Einwanderungspolitik gehört.

Ein „Bürgerrechtler und Filmemacher“ beschimpft die Menschen aus den „neuen“ Bundesländern, die sich besonders vehement gegen den Massenansturm wehren als solche, „die sich nach den alten Mauern zurück(sehnen)“ (Seite 2). Anstelle von Argumenten und zu beschließenden Maßnahmen zur Rettung dessen, was noch zu retten ist, bestimmt eine verlogene Mitleids- und Haßkampagne gegen jeden, der die Ursachen der Katastrophe bekämpfen will, diesen Wahlkampf. Dabei trennt doch nur, quasi symbolisch, die Ehrlichen von den Unehrlichen die Antwort auf die Frage, ob die Angelangten und Aufgenommenen hierbleiben dürfen, ob aus Asyl automatisch Daueraufenthalt erwächst mit allen den Folgen, die uns schon die bisherige Einwanderungspolitik beschert hat, ob „Schengen“ und damit die EU erhalten bleiben soll oder nicht.

Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: Der verlogene Wahlkampf

#4 von J_Holstermann , 26.02.2016 08:21

Tja, eigentlich schade, dass diese eine Partei nicht absolute Mehrheiten in den Länderparlamenten und Bundestag hat bzw. bekommt.
Dann müsste diese eine Partei mal zeigen, wie sie ihre Forderungen und Versprechen einlöst, wie und vor allem mit welchen Politikern sie die vielen Mandate der Parlamente besetzen will und was am Ende von dem ganzen Wunschdenken realpolitisch übrig bleibt. Soviel zu verlogenem Wahlkampf. Das musste schon eine andere Partei einsehen, dass Wunschdenken und Realpolitik nicht immer kompatibel sind, als eine Pazifisten-Partei sich von dem Außenminister aus eigenen Reihen erklären lassen musste, dass ein Krieg manchmal notwendig zu sein scheint.

Zitat
Einwanderungsland bleibt unser Land, Deutschland, dessen Kanzlerin die Menschen auch noch ausdrücklich eingeladen hatte



#1 Auch die AfD als Partei sieht die Notwendigkeit von qualifizierter Einwanderung nach Deutschland.
#2 Haben Sie den genauen Wortlaut der ausdrücklichen Merkelschen Einladung an die Menschen, nach Deutschland zu kommen? Vielleicht habe ich es verpasst, aber ich kann mich nicht erinnern, dass sie gesagt hat: "Ich lade alle politisch, religiös Verfolgten, Kriegsflüchtlinge und alle Armen dieser Welt, vor allem die aus Afrika, nach Deutschland ein."


J_Holstermann  
J_Holstermann
Beiträge: 211
Registriert am: 30.10.2015

zuletzt bearbeitet 26.02.2016 | Top

RE: Der verlogene Wahlkampf

#5 von Hannelore Mohringer , 26.02.2016 09:30

Zitat von J_Holstermann im Beitrag #4
Tja, eigentlich schade, dass diese eine Partei nicht absolute Mehrheiten in den Länderparlamenten und Bundestag hat bzw. bekommt.
Dann müsste diese eine Partei mal zeigen, wie sie ihre Forderungen und Versprechen einlöst, wie und vor allem mit welchen Politikern sie die vielen Mandate der Parlamente besetzen will und was am Ende von dem ganzen Wunschdenken realpolitisch übrig bleibt. Soviel zu verlogenem Wahlkampf. Das musste schon eine andere Partei einsehen, dass Wunschdenken und Realpolitik nicht immer kompatibel sind, als eine Pazifisten-Partei sich von dem Außenminister aus eigenen Reihen erklären lassen musste, dass ein Krieg manchmal notwendig zu sein scheint.

HM
Der herrschende Parteienblock scheint Ihre, Herr Holstermanns, düstere Prophezeiungen für realistisch zu halten, warum sonst weicht er Schritt für Schritt seine Grenzöffnungspostulate auf, wenn nicht aus Angst vor "diese(r) eine(n) Partei". Im übrigen bin ich nicht angetreten, Wahlkampf für "diese eine Partei" zu machen, sondern für Vernunft und Ehrlichkeit, die ich, soweit ich es als Außenstehende beobachten kann, durchaus in "dieser einen Partei" erkenne und in den etablierten Parteien trotz täglicher Annäherung in praxi an "diese eine Partei" in der grundlegenden Konsequenz vermisse. Was also soll Ihr Hinweis darauf, daß die Partei noch nicht die Macht dazu hat, die grundsätzlichen Fehler zu beheben? Einstweilen setzt sie Tabus außer Kraft, die bisher eine politische Kursänderung verhindert haben; und das ist nicht nur eine ganze Menge, sondern politikentscheidend.

Und was Sie mit der Erkenntnis, daß schon Pazifisten vom Pazifismus abgerückt sind, sagen wollen, verstehe ich auch nicht: Spätestens in der Bedrohung greift jeder nach einer Waffe, um sich zu wehren oder setzt seine eigenen Fäuste und Füße zur Selbstverteidigung ein.

Zitat
Einwanderungsland bleibt unser Land, Deutschland, dessen Kanzlerin die Menschen auch noch ausdrücklich eingeladen hatte


HM:
Für den Tall, daß Sie es vergessen haben! Hier ein Absatz aus einem Beitrag der "Westfälischen Nachrichten" vom 6. September 2015, die ich zufällig als erste beim Googeln fand:
Zitat:
"Budapest/Berlin/München -

Dank einer Ausnahmeregelung sind am Wochenende weit mehr als 10 000 Menschen aus Ungarn über Österreich nach Deutschland gekommen – bis zum späten Sonntagabend wurden insgesamt mehr als 20 000 erwartet.

Sie saßen zuvor zum Teil tagelang in Ungarn fest. Bei ihrer Ankunft in Deutschland waren viele entkräftet. Hunderte Menschen – etwa am Hauptbahnhof in München – empfingen die Flüchtlinge mit Applaus.

Zuvor hatte sich die Lage in Ungarn weiter zugespitzt. Am Budapester Ostbahnhof hatten Tausende tagelang kampiert. Viele von ihnen machten sich zu Fuß in Richtung österreichische Grenze auf. Angesichts der dramatischen Situation vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr österreichischer Amtskollege Werner Faymann in Absprache mit der ungarischen Regierung eine Ausnahmeregelung. Demnach durften die Flüchtlinge ohne bürokratische Hürden und Kontrollen einreisen. Wien verwies auf eine „Notlage“ an der ungarischen Grenze."Zitatende.

HM:
Das war die von der Kanzlerin angeordnete Grenzöffnung - von der Österreich und Ungarn nichts mehr wissen wollen - für einen Ansturm von Menschen, der seither nicht mehr zu stoppen ist und auch nach dem Willen der Kanzlering, wenn sie nicht völlig realitätsfremd ist, nicht zu stoppen sein sollte. Jedenfalls ist diese Einschätzung aus ihrer auch davor betriebenen Einwanderungspolitik logischerweise abzuleiten.

#1 Auch die AfD als Partei sieht die Notwendigkeit von qualifizierter Einwanderung nach Deutschland.
HM:
Ja, und?

#2 Haben Sie den genauen Wortlaut der ausdrücklichen Merkelschen Einladung an die Menschen, nach Deutschland zu kommen? Vielleicht habe ich es verpasst, aber ich kann mich nicht erinnern, dass sie gesagt hat: "Ich lade alle politisch, religiös Verfolgten, Kriegsflüchtlinge und alle Armen dieser Welt, vor allem die aus Afrika, nach Deutschland ein."



HM:
Die Antwort auf diese provokative Frage gebe ich in aller Ruhe mit dem o.a. Zeitungsartikel als Gedächtnisstütze und füge das Kanzlerin-Zitat "Wir schaffen das" hinzu. Daß wir "es" nicht schaffen, ist gerade das Problem der Kanzlerin - leider nicht nur ihres, sondern unseres ganzen Volkes. Und das ist die Verantwortung dieser Kanzlerin und aller, die ihre Politik unterstützen.

Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: Der verlogene Wahlkampf

#6 von J_Holstermann , 26.02.2016 11:21

Zitat
HM:
Die Antwort auf diese provokative Frage gebe ich in aller Ruhe mit dem o.a. Zeitungsartikel als Gedächtnisstütze und füge das Kanzlerin-Zitat "Wir schaffen das" hinzu. Daß wir "es" nicht schaffen, ist gerade das Problem der Kanzlerin - leider nicht nur ihres, sondern unseres ganzen Volkes. Und das ist die Verantwortung dieser Kanzlerin und aller, die ihre Politik unterstützen.




In dem von Ihnen zitierten Zeitungsartikel kann ich von einer ausdrücklichen Einladung der Kanzlerin an alle politisch/religiös Verfolgten, alle Kriegsflüchtlinge und an alle Armen dieser Welt nach Deutschland zu kommen, nichts lesen.
Daher meine – von mir aus auch provokative – nochmalige Frage: Wann, wo und wie hat die Kanzlerin wortwörtlich und ausdrücklich die Verfolgten und Armen dieser Welt nach Deutschland eingeladen?

J_Holstermann  
J_Holstermann
Beiträge: 211
Registriert am: 30.10.2015


RE: Der verlogene Wahlkampf

#7 von Hannelore Mohringer , 26.02.2016 15:45

HM:
Für den Tall, daß Sie es vergessen haben! Hier ein Absatz aus einem Beitrag der "Westfälischen Nachrichten" vom 6. September 2015, die ich zufällig als erste beim Googeln fand:
Zitat:
"Budapest/Berlin/München -

Dank einer Ausnahmeregelung sind am Wochenende weit mehr als 10 000 Menschen aus Ungarn über Österreich nach Deutschland gekommen – bis zum späten Sonntagabend wurden insgesamt mehr als 20 000 erwartet.

Sie saßen zuvor zum Teil tagelang in Ungarn fest. Bei ihrer Ankunft in Deutschland waren viele entkräftet. Hunderte Menschen – etwa am Hauptbahnhof in München – empfingen die Flüchtlinge mit Applaus.

Zuvor hatte sich die Lage in Ungarn weiter zugespitzt. Am Budapester Ostbahnhof hatten Tausende tagelang kampiert. Viele von ihnen machten sich zu Fuß in Richtung österreichische Grenze auf. Angesichts der dramatischen Situation vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr österreichischer Amtskollege Werner Faymann in Absprache mit der ungarischen Regierung eine Ausnahmeregelung. Demnach durften die Flüchtlinge ohne bürokratische Hürden und Kontrollen einreisen. Wien verwies auf eine „Notlage“ an der ungarischen Grenze."Zitatende.

[In dem von Ihnen zitierten Zeitungsartikel kann ich von einer ausdrücklichen Einladung der Kanzlerin an alle politisch/religiös Verfolgten, alle Kriegsflüchtlinge und an alle Armen dieser Welt nach Deutschland zu kommen, nichts lesen.
Daher meine – von mir aus auch provokative – nochmalige Frage: Wann, wo und wie hat die Kanzlerin wortwörtlich und ausdrücklich die Verfolgten und Armen dieser Welt nach Deutschland eingeladen?
[/quote]

Antwort:
"wortwörtlich" nie.

HM

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: Der verlogene Wahlkampf

#8 von J_Holstermann , 26.02.2016 16:48

und ausdrücklich auch nicht!

Genau genommen gab es solch eine Einladung überhaupt nicht. Es ist schlicht sehr gewagt, die Flüchtlingsproblematik aufgrund einer wie auch immer getätigten Aussage der Kanzlerin in die Schuhe zu schieben, ob das nun "Asyl kennt keine Obergrenze" oder "Wir schaffen das" ist. Ganz so, als gäbe es keine Flüchtlingsproblematik, wenn diese Aussagen nicht getätigt worden wären.

Die Fehler in der Flüchtlingsfrage sind viel früher gemacht worden, als noch Millionen in Flüchtlingscamps im Irak, Libanon, Jordanien unter schlimmen Lebensbedingungen darauf warteten, dass Frieden im ihrem Land zurückkehrt. Da war anscheinend nicht genug Geld da oder das Problem so weit weg von zu Hause, dass es keinen interessiert hat, wie die Flüchtlinge dort leben müssen. Jetzt, wo sehr viele Flüchtlinge quasi an Europas Türen anklopfen, da gibt es eine Geberkonferenz und auch Geld, leider nur ein paar Jahre zu spät.

Es ist beschämend und eine Bankrotterklärung der EU, dass sie das nicht gemeinsam stemmen will, sondern Deutschland aufgrund einer "Einladungs-Legende" zum Sündenbock macht.
Und das Prinzip "Solidarität ist keine Einbahnstraße", was im Falle Griechenland-Krediten immer propagiert wurde, gilt selbstverständlich auch bei der Flüchtlingsfrage.
Die EU-Osteuropäer u.a. Länder, auch Frankreich, wollen keine Flüchtlinge aufnehmen, ok, dann gibt es eben keine Gelder mehr von der EU. Solidarität in Form von Wirtschafts-Geldspritzen für Infrastrukturprogramme oder Agrarsubventionen für die heimischen Bauern erhalten wollen, aber ansonsten Solidarität ablehnen, das kann nicht Sinn und Zweck dieser Gemeinschaft sein.


J_Holstermann  
J_Holstermann
Beiträge: 211
Registriert am: 30.10.2015

zuletzt bearbeitet 26.02.2016 | Top

RE: Der verlogene Wahlkampf

#9 von Hannelore Mohringer , 26.02.2016 17:42

[quote="J_Holstermann"|p10530]und ausdrücklich auch nicht!

Man kann auch durch einfaches Türöffnen mit der dazugehörigen Handbewegung einladen oder, wie hier, indem man die Sperre, die eine drängende Menschenmenge zurückhält, zurücknimmt oder den Befehl dazu erteilt. Was soll diese Erbsenzählerei anders, als zu versuchen, eine unbestrittene Tatsache zu zerreden!

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


Wer ist "wir" in Deutschland

#10 von Hannelore Mohringer , 27.02.2016 11:53

Winfried Kretschmann spricht im Pluralis Majestatis: „Wir müssen die Ängste ernst nehmen“ (Schlagzeile im heutigen SÜDKURIER auf Seite 2). Ein Politiker vom Format eines grün-roten Landesvaters sagt nicht einfach etwas. Er spricht. „Dass uns das Fremde erst einmal beunruhigt“, so spricht er, „gehört zur Programmierung des Menschen seit jeher“. Er will diese Urangst bekämpfen, weil sie seinen politischen Zielen im Wege steht. Er kennt diese Urangst und ihren natürlichen Zweck als

- gelernter Biologie-, Chemie und Ethiklehrer, der als Kind ostpreußischer Eltern 1948 in Baden-Württemberg geboren wurde.
- Er war von 1970 bis 1975 Student und Vorsitzender des AStA (Allgemeiner Studentenausschuß) und „engagierte sich“ – so entnehme ich es Google –
- zwischen 1973 und 1975 im Kommunistischen Bund Westdeutschland. Er ist
- Mitbegründer der Grünen (1979/1980), kam
- 1980 bereits in den Landtag von Baden-Württemberg und war
- zwischendurch 1986 und 1987 Ministerialrat im Umweltministerium in Hessen bei Minister „Joschka“ Fischer.
- 2011 konnte seine Partei mit den alten Mitteln des gezielten Straßenaufruhrs der 68er die Empörung über Fehler der regierenden Konservativen kurz vor einer Landtagswahl nutzen und erhielt völlig überraschend das Mandat den neuen Ministerpräsidenten, für Winfried Kretschmann.

Winfried Kretschmann verlor keine Zeit und setzt seither bei den Kernthemen für die Verwirklichung seiner im Grunde sozialistisch/kommunistischen Weltanschauung an:
- Umerziehung in Schulen, Kindergärten und seit neuestem auch -tagesstätten, also vom Babyalter an mit Sexualisierung und Einheitsschule; damit für eine
- Gesellschaftspolitik, die das traditionelle Familienbild als Quelle von Individualismus planmäßig zerstört.
- Er schürt die Angst vor einer Apokalypse des Klimawandels und behauptet, diesen mit der Zwangseinführung eines „Energiewandels“ verhindern zu können.
- Er versucht, sich für seine Ziele ein geeignetes Volk durch Masseneinwanderung zu schaffen.

Diese Fakten den Wählern vor Augen zu führen, dürfte bei der immer noch vorhandenen Mehrheit angestammter Deutscher hierzulande schon genügen, Herrn Kretschmann und seine Grünen abzuwählen. „Wir“ würden dann wissen, daß Winfried Kretschmann, die Grünen und der Kommunismus und damit die Herbeiführung der aktuellen katastrophalen Situation Deutschlands untrennbar sind.

Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


   

FDP weiter auf Linkskurs?

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen