Gender-Bildungspolitik in Baden-Württemberg

#1 von Hannelore Mohringer , 21.02.2016 20:44

Das Kolleg St. Blasien lädt für morgen Abend zu einer Podiumsdiskussion mit dem Landtagsabgeordneten der Grünen, Reinhold Pix, sowie den Erstkandidaten ihrer Parteien, Klaus Schüle (CDU), Walter Krögner (SPD) und Jens Buttkereit (FDP) ein. Es hätte ja sehr gewundert, wenn auch der Kandidat der AfD eingeladen worden wäre. Ganz Baden-Württemberg übt sich im Ignorieren.

Zentrale Themen seien die Bildungspolitik und die Finanzierung freier Schulen. Letzteres ist natürlich außerordentlich wichtig für diese renommierte Schule, die sowohl Internat als auch Bildungsstätte für die Kinder im Einzugsgebiet ist. Ich bin gespannt und will, wenn die Gelegenheit dazu besteht, fragen, was die Kandidaten von der baden-württembergischen Gender-Schulpolitik halten. Der Bildungsplan hierzulande sieht nämlich vor, die Orientierung und Akzeptanz sexueller Vielfalt zum Querschnittsthema in den unterschiedlichen Fächern und Klassenstufen zu verankern und den Schülern als persönliche Option anzubieten, Homosexualität bereits im Kindergarten als normale Option zu vermitteln, dort sexuelle Spiele zu fördern, in der Grundschule bereits auf „das erste Mal“ vorzubereiten, zu lernen, Kondome über Plastikpenisse zu ziehen, über Sexualtechniken zu informieren, die Kinder zu veranlassen, über sexuelle Vorgänge zu sprechen etc. (Entnommen dem Heftchen „Gender“ von Gabriele Kuby). Hunderttausende von Protesten, die laut wurden, als diese Planung erstmalig bekannt wurde, sind inzwischen versickert, werden also von Parteien und Medien ignoriert.

Weil ich denke, daß potentielle Grünen-Wähler gar nicht wissen, was geplant ist und vielleicht schon umgesetzt wird, möchte ich nachdrücklich darauf hinweisen. Es bedeutet nichts weniger als die Grundlage zivilisierten Zusammenlebens durch nachhaltige Beschädigung von Kinderseelen und ihr Vertrauen in den Schutz ihrer Familie zu zerstören, also die Familien-Erosionspolitik massiv zu steigern und fortzusetzen. Der Weg zur schon einmal von den Grünen geforderten „Entkriminalisierung der Pädophilie“ (Volker Beck) erscheint nicht mehr lang. Ich kann mir nicht vorstellen, daß normale Menschen ein solches „Bildungsprogramm“ akzeptieren können. Darum muß es bekanntgemacht werden. Ich hoffe, daß ich Gelegenheit dazu haben werde.


Hannelore Mohringer

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RE: Finanzierung und Geechtigkeit in der Bildungspolitik am Beispiel einer Diskussion in einer Privatschule

#2 von Hannelore Mohringer , 23.02.2016 12:49

Um es vorweg zu sagen: Ich hatte keine Gelegenheit, bei der vom Kolleg in St. Blasien veranstalteten Bildungsdebatte, die gestern im spätbarocken Festsaal des Jesuiten-Kollegs stattfand, auf die Gender-Politik im Baden-Württembergischen Bildungsplan hinzuweisen. Um 21 Uhr war Ende der Veranstaltung, die um 19:30 begonnen hatte. Bis dahin konnte ich mich ein einziges Mal zu Wort melden, nachdem die Kandidaten der vier eingeladenen Parteien von CDU, Grünen, SPD und FDP - in dieser Reihenfolge auf dem Podium von links nach rechts, in der Mitte der die Podiumsdiskussion leitende Hausherr, Sitzende - ihre Statements und ihre Einstellung zur von der Landesregierung (Grüne/SPD) geförderten Gemeinschaftsschule, sowie zur Schulfinanzierung abgegeben hatten, und das Publikum Gelegenheit zur Stellungnahme zu diesen Themen bekam.

Ich fragte, auf welche Weise die Differenzierung der unterschiedlichen Lernfähigkeit der Kinder in einer Gemeinschaftsschule erfolge, damit die schneller Lernenden nicht unterfordert und die Langsameren nicht überfordert werden. Die Antworten der vier Kandidaten waren dann Abbild dessen, was Grüne und SPD einerseits und CDU und FDP andererseits trennt: Erstere belehrten über die von ihnen ergriffenen Maßnahmen, das unmögliche Kunststück dennoch fertigzubringen; bei Letzteren verstand ich nur verbales Achselzucken. So jedenfalls habe ich verstanden, was ich sachlich nicht verstanden habe. Interessant war die Reaktion aus dem Publikum, aus dem heraus ich noch nach Ende der Veranstaltung angesprochen wurde: Ein pensionierter ehemaliger Zwergschullehrer belehrte mich freundlich, wie er in seiner Berufspraxis das Problem erfolgreich gemeistert habe; ein anderer beglückwünschte mich ebenso freundlich dazu, daß ich die Frage gestellt hatte.

Im Verlauf der Veranstaltung habe ich folgendes notiert:
Die Finanzierung der Schulen leistet der Staat zu 80% , was den FDP-Vertreter veranlaßte, festzustellen, daß die restlichen 20% natürlich von den Eltern geleistet werden: „von wem denn sonst?“. Dafür erhielt er viel Beifall. ‚Auf welche Weise auch immer!‘, werden sich wohl die Zuhörer gedacht haben. Dazu war zuvor von den Kandidaten viel über Gerechtigkeit monologisiert worden, wobei der bärtige Grüne gar nicht aufhören wollte, zu reden, wie auch der scharfzüngigere SPD-Mann, der, wie die beiden anderen Kandidaten, glattrasiert war, sich jedoch im Rahmen der gebotenen Redezeit hielt. - Ich halte Bart oder Rasur deswegen für bemerkenswert, weil dadurch der revolutionäre Geist des einen zum Ausdruck gebracht wird und werden soll, und andererseits der im Grunde bürgerliche Charakter der Sozialdemokratie – die Ursache der Tragik dieser Partei mit ihrer Sisyphus-Arbeit, Sozialismus und Bürgertum zu vereinigen. Aber, ich schweife ab!

Es wurde also viel von Gerechtigkeit und auch von Schulfinanzierung und dem Problem gesprochen, was vom Staat bevorzugt finanziert werden sollte, wobei der SPD-Vertreter Inklusion ins Gespräch brachte. Keine Erwähnung fand Erfolg oder Mißerfolg der geförderten oder verpönten Schulmodelle. Diese anzumahnen, hatte ich auch keine Gelegenheit mehr.

Der Grüne behauptete kühn, es werde niemandem etwas übergestülpt. Auch das konnte aus Mangel an Gelegenheit (von mir) nicht bestritten werden. Es gab ja keine Zeit mehr, die Genderideologie, die als dunkelroter Faden den gesamten grünroten Bildungsplan durchzieht, die damit erfolgende seelische und moralische Vergewaltigung der Kinder und auf diese Weise der folgenden Generationen anzuklagen, wie den damit verbundenen Generalangriff auf die Institution der Familie als das eigentliche und urkommunistische Ziel. Diese Gender-Ideologie wird den wehrlos gemachten Menschen doch tatsächlich übergestülpt, weil der hunderttausendfache Protest dagegen, einmal und dann nie wieder in den Medien erwähnt, lautlos versickert ist in der Verschweigediktatur aller Parteien und Medien! Auch das zu erwähnen, war keine Zeit.

Es erfolgte noch – ich glaube, von dem SPD-Mann – eine Anspielung auf den von der FDP angekündigten Ausschluß der Grünen als möglichen Koalitionspartner, wozu der FDP-Mann nichts sagte, und die Ankündigung einer inhaltlichen Änderung von dem SPD-Mann; von welchem Inhalt, verriet er nicht. In dem Moment empfand ich es als Beruhigung, daß die SPD den Umfragen zufolge kaum noch eine Rolle spielt.

Übrigens: Der FDP-Mann, Jens-Arne Buttkereit, hat gestern Abend seine Sache gut gemacht und erhielt auch viel Beifall vom Publikum. Ich habe ihm am Ende der Veranstaltung dazu gratuliert. Soviel Gerechtigkeit und Unterstützung bin ich ihm und meiner guten alten Partei schuldig, auf daß sie wieder den rechten Weg finde!

Soweit mein sicher nicht unvoreingenommener Bericht über eine Bildungsdebatte unter den Kristallüstern des spätbarocken Festsaals des Jesuitenkollegs zu St. Blasien, die am kommenden Donnerstag, also übermorgen, das erste Konzert der neuen Konzertsaison erhellen werden. Da bin ich – dann ganz entspannt – wieder dabei.

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