Das Tribunal

#1 von Robert Gruner , 28.01.2016 09:27

Gestern Abend konnte man in der ARD Talkshow "Maischberger" wieder mal Propaganda vom Feinsten erleben.

Ähnlich wie bei den Schauprozessen der Stalin-Ära musste sich die AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry einem wütenden Tribunal aus zwei linken Schreihälsen, einer ständig unterbrechenden, voreingenommen Moderatorin und einen ehemaligen AfD Mitglied stellen.

Damit der Propaganda Charakter der Sendung nicht zu sehr ins Auge fiel, wurde noch ein Schweizer Journalist und Mitglied der SVP eingeladen, der allerdings ebenso wie Petry kaum einen vollständigen Satz ohne Unterbrechung aussprechen durfte.

Einzig und allein das souveräne Auftreten von Frauke Petry machte die Sendung noch in Teilen sehenswert und erträglich.

Wie man vor allem am Agieren von Stegner sehen konnte, werden die Systemparteien, angesichts der steigenden Umfragewerte der AfD, zunehmend nervös und verlieren ein ums andere Mal ihre Berherrschung.

Die Demaskierung dieser "Demokraten" stellt natürlich eine hervorragende Wahlwerbung für die AfD dar und so gesehen war es natürlich richtig, das Frau Petry an dieser Propaganda-Show teilnahm.

Hier ein sehr treffender Kommentar zu der Sendung

Die komplette Sendung als Video

Auch wenn man ansonsten einen großen Bogen um die Staatsmedien macht, sollte man sich dennoch dieses Machwerk einmal anschauen. Selten hat sich das öffentlich rechtliche Fernsehen so selbst entlarvt, wie mit dieser Talk-Show.

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RE: Das Tribunal

#2 von Markus Rohrbach , 29.01.2016 03:25

Zitat von Robert Gruner im Beitrag #1
Gestern Abend konnte man in der ARD Talkshow "Maischberger" wieder mal Propaganda vom Feinsten erleben.

Ähnlich wie bei den Schauprozessen der Stalin-Ära musste sich die AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry einem wütenden Tribunal aus zwei linken Schreihälsen, einer ständig unterbrechenden, voreingenommen Moderatorin und einen ehemaligen AfD Mitglied stellen.

Damit der Propaganda Charakter der Sendung nicht zu sehr ins Auge fiel, wurde noch ein Schweizer Journalist und Mitglied der SVP eingeladen, der allerdings ebenso wie Petry kaum einen vollständigen Satz ohne Unterbrechung aussprechen durfte.



Die Sendung war ausgewogen und Frau Maischberger hat Frau Petry durchaus die richtigen Fragen gestellt. Leider hat sich diese Dame hierbei gewunden wie ein Aal und ist einer Antwort ständig ausgewichen.

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RE: Das Tribunal

#3 von J_Holstermann , 30.01.2016 11:59

Wer es mag, dass in Diskussionen mehrere Personen gleichzeitig reden und so so gut wie gar nichts zu verstehen ist, wird an dieser Sendung seine helle Freude haben.
Ansonsten: Alle Achtung an Frau Petry. Ich kann zwar in keinster Weise ihre politische Postionen und Aussagen teilen, aber Mut hat sie, sich unter dem Thema "Tabupartei AfD – Deutschland auf dem Weg nach rechts?" der Diskussion zu stellen.
Auch wenn, wie nicht anders zu erwarten, keine neue Erkenntnisse zu erlangen sind. Augstein fiel eher durch sein ständiges Ins-Wort-fallen negativ auf, Stegner, naja?! und Olaf Henkel machte Wahlwerbesendung für seine neue Partei alfa und ließ seine alte Partei AfD in keinem sonderlich guten Licht erscheinen. Maischberger hatte die Diskussionsteilnehmer nicht wirklich im Griff und Frau Petry hatte Kreide gegessen, machte m.E. zwar einen sehr aufgeräumten, eher nicht emotionalen Eindruck, wich aber Fragen zu zitierten Mitglieder- und Funktionärsaussagen eher aus, wie es ein Wolf im Schafspelz eben so tut. Meinen Eindruck, dass es eine gewollte Arbeitsteilung innerhalb der AfD gibt, auf der einen Seite die, die mit – vorsichtig ausgedrückt – plakativen Sprüchen auch die Wähler am ganz rechten Spektrum erreichen, auf der anderen Seite der AfD-Vorstand, der solche Aussagen versucht, als Randerscheinung einer Partei abzumildern, um der bürgerlichen Mitte gerecht zu werden, dieser Eindruck ist bei mir geblieben.
Tja und der Journalist und Politiker aus der Schweiz: In der Sendung durchaus sachlich, in seinem publizierten Wochenblatt eher nicht.

Alles in allem keine Sendung, die die eigentliche Themenfrage befriedigend beantwortet hat.

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RE: Das Tribunal - schadet vor allem der SPD und nützt der AfD

#4 von kjschroeder , 31.01.2016 13:34

Aus Sicht von Frau Petry müßte es eigentlich viele solcher "Tribunale" geben -> http://www.welt.de/politik/deutschland/a...-seit-2012.html
Und: -> http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Jetzt verstehe ich auch, warum vor allem Gabriel darauf drängt, daß der Verfassungsschutz die AfD beobachten möge.

Gruß
Klaus


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RE: Das Tribunal - schadet vor allem der SPD und nützt der AfD

#5 von J_Holstermann , 31.01.2016 19:47

Den Zusammenhang zwischen diesen Sendungen und dem weiteren Zulauf der AfD sehe ich nicht. Wie kommen Sie darauf?

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Der "Schießbefehl" und die Medienreaktion

#6 von kjschroeder , 31.01.2016 23:44

Am Samstag erschien im Mannheimer Morgen ein Interview mit der AfD-Vorsitzenden Frau Petry. Am selben Tag beantwortete die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch auf ihrem Facebook-Account eine Frage buchstäblich einsilbig. Seitdem hagelt es Proteste, Forderungen nach einer Überwachung durch den Verfassungsschutz werden lauter.

In dem Interview - es kann hier nachgelesen werden - sagte Frau Petry u.a. folgendes:
----------
Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?

Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.

Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?

Petry: Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen.

-----------

Was Frau Petry sagte - und offenbar fast allen Medien entgangen ist - ist der Umstand, daß sie schlicht die geltende Gesetzeslage erwähnte. Denn es gibt ein "Gesetz über den unmittelbaren Zwang bei Ausübung öffentlicher Gewalt durch Vollzugsbeamte des Bundes" - abgekürzt "UZwG" - und ist im Web hier auffindbar.

Der dortige Paragraph 11 regelt den Schußwaffengebrauch:
(1) Die in § 9 Nr. 1, 2, 7 und 8 genannten Vollzugsbeamten können im Grenzdienst Schußwaffen auch gegen Personen gebrauchen, die sich der wiederholten Weisung, zu halten oder die Überprüfung ihrer Person oder der etwa mitgeführten Beförderungsmittel und Gegenstände zu dulden, durch die Flucht zu entziehen versuchen. Ist anzunehmen, daß die mündliche Weisung nicht verstanden wird, so kann sie durch einen Warnschuß ersetzt werden.
(2) Als Grenzdienst gilt auch die Durchführung von Bundes- und Landesaufgaben, die den in Absatz 1 bezeichneten Personen im Zusammenhang mit dem Grenzdienst übertragen sind.


Wie Medien daraus eine "Schießbefehl-Forderung" (Welt), einen "notfalls Schußwaffen-Einsatz gegen Flüchtlinge" (Spiegel) machen und generell den Eindruck verbreiten, daß es hier um etwas völlig Neues, ausschließlich gegen Flüchtlinge gerichtet, ginge, bleibt genauso unerfindlich wie Bemerkungen von Leuten, die sich an den DDR-Schießbefehl erinnert fühlen.

Auf einem anderen Blatt hingegen steht, was Beatrix von Storch von sich gab. In ihrem Facebook-Account - hier einsehbar - läßt sich folgender knapper Dialog nachlesen:

User (Samstag, 10:08): Das ist Schwachsinn. Wollt Ihr etwa Frauen mit Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verhindern?
Beatrix von Storch (Samstag, 10:09): Ja.


Das geht natürlich nicht. Nicht nur, weil es inhuman wäre. Sondern auch, weil in demselben Gesetzt ein Paragraph weiter unter Absatz 3 klipp und klar steht: "(3) Gegen Personen, die sich dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter befinden, dürfen Schußwaffen nicht gebraucht werden."

Was sie als Juristin eigentlich hätte wissen müssen.

Der gesamte Paragraph 12 macht auch deutlich, daß Schußwaffengebrauch sehr restriktiv zu handhaben ist:

(1) Schußwaffen dürfen nur gebraucht werden, wenn andere Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges erfolglos angewendet sind oder offensichtlich keinen Erfolg versprechen. Gegen Personen ist ihr Gebrauch nur zulässig, wenn der Zweck nicht durch Waffenwirkung gegen Sachen erreicht wird.
(2) Der Zweck des Schußwaffengebrauchs darf nur sein, angriffs- oder fluchtunfähig zu machen. Es ist verboten, zu schießen, wenn durch den Schußwaffengebrauch für die Vollzugsbeamten erkennbar Unbeteiligte mit hoher Wahrscheinlichkeit gefährdet werden, außer wenn es sich beim Einschreiten gegen eine Menschenmenge (§ 10 Abs. 2) nicht vermeiden läßt.
(3) Gegen Personen, die sich dem äußeren Eindruck nach im Kindesalter befinden, dürfen Schußwaffen nicht gebraucht werden.


Zu meinem Erstaunen gibt es einen Bericht, der das ähnlich differenziert sieht, nämlich beim Deutschlandfunk - hier nachlesbar.

Aber ich vermute mal, daß derartige Differenzierungen angesichts des Medienrummels völlig untergehen werden. Was im Falle Petry sich als die schon satttsam bekannte verzerrte AfD-Medienberichterstattung charakterisieren läßt, ist im Fall von Storch m.E. ein Skandal.

Gruß
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RE: Das Tribunal - schadet vor allem der SPD und nützt der AfD

#7 von kjschroeder , 01.02.2016 00:05

Zitat
Den Zusammenhang zwischen diesen Sendungen und dem weiteren Zulauf der AfD sehe ich nicht. Wie kommen Sie darauf?



Wegen des hinterlassenen Eindrucks beim Zuschauer, den Sie in zig Kommentaren immr mal wieder bei solchen Gelegenheiten nachlesen können - Motto: 1 AfD-Mitglied gegen den Rest der Quasselrunde. Unter Fairness-Aspekten sicher nicht die optimale Konstellation. Das infantile Politiker-Verhalten vor den TV-Wahlauftritten in Rh/Pf. und B.-W. trägt noch dazu bei. Dann kommt hinzu: Frau Petry scheint recht sympathisch rüberzukommen, während - so der Eindruck aufgrund der Kommentare - bei ihren Gegenspielern vor Haß der Geifer zu tropfen scheint.

Kurz: Bei der Konstellation schießen die "Etablierten" lauter Eigentore, weil beim Zuschauer der Eindruck hängenbleibt: 'Die AfD ist ja doch nicht das Monster, als das sie hingestellt wird.' (Jetzt allerdings hat die MdEP von Storch eine Steilvorlage geliefert. Ich nehme an, DIESE Gelegenheit werden sich die Etablierten nicht entgehen lassen.)

Aber generell bin ich der Meinung, daß die Stärke oder Schwäche der AfD bei Umfragen und Wahlen grundsätzlich vom Verhalten und der Politik der Etablierten abhängt. Denn als Antwort darauf ist die AfD ja letzlich entstanden; sie fiel ja nicht vom Himmel.

Gruß
Klaus


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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#8 von Hannelore Mohringer , 01.02.2016 11:30

Zitat von kjschroeder im Beitrag #4
Aus Sicht von Frau Petry müßte es eigentlich viele solcher "Tribunale" geben -> http://www.welt.de/politik/deutschland/a...-seit-2012.html
Und: -> http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Jetzt verstehe ich auch, warum vor allem Gabriel darauf drängt, daß der Verfassungsschutz die AfD beobachten möge.

Gruß
Klaus



Entglitten?

Die Polit-Schau galt eigentlich der Diskussion über Integration. Sie war unter dem Titel „Antanzen zur Integration“ angekündigt. Wer gedacht hatte, jetzt kommt vielleicht endlich ans Tageslicht, ob überhaupt und, wenn ja, was Integration bewirkt, sah sich getäuscht. Frau Illner, der Moderatorin der ZDF-Schau am vergangenen Donnerstag, war die Leitung der Sendung entglitten, oder sie hatte mit dem Titel den Zuschauern eine Falle gestellt. Auf diese Möglichkeit ließ bereits die Zusammensetzung der Runde schließen: Fünf aufgebrachte bis haßerfüllte AfD-Feinde - wozu, wie der Verlauf der Sendung zeigte, offensichtlich auch die Moderatorin gehörte - waren eingeladen und durften ihren Gefühlen gegen einen einzigen Vertreter der AfD freien Lauf lassen.

Thomas Strobl, CDU, Landesvorsitzender und Wahlkämpfer in Baden-Württemberg,
Claudia Roth, Grüne, Schauspielerin (mit Rolle im türkischen Film „Entelköy gegen Efeköy“ lt. Google) und Politikerin,
Lamya Kaddor, Islam-Lehrerin, „Deutschland wird in 20 Jahren anders aussehen“
Ulf Küch, Leiter der Kriminalpolizei in Braunschweig: „Die Flüchtlinge sind nicht krimineller als Deutsche“ („Die Welt“ 28.01.2016 lt. Google),
dazu ins Publikum bestellt und später in die Runde geholt
Thomas de Vachroi, Leiter der Flüchtlings-Notunterkunft im früheren Rathaus in Berlin-Wilmersdorf und Gedichte-Dichter, und – alle gegen diesen:
Dr. Jörg Meuthen, Professor für Volkswirtschaftslehre und Finanzwissenschaft an der Hochschule Kehl (seit 1997 – Personalien von Google) und Spitzenkandidat der AfD für die bevorstehende Wahl in Baden-Württemberg, dessen Partei als einzige auf steigende Zustimmungswerte verweisen kann.

Der Spruch von Lamya Kaddor war nur kurz bei der Vorstellung der Rundenteilnehmer zu hören: In 20 Jahren werde Deutschland anders aussehen. Im übrigen sprach sie, wie bei Einwanderern der nächsten Generation üblich, ständig von sich als Deutsche, und, von Deutschen und sich, mit „wir“. Die Frage nach ihrer Staatsbürgerschaft blieb, wie immer bei fremdstämmigen Politikern in Deutschland, aus: Ist sie Doppel-Bürgerin und steht also mit einem Bein in ihrem Herkunftsland? Die Antwort darauf hätte Klarheit über die Berechtigung ihres Anspruchs auf ihre Zugehörigkeit oder aber Zugehörigkeiten als Staatsbürgerin hier und womöglich im Herkunftsland geschaffen.

Frau Roth zeigte sich wortreich als fleischgewordene Empörung über vermeintliche persönliche Beleidigungen, M (Monsieur) de Vachroi schilderte einen unspektakulären Alltag in der Flüchtlingsunterkunft und Notwendigkeiten von Hilfsmitteln, und Prof. Meuthen erregte Aufregung, wenn er nur zu reden ansetzte, sobald er das Wort erhielt, was ihm eher selten erteilt wurde, und das dann im aufgebrachten Durcheinanderreden seiner versammelten Gegner fast immer gleich wieder unterging. Er blieb - zumeist lächelnd – sehr ruhig.

Soweit deutsches Staatsfernsehen! Das Bemerkenswerte bei dieser Sendung war jedoch die völlige Abweichung vom angekündigten Thema: Anstatt über Vorhaben, Gelingen und Mißlingen von Integrationsbestrebungen zu sprechen, fielen die Versammelten unisono mit Vorwürfen über irgendwelche Äußerungen von diesem oder von seinen Parteifreunden über Prof. Meuthens her und verhinderten zumeist eine Antwort von ihm. Das war bei dieser Zusammensetzung der Gäste in dieser Situation, nämlich in der heißen Phase des Wahlkampfes, zu erwarten und hätte sofort mit dem Verweis auf das Thema unterbunden werden müssen. Den aufgestauten Gefühlen der durch die Argumente und den damit verbundenen Erfolgen der AfD mit ihren steigenden Zustimmungsraten in die Enge getriebenen Vertretern der Staatsmacht, Staatsdiener und Eingewanderten freien Lauf zu lassen, ließ jede journalistische Professionalität vermissen. „Entglitten“ ist hier allenfalls demokratische Hygiene. Aber auch das trifft es nicht. Diese Sendung im deutschen Staatsfernsehen war Ausweis von Gesinnungsdiktatur.

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#9 von J_Holstermann , 02.02.2016 18:46

wie so häufig, wenn Sie Polit-Talks aus Ihrer subjektiven Wahrnehmung heraus beurteilen, kann ich Ihrer Einschätzung zu dieser Sendung nicht zustimmen, zumindest nicht bis zu 40min. Was danach geschah und ob es dem entspricht, was Sie schildern, vermag ich nicht zu beurteilen, aber bis zur 40min war das eine meiner Meinung nach sehenswerte Sendung, in der auch der AfD-Politiker sehr wohl zu Wort kam – und zwar ungestört durch Zwischenrufe, abgesehen von einem Diskussionsthema rund um den angeblichen Vergewaltigungsaufruf eines AfD-Mitglieds gegenüber Claudia Roth. An dieser Stelle ging alles ein wenig drunterundrüber, ansonsten nicht.

Für die AfD als Partei kann ich eigentlich nur hoffen, dass Herr Meuthen bald die Vorstandsspitze der Bundes-AfD übernimmt und dort parteiintern mal aufräumt. Ein deutlich sympathischerer Politiker als Petry, von Storch oder Gauland.
Nun ja, vielleicht täusche ich mich auch in ihm und er ist auch nur ein Wolf im Schafspelz.
Lamya Kaddor wurde in Deutschland geboren. Und ihre vollständige und richtig zitierte Aussage ist: "In 10, 20 Jahren wird Deutschland anders aussehen als heute, es gibt nämlich keine homogene Gesellschaft."

Es wurde auch sehr wohl über Integration, Vorhaben, Gelingen und Misslingen derselben gesprochen und im Gegensatz zu Ihnen habe ich bei allen Diskutanten Schnittmengen bei den notwendigen Maßnahmen für erfolgversprechende Integration gesehen.

Bei Ihnen hingegen sehe ich keine Integrationsbemühungen – Sie wissen schon, Integration ist keine Einbahnstraße. Wenn Sie Frau Kaddor, Deutsche und oh Schreck Moslemin, als Ausländerin/Nicht-Deutsche ansehen, eine Frau, die besser Deutsch spricht als so mancher Deutsche, kein Kopftuch oder Schleier trägt, vermutlich voll integriert ist in unsere Gesellschaft, dann wundert es mich nicht, dass Integration in Deutschland nicht gelingen kann. Sie müssen sich glaube ich langsam mal mit dem Gedanken anfreunden, dass Deutsch nicht heißt, dass die Vorfahren der letzten 500 Jahre auf dem Gebiet Deutschlands gelebt und einen deutsch klingenden Namen haben müssen.

Seis's drum, jeder Interessierte kann diese Sendung in der ZDF Mediathek unter folgendem Link anschauen:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/v...-vom-28.-Januar


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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#10 von kjschroeder , 02.02.2016 19:16

Nun, da ich seit rund acht Jahren weder DDR1 noch DDR2 gucke - ich weiß: ist nicht Ihr Wortschatz, auch meiner nicht, aber ich wollte Sie jetzt einfach mal etwas necken;-) - kann ich das nicht beurteilen. Der Grund, aus dem ich mich einklinke, ist ein anderer:

Zitat
"In 10, 20 Jahren wird Deutschland anders aussehen als heute, es gibt nämlich keine homogene Gesellschaft."



Das ist Unfug. Selbstverständlich gibt es die. Das ist einfach nur eine Frage, wie man den Begriff "Homogenität" definiert. Sprache zum Beispiel ist so eine Sache. Recht eine andere. Oder wird eine Gesellschaft mit zikg verschiedenen Sprachen oder mit unterschiedlichem Recht gewollt? Die gute Dame (in der Annahme, daß "Lamya" ein Frauenname ist) hat ganz offnsichtlich in ethnischen und rassischen Kategorien gedacht - und damit unfreiwillig auf das Rassismus-Problem der Linksgrünen hingewiesen, das diese gern anderen unterjubeln.

Zitat
Bei Ihnen hingegen sehe ich keine Integrationsbemühungen – Sie wissen schon, Integration ist keine Einbahnstraße.


Diese Sichtweise teile ich nun nicht ganz: Wer hierkommt, hat sich uns anzupassen, nicht umgekehrt. Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Bibellesen in Saudi-Arabien, wenn Sie glauben, daß das andersherum funktioniert.

Allerdings - und hier kommen wir wahrscheinlich wieder zusammen - sollten Physiognomie, Herkunft, Hautfarbe, Ethnie, etc. nun wirklich keine Rolle spielen: Entscheidend sind die Werte, nach denen jemand lebt.

Im übrigen halte ich das politische Deutschland im Moment für ein Tollhaus. Irre, was hier die letzten Tage und Wochen die Runde gemacht hat.

Gruß
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RE: Der "Schießbefehl" und die Medienreaktion

#11 von kjschroeder , 02.02.2016 20:52

Über den Schußwaffengebrauch von Beamten ist ja nun schon einiges geschrieben worden. Und ich will mit disem Beitrag nicht die Frage diskutieren, wie sich das auf G7-Gipfeln darstellt, weil ich fest davon ausgehe, daß die Beamten dort nur Wattebäuschen benutzen wie auch bei Mindestlohnkontrollen in Unternehmen....

Mir geht es um etwas anderes: Auch unter Flüchtlingen gibt es natürlich solche und solche - wie im realen Leben.

Da gibt es jemanden wie ihn - sympathisch, intelligent, gebildet, der es mit einer guten Portion Humor fertigbringt, auch eine interessante Aussage über die Mentalität der Einheimischen zu machen -> https://www.youtube.com/watch?v=ZozLHZFEblY
Darüber berichtet die Presse - wie hier die Welt - und das ist soweit ja auch in Ordnung.

Dann gibt es allerdings leider auch andere. Wie
- in Frankreich -> https://www.youtube.com/watch?v=Ab6MXX4jBGw
- oder in München (lt. User) in einer U-Bahn -> https://www.youtube.com/watch?v=ptOIT1nGBP4

Im ersten Fall hat Vice Reports berichtet, daher stammt ja auch das Video. Und UNSERE Presse, das nicht existierende Schweigekartell, hat darüber mit Sicherheit doch auch berichtet - oder?

Zurück zu diesen anderen: Wollen wir wirklich Beamten zumuten, mit solchen Leuten unbewaffnet umzugehen?

Gruß
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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#12 von J_Holstermann , 02.02.2016 21:07

Zitat
Das ist Unfug. Selbstverständlich gibt es die. Das ist einfach nur eine Frage, wie man den Begriff "Homogenität" definiert. Sprache zum Beispiel ist so eine Sache. Recht eine andere. Oder wird eine Gesellschaft mit zikg verschiedenen Sprachen oder mit unterschiedlichem Recht gewollt? Die gute Dame (in der Annahme, daß "Lamya" ein Frauenname ist) hat ganz offnsichtlich in ethnischen und rassischen Kategorien gedacht - und damit unfreiwillig auf das Rassismus-Problem der Linksgrünen hingewiesen, das diese gern anderen unterjubeln.



Halten wir erst einmal fest, dass das Zitat von Frau Mohringer unvollständig war und zusammen mit dem zweiten Teil, eine ganz andere Bedeutung haben könnte, als ohne ihn.

Also nehmen wir mal, Lamya Kaddor, Islam-Lehrerin, lt. Google in D geboren syrischer Herkunft hätte gesagt: „Deutschland wird in 20 Jahren anders aussehen."

Ehrlich gesagt habe ich NUR aufgrund dieser Aussage überhaupt angefangen, die Sendung zu sehen. Eine Moslemin sagt überspitzt ausgedrückt im deutschen Fernsehen, dass in 10,20 Jahren die Islamische Republik Deutschland ausgerufen wird?
Denn das ist es doch, was Frau Mohringer die ganze Zeit behauptet, sinngemäß: "wir werden von den Okkupanten überrollt". Nun, bzgl. Islam haben Sie glaube ich eine ganz ähnliche Meinung.

TATSÄCHLICH hat sie aber gesagt: "In 10, 20 Jahren wird Deutschland anders aussehen als heute, es gibt nämlich keine homogene Gesellschaft."
Sehen Sie da keinen Unterschied in der Aussage?

Zitat
Selbstverständlich gibt es die. Das ist einfach nur eine Frage, wie man den Begriff "Homogenität" definiert.



Eben, das ist die entscheidende Frage. Ich bin Deutscher und kein Moslem und ich würde sagen, unsere Gesellschaft ist nicht homogen. Sie ist bei weitem nicht so statitisch wie zu Spießbürgers Zeiten, sondern sehr dynamisch.
Weder in der Sprache, es gibt zahlreiche regionale Sprachdialekte und jedes Jahr von der Jugend neue von uns nicht nachvollziehbare Sprachschöffungen (oh ja Deutsch können wir irgendwie alle, der eine besser, der andere weniger), die auch gehegt und gepflegt werden, unterschiedlichste kulturelle Gebräuche. Wir haben Regionen, die total veraltern bzw. sich entvölkern. Es gibt Regionen mit hohem bzw. niedrigem Einkommen, es gibt Religiöse und ebenso immer mehr Atheisten, es gibt fleißige wie stinkfaule Menschen. Selbst unser Recht wird völlig unterschiedlich und rein subjektiv empfunden, auch wenn es objetiv für jeden gilt oder zumindest gelten sollte. Bei dem einen ist die Schwelle, etwas notfalls mit Gewalt – sozusagen als Notwehrmaßnahme – durchzusetzen niedriger als bei anderen. Steuerbetrug, Zinsmanipulationen, Investbanker-Abwanderung, wenn die Boni nicht stimmen (derzeit bei Deutscher Bank), also mit anderen Worten massive Probleme mit moralischen Werten. Die Liste lässt sich sicher noch um einiges ergänzen. Also insgesamt ist unsere Gesellschaft weit dynamischer als früher und daran wird sich vermutlich auch nichts ändern. Also ganz ehrlich, ich sehe da wenig Homogenität. Aber wie Sie schon sagten, ist eine Definitionsfrage.


Zitat
Diese Sichtweise teile ich nun nicht ganz: Wer hierkommt, hat sich uns anzupassen, nicht umgekehrt.



Da haben Sie mich falsch verstanden. Natürlich ist Integration eine notwendige Bringschuld des Einwanderers und nicht umgekehrt der Deutschen.
Was ich meinte, mit dem fehlenden Integrationsbemühungen u.a. von H.M. und der Einbahnstr. ist, wenn der Einwanderer diese Bringschuld erbracht hat wie z.b. sehr viele türkischstämmige Deutsche, wohl auch die oben erwähnte Lamya Kaddor, dann sollte man sie auch als Deutsche sehen und behandeln und sich nicht herablassend darüber brüskieren, dass sie sich Deutsche nennen. Sie sind nämlich Deutsche, und Deutsche 1., 2. oder 3. Klasse klassifiziert aus der Herkunft ihrer Vorfahren gibt es auch nicht.

Zitat
Im übrigen halte ich das politische Deutschland im Moment für ein Tollhaus. Irre, was hier die letzten Tage und Wochen die Runde gemacht hat.


Ja, so ist's. Und bis zum Superwahltag sind es noch ein paar Tage. Ich schon gespannt, wer die nächste Schote reißt.

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#13 von Hannelore Mohringer , 03.02.2016 00:14

Was ich meinte, mit dem fehlenden Integrationsbemühungen u.a. von H.M. und der Einbahnstr. ist, wenn der Einwanderer diese Bringschuld erbracht hat wie z.b. sehr viele türkischstämmige Deutsche, wohl auch die oben erwähnte Lamya Kaddor, dann sollte man sie auch als Deutsche sehen und behandeln und sich nicht herablassend darüber brüskieren, dass sie sich Deutsche nennen. Sie sind nämlich Deutsche, und Deutsche 1., 2. oder 3. Klasse klassifiziert aus der Herkunft ihrer Vorfahren gibt es auch nicht.[quote="J_Holstermann"|p10476]Da haben Sie mich falsch verstanden. Natürlich ist Integration eine notwendige Bringschuld des Einwanderers und nicht umgekehrt der Deutschen.

Sie gehen offensichtlich davon aus, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist. Warum? Weil herrschende Politik das verordnet hat? Ich gehe davon aus, daß dies eine der vielen Vergewaltigungen unserer Verfassung ist, weil niemals darüber abgestimmt worden wurde. Doppelte Staatsbürgerschaft ist im Gegenteil Übeldoktrin aus vielen Gründen. Darum wäre zuersteinmal festzustellen, ob die Islamlehrerin, von der hier die Rede ist, eine oder zwei Staatsbürgerschaften hat. Sollte sie die Staatsbürgerschaft ihres Herkunftlandes abgegeben haben, werde ich sie als Deutsche Staatsbürgerin akzeptieren. Natürlich! Solange ich das aber nicht weiß, ist sie das, was sie augenscheinlich ist: Eine Ausländerin mit Aufenthaltsrecht, die sich anmaßt, am Schicksal Deutschlands politisch mitzuwirken.

Aber auch als deutscher Staatsbürger (also ohne fremden Paß), steht es einem Neubürger schlecht an, politisch Weichen stellen zu wollen in dem Land, von dem er aufgenommen wurde, weil das den Verdacht nährt, daß dies der eigentliche Grund seiner Einwanderung ist. Wenn er dann noch prophezeit, das Land werde in 20 Jahren anders aussehen, ist die politische Absicht nicht zu übersehen, dieses Land verändern zu wollen. Da dieser Neubürger außerdem Muslim ist, muß im Hinblick auf die Geschichte dieser Religion als Geschichte von Eroberungen und auf die aktuellen Ereignisse in den Ländern, in denen der Islam herrscht, eine solche Prophezeiung als Drohung verstanden werden.

Integration ist im übrigen keine "Bringschuld"; Integration ist ein Prozeß, der sich aus dem Willen, sich im Sinne von Eingliederung zu ändern, vollzieht. Die Absicht,stattdessen das Land seiner Wahl in seinem Sinne zu verändern, ist Beweis für die Absicht, sich nicht integrieren zu wollen - mindestens!

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#14 von kjschroeder , 03.02.2016 03:39

Zitat
Denn das ist es doch, was Frau Mohringer die ganze Zeit behauptet, sinngemäß: "wir werden von den Okkupanten überrollt".



Sehen Sie, das ist das Problem. Sie hat es zwar nicht geschrieben, aber SIE GLAUIBEN, daß sie es so gemeint hat. Unabhängig davon, ob sie es wirklich so gemeint hat. Dieses Hineininterpretieren ist haargenau die Art Gedankenkäfig, die hier gegenwärtig so viel Probleme bereitet: Es werden Feindbilder aufgebaut, um die eigene Agenda nicht infrage stellen zu müssen.

Aber okay - machen wir doch mal das Gedankenspiel. Machen wir es rational. Und überlegen: Sind wir uns einig darüber, daß es Familienzuzug geben wird von denen, die jetzt hier sind und bleiben wollen (knapp 80% laut Umfrage)?

Dann hätten wir hier grob über den Daumen gepeilt 8 (acht) Mio Moslems. Meinetwegen auch sieben oder zehn - ist egal. Der springende Punkt kommt jetzt: Es wird - und das mit einiger Sicherheit - die Forderung kommen, hier islamisches Recht zu ermöglichen. Also die Scharia.

Und es wird genügend Moslems geben, die Ihnen sagen werden: Hey! Wir zahlen hier Steuern! Wir sind Deutsche!

Sie wollen jetzt diesen Menschen mit bitte genau welcher Begründung die Scharia verweigern? Wie? Denn wissen Sie was? Diese Menschen hätten aus deren Sicht völlig Recht! Und waren Sie es nicht, der mal schrieb, Mehrheiten dürften Minderheiten nicht unterdrücken? Na?

Das sind die Fragen, die kommen werden. Und sie werden mit Sicherheit kommen. Islamkritische Vorträge oder überhaupt irgendwas, was sich mit dem Islam nicht vertragen könnte, können Sie dann - wenn nichts weiter passiert - vergessen. Aufklärung? Westliche Zivilisation? Perdu. Der Gedankenkäfig funktioniert ja jetzt schon fast perfekt.

Und damit wir uns nicht mißverstehen: Damit meine ich auch nicht DIE Moslems, denn die gibt es nicht. Kleine Minderheiten, die auf Agitprop gedrillt sind, reichen da völlig aus, wenn die große Mehrheit schweigt. DA liegt ein Problem. Und ich gehe davon aus, daß die Radikalinskis tatkräftig dabei von den Rot-Grün-Schwarzen unterstützt werdn. Wenn die das nicht sogar initiieren.

Das würde dann bedeuten: Wir bekommen einen kulturellen Flickenteppich als Land. Es wird nichts mehr geben, was dieses Land zusammenhält. Was sollte es denn sein? Recht? Können Sie vergessen - das sind Kopfgeburten. Was ein Land zusammenhält, ist KULTUR.

Denn es gibt da ein paar unbequemen Wahrheiten, die da lauten:

1. Es geht hier nicht um "Ausländerfeindlichkeit" oder "Rassismus", wie interessierte schwarz-rot-grüne Kreise behaupten, das ist alles dummes Zeug. Tatsächlich geht es um kulturelle Identität.

2. Ein englischer Kriminalschriftsteller, Michael Dibdin, hat in seiner elfteiligen (?) Aurelio Zen-Serie (recht spannender Lesestoff übrigens) ein schönes Zitat gebracht (ich glaube, es war im Band "Dead Lagoon"), das sinngemäß so geht: "Es gibt keine wahren Freunde, wenn man keine wahren Feinde hat. Solange Du nicht haßt, was Du nicht bist, kannst Du nicht lieben, was Du bist. Das sind die alten Wahrheiten, die wir nach einem Jahrhundert wieder entdecken. Und die sie leugnen, leugnen ihre Familie, ihr kulturelles Erbe, ihre Kultur, ihr Geburtsrecht, letzlich sich selbst." Es geht also um Selbstfindung auch durch Abgrenzung von dem, was man nicht sein will. Und jetzt gucken Sie sich mal die Diuskussion an: Was sie NICHT sein wollen, sagen uns die Lieben in Berlin nahezu tagtäglich. Aber was wollen sie im Positiven sein? Woraus beziehen sie ihre Identität als Deutsche? "Nie wieder Deutschland" wird da nicht reichen, schätze ich mal.

Um genau solche Fragen wird es nach meiner Überzeugung gehen. Und alles, was da jetzt in Berlin aufgeführt wird, lenkt m.E. nur ab und ist Zeitverschwendung.

Im übrigen waren Gesellschaften bis in die 60er Jahre homogen. Diese ganze Multikulti-Geschichte kam in den USA hoch, als Clinton sie unterstützte. Das war in den 90ern, nachdem es in den 60ern entsprechende Anfänge gab. Der springende Punkt dabei ist, daß Multikulti-Befürworter die westlichen Werte ablehnen. Was sie mit den Islamisten gemeinsam haben. Sie brauchen sich nur die ganzen Denk- und Wortverbote anzugucken mitsamt dem antisemitischen, anti-amerikanischen und anti-fortschrittlichen Gelabere - und wehe, jemand wagt dagegen zu löcken: Dann ist sofort die "Rassismus"-Keule fällig, ein Begriff, der in der alten Bundesrepublik nahezu unbekannt war, in der DDR hingegen sogar in der Verfassung stand. Leuten derart den Mund verbieten zu wollen, hat mit Toleranz nicht allzuviel zu tun, nicht wahr?

Was nun Lamya Kaddor angeht: Vielleicht ist Frau Mohringer hier auch einfach nur besser informiert. Denn Google führt auch zu einem Bricht der anderen Art:

Angenommen, ein Lehrer für Gemeinschaftskunde bekennt, dass fünf seiner Schüler die Schule abgebrochen und Zuflucht bei einer Gang gefunden haben, die mit Drogen, Mädchen und Waffen handelt, glauben Sie, irgendjemand käme auf die Idee, ausgerechnet diesen Lehrer zu befragen, wie man das Abgleiten Jugendlicher ins asoziale Verhalten verhindern könnte. Eher nicht, oder?

Genau das aber ist bei Lamya Kaddor der Fall. Die islamische Religionspädagogin und Islamwissenschaftlerin aus Münster hat sich als Fachfrau für problematische Jugendliche dadurch qualifiziert, dass fünf ihrer Schüler “nach Syrien gegangen sind, um dort zu kämpfen”. Darin kommt natürlich nicht das pädagogische Versagen von Frau Kaddor zum Ausdruck, sondern der Gesellschaft, die den Jugendlichen “das Gefühl” gibt, “hier nicht hinzugehören, nichts wert zu sein”.

-> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d..._die_gaertnerin

Diese Seite hat auch eine Suchmaschine. Googlen sie, wenn Sie möchten, einfach mal ihren Namen - Sie werden fündig: -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/s...ddeec90375e5b7/

Zurück zum Thema Homogenität:

Zitat
Weder in der Sprache, es gibt zahlreiche regionale Sprachdialekte


Ich bitte Sie. Natürlich gibt es Dialekte. Eben deswegen heißen sie auch so - weil sie nämlich einer GEMEINSAMEN SPRACHE zugehörig sind - Vielfalt in Einheit! ;-) In London wird z.T. Cokney gesprochen, bei den Geordies kriege ich erste Verständigungsprobleme, und die geknautschten Laute im Liverpool-Scouse raffe ich nicht mehr. Wollen Sie in Abrede stellen, daß in Liverpool, London und Newcastle englisch gesprochen wird?

Dasselbe im Bereich Recht: Hier geht es nicht um Befindlichkeiten und Interpretationen, sondern darum, daß wir alle ein gemeinsames Grundgesetz haben. Ein gemeinsames Strafrecht. Punkt. Die Frage ist: Wie lange noch?

Israel übrigens hat die Scharia. Gewußt? Ist sowas wie eine Scharia light. Wird akzeptiert - die dortigen Moslems wissen schon, warum sie lieber in der Freiheit des Judenstaates leben als bei ihren Glaubensbrüdern drumherum.

Da liegt denn auch die Chance und ein positives Szenario: von Israel lernen. ;-) Nette Geschichtspointe, finden Sie nicht?

Das setzt allerdings voraus, daß die Befolgung von Gesetzen auch rigoros und strikt staatlich durchgezogen wird. Natürlich bewaffnet. Unsere Politiker halten Sie dafür wie geeignet? ;-)

Gruß
Klaus


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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#15 von J_Holstermann , 03.02.2016 08:30

Zitat
Sehen Sie, das ist das Problem. Sie hat es zwar nicht geschrieben, aber SIE GLAUIBEN, daß sie es so gemeint hat.



Wenn ich Zeit und Muße habe, werde ich Ihnen die Beiträge, in der H.M. das sinngemäß schrieb, heraussuchen.

Zitat
Zurück zum Thema Homogenität:



Zurück zum Thema Zitieren:
H.M. hat Frau Kaddor falsch zitiert, indem sie einen Teil des Zitats weggelassen hat. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass es unabsichtlich geschehen ist.
Darum geht es aber gar nicht: Das vollständige Zitat KANN (muss aber nicht zwangsläufig) einen völlig anderen Sinn ergeben, als das Teilzitat. Zumindest sehe ich das so.

Zurück zum Thema Homogenität:
Halten wir fest: Sie schreiben: Zitat: ... Im übrigen waren Gesellschaften bis in die 60er Jahre homogen. Diese ganze Multikulti-Geschichte kam in den USA hoch, als Clinton sie unterstützte. Das war in den 90ern, nachdem es in den 60ern entsprechende Anfänge gab. ... Zitatende
D.h. unsere Gesellschaften sind seit den 60er Jahren (Anfänge) bzw. 90er nicht mehr homogen ?

Und wie Sie in einem vorherigen Beitrag schrieben: Es kommt darauf an, wie man Homogenität definiert.

Wenn Sie als kleinsten gemeinsamen Nenner die Sprache definieren, ja, wir alle sprechen mehr oder weniger gut Deutsch. Andererseits, wenn ich mich mit Marketingexperten unterhalte und das Kauderwelsch aus Deutsch durchmischt mit vielen Anglizismen anhöre, könnte man selbst das anzweifeln. Eine deutsche Kultur? Nun ja, es gibt sicher viele gesamtdeutsche kulturelle Schnittmengen. Aber insgesamt würde ich eher sagen, Kultur in Deutschland ist in Wahrheit deutsches "Multi-Kulti".
Für mich ist im Zusammenhang mit dem Wort Homogenität vielmehr der Zusammenhalt einer Gesellschaft wichtig, das für einander einstehen und das miteinander leben, sozusagen genau das Gegenteil von Egoismus.
Und da steht's m.E. ziemlich schlecht um unsere Gesellschaft.
Und wichtig ist ebenfalls die Dynamik einer Gesellschaft. Wer mir vor 25 Jahren gesagt hätte, dass soziale Kontakte per Smartphone/Internet "abgewickelt" werden, dass man hunderte Freunde in sozialen Netzwerken hat, die man evtl. noch nie gesehen hat, dem hätte ich einen Vogel gezeigt. Dass man den Wert eines Beitrags im Internet an der Anzahl der "clicks" oder der "likes"/"dislikes" ausmacht! Dass in China ein Sack Reis umfällt und man auf seinem Smartphone diese weltbewegende Nachricht vorliegen hat, bevor er tatsächlich umgefallen ist! Dass Asien zur "Fabrik des Westens" wird, in dem so ziemlich alles produziert wird, was hier konsumiert wird, dass dadurch ganze Bevölkerungsteile von Sozialleistungen abhängig sind. Und so weiter! Das sind alles Dinge, die dynamisch in eine Gesellschaft hineinwirken. Und ich – mit meinem beschränkten Denkvermögen – vermag beim besten Willen nicht vorhersehen, wie unsere (westlichen) Gesellschaft(en) in 20 Jahren aussehen werden.

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#16 von Hannelore Mohringer , 03.02.2016 18:53

Zitat von J_Holstermann im Beitrag #15
Und ich – mit meinem beschränkten Denkvermögen – vermag beim besten Willen nicht vorhersehen, wie unsere (westlichen) Gesellschaft(en) in 20 Jahren aussehen werden.


Das wissen wir alle nicht, weil es davon abhängt, wie lange diese Regierung noch ihr Unwesen treiben kann. Aber, noch haben wir eine Chance, dafür zu sorgen, daß Straßenbild und Kultur von Deutschen geprägt sein werden.

Bei dieser Gelegenheit danke ich Klaus von Herzen dafür, daß er sich die Zeit genommen hat, zusammenzufassend zu schreiben, was einmal in dieser Deutlichkeit und guten Form über unser Heute und das wünschenswerte Morgen, zu sagen und zu verbreiten dringend notwendig ist.

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#17 von Hannelore Mohringer , 03.02.2016 20:38

Zu #14 von Klaus:

Nein, ich bin nicht besser informiert, ich hatte noch nicht einmal nach Frau Kaddor gegoogelt. Ich hatte sie nur mehrfach in Talkshows gesehen und gehört und mich über ihr dreistes Auftreten geärgert. Eben habe ich gegoogelt und dabei die folgende Charakteristik in einem Aufsatz unter "Literaturkritik" gefunden, die auch den Eindruck treffend beschreibt, den die Frau auf mich macht:

Zitat:
"Dient es aber wirklich einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Islam, wenn die Autorin sämtliche unterdrückerischen Passagen und Gewaltaussagen des Koran und der Sunna entweder unterschlägt oder als durch die Zeit bedingt relativiert? Zweifellos betreibt sie eine Exkulpierung ihrer Religion, indem sie die offenkundigen Missstände im religiös geprägten Migrantenmilieu lediglich als Folge von Bildungsferne, Traditionalismus und Ausgrenzung abtut und einschlägige Kriminalstatistiken als islamophobe Propaganda bezeichnet. Den empirischen Gegenbeweis bleibt sie allerdings schuldig." Zitatende

Dienten nicht die Medien in Auswahl und Duktus ihrer meinungsbildenden Talkshows im Ganzen regierungspolitischen Interessen, könnte Frau Kaddor als abschreckendes Beispiel für die praktizierte Einwanderungspolitik dienen.

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#18 von J_Holstermann , 04.02.2016 07:05

Zitat
Aber, noch haben wir eine Chance, dafür zu sorgen, daß Straßenbild und Kultur von Deutschen geprägt sein werden.



Ich gebe Ihnen ja insofern recht, dass es wünschenswert ist, dass das Straßenbild und die Kultur von Deutschen geprägt sein sollte. Das Dumme an der Geschichte ist nur, dass sich die Deutschen nur anscheinend freiwillig gar nicht daran halten wollen.
Wie Sie schon selbst feststellten, ist die Geburtenrate der "Bio-Deutschen" hundsmiserabel, allenfalls in den "bildungsfernen" Schichten noch selbsterhaltend, um es mal biologisch auszudrücken. Die bildungsnahen Gesellschaftsschichten dagegen liegen im Schnitt unterhalb der Geburtenrate, die ein Erhalt der "bio-deutschen Gesellschaftsstrukturen" gewährleisten. Sie mögen ja die Ehepaare und Singles kritisieren, die in ihrem Leben die Entscheidung treffen "Erst die Karriere, dann die Familie", aber es ist nun mal deren Entscheidung. Viele der studierten Frauen (und ich kenne einige davon) wollen nach ihrem Studium erst Karriere machen und der Wunsch eines Kindes rückt dabei zeitlich so weit nach hinten, dass allenfalls eine Ein-Kind-Familie am Ende übrig bleibt, wenn überhaupt – denn manchmal ist nicht einmal das im fortgeschrittenen Alter trotz medizinischer Hilfe möglich. Es gibt ja – zumindest meine ich mich zu erinnern – eine AfD-Politikerin, "die den Wunsch äußert", dass jede deutsche Frau 3 Kinder zur Welt bringen sollte (korrigieren Sie mich, wenn das nicht stimmt). Kinder per Gesetz – sozusagen das Positiv-Gegenbeispiel zu dem chinesischen Kinderverbot-per-Gesetz. Never ever!
Jetzt könnte die Politik insofern Anreize setzen, dass für jedes geborene "bio-deutsche" Kind eine Prämie gezahlt wird, gestaffelt nach 1., 2. und 3. Kind. Das dumme ist nur, dass dies vor dem Verfassungsgericht nicht stand halten würde, denn die Prämie müsste auch anderen gewährt werden. Die Politik könnte ebenso Verbote verhängen: Frauen dürfen nicht studieren, Frauen dürfen nicht arbeiten, Frauen müssen zu Hause bleiben "....", aber wer will das schon, zumal auch das verfassungswidrig wäre. Sie können den studierten Frauen die Möglichkeit bieten, ihre Kinder in Tages-Kindergärten unterzubringen, teilweise bieten Unternehmen eigene Kinderbetreuungen für ihre Mitarbeiterinnen an. Das alles hat aber nicht dazu geführt, dass deutlich mehr deutsche Frauen Kinder bekommen möchten. Früher war es für Mann und Frau eine Selbstverständlichkeit, eine Ehe zu schließen und dann eine Familie mit 2 oder mehr Kindern zu gründen. Heute lebt man in wilder Ehe zusammen, heiratet möglicherweise auch, um schon die steuerlichen Vorteile einer Ehe zu genießen, bleibt aber möglicherweise sehr lang kinderlos, ja weil es einfach nicht in den eigenen Lebensentwurf passt. Das ist "Kopfsache" und jegliche aktive Gesellschaftspolitik, deren Wirkung meines Erachtens ohnehin völlig überschätzt wird, kann nicht wirklich etwas daran ändern.


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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#19 von J_Holstermann , 04.02.2016 10:51

Und jetzt kommen wir zu dem Punkt Einwanderung ja oder nein:

Subtrahieren Sie alle Nicht-Bio-Deutschen aus unserer Gesellschaft heraus, dann haben Sie völlig veralterte Gesellschaftsstrukturen, in der der "Generationenvertrag" und die -gerechtigkeit, sprich unsere Sozialsysteme zusammenbrechen werden.
Denn Renten- und Krankenkassenbeiträge für die Arbeitnehmer und -geber würden massiv ansteigen müssen, um die immer mehr werdenden und immer länger lebenden Rentner bezahlen zu können. Und irgendwann wäre der Punkt erreicht, an dem sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer diesen Generationenvertrag aufkündigen, weil die Belastungen einfach viel zu hoch sind. Ihr Einwurf, dass die deutsche Bevölkerung nicht demokratisch, von mir aus auch per Volksentscheid, gefragt wurde, ob sie Einwanderung will, mag richtig sein. Tatsächlich gibt es aber keine Alternative dazu, nicht wenn die junge deutsche Gesellschaft den Wendepunkt in ihrer Lebensplanung nicht einläutet und Familie und Kinder ganz klar in den Vordergrund rückt – vor Beruf, Karriere, Freizeit, Spaß haben, 5x im Jahr Urlaub machen etc pp. Nur sehe ich die Trendwende nicht und offensichtlich sieht die Politik diese auch nicht. Sie dürfen eins nicht vergessen, die geburtenstarken Jahrgänge, zu denen ich ja auch zähle – sind derzeit in Arbeit, wenn die ins Rentenalter kommen, dann geht es erst richtig los mit dem Verteilungskampf jung gegen alt, wenn nicht genügend Arbeitskräfte nachrücken.
Das bedeutet: wir brauchen Einwanderung und wir brauchen ein Einwanderungsgesetz, dass möglichst diejenigen nach Deutschland reinholt, die unserer Gesellschaft nützlich sind. Und diese Einwanderung sollte wenn möglich auch nicht in Wellen, sondern schleichend erfolgen, nur so viele, wie unsere Gesellschaft zum Erhalt benötigt. Das bedeutet aber auch, das sich unsere Gesellschaft in jedem Fall ändern wird, wenn Arbeitswillige aus fremden Kulturen unsere Rente bezahlen sollen.

So und jetzt nehmen wir mal an, die Mehrheit der Deutschen würde per Volksentscheid tatsächlich sagen: Keine Einwanderung!
Wie soll Politik darauf reagieren: Junge Frauen per Gesetz dazu zwingen, 3 Kinder zu bekommen oder das Renteneintrittsalter auf 85Jahre hochsetzen oder Rentner per Gesetz verbieten?


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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#20 von Hannelore Mohringer , 05.02.2016 20:17

Zitat von J_Holstermann im Beitrag #18
[quote]Aber, noch haben wir eine Chance, dafür zu sorgen, daß Straßenbild und Kultur von Deutschen geprägt sein werden.


Nun 'mal der Reihe nah:
- "Kultur, an die sich die Deutschen nicht halten", so oder ähnlich von Ihnen formuliert: Nicht die Deutschen, Herr Holstermann, halten sich nicht an Kultur! Die "Kulturschaffenden" halten sich nicht daran. Die "Kulturschaffenden" sind die vom Staat Gesponserten und propagandistisch Geförderten bei gleichzeitiger Diffamierung derer, die sich "an Kultur halten", nämlich an das, was unter Kultur zu verstehen ist, unter anderem auch "kultiviertes" Verhalten.

-"Geburtenrate - erst Karriere, dann Familie"; das sei die Entscheidung der Leute selbst, schreiben Sie. Das ist im Grunde richtig und unterscheidet Menschen mit Verantwortungsfähigkeit von den Verantwortungslosen. Aber dazu gehört in einem gesunden Staat mit auskömmlichen Löhnen, daß ein Mensch imstande sein muß, mit seinem Lohn oder Gehalt eine Familie ernähren zu können. Es ist der Staat, der mit seiner Schwemme von Arbeitsuchenden aus dem Ausland dafür gesorgt hat, daß in Deutschland Dumpinglöhne gezahlt werden, von denen nicht einmal der Erwerbstätige allein leben kann, so daß ein Mindest-Lohn-Gesetz geschaffen werden und staatliche Zuzahlung geleistet werden muß, zu schweigen von den unsicheren Arbeitsverhältnissen, die auch auf diese Politik zurückzuführen sind.

- Afd, die angeblich die Drei-Kinder-Famailie verordnen will: Das ist offensichtlich ein Gerücht oder die böswillige Verwechslung von Empfehlung und Verdikt.

- Prämien für Biodeutche-Kinder. Auf die Idee von Prämienzahlungen für Kinder kommen in der Tat nur Sozialisten, und die mit Sicherheit nicht für Biodeutsche-Kinder, oder verzweifelte normale Politiker auf Grund von Sozialisten geschaffener Notstände! In einer funktionierenden Volkswirtschaft kann EIN erwerbstätiger Elternteil die Familie ernähren - idealerweise der Vater, da in diesem frühen Entwicklungsstadium die Bindung an die Mutter naturgegeben ist - und zwar ohne Kindergeld. Das wir Kindergeld zahlen müssen, ist ein Beweis, daß unser vorgegebenes Wirtschaftssystem der Umverteilung verfehlt ist.

- Firmen-Kitas sind ein Notbehelf. Gut sind Firmen-Kindergärten, also Betreuungseinrichtungen für Kinder ab dem Alter von drei Jahren.

- "Wilde Ehe". Daß die zur Normalität geworden ist, hängt mit allen genannten und noch anderen, von der herrschenden Staatsideologie geschaffenen Problemen, zusammen. Zu den "anderen" Problemen gehört das als Anspruch propagierte Mißverständnis von der Freiheit, Unabhängigkeit und den Rechten der Frau. Als drastisches Beispiel sei hier ein Gast gestern Abend bei Markus Lanz genannt, eine junge Frau, die ein Buch ("Die Mutter-Glück-Lüge", wenn ich den Titel richtig in Erinnerung habe) geschrieben hat, in dem sie bedauert, ihr Kind geboren zu haben, ein gesundes Kind, das sie "über alles liebe", wie sie wörtlich sagte. Die Begründung, die sie in der Talkshow dafür lieferte, ist die übliche der Frauenrechtlerinnen, wie die damit geschaffene Abhängigkeit von ihrem Mann und die Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit. Abgesehen davon, daß ich ihr bloße Aufmerksamkeitsabsicht unterstelle, ist die Begründung typisch für Frauen, die auf Kinder bewußt verzichten. Es ist der herrschenden Ideologie gelungen, den Naturtrieb, den ich für ununterdrückbar gehalten habe, nämlich ein Kind haben und für es sorgen zu wollen unter Hintanstellen der eigenen Bedürfnisse, es zu beschützen, sowohl vor körperlichen als seelischen Schäden, bei dieser Frau soweit abzudressieren, daß sie ihrem Kind selbst einen seelischen Schaden zufügt. Sie ist nicht einmal eine Ausnahme: In den siebziger Jahren habe ich bei einem Fernsehinterview eine junge Frau und Mutter sagen hören, daß sie ihre eigenen Bedürfnisse denen ihrer Kinder voranstelle, und das in Anwesenheit ihrer Kinder.

Solche Fälle zeigen beispielhaft, daß diese herrschende Ideologie, die linker Weltanschauung entsprungen ist, die wirklich menschenverachtende ist. Das einzige Paradies, dessen Verwirklichung möglich ist, ist eine behütete und darum glückliche Kindheit. Die ist die beste Voraussetzung für ein gesundes Selbstwertgefühl des erwachsenen Menschen. Aber, solche Menschen brauchen keine sozialistische Partei. Das ist des Rätsels Lösung für so gut wie alle Fehlentwicklungen in unserer, vom Sozialismus beherrschten Gesellschaft.

Hannelore Mohringer

PS Ich werde mich bemühen, morgen Zeit für eine Antwort auf Ihren nächsten Beitrag zu finden.

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#21 von J_Holstermann , 06.02.2016 09:41

Zitat
Nun 'mal der Reihe nah:
- "Kultur, an die sich die Deutschen nicht halten", so oder ähnlich von Ihnen formuliert: Nicht die Deutschen, Herr Holstermann, halten sich nicht an Kultur! Die "Kulturschaffenden" halten sich nicht daran. Die "Kulturschaffenden" sind die vom Staat Gesponserten und propagandistisch Geförderten bei gleichzeitiger Diffamierung derer, die sich "an Kultur halten", nämlich an das, was unter Kultur zu verstehen ist, unter anderem auch "kultiviertes" Verhalten.



Vermutlich habe ich mich hier missverständlich ausgedrückt. Mein Einwand bezog sich auf Ihre Aussage Zitat: "... Aber, noch haben wir eine Chance, dafür zu sorgen, daß Straßenbild und Kultur von Deutschen geprägt sein werden. ..." Zitatende.
Da es um die nächsten Generationen an deutschen Kindern ziemlich schlecht steht, wird es schwer fallen, dass Straßenbild und die Kultur der Deutschen aufrecht zu erhalten. Ja es sei denn, wir sagen: Keine Einwanderung!
Dann tauchen aber in den nächsten Jahren ganz andere Probleme auf.

Zitat
Es ist der Staat, der mit seiner Schwemme von Arbeitsuchenden aus dem Ausland dafür gesorgt hat, daß in Deutschland Dumpinglöhne gezahlt werden, von denen nicht einmal der Erwerbstätige allein leben kann, so daß ein Mindest-Lohn-Gesetz geschaffen werden und staatliche Zuzahlung geleistet werden muß, zu schweigen von den unsicheren Arbeitsverhältnissen, die auch auf diese Politik zurückzuführen sind.



Ich bin mir nicht so sicher, ob der Staat, der Sozialismus/Kommunismus die Verantwortlichen für diese Zustände sind. Wenn ich mir unser auf Wachstum ausgelegtes Wirtschaftssystem anschaue, sprich den Kapitalismus mit seiner Globalisierungsstrategie, dann ist es doch eher dieser, der nationale Grenzen und Nationalitäten bis fast zur Unkenntlichkeit aufgeweicht hat. Das soll jetzt keine Wertung gut oder schlecht sein. Es ist einfach die Feststellung, dass unsere Industrie/Wirtschaft einen erheblichen Teil der Produktionsprozesse und Wertschöpfungsketten, mit denen Teile unserer Gesellschaft früher ihr Einkommen erzielt haben, in Billiglohnländer verlagert hat. Es gibt ja so gut wie kein Produkt mehr, dass nicht irgendein asiatisches Land als Herkunftsland hat. Und wenn "Made in Germany" draufsteht, dann heißt das in den meisten Fällen, dass die in Asien hergestellten Komponenten in Deutschland zusammengeschraubt werden.
Da gibt es in den USA so einen "Politik-Clown" (leider kann ich ihn nicht anders beschreiben, auch wenn er vielleicht, aber hoffentlich nicht, der nächste Präsident der USA wird), der die Forderung an das "wertvollste" US-Unternehmen stellt, sein wichtigstes Produkt "iphone" in den USA herzustellen. Nun ja, diese Forderung ist populistisch betrachtet, ganz toll. Man könnte Wetten abschließen, wie lange das US-Unternehmen am Markt bestehen würde, wenn es zwangsverpflichtet in den USA produzieren müsste.

Was ich eigentlich damit sagen will: Politik, denen Sie anscheinend noch maßgeblich Entscheidungs- und Gestaltungskompetenz, sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich zusprechen, ist längst Zuschauer in einem Theaterstück namens "Kapitalismus/Globalisierung" geworden. Politik darf am Ende des Theaterstücks allenfalls noch applaudieren oder "Buhh" rufen, das Theaterstück selbst wird sie dadurch nicht ändern. Das ist meine persönliche Meinung. Ich bin auch kein Globalisierungsgegner, weil ich glücklicherweise in der Wertschöpfungskette, die hier national noch vorhanden ist, ein gutes Einkommen erziele. Aber ich bin auch überzeugt, dass das letztendlich ein ganz gefährliches Theaterstück ist, was da gespielt wird. Die Zündschnur der Bombe ist längst angezündet, wie lang sie ist und wann die Bombe explodiert, weiß ich nicht., aber sie wird explodieren. Und wenn Sie mich fragen wo: Alle Anzeichen sprechen für Asien als Ausgangsort.


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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#22 von Hannelore Mohringer , 06.02.2016 09:50

[quote="J_Holstermann"|p10487]Und jetzt kommen wir zu dem Punkt Einwanderung ja oder nein:

Ihre These: Alternativlosigkeit zu Einwanderung aus demografischen Gründen!
Antwort: Milchmädchenrechnung. Mit der Masse derer, die wir aufnehmen, steigt die Masse der zu Versorgenden, zu schweigen von den sozialen und sicherheitspolitischen Folgen.

Ihre These: Schuld an Kinderarmut der Deutschen ist die Spaßgesellschaft!
Antwort: Die "Spaßgesellschaft" ist ein Phänomen der von dem linken Parteienblock "auf Augenhöhe" getrimmten Unterschicht, bei der Kinderarmut gar nicht zu Buche schlägt. Die Kinder, die geboren werden, sind in der Überzahl deren Kinder. Die "Alleinerziehenden" sind die politische Waffe der herrrschenden Linken. Unser Problem ist die Kinderarmut der Mittelschicht, und die ist Folge unsicherer Einkommens- und Arbeitsverhältnisse, was wiederum auf das künstlich erzeugte Überangebot an Arbeitskräften aus dem Ausland zurückzuführen ist.

Ihre These: Einwanderung zur Sicherung der Rente:
Antwort: Siehe oben und: Durch den Griff in die Rentenkasse für rentenvertragswidrige Zwecke - deren Aufzählung würde eine neue Diskussion eröffnen -, wurde die Rente als Vertragsleistung praktisch abgeschafft, zur Sozialleistung herabgewürdigt und die Rentner zu Konkurrenten der Sozialhilfeempfänger und damit auch der Masse der Einwanderer verdammt. Ein eindeutiger, skandalöser und willkürlicher Vertragsbruch! Das krasse Gegenteil Ihrer These ist in proxi eingetreten.

Ihre These: Änderung der Gesellschaft durch Einwanderung.
Da haben Sie recht auf der ganzen Linie. Und das ist der eigentliche Grund für den Widerstand gegen die Parteiendiktatur aller im Parlament vertretenden Parteien, die sich nur durchsetzen konnte, weil es ihnen gelang, jede Alternative durch ihre Kumpanei miteinander und den Medien zu unterdrücken.

Das wird sich hoffentlich bei den kommenden Wahlen ändern, damit unsere Gesellschaft sich wieder zu einer Gesellschaft der Deutschen in Deutschland mit einer Regierung von Deutschen ohne Doppelpaß zurückbilden kann.

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#23 von J_Holstermann , 06.02.2016 10:57

Zitat
Antwort: Milchmädchenrechnung. Mit der Masse derer, die wir aufnehmen, steigt die Masse der zu Versorgenden, zu schweigen von den sozialen und sicherheitspolitischen Folgen.


Ich gebe Ihnen recht: Der Niedergang des deutschen Volkes, der Bio-Deutschen, ist nicht aufzuhalten, auch nicht mit Migration, wie ich gestern unter folgenden Links erfahren musste.

https://www.destatis.de/DE/Publikationen...publicationFile
-> dieser Link führt zu einem PDF-Download

http://www.zukunftsentwicklungen.de/gesellschaft.html#lgs

Das ist mehr als bedauerlich, wäre aber in der Menschheitsgeschichte nicht der erste Untergang einer Hochkultur. Für den Deutschen selbst durchaus eine Tragödie, für den Homo sapiens nichts außergewöhnliches.

Zitat
Antwort: Siehe oben und: Durch den Griff in die Rentenkasse für rentenvertragswidrige Zwecke


Das ist richtig: Nur waren es nicht die Linken, Sozialisten, Kommunisten, die damit begannen, in die Rentenkasse zu greifen, wenn ich mich noch richtig erinnere, oder?
Letztendlich spielt es aber jetzt auch keine Rolle mehr, wer dafür verantwortlich zu machen ist, dass immer weniger Zahler immer mehr Leistungsempfänger tragen müssen. Die Tatsache allein, dass es so ist, ist entscheidend. Und dass Politik darauf irgendwie reagieren muss, um die Folgen für Arbeitende wie für Rentner abzumildern.

Zitat
Ihre These: Änderung der Gesellschaft durch Einwanderung.
Da haben Sie recht auf der ganzen Linie. Und das ist der eigentliche Grund für den Widerstand gegen die Parteiendiktatur aller im Parlament vertretenden Parteien, die sich nur durchsetzen konnte, weil es ihnen gelang, jede Alternative durch ihre Kumpanei miteinander und den Medien zu unterdrücken.



Und die Alternative zu gezielter Einwanderung lautet wie?

Zitat
Das wird sich hoffentlich bei den kommenden Wahlen ändern, damit unsere Gesellschaft sich wieder zu einer Gesellschaft der Deutschen in Deutschland mit einer Regierung von Deutschen ohne Doppelpaß zurückbilden kann.


So betrüblich das auch sein mag, auch eine "andere" Regierung wird nichts anderes machen (können), als die jetzige. Sie könnte Deutschland in den Isolationismus führen, Grenzen dicht machen, versuchen Wirtschaft nationaler zu machen sprich Produktion nach Deutschland zurückzuholen, aktive Gesellschaftspolitik für Bevölkerungswachstum betreiben, die Probleme werden bleiben und sich in Zukunft verschärfen.


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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#24 von J_Holstermann , 06.02.2016 11:20

Zitat
Das wird sich hoffentlich bei den kommenden Wahlen ändern, damit unsere Gesellschaft sich wieder zu einer Gesellschaft der Deutschen in Deutschland mit einer Regierung von Deutschen ohne Doppelpaß zurückbilden kann.



Wie begründen Sie Ihre Hoffnung? An den Wahlprognosen kann es nicht liegen, oder? Mit 15% oder von mir aus 25% für die AfD wird das, was Sie oben beschreiben nicht eintreten.

Ich kann Ihnen aber sagen, wie das zumindest theoretisch zu bewerkstelligen wäre:

#1 Durch Änderung unserer Wahlrechts, bei dem ein Klassen-Wahlrecht wiedereingeführt wird. Sprich die Leistungsträger unsere Gesellschaft erhalten aufgrund eines abestuften Stimmrechts die absolute Mehrheit gegenüber den Leistungsempfängern. Das wäre m.E. aber verfassungswidrig.

Was mich zu #2 bringt: Durch eine Diktatur!
Aber auch das wäre verfassungswidrig, wie man sich denken kann.

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RE: Auch ein Tribunal: "Entglitten"?

#25 von kjschroeder , 14.02.2016 18:52

Zitat
Sie könnte Deutschland in den Isolationismus führen,



Deutschland IST längst in der EU isoliert. Noch nicht bemerkt?

Zitat
Für den Deutschen selbst durchaus eine Tragödie,



Sehe ich nicht so. Wir gehören zu den 10 dichtbesiedelsten Ländern. Und mehr Freiraum kann nix schaden. Dieser ganze Muiltikulti-Kram ist letzlich Lobbypolitik für Arbeitgeber.

Zitat
Und die Alternative zu gezielter Einwanderung lautet wie?



Wenn wir sie denn hätten, wäre manches besser. Aber wir haben sie ja nicht. Wir haben eine UNKONTROLLIERTE Einwanderung.

Zitat
Letztendlich spielt es aber jetzt auch keine Rolle mehr, wer dafür verantwortlich zu machen ist, dass immer weniger Zahler immer mehr Leistungsempfänger tragen müssen. Die Tatsache allein, dass es so ist, ist entscheidend. Und dass Politik darauf irgendwie reagieren muss, um die Folgen für Arbeitende wie für Rentner abzumildern.



Da gäbe es noch andere Wege als Einwanderung. Würde die Politik wirklich "führen" wollen statt nur dumme Sprüche zu klopfen, dann wüßte sie, daß die Ursache dafür das jetzige Rentensystem ist, das folglich geändert werden müßte:

Jetzt zahlt jeder irgendwas ein, was ein anderer sofort kriegt. Schon das war früher anders: Da wurde so viel eingezahlt, wie man im Rentenalter haben wollte.

Richtig wäre m.E. das Rentensystem so umzustellen, daß es den Leuten selber überlassen bleibt, wo sie was einzahlen. Das heißt: Wegfall des staatlichen Rentensystems. Das ist schon deswegen besser, weil 1. Politiker, die wir noch gar nicht kennen, dann keine Macht mehr darüber haben, wie wir im Alter leben. Und 2., weil gegenwärtig etwa 16% der Beiträge für die bloße Verwaltung draufgeht. Ziemlich ineffizient. Aber das ist Staat ja immer. Daher wäre eine Regelung anzustreben, daß der Staat lediglich darauf achtet, DASS eingezahlt wird, nicht aber WO. Setzt natürlich Führungskraft voraus und bedeutet Arbeit, schon klar.
Und jetzt stellen Sie sich vor, jemand hat so eingezahlt, und hat mit 60 oder 65 soviel Geld zusammen, daß er sich neben dem Tagesunterhalt auch noch ein Häuschen leisten kann ....
Und für die Zwischenphase der Umstellung werden Renten aus dem Steuersäckel bezahlt. Geschah ja bei den "Ossi-Renten" auch am Anfang, wo ist das Problem?
Wir haben im Rentenbereich schon längst sozialistische Verhältnisse. Als politischer Linksversteher sollten Sie daher nicht klagen .... ;-)

Gruß
Klaus


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"Von wegen normal"
Der Fall Lisa F., 13, Marzahn.

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