Wahlkampfaustragung in der ARD-Talkshow "Anne Will"

#1 von Hannelore Mohringer , 25.01.2016 10:53

Man kann die Vorstellung gestern spätabends kurz so beschreiben:

Die Sprechzeiten für die Herren Laschet (CDU) und Bedford-Strohm von der Evangelischen Kirche (EKD), waren unverhältnismäßig lang. Beide redeten, wenn ihnen das Wort erteilt wurde, hastig, geradezu atemlos, scheinbar unaufhörlich und fielen auch denen ins Wort, deren Beitrag sie unbedingt ergänzen wollten, sowie Frau von Storch, um ihr zu widersprechen, wenn sie auch nur angesetzt hatte, das ihr erteilte Wort zu ergreifen - womit deren Redezeit in der Regel auch vorzeitig beendet worden war. Die Sprechzeit für Herrn Friedrich (CSU) war, gemessen an der Gesamtzeit der Sendung, verhältnismäßig, und die für Frau von Storch benachteiligend kurz – also, wie zu erwarten war. Auch inhaltlich waren die Beiträge der beiden Vielsprecher nur die Wiederholung der bekannten Argumente von christlicher Nächstenliebe, von der Zustimmung zur Willkommenskultur der ehrenamtlichen Helfer, waren die Relativierung der Übergriffe hier und die Hinweise auf rechte Gewalttäter dort, etc., der Appell an die anderen EU-Länder, sich edlich zu beteiligen an der Aufnahme von Flüchtlingen, und Aussicht, daß diese das auch tun, und die Unmöglichkeit, besonders an der griechischen Küste, die Menschenmassen zurückzuweisen. Also nichts Neues.

Anders Beatrix von Storch! Ihre ruhige, unaufgeregte Haltung angesichts der mit Ausnahme von Herrn Friedrich (CSU) spürbaren feindseligen Haltung der Diskutanten und des Großteils des geladenen Publikums, war beeindruckend. Sehr ermutigend für die Mehrzahl der Deutschen, die diese Sendung verfolgten, und auf die sie sich berief, war, wie ich finde, auch ihre eindeutige Aussage in der Kürze der ihr zugestandenen Sprechzeit. Sie verwies auf die Pflicht jeden Landes, seine Grenzen zu schützen, auf die Masse der in unser Land hineinströmenden Menschen und die politischen, materiellen und letztlich die Bevölkerungsstruktur verändernden Folgen für unser Land, und verlangte, daß die Aufnahme der berechtigten Flüchtlinge zeitlich bis zur Wiederherstellung zumutbarer Zustände in deren Heimatländern begrenzt sein muß und betonte im Umkehrschluß, das Integration darum unangebracht sei. Abschließend prophezeite sie, daß Angela Merkel als Konsequenz ihrer Politik noch in diesem Jahr abgelöst werde. Das jedenfalls, war wirklich neu, jedenfalls an diesem Sendeplatz.

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RE: Wahlkampfaustragung in der ARD-Talkshow "Anne Will"

#2 von J_Holstermann , 25.01.2016 17:58

Ich teile Ihre kommentierte und interpretierte Zusammenfassung dieser Sendung nicht. Insgesamt eine durchaus informative Sendung, in der Frau von Storch weder niedergeredet wurde, noch unterdurchschnittlich Redezeit erhielt.
Einzig die Frage, wie sie ihre Forderungen real umsetzen will, blieben irgendwie nicht zufriedenstellend beantwortet oder waren für mich in mancherlei Hinsicht nicht nachvollziehbar, GB ist auch nicht vor Frankreich Deutschlands wichtigster Handelspartner, naja und so ein paar weitere Ungereimtheiten bzgl. Integration oder doch nicht Integration von Kriegsflüchtlingen. Naja, integriert sollen die nicht werden, schließlich gehen sie ja zurück in ihr Land, sobald Frieden herrscht. Ja doch Kinder sollen schon zur Schule gehen, vielleicht auch Lehrstellen mit Flüchtlingen besetzt werden, wo es geht. >Sarkasmus Anfang<Oder doch nicht? Wir können die auch nicht integrieren, indem wir sie die 3 oder 4 Jahre nichtstuend vor und in den Asylunterkünften rumlungern lassen. Ich bin sicher, dass da auch gar kein Frust aufkommt, schließlich bekommen die ja Trinkgeld vom Staat. Was will man mehr, so als Unterenwickelter Geld für Nichts. Ist doch toll >Sarkasmus Ende<
Ja und sie sprach indirekt vom Dublin Abkommen, mit anderen Worten asylberechtigte Kriegsflüchtlinge haben gefälligst im ersten sicheren Land Asyl zu stellen, sprich in Griechenland und Italien, müssen/dürfen also an der deutschen Grenze tutto completo zurückgeschickt werden. Supi! 2 Länder, steinreich und mit weit stabilerer Gesellschaft als in Deutschland, die es auf jeden Fall schaffen können. Wenn nicht die, wer dann?

Das wiederum ist aber meine subjektive, ein wenig sarkastische Beschreibung dieser Sendung. Wer 1 Std. Zeit erübrigen kann/will, kann über folgenden Link die Sendung nochmals anschauen.
https://daserste.ndr.de/annewill/videos/...newill4470.html

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RE: Wahlkampfaustragung in der ARD-Talkshow "Anne Will"

#3 von Hannelore Mohringer , 27.01.2016 10:06

Und wer nicht ganz soviel Zeit hat, hier der Ausschnitt des Beitrags von Frau von Storch, den sie - nicht unterbrochen - zu Ende bringenn konnte (ich erhielt ihn als Video per E-Mail. Da ich nicht mitglied der AfD bin, dürfte der Text für die Öffentlichkeit bestimmt sein) mit einem kurzen Nachwort von mir:

"Fakten statt Schwafeleien
Sehr geehrte Frau Mohringer,

am Sonntag war ich bei Anne Will zu Gast. Dort hatte ich es mit der Großen Koalition zu tun, die durch CDU-Mann Laschet, SPD-Mitglied Heinrich Bedford-Strohm und den ehemaligen Innenminister Friedrich (CSU) vertreten war. Die gezogene Lehre: Die Große Koalition ist phänomenal schizophren, da sie schon intern alle Meinungen von Opposition bis Kanzlertreue abbilden kann.

Mir waren in dieser Runde die folgenden Punkte wichtig:

Erstens: Frau Merkel hat den Magneten mit ihrer Einladung angeschaltet und nur sie kann ihn auch wieder abschalten. Entweder, indem sie die Willkommenskultur öffentlich aufgibt. Oder durch ihren – hoffentlich baldigen – Rücktritt.

Zweitens: Wenn wir das Recht anwenden würden, dann würden wir niemanden, der über Land nach Deutschland kommt, aufnehmen müssen. Die Obergrenze für Flüchtlinge auf dem Landweg ist nach aktueller Gesetzes- und Verfassungslage bereits heute Null. Die Grenzen müssen geschlossen werden. Sehen Sie dazu meinen Beitrag aus der Sendung als Video hier.

Drittens: Flüchtlinge müssen nicht integriert werden, weil sie nach Beseitigung der Krisen in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Sie müssen z.B. ihr Frauenbild nicht unserem anpassen, sondern sich allein an unsere Gesetze halten. Dazu gehört neben dem Strafgesetzbuch aber natürlich auch die Schulpflicht für Kinder. Wer Integration fordert, der will in Wahrheit Einwanderung von Wirtschaftsmigranten über das Asylgesetz.

Diese Fakten lassen sich nicht wegschwafeln. Vor allem nicht durch der Realität entschwundene Merkel-Beklatscher. Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit, aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht (Abraham Lincoln).

Den Kampf für Wahrheit und Klarheit, für eine faktenbasierte Asyl- und Migrationspolitik, werde ich auch in Zukunft führen. Auf Ihre Unterstützung dabei zähle ich!

Mit den besten Grüßen Ihre

Beatrix von Storch" Zitatende

Nachwort:
Schizophrenie, eine Begriffserklärung:

"Zwar mag sich ein akut Erkrankter für einen Außenstehenden scheinbar unsinnig verhalten, die schwer verstehbaren Handlungen entspringen jedoch keinem Verlust der Intelligenz, sondern sind das Produkt von Fehlwahrnehmungen und Fehlinterpretationen der Umwelt." (Zitat aus Google)

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