Gruppe gegen Argumente - Gestern spätabends bei Frank Plasberg

#1 von Hannelore Mohringer , 19.01.2016 20:37

Gruppe gegen Argumente – Medien als Herrschaftsinstrument
Gestern spät abends bei Frank Plasberg und danach

Alexander Gauland, führendes Mitglied der AfD, saß allein der Gruppe, bestehend aus Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Grünen, einem linken Barden und Anja Reschke, der Leiterin des ARD-Panorama-Magazins gegenüber, daneben Claus Strunz, Chefredakteur der „BILD am Sonntag“. Letzterer bemühte sich immerhin um Objektivität in der (politischen) Sache, beteuerte aber immer wieder, nichts mit der AfD zu tun haben zu wollen und bedachte zur Bekräftigung dessen diese Partei mit negativen Adjektiven. Im Mittelpunkt der Vorwürfe an die Presse als Propagandainstrument der herrschenden Politik, dem Thema der Sendung, stand Frau Reschke, die ein über das andere Mal in Worten und Gesten versicherte, überhaupt nicht zu wissen, wie es zu Vorwürfen von Parteinahme überhaupt kommen konnte. Ihr Name war Hase; sie wußte von nichts.

„Lügenpresse“ war das Thema; „Medien als Herrschaftsinstrument“ kam dabei heraus! Und die Sendung geriet, wenn auch nicht ausgesprochen, zur Auseinandersetzung zwischen Sozialismus und Bürgertum vor dem Hintergrund des sich zuspitzenden Machtkampfes im Angesicht bevorstehender, möglicherweise schicksalhafter Wahlen. Aber die Zusammensetzung der Runde in der Talkshow „Hart aber fair“ war, stellvertretend für die Medien, allen voran die Staatsmedien, selbst der lebendige Beweis für deren ideologische Voreingenommenheit, und das Wort „Lügenpresse“, als Zuspitzung der Tatsache dessen, daß zwar nicht gelogen, aber gezielt verschwiegen wird, nur die Zusammenfassung der Volksweisheit, daß die halbe Wahrheit schlimmer ist als eine ganze Lüge. So wurde die Sendung ein weiteres Mal ihrem anspruchsvollen Titel nicht gerecht, sondern machte vielmehr deutlich, daß grundsätzlich, hier wie darüber hinaus im ganzen Land, der Kampf der herrschenden Linken gegen das wieder aufkommende Bürgertum stattfindet, gleichnishaft in der Zusammensetzung der Runde, greifbar in den Wortmeldungen: Gruppe gegen Individuum, Marxismus gegen Bürgertum. Da bedarf es keiner Weisung an die Medien „von oben“. Die Akteure, „oben“ wie in den Medien, leben im Geiste der Entwicklung seit 1969, als die rot-gelbe Regierung gebildet worden war und die Gewalt der siebziger Jahre ausbrach, die eine ganze Generation mit ihrer Ideologie prägte, an der so manche Biographie gebrochen ist: die Alt-68er. Die kennen keine andere Haltung.

Was in der Sendung zu hören und zu besichtigen war, ist die typisch linke Praxis von Mobbing. Mobbing wurde einmal mehr als Waffe derer deutlich, die nur in der Gruppe und aus der Gruppe heraus agieren können. Insofern besteht eine Affinität zwischen dem, was auf dem Bahnhofsplatz in Köln wie auf dem Tahrir-Platz in Kairo geschehen ist, bis hin zu Kinder- und Jugendlichenmobbing in Schule und Internet, in den Medien und also bis in diese Talkshow. Mobbing ist Ausdruck fehlender Argumente in der Auseinandersetzung, ist Ausdruck vom Machtstreben derer, die allein keine Chance haben. Mobbing hat mit Mob zu tun und ist das Gegenteil der Schillerschen Erkenntnis: Der Starke ist am mächtigsten allein.

Unnötig die Feststellung, daß in der Sendung nicht ein einziges Mal gefragt wurde, ob „Rechts“ ein anderes Wort für Nationalsozialismus sein soll oder was sonst; was Populismus eigentlich ist; ob und wenn ja, welcher Zusammenhang der grünen Multi-Kulti-Politik mit der daraus entstandenen aktuellen „Flüchtlings“-Situation besteht! Unnötig schon darum, weil gleich im Anschluß an die Sendung ein Film über Nazi-Greuel ausgestrahlt wurde! SO wird die Waffe der Medien als Herrschaftsinstrument eingesetzt. Da braucht es keine Lüge, um die Berechtigung des Vorwurfs der „Lügenpresse“ nachzuweisen; ihre Halbwahrheiten genügen.

Hannelore Mohringer

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