Brüderle als Brutus?

#1 von kjschroeder , 18.01.2013 21:48

Wie sieht die Forumsgemeinde die Forderung Brüderles nach einem Vorziehen des Parteitages? Ist das ein "Königsmord", wie die "Welt" meint?

Gruß
Klaus

-> Zum Blogeintrag.

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RE: Brüderle als Brutus?

#2 von horstR , 18.01.2013 22:54

Ich habe das Interview gesehen, das kam lange nicht so rüber wie es die Treibjagdjournaille verbreitet.

Brüderle: Am Sonntag sind erst mal Wahlen und Neuwahlen finden auf dem nächsten regulären Parteitag statt.

Und dann fing das Mädel an zu bohren u wieder u wieder, dann Brüderle er könne sich auch einen vorgezogenen Parteitag vorstellen, so what?


Saludos

HR

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RE: Brüderle als Brutus?

#3 von kjschroeder , 18.01.2013 22:56

Zitat
dann Brüderle er könne sich auch einen vorgezogenen Parteitag vorstellen, so what?


Eben. Und schau Dir dazu das Medienspektakel an - es ist unglaublich... Googel einfach mal Brüderle und Rösler. Oder einen von beiden - reicht auch. Das ist nur noch irre.

GTruß
Klaus

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RE: Brüderle als Brutus?

#4 von horstR , 18.01.2013 22:59

Eindeutiger Medienpopanz, mehr kann ich nicht dazu sagen...

Ist halt übel, dieser Plagiatsjournalismus


Saludos

HR

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"Et tu, Brute?"

#5 von Willik , 19.01.2013 00:10

"Kwalidäds-Dschornalist"


(: Für mich das Wort des Jahrzehnts!
Die haben praktisch alle den Beruf verfehlt, denn "Journalist", von frz. "le jour" (der Tag) sollte doch wohl ursprünglich die Berichterstattung über --> le jour , also ÜBER DEN TAG bedeuten.
Das ist wahr, die sollten halt selbst für ein Amt oder einen Sitz kandidieren, da würde es für so manchen ganz schnell... taghell... oder auch zu hell für lichtscheues G.sindel.
Apropos... die Aktuelle Kamera geifert und macht Wahlkampf wie üblich, die wissen genau, daß mit einer FDP mit 4.9% ihr Traum von einer links-links-grünen neobolschewistischen Republik endlich in greifbare Nähe rückt.

Nein,ich unterstelle ihm keine böse Absicht, dem netten Weinkenner, vielleicht hat er sogar recht!
Ach, ich weiß bei dieser Partei langsam auch nicht mehr weiter... )o:)

Müßte mich sehr täuschen, aber das letzte Mal, daß ich das Wort "Königsmörder" gehört (und noch öfter gelesen) habe, das war 1982 ff, als die FDP unter Genschman die Seiten gewechselt hat.
Damals völlig zu recht. Und heute ist ein Wechsel (in der Parteiführung) vielleicht auch die letzte Chance.


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RE: "Et tu, Brute?"

#6 von kjschroeder , 19.01.2013 18:26

Zitat
"Kwalidäds-Dschornalist"
(: Für mich das Wort des Jahrzehnts!



Sie können es ja der Gesellschaft für deutsche Sprche vorschlagen, die das "Wort des Jahres" herausgibt. ;-)

Nicht zu verwechseln mit der dubiosen Truppe, die als selbsternannte Tugendwächterin ein "Unwort des Jahres" glaubt veröffentlichen zu sollen. Daß dieser Müll immer noch veröffentlicht wird, wundert mich wirklich.

Zitat
Nein,ich unterstelle ihm keine böse Absicht, dem netten Weinkenner, vielleicht hat er sogar recht!
Ach, ich weiß bei dieser Partei langsam auch nicht mehr weiter... )o:)


Das hab ich gelernt: Brüderle hält sich immer alle Optionen offen. Achten Sie mal drauf! ;-)


Zitat
Damals völlig zu recht. Und heute ist ein Wechsel (in der Parteiführung) vielleicht auch die letzte Chance.


Bin ich im Zweifel. Klar, die Umfragen HIER im Forum weiter unten haben keinen repräsentativen deutschlandweiten Aussagewert. Diese eine Umfrage aber, wo es darum geht, ob bei der FDP personelle Korrekturen genügen oder ob es nicht auch um Inhalte geht - diese scheint mir doch sehr mit der allgemeinen Wahrnehmung zu korrespondieren. Soll sagen: Mit einem Personentausch allein ist es da nicht getan.

Meiner Meinung nach. ;-)

Gruß
Klaus

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RE: "Et tu, Brute?"

#7 von Willik , 20.01.2013 03:03

"Klar, die Umfragen HIER im Forum weiter unten haben keinen repräsentativen deutschlandweiten Aussagewert."


Ach was? (o:) Also das wundert mich jetzt aber, ich meinte immer, wir wären hier der Nabel der Welt... (o:)
Und dafür geb ich mir so eine Mühe....!? )o:)

Natürlich haben nicht alle in der FDP ein Problem, einige dort SIND das Problem.
Man hat sich in den letzten Jahren selbst das Leben schwer gemacht. Möllemann war nur der Anfang.
Ich hab es im fdp- Forum mehrfach gesagt:
Man müßte wieder zur "Partei der Besserverdienenden" werden, aber OHNE SO ZU HEISSEN!
Das wäre die einzige Chance!
Am linken Rand gibt es schon genügend Volks(ver)treter! DA braucht man die FDP nicht!!
Wer sie nicht braucht... wählt sie nicht!!

Gruß Willik


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RE: "Et tu, Brute?"

#8 von Jochen Singer , 20.01.2013 07:42

Zitat
Man müßte wieder zur "Partei der Besserverdienenden" werden, aber OHNE SO ZU HEISSEN!


Die Etikettierung wird die FDP wohl nicht los. Macht nix, daher Stärke demonstrieren. Linke mit ihrer nur instrumentellen, auf Umverteilung gerichteten "Vernunft" nehmen alles, was Widerstand gegen ihre Vorstellungen leistet, als Feinde wahr.

Es gibt Sozialdemokraten die ihre Variante sozialdemokratischer Ideologie als wahren Liberalismus nicht nur ausgeben sondern auf ihrem falschem Bewußtsein bestehen weil sie typischerweise ihre Verblendung nicht erkennen können. Um die sollte man sich kümmern.

How, how, how - Sprüche zum Sonntagmorgen.



La Grange- ZZ-Top. With Harley-Davidson on Route 66

 
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RE: "Et tu, Brute?"

#9 von JoG , 20.01.2013 14:55

h

Zitat von Willik im Beitrag #7


Man müßte wieder zur "Partei der Besserverdienenden" werden, aber OHNE SO ZU HEISSEN!

Gruß Willik


Es ist unter den jetzigen Bedingungen - internationale Konkurrenz der um Kapital ohne übergeordnete und robuste Steuerkontrollarchitektur oder Durchsetzung usw- es mehr oder weniger gleich, ob man eine liberale oder eine Partei für Reiche (was nicht das gleiche ist wie "Besserverdienende") ist. Unter diesen Umständen bekommt das Land das Geld, das die Rahmenbedingungen für den Gewinn internationaler und ggf inländischer Kapitaleigner optimiert. Wer das nicht tut, wer Reiche der Sonderbehandlung unter zieht, für sie keine Rechtssicherheit gewährleistet, sie bedroht? Der bekommt weniger Kapital für die Arbeitsplätze und somit generiert er mittelfristig weniger Steuern. In einem "Was wäre wenn" Vergleich leidet ein Land, das so wahrgenommen wird. Dieser Gefahr ist Deutschland zunehmend ausgesetzt und ist daher auch zunehmend gefährdet.

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Auch aus Niedersachsen nichts gelernt?

#10 von Willik , 24.01.2013 00:35

"Die Etikettierung wird die FDP wohl nicht los. Macht nix, daher Stärke demonstrieren."


Warum sollte man eigentlich krampfhaft versuchen, dieses "Etikett" loszuwerden?
Man kann es an sich (und besonders in sich) haben (sollte das sogar!), ohne es wie eine geschäftsschädigende Monstranz vor sich herzutragen!

Mal ganz realistisch! Was hätte die FDP denn ohne die "Blutspende" der CDU in Nds. bekommen?
4 % ?
4.8% ?
4.9% ?
Große Optimisten hielten vielleicht ca. 5-7% für möglich.
Die Meisten hier hatten doch etwa in dieser Richtung getippt.
Also eher weniger als letztes Mal, oder nicht?
Dumm gelaufen ist nur, daß es am Ende für Beide nicht gereicht hat.

Nur 2 Beispiele:

Wieviele geschiedene Männer gibt es ZUM BEISPIEL in Nds., die erst in den letzten Jahren von der Politik (nicht nur) der Justizministerin massiv benachteiligt wurden, nach Ehen, die vor 10, 20, 25 oder mehr Jahren unter völlig anderen rechtlichen Voraussetzungen geschlossen wurden?

Wieviele landwirtschaftliche Betriebe waren ZUM BEISPIEL in Nds. in den letzten Jahren zum Aufgeben gezwungen, nachdem es der politischen Klasse in ihrem göttlichen Ratsschluß gefallen hat, die bürokratischen Hemmnisse derart in die Höhe zu schrauben, daß inzwischen die meisten Vollerwerbslandwirte mehr Zeit vor dem Rechner sitzend verbringen müssen, um weithehend sinnentleerte Formulare aus dem WWW zu laden und auszufüllen, als auf ihrem Traktor zu sitzen oder sich um ihre Tiere zu kümmern?

NEEIIN, das war NICHT nur die pöse EU, da haben die Umverteilungs- Künstler in Berlin kräftig mitgemischt, z.B. jedes Mal, wenn in den letzten Jahren die DEUTSCHEN Landwirte wieder mal als "Manövriermasse" für Ausgleiche und Umverteilungsaktionen in der EU herhalten mußten, z.B. für das Überleben eines irischen Agrarstaates.
Kaum jemals hatte das Wort vom "Bauernopfer" eine so konkrete (und grausame) Bedeutung!



"Linke mit ihrer nur instrumentellen, auf Umverteilung gerichteten "Vernunft" nehmen alles, was Widerstand gegen ihre Vorstellungen leistet, als Feinde wahr."


Das ist schlimm und menschenverachtend genug, warum also sollten die sog. "bürgerlichen Parteien" auch noch anfangen, die vormals eigenen Stammwähler wie Feinde zu behandeln?
Sind die in Berlin inzwischen alle so verblödet, oder merke(l)n die wirklich nicht, wie sie sich selbst das Wasser abgraben? ):


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