Pegida-Demio Köln: Journalisten als 'agent provocateur'?

#1 von kjschroeder , 11.01.2016 11:03

Köln. Es sind widerliche Bilder, die am Samstag aus Köln um die Welt gehen: Bilder von alkoholisierten und extrem gewaltbereiten Hooligans, die am Nachmittag gegen 15 Uhr unter Polizeischutz vom Breslauer Platz durch die Innenstadt ziehen dürfen. Sie werfen mit Böllern, Flaschen und Steinen, brüllen übelste Parolen und provozieren die gepanzerte Hundertschaft so lange, bis die Einsatzleitung endlich ein Einsehen hat, und die Demonstration mit rund 1700 Teilnehmern nach einer halben Stunde für beendet erklärt, als ein Hooligan versucht, die Polizeisperre zu durchbrechen.
So steht es am 10. Januar, also gestern, im Kölner Stadtanzeiger.

Möglicherweise bedarf diese und andere Nachrichten eine Ergänzung. Denn im Web sind Videos aufgetaucht, die zumindest Fragen aufwerfen, wer da - vielleicht nicht nur, aber auch - provoziert hat oder haben könnte.

Man schaue sich einfach dieses YouTube-Video an - es spricht für sich.

Auf einem zweiten Video sieht man denselben Vorfall in einer Zeitlupe, wie jemand von rechts an den Polizeiwagen geht, dort einen Böller hinwirft und dann wieder nach rechts verschwindet. HINTER der Polizeilinie.

Und dann habe ich noch einen Facebook-Eintrag gefunden, verfaßt von möglicherweise genau dem Mann, der in dem ersten Video die Polizei aufforderte, einen Böllerwerfer festzunehmen. Der Facebook-Beitrag steht hier.

Und wer sich einen Überblick über die Stimmung dort verschaffen will, schaue sich dieses YouTube-Video an. (Klammerbemerkung: Wobei ich es äußerst irritierend finde, daß ein russisches Propaganda-Outlet die Arbeit erledigt, die zu erledigen eigentlich Aufgabe von ARD und ZDF wäre).

Ich kann diesen Sachverhalt nicht beurteilen, ich war nicht dabei. Aber meine Erfahrung auch mit Demonstrationen sagt mir, daß hier Aufklärungsbedarf besteht.

Gruß
Klaus


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RE: Pegida-Demio Köln: Journalisten als 'agent provocateur'?

#2 von J_Holstermann , 11.01.2016 15:39

https://www.youtube.com/watch?v=nK1AVRH38qo

die gleiche Demo aus einem anderen Blickwinkel.

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RE: Pegida-Demio Köln: Journalisten als 'agent provocateur'?

#3 von kjschroeder , 11.01.2016 18:08

Vielen Dank - in Bezug auf Ablaufübersicht das beste, was ich bislang gsehen habe.

Ich habe noch einen Bericht aus der FAZ dazu gefunden, der auch ausführlicher ist -> http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...rue#pageIndex_2

Und dann noch ein "Tagesschau"-Bericht: Krawalle bei Pegida-Demo -> https://www.tagesschau.de/inland/koeln-pegida-103.html

Michael Mannheimer am Mikro? Ach Du liebe Zeit! Wenn solche Rechtsaußen-Geistesheroen reden, diskreditieren sie quasi vollautomatisch. Kein Wunder, daß die Pegida-Bewegung im Westen nicht vorankommt. Ach richtig, er ist ja "Journalist".

Was mich wieder zu den Videos bringt. "Extrem gewaltbereit", "Krawalle" - korrespondieren diese Begriffe mit den Videos?
VielIeicht irre ich ja, also ich verbinde damit eher sowas: -> https://www.youtube.com/watch?v=0LcQpbe3N84
oder hier -> https://www.youtube.com/watch?v=rKWPVpbJNo4

Was meinen Sie?

Gruß
Klaus


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RE: Pegida-Demio Köln: Journalisten als 'agent provocateur'?

#4 von J_Holstermann , 11.01.2016 18:28

Zitat

"Extrem gewaltbereit", "Krawalle" - korrespondieren diese Begriffe mit den Videos?
Was meinen Sie?



Ich war mein Leben lang noch auf keiner Demo. Aber extrem Gewaltbereite konnte ich in den Videos nicht erkennen, weder bei Demonstranten, noch bei Polizei.

Und bzgl. Agent provocateur: Nun ja, es ist zu erkennen, dass ein Mann innerhalb der Journalistengruppe hinter den Polizeilinien einen Böller gezündet hat, ob es sich dabei um einen Journalisten handelt, konnte ich nicht ausmachen.

Apropos agent provocateur, el-taharrush und die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht: Schon mal darüber nachgedacht, ob dies evtl. ebenfalls von agent provocateurs der Salafisten-/Islamistenszene durchgeführt wurde, um Asylbewerber zu diskreditieren? Merkwürdig finde ich diese "Spickzettel" in arabisch-deutsch und Deutsch mit Umlauten.
Vor kurzem eingetroffene Asylbewerber, die latinische Schrift und gar deutsche Umlaute kennen und dann auch aussprechen können? Nun ja, möglich ist es, aber schon merkwürdig.

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RE: Pegida-Demio Köln: Journalisten als 'agent provocateur'?

#5 von kjschroeder , 12.01.2016 17:00

Zitat
Ich war mein Leben lang noch auf keiner Demo.


Okay, dann habe ich Ihnen mit Brokdorf und Startbahn West - lang ists her - auf diesem Sektor etwas an Erfahrung voraus.

Zitat
Aber extrem Gewaltbereite konnte ich in den Videos nicht erkennen, weder bei Demonstranten, noch bei Polizei.



Ja, ist merkwürdig, nicht? Das lange Video gibt das jedenfalls nicht her. Weder für die eine noch die andere Seite (womit auch dem Facebook-Eintrag bei diesem Punkt zu widersprechen wäre). Ich sehe da nur drei Erklärungsansätze:
- die Randale fand vor oder nach dem Video statt
- Medien haben verzerrt berichtet
- allgemein haben sich die Maßstäbe verschoben und Wattebauschweitwurf gilt jetzt als "extrem gewaltbereit" (wobei ich die Polen-Böller und Pyros nicht kleinreden will - das kann richtig ins Auge gehen. Wortwörtlich.)

Allerdings sollte man die Perspektive nicht aus den Augen verlieren. Schaut man sich auf dem ersten Video die Unterhaltung an, dann kommt da doch eine erheblich andere Atmosphäre rüber als die Sicht von oben vermuten läßt.
Die Hoolligans haben den Zug wohl angeführt, was natürlich Bände spricht in Bezug auf die Organisatoren. In Dresden - was ich mir ab und an über Livestream anschaue - gibt es nichts dergleichen.

Zitat
Nun ja, es ist zu erkennen, dass ein Mann innerhalb der Journalistengruppe hinter den Polizeilinien einen Böller gezündet hat, ob es sich dabei um einen Journalisten handelt, konnte ich nicht ausmachen.


Klar, in dem Teil nicht. Das m.E. einzig Bemerkenswerte dort ist, daß da jemand HINTER der Polizeilinie einen Böller ablädt. Nein, ich meine schon die Unterhaltung in dem ersten Video weiter hinten. Wo die Polizeibeamtin indirekt mit "Das wußten wir nicht!" bestätigt, daß da jemand mit Presseausweis geböllert hat. Denn daß der Demonstrant, der die Beamten auf den Umstand hinweist, genau in dem Moment gelogen hat, glaube ich nicht. Dafür wirkt der Vorgang viel zu echt.

Zitat
Schon mal darüber nachgedacht, ob dies evtl. ebenfalls von agent provocateurs der Salafisten-/Islamistenszene durchgeführt wurde, um Asylbewerber zu diskreditieren?



? Sinn, Logik, Anhaltspunkte? Ich kann bei keinen der drei Parameter da etwas entdecken. Sie?

Mir schwebt da eher ein anderes Szenario vor, das ein Leserbriefschreiber in der Neuen Zürcher Zeitung unlängst so formulierte:

-----------
"Das was in Köln passiert ist, ist nur der bescheidener Anfang. Eine Machbarkeitsstudie, so zu sagen:
* Was passiert, wenn wir in Massen auftreten (1000-1500 Männer) und die lokale, friedliche und maximal unbewaffnete Bevölkerung angreifen. Wehrt diese sich? Wenn ja, wie? Antworten: nein und gar nicht.
* Greift die Staatsmacht ein? Wenn ja, wie? Die Polizeiführung, 143 Polizisten und 70 Bundespolizisten liefern die Antwort: nein und gar nicht.
* Wie viele von uns werden dabei getötet, verwundet oder eingesperrt? Antwort: Null, null und 2.
* Wie viele von uns werden im Nachgang des Landes verwiesen? Die Antwort: Null.
* Wie viele von unseren Brüdern werden daraufhin davon abgehalten ins Land zu kommen? Die Antwort: Null.

Welche Schlussfolgerungen die Organisatoren und die Aktivisten des Silvestertreibjagds in Köln der Machbarkeitsstudie entnehmen, ist einfach vorherzusagen.

Das Sahnehäubchen auf dem Kuchen, aus der Sicht der Täter, die auch Nachrichten verfolgen: eine legale Versammlung von 1700 deren erklärten, lokalen Feinde, wurde durch den massiven Einsatz des Staatsapparats zerschlagen! 1700 Polizisten (teilweise beritten oder mit Hunden) und mehrere Hundertschaften der Bundespolizei setzen Knüppel und Wasserwerfer ein, um die Gegner der Täter auseinander zu treiben!

Als Täter muss man denken: "Was will man mehr?! Hier ist man wahrlich willkommen! Hier bin ich Wolf, hier darf ich sein. Nur Schafe um mich herum."
Quelle des Berichts dazu, wo auch der Leserbrief steht: -> http://www.nzz.ch/international/deutschl...lust-1.18675086
--------------

Zitat
Vor kurzem eingetroffene Asylbewerber, die latinische Schrift und gar deutsche Umlaute kennen und dann auch aussprechen können? Nun ja, möglich ist es, aber schon merkwürdig.


Den Betreffenden hat man erwischt (und wieder freigelassen) aber ohne nähere Erläuterung, wie der Zettel zustandekam. Was mir auch lieber gewesen wäre. Und wo ich Ihnen zustimme. Erklärungen gibt es aber:
- Vergessen Sie bitte nicht, daß einige/etliche oder viele der neuen Migranten bereits Bindungen nach Deutschland hatten - sei es Familie, Verwandtschaft, Schule, Beruf, whatever. Weswegen die Behörden anfangs auch nichts gegen "Wunschorte" hatten (was aus meiner Sicht auch völlig okay ist, vorausgesetzt, die bereits hier lebenden Leute sind integriert). Und per Handy mal schnell ne SMS geschrieben, ist, schätze ich, nicht das Problem. Denn auch auf Handies dürfte es die Möglichkeit der Einstellung unterschiedlicher Alphabete (Schriftzeichen) geben.
- die vielen Helfer an Bahnhöfen, da sollte niemand dabeisein, der arabisch kann?
- dasselbe in den Unterkünften - niemand vom Personal, der mehrsprachig ist?

Ich halte eher den Inhalt dieses Spickzettels für bedenklich. Das sollte eigentlich nicht das Vokabular sein von jemanden, der hier ein Leben in Frieden und Freiheit führen will. Oder? Aber das ist eben das Ergebnis einer veheerend törichten Politik, die rechtsbrechend Leute reinläßt ohne Kontrolle. Die Kritik solllte man nicht an den Flüchtlingen festmachen, sondern an den für diese Situation Verantwortlichen. Und die sitzen in Berlin.

Gruß
Klaus


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RE: Pegida-Demio Köln: Journalisten als 'agent provocateur'?

#6 von J_Holstermann , 12.01.2016 18:40

Zitat

Okay, dann habe ich Ihnen mit Brokdorf und Startbahn West - lang ists her - auf diesem Sektor etwas an Erfahrung voraus.



Wie? Gab es zu dieser Zeit schon Gegendemonstrationen zu den linken Chaoten, die das Fällen von ein paar Bäumen verhindern wollten und mit Zwillen und Stahlkugeln einen Polizisten töteten? ;-)
Als Jugendlicher war ich am Rande einer Demo gegen die Pershing-Raketen in F-Hausen. Aber nur um zu schauen. Die freundlichen Polizisten meinten dann nur "Junge, geh' nach Hause, ist nichts für Dich". Zählt das auch? ;-)


Zitat
? Sinn, Logik, Anhaltspunkte? Ich kann bei keinen der drei Parameter da etwas entdecken. Sie?


Sinn: die Stimmung in unserer Gesellschaft gegenüber Moslems anzuheizen
Logik: Anwerben von syrischen, irakischen, afghanischen Asylbewerbern, die durch die aufgeheizte Stimmung unter den Deutschen schlechte Erfahrungen machen (warten Sie nur ab, die Jagd auf Asylanten und fremd aussehende Menschen ist nur noch eine Frage der Zeit).
Anhaltspunkte: keine, außer den merkwürdigen Spickzetteln. Und wäre ich Salafist (und von denen gibts glaube ich gerade in Köln und im restlichen Ruhrgebiet ziemlich viele, selbst so deutsche Arschloch-Salafisten-Konvertiten), genau so würde ich es machen.


Zitat

Mir schwebt da eher ein anderes Szenario vor, das ein Leserbriefschreiber in der Neuen Zürcher Zeitung unlängst so formulierte:

-----------
"Das was in Köln passiert ist, ist nur der bescheidener Anfang. Eine Machbarkeitsstudie, so zu sagen:
* Was passiert, wenn wir in Massen auftreten (1000-1500 Männer) und die lokale, friedliche und maximal unbewaffnete Bevölkerung angreifen. Wehrt diese sich? Wenn ja, wie? Antworten: nein und gar nicht.
* Greift die Staatsmacht ein? Wenn ja, wie? Die Polizeiführung, 143 Polizisten und 70 Bundespolizisten liefern die Antwort: nein und gar nicht.
* Wie viele von uns werden dabei getötet, verwundet oder eingesperrt? Antwort: Null, null und 2.
* Wie viele von uns werden im Nachgang des Landes verwiesen? Die Antwort: Null.
* Wie viele von unseren Brüdern werden daraufhin davon abgehalten ins Land zu kommen? Die Antwort: Null.

Welche Schlussfolgerungen die Organisatoren und die Aktivisten des Silvestertreibjagds in Köln der Machbarkeitsstudie entnehmen, ist einfach vorherzusagen.

Das Sahnehäubchen auf dem Kuchen, aus der Sicht der Täter, die auch Nachrichten verfolgen: eine legale Versammlung von 1700 deren erklärten, lokalen Feinde, wurde durch den massiven Einsatz des Staatsapparats zerschlagen! 1700 Polizisten (teilweise beritten oder mit Hunden) und mehrere Hundertschaften der Bundespolizei setzen Knüppel und Wasserwerfer ein, um die Gegner der Täter auseinander zu treiben!

Als Täter muss man denken: "Was will man mehr?! Hier ist man wahrlich willkommen! Hier bin ich Wolf, hier darf ich sein. Nur Schafe um mich herum."
Quelle des Berichts dazu, wo auch der Leserbrief steht: -> http://www.nzz.ch/international/deutschl...lust-1.18675086
--------------



NOCH teile ich diese Einschätzung nicht. Dass es unter 1.000.000+ Flüchtlingen eine gewisse Anzahl an Arschlöchern gibt, ist klar. Dass die allerdings so geballt und in hoher Anzahl in Köln in der Silvesternacht auftauchten, hätte ich nicht gedacht.
Diesem Treiben muss man entsprechend mit maximaler Härte entgegentreten. Hier wurde eine Grenze überschritten, die in keiner Weise tolerierbar ist.


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zuletzt bearbeitet 12.01.2016 | Top

RE: Pegida-Demio Köln: Journalisten als 'agent provocateur'?

#7 von Hannelore Mohringer , 12.01.2016 21:12

Zitat von J_Holstermann im Beitrag #6
NOCH teile ich diese Einschätzung nicht. Dass es unter 1.000.000+ Flüchtlingen eine gewisse Anzahl an Arschlöchern gibt, ist klar. Dass die allerdings so geballt und in hoher Anzahl in Köln in der Silvesternacht auftauchten, hätte ich nicht gedacht.
Diesem Treiben muss man entsprechend mit maximaler Härte entgegentreten. Hier wurde eine Grenze überschritten, die in keiner Weise tolerierbar ist.


Ich sehe Ihre Antwort in Anbetracht der - jedenfalls für deutsche Verhältnisse - ungeheuerlichen Vorkommnisse als Verharmlosung an, allenfalls als mildernden Umstand das "NOCH", das auf Einsichtsbereitschaft hindeutet. Die Antwort kann m.E. nämlich nicht nur die Forderung von Härte, auch "maximaler" Härte gegen die Täter sein, sondern muß die Forderung sein, die Politik grundlegend zu ändern, wozu die jetzigen Machthaber kaum bereit oder auch nur fähig sein dürften, also das Parlament aufzulösen und Neuwahlen anzuordnen.

Ich weiß, daß das nicht morgen geschehen kann, aber der Gedanke muß schon heute in die Bevölkerung alseinziger Ausweg getragen werden.

Hannelore Mohringer

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Die Realitätsverweigerung von Eliten kann unsere Demokratie ruinieren

#8 von kjschroeder , 17.01.2016 16:23

Zitat
Wie? Gab es zu dieser Zeit schon Gegendemonstrationen zu den linken Chaoten, die das Fällen von ein paar Bäumen verhindern wollten und mit Zwillen und Stahlkugeln einen Polizisten töteten? ;-)



Ha! - lol. In Brokdorf hatte man mich wahrscheinlich unter "linke Chaoten" subsumiert, denn da war ich Demonstrant. ;-) Obwohl friedlich, durfte ich da auch die Bekanntschaft mit einem Wasserwerfer machen, was nun allerdings weniger prickelnd war.
Ich bin immer ein Fan von Klarheit, daher: An der Startbahn West wurden damals zwei (!) Polizisten durch Schüsse (!) getötet. Hier zur Erinnerung: -> https://de.wikipedia.org/wiki/Tötun..._Startbahn_West
Wobei ich dort kein Demonstrant war. Die Geschichte habe ich aus journalistischer Perspektive miterlebt. Auch die Suche der Beamten nach den Geschoßhülsen am Tag danach.

Zitat
Zählt das auch? ;-)


Ob das reicht, um die Stimmung bei einer Demo beurteilen zu können, müssen Sie entscheiden. Aber als Dreikäsehoch zu so einer Demo? Da war der Tipp vom Polizisten wohl auch angebracht. ;-)

Zitat
Sinn: die Stimmung in unserer Gesellschaft gegenüber Moslems anzuheizen


Das ist theoretisch natürlich denkbar. Allerdings halte ich das für ein typisch "westliches" Erklärungsmuster. Vergessen wir nicht, daß der IS auch und bislang vor allem muslimische Glaubensbrüder mordet, also die eigenen. Man muß dabei natürlich aufpassen, der PR der Dschihadisten nicht auf den Leim zu gehen und ihrer Logik. Unsere wackeren Eliten in Politik, Medien und Wissenschaft tun aufgrund ihrer Linkslastigkeit mit dem ihr innewohnenden negativen Menschenbild m.E. genau das.

Und das geht so: Seit Monaten kursiert über Google auffindbar im Web (und auch in ausländischen Medien) ein englischsprachiges IS-Handbuch "How to survive in the West". (Es liest sich für mich wie die Autorenschaft eines 15jährigen, der im Westen a bisserl 'hide and seek' im 007-Modus spielen will, und ich habe ein paarmal herzlich gelacht, aber darum soll es jetzt nicht gehen.) Ich beziehe mich darauf, weil dort eine Rechtfertigung steht, nämlich:

"The leaders of disbelief repeatedly lie in the media and say that we Muslims are all terrorists, while we denied it and wanted to be peaceful citizens. [Which has] forced us into becoming radicalised, and that will be the cause of their defeat and be the cause for the conquest of Rome."

Auf deutsch: "Die Führer der Ungläubigen haben wiederholt in den Medien gelogen und gesagt, wir Muslims seien alle Terroristen, während wir das geleugnet hatten und friedliche Bürger sein wollten. Das hat uns in die Radikalisierung gezwungen und wird der Grund ihrer Niederlage sein und der Grund für die Eroberung Roms."

Dies vor dem Hintergrund, wen der IS im Irak und Syrien schon alles ermordet hat: z.B. Moslems, Jeziden. Man beachte auch, wie verquirlt diese Logik ist: Um zu vermeiden, vom Westen als Terrorist abgestempelt zu werden, besteht der einzige Weg darin, Terrorist zu sein. Wie schräg ist das denn?

Was machen unsere Eliten? Sie bedienen und unterfüttern diese Logik auch noch, indem sie das tun, was sie den anderen vorwerfen: Sie denken in religiösen, völkischen und rassischen Kategorien, indem sie Muslime - egal, ob integriert und liberal oder archaisch - unterschiedslos unter eine Art Artenschutz stellen und genauso unterschiedslos die deutsche Bevölkerung unter Generalverdacht. Diese Denke wiederum ist der hierzulande schon sattsam bekannte Flirt mit dem Totalitarismus, weil er die gedankliche Vorstufe darstellt, ganze Bevölkerungsgruppen auszugrenzen und zu diffamieren. Jetzt braucht es nur noch die spiegelbildliche Reaktion der Bevölkerung darauf, dann haben wir den Salat.

Genau dieses schäbige Spiel sollten diejenigen nicht mitmachen, die an einem Leben in Freiheit und Toleranz interessiert sind - egal, ob Christen, Moslems, Juden, Hindus, Atheisten etcpp, egal, ob Mänmnlein oder Weiblein, egal, ob Bio- oder Migrantendeutscher.

Dies hat nach schlichter Logik zur Folge, daß
- selbstverständliuch NICHT verallgemeinert werden darf - weder von #ausnahmslos noch von Migrationskritikern
- diejenigen zu ermuntern und zu unterstützen sind, die hier in Freiheit ohne Gedankenbetreuung und Sprachvorgaben leben wollen
- den Gegnern der Freiheit, die anderen vorschreiben wollen, was sie zu tun und zu lassen (und zu verschweigen) haben, zu widersprechen ist.

Wobei ich generell der Meinung bin, die Flüchtlinge aus der Diskussion komplett rauszuhalten.
- Zum einen, weil sich Verallgemeinerungen verbieten.
- Zum andern, weil diese vom Establishment fokussierte Personengruppe als Diskussionspunkt eben wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung nicht zielführend ist
- Zum dritten, weil die Flüchtlinge nicht das Problem sind, sondern nur das Symptom: Denn die Öffentlichkeit hat sich ja nicht nur über die Übergriffe aufgeregt, sondern auch und vor allem über den Umgang von Politik, Behörden und Medien damit.

Damit sitzt das eigentliche Problem in Berlin, besteht in den allermeisten Fällen aus Biodeutschen - und begeht Rechtsbrüche, isoliert uns als Land zunehmend, und bereitet - sei es aus Dummheit, sei es aus Berechnung - den Nährboden für Gewalt, Willkür und allgemeinen Unfrieden bis hin zum Zerfall. DARAUF sollte man sich konzentrieren. Denn dieses irrationale Verhalten in Kombination mit dem Sozialisten eigenen negativen Menschenbild, das nur Freund oder Feind kennt, stellt mittlerweile eine ernste Gefahr dar.

Ein klitzekleines Beispiel: Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am 2. Strafsenat des Bundesgrichtshofes, schreibt in einer "Zeit"-Kolumne: "heute scheint mir ein kleiner Zwischenruf zum Thema "Sexmob" (Bild) dringend erforderlich. Das ist, wie uns mitgeteilt wird, ein nordafrikanisch oder sogar arabisch aussehendes Pack, das unsere Städte verunreinigt und unsere Frauen belästigt."

"Sogar" arabisch? "Verunreinigt? "Unsere" Frauen? Ich weiß ja nicht, aus welchen Medien der Mann seine Kenntnisse bezieht. Mir ist nicht bekannt, daß Zeugen etwas von "sogar" gesagt hätten, Müll auf dem Bahnhofsplatz ausgekippt worden wäre ("verunreinigt") oder "unsere" Frauen belästigt worden wären. Was soll dieser Blödsinn?

Liest man sich durch dieses überlange Elaborat, merkt man schnell: Hier baut jemand ein künstliches Feindbild auf, das er benötigt, um sich daran in Form von Relativierungen und Verallgemeinerungen - der neueste Dreh - abzuarbeiten. Er beteuert zwar, es nicht tun zu wollen. Aber indem er gedanklich vom Hölzchen aufs Stöckchen hüpft, tut er genau das. Gäbe es das Feindbild nicht, würde seine Argumentation in sich zusammenfallen.

Nächstes Beispiel: Unser nicht vorhandenes Schweigekartell in den linksgrün dominierten Medien hat sicher nur vergessen, uns mitzuteilen, daß die Flüchtlinge nach drei Jahren Anspruch auf Schengen-Papiere haben. Was bedeuten würde: Sie können sich im Schengen-Raum (im wesentlichen mit der EU identisch) frei bewegen.

Sie könnene sich sicher vorstellen, mit welcher Begeisterung diese frohe Aussicht von den anderen Schengenländern zur Kentnis genommen wird. Weswegen ich die Vorhersage wage:
1. Entweder ist Schengen in drei Jahren "tot" oder
2. Deutschland fliegt in drei Jahren aus Schengen oder sogar der EU raus.

Und ja, das selbstzufriedene Grinsen in Berlin bei Punkt 2 kenne ich schon: Wir sollen rausfliegen? Wir, die Hauptsponsoren? Ha!

Nun, da wäre ich mir nicht so sicher. In England z.B. macht jetzt die Sichtweise die Runde, daß es völlig egal sei, ob ein "Brexit" nun wirtschaftlich mehr Vor- oder Nachteile bringe. Denn das Probleme schnurre jetzt auf die schlichte Forderung nach Sicherheit für die auf der Insel lebenden Frauen zusammen. (was linksgrüne Alktivisten auch aus Deutschland prompt zu einem "Die-in" veranlaßte - wieder mit der Intention, durch Verallgemeineruing zu verschleiern.)

Und wer gerantiert, daß andere Länder die entstehende Schengen-Problematik nicht auch so sehen oder sehen werden? In diesem Zusammenhang wäre auch die Frage zu stellen, warum die EU Polen, nicht aber Deutschland unter Kontrolle stellen will. Denn die Sicherheitsgefahren, die von Deutschland ausgehen, dürften um etliches größer sein als die innerparteilichen Veränderungen der neuen Regierung - Veränderungen, die es übrigens auch anderswo gibt.

Im Ausland wurde auch wiederholt auf die Torheit hingewiesen, ein bislang ausgeglichenes Geschlechterverhältnis durch den unkontrolllierten Zustrom von über einer Million junger Männer zu verändern. Egal, von woher sie kommen, egal, aus welcher Kultur: Es ist ein schlichtes Sicherheitsrisiko für Frauen. Auch ein Punkt, der nicht an die Flüchtlinge, sehr wohl aber an Merkel und Co. zu adressieren wäre als Vorwurf für bodenlose Dummheit und/oder willentliches Inkaufnehmen neuer Gewalt gegen Frauen. Ausgelöst sinnigerweise von einer Frau.

Und was die in Berlin sitzenden Beteiligten jetzt wie wieder gutmachen wolllen? Sie werden es nicht können. All die Beruhigungspillen aus Berlin, die auf Abschiebung verweisen, kann man vergessen: Dazu müssen die Herkunftsländer diese Leute wieder aufnehmen wollen - und zunehmend mehr weigern sich. Und dann sind die bürokratischen Hürden noch gar nicht erwähnt. Und die EU-Staaten? Mit einem Chauvinismus wie zu Kaisers Zeiten werden diese unter Druck gesetzt, teilweise mit offenen Drohungen erpreßt: Flüchtlinge aufnehmen oder keine EU-Gelder mehr. Es ist unglaublich, wie sichtbar hier die ideologischen Leichen der Geschichte aufsteigen und kaum jemand will es wahrhaben.

Dann hat diese Frau uns erpreßbar gemacht. Es tönt ja schon aus der Türkei - Tenor: 'Drei Milliarden Euro reichen nicht, wir wollen mehr.' Ich schätze, es werden drei Mrd. JÄHRLICH werden. Für die Sicherung von Grenzen, die hier angeblich nicht gesichert werden können - ein absurdes Schmierentheater.

Oder nehmen Sie das, was in der Politik "Prävention" genannt wird: Aus der Angst heraus, bestimmte Sachverhalte könnten politsch jemand Mißliebigem nutzen oder von ihm mißbraucht werden, werden diese Sachverhalte vorbeugend vertuscht, verschwiegen und unter den Teppich gekehrt, was das Zeug hält.

Und ich wette, in Berlin hat man immer noch nicht begriffen, daß dadurch alles noch schlimmer wird, und diese Denke nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems ist. Denn diese Denke gibt es in Diktaturen, wo ja auch der Begriff "Hetze" herkommt (er war Teil der alten DDR-Verfassung, in der alten BRD wurde er so gut wie nie im öffentlichen Diskurs benutzt).

Und so wird dort hin- und hergemerkelt. Weswegen ich hier im Forum die Flüchtlinge als solche auch weitestgehend aus der Diskussion rausgelassen habe.

Zitat
NOCH teile ich diese Einschätzung nicht.



Naja, das Kind liegt ja nun schon im Brunnen. (Und es gab ja mittlerweile auch Vorfälle NACH Silvester, auch eine versuchte Steinigung in Dortmund.) Wie viele wollen Sie denn noch hinterher werfen? Auch an de Maiziere wäre diese Frage zu stellen, für den diese Chaospolitik "noch" nicht gescheitert ist. Und wir sollten nicht vergessen: Was sich in Köln und andernorts abgespielt hatte, war noch eine "harmlose" Variante. Man schaue sich an, was da auch passieren kann - der Blogger hat das an einem Beispiel in Ägypten erklärt: -> https://www.youtube.com/watch?v=IpwON8OnZa0

Hier sind auch längst Rechtsstaat und Demokratie in Gefahr, von der Staatsspitze ruiniert zu werden. Natürlich bewaffnen sich die Leute, wenn sie merken, daß der Staat keinen Bock mehr hat sie zu schützen und sie stattdessen gefährdet! Natürlich bilden sie Bürgerwehren, was denn sonst?

Oder hat man in Berlin allen Ernstes geglaubt, bei der Bevölkerung handele es sich um brave Schäfchen und Trottel, die alles schlucken, mittrotten und alles mitmachen, was von "oben" kommt? Diese Zeiten sind gottseidank vorbei - und Rotgrün hat wesentlich - tja, damals - dazu beigetragen. ;-)

Ein Gutes hat die Sache: Das Ausland ist jetzt munter und beobachtet das "Durchregieren" in Berlin sehr genau. Und damit natürlich auch das Verhaltgen der Bevölkerung, natürlich auch Brandanschläge und Übergriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte. Es hat sich auch das Demokratiefizit herumgesprochen, daß und wie den Kritikern das Maul gestopft werden sollte.

Sollte Frau Merkel irgendwelche UN-Ambitionen haben, die ihr nachgesagt werden: Ich schätze mal, das hat sich jetzt erledigt, so eine Unruhestifterin will da niemand sitzen haben.

Denn das ist auch so ein Punkt: Haben Sie von irgendwelchen Regierungen, irgendwelchen Politikern im Amt, in 2016, also nach "Köln", irgendeinen Kommentar zu Merkel gehört? Cameron, Renzi, Hollande, Obama? Ich nicht. Die halten sich alle raus. Niemand leistet ihr Beistand. Was sagt uns das denn? Ich bin wirklich neugierig, wie Historiker eines Tages den Umstand beurteilen, wie es möglich sein konnte, daß eine einzige Person geltendes Recht außer Kraft setzen und uns als Land isolieren konnte - und alle haben sie mitgemacht. Naja, ich kann's mir denken, wie das Urteil lautet: 'Die Deutschen können Demokratie nicht, sie sind die alten Deutschen geblieben - besserwisserisch, andere schulmeisternd und belehrend, jagen gefährlichen Visionen hinterher, sind Unruhestifter und eine Gefahr für Dritte, Außenstehende. Die sie bedrohen und erpressen, wenn diese nicht den Deutschen folgen. Damals mit Militär, jetzt mit EU-Geldern. Sie sind die alten geblieben. Unbelehrbar.'

Und ganz feste vorweg marschieren die, die im Gefühl moralischer Überlegenheit ihre Eltern und Großeltern gefragt hatten: 'Wie konntet Ihr das damals zulassen?'

Tja, die Geschichte hält doch immer wieder Pointen parat. ;-)

Wobei es mir hier nicht um einen Vergleich der Personen geht - das wäre absurd -, sondern um einen Vergleich der Vorgänge. Die Nazis hatten sich damals mit brutalem Zwang durch ein Ermächtigungsgesetz eine formal-legale Basis geschaffen. Ein Vorgehen, gegen das sich damals die SPD als einzige Partei gewehrt hatte, worauf sie auch heute mit Recht stolz sein kann.

Es ist nur: Heute hat es gereicht, daß sich eine Frau im Bundeskanzleramt einfach selber ermächtigt hat, an Recht und Gesetz vorbei zu regieren. Checks und Balances? Opposition? "Kritische" Medien? Nichts davon. Noch bezieht sich der Rechtsbruch "nur" auf einen Teilbereich der Politik. Aber wer garantiert uns, daß sie sich eines Tages nicht noch zu anderen Dingen selber ermächtigt - z.B. zur Ausrufung des Notstandes?

Das mag auf dem ersten Blick weit hergeholt sein. Aber: Gesetzt den Fall, Beamte, auch leitende Beamte, werden sich in einer ruhigen Minute klar darüber, wem und was sie da eigentlich Vorschub geleistet haben - wie wollen diese Menschen aus dieser Nummer wieder herauskommen? Auch für sich persönlich? Vielleicht ziehen sie auch eine andere Konsequenz - und wir rutschen mit der sattsam bekannten Durchhalte-Mentalität immer tiefer in den Schlamassel.

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 17.01.2016 | Top

RE: Die Realitätsverweigerung .......

#9 von Hannelore Mohringer , 17.01.2016 20:26

Gruß
Klaus

Zitat von kjschroeder im Beitrag #8
Die Nazis hatten sich damals mit brutalem Zwang durch ein Ermächtigungsgesetz eine formal-legale Basis geschaffen. Ein Vorgehen, gegen das sich damals die SPD als einzige Partei gewehrt hatte, worauf sie auch heute mit Recht stolz sein kann.

Es ist nur: Heute hat es gereicht, daß sich eine Frau im Bundeskanzleramt einfach selber ermächtigt hat, an Recht und Gesetz vorbei zu regieren. Checks und Balances? Opposition? "Kritische" Medien? Nichts davon. Noch bezieht sich der Rechtsbruch "nur" auf einen Teilbereich der Politik. Aber wer garantiert uns, daß sie sich eines Tages nicht noch zu anderen Dingen selber ermächtigt - z.B. zur Ausrufung des Notstandes?

Das mag auf dem ersten Blick weit hergeholt sein. Aber: Gesetzt den Fall, Beamte, auch leitende Beamte, werden sich in einer ruhigen Minute klar darüber, wem und was sie da eigentlich Vorschub geleistet haben - wie wollen diese Menschen aus dieser Nummer wieder herauskommen? Auch für sich persönlich? Vielleicht ziehen sie auch eine andere Konsequenz - und wir rutschen mit der sattsam bekannten Durchhalte-Mentalität immer tiefer in den Schlamassel.

Gruß
Klaus


Mit brutalem Zwang? Wie sah der aus, dieser Zwang? Das Ermächtigungsgesetz ist, jedenfalls soviel ich gehört und gelesen habe, doch vom Parlament beschlossen worden! Zitat aus Google:
"Mit 444 Stimmen der Regierungskoalition aus NSDAP und DNVP sowie von Zentrum, Bayerischer Volkspartei (BVP) und Deutscher Staatspartei wurde das Gesetz in namentlicher Abstimmung angenommen. Lediglich die 94 Abgeordneten der SPD ließen sich nicht von den Drohgebärden der im Reichstag aufmarschierten Sturmabteilung (SA) einschüchtern und stimmten gegen die Selbstentmachtung des Parlaments. In seiner Reichstagsrede hatte ihr Parteivorsitzender Otto Wels zuvor ein eindrucksvolles Bekenntnis zur parlamentarischen Demokratie abgelegt.

An der Abstimmung nicht teilnehmen konnten die 81 Abgeordneten der KPD. Ihre Mandate waren auf Basis der Reichstagsbrandverordnung bereits am 8. März 1933 annulliert worden."

Es ist also vom Parlament beschlossen worden, "wie das Gesetz es befahl" ! Anders als von der Kanzlerin Frau Dr. Merkel. Lesen Sie, daß ein Staatsrechtler (mit Migrationshintergrund) einer Kanzlerin (mit Migrationshintergrund) Verfassungsbruch vorwirft:
http://www.n-tv.de/politik/politik_perso...le16746101.html

Der Link stammt von Gigi Romeiser, und ich habe ihn aus (m)einem privaten E-Mail-Kreis hierhin weitergeleitet.

Was hier im Land passiert, wird also bereits von Eingewanderten in Regierungsposten selbst und von Einwanderungskindern (in diesem Fall ist der Verfassungsrechtler Italiener-Kind) oder -enkel (in diesem Fall ist die Kanzlerin Polen-Enkelin, wenn in Goggle die Wahrheit steht) bestimmt, wobei ja auch Hitler kein (Reichs-)Deutscher, sondern ein Österreicher war. Vielleicht sollten wir es 'mal mit Bio-Deutschen als Staatenlenker in Deutschland versuchen!

Ja, wie sollen alle die Verwaltungsmenschen, wohl in der Mehrzahl Bio-Deutsche, die das alles mitgemacht und ausgeführt haben, aus "dieser Nummer wieder heraus"kommen? Die Lehrer nicht zu vergessen, die 1945, sofern sie die Entnazifizierungsprüfung bestanden hatten, erst einmal geistig umschalten mußten (die meisten leben nicht mehr) und ihre Nachfolger, aus der Wandergruppe der Marschierer durch die Institutionen, die eine breite ideologische Spur in der heutigen Bevölkerung hinterlassen haben und nun Pensionäre sind, die, wenn nötig, für den Geist, der uns heute zum Verhängnis geworden ist, noch einmal auf die Straße gehen und zeigen, daß sie die Praxis der 70er Jahre noch beherrschen, zu schweigen von den Dummbaxen mit den schwarzen Kapuzen, die Steine werfen und mit Stöcken umgehen können. Wie sollen die alle aus ihrer Nummer heraus? Und dann erst: Wie die Primitivlinge wieder loswerden, die nicht wissen wohin mit ihrer sexuellen Potenz?

Fragen über Fragen, auf die es keine Antwort gibt, solange die Landesgrenzen offenstehen und die Außengrenzen von den europäischen Südländern gesichert werden müßten, was die genauso wenig hinkriegen, wie ihre Finanzen in den Griff.

Daher die Realitätsverweigerung.

Gruß,
Hannelore Mohringer

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RE: Die Realitätsverweigerung von Eliten kann unsere Demokratie ruinieren

#10 von kjschroeder , 17.01.2016 21:10

Zitat
Mit brutalem Zwang? Wie sah der aus, dieser Zwang? Das Ermächtigungsgesetz ist, jedenfalls soviel ich gehört und gelesen habe, doch vom Parlament beschlossen worden!



Ja natürlich! Sie haben alle - bis auf die SPD - vor dem Zwang (ich hätte auch schreiben können: dem aufgebauten Druck) der Nazis kapituliert.

Und Sie wissen nicht, wie dieser Zwang aussah? Das ist allerdings eine wirklich erstaunliche Frage. Ich hatte sowas in der Schule gelernt. Okay, daß die Kroll-Oper nach dem Reichstagsbrand als Parlament diente, hatte ich vergessen. Aber sowas läßt sich ja nachschlagen oder -googeln. Auf N-TV können Sie das kurz zusammengefaßt nachlesen, wie dieser Zwang aussah. Und hier gibt es den Augenzeugenbericht eines damaligen SPD-Abgeordneten:

Die Ankündigung der Kanzlerrede hatte eine riesige Menschenmenge in Bewegung gesetzt. Agitatoren der NSDAP peitschten sie unaufhörlich mit Zurufen an. Sprechchöre brandeten zu den Fraktionszimmern, die teilweise im Reichstag noch benutzbar waren, hinauf, um den
Abgeordneten der bürgerlichen Mitte und der SPD begreiflich zu machen, dass der Reichstag bewusst unter äußersten Druck gesetzt werde. „Wir wollen das Ermächtigungsgesetz, sonst gibt‘s Zunder! Nieder mit den roten Schuften und Landesverrätern!“ Kein Wunder, dass die unheimliche Situation in der SPD-Fraktion psychische Belastungen und so bei manchem die Meinung auslöste, in die Krolloper hinüberzugehen, bedeute vielleicht Selbstmord.

So wurde der Weg vom Wallotbau zur Krolloper zum Dornenpfad. Die Schutzpolizei hielt nur eine schmale Gasse in der Menschenbrandung für die Abgeordneten frei. Unmittelbar vor dem Portal der Krolloper erlebten wir die Verhaftung des ehemaligen Ministers Carl Severing. Auf Intervention von Göring kam er wieder frei und konnte nachträglich noch seine Neinstimme abgeben. Der ebenfalls verhaftete Abgeordnete Dr. Julius Leber kam nicht frei. Hitler ließ wie ein Star auf sich warten.

Die Abgeordneten zeichneten sich in die Anwesenheitsliste ein, bewitzelt von schlaksigen SA- und SS-Führern, die aus dem ganzen Reich eingeladen waren, um dem großen Schauspiel beizuwohnen. Die Minister und Abgeordneten der DNVP wurden - für uns eine besonders interessante Wahrnehmung - von ihren NSDAP-Kollegen förmlich gemieden. [...]

Hitler und sein Gefolge kamen in Parteiuniform im Sturmschritt und mit erhobener Hand. Die Botschafter und Gesandten der fremden Mächte und die sonstige Prominenz erwarteten ihn in den vollgepfropften Logen stehend, während die gestiefelten Nazis die Hacken zusammenschlugen wie eine preußische Gardekompagnie. Die bürgerliche Mitte und die SPD nahmen sichtlich betroffen und schweigend Platz. [...]

In diesem Augenblick geschah etwas Ungewöhnliches: SA- und SS-Leute betraten in völlig unzulässiger Weise den Raum der Abgeordneten und bildeten einen dichten Kordon um die Sitze der SPD.....


Wer auch nur einen Hauch Lebenserfahrung hat, kann sich an fünf Fingern abzählen, was damals da los war: Die Abgeordneten waren alle in Lebensgefahr.

Wer sich den vollständigen Bericht durchlesen will: Das ist das Kapitel "Josef Felder 1982 über die Umstände .... -> http://spdnet.sozi.info/bawue/stuttg/stu...rpflichtung.pdf

Gruß
Klaus


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RE: Die Realitätsverweigerung von Eliten kann unsere Demokratie ruinieren

#11 von kjschroeder , 17.01.2016 22:37

Zitat
Lesen Sie, daß ein Staatsrechtler (mit Migrationshintergrund) einer Kanzlerin (mit Migrationshintergrund) Verfassungsbruch vorwirft:



Warum Migrationshintergrund hier eine Rolle spielen soll, erschließt sich mir nicht. Mir ist sowas auch egal; wir leben in einem Rechtsstaat, einer Demokratie, in der Gesetze gelten und keine Nationalitäten.

Di Fabio ist auch nicht der einzige, der sich jetzt aus der Deckung traut (hier auch ein Bericht in der Neuen Zürcher darüber). Da ist der ehemalige (auch ein ehmaliger!) BVerfG-Präsident Papier in einem Intervie mit dem "Handelsblatt".

Und dann noch der Ex-Präsident des NRW-Verfassungsgerichtshofes, Michael Bertrams, in einem Beitrag für den Kölner Stadtanzeiger.

Der traurige Witz daran ist, daß es hierzulande Verfassungsrichter bedarf, um auf das Offensichtliche hinzuweisen. Denn Demokratie ist recht einfach aufgebaut, damit auch der letzte Depp kapieren kann, wenn seine Strukturen über den Haufen geworfen werden. Denn es ist so einfach:

Es gibt eine Gesetzgebung (die Abgeordneten als Legislative), die diese Gesetze ausführende Regierung als Exekutive und die Judikative bei Rechtsverstößen auch der Exekutiven. Damit sind diese drei Staatsgewalten nicht nur zu trennen, sondern auch antagonal anzulegen, damit sie - die berühmten checks und balances - auch gegeneinander antreten können, wenn eine Staatsgewalt aus dem Ruder läuft.

Nicht nur die antagonale Struktur ist bei uns nicht gegeben, sogar die Gewaltenteilung als solche halten wir nicht ein. Hätten wir z.B. die US-Verfassung, dürfte Frau Merkel nicht nur keine Abgeordnete sein, sie hätte sogar Zutrittsverbot zum Parlament. Und die Schweiz, die ich als höchstentwickelte Demokratie weltweit betrachte, kommt völlig ohne parlamentarische Opposition aus. U.a. auch wegen der jederzeit möglichen Eingriffsmöglichkeit der Bevölkerung durch Volksentscheide, die weder Gauck noch Merkel wollen, was sie auch mehr als einmal deutlich machten. Da weiß man gleich, wes Geistes Kind man vor sich hat angesichts der schlechten Umsetzung der staatlichen Gewaltenteilung bei uns. Im UK gibt es sowas wie Listenkandidaten überhaupt nicht; im Parlament sitzen nur gewählte Abgeordnete auf ihren jeweiligen Wahlkreisen, die somit tatsächlich den Mehrheitswillen des Volkes repräsentieren, und wo der Begriff von der repräsentativen Demokratie auch paßt.

Unter anderem bedeutet diese Aufgabenteilung bei korrekter staatlicher Gewaltenteilung, daß eine Regierung sich natürlich an die Gesetze zu halten hat. Und selbstverständlich darf sie NICHT hergehen und einfach mal so Gesetze außer Kraft setzen! Somit hätte es natürlich eines Bundestagsbeschlusses bedurft. Und selbst wenn er zugestimmt hätte, wäre die Rechtsgültigkeit nicht gegeben gewesen, denn der Schutz der Bürger gehört zu den staatsstiftenden Aufgaben: Wenn ein Staat dies nicht tut, verliert er einen erheblichen Teil seiner Legitimierung, und die Bürger haben das Recht zur Waffe zu greifen, um entweder dieses Recht selber wahrzunehmen oder aber den Staat dazu zu zwingen, seinen Aufgaben nachzukommen. Geht hier auch nicht.

Weswegen sich für mich Deutschland zu einem Failed State entwickelt.

Gruß
Klaus


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Zur Nacht noch etwas Pfiffigkeit und Humor

#12 von kjschroeder , 18.01.2016 00:23

Man sollte niemals seinen Humor verlieren. In diesem Sinne:

Sachsen sind ja nicht nur als liebenswertes, sondern auch als pffifiges Völkchen bekannt. Was ich allerdings vor ein paar Minuten las, hat Chancen, in die Top 5 zu kommen. Die Frage ist nur: Der Hits? Oder der Flops?

"Dresden geht aus" lautet eine neue Initaitive der örtlichen City Marketing e.V. Geworben wird mit Sonderangeboten. Und das Ganze soll wann stattfinden? Sie erraten es: genau dann, wenn Pegida demonstriert. Die Pegidianer versammeln sich um 18.30 Uhr, die Aktion dauert von 17-20 Uhr.

Die Absicht ist klar: Demonstranten mögen was anderes machen als "Pegida". Ihnen wird eine Alternative geboten. Nun wird auf diesen Umstand mit keiner müden Silbe hingewiesen, es wird nur mit der Aktion geworben. Hier -> http://dresden-geht-aus.de/

Irgendwas in meinem Bauch sagte mir, daß da ein kleines Problemchen auftauchen könnte. Und richtig: Auf der Facebook-Seite des Vereins gibt es schon die erste Gratulation eines Pegida-Fans: "Finde ich gut dass Ihr für Montags werbt, denn Montag ist Peggy da. Erst zu "Dresden geht aus" - dann zu Pegida. Noch mehr Umsatz macht Ihr, wenn Ihr mobile Flitzer mit Kaffee einstellt, die neben den Spaziergängern herlaufen. Manchmal habe ich schon Lust auf 'nen Kaffee so auf halber Strecke."

Das scheint anders auszugehen als gedacht .....

---------------------

Kann man "Köln" humorvoll betrachten? Man kann - die Holländer kriegen das hin (mit deutschem Txt unterlegt) -> https://www.youtube.com/watch?v=t9sCdPH5LII

Gruß
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Bio-Deutsche?

#13 von J_Holstermann , 18.01.2016 07:18

Als wachechter Bio-Deutscher, der neben einem astreinen Deutsch-Deutsch-Deutsch-D-D-Deutschen Stammbaum auch Bio-Gemüse, Bio-Obst und Bio-Fleisch den Antibiotika- und Pestizid-Lebensmitteln vorzieht,
habe ich da mal eine Frage:

Ab wann ist man biologisch gesehen ein Bio-Deutscher ?

Der Ausdruck Bio-Deutscher ist mir neu, aber man lernt ja bekanntlich nie aus, so wie "Ausbreitungstyp" und "Platzhaltertyp" Begriffe sind, die ich erst neu lernen musste.
Offensichtlich ist Höcke nicht nur Geschichtslehrer und Historiker (lt. Frau Mohringer zumindest), sondern auch noch ein begnadeter Biologe. Was ein Glück, dass er sein Jurastudium abbrach, ansonsten wäre vermutlich der Menschheit diese bahnbrechende biologische Erkenntnis verborgen geblieben.

Apropos Ausbreitungs- und Platzhaltertyp: Wenn der Platzhaltertyp z.B. mit seinen Fischfangflotten die Fischgründe des Ausbreitungstyps leerfischt oder mit seiner massiv subventionierten Landwirtschaft die Ausbreitungstyp-Landwirtschaft kaputt macht, dann sollte man sich nicht wundern, dass der Ausbreitungstyp, der eigentlich Platzhaltertyp ist, zum Ausbreitungstyp wird.


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RE: Bio-Deutsche?

#14 von Hannelore Mohringer , 18.01.2016 08:43

Zitat von kjschroeder im Beitrag #11
Warum Migrationshintergrund hier eine Rolle spielen soll, erschließt sich mir nicht. Mir ist sowas auch egal; wir leben in einem Rechtsstaat, einer Demokratie, in der Gesetze gelten und keine Nationalitäten


Fragt sich, WER die Gesetze macht und was unter Demokratie zu verstehen ist! Wir haben doch ein "Migrationsproblem". Ich denke, bis hierhin sind wir uns einig!

Wenn nun das "Migrationsproblem" von "Migranten" geschaffen und gegen den Widerstand oder jedenfalls der Mißbilligung der "Nicht-Migranten", in diesem Fall also der Bio-Deutschen, nicht nur erhalten, sondern auch ausgedacht und in Gesetzestext gegossen wird, taucht doch ein Problem auch. Bis dahin müßten wir uns logischerweise auch einig sein!

Folglich ist es doch auch problematisch, von einem Rechtsstaat zu sprechen, wenn nämlich von "Migranten" gegen den Willen der Mehrheit der "Nicht-Migranten" - oder jedenfalls, ohne sie vorher zu fragen (weil durch Umfragen ja schon bekannt ist, daß dies die Mehrheit ist) - solche migrantenfreundlichen Gesetze erlassen werden. Sind wir uns nicht immer noch einig?

Darum können einem logischerweise die "Nationalitäten", sowohl eigentlich, wie uneigentlich doch nicht "egal" sein. Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß wir auch darin nicht einig sein könnten.

Guten Morgen, Klaus, wünscht Hannelore Mohringer

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RE: Bio-Deutsche?

#15 von Hannelore Mohringer , 18.01.2016 09:08

Zitat von J_Holstermann im Beitrag #13
Als wachechter Bio-Deutscher, der neben einem astreinen Deutsch-Deutsch-Deutsch-D-D-Deutschen Stammbaum auch Bio-Gemüse, Bio-Obst und Bio-Fleisch den Antibiotika- und Pestizid-Lebensmitteln vorzieht,
habe ich da mal eine Frage:

Ab wann ist man biologisch gesehen ein Bio-Deutscher ?

Der Ausdruck Bio-Deutscher ist mir neu, aber man lernt ja bekanntlich nie aus, so wie "Ausbreitungstyp" und "Platzhaltertyp" Begriffe sind, die ich erst neu lernen musste.
Offensichtlich ist Höcke nicht nur Geschichtslehrer und Historiker (lt. Frau Mohringer zumindest), sondern auch noch ein begnadeter Biologe. Was ein Glück, dass er sein Jurastudium abbrach, ansonsten wäre vermutlich der Menschheit diese bahnbrechende biologische Erkenntnis verborgen geblieben.

Apropos Ausbreitungs- und Platzhaltertyp: Wenn der Platzhaltertyp z.B. mit seinen Fischfangflotten die Fischgründe des Ausbreitungstyps leerfischt oder mit seiner massiv subventionierten Landwirtschaft die Ausbreitungstyp-Landwirtschaft kaputt macht, dann sollte man sich nicht wundern, dass der Ausbreitungstyp, der eigentlich Platzhaltertyp ist, zum Ausbreitungstyp wird.


Ich denke, daß ein Bio-Deutscher ein solcher ist, dessen Ahnen schon vor ein paar Jahrhunderten eingewandert sind und sie im Laufe der Jahrhunderte die Zivilisation und Kultur hierzulande geschaffen haben und im Umkehrschluß alle die Nicht-Bio-Deutsche sind, die und deren Ahnen am Aufbau unserer Kultur und Zivilisation keinen Anteil haben, und außerdem ihre Ahnen in den Jahrhunderten zuvor auch noch alles getan haben, um diese Kutur und Zivilisation zu vernichten - man denke nur an die Türken-Kriege). (Das ist eine bierernste Erklärung für eine Verlegenheitsbezeichnung, nämlich Bio-Deutsche )

"Ausbreitungs- und Platzhaltertyp" sind Wörter, die auch mir neu sind, und die ich darum nie gebraucht habe.

Was Sie mir da bezüglich "Höcke" zuschreiben, ist Ihre Erfindung: Ich habe dergleichen nie gesagt. Für Ihre Philosophie von den Fischgründen, fehlt mir die "Vor-Bildung": Ich verstehe sie nicht - was ja nicht unbedingt an mir liegen muß.

Aber, nichts für Ungut! Es macht einfach Vergnügen, mit Ihnen zu diskutieren.

HM

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RE: Bio-Deutsche?

#16 von kjschroeder , 18.01.2016 10:24

Zitat
auch Bio-Gemüse, Bio-Obst und Bio-Fleisch den Antibiotika- und Pestizid-Lebensmitteln vorzieht,
habe ich da mal eine Frage:



Wow - ich auch: Zahlen Sie für die Mitgliedschaft in dieser Glaubensgemeinschaft eigentlich Kirchensteuer?

Zitat
Ab wann ist man biologisch gesehen ein Bio-Deutscher ?
Der Ausdruck Bio-Deutscher ist mir neu



Tja, den Begriff habe ich zum ersten Mal vor ein paar Jahren aus der rot-grünen Ecke gehört als wenig schmeichelhafte Umschreibung für einheimische Deutsche. Aber ab wann die rot-grünen Parteizentralen dort einem dieses Prädikat verleihen, weiß ich auch nicht - ich hab's nicht so mit Rassen und Rassismus. Tipp: dort anfragen, ob den Rot-Grünen der kleine Ariernachweis reicht oder ob sie den großen Ariernachweis sehen wollen. Und nie vergessen: Rassisten - das sind immer die anderen! ;-)

Zitat
so wie "Ausbreitungstyp" und "Platzhaltertyp" Begriffe sind, die ich erst neu lernen musste.


Da geht's mir wie Ihnen.

Zitat
Wenn der Platzhaltertyp z.B. mit seinen Fischfangflotten die Fischgründe des Ausbreitungstyps leerfischt oder mit seiner massiv subventionierten Landwirtschaft die Ausbreitungstyp-Landwirtschaft kaputt macht, dann sollte man sich nicht wundern, dass der Ausbreitungstyp, der eigentlich Platzhaltertyp ist, zum Ausbreitungstyp wird.



Wie - Sie kritisieren tatsächlich sie hoch subventionierte Fischereipolitik der EU vor den Küsten Afrikas? Das geht gar nicht! EU - das sind die Guten! "Europa"! "Friedensprojekt"! "Wohlstand"! Was glauben Sie denn, wo die Länder an der Peripherie der EU - von Libyen über Syrien bis zur Ukraine - heute stünden, gäbe es die segensreiche EU nicht? </sarkasmus off>

Gruß
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RE: Bio-Deutsche?

#17 von J_Holstermann , 18.01.2016 10:33

Zitat
Ich denke, daß ein Bio-Deutscher ein solcher ist, dessen Ahnen schon vor ein paar Jahrhunderten eingewandert sind und sie im Laufe der Jahrhunderte die Zivilisation und Kultur hierzulande geschaffen haben



Und woher wissen Sie, dass Sie eine Bio-Deutsche sind? Haben Sie Ihren Stammbaum ein paar Jahrhunderte zurückverfolgt?
Wir in unserer Familie (meine Schwester und ich) haben es versucht, mehr als 6 Generationen haben wir nicht geschafft. Dann wurde es undurchsichtig – deswegen auch nur "Deutsch-Deutsch-Deutsch-D-D-Deutscher Stammbaum".

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RE: Bio-Deutsche?

#18 von J_Holstermann , 18.01.2016 10:44

Zitat
Zahlen Sie für die Mitgliedschaft in dieser Glaubensgemeinschaft eigentlich Kirchensteuer?



Kirchensteuer: nein. Aber höhere Endverbraucherpreise und in der Regel lohnt sich das geschmacklich auch. Ist wie bei den Single Malts, die billigen vom Discounter taugen nichts.


Zitat
Tja, den Begriff habe ich zum ersten Mal vor ein paar Jahren aus der rot-grünen Ecke gehört als wenig schmeichelhafte Umschreibung für einheimische Deutsche. Aber ab wann die rot-grünen Parteizentralen dort einem dieses Prädikat verleihen, weiß ich auch nicht - ich hab's nicht so mit Rassen und Rassismus. Tipp: dort anfragen, ob den Rot-Grünen der kleine Ariernachweis reicht oder ob sie den großen Ariernachweis sehen wollen. Und nie vergessen: Rassisten - das sind immer die anderen! ;-)



Ach wissen Sie, eigentlich wollte ich nur von Frau Mohringer wissen, ob ich ein biologischer Deutscher bin – und offensichtlich bin ich das nicht, da ich nicht nachweisen kann, dass meine Vorfahren vor ein paar Hundert Jahren anfingen, Deutschland zu kultivieren. Hätte ich das schon vor 30 Jahren gewusst, hätte ich meine staatsbürgerliche Pflicht als Wehrdienstleistender ja eigentlich gar nicht erfüllen müssen. Sollen doch die "Bio"-Deutschen für ihre Sicherheit sorgen, aber doch nicht ich.


Zitat
Wie - Sie kritisieren tatsächlich sie hoch subventionierte Fischereipolitik der EU vor den Küsten Afrikas? Das geht gar nicht! EU - das sind die Guten! "Europa"! "Friedensprojekt"! "Wohlstand"! Was glauben Sie denn, wo die Länder an der Peripherie der EU - von Libyen über Syrien bis zur Ukraine - heute stünden, gäbe es die segensreiche EU nicht? </sarkasmus off>



Die Frage im Zusammenhang mit EU und Fischereipolitik ist u.a., was die Fisch fangenden Nationen treiben würden, würden ihnen von der EU nicht Fangquoten zugewiesen.


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RE: Bio-Deutsche?

#19 von kjschroeder , 18.01.2016 11:36

Zitat
Wir haben doch ein "Migrationsproblem". Ich denke, bis hierhin sind wir uns einig!



So, wie Sie argumentieren: Nein, da sind wir uns nicht einig. In meinen Augen verwässert Ihre Herangehensweise das Problem bis zur Unkenntlichkeit. Um Ihnen meinen Standpunkt kurz zu verdeutlichen:

Ich kenne keine hier lebenden Franzosen, Italiener, Spanier, Amerikaner, Kanadier, Japaner, Chinesen, Koreaner, Vietnamesen, die - mit oder ohne deutschem Paß, egal - hier Ärger machen würden. Sie?

Und das Gleiche gilt - jedenfalls nach meiner Beobachtung - für die überwiegende Mehrheit der hier lebenden Türken, Marrokaner, Syrer und anderer Migranten aus islamischen Ländern, die hier ihre Steuern zahlen und die infantile Diskussion in Deutschland wahrscheinlich mit steigender Verbitterung verfolgen. Wie Sie wahrscheinlich wissen, lebe ich in einer Stadt mit 54% Migrantenanteil - nicht gefühlt, sondern statistisch dokumentiert - und denke daher, daß ich ein wenig Ahnung in Bezug auf das Realleben mitbringe.

Womit wir ein Problem haben, ist die archaische Auslegung des Islam, die mit der Machtübernahme Khomeinis 1979 begann, zu einer völligen Werteumwandung in den islamischen Ländern führte, und der zu stellen sich insbesondere Islamverbände bis heute weigern.

Aber auch dieses Problem ist letzlich nur ein Symptom.

Das eigentliche Problem, das im übrigen nicht nur wir haben, sondern fast sämtliche westlich geprägten Gesellschaften, ist eine politische Ausrichtung, die einer der bekanntesten amerikanischen Radiomoderatoren und Buchautoren, nämlich Michael Savage, in einem Buch als "mental disorder", also psychische Störung, ausgemacht hat (wobei ich nicht so weit gehen würde wie er). Hier das betreffende Buch. Rot-Grüne in Amerika bezeichnen sich als "liberal" (um Mißverständnisse beim Buchtitel zu vermeiden).

Menschen wegen ihrer politischen Denke zu psychatrisieren, war noch nie mein Ding, insofern überzieht Savage m.E. hier (was er häufiger tut).

Aber daß in Deutschland Rot-Grün-Schwarz ein dickes "linkes" Wahrnehmungsproblem hat, das mit "Köln" aufbrach, ist, denke ich, hinreichend belegt. Und DA liegt m.E. das Hauptproblem. Es ist also hausgemacht. Oder anders gesagt: Wer über Migrantenprobleme diskutieren und sie lösen will, sollte über rot-grün-schwarze Realitätsverweigerung in den betreffenden Parteien und ihres Führungspersonals reden.

Ich halte diesen Ansatz für erheblich zielführender. Zum einen, weil mit Rot-Grün-Schwarz das Problem richtig adressiert ist. Und zum andern, weil man damit nicht diejenigen Migranten verbittert, die sich hier integrieren wollen oder bereits haben.

Gruß
Klaus


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RE: Bio-Deutsche?

#20 von Hannelore Mohringer , 18.01.2016 11:36

Zitat von J_Holstermann im Beitrag #18
Ach wissen Sie, eigentlich wollte ich nur von Frau Mohringer wissen, ob ich ein biologischer Deutscher bin – und offensichtlich bin ich das nicht, da ich nicht nachweisen kann, dass meine Vorfahren vor ein paar Hundert Jahren anfingen, Deutschland zu kultivieren. Hätte ich das schon vor 30 Jahren gewusst, hätte ich meine staatsbürgerliche Pflicht als Wehrdienstleistender ja eigentlich gar nicht erfüllen müssen. Sollen doch die "Bio"-Deutschen für ihre Sicherheit sorgen, aber doch nicht ich.



Auch wenn Ihnen in den Jahrhunderten einmal ein Nicht-Kultivierer durch die Ahnenreihe gehüpft sein sollte, ist das nicht so wichtig. Nach dem Mendelschen Gesetz ergeben eine grüne und eine gelbe Erbse eine grüne und eine gelbe und zwei gepirschte Erbsen - ich beherrsche die Farbenlehre nicht. Und das setzt sich so fort, so daß am Ende die grüne untergegangen ist, wenn danach lauter Gelbe aktiv waren oder umgekehrt. (Das habe ich, allerdings in gehobenem Deutsch, in der Schule - natürlich in der Nazi-Zeit - gelernt.) Im wirklichen Leben habe ich einen blonden, blauäugigen Iberer kennengelernt. Als ich ihm sagte, ihm sei wohl ein Vandale durch die Ahnenreihe gesprungen, mußte ich ihm zuerst etwas von der Völkerwanderung erzählen.

Also: Sie haben, trotz kurzem Stammbaum, Ihren Wehrdienst zu Recht abgeleistet. Oder sind da Spuren von Grün zu erkenn, wenn die Deutschen Gelb wären oder Gelb, wenn sie grün wären? Anschlußfrage: Hätten Sie in einem solchen Fall auch die deutsche Grenze verteidigt, oder wären Sie dann lieber Sozialhelfer geworden, als es die Wehrpflicht noch gab und das die Alternative war?

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RE: Bio-Deutsche?

#21 von kjschroeder , 18.01.2016 12:50

Zitat
Aber höhere Endverbraucherpreise und in der Regel lohnt sich das geschmacklich auch



Nun bin ich kein Eß-Ideologe und seh das Thema locker. Bestätigen kann ich Ihnen das für Vollkornbrot bei mir. Leider bislang aber auch nur da.

Zitat
Ist wie bei den Single Malts, die billigen vom Discounter taugen nichts.



Wobei meine Discounter gar keine Single Malts anbieten, nur Blended. :-/

Zitat
Ach wissen Sie, eigentlich wollte ich nur von Frau Mohringer wissen, ob ich ein biologischer Deutscher bin



Wieso ist das für Sie wichtig?

Zitat
Die Frage im Zusammenhang mit EU und Fischereipolitik ist u.a., was die Fisch fangenden Nationen treiben würden, würden ihnen von der EU nicht Fangquoten zugewiesen.



Das ist eine Frage des Zivilisationsstandes: Im Normalfall neigen Menschen nicht dazu, sich die Grundlagen ihrer beruflichen Existenz zu zerstören. Die Iren z.B. waren in den 90ern ziemlich sauer, als die ersten spanischen Trawler dort auftauchten dank der tollen EU-Fangquoten. Und daß die westafrikanischen Fischer sauer auf die EU sind, kann ich verstehen: Was die EU da treibt, ist m.E. kriminell und gehört verboten.

Ansonsten aber ist Fischerei längst eine weltweit regulierte Geschichte. Hat nicht nur mit der EU zu tun. Fragen Sie Japan. ;-)

Gruß
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RE: Bio-Deutsche?

#22 von J_Holstermann , 18.01.2016 17:00

Zitat
Nun bin ich kein Eß-Ideologe und seh das Thema locker. Bestätigen kann ich Ihnen das für Vollkornbrot bei mir. Leider bislang aber auch nur da.



Soll ja jeder Essen können, was er will und sich leisten kann. Wem Holland-Gurken -tomaten etc., die für meinen Geschmack keinen nennenswerten Geschmack haben (woher auch), bitte schön.
Am krassesten ist der Qualitätsunterschied bei Fleisch. Ein gutes Rinder- oder Schweinestück im Vergleich zu dem, was in den Supermarktketten angeboten wird, ist ein himmelweiter Unterschied.



Zitat
Wieso ist das für Sie wichtig?



Man sollte wissen, wann es Zeit wird, die Koffer zu packen, wenn man im eigenen Land nicht mehr erwünscht ist, weil man nicht als "Bio-Deutscher" gilt. Nun die Antwort von Frau Mohringer hat mich in dieser Hinsicht ein wenig beruhigt. :-)
Und um die nächste Frage vorwegzunehmen: Ja, man sollte auch wissen, wann man die Koffer packen muss, wenn man aufgrund der eigenen Religion in seinem eigenen Land nicht mehr erwünscht ist. Das gilt für Christen, aber ebenso für alle anderen Religionen.

Zitat
Das ist eine Frage des Zivilisationsstandes: Im Normalfall neigen Menschen nicht dazu, sich die Grundlagen ihrer beruflichen Existenz zu zerstören.



Ach, ist das so? Wie kommt es dann, dass die Mittelmeeranrainer in ihren eigenen Gewässern nichts lohnenswertes mehr fangen und deshalb in fremde Reviere aufbrechen? Das Mittelmeer war z.B. voll von rotem Thun, der vom Atlantik ins Mittelmeer wandert um dort zu laichen (oder umgekehrt, genau weiß ich das nicht mehr). Nun ist er so gut wie gar nicht mehr da.
Richtig: weil Spanien und Italien die Fische schon auf dem Weg zu ihren Laichgründen abgefischt haben. Und dann auf dem Rückweg nochmal. Soviel zu eigene berufliche Existenz nicht zerstören.
M.E. gibt es so etwas wie eigenverantwortliches nachhaltiges Wirtschaften von wilden Fischbeständen nicht mehr. Das fing mit der Nahezu-Ausrottung der Walbestände an und wird auch nicht Halt machen vor Thun, Hering, Dorsch uvm. Der Mensch holt raus, was rauszuholen ist und hört erst auf, wenn es sich kommerziell nicht mehr lohnt, wegen ein paar Tonnen Fisch 500 km An- und Abreise zu veranstalten.
Naja, immerhin habe ich mal einen kleinen Thunfisch-Schwarm bei einem Tauchgang im Roten Meer gesehen. Imposant. Seitdem habe ich meinen Thunfischverzehr auf ein Minimum reduziert, was den Thuns insgesamt aber leider auch nicht helfen wird.


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zuletzt bearbeitet 18.01.2016 | Top

RE: Bio-Deutsche?

#23 von J_Holstermann , 18.01.2016 17:22

Zitat

Auch wenn Ihnen in den Jahrhunderten einmal ein Nicht-Kultivierer durch die Ahnenreihe gehüpft sein sollte, ist das nicht so wichtig. Nach dem Mendelschen Gesetz ergeben eine grüne und eine gelbe Erbse eine grüne und eine gelbe und zwei gepirschte Erbsen - ich beherrsche die Farbenlehre nicht. Und das setzt sich so fort, so daß am Ende die grüne untergegangen ist, wenn danach lauter Gelbe aktiv waren oder umgekehrt. (Das habe ich, allerdings in gehobenem Deutsch, in der Schule - natürlich in der Nazi-Zeit - gelernt.) Im wirklichen Leben habe ich einen blonden, blauäugigen Iberer kennengelernt. Als ich ihm sagte, ihm sei wohl ein Vandale durch die Ahnenreihe gesprungen, mußte ich ihm zuerst etwas von der Völkerwanderung erzählen.



Um bei Ihrer Farbenlehre zu bleiben: Mir ist es egal, ob die Erbes grün oder gelb ist, Hauptsache sie schmeckt. Und so ist es auch mit den menschlichen Rassen, auch wenn ich die ganz sicher nicht esse. Mir ist es egal, ob Asiaten, Afrikaner, Araber, Aborigines, Eskimos oder Indianer in Deutschland leben und vielleicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Solange sie sich an die hier geltenden Regeln halten, mir finanziell nicht zu Last fallen und mich leben lassen, wie ich will. Dann spielt für mich ihre Herkunft, ihr Glaubensbekenntnis und ihre Lebensweise keine Rolle. Ganz im Gegenteil, sie kann eine Bereicherung sein.

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RE: Bio-Deutsche?

#24 von Hannelore Mohringer , 18.01.2016 19:44

Zitat von J_Holstermann im Beitrag #23
Mir ist es egal, ob Asiaten, Afrikaner, Araber, Aborigines, Eskimos oder Indianer in Deutschland leben und vielleicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Solange sie sich an die hier geltenden Regeln halten, mir finanziell nicht zu Last fallen und mich leben lassen, wie ich will. Dann spielt für mich ihre Herkunft, ihr Glaubensbekenntnis und ihre Lebensweise keine Rolle. Ganz im Gegenteil, sie kann eine Bereicherung sein.


"und mich leben lassen, wie ich will" Ich kann mich immer nur wundern, wie bestenfalls unbedacht die Gutmenschen-Botschaften, der die Bevölkerung gebetsmühlenartig ununterbrochen ausgesetzt ist, angenommen und übernommen werden. Vor Augen Liegendes schildern zu müssen, ist eigentlich nur bei Blinden nötig: Die von Ihnen aufgezählten Ethnien und noch andere mehr, die in Deutschland leben und auch noch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und ihre religiösen und politischen Glaubensbekenntnisse ausleben dürfen, sind sehr bald imstande, die Freiheiten, die Sie ihnen zugestehen, gegen Sie zu verwenden. Sie fallen Ihnen jetzt schon über Steuern und Abgaben zur Last; sie schränken Ihre Freiheiten ein, weil Sie schon jetzt nicht mehr in Sicherheit leben können; sie können schon bei der nächsten Wahl Mehrheiten bilden und bei übernächsten Wahl ganz legal die Regierung übernehmen. Nachdem Sie bereits jetzt mit dem Anblick von Moscheen im Städtebild und Burkas im Straßenbild leben müssen, wächst die Gefahr, daß Sie, wie die einst 99% der Christen in der Türkei, zu einer Minderheit in Ihrem Land von 1% gehören werden. Glauben Sie im Ernst, daß Sie dann noch leben können, wie Sie wollen? Ich habe eben die heute-Nachrichten vom ZDF gehört und deren Bilder gesehen. Das, was ich Ihnen vorhalte, haben Sie, geballt in ein paar Minuten Nachrichtensendung, vor Augen.

Ich habe selten ein "Argument" von solcher Naivität gehört oder gelesen, wie das obige. Oder, als was könnte oder müßte gar es sonst bezeichnet werden?

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RE: Bio-Deutsche?

#25 von J_Holstermann , 19.01.2016 15:29

Es tut mir wirklich aufrichtig leid, dass Sie in Ihrem eigenen Land Angst haben. Ich kann nur für mich sprechen: in den letzten 45 Jahren lebe ich in der großen Nachbarstadt von Hr. Schröder und ich persönlich wurde von den vielen dort lebenden Ausländern noch nie in meiner Freiheit eingeschränkt und ebenfalls noch nie bedroht. Mit anderen Worten, ich habe keine Angst.

Und an dieser Diskussionen um Bevölkerungs-Mehrheiten und -Minderheiten werde ich mich nicht beteiligen. Dazu ist der generelle Prozess des gesellschaftlichen Wandels viel zu dynamisch, um mir den Kopf darüber zu zerbrechen, ob Deutschland irgendwann weit nach meinem Tod eine islamische Republik ist, in der Christen unterdrückt werden oder ob die US-Regierung ihre dann weiße Minderheit unterdrückt. Aber Sie können sich ja weiter mit diesem theoretischen und fernen Zukunftsproblem beschäftigen.


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zuletzt bearbeitet 19.01.2016 | Top

   

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