Köln: Der Hippie-Staat in Action - und Berlin auf Tauchstation

#1 von kjschroeder , 05.01.2016 14:32

In der Zeit zwischen den Jahren und in den vergangenen Tagen ist so viel Berichtenswertes passiert - ich weiß gar nicht, wo zu beginnen wäre. Vor allem, da mich irgendeine dumme Grippe oder Infektion auf den durch mich ziemlich belebten (gottseidank relativ kurzen) Weg zwischen Bett und Toilette verbannt hat. Nichtsdestotrotz: Ein verspätetes Frohes Neues, das hoffentlich nicht so schlecht wird, wie von vielen befürchtet.

Womit ich beim ersten Thema wäre - der Mutti aller EU-weiten Probleme, dem deutschen Patentrezept für europaweiten Unfrieden und Unruhe, dem europäischen Spitzenreiter der politischen Störenfriede, Nervensägen und Plagegeister. Richtig getippt: bei dieser Person im Bundeskanzleramt.

Henry Kissinger meinte zwischen den Jahren in einem Handelsblatt-Interview: "Eine Region verteidigt ihre Außengrenzen nicht, sondern öffnet sie stattdessen. Das hat es seit einigen tausend Jahren nicht mehr gegeben." So charakterisiert der ehemalige US-Außenminister und jetzige Elder Statesman die Völkerwanderungspolitik dieser Person, die Deutschland in die größte Staatskrise seit 1945 führt.

Er hat für sie sogar noch Mitgefühl. In meinem Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis wurde spätestens seit Oktober hingegen die Frage diskutiert, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. Eine sicher nicht höfliche, aber angesichts der Einmaligkeit und Ungeheuerlichkeit des Vorganges ("... seit einigen tausend Jahren nicht mehr gegeben") zumindest nachvollziehbare Frage, sollte man meinen. Zumal zu den staatlichen Aufgaben der Schutz der Bürger gehört. Und nicht ihre Gefährdung durch ihn und damit der Umstand, daß etwas als selbstverständlich Erachtetes auf einmal völlig irrational auf den Kopf gestellt wurde.

Daß CDU-Generalsekretär Peter Tauber eine enstsprechende Frage mit "Sie sind ein Arschloch" beantwortete, und SPD-Parteivize und Kieler Fraktionschef Ralf Stegner sich über die Kölner Geschenisse lustig machte ( "Da schlottern einem glatt die Knie ;-)" ), um dann zwei Tage später auf einmal alles ganz anders gemeint zu haben ( "Dieser Kölner Vorgang wird hoffentlich aufgeklärt und geahndet. Ich habe mich weder über Opfer lustig gemacht noch Sympathie für so etwas." ) - geschenkt. Etwas, das bedrückend an die Vergewaltigungen auf dem Tahrir-Platz in Kairo erinnert, als "Vorgang" zu bezeichnen - paßt ins Bild. Pöbel-Elite in Action eben, allgemein bekannt.

Die Ereignisse am Kölner Hauptbahnhof stellen eine Zäsur dar. Konnte man - viel guten Willen unterstellt - die Schlägereien und sonstigen Auseinandersetzungen in den Unterkünften noch als Streß aufgrund beengter Verhältnisse (v)erklären: Was sich Silvester am Kölner Hauptbahnhof abgespielt hatte - ein Mob aus etwa 1.000 Migranten wirft Böller in die Menge, aus ihm heraus werden Frauen belästigt, bedrängt, begrapscht, die Kleider zum Teil heruntergerissen (60 Anzeigen liegen bislang vor, von 80 Opfern ist die Rede, darunter von einer Vergewaltigung) - ist damit nicht mehr erklärbar. Was hier passierte, ist ein nach Deutschland importiertes arabisches Problem, wie auf Roland Tichys Blog zutreffend festgestellt wird.

Weswegen es in Berlin wohl auch mucksmäuschenstill ist. Niemand, der etwas sagen will - keine Merkel, kein Maas, kein Gabriel, keine Göring-Eckardt. Sie arbeiten wahrscheinlich noch am passenden "Narrativ". Nicht, daß es sonderlich überraschte. Aber sollen wir uns als Publikum diese Feigheit vor der Diskussion bieten lassen? Und wenn es nach den Lückenmedien gegangen wäre, wäre es nach wie vor still geblieben. Denn hier haben wir es auch mit einem Medienversagen zu tun. Wieder mal, wie so häufig, wenn es um Migranten geht. Schwacher Trost: Das Politik- und Medienversagen macht mittlerweile auch international die Runde. Bei Breitbart zum Beispiel. Oder in der DailyMail - es gibt noch andere Beispiele. Und das ist auch gut so.

Es sind übrigens diese angelsächsischen Medien, die die Frage aufwarfen, warum die Polizei trotz Videoüberwachung am Bahnhof nur fünf Verdächtige festgenommen hat. In der Tat - warum? Und warum lese ich sowas nicht in einem deutschen Medium? Nun, wirklich überraschend ist auch das nicht. Liberale kennen die verkorkste und verquere Denke Rechts und Links: Was bei der Rechten als Obrigkeitshörigkeit daherkommt und bei der Linken als Angst vor "Mißbrauch" (durch Rechte), mündet bei beiden letzlich in ein und dasselbe Ergebnis: Feigheit. Die Feigheit, Dinge, Situationen und Ereignisse beim Namen zu nennen und nachzuhaken, um die entsprechenden Informationen zu bekommen. Und bei beiden kommt die Feigheit vor der eigenen Meinung noch dazu und das unbedingte Verlangen, bloß nicht aufzufallen. Lieber ist frau und man braves Schäfchen.

Auch das wird sich ändern müssen, wenn wir unsere freiheitlichen Werte, unsere Kultur und Lebensart erhalten wollen. Dazu gehört unter anderem, diejenigen willkommen zu heißen, die unsere Werte teilen und ihre Rechnungen selber bezahlen wollen. Und diejenigen nach Hause zu schicken, bei denen das nicht der Fall ist. Und diejenigen bei nächstpassender Gelegenheit (Wahlen) in die Wüste bzu schicken, die uns für ihre gefährlichen sozialrevolutionären Experimente mißbrauchen wollen. Und für die der gegenwärtige Migrantenstrom nur Mittel zum Zweck ist, um eine im Niedergang befindliche EU par ordre mufti noch eiligst zusammen zu zimmern.

Gruß
Klaus


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Nach Köln: Perlen politischer Empathie

#2 von kjschroeder , 05.01.2016 14:51

Nach Köln: Perlen der politischen Empathie

Facebook-Seite von Katrin Göring-Eckardt, Fraktionschefin Grüne: "Nötig ist jetzt ein Stoppschild - und zwar ein ganz großes!"
Gemeint sind die Hinrichtungen in Saudi-Arabien. Zu Köln kein Wort.


Facebook-Seite von Angela Merkel, Bundeskanzlerin, CDU, jüngster Eintrag (31. Dezember): Die Neujahrsansprache. Zu Köln kein Wort.


Facebook-Seite von Heiko Maas, Justizminister, SPD, jüngster Eintrag (05. Januar): "Die abscheulichen Übergriffe auf Frauen werden wir nicht hinnehmen. Alle Täter müssen konsequent zur Rechenschaft gezogen werden."
Beitrag davor: vom 31. Dezember. "Prosit Nujahr. Alles Gute für 2016.


Facebook-Seite von Sigmar Gabriel, Wirtschaftsminister, SPD-Vors., jüngster Eintrag (05. Jan.): "Lieber Frank-Walter Steinmeier, zu Deinem 60. Geburtstag gratuliere ich Dir...."
Beitrag 04. Januar: Teilen der SPD-Grafik "Mindestlohn lohnt"
Beitrag 01. Januar (06:04 Uhr) Teilen der SPD-Grafik "Wir wünschen ein frohes, friedliches und gesundes 2016"
Zu Köln kein Wort.


Facebook-Seite von Peter Tauber, Generalsekretär CDU, jüngster Eintrag (03. Januar): "Auf Facebook tummeln sich so viele dumme Menschen, die andere wegen ihrer Meinung herabwürdigen, die rechtsradikalen Dreck und antisemitische Hetze verbreiten....Ich nehme für mich und die meisten auf Facebook in Anspruch, dass wir hier tolle Texte, gute Ideen und schöne Bilder teilen wollen. Wir wollen diskutieren und unterschiedliche Meinungen hören und zulassen. Aber wir wollen das mit Respekt tun...." (seine Begründung für seine 'Arschloch'-Äußerung in einem vorhergehenden Beitrag auf derselben Facebook-Seite)

Beitrag davor: vom 01. Januar 00:51. Link auf einen im Oktober im "Tagesspiegel" erschienenen Beitrag von ihm mit der Überschrift "Nehmt Pegida die Deutschlandfahnen weg!"

Zu Köln kein Wort.

Gruß
Klaus


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RE: Nach Köln: Perlen politischer Empathie

#3 von Hannelore Mohringer , 06.01.2016 01:34

Zitat von kjschroeder im Beitrag #2
Zu Köln kein Wort.


Ein solches vermisse ich auch von Herrn Kleinfeld

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