In Frankreich ein Sieg von Logik und Vernunft

#1 von Hannelore Mohringer , 07.12.2015 11:52

Ein Sieg von Logik und Vernunft

Rechte Vernunft hat in Frankreich einen Sieg errungen. Disziplin und Ordnung sollen zurückkehren und mit linkem Chaos aufräumen und damit auch mit linker Larmoyanz und elegischer Schwärmerei für Brüchigkeit als gefälschten Ausweis für Menschenliebe. Weil unübersehbar vor Augen liegt, daß LINKS stattdessen nur Grausamkeit und Orientierungslosigkeit bewirkt, scheint die Vernunft in Frankreich nun endlich einen Etappensieg errungen zu haben.

Es ist, laut SÜDKURIER auf Seite 5, „Der rechte Rand in Europa“ der sich von den Folgen linker Zerstörungswut trennen will:
Polen, Österreich, die Schweiz, Griechenland, Dänemark, Italien, die Slowakei, Tschechien, die Niederland und Ungarn sind demzufolge auf dem demokratischen Weg, dem Spuk der sogenannten Massenflucht nach Europa endlich ein Ende zu bereiten. Das läßt sich ohne Trennung der linken Weltanschauung von der Herrschaft der Armen und Zukurzgekommenen bei gleichzeitiger Praxis normalen sozialen Verhaltens im jeweils eigenen Land - wie gleich betont werden muß, um Wehgeschrei über dann angeblich zu erwartende soziale Kälte vorzubeugen - nicht durchführen.

Indessen macht LINKS in Deutschland einfach stur weiter: Was „sich in salafistischen Moscheen abspielt, ist nicht minder gefährlich als der Rechtsradikalismus“ sagt Siegmar Gebriel, seines Zeichens linker Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland auf Seite 2. Botschaft 1: Es handelt sich nicht um islamische Moscheen, wo die guten Menschen unschuldig beten, sondern nur um salafistische. Botschaft 2: Der Rechtsradikalismus ist gefährlicher als der muslimische Salafismus.
Gabriel auf Seite 4: „Wir müssen den Saudis klarmachen, dass die Zeit des Wegschauens vorbei ist“. ‚Selten so gelacht‘ werden die Saudis ins Arabische übersetzen! Den Deutschen ist das Lachen ja vergangen.
Der Vorsitzende des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt tritt zurück, weil er keinen Rückhalt mehr habe, seit er gesagt hat „Eine Immigranteninvasion überschwappt Deutschland“. Auch Seite 4
Ebenfalls auf Seite 4 und auch in Sachsen-Anhalt (CDU/SPD-Koalition) beheimatet: „CDU schließt Koalition mit AfD aus. Dpa-Formulierung: „Die CDU dürfe rechts von ihr keinen Platz lassen für Rattenfänger“. (Die sind sie folglich lieber selbst ?)

Und dann folgt – auf Seite 5 – pflichtschuldigst die Würdigung des Wahlsiegs des französischen Front National und der triumphierend strahlenden Rechtspopulistin Marine Le Pen. Ihre Partei, der „rechtsextreme Front National“ „profitierte (sie) vom Schock der Pariser Terroranschläge“.
Also nicht Neues von LINKS zur Rechtfertigung des angerichteten Desasters! In der Auseinandersetzung mit allen, die dem Treiben ein Ende bereiten wollen, hat LINKS nichts anderes als dieses eine Wort als Waffe, das systematisch als Begriff des Bösen die Köpfe besetzen konnte: RECHTS. Dies ist ein Propagandasieg, der LINKS zugestanden werden muß. Er wirkte lange und nachhaltig. Aber Logik und Vernunft lassen sich auf Dauer nicht besiegen.

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RE: In Frankreich ein Sieg von Logik und Vernunft

#2 von J_Holstermann , 07.12.2015 16:31

Eine Frage an ein Mitglied der FDP – oder sind Sie es nicht mehr?
Wo kommt in Ihrem Links-Rechts-Schema eigentlich die liberale Mitte vor? Gibt es keine Mitte mehr?

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RE: In Frankreich ein Sieg von Logik und Vernunft

#3 von Hannelore Mohringer , 07.12.2015 23:54

Zitat:
"

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RE: In Frankreich ein Sieg von Logik und Vernunft

#2 von J_Holstermann , Heute 16:31

Eine Frage an ein Mitglied der FDP – oder sind Sie es nicht mehr?
Wo kommt in Ihrem Links-Rechts-Schema eigentlich die liberale Mitte vor? Gibt es keine Mitte mehr?

J_Holstermann" Zitatende

1. Antwort: Ich bin immer noch FDP-Mitglied und harre aus.
2. Antwort: Falls Sie die FDP in meinen Beiträgen vermissen: Die spielt politisch keine Rolle mehr, ein Zustand, den ich seit Mitte der siebziger Jahre kommen sah und das auch seither in zunehmender Deutlichkeit vorausgesagt und geschrieben habe. Ein Parlament, das - wie in Deutschland - ohne das Korrektiv einer liberalen Partei nur noch einen Linksblock von Parteien aufweist, braucht nicht auch noch Linksliberalen. Es braucht Rechtsliberale zur Erhaltung und mittlerweile Neubildung eines Parteienspektrums, das den Namen Demokratie verdient.

Um Ihre Frage zu beantworten: Die AfD könnte die fehlende Mitte sein und die Rolle ausfüllen, der sich die linksliberale FDP verweigert hat. Falls sie versagt, könnte die Stunde der FDP schlagen; falls sie die Hoffnungen erfüllt, könnte sie zur neuen CDU und die FDP ihr Korrektiv werden.

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RE: In Frankreich ein Sieg von Logik und Vernunft

#4 von kjschroeder , 08.12.2015 08:46

Zitat
Wo kommt in Ihrem Links-Rechts-Schema eigentlich die liberale Mitte vor? Gibt es keine Mitte mehr?



Ein interessanter Punkt. Wo macht sich für SIE denn "Mitte" fest? Am Inhalt? Am Standort anderer Parteien? Kann sich "Mitte" verschieben? Nach links - oder nach rechts? Wo lag "Mitte" in den 70ern, wo in den 80ern, wo jetzt? Wenn sich das Parteienspektrum nach "linkls" verschiebt wie jetzt - verschiebt sich dann "Mitte" automatisch auch nach "links" (und würde sich so von den Entwiucklungen anderer Parteien abhängig machen)?

Oder ist diese in Deutschland übliche Art Art Politik zu denken, nicht eigentlich hochproblematisch?

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

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Der griff ins Eingemachte

#5 von Hannelore Mohringer , 08.12.2015 09:31

Der Griff ins Eingemachte

Ist ein Wahlergebnis, wie das von der „rechtsextremen“ – ohne das Adjektiv kommt kein Politiker und keine Zeitung aus - Front National (FN) auch in Deutschland möglich? Der („linksextreme“) politische Hühnerstall in Deutschland ist in heller Aufregung, ausgenommen offenbar die Kanzlerin; denn von ihr ist noch nichts dazu zu hören. Was sollte sie auch anderes sagen, als ihre Medien es schon tun! Der SÜDKURIER hat dazu Jürgen Falter befragt, den Interessierte aus dem Fernsehen als Deuter von Wahlergebnissen kennen. Bei Google liest der Neugierige, daß Professor Dr. Jürgen Falter 1944 geboren ist, und er denkt sofort, daß er 1968 also Student gewesen sein muß. Er studierte Politik und Neuere Geschichte, ist Wahl- und Parteienforscher, Leiter der „Forschungsprofessur „Die Mitglieder der NSDAP“ und Träger des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland. 2013 trat er aus der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft aus wegen der Abschaffung des Theodor-Eschenburg-Preises, weil diese, Eschenburg, in das NS-Regime verstrickt gewesen sei. (Ein anderes, nicht minder interessantes Thema!)

Auf die Frage, ob die „Alternative für Deutschland (AfD) mit Frauke Petry an der Spitze den gleichen Erfolg haben könnte, wie der Front National mit Marine Le Pen, weist Prof Falter zunächst darauf hin, daß „Deutschland von Ländern, in denen nationale oder rechtspopulistische Parteien große Wahlsiege feiern, geradezu umzingelt ist“, um dann die Frage so zu beantworten: „Daß es bei uns anders läuft, als in Frankreich, Polen oder Ungarn, hat nach wie vor sehr viel mit der deutschen Vergangenheit zu tun“. Und daß das „mit dem zeitlichen Abstand vom Nationalsozialismus“ einmal anders sein könnte, habe sich bisher nicht bewahrheitet, weil „zwischen den Generationen sehr viel weitergegeben“ wird, wobei die „gesellschaftlichen Eliten, aber auch die Medien“ sich „sehr klar“ gegen „Parteien am rechten Rand“ wie jetzt die AfD positionieren würden.

Also Konjunktiv! Man kann ja nie wissen, ob die normative Kraft des Faktischen der Masse Mensch am Ende nicht doch noch die Augen für die Realität öffnet! Der studierte Politiker weiß ja vielleicht, jedenfalls müßte er wissen, wie die real existierenden „gesellschaftlichen Eliten“, die so gar nicht elitär im bürgerlichen Sinne des Wortes sind, und die real existierenden Medien als veröffentlichte Meinungsvertreter, zustande gekommen sind. Er läßt es durchblicken mit seinem Hinweis auf die ‚Weitergabe zwischen Generationen‘, nämlich die Weitergabe der speziellen Sicht auf die „deutsche Vergangenheit“, die von der herrschenden Klasse in Deutschland vorgegeben ist. Das ist das Eingemachte, das Frauke Petry mit ihrer AfD, ob sie das will oder nicht, mit jedem Erfolg ihrer Alternative angreift, weil der Wille der Deutschen mit der ständigen Erinnerung an ihre Untaten niedergehalten und keine Diskussion über die Ursachen zugelassen wird, bei der nämlich die Untaten derer in ebenso ständige Erinnerung gerufen würden, von denen sie provoziert wurden. Es läuft auf die Auseinandersetzung mit dem Kommunismus zu, die in Deutschland um jeden Preis erstickt wird. Das ist der Unterschied zwischen dem Befreiungskampf vom Sozialismus in Deutschland zu dem in anderen Ländern, heute, wie vor 40 Jahren. Der Durchbruch in den anderen europäischen Ländern soll in Deutschland mit allen Mitteln verhindert werden. Scheitert der Sozialismus in Deutschland, scheitert er in Europa. Das ist genauso richtig, wie die Prophetie unserer linken Kanzlerin, daß Europa mit dem Euro scheitert. Es ist jeweils der Griff ins Eingemachte, sich gegen die Politik aufzulehnen, die sich seit 40 Jahren etabliert hat, als LINKE gegen RECHTS und nun als RECHTS gegen LINKS.

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RE: Der griff ins Eingemachte

#6 von Hannelore Mohringer , 08.12.2015 12:25

Zu #4
Zitat:
Wo macht sich für SIE denn "Mitte" fest? Am Inhalt? Am Standort anderer Parteien? Kann sich "Mitte" verschieben? Nach links - oder nach rechts? Wo lag "Mitte" in den 70ern, wo in den 80ern, wo jetzt? Wenn sich das Parteienspektrum nach "linkls" verschiebt wie jetzt - verschiebt sich dann "Mitte" automatisch auch nach "links" (und würde sich so von den Entwiucklungen anderer Parteien abhängig machen)?

Oder ist diese in Deutschland übliche Art Art Politik zu denken, nicht eigentlich hochproblematisch?" Zitatende

Objektiv müßte "rechts" und "links" und "Mitte" von der Sitzordnung im Parlament abgebildet sein. Da sich die CDU, einstmal rechtsoben, aber unter ihrem alten Namen unter Mitnahme ihres Images geistig auf die linke Seite gesetzt hat, aber in personam bräsig auf der rechten sitzengeblieben ist, hat sie sich nach alter Fälschertradition ein bürgerliches Mäntelchen umgehängt, daß inzwischen die Löcher die ganze Sicht auf die Fälschung freigeben.

Mit anderen Worten: Wir haben in Deutschland im Parlament und in der offiziellen Politik keine Partei, die auf die rechte Seite gehört und folglich auch keine Demokratie, und die linke Politik verteidigt den Zustand mit Klauen und Zähnen.

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