Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#1 von Hannelore Mohringer , 16.11.2015 12:39

SÜDKURIER, am 2. Tag nach dem Anschlag

„Ein Angriff auf uns alle“, titelt der Politikchef über seinem Leitkommentar auf Seite 1. Da hätte er recht, wenn er den Islam als Ganzes meinte. Der Islam macht ja offensichtlich keinen Unterschied beim Morden zwischen bisherigen Wegbereitern und denen, die das kritisiert haben und von den Wegbereitern beschimpft wurden, die ihre Stimme unterdrückt haben. Der Kommentator sagt immer noch:

Zitat: „Nichts wäre fataler, als Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen“. Auch da hat er gewissermaßen recht. Sie kommen, weil ihnen der Himmel auf Erden bei den Ungläubigen versprochen wurde. Daß damit auch der Sieg des Islam gemeint ist, gehört einfach zu den Selbstverständlichkeiten ihres Glaubens. Wenn sie ihre Kinder lehren, das V-Zeichen oder den erhobenen Daumen in die Kameras zu strecken, dann ist das ja auch kein Verdacht mehr, sondern unterschwelliges Wissen: Wir kommen als Sieger.

Seite 1: „276 neue deutsche Staatsbürger“: „267 Menschen – 2014 waren es 50 – wurden in den vergangenen 12 Monaten im Landkreis Waldshut eingebürgert…… Anwesend waren bei der Feier ein guter Teil der Eingebürgerten….“

Also waren noch nicht einmal alle anwesend bei dem feierlichen Akt einer neuen Identität! Die nichtanwesenden Neubürger haben damit demonstriert, daß es keine neue Identität gibt. Was ihnen nun zugeschickt werden wird, ist nichts als ein Stück Papier, das ihnen den Zugang zu allen Möglichkeiten eröffnet, ihre alte Identität zu sichern. Wer zieht sich denn wegen sowas den Sonntagsanzug an? Die Deutschen können getrost davon ausgehen – sofern sie überhaupt darüber nachdenken -, daß die Einwanderer ihre eigentliche Staatsbürgerschaft behalten haben. Fatal ist vielmehr, daß sie, die deutschen Deutschen, bald nur noch als Rest vorhandenen sein werden, und das gar nicht zur Kenntnis nehmen.

Auf Seite 6 nach vielen Bildern von den mörderischen Attentaten in Paris und Texten der Trauer und Empörung, dann die Ansichten des studierten Politikwissenschaftlers und (von wem ernannten?) Terrorismusforschers Peter Neumann und einer Korrespondentin aus Beirut namens Birgit Cerha! Ersterer schätzt, daß der Anschlag in Paris, da ein Ziel auch das Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft war, auch gegen Deutschland gerichtet gewesen sei. Um das zu erkennen, muß man also Politikwissenschaft studiert haben!

Frau Cerha wartet dagegen mit interessanten Zahlen auf: Dem Ruf zur Beteiligung beim „ Aufbau seines, des „ 44-jährigen irakischen Doktors der Bildungswissenschaft Abu Bakr al-Baghdadi, ‚Kalifats‘, seien unter den 32 000 IS-Dschihadisten 28 000 Ausländer, 5000 davon aus dem Westen.

Und da soll es fatal sein, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen, wenn das Morden in der Hauptsache von arabischen „Ausländern“, was im Umkehrschluß ja arabische Inländer im Westen bedeutet, ausgeht? Es könnte ja vielleicht anstatt ‚fatal‘, ‚begründete Vorsicht‘ genannt werden – politisch ganz neutral! Der SÜDKURIER und sein Politikchef und alle Medien hierzulande gehorchen aber immer noch dem Einwanderungsverdikt der deutschen Regierungschefin. Die kluge Frau Cerha in Beirut sieht das dagegen so: „Das Hauptziel der religiös-fanatischen Führung ist ein apokalyptisches Chaos aus dem eine neue islamische Weltordnung nach ihrer brutalen Interpretation geboren wird“! Hierzulande aber regieren Absicht und Unverstand des Sozialismus – und streben dasselbe an!

Was bedeutet dagegen die Notiz auf Seite 7 (dpa), daß „Deutschlands Stromkunden“ im neuen Jahr „durchschnittlich gut 3%“ mehr für ihren Strom bezahlen sollen vor allem durch „gestiegene Umlagen und staatliche Abgaben“? Geopolitisch eine Marginalie! Da denkt man eher flüchtig daran, daß die Renten um 4% erhöht werden sollen, die mit den „gut 3%“ schon wieder weg sind. Was hat das noch für eine Bedeutung in der allumfassenden Katastrophe!

Ach, übrigens: Gestern hörte ich eine deutsche Rentnerin voller Zufriedenheit ihre Situation preisen. Ihr und ihren Kindern und Enkeln gehe es gut. Die Kinder haben Arbeit, das Geld reicht, sie können reisen, und sie – das signalisierte ein aggressiver Tonfall –lasse sich dieses Glück auch nicht kleinreden von Westdeutschen zumal, mit deren Ansprüchen. Sie hat ihr Leben in der DDR verbracht und nur die Reisefreiheit vermißt. Was soll man da noch sagen!

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#2 von J_Holstermann , 16.11.2015 13:27

Zitat
„Ein Angriff auf uns alle“, titelt der Politikchef über seinem Leitkommentar auf Seite 1. Da hätte er recht, wenn er den Islam als Ganzes meinte. Der Islam macht ja offensichtlich keinen Unterschied beim Morden zwischen bisherigen Wegbereitern und denen, die das kritisiert haben und von den Wegbereitern beschimpft wurden, die ihre Stimme unterdrückt haben. Der Kommentator sagt immer noch:

Zitat: „Nichts wäre fataler, als Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen“. Auch da hat er gewissermaßen recht. Sie kommen, weil ihnen der Himmel auf Erden bei den Ungläubigen versprochen wurde. Daß damit auch der Sieg des Islam gemeint ist, gehört einfach zu den Selbstverständlichkeiten ihres Glaubens. Wenn sie ihre Kinder lehren, das V-Zeichen oder den erhobenen Daumen in die Kameras zu strecken, dann ist das ja auch kein Verdacht mehr, sondern unterschwelliges Wissen: Wir kommen als Sieger.

Seite 1: „276 neue deutsche Staatsbürger“: „267 Menschen – 2014 waren es 50 – wurden in den vergangenen 12 Monaten im Landkreis Waldshut eingebürgert…… Anwesend waren bei der Feier ein guter Teil der Eingebürgerten….“

Also waren noch nicht einmal alle anwesend bei dem feierlichen Akt einer neuen Identität! Die nichtanwesenden Neubürger haben damit demonstriert, daß es keine neue Identität gibt. Was ihnen nun zugeschickt werden wird, ist nichts als ein Stück Papier, das ihnen den Zugang zu allen Möglichkeiten eröffnet, ihre alte Identität zu sichern. Wer zieht sich denn wegen sowas den Sonntagsanzug an? Die Deutschen können getrost davon ausgehen – sofern sie überhaupt darüber nachdenken -, daß die Einwanderer ihre eigentliche Staatsbürgerschaft behalten haben. Fatal ist vielmehr, daß sie, die deutschen Deutschen, bald nur noch als Rest vorhandenen sein werden, und das gar nicht zur Kenntnis nehmen.

Auf Seite 6 nach vielen Bildern von den mörderischen Attentaten in Paris und Texten der Trauer und Empörung, dann die Ansichten des studierten Politikwissenschaftlers und (von wem ernannten?) Terrorismusforschers Peter Neumann und einer Korrespondentin aus Beirut namens Birgit Cerha! Ersterer schätzt, daß der Anschlag in Paris, da ein Ziel auch das Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft war, auch gegen Deutschland gerichtet gewesen sei. Um das zu erkennen, muß man also Politikwissenschaft studiert haben!

Frau Cerha wartet dagegen mit interessanten Zahlen auf: Dem Ruf zur Beteiligung beim „ Aufbau seines, des „ 44-jährigen irakischen Doktors der Bildungswissenschaft Abu Bakr al-Baghdadi, ‚Kalifats‘, seien unter den 32 000 IS-Dschihadisten 28 000 Ausländer, 5000 davon aus dem Westen.

Und da soll es fatal sein, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen, wenn das Morden in der Hauptsache von arabischen „Ausländern“, was im Umkehrschluß ja arabische Inländer im Westen bedeutet, ausgeht? Es könnte ja vielleicht anstatt ‚fatal‘, ‚begründete Vorsicht‘ genannt werden – politisch ganz neutral! Der SÜDKURIER und sein Politikchef und alle Medien hierzulande gehorchen aber immer noch dem Einwanderungsverdikt der deutschen Regierungschefin. Die kluge Frau Cerha in Beirut sieht das dagegen so: „Das Hauptziel der religiös-fanatischen Führung ist ein apokalyptisches Chaos aus dem eine neue islamische Weltordnung nach ihrer brutalen Interpretation geboren wird“! Hierzulande aber regieren Absicht und Unverstand des Sozialismus – und streben dasselbe an!



War ja klar, dass es nicht all zu lange dauern würde, bis hier so ein Beitrag erscheint. Dass er von Ihnen stammt, ist auch nicht weiter verwunderlich.

Zitat
Was bedeutet dagegen die Notiz auf Seite 7 (dpa), daß „Deutschlands Stromkunden“ im neuen Jahr „durchschnittlich gut 3%“ mehr für ihren Strom bezahlen sollen vor allem durch „gestiegene Umlagen und staatliche Abgaben“? Geopolitisch eine Marginalie! Da denkt man eher flüchtig daran, daß die Renten um 4% erhöht werden sollen, die mit den „gut 3%“ schon wieder weg sind.



Sie geben also 100% Ihrer Rente für Strom aus oder wie ist Ihre Aussage, dass die 4% Rentenerhöhung durch die 3% Strompreiserhöhung schon wieder weg ist, zu verstehen?

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#3 von kjschroeder , 16.11.2015 19:44

Zitat
War ja klar, dass es nicht all zu lange dauern würde, bis hier so ein Beitrag erscheint. Dass er von Ihnen stammt, ist auch nicht weiter verwunderlich.



Was stört Sie daran inhaltlich?

Zitat
Sie geben also 100% Ihrer Rente für Strom aus oder wie ist Ihre Aussage, dass die 4% Rentenerhöhung durch die 3% Strompreiserhöhung schon wieder weg ist, zu verstehen?



Das habe ich mich auch gefragt .... ;-)

Gruß
Klaus


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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#4 von Hannelore Mohringer , 17.11.2015 10:49

Zitat:
" Sie geben also 100% Ihrer Rente für Strom aus oder wie ist Ihre Aussage, dass die 4% Rentenerhöhung durch die 3% Strompreiserhöhung schon wieder weg ist, zu verstehen?

Das habe ich mich auch gefragt .... ;-)

Gruß
Klaus" Zitatende

Gut 3% Strompreiserhöhung, also quasi 4%, bedeuten, daß dieser Prozentsatz auch auf den Preis von Waren und Abgaben, eben alles, was zum Leben benötigt wird, aufgeschlagen wird, die mit Strom hergestellt und im weitesten Sinne mit Strom zu tun haben. Also sind die 4% Rentenerhöhung nicht nur vom Strompreis betroffen, sondern wieder aufgezehrt, sondern durch die dadurch auch erhöhten Preise, die für Waren, Dienstleistungen etc. gezahlt werden müssen.
(Na ja: Für eine Mathe-Eins hätte diese Erklärung nicht gereicht. Aber ein Ausreichend ist mindestens zu erwarten!)

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#5 von kjschroeder , 17.11.2015 10:56

Zitat
Gut 3% Strompreiserhöhung, also quasi 4%, bedeuten, daß dieser Prozentsatz



Nein. Firmen zahlen grundsätzlich andere Strompreise als Privatverbraucher und dies nach anderen Tarifen bzw. werden dort Strompreise völlig frei ausgehandelt. Siehe auch hier.

Gruß
Klaus


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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#6 von Gelöschtes Mitglied , 17.11.2015 11:51

Zitat von kjschroeder im Beitrag #5

Zitat
Gut 3% Strompreiserhöhung, also quasi 4%, bedeuten, daß dieser Prozentsatz


Nein. Firmen zahlen grundsätzlich andere Strompreise als Privatverbraucher und dies nach anderen Tarifen bzw. werden dort Strompreise völlig frei ausgehandelt. Siehe auch hier.

Gruß
Klaus



Stimmt.
Dennoch werden alle Kosten in der Produktion und Dienstleistung letztlich über höhere Endverbraucherpreise vom letzten Glied der Kette, dem Endverbraucher, also auch vom Rentner bezahlt. Obwohl viele das nicht wahrnehmen (wollen) und immer glauben, dass z.B. höhere Kraftstoffsteuern oder eine Straßenmaut ja nur den "Schmutzfink" Autofahrer oder die Firmen belasten. Wer also höhere Steuern und Abgaben fordert, fordert immer automatisch höhere Preise und damit eine finanzielle Mehrbelastung für den Endverbraucher.

Oder sehe ich das falsch?


RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#7 von Hannelore Mohringer , 17.11.2015 11:54

Zitat:
"Firmen zahlen grundsätzlich andere Strompreise als Privatverbraucher und dies nach anderen Tarifen bzw. werden dort Strompreise völlig frei ausgehandelt. Siehe auch hier." Zitatende

Wenn das so ist! Dann freuen die Rentner sich auf nur wenig durch die erhöhten Strompreise geminderte Rentenerhöhung. Um wieviel gemindert? Das hat für die Oma mit 600.- Euro Rente sicherlich eine andere Bedeutung als für höhere Renten und erst recht Pensionen!

Es wäre doch des Schweißes der Edlen wert, eine Rechnung von begabteren Mathematikern aufzumachen, als ich mit meinen bescheidenen Einschätzungskünsten und mangelhaften Kenntnissen der "Deals" von politischen Machthabern und Wirtschaft in der Lage bin, sie aufzustellen!

Gruß,
Hannelore M.

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#8 von Hannelore Mohringer , 17.11.2015 11:58

Zu #6

Danke, Heiner Weseloh! Zwar soll man nicht mit Gefühlen denken, aber hier gab mir mein Gefühl wohl recht.

Gruß, HM

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#9 von kjschroeder , 17.11.2015 12:43

Zitat
Wer also höhere Steuern und Abgaben fordert, fordert immer automatisch höhere Preise und damit eine finanzielle Mehrbelastung für den Endverbraucher.
Oder sehe ich das falsch?



Nein, das sehen Sie m.E. völlig richtig. Ich glaube, hier liegt auch ein Mißverständnis vor:

Mir ging es mit meinem Hinweis nur darum, daß diese eine Rechnung, die Frau Mohringer aufgemacht hatte, so und in dieser Form nicht stimmig sein kann: Daraus, daß der Strompreis um 4 % für Privathaushalte steigt, kann nicht geschlossen werden, daß sämtliche Preise für Produkte, deren Herstellung mit Strom zu tun hat, automatisch um vier Prozent steigen. Denn zum einen macht Strom nur einen Teil der Produktionskosten aus. Und zum andern werden einige, vielleicht auch viele, Unternehmen diese höheren Kosten durch Einsparungen anderswo zumindest teilweise wieder reinholen wollen. Zum Beispiel durch Auslagerung ins Ausland. Weswegen unsere linken Freunde ja auch durch möglichst einheitliche Steuern und Abgaben den Standortwettbewerb am liebsten ganz ausschalten würden wollen.

Was freilich nichts daran ändert, daß der TREND ganz eindeutig Kostentreiberei ist, die die Politik mit ihren Verrücktheiten im Bereich der Energiepolitik da treibt. Es hat ja z.B. Gründe, warum der Paritätische Wohlfahrtsverband für 2014 eine "neuerliche Zunahme von Stromabschaltungen .... auf 352.000 Haushalte" kritisiert.

Der Staat als Kostentreiber - das alte, bekannte Übel.

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 17.11.2015 | Top

RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#10 von kjschroeder , 17.11.2015 13:04

Zitat
Dann freuen die Rentner sich auf nur wenig durch die erhöhten Strompreise geminderte Rentenerhöhung. Um wieviel gemindert? Das hat für die Oma mit 600.- Euro Rente sicherlich eine andere Bedeutung als für höhere Renten und erst recht Pensionen!



Generell stimme ich Ihnen ja zu. Mir ging es nur um diese eine Rechnung, die Sie aufgemacht hatten. Generell ist der Trend klar: Die Politik treibt die Kosten nach oben und ist zu feige, sich den daraus entstandenen und entstehenden sozialen Verwerfungen (z.B. Stromabschaltungen) zu stellen.

Ich vermute aber, daß das peanuts sind im Vergleich zu den durch Frau Merkel hervorgerufenen Kosten und Verwerfungen mit ihrer "Flüchtlings"-Politik, die da noch auf uns zukommen werden. Wann endlich wird diese Frau aus ihrem Amt entfernt?

Gruß
Klaus


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Nach den Attentaten: Auch jetzt will Merkel nicht dazulernen

#11 von kjschroeder , 17.11.2015 14:53

Der Ton wurde nach dem Attentat auf die Charlie-Hebdo-Redaktion bereits gesetzt: Das alles habe mit dem Islam nichts zu tun. Nun weiß jeder: Diese Anschläge haben natürlich sehr wohl etwas mit dem Islam zu tun. Aber die Politik verweigert sich dieser Erkenntnis, weil: Das könnte ja "mißbraucht" werden. Nun gibt es in einem öffentlichen Diskurs natürlich keinen "Mißbrauch". Was es hingegen gibt, ist die Feigheit von Dogmatikern, ihre wirre Ideologie einem Reality-Check zu unterziehen. Denn sie wissen: Diesen Test würden sie nicht bestehen. Also versuchen sie ihm auszuweichen.

Eine neue Variante für diese Bemühung können wir seit den Pariser Attentaten bei Frau Merkel sehen, und ich empfehle jedem, sich ihre dreiminütige "Rede" einmal anzuhören: -> http://www.bundesregierung.de/Content/DE...rkel-paris.html

Fällt Ihnen etwas auf? Richtig: Das I-Wort kommt nicht vor. Frau Merkel bringt es fertig, weder die Worte "Islam" noch "IS" in den Mund zu nehmen. Ganz so, als könnten die Attentäter auch Nazis sein oder RAF-Terroristen oder irgendwelche bedauerlichen Einzelfälle. Vielleicht vom Himmel gefallen, wer weiß das nach dieser Rede schon, wenn er sich nicht vorher informiert hat? Sie blendet den ideologischden Hintergrund, in den diese Attentate einzubetten sind, komplett aus.

So argumentiert, wer zu feige ist, die Dinge beim Namen zu nennen. Aber so argumentiert niemand, der den Anspruch hat, Führungskraft zu sein.

Aber das ist nicht die einzige Auffälligkeit in dieser dreiminütigen Zumutung. Schön, da ist der übliche und sattsam bekannte Betroffenheitskult ("Wir weinen mit Ihnen."). Man reiche ihr ein Taschentuch.

Aber dann geht es weiter: "Wir werden mit Ihnen gemeinsam den Kampf gegen die führen, die Ihnen so etwas Unfaßbares angetan haben." Tatsächlich? Bislang hat sie ein paar Handgranaten, Panzerabwehrraketen und Gewehre geliefert, über deren Museumsreife sich die Peschmerga köstlich amüsiert hatten. Getan hat sie nur das, was zur Gesichtswahrung und zum Image unabdingbar nötig war - ein Kampf sieht anders aus.

Tatsächlich hat sie Frankreich allein gelassen. Und sie ist offenbar entschlossen, es wieder zu tun. Denn das Wort "Krieg", das der französische Staatspräsident Hollande benutzte, will sie nicht in den Mund nehmen. Denn sie weiß, daß so etwas mit NATO- und Bundeswehr-Kampfeinsatz verbunden wäre. Wozu die Bundeswehr gar nicht mehr in der Lage wäre. (Wohl auch deswegen hat Hollande nicht etwa die NATO angerufen - was der logische Schritt gewesen wäre -, sondern zum erstenmal darum gebeten, die EU-Hilfsklausel zu aktivieren, die das übliche unverbindliche Diplomaten-Wischiwaschi beinhaltet

Aber Merkel hat nicht nur Frankreich allein gelassen: "Kohls Mädchen" hat wesentliche Verantwortung für das Geschehene. Denn Europa steht dank ihrer Hippie-Politik und -Regierung vor dem Zerfall:

Das Chaos, mit dem die Griechen zu kämpfen haben, haben sie im wesentlichen Merkels wirren Einladungen an der Rest der Welt zu verdanken. Und das wissen die Griechen. Die Probleme Frankreichs und Belgiens im Kampf gegen IS-Terroristen, die unbemerkt in den Schengen-Raum eindringen können, haben sie auch Merkel zu verdanken. Beiden Staaten droht auf mittlere Sicht die Libanonisierung. Das Elend, das sich an unseren Stadträndern in Form zahlloser Merkelstans breitmachen wird, geht auch auf ihr Konto. Und daß Deutschland sich dank ihres Sonderweges in 100 Jahren wieder zum Störenfried und Sicherheitsrisiko Europas entwickelt, ebenso.

Von den zahllosen Migranten-Tragödien ist da noch gar nicht die Rede gewesen: Von denen, die sich finanziell ruinieren, um die Schlepper zu bezahlen. Von denen, die den Marsch ins Merkelland nicht überlebt haben. Von denen, denen irgendjemand Märchen über Häuser zum Wohnen erzählt hat und die dann abgeschoben werden.

Selten hat jemand aus dem Politikbetrieb soviel zerstörerische Kraft entfaltet wie Merkel 2015.

Diese Frau ist für mich moralisch erledigt.

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 17.11.2015 | Top

RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#12 von Gelöschtes Mitglied , 17.11.2015 16:11

Heute auch ein dazu passender Kommentar von Klaus Kelle zu dem Thema in Focus-Online .

Zitat
Eine spärliche Stellungnahme

Nach den Terroranschlägen in Paris vom vergangenen Freitag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen anderen Weg gewählt. In ihrer Stellungnahme am Tag danach erwähnte sie den Hintergrund der Schreckenstat einfach überhaupt nicht.

Während Spitzenpolitiker in Frankreich in der Nacht längst vom „Krieg gegen den Islamischen Staat“ sprachen, begnügte sich die Kanzlerin damit, die islamistischen Fanatiker und Mörder einfach als „die“ zu bezeichnen. Sicher gut gemeint, aber ein Fehler.



Und das aktuell aus der deutschen Presse. ^^


zuletzt bearbeitet 17.11.2015 16:47 | Top

RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#13 von J_Holstermann , 17.11.2015 17:20

Zitat


Was stört Sie daran inhaltlich?

Gruß
Klaus



Vieles, vor allem die Pauschalierungen bzgl. Islam und Flüchtlingen.

Zitat

Zitatauszug H.M.
„Ein Angriff auf uns alle“, titelt der Politikchef über seinem Leitkommentar auf Seite 1. Da hätte er recht, wenn er den Islam als Ganzes meinte. Der Islam macht ja offensichtlich keinen Unterschied beim Morden zwischen bisherigen Wegbereitern und denen, die das kritisiert haben und von den Wegbereitern beschimpft wurden, die ihre Stimme unterdrückt haben.




Nicht der Islam, sondern die islamistischen Terroristen des so genannten IS machen beim Morden keinen Unterschied zwischen Gläubigen, Ungläubigen, zwischen Pepita-Befürwortern oder -Gegnern. Diese Spinner versuchen bei ihren Terrorattentaten alle zu ermorden, die ihres Weges kreuzen und dabei spielt die Religionszugehörigkeit überhaupt keine Rolle.

Zitat

Zitatauszug H.M.
„Nichts wäre fataler, als Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen“. Auch da hat er gewissermaßen recht. Sie kommen, weil ihnen der Himmel auf Erden bei den Ungläubigen versprochen wurde. Daß damit auch der Sieg des Islam gemeint ist, gehört einfach zu den Selbstverständlichkeiten ihres Glaubens. Wenn sie ihre Kinder lehren, das V-Zeichen oder den erhobenen Daumen in die Kameras zu strecken, dann ist das ja auch kein Verdacht mehr, sondern unterschwelliges Wissen: Wir kommen als Sieger.




Zuallerst kommen diese Menschen als Flüchtlinge aus einem Kriegsgebiet - Sieger sehen anders aus. Frau Mohringer mag im V-Zeichen eines Kindes den Sieg des Islams über das Abendland sehen, ich sehe es nicht.
Und es ist m.E. eine Selbstverständlichkeit, dass man ihnen Hilfe gewährt, im Rahmen dessen, was machbar ist.
Ich sehe in diesen Menschen auch keine Okkupanten, die von wem auch immer aufgerufen wurden, das christliche Abendland zu islamisieren.
Diese Menschen sind in der Mehrheit genauso Heimat verbunden wie wir. Laut einer Umfrage unter syrischen Flüchtlingen will nur jeder 10 Syrer dauerhaft hier bleiben.
http://www.n-tv.de/politik/Nur-jeder-zeh...le16091831.html

Zitat

Zitat H.M.
Seite 1: „276 neue deutsche Staatsbürger“: „267 Menschen – 2014 waren es 50 – wurden in den vergangenen 12 Monaten im Landkreis Waldshut eingebürgert…… Anwesend waren bei der Feier ein guter Teil der Eingebürgerten….“

Also waren noch nicht einmal alle anwesend bei dem feierlichen Akt einer neuen Identität! Die nichtanwesenden Neubürger haben damit demonstriert, daß es keine neue Identität gibt. Was ihnen nun zugeschickt werden wird, ist nichts als ein Stück Papier, das ihnen den Zugang zu allen Möglichkeiten eröffnet, ihre alte Identität zu sichern. Wer zieht sich denn wegen sowas den Sonntagsanzug an? Die Deutschen können getrost davon ausgehen – sofern sie überhaupt darüber nachdenken -, daß die Einwanderer ihre eigentliche Staatsbürgerschaft behalten haben. Fatal ist vielmehr, daß sie, die deutschen Deutschen, bald nur noch als Rest vorhandenen sein werden, und das gar nicht zur Kenntnis nehmen.




Dazu folgende Links zum Thema Einbürgerung:
http://www.landkreis-waldshut.de/index.php?id=1339
http://filstalexpress.de/politik/5179/

der feierliche Akt zu einer "neuen Identität" (wenn man denn überhaupt von einer neuen Identität sprechen kann) ist der Abschluss einer ganzen Reihe von Pflichten und Bedingungen, die vorab von einem Eingebürgerten erfüllt werden müssen. Sicher ist es wünschenswert, wenn nicht sogar als Pflichtteil anzusehen, dass der Neubürger auch an dem Festakt teilnimmt, aber mir fallen auch Gründe ein, wie bspw. Krankheit, nicht verschiebbare andere wichtige Termine, die die Teilnahme verhindern. Wichtig zu erwähnen ist, dass wohl alle anderen Pflichten des Eingebürgerten erfüllt wurden.

"Die Deutschen können getrost davon ausgehen", dass 57% der Eingebürgerten die doppelte Staatsbürgerschaft erhalten.

Zitatauszug vom Link filstalexpress
"Allerdings gab es je nach Herkunftsland erhebliche Unterschiede: So mussten beispielsweise bei den Eingebürgerten aus der Türkei sowie der Ukraine jeweils über 90 Prozent ihre frühere Staatsangehörigkeit aufgeben, während Eingebürgerte unter anderem aus Afghanistan und aus Syrien zu 100 Prozent ihre bisherige Staatsbürgerschaft behalten konnten"

Sonstige Statistiken zu Einbürgerung im speziellen Fall für Baden-Württemberg auf http://filstalexpress.de/politik/5179/

Zitat

Zitatauszug H.M.
Frau Cerha wartet dagegen mit interessanten Zahlen auf: Dem Ruf zur Beteiligung beim „ Aufbau seines, des „ 44-jährigen irakischen Doktors der Bildungswissenschaft Abu Bakr al-Baghdadi, ‚Kalifats‘, seien unter den 32 000 IS-Dschihadisten 28 000 Ausländer, 5000 davon aus dem Westen.

Und da soll es fatal sein, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen,




Ja, es ist fatal, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen, IS-Dschihadisten zu sein.
Wenn es stimmt, dass nach bisherigem Kenntnisstand 2 Terroristen mit syrischem bzw ägyptischen Pass den Weg über Griechenland und die Balkan-Flüchtlingsroute letztendlich nach Frankreich kamen, dann kann man wohl kaum 600TSD oder 800TSD Flüchtlinge unter Generalverdacht stellen.
Ja, es ist denkbar, wenn nicht sogar wahrscheinlich, dass Terroristen unter den Flüchtlingen sind.

Zitat

wenn das Morden in der Hauptsache von arabischen „Ausländern“, was im Umkehrschluß ja arabische Inländer im Westen bedeutet, ausgeht?



Nein, der Umkehrschluss ist mal wieder falsch, zumindest, wenn die von Frau Cerha genannten Zahlen stimmen.


Was ansonsten von mir zu den Terrorakten in Paris zu sagen wäre:

Man muss denjenigen, die unsere Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft missbrauchen mit aller Härte entgegentreten.
Das bedeutet: ausländische Hassprediger, Schwerkriminelle, Mehrfachstraftäter in ihr Herkunftsland ausweisen, auch dann, wenn dort die Verfolgung durch Strafbehörden droht, bspw. die Libanesische Familienclans in Berlin, Personen, die für den IS in den Krieg ziehen uvm.
Es kann nicht sein, dass solche Personen unter dem Schutz des Asylrechts oder der deutschen Staatsangehörigkeit schwere Straftaten begehen können, im Wissen, dass sie nicht ausgeliefert werden können. Wer für den IS in den Krieg zieht oder Terrorakte verübt, müsste automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit verlieren.
Vieles wäre schon mit geltendem Recht umsetzbar, manches müsste evtl. sogar durch GG-Änderung erst ermöglicht werden.

Ein Vorteil der doppelten Staatsbürgerschaft wäre übrigens, dass diesen Personen die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen und sie in das Land der zweiten Staatsbürgerschaft auswiesen werden können. Bei Bürgern ausländischer Herkunft oder Deutsch-Deutschen mit nur dem deutschen Pass dürfte es hingegen schwieriger sein, sie als Staatenlose in ein anderes Land auszuweisen.

Man muss sich diesen Personen entgegenstellen, aber bitte nicht mit Pauschalisierungen gegen Hilfsbedürftige um sich werfen. Dadurch wird kein einziger Terrorakt verhindert.

Des weiteren müssen sich die moslemischen Gemeinden und Verbände in Deutschland/Europa nicht nur verbal von islamistischer Gewalt distanzieren. Sie müssen aktiv in ihren Reihen diesen radikalisierten Idioten entgegentreten, auf sie einwirken und ggf. den Sicherheitsbehörden melden. Worte der Anteilnahme sind gut, diesen müssen aber auch Taten folgen, wie es vermutlich syrische Bewohner eines Flüchtlingsheims getan haben, durch die es zu der Verhaftung eines Algeriers im sauerländischen Arnsberg gekommen ist, der möglicherweise von den bevorstehenden Terrorakten in Paris Kenntnis hatte.
Wenn es einen gewaltfreien "Europa"-Islam gibt, dann sollte er es auch durch mehr als nur Worte unter Beweis stellen.


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zuletzt bearbeitet 17.11.2015 | Top

RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#14 von Kerstin Bugenhagen , 17.11.2015 18:28

Zitat

Ach, übrigens: Gestern hörte ich eine deutsche Rentnerin voller Zufriedenheit ihre Situation preisen. Ihr und ihren Kindern und Enkeln gehe es gut. Die Kinder haben Arbeit, das Geld reicht, sie können reisen, und sie – das signalisierte ein aggressiver Tonfall –lasse sich dieses Glück auch nicht kleinreden von Westdeutschen zumal, mit deren Ansprüchen. Sie hat ihr Leben in der DDR verbracht und nur die Reisefreiheit vermißt. Was soll man da noch sagen!

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Kommunismus ist eben doch zu gebrauchen, und wenn dieser zur Illustration eines Beitrags von Ihnen auch gleich
mit einem Beispiel aus dem Leben geliefert wird - pünktlich und passend.
Nur - wer's glaubt, wird selig.

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#15 von Kerstin Bugenhagen , 17.11.2015 18:34

Zitat

Was bedeutet dagegen die Notiz auf Seite 7 (dpa), daß „Deutschlands Stromkunden“ im neuen Jahr „durchschnittlich gut 3%“ mehr für ihren Strom bezahlen sollen vor allem durch „gestiegene Umlagen und staatliche Abgaben“? Geopolitisch eine Marginalie! Da denkt man eher flüchtig daran, daß die Renten um 4% erhöht werden sollen, die mit den „gut 3%“ schon wieder weg sind.



Ihre Rechnung würde dann stimmen, wenn 100% Ihres Einkommens für Strom aufgewendet werden
müsste. Ich denke mal, das wird nicht der Fall sein.

Wie im Fall des Wechsels von der DM zum Euro und im Zusammenhang mit der CO2-Thematik
zeigt sich, daß Sie mit Zahlen nicht umgehen können.
Also: lassen Sie's.

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#16 von Kerstin Bugenhagen , 17.11.2015 18:43

Zitat


Gut 3% Strompreiserhöhung, also quasi 4%, bedeuten, daß dieser Prozentsatz auch auf den Preis von Waren und Abgaben, eben alles, was zum Leben benötigt wird, aufgeschlagen wird, die mit Strom hergestellt und im weitesten Sinne mit Strom zu tun haben. Also sind die 4% Rentenerhöhung nicht nur vom Strompreis betroffen, sondern wieder aufgezehrt, sondern durch die dadurch auch erhöhten Preise, die für Waren, Dienstleistungen etc. gezahlt werden müssen.
(Na ja: Für eine Mathe-Eins hätte diese Erklärung nicht gereicht. Aber ein Ausreichend ist mindestens zu erwarten!)

Hannelore Mohringer



Auch dann stimmt Ihre Rechnung nicht, denn Sie dürfen nicht darüber hinweggehen, daß Preise
in Bewegung sind - auch nach unten. Schauen Sie mal auf den Preis für Benzin z.B.
Weiter würde auch ein Blick auf die Inflationsrate in D helfen.

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#17 von Hannelore Mohringer , 18.11.2015 11:36

Sammelantwort auf viele Zitate am Beispiel #13
Zitat:
"Nicht der Islam, sondern die islamistischen Terroristen des so genannten IS machen beim Morden keinen Unterschied zwischen Gläubigen, Ungläubigen, zwischen Pepita-Befürwortern oder -Gegnern. Diese Spinner versuchen bei ihren Terrorattentaten alle zu ermorden, die ihres Weges kreuzen und dabei spielt die Religionszugehörigkeit überhaupt keine Rolle."

Es ist "der Islam", weil der Islamismus vom Islam nicht zu trennen ist. Er ist deswegen vom Islamismus nicht zu trennen, weil
1- Die Geschichte des Islam eine ununterbrochene Geschichte von Eroberung, Vertreibung und Wiedereroberung etc. ist und
2. kein Gläubiger des Islam sich den Anordnungen seiner geistigen Führer entziehen kann, eine Tatsache, die nicht nur die Mörderbande im IS durch ihre Taten bestätigt;
3. spielt die "Religionszugehörigkeit" die entscheidende Rolle, weil im Namen ihres Gottes geschieht, was politisch gewollt ist zur Vernichtung nicht nur der Ungläubigen fremder Religionen, sondern auch und vielleicht vor allem der innerreligiösen Feinde: Sunniten gegen Schiieten in der Hauptsache.
4. Ohne die Grundlage des - in diesem Fall - religiösen Fanatismus', sind solche Unmenschlichkeiten gar nicht denkbar. Die Betonung liegt auf "solche" Unmenschlichkeiten, weil sie offenkundig die Unmenschlichkeiten in den Auseinandersetzungen nur politisch apostrophierten Glaubens übertreffen.

Aus allen Beiträgen meiner geschätzten Meinungsgegner geht die in Generationsspannen indoktrinierte Grundhaltung hervor, daß wir Einwanderung brauchen, der Islam zu uns gehört, fast alle Moslems friedlich sind, die Religionsfreiheit erlaubt, was unsere Verfassung verbietet, die Freiheit sich in der Anerkennung homosexueller Gemeinschaften als Ehe manifestiert, Kinder in Horte gehören, Frauen wie Männer zu leben haben, Treue ein Relikt überwundener Unfreiheit ist...., in dieser oder auch anderer Reihenfolge. Ich denke, daß spätestens jetzt, kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch zivilen Zusammenlebens, Nachdenken darüber angebracht wäre.

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#18 von Kerstin Bugenhagen , 18.11.2015 11:39

Zitat

Stimmt.
Dennoch werden alle Kosten in der Produktion und Dienstleistung letztlich über höhere Endverbraucherpreise vom letzten Glied der Kette, dem Endverbraucher, also auch vom Rentner bezahlt. Obwohl viele das nicht wahrnehmen (wollen) und immer glauben, dass z.B. höhere Kraftstoffsteuern oder eine Straßenmaut ja nur den "Schmutzfink" Autofahrer oder die Firmen belasten. Wer also höhere Steuern und Abgaben fordert, fordert immer automatisch höhere Preise und damit eine finanzielle Mehrbelastung für den Endverbraucher.

Oder sehe ich das falsch?



das ist richtig, aber etwas einseitig auf Steuern (welche und für wen?) und Abgaben (welche und wofür?)
ausgerichtet. Denn letztlich führen auch Lohnerhöhungen zur Verteuerung der Produkte und Dienstleistungen.
Darf also kein höherer Lohn gefordert werden?
Zu überlegen ist, ob Steuern auf das Ergebnis von Arbeit (Lohnsteuer) steigen müssen oder ob
nicht Kapitalerträge höher besteuert werden sollten. Denn hierbei verdient ja Geld wieder Geld und Geld,
das ist bekannt, arbeitet nicht.

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#19 von J_Holstermann , 18.11.2015 12:50

Zitat


Zitat H.M
Es ist "der Islam", weil der Islamismus vom Islam nicht zu trennen ist. Er ist deswegen vom Islamismus nicht zu trennen, weil
1- Die Geschichte des Islam eine ununterbrochene Geschichte von Eroberung, Vertreibung und Wiedereroberung etc. ist und
2. kein Gläubiger des Islam sich den Anordnungen seiner geistigen Führer entziehen kann, eine Tatsache, die nicht nur die Mörderbande im IS durch ihre Taten bestätigt;
3. spielt die "Religionszugehörigkeit" die entscheidende Rolle, weil im Namen ihres Gottes geschieht, was politisch gewollt ist zur Vernichtung nicht nur der Ungläubigen fremder Religionen, sondern auch und vielleicht vor allem der innerreligiösen Feinde: Sunniten gegen Schiieten in der Hauptsache.
4. Ohne die Grundlage des - in diesem Fall - religiösen Fanatismus', sind solche Unmenschlichkeiten gar nicht denkbar. Die Betonung liegt auf "solche" Unmenschlichkeiten, weil sie offenkundig die Unmenschlichkeiten in den Auseinandersetzungen nur politisch apostrophierten Glaubens übertreffen.



zu 1. Die Geschichte des Christentums ist eine ununterbrochene Geschichte von Eroberung, Vertreibung, Kolonialisierung, christlicher Missionierung, etc.
zu 2. das halte ich für ein Gerücht, dass sich kein Islam-Gläubiger den Anordnungen seines geistigen Führers entziehen kann.
zu 3. Sie meinen, sobald kein Despot wie Saddam Hussein oder Assad o.a. durch Unterdrückung des anderen islamischen Religionszweigs Ruhe erzwingt, schlagen die sich automatisch gegenseitig die Köpfe ein, ganz einfach, weil es zur Natur ihrer Religion gehört?

zu 4. richtig, es ist religiöser Fanatismus dieser IS-Terroristen und ihrer Unterstützer. Nicht mehr und nicht weniger. Religiösen Fanatismus gab und gibt es auch bei Christen, man denke nur an Nord-Irland (1969-1998) oder den Breivik-Terroranschlag in Norwegen in 2011. Niemand würde auf die Idee kommen, deshalb zu behaupten, das Christentum wäre per se gewalttätig.

Zitat

Aus allen Beiträgen meiner geschätzten Meinungsgegner geht die in Generationsspannen indoktrinierte Grundhaltung hervor, daß wir Einwanderung brauchen, der Islam zu uns gehört, fast alle Moslems friedlich sind, die Religionsfreiheit erlaubt, was unsere Verfassung verbietet, die Freiheit sich in der Anerkennung homosexueller Gemeinschaften als Ehe manifestiert, Kinder in Horte gehören, Frauen wie Männer zu leben haben, Treue ein Relikt überwundener Unfreiheit ist...., in dieser oder auch anderer Reihenfolge. Ich denke, daß spätestens jetzt, kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch zivilen Zusammenlebens, Nachdenken darüber angebracht wäre.

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Sie müssen wohl meine Grundhaltung heute morgen in Ihrem Kaffeesatz oder Ihrer Kristallkugel gelesen haben. Zu den allermeisten Themen, die Sie hier aufführen, habe ich mich bisher überhaupt nicht geäußert. Könnte es sein, dass Sie mich hier einfach mal unter Generalverdacht stellen, weil es so schön in Ihr Weltbild passt?

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#20 von Kerstin Bugenhagen , 18.11.2015 14:31

Zitat

Aus allen Beiträgen meiner geschätzten Meinungsgegner geht die in Generationsspannen indoktrinierte Grundhaltung hervor, daß wir Einwanderung brauchen, der Islam zu uns gehört, fast alle Moslems friedlich sind, die Religionsfreiheit erlaubt, was unsere Verfassung verbietet, die Freiheit sich in der Anerkennung homosexueller Gemeinschaften als Ehe manifestiert, Kinder in Horte gehören, Frauen wie Männer zu leben haben, Treue ein Relikt überwundener Unfreiheit ist...., in dieser oder auch anderer Reihenfolge. Ich denke, daß spätestens jetzt, kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch zivilen Zusammenlebens, Nachdenken darüber angebracht wäre.

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in der Tat: ich stimme Ihrer Meinung in den allermeisten Fällen nicht zu.
Weshalb aber unterstellen Sie mir (oder anderen mit abweichender Meinung)
eine in "Generationsspannen indoktrinierte Grundhaltung"?
Woher haben Sie diese Weisheit, die Sie für zutreffend halten?
Welche Freiheit nimmt sich welche Religion, die unsere Verfassung
verbietet? Nennen Sie diese Freiheit und wir können das diskutieren.
Über die Anerkennung homosexueller Gemeinschaft als Ehe habe ich
hier nie ein Wort verloren. Aber Sie können mir die Textstellen ja
nennen, die Sie zur Abgabe Ihrer Beurteilung bewogen hat.
Kinder in Horte? Ja, was ist denn dagegen zu sagen?
Frauen wie Männer zu leben haben? Was meinen Sie denn damit?
Auch hier bitte aufzeigen, was ich Ihrer Meinung nach dazu geschrieben
habe.
Treue? Was habe ich dazu geschrieben? Ich kann mich nicht erinnern,
dazu Stellung genommen zu haben.

Einen Zusammenbruch des zivilen Zusammenlebens haben die
Deutschen ab 1933 erlebt - eine Zeit, in der Sie sozialisiert wurden
wie ich aus dem Kreis der Teilnehmer hier erfuhr.

Sie sollten darauf verzichten, Polit-Phrasen aufzugreifen und Teilnehmern
zu unterstellen, sich diese Phrasen zu eigen gemacht zu haben.

Kerstin Bugenhagen

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RE: Was zu dem Terror in Paris - als Auswuchs simpler Gefolgschaft zu sagen ist

#21 von Hannelore Mohringer , 19.11.2015 10:21

Zitat Holstermann:
"zu 1. Die Geschichte des Christentums ist eine ununterbrochene Geschichte von Eroberung, Vertreibung, Kolonialisierung, christlicher Missionierung, etc.
zu 2. das halte ich für ein Gerücht, dass sich kein Islam-Gläubiger den Anordnungen seines geistigen Führers entziehen kann.
zu 3. Sie meinen, sobald kein Despot wie Saddam Hussein oder Assad o.a. durch Unterdrückung des anderen islamischen Religionszweigs Ruhe erzwingt, schlagen die sich automatisch gegenseitig die Köpfe ein, ganz einfach, weil es zur Natur ihrer Religion gehört?"
zu 4. richtig, es ist religiöser Fanatismus dieser IS-Terroristen und ihrer Unterstützer. Nicht mehr und nicht weniger. Religiösen Fanatismus gab und gibt es auch bei Christen, man denke nur an Nord-Irland (1969-1998) oder den Breivik-Terroranschlag in Norwegen in 2011. Niemand würde auf die Idee kommen, deshalb zu behaupten, das Christentum wäre per se gewalttätig." Zitatende

Zu 1.) Das ist Ignoranz der Wirklichkeit im Quadrat, weil in der Wirklichkeit Eroberungskriege im Namen des Christentum seit fünfeinhalb Jahrhunderten nicht mehr stattgefunden haben, und der 30jährige Krieg (mit dem das derzeitige muslimische Schlachten durchaus verglichen werden kann, weil dabei der Machtkampf fremder Mächte auf deutschem Boden stattfand und -findet) vor dreieinhalb Jahrhunderten endgütlig zuende war.
Zu 2.) Wofür Linke was halten, ist immer von ihrer Doktrin und deren Schlagwörtern bestimmt.
Zu 3.) Hier soll eine Unterstellung verankert werden. Typisch linkes Diskussionssystem!)
Zu 4.) Nur linke Doktrinäre können auf den Gedanken kommen, den Freiheitskampf der Iren innerhalb der wohl letzten Empire-Kolonie für einen Religionskrieg zu halten, auch wenn die Iren katholisch und die Briten anglistisch sind. Keine Partei kämpft für den lieben Gott; oder gar den Terror eines Einzelnen wie der von Breivik in Norwegen. Die Iren kämpfen, auf zivile Weise wohl immer noch, für ihre Freiheit. Breiviks Motivation war völkisch und nicht religiös, wie auch jeder weiß.

Zitat Bugenhagen:
"Einen Zusammenbruch des zivilen Zusammenlebens haben die
Deutschen ab 1933 erlebt - eine Zeit, in der Sie sozialisiert wurden
wie ich aus dem Kreis der Teilnehmer hier erfuhr.

Sie sollten darauf verzichten, Polit-Phrasen aufzugreifen und Teilnehmern
zu unterstellen, sich diese Phrasen zu eigen gemacht zu haben.

Kerstin Bugenhagen" Zitatende

Der "Kreis von Teilnehmern hier" kann allenfalls wissen, daß ich 91 Jahre alt und nach Adam Riese also in der nationalsozialistischen Ära augewachsen bin. Wer oder was mich "sozialisiert" hat - das "Dritte Reich" endete bekanntlich 1945 als ich 20 Jhre alt war -, könnte Frau bugenhagen meinem Buch entnehmen (Bemerkungen einer Deutschen Jahrgang 1924), wenn der Kreis mitsamt Frau B. das wirklich wissen wollten, wofür eher das Gegenteil spricht. Aber in einem hat sie recht: Nach einer kurzen Phase des Pazifismus nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, klärte sich mein Bewußtsein im Angesicht der kommunistishen Bedrohung, so daß ich zu dem wurde, was ich immer noch bin: Ein Nationalist; denn ein Sozialist war ich nie, nicht einmal als Kind während der Nazizeit, in der nicht nur ich als Jugendliche für Funktionäre nichts übrig hatten. Soviel zu dem, was neudeutsch "Sozialisierung" genannt wird.

Es wäre ein Zeichen von Ehrlichkeit, wenn Frau Bugenhagen und ihr "Kreis" sich zu ihrer "Sozialisation" im kommunistischen Umfeld bekennen würden. Das würde die Auseinandersetzung mit den entgegengesetzten Zielsetzungen transparent machen. Der Ton übrigens oben: "Sie sollten darauf verzichten...", erinnert mich an meine Arbeitsdienstführerinnen. Und das ist logisch: Kommunismus und Nationalsozialismus sind auf`s Blut verfeindete Brüder.

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RE: Was zu dem Terror in Paris - als Auswuchs simpler Gefolgschaft zu sagen ist

#22 von J_Holstermann , 19.11.2015 11:25

Zitat

Zu 1.) Das ist Ignoranz der Wirklichkeit im Quadrat, weil in der Wirklichkeit Eroberungskriege im Namen des Christentum seit fünfeinhalb Jahrhunderten nicht mehr stattgefunden haben, ...



Marokko: Unabhängigkeit 2. März 1956 (von Frankreich)
7. April 1976 (Westsahara von Spanien)
Tunesien: Unabhängigkeit 20. März 1956 (von Frankreich)
Algerien: Unabhängigkeit 5. Juli 1962 (von Frankreich)
Libyen: Unabhängigkeit 24. Dezember 1951 (von Italien), zuvor Verwaltung eines Hohen Kommissars der UN
Ägypten: Unabhängigkeit 28. Februar 1922 (vom Vereinigten Königreich)
Syrien: Unabhängigkeit am 17. April 1946 (von Frankreich)
Libanon: Unabhängigkeit 22. November 1943 (von Frankreich)
Irak: Unabhängigkeit 3. Oktober 1932 (vom Vereinigten Königreich)
Jordanien: Unabhängigkeit 25. Mai 1946 (vom Vereinigten Königreich)
Jemen: Unabhängigkeit Nordjemen: 30. Oktober 1918 (Osmanisches Reich); Südjemen: 30. November 1967 (Großbritannien)
Oman: Unabhängigkeit 1971

Und nicht jede dieser Unabhängigkeiten verlief unblutig.

Zitat

Zu 2.) Wofür Linke was halten, ist immer von ihrer Doktrin und deren Schlagwörtern bestimmt.


Sie sollten darauf verzichten, Polit-Phrasen aufzugreifen und Teilnehmern
zu unterstellen, sich diese Phrasen zu eigen gemacht zu haben.

Zitat

Zu 3.) Hier soll eine Unterstellung verankert werden. Typisch linkes Diskussionssystem!)


Sie sollten darauf verzichten, Polit-Phrasen aufzugreifen und Teilnehmern
zu unterstellen, sich diese Phrasen zu eigen gemacht zu haben.

Zitat

Zu 4.) Nur linke Doktrinäre können auf den Gedanken kommen,


Sie sollten darauf verzichten, Polit-Phrasen aufzugreifen und Teilnehmern
zu unterstellen, sich diese Phrasen zu eigen gemacht zu haben.

Zitat

den Freiheitskampf der Iren innerhalb der wohl letzten Empire-Kolonie für einen Religionskrieg zu halten, auch wenn die Iren katholisch und die Briten anglistisch sind. Keine Partei kämpft für den lieben Gott.



Das müsste dann so auch für die vielschichtigen Milizen und Terrorgruppen in Syrien, Irak, Libanon und anderswo gelten. Die kämpfen auch nicht für den lieben Gott.
Da kämpfen Sunniten gegen Sunniten, Sunniten gegen Schiiten, Schiiten gegen Kurden, Kurden gegen Sunniten, einen richtigen Durchblick haben wohl nur die Fachleute.

Vordergründig war der Irlandkonflikt sicher kein Religionskrieg. Dennoch spielt und spielte die Religionszugehörigkeit eine wichtige Rolle in diesem Konflikt.

Auszug wikipedia:
Das hervorstechendste Merkmal Nordirlands ist die Segregation der Bevölkerung in zwei große Gruppen, je nach Ethnie und Konfession. Diese Trennung spiegelt sich sogar in der Siedlungsgeographie: Allgemein gesprochen sind die nordöstlichen Gebiete (vor allem das Umland und Teile Belfasts und die Küste von County Antrim) heute protestantisch und die westlichen (um County Derry und County Tyrone) katholisch dominiert. Der Nordosten ist sehr viel stärker industrialisiert als der ländliche Westen. Fast alle größeren Städte sind protestantische Hochburgen (bis auf Derry und Newry). Auch Belfast, das mit Abstand größte Ballungszentrum, zählt dazu. Diese größeren Städte wiederum sind häufig in protestantische und katholische Wohnviertel (z. B. in Belfast Falls Road (katholisch-irisch) und The Shankill (protestantisch-britisch)) segregiert.

Die Begriffe „katholisch“ und „protestantisch“ dienen in Nordirland als Unterscheidungsmerkmal zweier gesellschaftlicher Gruppen, die gegensätzliche soziale, politische, wirtschaftliche und schließlich auch religiöse Geisteshaltungen pflegen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nordirlandkonflikt

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RE: Was zu dem Terror in Paris - als Auswuchs simpler Gefolgschaft zu sagen ist

#23 von Kerstin Bugenhagen , 19.11.2015 12:32

Zitat

Zitat Bugenhagen:
"Einen Zusammenbruch des zivilen Zusammenlebens haben die
Deutschen ab 1933 erlebt - eine Zeit, in der Sie sozialisiert wurden
wie ich aus dem Kreis der Teilnehmer hier erfuhr.

Sie sollten darauf verzichten, Polit-Phrasen aufzugreifen und Teilnehmern
zu unterstellen, sich diese Phrasen zu eigen gemacht zu haben.

Kerstin Bugenhagen" Zitatende


Zitat

Der "Kreis von Teilnehmern hier" kann allenfalls wissen, daß ich 91 Jahre alt und nach Adam Riese also in der nationalsozialistischen Ära augewachsen bin. Wer oder was mich "sozialisiert" hat - das "Dritte Reich" endete bekanntlich 1945 als ich 20 Jhre alt war


ich sprach von der "Zeit in der Sie sozialisiert wurden". Mehr habe ich nicht dazu geschrieben.

Zitat

Es wäre ein Zeichen von Ehrlichkeit, wenn Frau Bugenhagen und ihr "Kreis" sich zu ihrer "Sozialisation" im kommunistischen Umfeld bekennen würden. Das würde die Auseinandersetzung mit den entgegengesetzten Zielsetzungen transparent machen. Der Ton übrigens oben: "Sie sollten darauf verzichten...", erinnert mich an meine Arbeitsdienstführerinnen. Und das ist logisch: Kommunismus und Nationalsozialismus sind auf`s Blut verfeindete Brüder.


Es ist schon lustig, wenn Sie Ehrlichkeit einfordern. Zu welchem "kommunistischen Umfeld" sollte ich mich bekennen?
Wenn Sie da über Informationen verfügen welche über die meinigen hinausreichen, dann bitte schreiben Sie diese hier auf.

Ich bin erstaunt, in welchem Umfang es in diesem Forum möglich ist, mit Unterstellungen zu
arbeiten ohne deren Gültigkeit auch nur im mindesten zu belegen.

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RE: Was zu dem Terror in Paris noch gesagt werden muß

#24 von kjschroeder , 24.11.2015 05:57

Zitat
Vieles, vor allem die Pauschalierungen bzgl. Islam und Flüchtlingen.



Naja, mich würde eher die Pauschalierung von staatswegen stören, wonach
- alle Einwanderer "Flüchtlinge" seien (tatsächlich ist es keiner von ihnen - aus Touristenhochburgen wie Griechenland, Kroatien oder Ungarn muß man nicht "flüchten")
- Pegida irgendwie "rechtsextrem" sei oder damit verbunden oder wie auch immer
- desgleichen alle Kritiker dieser "tollen" Hippie-Politik

Sie würde mich deswegen mehr stören, weil dahinter das staatliche Gewaltmonopol steht. Das heißt: Das sind nicht irgwndwelche Äußerungen, sondern diese Art Hetze und Ausgrenzung ließe sich auch durchsetzen.

Apropos durchsetzen: Genosse Maas, unser oberster Amtsjurist, meinte ja nach dem Kölner Attentat, Pegida würde den Boden für ausländerfeindliche Angriffe bereiten.

Nun steht fest, daß mindestens einer der Pariser Attentäter über Deutschland als sogenannter "Flüchtling" daherkam. Wie ist das denn: Hat die Politik Merkels den Boden für Teror "bereitet"? Beihilfe zum Mord? Na? Ich schätze, Sie merken, wohin diese Art Logik führt. Wahrscheinlich ist diese Erkenntnis der Grund, warum die Berliner Laienspielschar jetzt ganz ruhig ist bezgl. Pegida. Das ist nicht nur totschweigen wollen.

Und da ist noch nicht mal die Rede von "Europa", das doch unsere wackere "Elite" angeblich so hochhält. Diese Regierung - und damit leider auch wir - sind längst zum Sicherheitsrisiko Europas geworden. Ist Ihnen das noch nicht aufgefallen?

Zitat
Nicht der Islam, sondern die islamistischen Terroristen des so genannten IS machen beim Morden keinen Unterschied zwischen Gläubigen, Ungläubigen, zwischen Pepita-Befürwortern oder -Gegnern. Diese Spinner versuchen bei ihren Terrorattentaten alle zu ermorden, die ihres Weges kreuzen und dabei spielt die Religionszugehörigkeit überhaupt keine Rolle.



Ja, das sagen sie alle. Und ich bin immer wieder erstaunt, was für Islam-Experten Politiker, "Medienschaffende", Künstler etc. doch sind. Ein ganz simpler Blick in Wikipedia würde Ihnen sagen, daß es im Koran überhauot nicht geregelt ist, ob in einem "Dschihad" die Tötung von Moslems verboten oder sonstwie negativ konnotiert ist. Denn sie bringen sich ja bekanntlich auch untereinander um.

Zitat
Zuallerst kommen diese Menschen als Flüchtlinge aus einem Kriegsgebiet



Nein, kommen sie nicht. Sie kommen aus Touristenhochburgen - aus Griechenland, Ungarn (bis zur Schließung der Grenze, was ja angeblich nicht geschützt werden kann), Kroatien, Österreich. Mir ist nicht bekannt, daß dort Krieg herrscht. Ihnen?

Zitat
Ich sehe in diesen Menschen auch keine Okkupanten, die von wem auch immer aufgerufen wurden, das christliche Abendland zu islamisieren.



Dann empfehle ich Ihnen, sich mal mit einem Mullah zu unterhalten (oder leben Sie in einer Kommune mit nur 10 % Migranten?). Jeder Mullah wird Ihnen sagen, daß die Herstellung der Ummah - der weltweiten Gemeinschaft von Moslems und damit die globale Herrschaft des Islam - oberstes Gebot eines gläubigen Moslems zu sein hat. Was meinen Sie: Sind das alles Atheisten, die da zu uns kommen?

Zitat
Laut einer Umfrage unter syrischen Flüchtlingen will nur jeder 10 Syrer dauerhaft hier bleiben.
http://www.n-tv.de/politik/Nur-jeder-zeh...le16091831.html



Ja, das sind so die kleinen Trostpflästerchen. Warum haben Sie nicht dazu geschrieben, daß sich die Umfrage nur auf explizite Anhänger der syrischen Opposition bezieht? Apropos Umfrage - ich hab auch eine;-) Nämlich: 20% der Syrer halten den IS für eine gute Sache. Können Sie in der Washington Post nachlesen - hier: -> https://www.washingtonpost.com/news/worl...381442346331254
Und das Original im pds-Format hier: -> http://www.opinion.co.uk/perch/resources/syriadata.pdf

Wir kriegen bis Jahresende - dank Merkel, bitte nicht vergessen - so etwa 1,5 Mio so genannter "Flüchtlinge" hierher. Was meinen Sie, wieviel davon wohl Syrer sind? Ich folge mal unseren Medien, von denen ja jeder weiß, daß sie nur der Warhheit verpflichtet sind - und immer nur von syrischen Flüchtlingen berichten. Nicht von afgahanischen oder libanesischen oder lybischen oder kongolesischen oder nigerianischen oder solchen mit gefälschtem syrischen Paß. Nein, das ist alles nur rechtsextreme Hetze - was auch sonst? - und wir glauben, daß das hier alles Syrer sind. 20% von 1,5 Mio finden den IS also knorke, geil, cool, und toll. Was glauben Sie, welche Konsequenzen das hier haben wird - auch wenn nach heftigem Wunsch von N-TV 90% wieder nach Hause gehen (nebenbei: das sind genau die, mit denen wir was anfangen könnten)? Wir gehen mit den verbliebenen 150.000 Jungs 'ne Runde Lindenblütentee trinken? Knuddeln Bäume? Üben uns im CO2-Verzicht? Und glauben ganz fest daran, daß der IS gelogen hat, als er sagte, daß 4.000 Kämpfer bereits dank des Flüchtlingsstroms in Europa seien?

Zitat
ist der Abschluss einer ganzen Reihe von Pflichten und Bedingungen, die vorab von einem Eingebürgerten erfüllt werden müssen.



In einem normalen Land. Nicht mehr in diesem Hippie-Staat.

Zitat
Ja, es ist fatal, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen, IS-Dschihadisten zu sein.



Ja, das ist auch fatal. Und Schuld daran ist Angela Merkel und die damit verbundene völlig unkontroillierte Einwanderung. Wundert Sie das?

Zitat
dann kann man wohl kaum 600TSD oder 800TSD Flüchtlinge unter Generalverdacht stellen.



Nochmal: Das Problem besteht darin, daß hier jede Menge Einwanderer völlig unkontrolliert reinkommen. Nur ein Naivling vermutet hinter jedem dieser Menschen den guten Nikolaus. Oder ein beinharter Ideologe, der sich um seine Nachbarn, seine Bekannten, seine Arbeitskollegen und seine Kinder (falls vorhanden) einen Dreck schert.

Zitat
Man muss denjenigen, die unsere Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft missbrauchen mit aller Härte entgegentreten.
Das bedeutet: ausländische Hassprediger, Schwerkriminelle, Mehrfachstraftäter in ihr Herkunftsland ausweisen, auch dann, wenn dort die Verfolgung durch Strafbehörden droht, bspw. die Libanesische Familienclans in Berlin, Personen, die für den IS in den Krieg ziehen uvm.
Es kann nicht sein, dass solche Personen unter dem Schutz des Asylrechts oder der deutschen Staatsangehörigkeit schwere Straftaten begehen können, im Wissen, dass sie nicht ausgeliefert werden können. Wer für den IS in den Krieg zieht oder Terrorakte verübt, müsste automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit verlieren.
Vieles wäre schon mit geltendem Recht umsetzbar, manches müsste evtl. sogar durch GG-Änderung erst ermöglicht werden.



Das glauben Sie wirklich? Hier ist ein halbes Jahrhundert das glatte Gegenteil passiert: Asylbewerber wurden trotz Ablehnung eben NICHT zurückgeschickt, in immer mehr Städten gibt es Parallelgesellschaften, und diesen bewußten Clan in Bremen werden wir nie mehr los. Und in Berlin bahnen sich ganz ähnliche Verhältnisse an. Was veranlaßt Sie nach all diesen Erfahrungen zu dieser Einschätzung? Wunschdenken? Oder: Politiker lernen auch aus Fehlern, selbst wenn sie ihre Agenda korrigieren müßten?

Klar ist nicht jeder Molslem ein Terrorist oder Gauner. Das Problem besteht m.E. schlicht darin, daß die Masse lernen muß sich von diesem Mittelalter-Müll zu trennen und mündig zu werden. Aufklärung heißt das Gebot. Was aber, wenn die Moslems das gar nicht wollen? Was machen Sie denn dann?

Zitat
Ein Vorteil der doppelten Staatsbürgerschaft wäre übrigens, dass diesen Personen die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen und sie in das Land der zweiten Staatsbürgerschaft auswiesen werden können.



Sofern das andere Land nicht schneller damit ist.... ;-)

Zitat
Des weiteren müssen sich die moslemischen Gemeinden und Verbände in Deutschland/Europa nicht nur verbal von islamistischer Gewalt distanzieren. Sie müssen aktiv in ihren Reihen diesen radikalisierten Idioten entgegentreten, auf sie einwirken und ggf. den Sicherheitsb



Sorry, das ist in meinen Ohren der typische Polit-Singsang, der schön klingt und von niemandem konkret etwas einfordert. Ich mach's mal kmonkret: Ditib und dieser Zentralrat der Muslime sind keine Sprachrohre mehr. Schlicht und simpel. Damit geht es los. Denn das sind die konservativen Vereinigungen, die sich in der Opferrolle gefallen. Nein, kein Verbot. Sondern einfach nicht mehr hinhören. Für Politiker war das herrlich bequem mit diesen Verbänden, schon klar: Einmal rangewanzt, und schon an zig hunderttausend Moslems rangeschleimt. Künftig sollte sich die Politik nach WERTEN orientieren. Denn da gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede. Es gibt einen relativ kleinen Moslemverband, der meines Wissens entweder von der FDP- oder CDU-Stiftung gefördert wird. Eine Vereinigung, die die Aufklärung wohl bereits mitdenkt, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Das wäre ein Anfang.

Zitat
Wenn es einen gewaltfreien "Europa"-Islam gibt, dann sollte er es auch durch mehr als nur Worte unter Beweis stellen.



Ab wann gibt es diesen "gwaltfreien Euro-Islam"? Nach zehn Anschlägen? 20? Was machen Sie mit den Einschüchterungen, von denen niemand erfährt, weil die Betreffenden schlicht Angst haben auszupacken und lieber Mitläufer sind, einfach, um sich und ihre Familie zu schützen (in meinen Augen das größte Problem)? Und was machen Sie, wenn die Moslems keinen Bock drauf haben, und es einen solchen Islam nur in der Einbildung weltfremder Intellektueller geben sollte? Was? Oh, ist danebengegangen - "Reform" hat nicht so richtig geklappt, gehen wir zur Tagesordnung über und versuchen irgendeine andere Hintertür, um die verhaßten Westwerte endlich loszuwerden? Oder ist es eher die Version: Oh, DAS konnte man aber GAR NICHT wissen! ?

Zitat
Sie müssen aktiv in ihren Reihen diesen radikalisierten Idioten entgegentreten, auf sie einwirken und ggf. den Sicherheitsbehörden melden.



Und was machen Sie, wenn das nicht passiert? Merken Sie nicht, daß das alles Wunschdenken von Ihnen ist? Ich meine, Forderungen kann jeder in die Welt setzen. Aber wie sieht es mit der Realität aus? Warum ist das, was Sie fordern, nicht schon längst passiert? Warum sollte es jetzt passieren?

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

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zuletzt bearbeitet 24.11.2015 | Top

   

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