Rentnerbestechungsversuch

#1 von Hannelore Mohringer , 29.10.2015 11:04

Rentnerbestechungsversuch

Für die Altrentner ist die Ankündigung Hohn: „Rekord-Plus für Rentner“ (in der heutigen SÜDKURIER-Ausgabe, Seite 1), weil der „Rekord“ sich aus ausgebliebenen Inflations- und Geldwertminderungs-Ausgleichszahlungen erklärt. Diese gab es nämlich nur für Beamte. Nun stehen Wahlen bevor:
Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt im März 2016, in Mecklenburg-Vorpommern im September. Im September finden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt, und in Berlin werden die Abgeordneten für das Abgeordnetenhaus gewählt mit dem Regierenden Bürgermeister als Spitzenkandidat.

Es folgen im Februar 2017 die Wahl des Bundespräsidenten – vielleicht eine Erklärung für seine aktuelle Forderung in Sachen TTIP als Entscheidung im Bundestag und nicht in Brüssel –, die Landtagswahlen im Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen und- nicht zu vergessen

die Bundestagswahl!

Es geht jetzt aber außerdem um die Neu-Rentnergeneration der Alt-68er und der in den 70ern unter ihrem politischen Einfluß aufgewachsenen Linken. Adressaten dieser „Rekord“rentenerhöhung, sind also nicht nur die Empfänger der bisherigen miserablen Durchschnittsrenten und skandalösen Armutsrenten, sondern auch die Neurentner aus der eigenen Generation der Regierenden (mit ihren üppigen Altersversorgungen). Trotz dieser „Rekordrentenerhöhungen“ ändert sich nichts am Skandal der zu erwartenden Armutsrenten für diese Generation, die gleichzeitig Regierungsgeneration und dafür verantwortlich ist, und es bleibt der Betrug an den Alt-Rentnern, die durch die Euro-Einführung auf einen Schlag eine Wertminderung ihrer Renten um fast 50% hinnehmen mußten, sowie die tagtägliche Abwertung ihrer Einkünfte und ihres Ersparten durch die EU-Zinsabschaffung der Europäischen Zentralbank, deren Macht die Neurentner-Generation auf den Regierungsbänken installiert hat.

Vor dem Hintergrund der illegalen Einwandererströme als alles überragendes Katastrophenergebnis der Politik der regierenden Generation der Alt-68er und ihrer Zöglinge, und damit dessen, was das deutsche Volk im Ganzen zu erwarten hat, ist diese „Rekord“-Rentenerhöhung ein durchsichtiger, ein lächerlicher Bestechungsversuch zur Rettung der eigenen Haut.

Hannelore Mohringer

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RE: Rentnerbestechungsversuch

#2 von Kerstin Bugenhagen , 29.10.2015 13:30

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #1
Rentnerbestechungsversuch


Es geht jetzt aber außerdem um die Neu-Rentnergeneration der Alt-68er und der in den 70ern unter ihrem politischen Einfluß aufgewachsenen Linken. Adressaten dieser „Rekord“rentenerhöhung, sind also nicht nur die Empfänger der bisherigen miserablen Durchschnittsrenten und skandalösen Armutsrenten, sondern auch die Neurentner aus der eigenen Generation der Regierenden (mit ihren üppigen Altersversorgungen). Trotz dieser „Rekordrentenerhöhungen“ ändert sich nichts am Skandal der zu erwartenden Armutsrenten für diese Generation, die gleichzeitig Regierungsgeneration und dafür verantwortlich ist, und es bleibt der Betrug an den Alt-Rentnern, die durch die Euro-Einführung auf einen Schlag eine Wertminderung ihrer Renten um fast 50% hinnehmen mußten




die von Ihnen errechnete Wertminderung der Renten mit Einführung des Euro kann ich nicht nachvollziehen.

Es wäre nett, wenn Sie mir beispielhaft eine Rechnung aufmachen könnten, also die Verteuerung Ihrer
Stromkosten etc., wie Sie auf diese 50% Wertminderung kommen.

Mein Gehalt z.B. hat sich zum besagten Stichtag nicht um 50% im Wert vermindert.

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RE: Rentnerbestechungsversuch

#3 von kjschroeder , 29.10.2015 13:51

Zitat
Mein Gehalt z.B. hat sich zum besagten Stichtag nicht um 50% im Wert vermindert.



Von einem Stichtag hat Frau Mohringer auch nichts geschrieben (und von der Wertmindsrung sind alle betroffen, nicht nur Rntner). Das ist vielmehr ein Prozeß, dessen Folgen Sie heute in so ziemlich jeder Zeitung nachlesen können unter den Stichworten Ausbluten des Mittelstandes, zunehmndes Prekariat, immer mehr Leuten bleibt immer weniger am Monatsende etc. Man muß es freilich auch lesen wollen.

Und die Logik ist ganz einfach: Fragen Sie sich, was Sie 1991 (vor Maastricht) oder 99 (vor Euro-Einführung) für eine D-.Mark alles so kaufen konnten und was heute. Wo stand die D-Mark damals z.B. zum Schweizer Franken, wo stünde sie nach Rückrechnung zum Eurokurs heute?

Wir sind auch und vor allem ein Importland. Stabile Währung bedeutet billige Importe, dadurch mehr Wohlstand für die Allgemeinheit, Exporte werden schwieriger. HEUTE ist es umgekehrt: Die Exportwirtschaft verdient wie blöde, dafür haben sich die Rohstoffe verteuert.

Nächster Aspekt: Im Unterschied zu anderen Ländern gab es bei uns KEIN Gesetz, daß Preiserhöhungen im Zuge der damaligen Euroumstellung verboten hätte. Was viele Firmen im Bereich des täglichen Bedarfs genau dazu genutzt haben. Hinzu kommt der Staat als Kostentreiber durch immer größere Einmischung in unser Alltagsleben (z.B. Dämmwahn, fortlaufende Preiserhöhungen ÖPNV, etc.).

Gruß
Klaus


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RE: Rentnerbestechungsversuch

#4 von Hannelore Mohringer , 29.10.2015 15:11

Kurzantwort vorerst an Sie beide, denn ich habe einen Termin und muß dringend weg:

Ich sprach nur von Rente und nicht von Gehältern, die ja immer angepaßt wurden.
Und zu der Wertminderung von 50%: Die Rente betrug nur noch die Hälfte und die Preise waren in kurzer Zeit auf der alten Höhe.

Gruß, HM

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RE: Rentnerbestechungsversuch

#5 von kjschroeder , 29.10.2015 17:09

Zitat
Ich sprach nur von Rente und nicht von Gehältern, die ja immer angepaßt wurden.



Gerade Renten wurden - wenngleich in lächerlicher Höhe - immer mal wieder angepaßt. Siehe diese T-Online Grafik (bitte scrollen): -> http://www.t-online.de/wirtschaft/alters...-mehr-geld.html

Bei Gehältern war s noch schlimmer, denn da gab es eine Spreizung: In einigen Branchen stiegen sie, in anderen tat sich nichts, in wieder anderen gingen sie runter.

Jedenfalls stünden wir ohne Euro und mit alter bewährter Währung heute besser da. Und wir hätten auch nicht diese Exportabhängigkeit, die so manchen Minister zum Händchenschütteln in Diktaturen nötigt, wo echte Galgen hängen, während sich dieselbe politische Partei nur über Pappgalgen aufregen kann.

Gruß
Klaus


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RE: Rentnerbestechungsversuch

#6 von Kerstin Bugenhagen , 29.10.2015 17:32

Zitat


Von einem Stichtag hat Frau Mohringer auch nichts geschrieben (und von der Wertmindsrung sind alle betroffen, nicht nur Rntner). Das ist vielmehr ein Prozeß, dessen Folgen Sie heute in so ziemlich jeder Zeitung nachlesen können unter den Stichworten Ausbluten des Mittelstandes, zunehmndes Prekariat, immer mehr Leuten bleibt immer weniger am Monatsende etc. Man muß es freilich auch lesen wollen.



Frau M. schrieb: auf einen Schlag und meinte damit eine plötzliche Wertminderung.
Das halte ich für falsch und einen nachvollziehbaren Nachweis ist Frau M.
auch schuldig geblieben.

Daß Ihnen das nicht aufgefallen ist wundert mich.

Inflation gab es immer und ist -in Maßen- auch sinnvoll.
Die gab es meiner Erinnerung auch unter CDUCSUFDP-Regierungen.

Noch einmal: das mit der Einführung des Euro "schlagartig" die Renten
um 50% an Wert verloren ist hatten eine falsche Behauptung und
wurde hier nicht belegt - auch nicht von Ihnen.


Aber wer so (nach-)lässig mit Zahlen umgeht, sollte mit der Beurteilung
weit komplizierterer Sachverhalte wie Schadstoffausstoß (CO2) lieber
vorsichtig sein.

Kerstin Bugenhagen

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RE: Rentnerbestechungsversuch

#7 von Gelöschtes Mitglied , 29.10.2015 17:49

Zitat von Kerstin Bugenhagen im Beitrag #6

Zitat


Von einem Stichtag hat Frau Mohringer auch nichts geschrieben (und von der Wertmindsrung sind alle betroffen, nicht nur Rntner). Das ist vielmehr ein Prozeß, dessen Folgen Sie heute in so ziemlich jeder Zeitung nachlesen können unter den Stichworten Ausbluten des Mittelstandes, zunehmndes Prekariat, immer mehr Leuten bleibt immer weniger am Monatsende etc. Man muß es freilich auch lesen wollen.



Frau M. schrieb: auf einen Schlag und meinte damit eine plötzliche Wertminderung.
Das halte ich für falsch und einen nachvollziehbaren Nachweis ist Frau M.
auch schuldig geblieben.

Daß Ihnen das nicht aufgefallen ist wundert mich.

Inflation gab es immer und ist -in Maßen- auch sinnvoll.
Die gab es meiner Erinnerung auch unter CDUCSUFDP-Regierungen.

Noch einmal: das mit der Einführung des Euro "schlagartig" die Renten
um 50% an Wert verloren ist hatten eine falsche Behauptung und
wurde hier nicht belegt - auch nicht von Ihnen.


Aber wer so (nach-)lässig mit Zahlen umgeht, sollte mit der Beurteilung
weit komplizierterer Sachverhalte wie Schadstoffausstoß (CO2) lieber
vorsichtig sein.

Kerstin Bugenhagen







Es war sicher nicht ganz so heftig wie Frau Mohringer schreibt. Aber ich kann mich noch gut erinnern, dass nach Einführung des Euro bei nicht wenigen Preisangaben von niedrigpreisigen Waren (>10 DM) und auch auf vielen Speisekarten von Restaurants einfach das Währungszeichen von DM gegen € getauscht wurde. Erst nach massivem Protesten (auch in der Presse) wurden über Wochen und Monate pö a pö und mit tlw. hahnebüchenden Ausreden diese Preisangaben korrigiert. Nicht umsonst haben viele Käufer immer wieder von Euro in DM umgrechnet. Eine reguläre Preisanpassung hat meier Erinnerung nach erst sehr viel später gegeben.

Quelle: Eigenes Erleben


RE: Rentnerbestechungsversuch

#8 von Hannelore Mohringer , 29.10.2015 19:59

Vielen Dank, Herr Weseloh! Ich hatte ja nur kurz geantwortet, weil ich einen Termin wahrnehmen und daher wegfahren mußte. Also ausführlicher:

Es geschah wirklich auf einen Schlag, nämlich am 1. Januar 2002 mit der Einführung des Euro und der damit verbundenen Abschaffung der DM. Eigentlich sollte damit der Umrechnungskurs von 1,95583 gelten, wonach 1 Euro fast zwei DM wert gewesen wäre. Aber, in der Praxis war das nicht so, und jeder Rentner -und nur von denen sprach ich- hatte am 1.1.2002 nur noch den halben Betrag auf dem Konto und mußte Preise bezahlen, die in der Summe dieselben waren wie einen Tag davor in DM oder im Laufe der Zeit wieder dazu wurden.

Es regierte damals die rot-grüne Koalition von Gerhard Schröder und der Grüne Josef, genannt Joschka, Fischer als Vizekanzler und Außenminister. Im Kabinett Schröder war der Grüne Jürgen Trittin Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (1998 bis 2005). Das erwähne ich, weil im Herbst meine Stromrechnung exorbitant gestiegen war. Der Grund: Der Umweltminister hatte den Wegfall der Verbilligung von Nachtstrom verfügt, weil er die Nachtspeicheröfen auf diese Weise abschaffen und damit die Nutzung von "Atomstrom" unterbinden wollte. Wir heizten bis dahin unser Haus mit einer Nachtspeicher-Zentralheizung, die, als wir sie einbauen ließen, als umweltfreundlich, weil ohne Emissionen von Schadstoffen und wegen der Nutzung von nächtens unverbrauchtem Strom, zu Recht gepriesen worden war. Nun mußte für den Strom, der in der Nacht produziert, aber nicht verbraucht wird, der ganz normale Strompreis gezahlt, und deswegen die Nachtstromheizung abgeschafft werden, weil ihr Betireb mit voller Absicht durch den "Umweltminister" unbezahlbar gemacht worden war.

Ich war im Sommer Witwe geworden, meine Witwenrente war durch die Euro-Einführung im Wert halbiert, und ich mußte eine neue Heizung kaufen. Der Sohn einer Freundin, ein Ingenieur, übernahm die Bauleitung. Ich werde ihm immer dankbar dafür sein. Diese Situation im Winter 2002 werde ich nicht vergessen. Die nächsten Generationen sollen jedenfalls wissen, daß die Abschaffung der DM eine Abwertung von fast 50% in der realen Lebenswelt war.

Hannelore Mohringer

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RE: Rentnerbestechungsversuch

#9 von kjschroeder , 29.10.2015 20:08

Zitat
Frau M. schrieb: auf einen Schlag


Genau. Frau Mohringer schrieb also nichts von einem "besagten Stichtag", wie Sie meinten.

Und was die mit diesem Begriff "auf einen Schlag" einhergehende plötzliche Wertminderung angeht, kann ich das auch nicht ganz nachvollziehen. Denn tatsächlich handelt es sich bei der eurobedingten Kaufkraftminderung um einen schleichenden Prozeß, der immer tiefere Spuren in der Gesellschaft hinterläßt. Wenn man den Euro mitsamt seinen Folgen über die Jahre insgesamt betrachtet. Denn daß er für Deutschland eine Währung für die Verarmung ist, steht - leider mit 25 Jahren Verspätung - wohl mittlerweile außer Frage. Weswegen er ganz am Anfang - Anfang der 90er - auch gerade von den linken Parteien (SPD, Grüne') kritisch bis ablehnend gesehen wurde, bevor diese Parteien beschlossen, daß ihnen der Europatraum wichtiger zu sein habe als die materielle Sicherheit und das Wohlergehen ihrer Wähler.

Umgeachtet dessen ist es aber schon Fakt, daß es bei der Umstellung gewaltige Preisanhebungen gab, die zur Wertminderung führten - verschieden nach Branchen, Produkten und Dienstleistungen. Kleinkram wie Drops, Schokoriegel, etc. wurde sehr rasch sehr viel teurer - und je kostenträchtiger Produkte und Dienstleistungen waren, desto weniger wurde bei der Umstellung getrickst. Bei neuen Autos z.B. tat sich nach meiner Erinnerung nichts. Im Gebrauchtwagenmarkt hatten es damals einige Anbieter versucht im Vertrauen auf die unterstellte Dummheit der Leute. Aber das gab sich sehr schnell wieder.

Und mit Inflation hat all dies gar nichts zu tun - weder die Preistreiberei bei der Euroeinführung noch der Werteverfall z.B. gegenüber dem Schweizer Franken.

Zitat
Aber wer so (nach-)lässig mit Zahlen umgeht,


Wollen wir da nicht mal die Kirche im Dorf lassen? Ich könnte jetzt auch schreiben: Wer so nachlässig zitiert wie Sie, etc.pp. Wollen Sie sich wirklich auf dieses Nivau begeben?

Gruß
Klaus


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RE: Rentnerbestechungsversuch

#10 von kjschroeder , 29.10.2015 20:13

Zitat
Nun mußte für den Strom, der in der Nacht produziert, aber nicht verbraucht wird, der ganz normale Strompreis gezahlt, und deswegen die Nachtstromheizung abgeschafft werden, weil ihr Betireb mit voller Absicht durch den "Umweltminister" unbezahlbar gemacht worden war.



Das wäre Ihnen auch in einer D-Mark-Zeit passiert und hat mit der Euroeinführung nichts zu tun.

Gruß
Klaus


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RE: Rentnerbestechungsversuch

#11 von Hannelore Mohringer , 30.10.2015 00:41

Zitat: "Nun mußte für den Strom, der in der Nacht produziert, aber nicht verbraucht wird, der ganz normale Strompreis gezahlt, und deswegen die Nachtstromheizung abgeschafft werden, weil ihr Betireb mit voller Absicht durch den "Umweltminister" unbezahlbar gemacht worden war.

Das wäre Ihnen auch in einer D-Mark-Zeit passiert und hat mit der Euroeinführung nichts zu tun.

Gruß
Klaus"

Richtig!
Die Schilderung gehört streng genommen nicht zum Thema. Aber auch die Bemerkung, daß mir "das" auch in einer D-Mark-Zeit passiert wäre, hat mit der Euroeinführung nichts zu tun, und die Euroeinführung hat nur als Rentenminderungsursache mit dem ursprünglichen Thema "Rentnerbestechungsversuch" zu tun.

Wir hätten die Überschrift ändern müssen, etwa so: Ursachen für einen Rentenbestechungsversuch im Vorfeld von Wahlen, und zwei neue Themen beginnen müssen: "Die Anfänge der Strompreiserhöhungen und die zugrundeliegenden politischen Absichten" und "Persönliche Erlebnisse im Zusammenhang mit der Euroeinführung". (Jetzt versuche ich, ein smily zu produzieren:) Mißlungen!

Hannelore Mohringer

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Smily-Versuch gelungen!

#12 von Hannelore Mohringer , 30.10.2015 00:43

Gleich nochmal:

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RE: Rentnerbestechungsversuch

#13 von Kerstin Bugenhagen , 30.10.2015 10:42

Zitat


Es geschah wirklich auf einen Schlag, nämlich am 1. Januar 2002 mit der Einführung des Euro und der damit verbundenen Abschaffung der DM. Eigentlich sollte damit der Umrechnungskurs von 1,95583 gelten, wonach 1 Euro fast zwei DM wert gewesen wäre.



das ist korrekt - und der Euro war auch "fast zwei D-Mark" wert.
Vergleichen Sie einmal Ihre fixen Kosten, Strom, Gas usw.
Dafür mussten Sie auf einen Schlag zahlenmäßig nur etwa die Hälfte zahlen - in Euro, wohlgemerkt.
Weshalb berücksichtigen Sie das nicht in Ihrer Rechnung?

Zitat

Aber, in der Praxis war das nicht so, und jeder Rentner -und nur von denen sprach ich- hatte am 1.1.2002 nur noch den halben Betrag auf dem Konto und mußte Preise bezahlen, die in der Summe dieselben waren wie einen Tag davor in DM oder im Laufe der Zeit wieder dazu wurden.


das ist nicht richtig - auch Gehaltsempfänger haben als Zahl (!) nur den halben Betrag auf dem Konto gehabt
im Gegensatz zum Monat davor. Aber: auch die Krankenkassenbeiträge z.B. fielen auf diesen "halben Beitrag",
wie andere Abzüge auch, Steuer etwa oder Kirchensteuer.

Im Laufe der Zeit hat sich durch die Inflation der Wert natürlich gemindert, Waren und Dienstleistungen wurden
tatsächlich teurer. Nur: das wurden sie in den DM-Jahren zuvor auch und werden sie auch in Zukunft tun.

Übrigens: Benzin ist zur Zeit so günstig wie seit Jahren nicht mehr und die Preise
für Flachbildschirme sind um zig-Prozent billiger geworden.

Dergleichen liest man bei Ihnen nie...

Kerstin Bugenhagen

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RE: Rentnerbestechungsversuch

#14 von Kerstin Bugenhagen , 30.10.2015 10:57

Zitat von kjschroeder im Beitrag #9

Zitat
Frau M. schrieb: auf einen Schlag

Genau. Frau Mohringer schrieb also nichts von einem "besagten Stichtag", wie Sie meinten.



freut mich, daß Sie versuchen so korrekt wie möglich zu sein.
Ich habe nichts gemeint wie Sie unterstellen, sondern ich habe mich auf mein
Gehalt bezogen und dessen Wert hat sich in der Tat zum bekannten Termin
geändert. Möchten Sie das bestreiten?

Zitat

Zitat
Aber wer so (nach-)lässig mit Zahlen umgeht,


Wollen wir da nicht mal die Kirche im Dorf lassen? Ich könnte jetzt auch schreiben: Wer so nachlässig zitiert wie Sie, etc.pp. Wollen Sie sich wirklich auf dieses Nivau begeben?




Das mit dem Niveau sollten Sie lieber lassen und versuchen sachlich zu bleiben.

Frau M. sieht nur die kleine Zahl auf ihrem Konto (Rente) und vergißt,
daß die Rechnungen (Strom usw.) sich ebenfalls halbiert haben.
Jedenfalls hat sie diese Tatsache wohl vergessen aufzuschreiben - nachlässig
würde ich das nennen, mindestens.

Kerstin Bugenhagen

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RE: Rentnerbestechungsversuch

#15 von Kerstin Bugenhagen , 30.10.2015 14:06

Zitat

Es war sicher nicht ganz so heftig wie Frau Mohringer schreibt. Aber ich kann mich noch gut erinnern, dass nach Einführung des Euro bei nicht wenigen Preisangaben von niedrigpreisigen Waren (>10 DM) und auch auf vielen Speisekarten von Restaurants einfach das Währungszeichen von DM gegen € getauscht wurde. Erst nach massivem Protesten (auch in der Presse) wurden über Wochen und Monate pö a pö und mit tlw. hahnebüchenden Ausreden diese Preisangaben korrigiert. Nicht umsonst haben viele Käufer immer wieder von Euro in DM umgrechnet. Eine reguläre Preisanpassung hat meier Erinnerung nach erst sehr viel später gegeben.

Quelle: Eigenes Erleben




Ihre Beobachtung trifft zu - besonders haben sich die Wochenmärkte unrühmlich verhalten.
Quelle: eigene Erfahrung der Familie.

Aber leben wir nicht im Kapitalismus, dem gepriesenen?

Sind Raffen, Rendite steigern, Wachstum generieren nicht die ausgegebenen Ziele?
Ist das Verhalten der Händler, die einfach DM gegen Euro-Schilder austauschen
in diesem Sinne nicht eine vernünftige Maßnahme?
Muß doch keiner kaufen...

Kerstin Bugenhagen

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