"Damit Deutschland sauber bleibt - oder: der Bürgermeister von Hardheim ist kein Realitätsflüchtling

#1 von Hannelore Mohringer , 09.10.2015 09:33

„Damit Deutschland sauber bleibt“ – oder der Bürgermeister von Hardheim ist kein Realitätsflüchtling

Volker Rohm heißt der Held des Tages. Er ist Bürgermeister von Hardheim im Odenwald, und er ist, ernstgemeint, das lebende Symbol für den Bestand Deutschlands. Er und seine Stadt können aber auch, wenn wir das denn zulassen, zum Gespött gemacht werden, wie diese Überschrift im heutigen SÜDKURIER (auf Seite 9) beabsichtigen dürfte: „Damit Deutschland sauber bleibt“. Die Propagandastrategen der Vielfalt, deren Hinterlassenschaften Volker Rohm in seinem „Benimm-Katalog“ (SÜDKURIER), so treffend beschreibt, können nicht länger umhin, festzustellen, daß die Realität auf dem besten Wege ist, über ihre Vielfalt-Neurose den Sieg davonzutragen. Die beiden Staatsfernsehsender müssen es immer häufiger zugeben: Merkel wird siegen oder scheitern (so erst kürzlich inmitten eines ARD(?)-Kommentars!). Volker Rohm hingegen ist seinem gesunden Instinkt gefolgt und hat sozusagen den Nagel auf den Kopf getroffen, was auch der Umkehrschluß seines „Benimm-Katalogs“ beweist, nämlich, daß Deutschland sonst im Schmutz dessen und derer versinkt, die ihre heimatlichen Zustände, denen sie ja entfliehen wollen, unwiderruflich in unser Land einbringen.

Angela Merkel, die deutsche Kanzlerin und CDU-Vorsitzende, welche die CDU, die den Braten nie roch, jahrelang zwecks Umerziehung erfolgreich an ihrer Nase herumführte, hat einen Plan, wie sie kürzlich in der ARD-Talkshow von Anne Will bekannte (SÜDKURIER Seite 2). Der dient aber nicht nur, wie den Deutschen zunehmend bewußt wird, dem Zweck der Bewältigung der „Flüchtlingskrise“. Sie will Deutschland verändern; das „Mädchen“ aus der DDR will Deutschland in der Flüchtlingswelle untergehen lassen, und ein Bürgermeister sagt einfach „Halt“!

Der Karikaturist ERL hat das Problem (auf derselben Seite) auf seine Weise auf den Punkt gebracht:
Ein Grüner mit Sonnenblume liegt auf der Couch und haucht mit letzter Kraft „Ich mag Merkel“, wozu der Psychotherapeut bemerkt: „Realitätsflüchtling“. Der Bürgermeister von Hardheim ist kein solcher!

Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: "Damit Deutschland sauber bleibt - oder: der Bürgermeister von Hardheim ist kein Realitätsflüchtling

#2 von Karl-Heinz-Müller , 09.10.2015 13:00

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #1


Angela Merkel, die deutsche Kanzlerin und CDU-Vorsitzende, welche die CDU, die den Braten nie roch, jahrelang zwecks Umerziehung erfolgreich an ihrer Nase herumführte, hat einen Plan, wie sie kürzlich in der ARD-Talkshow von Anne Will bekannte (SÜDKURIER Seite 2). Der dient aber nicht nur, wie den Deutschen zunehmend bewußt wird, dem Zweck der Bewältigung der „Flüchtlingskrise“. Sie will Deutschland verändern; das „Mädchen“ aus der DDR will Deutschland in der Flüchtlingswelle untergehen lassen, und ein Bürgermeister sagt einfach „Halt“!


Hannelore Mohringer




Werte Frau Mohringer,

Angela Merkel hat wirklich einen großen Plan, der aber weniger mit ihrer DDR-Biografie als vielmehr mit der Herkunft ihrer Mutter zusammenhängt.

Näher kann ich hier aus rechtlichen Gründen auf diese Thematik nicht eingehen aber falls Sie in dieser Sache weitere Informationen benötigen, können Sie mich unter karl-heinz-mueller-49@t-online.de gerne kontaktieren.

Wie Sie an der PEGIDA-Bewegung oder an dem Erfolg der AfD in Ostdeutschland ersehen können, ist das Nationalbewusstsein heute in Ostdeutschland weit stärker ausgeprägt als im Westen.

Dies hängt auch damit zusammen, dass die deutschenfeindliche Gehirnwäsche in der DDR, sowohl in den Schulen als auch in den Medien, weit weniger ausgeprägt war als in Westdeutschland.

In der DDR war die Vaterlandsliebe kein Tabu!

Der Direktor unserer Schule hat seine Rede, beim wöchentlichen Fahnenappel, in den 70iger Jahren, immer mit den Worten "Deutsche Jungen und Mädchen" eingeleitet und darin stets auch die Liebe zur deutschen Heimat thematisiert. In westdeutschen Schulen wäre dies undenkbar gewesen!

Die von Ihnen vermutete Indoktrination von Frau Merkel mit kommunistischem Gedankengut, ist daher abwegig. Hätte es diese Indoktrination damals in großem Umfang gegeben, wären im Herbst 1989 sicher nicht Millionen von DDR-Bürgern gegen das SED Regime auf die Straße gegangen!

Ausländische Arbeitskräfte bzw. Auszubildende waren in der DDR auch immer nur Gäste, die nach einem Aufenthalt von maximal drei Jahren die Heimreise antreten mussten. Auch deshalb gab es dort zwischen den Deutschen und den Ausländern kaum Spannungen. Die zerstörerische Überflutung mit Einwanderern war keine Erfindung von Honecker und Konsorten.

Nein, der Hass auf das eigene Vaterland und der Wille zu dessen Zerstörung hat seine Wurzeln sicher nicht im Realsozialismus der DDR.

Heute sind es gerade die ehemaligen DDR-Bürger, mittleren Alters, die gegen diese Zerstörung unseres Heimatlandes aufbegehren.

Letzten Mittwoch in Erfurt, gingen wieder 8000 Patrioten auf die Straße (auch ich und meine Frau gehörten dazu) und demonstrierten mit Rufen wie "Merkel muss weg" gegen die Zerstörung unserer Heimat. Als Reaktion waren wir dann wieder dem Steinehagel der Antifa ausgesetzt!

In der Tagesschau und dem Heute-Journal wurde über diese machtvolle Demonstration natürlich nicht berichtet!

AFD-Demo in Erfurt

Mit besten Grüßen
Karl-Heinz Müller aus Erfurt


Karl-Heinz-Müller  
Karl-Heinz-Müller
Beiträge: 18
Registriert am: 29.09.2015

zuletzt bearbeitet 09.10.2015 | Top

RE: "Damit Deutschland sauber bleibt - oder: der Bürgermeister von Hardheim ist kein Realitätsflüchtling

#3 von kjschroeder , 09.10.2015 23:32

Zitat
Nein, der Hass auf das eigene Vaterland und der Wille zu dessen Zerstörung hat seine Wurzeln sicher nicht im Realsozialismus der DDR.



Das sehe ich auch so. Diese Wurzeln zur Selbstzerstörung liegen bei der WESTLICHEN Linken. Da gab's schon damals - vor dem Fall der Mauer - Untrschiede. Ich finde einen Vergleich immer sehr schön, den ich vor Jahren entwdder hier oder im FDP-Forum mal gemacht hatte: Nämlich das kalte Grausen, das z.B. in den 80ern einen NVA-Oberst befallen hätte beim Anblick eines durchgeknallten Wessi-Betriebsrates - sozialistisch alle beide und dennoch so unterschioedlich.

Was mit der Ausrichtung zusammenhängt: Die Wessi-Linke hat sich nie als staatstragend, sondern als revolutionär verstanden. Wohlgemerkt: als Sozial-revolutionär. Dies insbesondere SEIT dem Fall der Mauer. Diese Ausrichtung finden Sie bei den Grünen, und sie strahlt weit ab in andere Parteien.

Was Merkel allerdings aus der DDR mitgebracht haben mag, ist ihr Faible für Macht und die Art dahin zu kommen - über das Wegepflastern mit politischen Leichen und über die Art des Ausgrenzens und des Hineinlullens in Parallelwelten.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: "Damit Deutschland sauber bleibt - oder: der Bürgermeister von Hardheim ist kein Realitätsflüchtling

#4 von kjschroeder , 09.10.2015 23:37

Zitat
In der Tagesschau und dem Heute-Journal wurde über diese machtvolle Demonstration natürlich nicht berichtet!



Wenn Sie eine Digitalkamera haben - warum laden Sie hier nicht Bilder hoch? Bislang sind hier aus Copyright-Gründen Bilder für die Öffentlichkeit nicht sichtbar - aber wenn sie von Ihnen kommen, kann ich noch ein Forum mit anderen Lese- und Schreibrechten einrichten. Wäre nicht das Problem. ;-)

(Zum Begriff "Forum": Technisch gesehen, ist das hier nicht ein Forum, sondern eine Zusammensetzung von zig Foren. Die Bilder wären also hier unter der Webadresse im Forum zu sehen - nur zur Vorbeugung von Mißverständnissen erwähnt).

Ist nur ein Vorschlag.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: an die Herren Müller und Schröder

#5 von Hannelore Mohringer , 12.10.2015 17:55

Ich werde gern Gebrauch von Ihrer E-Mail-Adresse zwecks Antwort auf die Frage nach den Gründen für die Entwicklung der Kommunismus-Ideologie aus der DDR hin zur BRD-Linken wahrnehmen, lieber Herr Müller. Bis dahin gehe ich erst einmal davon aus, daß Frau Merkel ohne die armen Flüchtlinge keine Mehrheiten für ihren Kommunismus in Deutschland sieht.

Gruß, Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: an die Herren Müller und Schröder

#6 von Gelöschtes Mitglied , 14.10.2015 11:16

Zitat


Werte Frau Mohringer,

Angela Merkel hat wirklich einen großen Plan, der aber weniger mit ihrer DDR-Biografie als vielmehr mit der Herkunft ihrer Mutter zusammenhängt.

Mit besten Grüßen
Karl-Heinz Müller aus Erfurt



Sie sollten nicht auf solche dubiose Verschwörungstheorien hereinfallen!

Merkels Politik llässt sich sicherlich nicht mit den möglicherweise polnischen Wurzeln ihrer Mutter begründen sondern eher mit ihrem Drang zur Selbstdarstellung und falsch verstandener naiver Nächstenliebe.


zuletzt bearbeitet 20.10.2015 15:27 | Top

RE: an die Herren Müller und Schröder

#7 von Hannelore Mohringer , 14.10.2015 12:11

Noch weiß ich gar nicht, was Herr Müller meint, und bin daher auch noch nicht hereingefallen.
Trotzdem: Danke!
HM

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: an die Herren Müller und Schröder

#8 von Gelöschtes Mitglied , 14.10.2015 19:46

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #7
Noch weiß ich gar nicht, was Herr Müller meint, und bin daher auch noch nicht hereingefallen.
Trotzdem: Danke!
HM


Liebe Frau Mohringer,

mein Beitrag, in dem es um das Hereinfallen auf eine Verschwörungstheorie, bzgl. der Mutter von Frau Merkel, ging, war nicht an Sie sondern an Herrn Karl-Heinz-Müller gerichtet.

Im Netz kursieren nämlich diverse Verschwörungstheorien, die das politische Handeln von Frau Merkel mit einer angeblich polnisch/jüdischen Herkunft ihrer Mutter in Verbindung bringen.

Dass die Politik von Frau Merkel Deutschland bereits schweren Schaden zugefügt hat und täglich weiterhin zufügt, steht natürlich außer Frage.

Viele Grüße
Hellfried Reuschel


Wer ist schuld?

#9 von Hannelore Mohringer , 15.10.2015 10:18

Es wird ernst. Es ist ernst geworden! Was mit Rudi Dutschke und Mord und Totschlag angefangen hat und geistig in der rot-gelben Koalition von Willi Brandt und Walter Scheel verfestigt wurde, zeigt nun die vorhersehbaren und von Warnern immer vorhergesagten Folgen: Deutschland droht im Chaos zu versinken. Noch können die Deutschen sich in der Sicherheit ihrer eigenen vier Wände wähnen, ihres auskömmlichen Lebensstils und der des noch im Großen und Ganzen behaupteten hohen Niveaus ihrer Zivilisation.

Kleingedruckt werden aber schon die ersten Immobilienbeschlagnahmungen publik und kleingedruckt Aufschläge auf die Strompreise und die Krankenversicherungen verkündet. Im Volke beginnt es zu rumoren angesichts eines Stromes von fremden Menschen, angelockt mit irrealen Versprechungen, die eine sichere sozialistische Wählerschaft versprechen, also die Konsolidierung linker Macht. Die obrigkeitshörige Presse beschwichtig indessen das Volk und beschuldigt gleichzeitig wie eh und je andererseits alle, die sich nicht beschwichtigen lassen wollen, als Rechte. Dieser Begriff des politischen Feindes ist in über vierzigjähriger Politarbeit als Inbegriff des Bösen in Schulen, Medien und Machtpolitik und in den Ämtern indoktriniert worden, auf daß niemand das Bild eines demokratischen Parlaments vor Augen habe, das aus Links UND Rechts zu bestehen hat, und in welchem auf beiden Seiten oben die Gemäßigten und erst an ihren Flügelenden die Extremisten sitzen.

Nun, da die Folgen der einseitigen Linksideologie in dramatischer Weise zutage treten, heißt es, die Schuld rechtzeitig den vorsorglich verteufelten Rechten, also den Bürgerlichen, den Erzfeinden aller Linken, in die Schuhe zu schieben. Angela Merkel liefert die Rehabilitation der Linken als Vorsitzende der ehedem konservativen CDU, die durch sie, von langer Hand vorbereitet, nämlich seit dem Coup von 1969, genauer zehn Jahre später durch den umsturzartigen Regierungswechsel zur CDU mit dem Überläufer aus der FDP, in die führende Linkspartei in Deutschland umgewandelt wurde. Als Parteivorsitzende und Kanzlerin konnte sie das Werk durch entsprechende Personalisierung im Regierungsapparat vollenden. Vielleicht kam die Katastrophe zu schnell und zu massiv! Sei es wie es ist: Die Schuld muß aus Sicht der Linken den Rechten, den Konservativen zugeschoben werden, wollen sie nicht abermals in die Geschichte als Träumer und skrupellose Vergewaltiger menschlicher Vernunft eingehen.

Wenn Deutschland in der so herbeigeführten politischen Situation eine Überlebenschance hat, dann ist sie mit der Aufgabe verbunden, diese Heuchelei linker Dialektik aufzuklären. Das ist keine Nebensache, die sich von selbst im Zuge herbeizuführender rettender Maßnahmen erledigt; es ist die Voraussetzung dazu. Die Antwort auf die Frage, wer schuld ist am deutschen und europäischen Desaster, ist eindeutig: Es ist die Ideologie des Marxismus.

Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


Was geht bloß in dieser Frau vor?

#10 von kjschroeder , 15.10.2015 18:42

Zitat
Im Netz kursieren nämlich diverse Verschwörungstheorien, die das politische Handeln von Frau Merkel mit einer angeblich polnisch/jüdischen Herkunft ihrer Mutter in Verbindung bringen.



Danke für den Hinweis. Schon erstaunlich, dieses krause Zeug. Selbst wenn es stimmte, ergäbe es keinen Sinn.

Schon erstaunlich, wie groß die Bereitschaft von Menschen ist, hinter allem und jedem irgendwelche finsteren verschwörerischen Mächte zu sehen.

Zitat
Dass die Politik von Frau Merkel Deutschland bereits schweren Schaden zugefügt hat und täglich weiterhin zufügt, steht natürlich außer Frage.



In der Tat. Man nehme nur ihre jüngste Glanzleistung, nämlich ihre Bemerkung, 3.000 Kilometer Grenze ließen sich nicht sichern. So ganz en passant hat sie damit gezeigt, daß sie eine der wichtigsten Aufgaben eines Staates, die seine Existenz überhaupt erst rechtfertigen, nicht wahrzunehmen gewillt ist!
Was mir genauso auf den Sender geht, ist der Umstand, daß unsere tollen "Eliten" das einfach so hinnehmen. Irgendwelche Kommentare aus der Wirtschaft dazu? Fehlanzeige. Als ob Entstaatlichung und Entgrenzung das Selbstverständlichste von der Welt sei. Und wenn der erste Selbstmordbomber in einem Firmensitz hochgeht (was wir nicht hoffen wollen), dann jammern sie alle und sind alle gaaaanz überrascht - wetten?

Was geht in dieser Frau vor?

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 15.10.2015 | Top

Schuld ist die linksgrüne Ideologie von der einigenden großen Mutter Gaia - und dem Menschen als Störenfried

#11 von kjschroeder , 15.10.2015 19:37

Was Sie beschrieben haben, läßt sich weiter konkretisieren. Die linksgrünen Irrungen und Wirrungen beruhen m.E. im wesentlichen auf folgenden Gedankenfehlern:

1. Kriege entstünden durch Nationalstaaten, die daher aufzulösen seien.

So wird im wesentlichen die EU gerechtfertigt und uns daher als "Friedensprojekt" (project of peace) dargeboten. Das ist falsch. Richtig ist vielmehr, daß Kriege entstanden sind, weil in den betreffenden Staaten auf beiden Seiten oder einer davon keine Demokratie herrschte. Denn Demokratien führen untereinander keinen Krieg. Nicht also Nationalstaaten sind schuld, sondern das Fehlen von Demokratie (bei mir gehörte sowas noch zum Schulwissen). Und sogar der Ex-Labour-Premier Tony Blair hatte begriffen, daß die EU kein "project of peace", sondern ein "project of power", also ein Machtprojekt, ist. Was sich u.a. im Vorfeld der Ukraine-Krise auch bestätigte und besichtigt werden kann anhand der Ausweitungsbestrebungen bis hin nach Georgien, Kasachstan und anderen asiatischen Regionen.

2. Die EU müsse existieren, damit sich Europa in der Welt behaupten könne.
Zum einen: Das sagen ausgerechnet die, die sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit von Imperialismus und Kolonialismus schwadronieren. Hier haben wir einen der Widersprüche, über die elegant hinweggeschwiegen wird.
Zum andern: Das ist natürlich auch falsch. Denn soweit ich sehe, geht es den Schweizern, den Isländern, den Norwegern nicht gerade schlecht - im Gegenteil.
Zum dritten: Wollen wir Handel mit Europa treiben oder mit der Welt?

3. Die EU ist nötig, damit Deutschland keine Sonderwege mehr gehen kann.
Wie wir spätestens seit der Energiewende wissen (und durch Frau Merkels Flüchtlings-Solo bestätigt bekommen haben) hindert die EU uns keineswegs an Sonderwegen. Wobei ich DIESER Logik (keine Sonderwege mehr) durchaus einiges abgewinnen kann. Denn:

-----
Das eigentliche Problem ist m.E. die romantisierende Träumerei in den Köpfen vieler Leute hier, die noch weiter zurückreicht als das 19. Jahrhundert. Dieses Bestreben "vorangehen" zu wollen. Überall Weltmeister sein zu wollen. Im Grunde verbirgt sich hier das Bemühen, eine Unsicherheit übertünchen zu wollen. Vielleicht auch ein Minderwertigkeitsgefühl, das damit kompensiert wrden soll.

In diese Rubrik würde ich denn auch das bemüht fröhliche "Refugees Welcome"-Fähnchenschwingen einordnen. Auch die Technikfeindlichkeit mitsamt den einhergehenden Bemühungen um den "kleinen ökologischen Fußabdruck" (mitsamt dem ganzn kostenträchtigen Schmarren drumherum) - und das alles einhergehend mit den "Nie wieder Deutschland"-Parolen. Ziemlich krude Mixtur, die es so - Sonderweg! - wohl nirgendwo auf der Welt gibt.

Rein demografisch gesehen, wird der größte Teil Europas gegen 2050 wohl mehrheitlich islamisch sein. Die Geschichte lehrt uns, was dann mit der Christenheit passiert: Sie wird verdrängt. Entweder ganz oder bis auf marginale Reste. Und meist durch Terror. Und diejenigen, die sagen: Interessiert mich nicht, ich bin Atheist, werden sich noch umgucken, da der Islam bekanntlich nicht nur Religion, sondern auch Staatsideologie ist. Mein schwacher Trost dabei: Es wird im Alter die treffen, die heute großmäulig von Rassismus, Toleranz und "Bereicherung" daherschwätzen und immer noch Fähnchen schwingen. Ohne begreifen zu wollen, daß Integration nur in homöopathischen Dosen gelingen kann - was uns übrigens bis heute nicht gelang VOR der Völkerwanderung.

Denn eins ist auch klar: Was jetzt passiert, ist irreversibel. Oder glauben Sie (glaubt hier jemand), daß die "Refugees" tatsächlich wieder abgeschoben werden? So ganz ohne Lichterketten, Protestblockaden und ähnlichen Dingen? Sowas Weltfremdes mögen vielleicht Politiker glauben. Ich nicht. Sie?

Was mich zum eigentlichen linksgrünen Denkfehler führt: dem Haß auf das eigene Land. Letzlich ein zu therapierender Selbsthaß.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 15.10.2015 | Top

Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#12 von Hannelore Mohringer , 16.10.2015 10:14

Antwort auf das Zitat: „Wie es Folterscherge O'Brien in Orwells 1984 beschreibt (sinngemäß nach der Erinnerung zitiert): Das Wunschbild der Gesellschaft, das den Agenten des Großen Bruders vorschwebt, ist nicht eine bessere Welt, sondern der eigene Fuß, der auf dem Nacken des besiegt am Boden winselnden Feindes steht.“
Zitatende
soll doch nicht etwa hervorgehen, daß ich hier als Foltercherge auftrete und als solcher auch noch als eine derer, die das Unglück herbeigeführt haben. Es gibt sicher auch in der Bibel - der Adressat ist Pfarrer i.R - einen Urteilsspruch über die Unbarmherzigen, der hier vielleicht passender gewesen wäre und vor allem die Rollen zurechtgerückt hätte, wenn das denn die von Ihnen verfolgte Absicht gewesen sein sollte.

Da Sie Orwell und nicht die Bibel für Ihre Argumentation ausgewählt haben, bemühte ich Google, um mehr zu wissen, als daß Orwell in den Jahren 1946 bis 1948, als er sein berühmtes Buch schrieb, im Sozialismus die Urheberschaft des Überwachungsstaates mit seinen Folterknechten sah. Daß er damit auch den Nationalsozialismus meinte, ist anzunehmen, handelt es sich doch in beiden Fällen um die Totalität des Sozialismus‘, der nicht ruht und rastet, bis sein Fuß auf dem Nacken des besiegt am Boden liegenden „winselnden Feindes“ steht.

Es ist der Sozialismus, Herr V..., den Orwell meinte. Ich will niemanden überwältigen, sondern Tatsachen beschreiben, was nicht zuletzt dazu dient, zu verhindern, was zum Beispiel gestern Abend bei Maybrit Illner wieder unübersehbar zutage trat: Die Weiterverfolgung des uneinsichtigen Fanatismus‘ der Sozialisten, wie er in der Sendung in der Argumentation der „Neubürgerin“, die es bis in ihr hohes Amt als SPD-Generalsekretärin gebracht hat, und deutlicher noch in der Gestalt der Flüchtlingshelferin aus Moabit deutlich wurde. Es geht beiden als Sozialistinnen, also als Linke darum, das totalitäre System des Sozialismus‘ in Deutschland endgültig durchzusetzen. Um das zu verhindern und zu erreichen, daß ihre politischen Ziele in einem freien Parlament bei freien Medien zur Disposition stehen, müssen sie beim Namen genannt werden. Die Rollen zu vertauschen und Täter als Opfer von fanatischen „Bürgerlichen“ darzustellen, ist auch keine Barmherzigkeit, sondern eine mögliche Erklärung für das derzeitige Verhalten der offiziellen Kirche mit ihrer beispielhaften Einstellung von Musliminnen als Erzieherinnen in evangelische Kindergärten!!!, womit sie sich selbst und unserem Land – wieder einmal – einen Bärendienst erweist.

Festzuhalten bleibt, daß Orwell die Sozialisten als Täter im Überwachungsstaat anprangert, und ich ihn also auf meiner Seite weiß.

Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#13 von Kerstin Bugenhagen , 16.10.2015 11:28

Hallo und guten Tag, Frau Mohringer,

die Länge der Beiträge scheinen hier im Forum im umgekehrten Verhältnis zu
Zahl der Foristen zu stehen - na, vielleicht ändert sich das ja noch und es
kommt so etwas wie eine konstruktive, zivilisierte Diskussion zustande.

Zu Ihrem heutigen Beitrag eine Anmerkung:

"Festzuhalten bleibt, daß Orwell die Sozialisten als Täter im Überwachungsstaat anprangert, und ich ihn also auf meiner Seite weiß."

schreiben Sie. Wenn Sie Orwell an Ihrer Seite sehen, ist das zu begrüßen - allerdings war Orwell selbst
überzeugter Sozialist. Angeprangert hat er den damaligen Sowjetstaat, nicht den Sozialismus.
Das ist ein Unterschied.

Kerstin Bugenhagen

Kerstin Bugenhagen  
Kerstin Bugenhagen
Beiträge: 138
Registriert am: 15.10.2015


RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#14 von bonzenwatch , 16.10.2015 13:10

Zitat
Angeprangert hat er den damaligen Sowjetstaat, nicht den Sozialismus.
Das ist ein Unterschied.



Warum ist Ihnen dieser Unterschied wichtig?

Gruß
Klaus


bonzenwatch  
bonzenwatch
Beiträge: 15
Registriert am: 28.12.2012


RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#15 von Hannelore Mohringer , 16.10.2015 20:03

Ich bin sehr gespannt, den Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus im allgemeinen und solchem Stalinscher Prägung im besonderen, zu erfahren.

Hannelore Mohringe

PS Manchmal sind eben mehr als ein oder zwei magere Sätze nötig, um fundiert diskutieren zu können.

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


RE: Zu: #12 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#16 von Hannelore Mohringer , 16.10.2015 20:07

Zitat:
„Es geht um blanke Macht. Die Ideologie ist nur die Camouflage. Allerdings muß man zugeben, daß es immer, sowohl im Sozialismus, als auch in der Ökodiktatur eine Fülle von nützlichen Idioten gibt bzw. gegeben hat, die ernsthaft Gläubige der Ideologie waren. Auf die wird es aber am Ende des Tages nicht ankommen. Mit ihnen wird man umgehen, wenn man gesiegt hat, wie es Stalin in seinen "Säuberungen" demonstriert hat.“ Zitatende

Lieber Herr V.....

Ideologie dient weniger der Verwirrung, sondern im Gegenteil der Ausrichtung der Masse auf einen Glauben. Die Ökodiktatur konnte nur so gedeihen und ist in diesem Fall nicht vom Sozialismus zu trennen, weil sie dem Machtstreben und der Machterweiterung des Sozialismus‘ dient. Sie könnte auch jeder anderen Ideologie zu diesem Zwecke dienen.

Auch die Fanatisierung der Masse durch die Drohung einer Apokalypse bei Nichtgefolgschaft, einhergehend mit Sanktionen, ist probates Mittel dieser, wie auch jeder anderen Ideologie. „Ernsthaft Gläubige“ sind, so gesehen, natürlich „nützliche Idioten“. Das gilt für jede Ideologie und auch für jeden Glauben, wie uns auch Religionskriege der Vergangenheit und der Gegenwart beweisen.

Wir reden hier aber über die Urheberschaft des Sozialismus‘ für alle die verheerenden Folgen, die wir JETZT zu beklagen haben (unter anderem auch die der Ökodiktatur), und über das Bestreben, diese Urheberschaft zu leugnen, gar die Gegner des Sozialismus‘ dafür anzuklagen, um den Sozialismus reinzuwaschen und sich persönlich von der Verantwortung zu befreien. Das ist aus gutem Grund zu verhindern.

Mit herzlichem Gruß,
Hannelore Mohringer

Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015


Orwell

#17 von bonzenwatch , 16.10.2015 23:44

Zitat
Ich bin sehr gespannt, den Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus im allgemeinen und solchem Stalinscher Prägung im besonderen, zu erfahren.



Da es ja hier um Orwell geht, wäre für mich interessanter zu debattieren, was ER unter Sozialismus verstand. Das ist nämlich nicht uninteressant.

So schrieb er z.B. in "The Road to Wigan Pier": "I worked out an anarchistic theory that all government is evil, that the punishment always does more harm than the crime and the people can be trusted to behave decently if you will only let them alone. ..... it is always necessary to protect peaceful people from violence. In any state of society where crime can be profitable you have got to have a harsh criminal law and administer it ruthlessly."

Und in "Why I Write": ""Every line of serious work that I have written since 1936 has been written, directly or indirectly, against totalitarianism and for democratic socialism, as I understand it."

Sein Zusatz "as I understand it" scheint mir wesentlich zu sein.

Wo stünde so jemand politisch wohl heute?

Gruß
Klaus


bonzenwatch  
bonzenwatch
Beiträge: 15
Registriert am: 28.12.2012

zuletzt bearbeitet 16.10.2015 | Top

RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#18 von Kerstin Bugenhagen , 17.10.2015 10:43

Sie schrieben:

"Warum ist Ihnen dieser Unterschied wichtig?"

er ist deshalb wichtig, weil es ihn gibt.
Orwell war entschiedener Gegner totalitärer
Systeme.
Er war kein Gegner eines, z.B., demokratischen
Sozialismus. Und das Adjektiv scheint mir in diesem
Zusammenhang das Entscheidende zu sein.
Auch ein Kapitalismus, ohne die Möglichkeit
demokratischer Regulation, würde letztlich
in eine Diktatur führen.
Wie die Diskussion, besser die Verhandlung, um TTIP derzeit geführt wird,
bietet ein aktuelles Beispiel von gewollt reduzierter Transparenz.
Also ein Beispiel, wie Demokratie unterlaufen wird.

Dieser Satz von Orwell gefällt mir immer wieder:

"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen das zu sagen, was sie nicht hören wollen."

Kerstin Bugenhagen

Kerstin Bugenhagen  
Kerstin Bugenhagen
Beiträge: 138
Registriert am: 15.10.2015


RE: Orwell

#19 von Kerstin Bugenhagen , 17.10.2015 14:49

Hallo, Herr Schröder,

wie bekommt man eigentlich die elegante Form der Zitate hin, so im grauen Extra-Feld?

Danke!

Kerstin Bugenhagen

Kerstin Bugenhagen  
Kerstin Bugenhagen
Beiträge: 138
Registriert am: 15.10.2015


RE: Orwell

#20 von kjschroeder , 17.10.2015 19:38

Ah, Sie haben sich noch nicht richtig im Forum umgesehen. ;-)
Es gibt einen mitglieder-internen Bereich, der u.a. Hausmitteilungen enthält. Da steht's drin. Und zwar genau hier. Da der Beitrag im Mitgliederbereich steht, müssen Sie sich einloggen.

Hope it helps.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#21 von kjschroeder , 17.10.2015 19:49

Zitat
Orwell war entschiedener Gegner totalitärer
Systeme.



Korrekt.

Zitat
Er war kein Gegner eines, z.B., demokratischen
Sozialismus.



Das hat er nirgendwo geschrieben.

Zitat
Auch ein Kapitalismus, ohne die Möglichkeit
demokratischer Regulation, würde letztlich
in eine Diktatur führen.



Das kann auch mit einem regulierten Kapitalismus passieren.

Zitat
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen das zu sagen, was sie nicht hören wollen."



Ja, das ist ein schönes Zitat. Gibt auch noch andere, die gut sind - hier ist eine Auswahl:
http://www.brainyquote.com/quotes/author...rge_orwell.html

Zwei der Zitate, die ich mag, sind:
"Politische Sprache ist so gestaltet, daß Lügen wahr klingen und Mord respektabel, und pure Windmacherei den Anschein von Solidität hat."
"Es gibt Ideen, die so falsch sind, daß nur ein Intellektueller an sie glauben kann."

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#22 von Kerstin Bugenhagen , 18.10.2015 11:12

Zitat von kjschroeder im Beitrag #21
"Es gibt Ideen, die so falsch sind, daß nur ein Intellektueller an sie glauben kann."


Autor?

Zitat von kjschroeder im Beitrag #21

Zitat
Orwell war entschiedener Gegner totalitärer
Systeme.


Korrekt.

Zitat
Er war kein Gegner eines, z.B., demokratischen
Sozialismus.



Das hat er nirgendwo geschrieben.





hier erfahren Sie mehr:

"Die Art von Sozialismus, die George Orwell dabei unterstützt, unterscheidet sich grundlegend von den damals gängigen realsozialistischen Regimen wie der UdSSR, die er in seinen Werken verurteilt. Der „demokratische Sozialismus“ ist laut Orwell die einzig zukunftsträchtige Staatsform. Wichtig sind für ihn hierbei der Gedanke eines geeinten Europas und ein Ende des Imperialismus"
(Reiner Poppe: George Orwell · Aldous Huxley · Animal Farm · Brave New World · Nineteen Eighty-Four · Vision und Wirklichkeit in der literarischen Utopie. Joachim Beyer Verlag, Hollfeld/Ofr. 1980, ISBN 3-921202-68-X, S. 32–37)



Zitat
Auch ein Kapitalismus, ohne die Möglichkeit
demokratischer Regulation, würde letztlich
in eine Diktatur führen.



Zitat


Das kann auch mit einem regulierten Kapitalismus passieren.




Sie sollten das von mir verwendete Attribut "demokratisch"
nicht unterschlagen - es ist in diesem Zusammenhang wichtig.
Die Demokratie ist die einzige Regierungsform die es ermöglicht,
eine ungeliebte Regierung unblutig auszuwechseln.

Zitat
"Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen das zu sagen, was sie nicht hören wollen."



Zitat

Ja, das ist ein schönes Zitat. Gibt auch noch andere, die gut sind - hier ist eine Auswahl:
http://www.brainyquote.com/quotes/author...rge_orwell.html

Zwei der Zitate, die ich mag, sind:
"Politische Sprache ist so gestaltet, daß Lügen wahr klingen und Mord respektabel, und pure Windmacherei den Anschein von Solidität hat."
"Es gibt Ideen, die so falsch sind, daß nur ein Intellektueller an sie glauben kann."






Zumindest das erste Zitat trifft m.E. auch auf das Geschäftwesen zu, denken Sie an
aktuell an Volkswagen oder an die FIFA und den DFB. Und dann wäre da noch die Religion (Mord!) zu nennen und ihre
Vertreter. Lüge und Windmacherei sind kein "Privileg" der politischen Parteien.


das von mir zitierte und von Ihnen mit Wohlgefallen ausfgenommene Zitat stammt
von George Orwell.

Bitte seien Sie so nett und fügen Ihrerseits die Urheber Ihrer div. Zitate an.

Besten Dank und schönen Sonntag!

Kerstin Bugenhagen

Kerstin Bugenhagen  
Kerstin Bugenhagen
Beiträge: 138
Registriert am: 15.10.2015


RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#23 von Hannelore Mohringer , 18.10.2015 11:39

Viel Spaß bei der Untersuchung, ob und wenn ja,in welcher Art, Orwell sozialistisch urchdrungen war! Kronzeuge ist er in jedem Fall für die Durchdringung sozialistischer Lebensweise und Absichtiken, 1984 und bis heute! Ich komme zurück zum Thema,

....

Hannelore Mohringer


Hannelore Mohringer  
Hannelore Mohringer
Beiträge: 826
Registriert am: 01.05.2015

zuletzt bearbeitet 18.10.2015 | Top

RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#24 von Kerstin Bugenhagen , 18.10.2015 11:59

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #23
Viel Spaß bei der Untersuchung, ob und wenn ja,in welcher Art, Orwell sozialistisch urchdrungen war! Kronzeuge ist er in jedem Fall für die Durchdringung sozialistischer Lebensweise und Absichtiken, 1984 und bis heute! Ich komme zurück zum Thema, ob die Schuldfrage an unserem Desaster überhaupt erlaubt (wird) ist, nach vielen Antworten und vielen re; res:



ich weiß jetzt nicht genau, wie und wo ich Ihren an mich gerichteten Beitrag einordnen
soll: wer ist Hanna Thiele, was für ein Email-Kreis ist gemeint und was hat das mit
dieser Diskussion hier im Forum zu tun?

Zurück zu George Orwell: es ist nun einmal erwiesen, daß Orwell selbst sich als Sozialist sah -
aber bitte nicht verwechseln mit dem, was die UdSSR unter Sozialismus verstand.


Was die 1984-gemäße Überwachung in den Industrieländern angeht, sind wir in der Tat
einen großen Schritt weiter: zigtausend Kameras überwachen die Städte, ihre Bahnhöfe,
öffentlichen Plätze und Veranstaltungsräume sowie die Verkehrswege und Einrichtungen.

Das Internet wird überwacht und beherrscht von den USA und ihren Konzernen - Sie kennen diese.
In Zusammenarbeit - so ist begründet zu befürchten - mit den Nachrichtendiensten.

Ich habe hier einen interessanten Artikel gefunden, der die Situation recht gut zusammenfaßt.
Ich habe ihn hier nur verlinkt da er recht umfangreich ist.

Eine Leseprobe gleichwohl:

"Im Unterschied zu dem Recht, das traditionell in den Nationalparlamenten beschlossen wird, entsteht in diesen Organisationen ein globales Recht nicht durch irgendeine Vorlage im Parlament. Die weltweite Entwicklung dieses globalen Rechts wird deshalb auch nicht von Staaten oder „Regierungen“ („Government“) gesteuert, sondern mit dem unübersetzten Ausdruck „Governance“ oder auch bereits Economic Governance bezeichnet. Diese globale Economic Governance ist ein transnationales Recht ohne Staat und Parlament. Sie hat den Nationalstaat, wie wir ihn kennen, als hohles Relikt in der Vergangenheit zurückgelassen. Er darf sich, in der Gebundenheit an sein Territorium, noch um so lokale Angelegenheiten wie eine Maut oder eine Pendlerpauschale kümmern, soll aber in der Global Governance nicht mehr mitreden. Geschätzt werden allerdings noch seine zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung nötigen Gewaltmittel"

http://gazette.de/die-gazette/archiv/gaz...demokratie.html

Kerstin Bugenhagen

Kerstin Bugenhagen  
Kerstin Bugenhagen
Beiträge: 138
Registriert am: 15.10.2015


RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#25 von kjschroeder , 18.10.2015 15:06

Zitat
Autor?



Orwell natürlich. Ich hatte ja auch auf eine Zitatsammlung von ihm verlinkt, auf der Sie u.a. diese beiden Zitate im Original hätten finden können. Haben Sie das nicht gelesen? Oder können Sie kein Englisch?

Zitat
hier erfahren Sie mehr:



Da erfährt man nichts Neues - im Gegenteil: Wenn dieses Zitat seine politische Auffassung zusammenfassen soll, geht es wieder zurück zum Kratzen an der Oberfläche. Da ist von Orwell schon ein wenig mehr bekannt. Zum Beispiel, daß er - im Gegensatz zu Sozialisten - gegen Privateigentum keine Einwände hat, sondern lediglich keine zu gravierenden Einkommensunterschiede haben will, nämlich durch "Limitations of incomes, on such a scale that the highest tax-free income in Britain does not exceed the lowest by more than ten to one ("The Lion and the Unicorn").

Zitat
Sie sollten das von mir verwendete Attribut "demokratisch"
nicht unterschlagen - es ist in diesem Zusammenhang wichtig.



Hört das denn nie auf? Sozialismus ist nicht demokratisch! Es geht einfach nicht zusammen. Und zwar schlicht deswegen nicht, weil der Sozialist den Staat braucht, um durch dessen Gewaltmonopol die fällige Umverteilung und Verstaatlichung durchsetzen zu können. Das heißt: Ganz grundsätzlich muß der Sozialist den Staat für seine Zwecke mißbrauchen. Demgegenüber - ich verweise auf eines der beiden Zitate in meinen vorigen Beitrag - will Orwell, daß die Leute von ebendiesem Staat einfach in Ruhe gelassen werden und man ihnen trauen solle.

Zitat
denken Sie an aktuell an Volkswagen



? Wo hätte der VW-Konzern bei dem Abgas-Skandal irgendwas vertuscht, beschönigt oder relativiert?

Zitat
Und dann wäre da noch die Religion (Mord!) zu nennen und ihre Vertreter.



Wer oder was ist "die" Religion?

Zitat
Lüge und Windmacherei sind kein "Privileg" der politischen Parteien.



Das hat Orwell auch nicht behauptet.

Zitat
Bitte seien Sie so nett und fügen Ihrerseits die Urheber Ihrer div. Zitate an.



Siehe oben und die verlinkte Zitatesammlung zu ihm im vorigen Beitrag.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


   

Zur Abwechslung einmal etwas über linke Gewalt
"Wo Beleidigngen Programme sind" kommt die wahrheit zu kurz

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen