RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#26 von kjschroeder , 18.10.2015 15:15

Zitat
Kronzeuge ist er in jedem Fall für die Durchdringung sozialistischer Lebensweise und Absichtiken, 1984 und bis heute!



Genau. Das ist der relevante Punkt.

Zitat
Ich komme zurück zum Thema,



Nicht mit diesem Beitrag. Ich habe den Rest rausgenommen. Liebe Frau Mohringer, ich bitte Sie nochmals, Ihre Beiträge sorgfältiger zu editieren. Jemand, der dieses Forum liest, kennt Ihren Emailkreis nicht und kann daher mit solchen Beiträgen nichts anfangen. Leser dieses Forums dürfen erwarten, daß Antworten auch tatsächlich an sie gerichtet sind und nicht Antworten an andere enthalten. So, wie das im normalen Leben auch üblich ist.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

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RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#27 von kjschroeder , 18.10.2015 17:08

Zitat
ich weiß jetzt nicht genau, wie und wo ich Ihren an mich gerichteten Beitrag einordnen
soll: wer ist Hanna Thiele, was für ein Email-Kreis ist gemeint und was hat das mit
dieser Diskussion hier im Forum zu tun?



Da haben Sie recht. Ich habe den fraglichen Teil des Beitrages bei Frau M. entfernt.

Zitat
Zurück zu George Orwell: es ist nun einmal erwiesen, daß Orwell selbst sich als Sozialist sah -
aber bitte nicht verwechseln mit dem, was die UdSSR unter Sozialismus verstand.



Das ist zwar richtig. Aber relevant ist doch wohl die Frage, was sich daraus HEUTE ableiten läßt. Daß er heute bei Die Linke oder der SPD oder bei den Grünen wäre? Das halte ich für lachhaft.
Bekannt ist, daß er während seiner Zeit im Spanischen Bürgerkrieg bei der Fraktion von Independent Labour war und damit nicht bei den Trotzkisten(!), nicht bei den Marxisten, nicht bei den Kommunisten, nicht bei den Vereinigten katalonischen Marxisten, nicht bei den Anarcho-Syndikalisten - alles heutige linke Splittergruppen, die im Spanischen Bürgerkrieg (auch teilweise gegeneinander) kämpften. Und bekannt ist ferner, daß er nach dem Krieg den gemäßigten Reformkurs von Labour unterstützte.
Bekannt ist außerdem, daß er 1940 Unterweisungen gab im Straßenkampf, in der Nutzung von Granaten - und all dies im Rahmen einer damals sozialistischen Vision von der Bürgerwehr als Volksmiliz. Würde man heute im Rechtsaußen-Spektrum einordnen.
Und was sein Eintreten für in Vereintes Europa angeht: Mir ist nicht bekannt daß er irgendwas von nationalstaatlicher Auflösung geschrieben hätte, wie das der heute mehrheitlich linke deutsche Mainstream möchte - im Gegenteil: Er schrieb von den United States of Europe, deren Zustandekommen er selber für höchst unwahrscheinlich hielt (wohingegen anderes aus seiner Sicht Erstrebenswertes längst erreicht ist wie z.B. die De-Kolonisierung, also die Überführung der Kolonien in souveräne Staaten).
Wenn Sie sich die rezipierende Literatur etwas näher anschauen, werden sie feststellen, daß alle möglichen Leute und Ideologen ihn für sich vereinnahmen wollen. Wobei die Palette bis hin zu den Neocons und Neolibs reicht.

Zitat
Was die 1984-gemäße Überwachung in den Industrieländern angeht, sind wir in der Tat
einen großen Schritt weiter: zigtausend Kameras überwachen die Städte, ihre Bahnhöfe,
öffentlichen Plätze und Veranstaltungsräume sowie die Verkehrswege und Einrichtungen.



Wenn's nach mir ginge, kann es davon gar nicht genug geben: Es erleichtert die Identifizierung und das Auffinden von Tätern. Im übrigen: Das ist nun genau NICHT, worauf 1984 in erster Linie abzielt. In erster Linie hat das Buch zum Gegenstand die offizielle und öffentliche Täuschung, die geheime (!) Überwachung sowie - was ich im Moment für das Gefährlichste halte - die "mind control", also die Gedankenkontrolle.durch Neusprech und Selbstzensur. Da gibt es unübersehbare Parallelen zu heute.

Zitat
In Zusammenarbeit - so ist begründet zu befürchten - mit den Nachrichtendiensten.


? Natürlich ist das so. Wird ja auch ganz offen gesagt. Manchmal empfehlt es sich, nicht kleine Verschwörungsblättchen zu lesen, sondern auch Mainstream-Medien.

Nun zu einem dieser Blättchen mit der imponierenden Druckauflage von 6.800 Exemplaren - Sie haben es verlinkt ("Ich habe hier einen interessanten Artikel gefunden, der die Situation recht gut zusammenfaßt"), und hier ein Zitat daraus:

Zitat
Im Unterschied zu dem Recht, das traditionell in den Nationalparlamenten beschlossen wird, entsteht in diesen Organisationen ein globales Recht nicht durch irgendeine Vorlage im Parlament.



Der Autor beklagt also die Entmachtung nationaler Parlamente durch supranationale Organisationen mit supranationalem Recht.

Als Beispiel wählt er in dem Artikel die REACH-Verordnung, und dies fälschlicherweise, denn dagegen gab es sehr wohl Protest, der auch zumindest zum Teil erfolgreich war. Im übrigen ist das ein alter Hut.

Des weiteren hat er nicht verstanden, warum das Berliner Justizministerium ein eigenes internationales Schiedsgericht eingerichtet hat (im Moment wohl noch auf Probe, ausgerechnet in Köln, das sich international so herrlich im Redtube-Fall blamiert hatte): Nicht, um den Nationalstaat zu entmachten, sondern um international tätigen deutschen Konzernen die Möglichkeit zu geben, Streitverfahren mit anderen Firmen vor einem Gericht mit deutschem Standort zu behandeln. Nehmen wir an, BMW hat einen amerikanischen Zulieferer (meinetwegen kann es auch ein indischer sein). Die Zusammenarbeit läuft NICHT rund, BMW will Schadenersatz. Das Verfahren soll jetzt bitte wo stattfinden? Das ist das Problem.
Gelöst wird es, indem sich die Vertragspartner - also BMW und der Zulieferer - auf ein Schiedsgericht einigen. Und zwar natürlich VORHER, also bei Vertragsabschluß. Nach minem Knntnisstand wird dabi häufig, wenn nicht meist, der Londoner Commercial Court gewählt (hier gehts zur Website), der auf internationale Handelsfragen spezislisiert ist. Wobei hinzukommt, daß das britische Common Law sehr flexibel ist (weswegen angelsächsische Verträge auch ellenlang sind im Unterschied zu deutschen mit sehr starrem Recht). Daran soll jetzt was schlimm sein?

Was daran lediglich stört, ist Intransparenz, wenn einer der Klageparteien ein Staat ist. Denn dann sind Steuerglder im Spiel, und ich möchte wissen, wie der Staat sie verdadddelt older effizient eingsetzt hat. Daß ein Punkt bei den TTIP-Verhandlungen ein Verstaatlichungsverbot ist, kann ich mir denken: keine Firma hat Lust, sich wegen politischer Hobbies von Politikern enteignen zu lassen. Und die Proteststärke auf linker Seite sagt mir, wie wenig man dort von Privateigentum hält. Ansonsten hat auch bei den Verhandlungen Transparenz zu gelten, was nach meinem Kenntnisstand mittlerweile aufgrund von Protesten der Fall ist.

Dennoch weist der Autor auf einen wichtigen und richtigen Punkt hin: Supranationale Organisationen und supranationales Recht können die Demokratie aushebeln. Ich halte zum Beispiel von R2P sowieso schon wenig und seit Libyen und Syrien gar nichts mehr. Ganz einfach, weil es in beiden Fällen nicht nur voll in die Hose ging, sondern alls nur noch schlimmer machte.

Gedacht wurde das Konzept von der UN, um Menschen vor schweren Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Es soll auch präventiv eingesetzt werden. Wer definiert das? Und wer definiert, ab wann eingegriffen werden soll und wie?

Was ist, wenn ein Staat sich weigert, einer seiner Kernaufgaben (Schutz der Grenze) wahrzunehmen? Nach herkömmlicher Definition ist ein solcher Staat, der seine Aufgaben nicht wahrnimmt, ein "failed state". Und ist ungebremste und unkontrollierte Masseneinwanderung keine Menschenrechtsverletzung an der einheimischen Bevölkerung?

Und von der supranationalen Organisation EU will ich erst gar nicht anfangen. Auch die hat der Autor nur im Zusammenhang mit einem Punkt erwähnt, an dem er sich permanent abarbeitet: Wirtschaft, Konzerne. Der übliche Klassenkrampf.
Die Auflage verwundert nicht weiter.

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 18.10.2015 | Top

RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#28 von Hannelore Mohringer , 18.10.2015 19:44

Antwort auf # '24 von Kerstin Bugenhagen.
Zitat:

RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#24 von Kerstin Bugenhagen , Heute 11:59:

Zitat: "ich weiß jetzt nicht genau, wie und wo ich Ihren an mich gerichteten Beitrag einordnen
soll: wer ist Hanna Thiele, was für ein Email-Kreis ist gemeint und was hat das mit
dieser Diskussion hier im Forum zu tun?" Zitatende

Ich habe einfach meinen Text aus einem E-Mail-Kreis hier einkopiert, weil ich mir die Arbeit der Umformulierung ersparen wollte. Ich fürchte, unser Forumsmoderator hält das auch nicht für zulässig, und sicher hätte er damit auch recht. Ich kann mich also nur entschuldigen und Besserung geloben. Hier ein paar überfällige Erklärungen kurzgefaßt:

Hanna Thiele verficht in dem E-Mail-Kreis die These, daß nicht die Grünroten als Linke schuld sind an der CO2-Energiepolitik, sondern die Konservativen, genau: Die Kirchen und die Wirtschaft. Das halte ich nicht nur für falsch und irreführend, sondern angesichts dessen, daß die roten Grünen die "Erfindung" der praktizierten "Energiepolitik" lauthals für sich auch aktuell in Anspruch nehmen, für geradezu dreist. Der Zweck kann nur sein, daß Hanna Thiele, die die verheerenden Folgen dieser Politik genauso sieht wie ich, zum Schutz der Grünroten rechtzeitig eine andere Schuldzuweisung konstruiert und dabei gleichzeitig die Wirtschaft und die Kirchen - beide Institutionen Erzfeinde aller Sozialisten - als Bösewichter an den Pranger stellen will.

Tatsache ist natürlich auch, daß, was einmal konservativ war, unter unserer Kanzlerin sich vor diesen Karren spannen ließ und läßt. Sie sind aber nicht Urheber, sondern allenfalls opportonistische Mitläufer, wofür eben diese Kanzlerin gesorgt hat. Ein Kapitel für sich.

Daß ich hier den Namen der Verfechterin von Linksinteressen nenne, glaube ich tun zu dürfen, weil die Mails auch unter vollem Namen an Presseorgane gehen. Im übrigen bin ich FDP-Mitglied seit 1968 und seit Mitte der 70er Jahre schärfste Ktitikerin dieser linksliberal gewordenen Partei. Soviel ich weiß, ist auch Hanna Thiele FDP-Mitglied. Das als Hintergrundwissen! Daher also die Überschrift: Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig, nämlich die der praktischen UND ideologischen Urheberschaft unseres Desasters.

Auf Ihre Frage, um was für einen EMail-Kreis es sich handelt die Antwort: Der Kreis entstand vor Jahren als Diskussionskreis von Physikern, Meteorologen und interessierten Bürgern zum Thema Energie, Energiewende, EEG und C02, aus der Überzeugung, von einer herrschenden linken Politik angelogen und ausgebeutet zu werden. Daraus entwickelte sich die Frage - und ich gestehe, daß ich das für übergeordnet hielte und halte - die Frage, wer warum ein Interesse daran hat - also die Schuldfrage.

Soweit die überfällige Erklärung für die "Schuldfrage"

Mit freundlichem gruß,
Hannelore Mohringer

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RE: "Damit Deutschland sauber bleibt - oder: der Bürgermeister von Hardheim ist kein Realitätsflüchtling

#29 von Kerstin Bugenhagen , 19.10.2015 12:07

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #28
Antwort auf # '24 von Kerstin Bugenhagen.
Zitat:

RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#24 von Kerstin Bugenhagen , Heute 11:59:

Zitat: "ich weiß jetzt nicht genau, wie und wo ich Ihren an mich gerichteten Beitrag einordnen
soll: wer ist Hanna Thiele, was für ein Email-Kreis ist gemeint und was hat das mit
dieser Diskussion hier im Forum zu tun?" Zitatende

Ich habe einfach meinen Text aus einem E-Mail-Kreis hier einkopiert, weil ich mir die Arbeit der Umformulierung ersparen wollte. Ich fürchte, unser Forumsmoderator hält das auch nicht für zulässig, und sicher hätte er damit auch recht. Ich kann mich also nur entschuldigen und Besserung geloben. Hier ein paar überfällige Erklärungen kurzgefaßt:




besten Dank für die Erläuterungen.

Ich sehe, daß es in erster Linie um das Thema Umweltschutz, hier explizit das Einwirken von
CO2 geht.
Aus meiner Sicht ist historisch richtig, daß die Partei die Grünen (und ihre Vorläufer-Initiativen)
das Thema "Schutz der Umwelt" als erste Partei zu ihrem "Markenkern" gemacht hat. Das ist natürlich
zulässig und angesichts der Probleme richtig und notwendig. Andere Parteien haben andere "Kerne".
Übrigens ist das nicht nur in D so, sondern das Thema Umweltschutz beschäftigt die
Menschen, also auch die Politiker, weltweit. Und da ich teils aus beruflichen, teils aus
privaten Gründen sehr viele Länder bereist habe und bereise, weiß ich, wovon ich rede. Ich weiß
nicht, ob Sie es ermöglichen konnten, sich einen entsprechenden Überblick,
gewissermaßen vor Ort, zu verschaffen.
Mittlerweile ist die Notwendigkeit, den Einfluß des Menschen auf unseren
Lebensraum zu hinterfragen und zu steuern, erkannt worden - von den Parteien (auch von
der FDP!) bis hin zu den Kirchen und der Wirtschaft.
Die Reduzierung des Ausstosses von CO2 gehört dazu - aber ganz sicher nicht nur.

Kerstin Bugenhagen

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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#30 von Hannelore Mohringer , 19.10.2015 15:17

Ich habe leider immer noch nicht gelernt, mit dem Zitatenautomaten umzugehen. Daher nur in aller Kürze: Es geht um die CO2-Doktrin und meine Stellungsnahme zu Ihrer Überzeugung von der Richtigkeit der CO2-Reduzierung in der Atmosphäre:

Es gibt keinen Hinweis auf die Richtigkeit des "Treibhauseffektes". Es handelt sich dabei um eine bloße Behauptung ohne Beweis für die Richtigkeit, so wie natürlich auch das Gegenteil nicht zu beweisen ist. Der Anteil von CO2 an der Erdatmosphäre beträgt 0,03992% CO2 (aktuell) im Ganzen, also natürlich in der Atmosphäre vorkommendes CO2 plus anthropogenes, vom Menschen hinzugefügtes. Der normale Menschenverstand, bei dieser Überlegung angekommen, sagt, daß diese Spur eines Spurengases keine Klimaveränderung hervorrufen kann. Von diesem Prozentsatz ist aber wiederum nur ein Bruchteil auf anthropogene Einwirkung zurückzuführen, so daß dieser Bruchteil eines Bruchteils kaum Einfluß auf das irdische Klima haben kann. Sollten wir uns in einem Prozeß des Klimawandels befinden, so hat sich ein solcher in den Jahrmillionen immer wieder zugetragen. Menschen gibt es aber erst seit ein paar tausend und die Industrie der Menschen erst seit höchstens 200 Jahren.

Bei der "Klimapolitik" handelt es sich um einen der größten Ausbeutungs- und Unterdrückungsmechanismus, den sich Ideologen ausgedacht haben. Das "Rezept" ist allerdings uralt: Wer nicht glaubt, ist des Teufels, und die angedrohte Folge die Apokalypse. Das war vor der Aufklärung im Christentum so, ist heute im Islam noch so und ist bei jeder politischen radikalen Ideologie auch so, womit die Grünen mit ihrem "Markenkern" auch politisch entlarvt sind. (Das Absurdeste ist der Börsenhandel mit "Verschmutzungsrechten"; woran man sieht, daß Kommunisten auch mit den Instrumenten der sonst so verhaßten Finanzwirtschaft umgehen.)

Gerade dieser Betrug geht wahrscheinlich in die Billionen von Euro oder Dollars und dient neben dem Machtgewinn derer, die ihn als Verdikt einsetzen, nach meiner persönlichen Überzeugung der Finanzierung der unterentwickelten Länder, was ja wenigstens ein guter Zweck wäre, wäre es nicht die falsche Methode. Mit dem Geld wird nämlich schon wieder Machtpolitik betrieben; es kommt keinesfalls den normalen Menschen zugute. (Der richtige Weg wäre, den armen Ländern nicht auch noch Konkurrenz zu machen, sondern ihre Märkte zu stärken - aber, wem sage ich das!)

Das ist es für's Erste, wie ich einmal annehme!
Mit freundlichem Gruß,
HM

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RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#31 von Kerstin Bugenhagen , 19.10.2015 17:17

Zitat

Zitat
Zurück zu George Orwell: es ist nun einmal erwiesen, daß Orwell selbst sich als Sozialist sah -
aber bitte nicht verwechseln mit dem, was die UdSSR unter Sozialismus verstand.



Das ist zwar richtig. Aber relevant ist doch wohl die Frage, was sich daraus HEUTE ableiten läßt. Daß er heute bei Die Linke oder der SPD oder bei den Grünen wäre? Das halte ich für lachhaft.




wem sich Orwell heute genähert hätte, weiß ich nicht. Die Welt und die Umstände haben sich
geändert - nehmen Sie nur das drängende Problem der Umwelt. Das sich Orwell diesem
Thema verschlossen hätte, kann ich mir eher nicht vorstellen.

Zitat
Wenn Sie sich die rezipierende Literatur etwas näher anschauen, werden sie feststellen, daß alle möglichen Leute und Ideologen ihn für sich vereinnahmen wollen. Wobei die Palette bis hin zu den Neocons und Neolibs reicht.



da stimme ich Ihnen zu. Und wenn Frau M. ihn für sich bzw. ihre Sicht der Dinge vereinnahmt, wie geschehen, wäre das nur
ein weiterer Klecks auf der von Ihnen zitierten Palette.

Zitat

Zitat
Was die 1984-gemäße Überwachung in den Industrieländern angeht, sind wir in der Tat
einen großen Schritt weiter: zigtausend Kameras überwachen die Städte, ihre Bahnhöfe,
öffentlichen Plätze und Veranstaltungsräume sowie die Verkehrswege und Einrichtungen.



Wenn's nach mir ginge, kann es davon gar nicht genug geben: Es erleichtert die Identifizierung und das Auffinden von Tätern. Im übrigen: Das ist nun genau NICHT, worauf 1984 in erster Linie abzielt. In erster Linie hat das Buch zum Gegenstand die offizielle und öffentliche Täuschung, die geheime (!) Überwachung sowie - was ich im Moment für das Gefährlichste halte - die "mind control", also die Gedankenkontrolle.durch Neusprech und Selbstzensur. Da gibt es unübersehbare Parallelen zu heute.




wenn Sie eine totale optische Überwachung als Segen ansehen, kann ich Ihnen nicht folgen.
Ausgeblendet wird z.B. die Kriminalität im Finanzwesen, in der Wirtschaft allgemein.
Also Korruption, Bestechung, Betrug usw.
Gerade in diesen Tagen sind dafür schlagende Beispiele zu erleben.

Zitat

Zitat
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? Natürlich ist das so. Wird ja auch ganz offen gesagt. Manchmal empfehlt es sich, nicht kleine Verschwörungsblättchen zu lesen, sondern auch Mainstream-Medien.




selbstverständlich, obwohl ich denke, daß ich keine "Verschwörungsblättchen" lese -
hätten Sie da mal ein Beispiel?

Zitat

Nun zu einem dieser Blättchen mit der imponierenden Druckauflage von 6.800 Exemplaren - Sie haben es verlinkt ("Ich habe hier einen interessanten Artikel gefunden, der die Situation recht gut zusammenfaßt"), und hier ein Zitat daraus:

"Im Unterschied zu dem Recht, das traditionell in den Nationalparlamenten beschlossen wird, entsteht in diesen Organisationen ein globales Recht nicht durch irgendeine Vorlage im Parlament."

Der Autor beklagt also die Entmachtung nationaler Parlamente durch supranationale Organisationen mit supranationalem Recht.

Als Beispiel wählt er in dem Artikel die REACH-Verordnung, und dies fälschlicherweise, denn dagegen gab es sehr wohl Protest, der auch zumindest zum Teil erfolgreich war. Im übrigen ist das ein alter Hut.

Des weiteren hat er nicht verstanden, warum das Berliner Justizministerium ein eigenes internationales Schiedsgericht eingerichtet hat (im Moment wohl noch auf Probe, ausgerechnet in Köln, das sich international so herrlich im Redtube-Fall blamiert hatte): Nicht, um den Nationalstaat zu entmachten, sondern um international tätigen deutschen Konzernen die Möglichkeit zu geben, Streitverfahren mit anderen Firmen vor einem Gericht mit deutschem Standort zu behandeln. Nehmen wir an, BMW hat einen amerikanischen Zulieferer (meinetwegen kann es auch ein indischer sein). Die Zusammenarbeit läuft NICHT rund, BMW will Schadenersatz. Das Verfahren soll jetzt bitte wo stattfinden? Das ist das Problem.
Gelöst wird es, indem sich die Vertragspartner - also BMW und der Zulieferer - auf ein Schiedsgericht einigen. Und zwar natürlich VORHER, also bei Vertragsabschluß. Nach minem Knntnisstand wird dabi häufig, wenn nicht meist, der Londoner Commercial Court gewählt (hier gehts zur Website), der auf internationale Handelsfragen spezislisiert ist. Wobei hinzukommt, daß das britische Common Law sehr flexibel ist (weswegen angelsächsische Verträge auch ellenlang sind im Unterschied zu deutschen mit sehr starrem Recht). Daran soll jetzt was schlimm sein?

Was daran lediglich stört, ist Intransparenz, wenn einer der Klageparteien ein Staat ist. Denn dann sind Steuerglder im Spiel, und ich möchte wissen, wie der Staat sie verdadddelt older effizient eingsetzt hat. Daß ein Punkt bei den TTIP-Verhandlungen ein Verstaatlichungsverbot ist, kann ich mir denken: keine Firma hat Lust, sich wegen politischer Hobbies von Politikern enteignen zu lassen. Und die Proteststärke auf linker Seite sagt mir, wie wenig man dort von Privateigentum hält. Ansonsten hat auch bei den Verhandlungen Transparenz zu gelten, was nach meinem Kenntnisstand mittlerweile aufgrund von Protesten der Fall ist.



das bleibt abzuwarten - mit Ihrer Feststellung von "politischen Hobbies" von Politikern kann ich
nichts anfangen. Haben FDP-Politiker z.B. keine politischen Überzeugungen?
Haben Politiker von SPD oder Grüne keine Überzeugungen für die sie eintreten?
Darf das nicht sein?

Zitat

Dennoch weist der Autor auf einen wichtigen und richtigen Punkt hin: Supranationale Organisationen und supranationales Recht können die Demokratie aushebeln. Ich halte zum Beispiel von R2P sowieso schon wenig und seit Libyen und Syrien gar nichts mehr. Ganz einfach, weil es in beiden Fällen nicht nur voll in die Hose ging, sondern alls nur noch schlimmer machte.

Gedacht wurde das Konzept von der UN, um Menschen vor schweren Menschenrechtsverletzungen zu schützen. Es soll auch präventiv eingesetzt werden. Wer definiert das? Und wer definiert, ab wann eingegriffen werden soll und wie?

Was ist, wenn ein Staat sich weigert, einer seiner Kernaufgaben (Schutz der Grenze) wahrzunehmen? Nach herkömmlicher Definition ist ein solcher Staat, der seine Aufgaben nicht wahrnimmt, ein "failed state". Und ist ungebremste und unkontrollierte Masseneinwanderung keine Menschenrechtsverletzung an der einheimischen Bevölkerung?



ich fühle mich in meinen Menschenrechten nicht verletzt.
Zuerst scheint es mir jetzt um die Menschen(!) zu gehen, die vor Mord
und Totschlag flüchten.

Zitat

Und von der supranationalen Organisation EU will ich erst gar nicht anfangen. Auch die hat der Autor nur im Zusammenhang mit einem Punkt erwähnt, an dem er sich permanent abarbeitet: Wirtschaft, Konzerne. Der übliche Klassenkrampf.
Die Auflage verwundert nicht weiter.



Ach, die Auflage ist nebensächlich wenn der Inhalt gut ist. Und er liegt m.E. nach
weit über dem Durchschnitt so vieler Kommentare.
Es können ja nicht alle BILD lesen...
Klassenkampf ist durchaus kein Klassenkrampf, denn Sie werden schwerlich
bestreiten wollen, daß es Klassen gibt. Allein wirtschaftlich läßt sich das schon
festmachen an der Verteilung des Vermögens: ein immer kleiner werdender
Teil der Menschheit verfügt über einen immer größeren Teil des
Vermögens.


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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#32 von Kerstin Bugenhagen , 19.10.2015 17:45

Zitat

Es gibt keinen Hinweis auf die Richtigkeit des "Treibhauseffektes". Es handelt sich dabei um eine bloße Behauptung ohne Beweis für die Richtigkeit, so wie natürlich auch das Gegenteil nicht zu beweisen ist. Der Anteil von CO2 an der Erdatmosphäre beträgt 0,03992% CO2 (aktuell) im Ganzen, also natürlich in der Atmosphäre vorkommendes CO2 plus anthropogenes, vom Menschen hinzugefügtes. Der normale Menschenverstand, bei dieser Überlegung angekommen, sagt, daß diese Spur eines Spurengases keine Klimaveränderung hervorrufen kann. Von diesem Prozentsatz ist aber wiederum nur ein Bruchteil auf anthropogene Einwirkung zurückzuführen, so daß dieser Bruchteil eines Bruchteils kaum Einfluß auf das irdische Klima haben kann. Sollten wir uns in einem Prozeß des Klimawandels befinden, so hat sich ein solcher in den Jahrmillionen immer wieder zugetragen. Menschen gibt es aber erst seit ein paar tausend und die Industrie der Menschen erst seit höchstens 200 Jahren.




"Ist nicht der CO2-Ausstoß des Menschen im Rahmen des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs sehr gering und daher unbedeutend?

Es ist richtig, dass im Rahmen des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs vergleichsweise große Mengen ausgetauscht werden: zwischen Atmosphäre und Ozean im Mittel rund 90 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr und zwischen Atmosphäre und Vegetation rund 60 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr. Damit verglichen, erscheint der Ausstoß des Menschen von derzeit rund 8 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr gering.
Doch im Rahmen des natürlichen Kohlenstoffkreislaufs steigt die atmosphärische Konzentration von Kohlendioxid aus folgenden Gründen nicht an: Der Ozean nimmt ungefähr gleichviel CO2, wie in die Atmosphäre abgegeben wird, auch wieder auf. Die CO2-Nettobilanz für die Atmosphäre ist also praktisch gleich Null. Das Gleiche gilt für die Vegetation.

Im Unterschied dazu bildet der CO2-Ausstoß des Menschen eine zusätzliche Quelle, die einen kontinuierlichen Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxid-Gehaltes verursacht. Ein Teil dieses Ausstoßes wird vom Ozean und der Vegetation zusätzlich aufgenommen, aber nicht die gesamte Menge. Und genau darauf reagiert die atmosphärische CO2-Konzentration mit dem bekannten Anstieg von etwa 280 ppm auf etwa 379 ppm (2005) während des Industriezeitalters. Im Gegensatz dazu blieb der CO2-Gehalt der Atmosphäre in den rund 10 000 Jahren davor (Holozän) in etwa konstant."
Quelle: Umweltbundesamt

Der von Ihnen zitierte "gesunde Menschenverstand" mag ja gelegentlich hilfreich sein - es gibt aber gerade
durch die Forschung Erkenntnisse, die mit selbigem nicht zu erreichen sind.

Zitat

Bei der "Klimapolitik" handelt es sich um einen der größten Ausbeutungs- und Unterdrückungsmechanismus, den sich Ideologen ausgedacht haben. Das "Rezept" ist allerdings uralt: Wer nicht glaubt, ist des Teufels, und die angedrohte Folge die Apokalypse. Das war vor der Aufklärung im Christentum so, ist heute im Islam noch so und ist bei jeder politischen radikalen Ideologie auch so, womit die Grünen mit ihrem "Markenkern" auch politisch entlarvt sind. (Das Absurdeste ist der Börsenhandel mit "Verschmutzungsrechten"; woran man sieht, daß Kommunisten auch mit den Instrumenten der sonst so verhaßten Finanzwirtschaft umgehen.)



wie oben zu lesen, geht es nicht um Glauben sondern um wissenschaftliche Erkenntnisse, die es anraten
lassen, sich klug und vorausschauend zu verhalten.

Weil Sie das aufgeklärte Christentum erwähnen hier ein paar Worte aus der kath. Kirche:

Die Rettung der Erde vor dem ökologischen Kollaps erfordert nach den Worten von Papst Franziskus rasches Handeln. In seiner Enzyklika "Laudato si - Über die Sorge für das gemeinsame Haus" appelliert er an die führenden Politiker der Welt, "den Schrei der Natur und der Armen zu erhören". In dem ersten päpstlichen Dokument, das sich direkt mit dem Schutz der Umwelt befasst, fordert Franziskus sofortiges und entschlossenes Aktionen, hier und jetzt, um die Umweltzerstörung und die Klimaerwärmung aufzuhalten. Der Papst schloss sich in dem mehr als 200 Seiten starken Schreiben der Meinung von Wissenschaftlern an, dass die Klimaerwärmung größtenteils von Menschen gemacht sei.
Quelle: ntv online

Zitat

Gerade dieser Betrug geht wahrscheinlich in die Billionen von Euro oder Dollars und dient neben dem Machtgewinn derer, die ihn als Verdikt einsetzen, nach meiner persönlichen Überzeugung der Finanzierung der unterentwickelten Länder, was ja wenigstens ein guter Zweck wäre, wäre es nicht die falsche Methode. Mit dem Geld wird nämlich schon wieder Machtpolitik betrieben; es kommt keinesfalls den normalen Menschen zugute. (Der richtige Weg wäre, den armen Ländern nicht auch noch Konkurrenz zu machen, sondern ihre Märkte zu stärken - aber, wem sage ich das!)



Ich sehe in den Aktivitäten keinen Betrug, jedenfalls nicht in der grundsätzlichen
Problematik. Daß Betrüger sich immer dort einfinden wo sie Vorteile für sich
wittern ist nun banal. Das ist im Sport so, in der Wirtschaft und auch in der Politik.
Mit einem Wort: wo Menschen handeln.

Ihren letzten Satz betreffend, stimme ich Ihnen zu.

Kerstin Bugenhagen

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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#33 von Hannelore Mohringer , 19.10.2015 20:06

Ich kann mich kurz fassen:
Ich glaube weder dem Umweltbundesamt, noch den Wissenschaftlern staatlicher Institutionen, weil sie abhängig sind. Es sind zumeist pensionierte und daher unabhängige Wissenschaftler, die meine laienhafte Überzeugung stützen, und sie sind im besagten E-Mail-Kreis zu finden und melden sich dort auch zu den energiepolitischen Entscheidungen immer wieder zu Wort. Ich erwarte inzwischen steigende EEG-Auflagen parallel zur Steigerung der Flüchtlingszahlen, wie auch andere Abgaben wie Krankenversicherungsbeiträge und Mieten und Immobilienpreise etc.

Alle von Ihnen vorgetragenen Argumente für die angebliche Klimaschädlichkeit von CO2, halte ich bestenfalls für Spekulationen, wenn nicht von interessierter politischer Seite in die Welt gesetzte Argumentationshilfen, die den Zweck haben, daß sie gelehrt klingen, aber von niemandem verstanden werden. Die Gegenargumente sind da viel plausibler: Ausser der schon erwähnten Geringfügigkeit von anthropogenem CO2 in der Erdatmosphäre, ist die Tatsache nachweisbar, daß Mensch, Tier und Pflanzen vom Wechsel von Sauerstoff und Kohlendioxid abhängig sind, ohne beides nicht leben können und ein Mehr an CO2 ein Mehr an Pflanzen bedeutet. So bin ich übrigens vor Jahrzehnten, als das Thema aufkam, bei einer Autofahrt auf der Autobahn zu der Feststellung gelangt, daß es nirgendwo so grünt, wie da, wo viele Autos fahren, was wohl mit dem ausgestoßenen CO2 zusammenhängt. Ach, übrigens: Erinnern Sie sich an die Prophezeiung der Grünen, daß es im Jahre 2000 keine Wälder mehr in Deutschland gebe? Aber, anstatt still vor sich hin zu schämen, haben sie diese Geschichte in die Welt gesetzt, die den Vorteil hat, daß sie und auch das Gegenteil unbeweisbar ist.

Ich hoffe, sie bringen jetzt nicht die wirklich giftigen Absonderungen aus dem Auspuff auf's Tapet! Die sind hier nicht gemeint; sie sind feste Materie, und dagegen gibt es Filter. Und, um auch den Einwand noch vorwegzunehmen: Ich bin auch der Meinung, daß der Weg zum Bäcker um die Ecke nicht mit dem Auto zurückgelegt werden sollte und überhaupt für Umweltschutz.

Hannelore Mohringer

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RE: Zu #31 von Kerstin Bugenhagen

#34 von Hannelore Mohringer , 19.10.2015 20:18

Zitat: " ZitatWenn Sie sich die rezipierende Literatur etwas näher anschauen, werden sie feststellen, daß alle möglichen Leute und Ideologen ihn für sich vereinnahmen wollen. Wobei die Palette bis hin zu den Neocons und Neolibs reicht.

da stimme ich Ihnen zu. Und wenn Frau M. ihn für sich bzw. ihre Sicht der Dinge vereinnahmt, wie geschehen, wäre das nur
ein weiterer Klecks auf der von Ihnen zitierten Palette." Zitatende

Ich kann höchstens ein Zitat "für mich "vereinnahmt haben", weil ich das Buch noch nie gelesen habe und meine ganze "Weisheit" die Orwellsche Prophezeiung des gläsernen Menschen ist. In welche offene Wunde habe ich da gestoßen, daß Sie so unfreundlich reagieren?

HM

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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#35 von Kerstin Bugenhagen , 20.10.2015 10:36

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #33
Ich kann mich kurz fassen:
Ich glaube weder dem Umweltbundesamt, noch den Wissenschaftlern staatlicher Institutionen, weil sie abhängig sind. Es sind zumeist pensionierte und daher unabhängige Wissenschaftler, die meine laienhafte Überzeugung stützen, und sie sind im besagten E-Mail-Kreis zu finden und melden sich dort auch zu den energiepolitischen Entscheidungen immer wieder zu Wort. Ich erwarte inzwischen steigende EEG-Auflagen parallel zur Steigerung der Flüchtlingszahlen, wie auch andere Abgaben wie Krankenversicherungsbeiträge und Mieten und Immobilienpreise etc.



Natürlich steht es Ihnen frei, etwas zu glauben oder auch nicht.
Wissenschaftler, die in Staatsdiensten stehen, müssen deshalb nicht weniger wissenschaftlich vorgehen wie
andere. Wie sieht es eigentlich mit den Wissenschaftlern aus die im Dienst von Unternehmen tätig sind?
Alle abhängig und damit -wie Ihren Zeilen zu entnehmen ist- auch korrupt?`
Das müssten Sie dann belegen.

Zitat
Alle von Ihnen vorgetragenen Argumente für die angebliche Klimaschädlichkeit von CO2, halte ich bestenfalls für Spekulationen, wenn nicht von interessierter politischer Seite in die Welt gesetzte Argumentationshilfen, die den Zweck haben, daß sie gelehrt klingen, aber von niemandem verstanden werden.



nein, es handelt sich eben nicht um Spekulationen und die von Ihnen vermutete "interessierte Seite" müssten
Sie dann schon konkret benennen. Übrigens in aller Welt - denn das Bemühen um den die Begrenzung
des CO2-Ausstosses ist ein weltweites.

Zitat
Die Gegenargumente sind da viel plausibler: Ausser der schon erwähnten Geringfügigkeit von anthropogenem CO2 in der Erdatmosphäre, ist die Tatsache nachweisbar,



die reine Zahl, der absolute Wert führt in die Irre: entscheidend ist die Auswirkung auf das Klima

Zitat
daß Mensch, Tier und Pflanzen vom Wechsel von Sauerstoff und Kohlendioxid abhängig sind, ohne beides nicht leben können und ein Mehr an CO2 ein Mehr an Pflanzen bedeutet.



Bitte nennen Sie mit die Leute, die behaupten, wir und alle anderen Lebenwesen seien unabhängig von Sauerstoff
oder Kohlendioxyd. Meines Wissen wurde Ihre Feststellung oben nie bestritten.


Zitat
So bin ich übrigens vor Jahrzehnten, als das Thema aufkam, bei einer Autofahrt auf der Autobahn zu der Feststellung gelangt, daß es nirgendwo so grünt, wie da, wo viele Autos fahren, was wohl mit dem ausgestoßenen CO2 zusammenhängt.



da, wo viele Autos fahren, wächst überhaupt nichts mehr - dort liegt Beton.

Zitat
Ach, übrigens: Erinnern Sie sich an die Prophezeiung der Grünen, daß es im Jahre 2000 keine Wälder mehr in Deutschland gebe? Aber, anstatt still vor sich hin zu schämen, haben sie diese Geschichte in die Welt gesetzt, die den Vorteil hat, daß sie und auch das Gegenteil unbeweisbar ist.



nicht zuletzt auf Druck der Leute, die umweltbewusst waren, sind in D z.B. für Autos Katalysatoren verpflichtend eingeführt
worden und haben die Situation wesentlich verbessert. Kraftwerke haben Filteranlagen bekommen.
Auch hier gilt: nicht nur in D sondern weltweit - in Japan gab es den KAT schon bevor er in D eingeführt wurde.


Zitat
Ich hoffe, sie bringen jetzt nicht die wirklich giftigen Absonderungen aus dem Auspuff auf's Tapet! Die sind hier nicht gemeint; sie sind feste Materie, und dagegen gibt es Filter.



Feinstaub wäre ein weiteres Thema, stimmt. Filter helfen bedingt - und auch nur wenn man sie einbaut.
Volkswagen hat sie nicht eingebaut und lieber betrogen. Die Folgen sind bekannt bzw. in ihren letzten
Auswirkungen noch nicht abzuschätzen.

Zitat
Und, um auch den Einwand noch vorwegzunehmen: Ich bin auch der Meinung, daß der Weg zum Bäcker um die Ecke nicht mit dem Auto zurückgelegt werden sollte und überhaupt für Umweltschutz.



na, das ist doch mal ein versöhnliches Wort am Ende dieses Beitrags.

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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#36 von Hannelore Mohringer , 20.10.2015 11:50

Ich komme bestimmt noch auf Ihre Antworten zurück und habe sie deswegen als aufrufbar unter #32 vom 19.10.2015 um 17:45 vermerkt. Aber erstmal muß ich das Folgende los -und den alltäglichen Bedürfnissen gerecht werden.

Bis dann!
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RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#37 von Kerstin Bugenhagen , 20.10.2015 13:02

Zitat von kjschroeder im Beitrag #25

Zitat
Autor?


Orwell natürlich. Ich hatte ja auch auf eine Zitatsammlung von ihm verlinkt, auf der Sie u.a. diese beiden Zitate im Original hätten finden können. Haben Sie das nicht gelesen? Oder können Sie kein Englisch?




Englisch kann ich ziemlich gut - aber vielleicht habe ich was überlesen

Zitat

Zitat

Zitat

Zitat
hier erfahren Sie mehr:



Da erfährt man nichts Neues - im Gegenteil: Wenn dieses Zitat seine politische Auffassung zusammenfassen soll, geht es wieder zurück zum Kratzen an der Oberfläche. Da ist von Orwell schon ein wenig mehr bekannt. Zum Beispiel, daß er - im Gegensatz zu Sozialisten - gegen Privateigentum keine Einwände hat, sondern lediglich keine zu gravierenden Einkommensunterschiede haben will, nämlich durch "Limitations of incomes, on such a scale that the highest tax-free income in Britain does not exceed the lowest by more than ten to one ("The Lion and the Unicorn").




Sie sollten das von mir verwendete Attribut "demokratisch"
nicht unterschlagen - es ist in diesem Zusammenhang wichtig.




Hört das denn nie auf? Sozialismus ist nicht demokratisch! Es geht einfach nicht zusammen. Und zwar schlicht deswegen nicht, weil der Sozialist den Staat braucht, um durch dessen Gewaltmonopol die fällige Umverteilung und Verstaatlichung durchsetzen zu können. Das heißt: Ganz grundsätzlich muß der Sozialist den Staat für seine Zwecke mißbrauchen. Demgegenüber - ich verweise auf eines der beiden Zitate in meinen vorigen Beitrag - will Orwell, daß die Leute von ebendiesem Staat einfach in Ruhe gelassen werden und man ihnen trauen solle.




Umverteilung findet doch weltweit statt: von unten nach oben. Auch in D.
Ist Ihnen das entgangen?

Nur mal ein Hinweis von vielen:

"Das reichste eine Prozent der Weltbevölkerung besitzt, so heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Bericht der Hilfsorganisation Oxfam, 48 Prozent des globalen Wohlstands. Für die emblematischen 99 Prozent der Bevölkerung bleiben somit nur 52 Prozent des globalen Kuchens. Aber auch dieser ist höchst ungleich verteilt: Der ganz überwiegende Teil gehört jenen 19 Prozent, die als nächstes auf der Wohlstandsleiter folgen. Für die ärmeren 80 Prozent der Weltbevölkerung bleiben nur 5,5 Prozent des Kuchens.

Was das Ganze besonders unerfreulich macht: Seit Beginn der Krise 2008 ist erneut eine Umverteilung von unten nach oben in Gang gekommen. Das obere eine Prozent konnte seinen Anteil weiter ausbauen – eigentlich keine Überraschung, wenn man sich die über die EU in Grieechenland und anderswo durchgesetzte Verarmungspolitik anschaut."

http://www.heise.de/tp/news/Reichtum-Umv...en-2528908.html

Zitat
denken Sie an aktuell an Volkswagen



Zitat

? Wo hätte der VW-Konzern bei dem Abgas-Skandal irgendwas vertuscht, beschönigt oder relativiert?


na, dann gibt es ja keinen VW-Skandal und die Amis und andere liegen falsch mit
ihren Anschuldigungen. Und Winterkorn hat völlig ohne Not seine Enschuldigung
ausgesprochen.

Zitat
Und dann wäre da noch die Religion (Mord!) zu nennen und ihre Vertreter.



Zitat

Wer oder was ist "die" Religion?



alle Religionen

Zitat
Lüge und Windmacherei sind kein "Privileg" der politischen Parteien.



Zitat

Das hat Orwell auch nicht behauptet.



habe ich auch nicht behauptet, dann war es wohl Ihr Textbeitrag.

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RE: Zu: #32 vom 19.10.2015 um 17:45: Umweltschutz und CO2-Reduzierung

#38 von Hannelore Mohringer , 20.10.2015 14:31

#32 von Kerstin Bugenhagen , Gestern 17:45

Ich arbeite Ihre Bedenken der Reihe nach ab:

Der von mir zitierte "gesunde Menschenverstand" wird mit den in die Welt gesetzten "Theorien" zu vernebeln versucht, was bei den gutgläubigen Deutschen in der Regel auch gelingt. Umso wichtiger der Hinweis darauf, daß es sich bei den behaupteten Abläufen um reine Behauptungen und damit hauptsächlich um Nebelkerzen zur Verschleppung der Diskussion handelt, und für die, die Wissenschaftssprache verstehen können, die Verwicklung in zeitraubende Diskussionen. Es ist also richtig, daß der gesunde Menschenverstand allein nich ausrreicht; wichtig ist aber auch die Feststellung, daß in unseren Schulen und Universitäten Verdummungsabsicht herrscht. Bildungspolitik in Deutschland wäre dann das nächste politische Thema.

Wissenschaftliche Erkenntnisse, die nicht beweisbar sind, sind keine. Um Falle Umweltpolitik, explizit Energiepolitik, wird der gute Name der deutschen Wissenschaft im Dienste einer geld- und machtbringenden Politik mit dieser Rhetorik beschädigt.

Ihr Hinweis auf Papst Franziskus bedeutet nichts weiter, als den Beweis für die Tatsache, daß die katholische Kirche auch eine Institution ist, die in erster Linie überleben und, wenn möglich, ihre Macht ausbauen will und als solche auch nur eine unter vielen korrumpierten Organisationen ist, die sich ihre entsprechenden Repräsentanten wählen. Ich denke dabei auch an meine Partei, die auf diesem Wege ist und damit zeigt, daß sie nur Schaden damit erleidet. Ehrlichkeit und Geradlinigkeit macht sich am Ende als Vertrauenswürdigkeit immer bezahlt. Ich meine die FDP, die partout auf linken Pfaden wandelt, obwohl sie dabei Anhänger um Anhänger aus dem für sie lebenspendenden bürgerlichen Lager verliert, weil sie sich von dem erfolgreich verteufelten Adjektiv "rechts" oder "bürgerlich" als Wort der Verdammnis genauso hat einschüchtern lassen, wie die Kirchenstrategen.

Schön, daß Sie meinem letzten Satz, dem Bekenntnis zu Naturschutz und Ressourcenschonung, zustimmen; aber warum nennen Sie es ein versöhnliches Schlußwort? Wir sind doch nicht im Streit! Wir diskutieren auf der Suche nach dem besseren politischen Weg!

Hannelore Mohringer

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RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#39 von Karl-Heinz-Müller , 20.10.2015 15:05

Zitat von kjschroeder im Beitrag #4

Zitat
In der Tagesschau und dem Heute-Journal wurde über diese machtvolle Demonstration natürlich nicht berichtet!


Wenn Sie eine Digitalkamera haben - warum laden Sie hier nicht Bilder hoch? Bislang sind hier aus Copyright-Gründen Bilder für die Öffentlichkeit nicht sichtbar - aber wenn sie von Ihnen kommen, kann ich noch ein Forum mit anderen Lese- und Schreibrechten einrichten. Wäre nicht das Problem. ;-)

(Zum Begriff "Forum": Technisch gesehen, ist das hier nicht ein Forum, sondern eine Zusammensetzung von zig Foren. Die Bilder wären also hier unter der Webadresse im Forum zu sehen - nur zur Vorbeugung von Mißverständnissen erwähnt).

Ist nur ein Vorschlag.

Gruß
Klaus



Selbstverständlich besitze ich eine Digitalkamera.

Nach dem mein iPhone allerdings vor drei Wochen im Steinehagel der Antifa zu Bruch ging, nehme ich zu den Demonstrationen grundsätzlich nur mein 10 Jahre altes Nokia-Handy mit.

Vor allem gestern in Dresden hat sich erneut gezeigt wie richtig diese Entscheidung war, denn dort hauchte, dank der "schlagkräftigen" Argumente der Gutmenschen auch dieses Uralt-Handy sein Leben endgültig aus. Macht aber nichts, denn ich besitze auch noch einige weitere 10-Euro Handys neuerer Bauart.

Wenn Sie Bilder unserer Demos in Erfurt suchen, werden Sie aber schnell bei Google fündig:

Foto-Impressionen der AfD-Demonstrationen in Erfurt

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RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#40 von Karl-Heinz-Müller , 20.10.2015 15:14

Zitat

Zitat
Werte Frau Mohringer,

Angela Merkel hat wirklich einen großen Plan, der aber weniger mit ihrer DDR-Biografie als vielmehr mit der Herkunft ihrer Mutter zusammenhängt.

Mit besten Grüßen
Karl-Heinz Müller aus Erfurt



Sie sollten nicht auf solche dubiose Verschwörungstheorien hereinfallen!

Merkels Politik llässt sich sicherlich nicht mit den möglicherweise polnischen Wurzeln ihrer Mutter begründen sondern eher mit ihrem Drang zur Selbstdarstellung und falsch verstandener naiver Nächstenliebe.




Das vorsätzliche antideutsche Handeln von Frau Merkel die auch Aniela Kazmierczak genannt wird, beruht nicht auf einer "dubiose Verschwörungstheorie" sondern resultiert aus der Herkunft dieser Dame.

Merkels Opa kämfte gegen Deutsche


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zuletzt bearbeitet 20.10.2015 | Top

RE: Zu: #9 Ist die Schuldfrage erlaubt, notwendig oder unanständig?

#41 von kjschroeder , 20.10.2015 16:12

Zitat
Das vorsätzliche antideutsche Handeln von Frau Merkel die auch Aniela Kazmierczak genannt wird, beruht nicht auf einer "dubiose Verschwörungstheorie" sondern resultiert aus der Herkunft dieser Dame.



Naja, auch wenn dieses biografische Detail interessant ist, halte ich eine solche Schlußfolgerung für unzulässig. Für mich läuft das unverändert unter Verschwörungstheorie.

Ich meine, aus dem Umstand, daß z.B. im Sommer mehr Eis gegessen wird und Sonne die Haut bräunt, schließen Sie ja auch nicht, daß Speiseeis braune Haut macht, nicht wahr?

Mit dem Herstellen von Zusammenhängen ist das immer so eine Sache. Manches, das miteinander passiert, muß nichts miteinander zu tun haben, anderes schon. Die alte Frage von kausal oder kollateral halt. Da hilft nur die Suche nach einem positiven Beweis. Und das da oben ist keiner.

Was wir wissen, ist, daß die Dame ein Problem mit den Symbolen unseres Landes hat: Sie kennen sicher auch die Szene, wo sie einem CDU-Funktionäre das kleine Deutschland-Fähnchen aus der Hand nahm. Wir wissen ferner, daß sie Deutschland in Europa immer klein machen wollte - bis sogar das Ausland mehr Führung von ihr anmahnte. Und wir wissen ferner, daß, ALS sie es dann tat, sehr deutsch im schlechten Sinne rüberkam: bevormundend, vorschreibend - die Griechen (und nicht nur die) haben das mit Sicherheit noch in Erinnerung.

Läßt man dieses gegensätzliche Verhaltensmuster - Ablehnung nationaler Symbole hier, herrisches, typisch "deutsches" Auftreten in der Eurokrise da - durch ein Raster laufen, merkt man: Sie überblickt offensichtlich nicht die Folgen ihres Handelns. Unfreundlicher ausgedrückt: Die Dame hat nicht halb so viel auf der Pfanne, wie ihr nachgesagt wird.

Das wurde auch längst in der Völkerwanderungs-Frage deutlich: Erst hat sie das Problem - auf Deutschland bezogen - hervorgerufen, um dann die Lösung des Problems von einer dritten Seite - nämlich der Türkei - abhängig zu machen. Wie dumm ist das denn? Und dann noch nicht ohne den Hinweis, daß man deutsche Grenzen nicht sichern könne (womit sie en passant eine Rechtfertigung für Staatlichkeit aufgegeben hat), gleichzeitig aber genau dies von den Türken zu fordern. Wie dämlich ist das denn? Und sicher auch wissend, daß die Ungarn ihre Grenze erfolgreich dichtgemacht haben. Dies sind m.E. gute Belege, daß sie die Konsequenzen ihrs Handelns nicht überblickt. Denn sie wird für ihre Bettelei in Ankara einen hohen Preis zu zahlen haben, den die Bevölkerung wieder wird ausbaden müssen.

Mich würde auch interessieren, warum sie die deutsche Bevölkerung mit dieser Völkerwanderung einem solchen Risiko aussetzt. Wobei wir wieder bei ihrer Motivfrage wären. Vielleicht hat sie gedacht, was sich in den USA abspielt, sei hipp, trend, cool und geil und müsse hier auch so sein. Ihr Ehemann arbeitet(e) ja dort. Und vergißt dabei völlig, daß man Hamburger nicht mit Äpfeln vergleichen sollte. Wäre auch eine Möglichkeit.

Ihr Herkunft als Pfarrerstochter mit der möglichen Assoziation, Politik mit dem Herzen (statt mit dem Kopf) zu machen, wäre auch eine. Wobei hierzu zu sagen wäre, daß wir schon genug Politik hatten, die von Herzen kam - zwei Weltkriege und der Holocaust sprechen Bände. Sowas braucht hier niemand.

Da sie nun aber nachweislich sozialistisch angefärbt ist und diese Vergangenheit offensichtlich nicht richtig im Kopf aufgearbeitet hat, halte ich diese Assoziation für die wahrscheinlichste. Denn Internationalismus und Patriotismus gehen nunmal nicht zusammen. Es sei denn, man versucht, den Patriotismus irgendwie zu internationalisieren. Sich als patriotische Europäer fühlen zu sollen, war ja so einer. Und so, wie ich das sehe, kann das auch gelingen. Aber nur, wenn man sowas von "unten" wachsen läßt ohne Druck auszuüben. (Pegida z.B. hat ja seit geraumer Zeit nicht nur Deutsche auf dem Podoium. Und ich kenne zwei Moslems, die bedauern, das sich Pegida nicht differenzierter positioniert. Denn - wie mir beide sagten - sind die anderen Parteien für sie schlicht nicht wählbar. Eben wegen ihrer offenkundigen Deutschfeindlichkeit und einem mangelnden Wertekonservatismus.) Einen europäischen Patriotismus hingegen von oben überstülpen zu wollen, gehört zum nächsten Versagen der "Eliten". Denn wir sehen ja jetzt, was mit der EU los ist: Nichts. Es entscheiden wieder die Nationalstaaten, wie es schon immer war. Und wie es auch richtig war und ist. Und wohl auch bleiben wird.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

Politik verdirbt nicht den Charakter - Politik testet ihn.

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RE Umweltschutz und CO2-Reduzierung

#42 von Hannelore Mohringer , 23.10.2015 20:06

Zu dem obigen Thema als Nachtrag ein Link. Der Absender bat mich, ihn zu verbreiten:

Nachdem ich mich wieder einmal als Internetanalphabet erwiesen hatte, erteilte mir der Absender den folgenden Rat:

Zitat: "natürlich können Sie in einem Forum kein pdf direkt verlinken. Sie schreiben aber doch Beiträge in diesem Forum. Dann schreiben Sie doch einfach einen neuen Kurzbeitrag über CO2, in welchem Sie auf die "9 Fragen zum Klimaschutz" hinweisen und geben Sie einfach die folgenden Internet-Adressen des pdf als geschriebenen Text an, also entweder die volle Adresse http://www.eike-klima-energie.eu/uploads...Klimaschutz.pdf oder die Kurz-Adresse http://tinyurl.com/p2qtczp"; Zitatende.

Was hiermit geschehen ist. Ich habe natürlich die 9 Seiten vorher gelesen. Alle Fragen, die der Laie im Zusammenhang mit der praktizierten Energiepolitik stellt, werden auf verständliche und sehr informative und überzeugende Weise beantwortet.

Hannelore Mohringer

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Klassenkampf unter dem Hut der Energiepolitik

#43 von Hannelore Mohringer , 25.10.2015 17:40

Lieber Herr V.......,
ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Sie haben also keinen Zweifel daran, daß „Die Große Transformation“ die konsequente Weiterentwicklung der Idee des Faschismus ist, wie Dr. Th... behauptet. Das Ziel dieser „Großen Transformation“ ist (laut Google) die Schaffung einer weltweiten Gesellschaft ohne fossile Brennstoffe und der Energiegewinnung ausschließlich aus erneuerbaren Energien. Was daran faschistisch sein soll, ist mir ein Rätsel; das ist vielmehr reine kommunistische Ideologie, wie sie es ausgeprägter nicht sein kann. Die „weltweite Gesellschaft“ ist kommunistischer Traum von weltweiter Herrschaft, in diesem Fall unter dem Hut des von den roten Grünen verfolgten (und erfundenen) Energiewandels (aber letzteres hatten wir ja schon!).

Noch gravierender als diese kommunistische, weil grünrote Energiepolitik – merke: Grünrot ist der andere Name für die Spezialität des in Deutschland herrschenden Kommunismus, geführt von Politikern, die aus kommunistischen Organisationen hervorgegangen sind – ist die EU-Politik als Vorstufe für die ebenfalls weltweite rote Regierung – ja, auch mit kapitalistischen Mechanismen (Handel mit „Verschmutzungsrechten zum Beispiel).

In diesem Zusammenhang ist der Lissabon-Vertrag als Versuch zu sehen, einen europäischen Bundesstaat herbeizuführen. Walter Hallstein, erster Präsident der Europäischen Wirtschaftsunion, habe geglaubt, am Ende der Wirtschaftsunion stehe der europäische Bundesstaat, so Ralf Dahrendorf (NZZ vom 2.Juli 2008, Seite 43). Dies sei die Ursache der Fehlentwicklung (der EU). Die „Hallstein-Doktrin“ (von 1955) ist übrigens gegen diplomatische Beziehungen zu Ländern gerichtet, welche die DDR anerkannten. Eine eindeutig antikommunistische Haltung! Aber vielleicht ist es das, was in diesem Zirkel als Faschistisch gilt.

Dahrendorf - „Plädoyer für die Rückkehr zu den Quellen und für einen Neubeginn“ - rechnete 2008 offenbar bereits mit den „Trümmern der bestehenden EU-Institutionen und dachte an „die Rückkehr zu den Quellen“, den europäischen Anfängen.

In unserem E-Mail-Kreis wird von einigen Linken auf hartnäckige Weise versucht, linke „Errungenschaften“, die uns in die bestehende, verheerende Situation geführt haben, "Faschisten" in die Schuhe zu schieben, und den Klassenkampf, zu der die Diskussion mittlerweile ausgeartet ist, auf dem Nebenschauplatz „Energiepolitik“ zu führen, womit übrigens ganz nebenbei eine effektive Bekämpfung derselben geschwächt, wenn nicht verhindert wird.

Mit freundlichem Gruß,
Hannelore Mohringer

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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#44 von J_Holstermann , 31.10.2015 11:53

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #30


Es gibt keinen Hinweis auf die Richtigkeit des "Treibhauseffektes". Es handelt sich dabei um eine bloße Behauptung ohne Beweis für die Richtigkeit, so wie natürlich auch das Gegenteil nicht zu beweisen ist. Der Anteil von CO2 an der Erdatmosphäre beträgt 0,03992% CO2 (aktuell) im Ganzen,
HM



Doch den Hinweis auf die Richtigkeit des "Treibhauseffekts" gibt es. Ich denke, es ist wissenschaftlich völlig unstrittig, dass es auf der Erde ohne CO2 ziemlich kalt wäre.

Zitat

... Der Anteil von CO2 an der Erdatmosphäre beträgt 0,03992% CO2 (aktuell) im Ganzen ... so daß dieser Bruchteil eines Bruchteils kaum Einfluß auf das irdische Klima haben kann



0,03992% ist echt wenig. Aber das sagt ja nichts über Wirkung dieser geringen Menge aus.
1,23% ist auch sehr wenig, macht aber z.B. den Unterschied zwischen Mensch und Bonobo (Schimpanse) aus.

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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#45 von Kerstin Bugenhagen , 06.11.2015 08:08

Zitat von J_Holstermann im Beitrag #44
Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #30


Es gibt keinen Hinweis auf die Richtigkeit des "Treibhauseffektes". Es handelt sich dabei um eine bloße Behauptung ohne Beweis für die Richtigkeit, so wie natürlich auch das Gegenteil nicht zu beweisen ist. Der Anteil von CO2 an der Erdatmosphäre beträgt 0,03992% CO2 (aktuell) im Ganzen,
HM



Doch den Hinweis auf die Richtigkeit des "Treibhauseffekts" gibt es. Ich denke, es ist wissenschaftlich völlig unstrittig, dass es auf der Erde ohne CO2 ziemlich kalt wäre.

Zitat

... Der Anteil von CO2 an der Erdatmosphäre beträgt 0,03992% CO2 (aktuell) im Ganzen ... so daß dieser Bruchteil eines Bruchteils kaum Einfluß auf das irdische Klima haben kann



0,03992% ist echt wenig. Aber das sagt ja nichts über Wirkung dieser geringen Menge aus.
1,23% ist auch sehr wenig, macht aber z.B. den Unterschied zwischen Mensch und Bonobo (Schimpanse) aus.




Leider hat Frau Mohringer nicht mehr darauf geantwortet.
Sie liegen natürlich richtig mit der Feststellung, daß die Menge über die Wirkung allein nichts
aussagt.
Interessant, wenn man mal die Bedeutung einer geringen Menge, einen geringen Wert, an einem anderen
Beispiel aufzeigt.

Die Erde ist von der Sonne etwa 150.000.000 km entfernt. Das ist ganz offenbar der richtige Abstand um auf der Erde
ein Leben zu erhalten wie wir es kennen: Pflanzen, Tiere, Menschen.

Rücken wir die Erde einmal gedanklich um einen kleinen Wert, sagen wir um nur 0,10 Prozent an die Sonne
heran, also um 150.000 km - ein Leben wie wir es kennen wäre nicht möglich.

Selbst wenn man den Abstand nur um ein 0,01 Prozent zur Sonne verkürzen würde, also um 15.000 km, wäre
diese Welt ein völlig andere.

Fazit: selbst kleinste Veränderungen -besonders wenn sie schnell eintreten- können sich positiv oder gefährlich auswirken
für uns bzw. für den Lebensraum des Menschen.

An andere Stelle im alten Forum der FDP habe ich einen sehr augenfälligen Vergleich gelesen den
ich mir gemerkt habe. Dort hieß es sinngemäß, daß wir in nur etwa 400 Jahren den in Mio. Jahren in
Form von Gas, Öl und Kohle angesammelten CO2 Vorrat freisetzen - also gewissermaßen eine CO2-Explosion ausgelöst haben.
An eine Erwiederung oder an eine Widerlegung dieses Beispiels kann ich mich nicht erinnern.

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zuletzt bearbeitet 06.11.2015 | Top

RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#46 von Hannelore Mohringer , 06.11.2015 18:07

Zitat: "Dort hieß es sinngemäß, daß wir in nur etwa 400 Jahren den in Mio. Jahren in
Form von Gas, Öl und Kohle angesammelten CO2 Vorrat freisetzen - also gewissermaßen eine CO2-Explosion ausgelöst haben.
An eine Erwiederung oder an eine Widerlegung dieses Beispiels kann ich mich nicht erinnern." Zitatende

Da werden die Forumschreiber wohl die Geduld verloren haben mit einem Schreiber oder einer Schreiberin, die oder der immer wieder neue Ideen in die Welt setzt, um ein bloßes Palaver in Gang zu halten, zumal von der "CO2-Explosion" nichts zu hören und zu sehen und auch keine Folge zu bemerken ist.

Auf der Gegenseite erfolgt das gleiche unter umgekehrten Voraussetzungen; dort sind es Wissenschaftler, die in ihrer Fachsprache ganze Seiten füllen, um von ihrer Überzeugung zu überzeugen und natürlich, um mit ihrem Wissen zu glänzen - letzteres ist übrigens Antrieb auf beiden Seiten. Hier kann nur Empirie abhelfen, und dazu sind lange Zeiträume erforderlich, die von der CO2-Politik zum Geldeintreiben und zum Machtgewinn benutzt wird. Deswegen muß dem CO2-Treiben ein Ende gesetzt werden.

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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#47 von Kerstin Bugenhagen , 06.11.2015 19:28

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #46
Zitat: "Dort hieß es sinngemäß, daß wir in nur etwa 400 Jahren den in Mio. Jahren in
Form von Gas, Öl und Kohle angesammelten CO2 Vorrat freisetzen - also gewissermaßen eine CO2-Explosion ausgelöst haben.
An eine Erwiederung oder an eine Widerlegung dieses Beispiels kann ich mich nicht erinnern." Zitatende

Da werden die Forumschreiber wohl die Geduld verloren haben mit einem Schreiber oder einer Schreiberin, die oder der immer wieder neue Ideen in die Welt setzen



was denn für neue Ideen? Ich habe nur beispielhaft deutlich gemacht daß es nicht auf die absolute Größe
ankommt sondern auf die Wirkung, was Ihnen ein anderer Forist auch schon versucht hat zu erklären,
Sie aber offenbar nicht verstanden haben.
Also eine Widerlegung Ihrer immer wieder wie ein Mantra vorgetragener Lehre, daß der Anteil antropogenen
CO2 in der Atmosphäre nicht zu Erwärmung derselben beitragen kann da er zu gering ist.
Und das, Frau Mohringer, ist falsch.
Mich wundert, daß Sie auch immer wieder betonen, daß CO2 für Mensch, Tier und Pflanze
überlebenswichtig sind. Niemand hat das doch je bestritten.

Zitat

um ein bloßes Palaver in Gang zu halten,


das Palaver ist Ihr Palaver, denn Sie reden doch ständig davon, daß es keine
Klimaveränderung durch antropogenes CO2 gibt sondern nur kommunistische
Propaganda - jetzt sinngemäß. Halten Sie denn den Papst auch für einen
Kommunisten?

Zitat

zumal von der "CO2-Explosion" nichts zu hören und zu sehen und auch keine Folge zu bemerken ist.


das war ein bildliches Beispiel für die Tatsache, daß ein Stoff, CO2, der sich in Millionen Jahren
angesammelt hat in nur wenigen Jahren freigesetzt wird.
Nein, einen Knall hat es nicht gegeben, aber die Folgen sind überall auf der Welt zu spüren
und zu sehen.

Zitat

Auf der Gegenseite erfolgt das gleiche unter umgekehrten Voraussetzungen; dort sind es Wissenschaftler, die in ihrer Fachsprache ganze Seiten füllen, um von ihrer Überzeugung zu überzeugen und natürlich, um mit ihrem Wissen zu glänzen


ja und, was wäre daran schlimm? Ändert doch an der Tatsache nicht, die weltweit festgestellt wird und auf die
auch weltweit reagiert wird.

Zitat

- letzteres ist übrigens Antrieb auf beiden Seiten. Hier kann nur Empirie abhelfen, und dazu sind lange Zeiträume erforderlich



ein (auch verlinktes Zitat) aus der von Ihnen doch geschätzten Schweiz:

"Die Klimaerwärmung ist im 21. Jahrhundert wohl nicht mehr zu stoppen. Dazu fehlt weltweit ein ernsthafter Wille zur raschen CO2-Reduktion. Um künftige Klima-Schäden abzufedern, brauche es daher auch in der Schweiz schon jetzt Anpassungen, betonen Fachleute. Doch wie sehen die aus?"
http://www.srf.ch/wissen/natur-umwelt/kl...en-ist-zu-teuer

Zitat

die von der CO2-Politik zum Geldeintreiben und zum Machtgewinn benutzt wird. Deswegen muß dem CO2-Treiben ein Ende gesetzt werden.



mit derart unqualifizierten Behauptungen kann man jede(!) Politik, die einem nicht passt, in die Ecke stellen.

Ach ja, wo Sie gerade Macht und Geld erwähnen:

"Exxon Mobil kauft sich getürkte Studie zum Klimawandel

Der Mensch und all seine rauchenden CO2-Schleudern ist entlastet, denn die Sonnenaktivität steckt wirklich hinter der Erderwärmung - zu diesem Ergebnis zumindest ist der anerkannte Wissenschaftler Wei-Hock Soon gekommen, der am renommierten Harvard-Smithsonian Center für Astrophysik arbeitet.

Nun kam heraus: Das ist Unfug - und Soons Studie wurde von der US-Energielobby gekauft, berichtet die "New York Times". In den vergangenen zehn Jahren hat der Wissenschaftler von der Industrie 1,2 Millionen Dollar eingeheimst."

http://www.stern.de/wirtschaft/news/ener...ie-5954828.html

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RE: Zu Umweltschutz und CO2-Reduzierung in der Atmaosphäre

#48 von Hannelore Mohringer , 06.11.2015 23:52

Zitat
"Auf der Gegenseite erfolgt das gleiche unter umgekehrten Voraussetzungen; dort sind es Wissenschaftler, die in ihrer Fachsprache ganze Seiten füllen, um von ihrer Überzeugung zu überzeugen und natürlich, um mit ihrem Wissen zu glänzen", das habe ich geschrieben

und das haben Sie gentwortet:
"ja und, was wäre daran schlimm? Ändert doch an der Tatsache nicht, die weltweit festgestellt wird und auf die
auch weltweit reagiert wird."

Das haben Sie im Eifer des Gefechts mißverstanden. Macht nichts, würde Welke sagen, den ich mir gerade wieder angetan habe. Lesen Sie noch mal in aller Ruhe. Vielleicht dämmert's dann. Übrigens: Wußten Sie, daß die Umwelt-Paniktruppe schon vorausgesagt hatte, daß es im Jahre 2000 in Deutschland keinen Wald mehr geben werde? Damals war's der saure Regen. Als es weiter grünte, fiel ihR die Sache mit CO2 ein. Damit kann man sich nicht blamieren, dachten sie; denn die vorausgesagten Folgen sollen ja erst eintreffen, wenn schon keiner mehr lebt, der das gesagt oder, der das Prophezeite gehört hat. Und dann kann immer noch über Ursachen gestritten werden, die ja auch im ganz normalen Klimawandel liegen könnten, der außerdem vielleicht eine Eiszeit beschert anstatt der vorausgesagten "Klimaerwärmung". Und inzwischen ist viel Zeit zum Palavern, von Ihrer und der Gegenseite und viel Geld abzuschöpfen aus dem Portemonnaie der zu schröpfenden Bevölkerung, die übrigens zuerst einmal für den Prozeß zahlen muß, der gerade um Schadenersatz für die abgeschalteten Atomkraftwerke gezahlt werden muß. Die Kanzlerin wäscht sich die Hände in Unschuld und sagt, das haben die Länder schließlich durchgeführt. An Finessen macht ihr auch so schnell keiner 'was vor!

Gute Nacht
HM

Hannelore Mohringer  
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RE: "Damit Deutschland sauber bleibt - oder: der Bürgermeister von Hardheim ist kein Realitätsflüchtling

#49 von Kerstin Bugenhagen , 07.11.2015 10:12

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #48
Zitat
"Auf der Gegenseite erfolgt das gleiche unter umgekehrten Voraussetzungen; dort sind es Wissenschaftler, die in ihrer Fachsprache ganze Seiten füllen, um von ihrer Überzeugung zu überzeugen und natürlich, um mit ihrem Wissen zu glänzen", das habe ich geschrieben

und das haben Sie gentwortet:
"ja und, was wäre daran schlimm? Ändert doch an der Tatsache nicht, die weltweit festgestellt wird und auf die
auch weltweit reagiert wird."

Das haben Sie im Eifer des Gefechts mißverstanden. Macht nichts, würde Welke sagen, den ich mir gerade wieder angetan habe. Lesen Sie noch mal in aller Ruhe. Vielleicht dämmert's dann.


tut mit leid -drücken Sie sich einfach klar und deutlich aus.
Wenn ein Wissenschaftler mit seiner Arbeit glänzen möchte ist das nicht verwerflich.
Ob die Arbeit Glanz verdient kann der objektive Betrachter beurteilen.

Zitat

Übrigens: Wußten Sie, daß die Umwelt-Paniktruppe schon vorausgesagt hatte, daß es im Jahre 2000 in Deutschland keinen Wald mehr geben werde? Damals war's der saure Regen. Als es weiter grünte



ja, es "grünte" weiter - unter anderem, weil zahlreiche Maßnahmen erfolgten,
welche die Luft und damit auch den Regen wieder sauberer machten.
Das schrieb ich hier schon mal - offenbar lesen Sie nur, was zu Ihrem Weltbild passt.

"Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. "Beide Seiten haben auf ihre Weise recht", meint Andreas Bolte, Leiter des staatlichen Thünen-Instituts für Waldökosysteme in Eberswalde. "Viele Bäume kommen besser mit einem sauren Bodenmilieu zurecht als erwartet." Andererseits hätten die Schutzmaßnahmen aber auch eine Menge gebracht: Vor allem die Belastung durch Schwefeldioxid sei dramatisch zurückgegangen: "Ende der 1980er wurden oft noch 25 bis 30 Kilo Schwefeleintrag pro Hektar und Jahr gemessen; heute sind es nur noch drei bis vier Kilogramm." Hätten Ulrich und andere damals nicht so laut gewarnt, wäre der Wald heute in einem wesentlich schlechteren Zustand."
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur...-a-1009580.html

Zitat

fiel ihR die Sache mit CO2 ein. Damit kann man sich nicht blamieren, dachten sie; denn die vorausgesagten Folgen sollen ja erst eintreffen, wenn schon keiner mehr lebt, der das gesagt oder, der das Prophezeite gehört hat.


woher wissen Sie, was andere denken?
Oder vermuten und spekulieren Sie nur?

Zitat

Und dann kann immer noch über Ursachen gestritten werden, die ja auch im ganz normalen Klimawandel liegen könnten, der außerdem vielleicht eine Eiszeit beschert anstatt der vorausgesagten "Klimaerwärmung".



über die Ursachen wird diskutiert und gestritten - seit Jahren. Mit dem Ergebnis, daß der ungebremste Ausstoß
von CO2 (meine CO2-Explosion) der Grund für der Erwärmung ist.

"Erstmals haben Forscher nach eigenen Angaben den aufheizenden Einfluss von Kohlendioxid (CO2) auf die Erde direkt gemessen. An zwei Standorten in Alaska und Oklahoma verfolgten die US-Wissenschaftler den Effekt des Gases detailliert über einen Zeitraum von elf Jahren. Ihre in der Zeitschrift "Nature" vorgestellten Resultate decken sich weitgehend mit bisherigen theoretischen Kalkulationen."
http://www.focus.de/wissen/klima/klimasc...id_4507677.html

Zitat

Und inzwischen ist viel Zeit zum Palavern, von Ihrer und der Gegenseite und viel Geld abzuschöpfen aus dem Portemonnaie der zu schröpfenden Bevölkerung, die übrigens zuerst einmal für den Prozeß zahlen muß, der gerade um Schadenersatz für die abgeschalteten Atomkraftwerke gezahlt werden muß.



Tja, so gelingt es der Atomindustrie doch immer wieder, uns über den Tisch zu ziehen.
Genauso wie das der Pharmaindustrie und ihren Verbündeten, den Apothekern, gelingt.

Hier geht's zum 2. Teil meiner kleinen Serie "gekaufte Wissenschaftler im Dienste der
Konzerne":

"Dann legt der Amerikaner im Einzelnen dar, wie das Gutachten aufgebaut sein sollte. Er formuliert sechs Argumente, mit denen der Wissenschaftler, sofern man handelseinig werde, begründen soll, warum der Vergleichsvorschlag von Google nicht das internationale Urheberrecht verletzt. "Die Rechte werden den Autoren zu keinem Zeitpunkt genommen", diktiert der Anwalt gewissermaßen dem Wissenschaftler, was bei dem Gutachten herauskommen soll."
http://www.zeit.de/2013/32/gekaufte-wissenschaft

Und vergessen Sie nicht Teil 1 (Exxon, auch hier im Forum), zu lesen:
http://www.stern.de/wirtschaft/news/ener...ie-5954828.html

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zuletzt bearbeitet 07.11.2015 | Top

RE: "Damit Deutschland sauber bleibt - oder: der Bürgermeister von Hardheim ist kein Realitätsflüchtling

#50 von Kerstin Bugenhagen , 07.11.2015 12:48

Hallo, Frau Mohringer,

ich schrieb: "Tja, so gelingt es der Atomindustrie doch immer wieder, uns über den Tisch zu ziehen.
Genauso wie das der Pharmaindustrie und ihren Verbündeten, den Apothekern, gelingt."

Wenn Sie mehr wissen möchten werden Sie hier fündig:

"Die Vorwürfe lauten: Der Profit steht vor dem Wohl des Patienten. Ärzte und Pharmafirmen erfinden neue Krankheiten, um selbst an Gesunden noch Geld zu verdienen. In korrupten Verträgen schmieden sie ein Netzwerk, in dem sie sich gegenseitig Patientenströme zuschieben und betreiben Handel mit der Gesundheit.
Habgier im Gesundheitssystem – eine Todsünde, findet zumindest Michael Imhof, Chirurg an der Uniklinik Würzburg. In seinem Buch „Eidesbruch – Ärzte, Geschäftemacher und die verlorene Würde des Patienten“ definiert er die sieben Todsünden neu und geht mit der modernen Medizin ins Gericht."

http://www.focus.de/gesundheit/arzt-klin...id_3719751.html

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