Mehr Glaube als Schönheit

#1 von Hannelore Mohringer , 02.10.2015 09:32

Mehr Glaube als Schönheit

Ein blondes Mädchen schwenkt strahlend die deutsche Nationalflagge. So sahen die Mädchen von „Glaube und Schönheit“ auf Bildern und in der Wochenschau als Vorspann vor jedem Kinofilm im Dritten Reich der Nationalsozialisten aus. „Mehr Glaube als Schönheit“ spöttelte der Volksmund, aber die Vorlage war wenigstens echt. Heute müßten es Mädchen aller Rassen sein, von denen die meisten ein Kopftuch tragen, welche die deutsche Fahne schwenken, der das Nationale längst ausgetrieben worden ist. Es ist Hohn und Spott, wenn unter diesem Bild „Glückwunsch Deutschland“ steht (wie heute auf der Titelseite des SÜDKURIER), so wie es unverhohlener Spott ist, wenn, wie gestern Abend bei der Verdummungsschau des ZDF eine Araberin sagt, „Ach so sieht Deutschland aus!“ und damit ein Mädchen aus Syrien als (Doppel-)Paß-Deutsche meint.

„Westen zweifelt an Putins Motiven“ lautet die Schlagzeile gleich neben dem verlogenen Deutschlandbild. Warum eigentlich, wenn völlig klar ist, daß er Syrien für Assad und seine rechtmäßige Regierung retten will? Die Propagandalüge des sogenannten Westens, allen voran unserer Journaille, daß er den Krieg angefangen habe, kommt als solche, nämlich als Propagandalüge mittlerweile ans Tageslicht, was Putins Eingreifen zu verdanken ist: In Syrien wütet ein Krieg der Sunniten aller vorderasiatischen Länder gegen ein Land, in dem jeder nach seiner Facon selig werden konnte. Der Syrienkrieg ist Teil des Eroberungskrieges der sunnitischen Übermacht in Vorderasien gegen die Schiieten und bedroht damit das einzig übriggebliebene schiietisch beherrschte Land, den Iran. Das dürfte der Grund sein für den Wunsch, eine Atombombe in Bereitschaft zu haben – und natürlich Israel. Aber das ist ein anderes Thema, wie natürlich auch das über die natürlich auch gar nicht so harmlosen Schiieten.

Kurz und schlecht: Gestern Abend waren auf dem glitzernden und spiegelnden Podium Unterhaltungskünstler aus der DDR versammelt, die in Deutschland den TV-Bildschirm erobert hatten, ihre Klischees über die ach so schmerzlich fehlende Menschlichkeit der „Flüchtlingsgegner“ abspulten und und die Kleinbürgeridylle ihrer DDR-Jugend priesen einschließlich des pflichtschuldigsten Bekenntnisses, daß sie natürlich die Freiheit vermißt haben. Klar, eine Karriere wie hier war da nicht möglich und wäre auch hier nicht so leicht gewesen ohne den Bonus des für die Freiheit sympathisierenden, unterdrückten Ossis! Über die Gefängnisse fiel kein Wort. Es hätte auch nicht in die Feststimmung gepaßt.

Mehr Glaube als Schönheit können wir denn als harmloses Motto über den gestrigen TV-Festabend für 25- Jahre Gesamtdeutschland im ZDF setzen – Gesamtdeutschland? - für eine Situation, die alles andere als harmlos ist: Nicht wegen der Unterhaltungsbranche, die hier vertreten war, und sich und uns - peinlicherweise vor dem Hintergrund der Völkerwanderung, die uns heimsucht – feierte, sondern wegen der alles andere als harmlosen gesamtdeutschen Situation einer gesamtdeutschen DDR, die unser Land gerade in den gesamtdeutschen Ruin führt.

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