Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#1 von kjschroeder , 13.01.2013 22:01

Meiner Meinung nach haben sich diese beiden Anstalten mit ihrem jetzigen Geschäftsmodell überlebt. Das zeigt auch die Diskussion um die neue Abgabe.

Meinungen dazu?

Gruß
Klaus

Zum dazu gehörigen Weblog-Eintrag.

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#2 von horstR , 13.01.2013 22:23

Ich denke, die haben das gleiche Problem wie der Staat. Ein wahnsinns Wasserkopf und dafür kommt zu wenig an Leistung raus. Abgesehen davon, daß sich die Parteien die öffentlichen Sender ja auch zur Beute gemacht haben...


Oder nimm das andere Beispiel 4ooo Mann "kämpfende Truppe" in Afghanistan und die 35o.ooo Personen Behörde Bundeswehr ist an ihrer "Leistungsgrenze". Da kann einem normal rechnenden Menschen nur Kotsübel werden!


Saludos

HR

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#3 von wdk , 14.01.2013 00:09

Wenn Fernsehstationen ARD/ZDF Nachrichten durch Auslassungen, fehlerhafte Übersetzungen, Auslassungen bei Übersetzungen manipulieren, wenn deren Journalisten bei öffensichtlichen Lügen von Politikern nicht einhaken, sind sie in der Tat überholt zu "Reichspropagandasendern" verkommen.
Ich schaue sie schon seit Jahren nicht mehr

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#4 von kurt02 , 14.01.2013 08:36

Und dabei kriegen Sie die Sender für lau...

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#5 von JoG , 15.01.2013 18:05

Natürlich hätten sie sich überlebt, wenn sie nicht ein so wichtiges Instrument der Gleichschaltung wären. Ja, ich weiß. Gleichschaltung ist ein zu grobes Wort für die deutsche Seele, erinnert es doch immer an die Vergangenheit und dem Ruhm im Bösen. Aber es ist so, dass der Gleichschritt in der Gesellschaft nicht von Nichts kommt und einen erheblichen Beitrag leisten die ÖRS. Wie würde das werden? Da würden Leute plötzlich anders denken. Da gäbe es Leute, die ganz sittenwidriges Zeug glauben würden. Das können Sie doch nicht wollen!?!

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#6 von kjschroeder , 15.01.2013 20:15

Zitat
Das können Sie doch nicht wollen!?!


Oh doch. ;-)

Man kann übrigens eine online-petition dazu unterzeichnen (Abschaffung GEZ). Ich versuche, heute noch was im Blog dazu zu schreiben.

Gruß
Klaus

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#7 von weihrauch , 18.01.2013 16:16

Wenn ich mir die Sender SAT1, PRO7, Kabel1 und RTL betrachte, bekomme ich das Grausen und läßt mich das ÖR doch etwas milder betrachten.
Die Privaten, wie sie jetzt in Deutschland bestehen, sind für seriöse Seher vollkommen unakzeptabel und nicht diskussionswürdig.
Das allerdings läßt das ZDF und die ARD nicht gut erscheinen.
Das bezieht sich vor allem auf die politische Seite - ca. 60% der Verantwortlichensind VOLL auf Rot-Grün eingestellt. Nicht einmal 10% sind Schwarz-Gelb orientiert und 30 Prozent haben angeblich keine politische Meinung.
Das ist der Schwachpunkt der ÖR - hier muß angesetzt werden.
Besserung sehe ich nur in einer Spaltung dieser Sender - d.h. mindestens 10% sollten VOLLSTENS konservativen Charakter haben mit den entsprechenden Leuten.

Es wird zur Zeit Affront gegen die Sender betrieben - es gibt mehrere Organisationen u.a. GEZ-Boykott.
Alle diese Vereine aber vertreten nur Leute, die weder Fernseher noch Rundfunk besitzen - niemand aber, der die ideologische Ausrichtung anprangert.

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#8 von kjschroeder , 18.01.2013 17:28

Zitat
Wenn ich mir die Sender SAT1, PRO7, Kabel1 und RTL betrachte, bekomme ich das Grausen und läßt mich das ÖR doch etwas milder betrachten.


Daß die Programmqualität der Privaten zu wünschen übrig läßt, sehe ich auch so. aber für die muß ich nicht zahlen, wenn ich die nicht sehen will. Und in den meisten Fällen zahle ich auch nichts, WENN ich sie sehe.

DAS ist doch der Unterschied zu den ÖR, um den es gehen sollte - der Zwangsgebühr-Charakter, finden Sie nicht?

Zitat
Alle diese Vereine aber vertreten nur Leute, die weder Fernseher noch Rundfunk besitzen - niemand aber, der die ideologische Ausrichtung anprangert.


Oooh, da gibt es aber einiges an Kritik GERADE in Bezug auf die einseitige Ausrichtung. Bei Journalistenwatch gibt es viel, bei der Achse des Guten - und bei etlichen Weblogs. Und die Online-Petition haben mittlerweile über 50.000 Leute gezeichnet.

Das Beste aus meiner Sicht ist: Privatisieren.

Gruß
Klaus

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#9 von Willik , 18.01.2013 17:31

"...niemand aber, der die ideologische Ausrichtung anprangert."

Mit DER sind die meisten dort wohl auch ganz einverstanden.
Die wollen nur nichts für die "eigene" Propaganda blechen. (:

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#10 von kjschroeder , 18.01.2013 17:53

Zitat
"...niemand aber, der die ideologische Ausrichtung anprangert."

Mit DER sind die meisten dort wohl auch ganz einverstanden.
Die wollen nur nichts für die "eigene" Propaganda blechen. (:



Isr daraus zu schlußfolgern, daß IHNEN die neue GEZ und ARD/ZDF - so, wie sie sind - recht wären, wenn beide Sender nur genügend liberal/konservativ ausgerichtet wären?

Gruß
Klaus

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#11 von Willik , 18.01.2013 18:19

"Isr daraus zu schlußfolgern, daß IHNEN die neue GEZ und ARD/ZDF - so, wie sie sind - recht wären, wenn beide Sender nur genügend liberal/konservativ ausgerichtet wären?"



Ich habe schon exakt DAMIT (mit dieser Frage) gerechnet! (o:)
Antwort: NEIN, natürlich nicht!
Wie schon gesagt, ärgert mich am meisten die Zwangsgebührensituation, besonders mit automatisch möglicher Erhöhungsfunktion, wenn das rausgeschmissene Geld wieder nicht für die völlig überzogenen Millionengehälter der selbsternannten "Stars" reicht.
Die Abzocke bei Haushalten und besonders Firmen, in denen es kein einziges Empfangsgerät gibt, ist. m.E. verfassungswidrig!
Und das Programm? )o:) Na ja... *Kotz, Rülps, Würg*
Die Privaten sind auch nicht besser, und besonders bei einigen Sendern nerven die Werbeeinblendungen wirklich (20min. Film, 10min. Werbung bis zum Erbrechen), aber........:
Die MUSS ich nicht bezahlen, und ich kann bei der Werbung selbst entscheiden, welche Produkte und damit welche Geldgeber ich unterstützen will- und wen nicht, z.B. bestimmte Gummibärchen oder Putenwurst mit Antipathie- Werbeträgern.

"weihrauch" hat es angedeutet:
Ich könnte mit diesem Fernsehen (ich meine nicht die GEZ!) auch leben, würde wenigstens eine bestimmte Anzahl von Sendungen bzw. Sendestunden/Woche oder /Monat klar konservative Meinungen erlauben und auch vertreten. So ist fast alles nur noch ein einziger linksgrüner political correctness- Einheitsbrei.

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#12 von kjschroeder , 18.01.2013 18:32

Zitat
Ich habe schon exakt DAMIT (mit dieser Frage) gerechnet! (o:)


Ich wußte doch, daß ich Ihnen mit der Frage einen Gefallen tue. ;-)

Zitat
Ich könnte mit diesem Fernsehen (ich meine nicht die GEZ!) auch leben


Ah, jetzt wird es klar. Okay. Ich denke aber, daß beides miteinander zusammenhängt. Müßten sich die Sender erfolgshonoriert finanzieren - also nach Abonnenten oder Werbung - hätte es mit dem agitatorischen Gedöns schnell ein Ende. Denn das Eine funktioniert nur durch das andere. Insofern wird man beides - Inhalt und GEZ - m.E. nicht voneinander trennen können.

Tipp: Schauen Sie mal in die Kommentare der Unterzeichner der Petition rein. Da geht es durchaus auch um die Ausrichtung. -> https://www.openpetition.de/petition/kom...medienkonzernen

Hier die eigentliche Petition - DIE MAN AUCH UNTERZEICHNEN KANN !! ;-) -> https://www.openpetition.de/petition/onl...medienkonzernen


Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 18.01.2013 | Top

RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#13 von Willik , 18.01.2013 18:37

Normalerweise dürfte es nur Bezahlfernsehen geben!
Es wird nur deshalb keine Abschaffung des ö-r. Grunzfunks geben, weil die Politik sonst auf einen Schlag Tausende von schwer bzw. gar nicht vermittelbaren Arbeitslosen zusätzlich an der Backe hätte. (:
Wo sollten die wohl alle unterkommen?

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RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#14 von Willik , 18.01.2013 19:33

"Kommentare der Unterzeichner der Petition"

Jaa, ich hab das mal überflogen, und da haben gleich etliche Leute gute Argumente und Beispiele gebracht.
Z.B. das mit den Zeitungsabos, die man dann irgendwann wohl auch bezahlen muß, nur weil man einen Briefkasten hat. Guter Vergleich, besonders weil man die Reklame aus dem Briefkasten auch direkt in die danebenstehende Papiertonne werfen kann und nicht verpflichtet ist, etwas davon zu kaufen bzw. dafür zu bezahlen, ähnlich wie beim Privatfernsehen, dessen Werbung ich auch völlig ignorieren kann, OHNE DAFÜR BEZAHLEN ZU MÜSSEN.
Außerdem gibt es noch den Sachverhalt der "Unverlangten Zusendung", BGB § 241a(1)
Der dürfte hier leider nicht greifen, da es sich bei der Abzockerbehörde wohl listigerweise nicht um einen "Unternehmer" im Sinne des § 241a(1) handelt.

Ein "Rechtsstaat" sieht für mich anders aus! ):

btw:
Wegen der beiden neuen Abkassiermodelle Haushaltsabgabe und EEG haben wir in der Firma für dieses Jahr Mehrkosten von mehreren Tausend €. Diese werden seit 1.1.2013 über höhere Preise und Frachtkosten konsequent an die Kunden weitergereicht. Dabei sind in beiden Fällen die zweifellos kommenden Erhöhungen nach der nächsten BTWahl bereits großzügig mit einberechnet.


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zuletzt bearbeitet 18.01.2013 | Top

RE: Haben sich ARD und ZDF überlebt?

#15 von Rocco-Müller , 02.02.2013 18:58

Zitat von kjschroeder im Beitrag #1
Meiner Meinung nach haben sich diese beiden Anstalten mit ihrem jetzigen Geschäftsmodell überlebt. Das zeigt auch die Diskussion um die neue Abgabe.

Meinungen dazu?

Gruß
Klaus

Zum dazu gehörigen Weblog-Eintrag.


Nun ja, besser als Tele5 und Co. sind ARD und ZDF aber in jedem Fall.

Auch im öffentlich rechtlichen Fernsehen wird zwar, im Interesse der Herrschenden, medial manipuliert aber dies zumindestens mit etwas Niveau.

Die Privaten bieten, mit wenigen Ausnahmen, hingegen nur Verdummung in Reinkultur.

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ARD und ZDF missbrauchen ihre Vormachtsstellung

#16 von weihrauch , 22.02.2013 14:13

Das gleichgeschaltete Staatsfernsehen ist konkurrenzlos - die Privaten sind politisch bereits auf ihre Linie eingeschwenkt.
Es wurde bereits mehrmals berichtet, daß sich die Zusammensetzung der Programmverantwortlichen zum größten Teil aus Anhängern der Grünen zusammensetzen.
Ein Werbeverein für die Grünen auf Kosten des Steuerzahlers.

Am Montag kann dies bereits als Bestätigung angesehen werden.
Im Ersten kommt der Film: "Geliebte Gegner" - Die Grünen und die Macht
Eine demonstrative Wahlwerbung zur Bundestagswahl - mit den GEZ-Zwanggebühren

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Manipulationen an der Tagesordnung

#17 von weihrauch , 17.04.2013 21:22

Bei den gutgläubigen BRD-Bürgern ist die ARD und das ZDF eine unerschütterliche Festung - so fest glauben sie an das Staatsfernsehen.
Doch vergangenen Freitag zeigte sich die öffentlich-rechtliche Nachrichtensendung, moderiert von Matthias Fornoff, von einer anderen Seite: Bei einer Stellungnahme von Ismail Erel, stellvertretender Chefredakteur der türkischen Tageszeitung "Sabah" (Europaausgabe), zum Streit um die Journalistenplätze beim NSU-Prozess, hat die Redaktion getrickst.
Erel hatte mit "Sabah" vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt, weil Medien aus der Türkei keinen Presseplatz für das Verfahren zugeteilt bekommen hatten. In "heute" kommentierte er gegen 19.02 Uhr stolz das Urteil, das türkischen Medien nun Präsenz zugestand: "Das ist nun mal für uns eine sehr, sehr positive Nachricht. Also nicht nur für uns, die ‘Sabah’ hat, glaube ich, für die ganzen türkischen Medien hier in Deutschland etwas bewirkt, nämlich dass die am Prozess teilnehmen können. Und das Bundesverfassungsgericht hat natürlich auch gesehen, dass hier eine Ungleichbehandlung stattfand."
Nur: Erel konnte den Richterspruch noch gar nicht kennen. Er fiel erst rund dreieinhalb Stunden nach der Aufzeichnung des Beitrags.

Den Transusen fällt es natürlich nicht auf - Jörg Schönenborn vom Quoten-WDR, der sich erst vor einigen Tagen bei Putin blamierte, erfand den richtigen Ausdruck für die GEZ:
DEMOKRATIEABGABE - anderes Wort für Enteignung.

http://www.stern.de/kultur/tv/bericht-zu...en-1997611.html

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RE: Manipulationen an der Tagesordnung

#18 von huhngesicht , 17.04.2013 21:38

Bei den gutgläubigen BRD-Bürgern ist die ARD und das ZDF eine unerschütterliche Festung - so fest glauben sie an das Staatsfernsehen.
Doch vergangenen Freitag zeigte sich die öffentlich-rechtliche Nachrichtensendung, moderiert von Matthias Fornoff, von einer anderen Seite: Bei einer Stellungnahme von Ismail Erel, stellvertretender Chefredakteur der türkischen Tageszeitung "Sabah" (Europaausgabe), zum Streit um die Journalistenplätze beim NSU-Prozess, hat die Redaktion getrickst.
Erel hatte mit "Sabah" vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt, weil Medien aus der Türkei keinen Presseplatz für das Verfahren zugeteilt bekommen hatten. In "heute" kommentierte er gegen 19.02 Uhr stolz das Urteil, das türkischen Medien nun Präsenz zugestand: "Das ist nun mal für uns eine sehr, sehr positive Nachricht. Also nicht nur für uns, die ‘Sabah’ hat, glaube ich, für die ganzen türkischen Medien hier in Deutschland etwas bewirkt, nämlich dass die am Prozess teilnehmen können. Und das Bundesverfassungsgericht hat natürlich auch gesehen, dass hier eine Ungleichbehandlung stattfand."
Nur: Erel konnte den Richterspruch noch gar nicht kennen. Er fiel erst rund dreieinhalb Stunden nach der Aufzeichnung des Beitrags.

Den Transusen fällt es natürlich nicht auf - Jörg Schönenborn vom Quoten-WDR, der sich erst vor einigen Tagen bei Putin blamierte, erfand den richtigen Ausdruck für die GEZ:
DEMOKRATIEABGABE - anderes Wort für Enteignung.

http://www.stern.de/kultur/tv/bericht-zu...en-1997611.html

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Hier das gleiche, an was genau stoeren sie sich? Man hat vorab ein Interview gefuehrt, welches unterschiedliche Moeglichkeiten abdeckte, damit man zeitnah berichten kann. Das ist nicht nur voellig normal, sondern auch naheliegend und sinnvoll.

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RE: Manipulationen an der Tagesordnung

#19 von weihrauch , 17.04.2013 21:44

Zitat von huhngesicht im Beitrag #18
Bei den gutgläubigen BRD-Bürgern ist die ARD und das ZDF eine unerschütterliche Festung - so fest glauben sie an das Staatsfernsehen.
Doch vergangenen Freitag zeigte sich die öffentlich-rechtliche Nachrichtensendung, moderiert von Matthias Fornoff, von einer anderen Seite: Bei einer Stellungnahme von Ismail Erel, stellvertretender Chefredakteur der türkischen Tageszeitung "Sabah" (Europaausgabe), zum Streit um die Journalistenplätze beim NSU-Prozess, hat die Redaktion getrickst.
Erel hatte mit "Sabah" vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt, weil Medien aus der Türkei keinen Presseplatz für das Verfahren zugeteilt bekommen hatten. In "heute" kommentierte er gegen 19.02 Uhr stolz das Urteil, das türkischen Medien nun Präsenz zugestand: "Das ist nun mal für uns eine sehr, sehr positive Nachricht. Also nicht nur für uns, die ‘Sabah’ hat, glaube ich, für die ganzen türkischen Medien hier in Deutschland etwas bewirkt, nämlich dass die am Prozess teilnehmen können. Und das Bundesverfassungsgericht hat natürlich auch gesehen, dass hier eine Ungleichbehandlung stattfand."
Nur: Erel konnte den Richterspruch noch gar nicht kennen. Er fiel erst rund dreieinhalb Stunden nach der Aufzeichnung des Beitrags.

Den Transusen fällt es natürlich nicht auf - Jörg Schönenborn vom Quoten-WDR, der sich erst vor einigen Tagen bei Putin blamierte, erfand den richtigen Ausdruck für die GEZ:
DEMOKRATIEABGABE - anderes Wort für Enteignung.

http://www.stern.de/kultur/tv/bericht-zu...en-1997611.html

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Hier das gleiche, an was genau stoeren sie sich? Man hat vorab ein Interview gefuehrt, welches unterschiedliche Moeglichkeiten abdeckte, damit man zeitnah berichten kann. Das ist nicht nur voellig normal, sondern auch naheliegend und sinnvoll.

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Weil ich mich bestätigt fühle, daß auf das Verfassungsgericht Druck ausgeübt wurde - von Seiten der Bundesregierung und vom Türkischen Staat.
Diese wurden bereits im Vorfeld informiert, was noch nicht amtlich war.
Tut mir leid - aber diesen Eindruck kabe ich.

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RE: Manipulationen an der Tagesordnung

#20 von huhngesicht , 17.04.2013 22:57

Weil ich mich bestätigt fühle, daß auf das Verfassungsgericht Druck ausgeübt wurde - von Seiten der Bundesregierung und vom Türkischen Staat.
Diese wurden bereits im Vorfeld informiert, was noch nicht amtlich war.
Tut mir leid - aber diesen Eindruck kabe ich.

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Das ist so verrueckt, dass ich tatsaechlich nicht mal erwog, dass Sie das meinen koennten. Das Verfassungsgericht ist ja gerade ein Korrektiv, welches nicht selten die Regierung massregelt. Weshalb sollte man so laecherlich unprofessionell handeln (selbst wenn das Verfassungsgericht sozusagen "korrupt" ist) eine Entscheidung sogar medial vorwegzunehmen? Eine Information im Vorfeld waere denkbar, aber das tangierte ja die Unvoreingenommenheit des Gerichtes nicht. Es waere dann nur unwharscheinlich, dass man das unfallartig medial veroeffentlichte. Dafuer gab es ja ueberhaupt keinen Grund.

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RE: Manipulationen an der Tagesordnung

#21 von JoG , 17.04.2013 23:16

Ich denke, Sie haben da recht. Das Gericht hat sich dem Druck eines anderen Verfassungsorgans wieder gebeugt. Das ist hier aber nicht ungewöhnlich und sicherlich mit nur geringer Spitzfindigkeit leicht zu begründen. Es ist, geben wir es zu, der freiheitliche Rechtsstaat wie wir ihn kennen. Aber er ist der beste, den Deutschlands Kultur bisher konnte.

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RE: Manipulationen an der Tagesordnung

#22 von Willik , 17.04.2013 23:50

s.a.: "Unabhängigkeit der Justiz?" (:

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RE: Manipulationen an der Tagesordnung

#23 von JoG , 18.04.2013 00:59

Hätten sich die zwei Anstalltwn nur überlebt, wären sie nicht unbedingt schädlich, wie sie es nunmal sind. Sie dienen aber der kleinen sozio-ökonomischen Gruppe der öffentlich Bediensteten als sehr effektive Propagandamaschine. Die sich verstärkende Berichtung einseitiger Euro sichert den Frieden und die Wirtschaft ist ein krasses Beispiel dessen. Die Berichte sind voller Fehler, etwa zu den Kosten der Absicherung bei schwankenden Wechselkursen ohne Nennung des Problems fehlender Flexibilitäten.... Es ist wirklich schlimm, weil nicht einmal der Schimmer einer Hoffnung sein kann, dass Normalo solche Unwahrheiten erkennen könnte. Die glauben das dann. Wenn sie dann wählen, tun sie das auf Grund manipulierter Informationen, die bspw wie gerade in WDR der Interviewer in pro Euro Schlagworten zusammenfasst.

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RE: Manipulationen an der Tagesordnung

#24 von weihrauch , 18.04.2013 15:32

Zitat von JoG im Beitrag #21
Ich denke, Sie haben da recht. Das Gericht hat sich dem Druck eines anderen Verfassungsorgans wieder gebeugt. Das ist hier aber nicht ungewöhnlich und sicherlich mit nur geringer Spitzfindigkeit leicht zu begründen. Es ist, geben wir es zu, der freiheitliche Rechtsstaat wie wir ihn kennen. Aber er ist der beste, den Deutschlands Kultur bisher konnte.


Ich erwähne nur die erneute Zustimmung zum Zypernrettungspaket - GANZ IM SINNE DES STAATES

Selbst Schäffler (FDP) sprach vom Rechtsbruch

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-...ba167588.0.html


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SPD Finanzierung durch den Gebührenzahler?

#25 von weihrauch , 26.05.2013 00:59

So kann man die Parteien durch die Hintertür auch finanzieren:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....altung-der-spd/

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