Weiße Milch und schwarze Menschen in Deutschland

#1 von Hannelore Mohringer , 02.09.2015 10:38

Weiße Milch und schwarze Menschen in Deutschland

Beide Themen haben eine gemeinsame Wurzel: Die EU. Die verordnete einst die „Milchquote“, die den Ruin unzähliger bäuerlicher Betriebe in Deutschland bedeutete und industrialisierte landwirtschaftliche Großbetriebe erzwang: Die alte kommunistische Kolchose war wieder da, die vor Zeiten in Rußland auf mörderische Art und Weise erzwungen worden war, in der DDR auf offensichtlich unblutige Weise zwangseingeführt wurde und im EU-Deutschland wie in der DDR zum Massensterben bäuerlicher Kleinbetriebe führte, die allenfalls im Nebenerwerb weitergeführt wurden – mit der Folge des Verlustes der Ernährungsgrundlage.

Unter dem Stichwort Kolchose fand ich bei Google diese Überschrift von ZEIT ONLINE vom 01.02.2010 um 11:15. Zitat:
„Enteignung von Bauern Stalins Jahrhundertverbrechen
Vor 80 Jahren ordnete der sowjetische Diktator Stalin die Enteignung und Deportation der "Kulaken" an. Es folgte eine Hungersnot, die bis zu 15 Millionen Menschen tötete. von Hellmuth Vensky“ Zitatende

Nun wird die Quote wieder abgeschafft, und die Bauern werden dem internationalen Preiswettbewerb ausgesetzt, sollen Milchpreise akzeptieren, mit denen sie Ihre Großbetriebe nicht weiterführen können. Das zweite deutsche Bauernsterben?

Ich komme zum zweiten SÜDKURIER-Thema auf der 1. Seite der heutigen Ausgabe: „Rassismus“! Der arme bayrische Innenminister „Joachim Herrmann hat es verpatzt“, schreibt Uli Fricker. Er hat nämlich „Reaktionen aus der stets nervösen Netzgemeinde“ ausgelöst, die damit „den beliebten Fäkaliensturm (an)rührt“, indem er einen in der Unterhaltungsbranche bekannten - wie soll ich sagen – Nichtweißen als einen „wunderbaren Neger“ bezeichnet hat. Aber Herr Fricker tritt den Fäkaliensturm-Anrührern entschieden entgegen; denn dort, wo der Innenminister herkommt, nämlich in Bayern, werden die Flüchtlinge anständig untergebracht. „Das ist der Unterschied zwischen Worten und Wohnen.“, schreibt er. Da haben Sie’s, die Fäkalienanrührer!

Ach so: Was hat das mit der EU zu tun? Na, mit Schengen natürlich, den offenen Landesgrenzen und der damit betriebenen Flüchtlings- (ich sage nicht „Schwemme“, sondern) Politik und den vielen verbotenen Worten, die, offen, also, ohne sich hinter Anonymität zu verstecken, erschreckenderweise immer mehr Deutsche verwenden. Wo soll das nur hinführen?

Das ist die Frage!

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Die Bundesregierung destabilisiert Europa

#2 von kjschroeder , 02.09.2015 18:05

Ich muß sagen, die ganze Art und Weise, wie hier in der deutschen Öffentlichkeit Themen diskutiert werden, macht mich fassungslos. Und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll.

Vielleicht mit der Geschichte?

Ich bin aufgewachsen und sozialisiert worden mit dem Wissen, daß es keine deutschen Sonderwege mehr geben soll. Dies als eine Lehre aus der Geschichte. Eine von etlichen, aber eben eine. Deswegen auch die Veranstaltung namens EWG, später EG, jetzt EU. Hat 40 Jahre lang funktioniert, solange es sich um ein "Europa der Vaterländer" (De Gaulle) handelte.

Und warum möge Deutschland keine Sonderwege mehr gehen? Da bekam ich nie eine richtig klare Antwort, sondern immr nur Hinweise wie die auf die Nazi-Zeit, etc. Fündig wurde ich dann in ausländischen, aber auch einigen deutschen, Quellen, wo es dann, nein, nicht anders, aber präziser stand: Die deutschen politischen Eliten können es nicht. Schlicht und simpel. Begründung: die deutsche Geschichte. Die Romantik mit den einhergehenden visionären Träumereien. Der Nationalismus mit der damit einhergehenden Überhebung. Ein Minderwertigkeitskomplex, der nach fortwährender Widerlegung zur Selbstvergewisserung verlangt.

Nun hat Frau Merkel in ihrer Regierungszeit gleich drei Sonderwege hingelegt:

1. Die Banken- und danach Griechenland-"Rettung", bei der sie gegen den Widerstand vieler mit ihrer Austeritäts-Politik Banken rausgehauen hat statt sie pleite gehen lassen wie in jeder Marktwirtschaft (was auch dem griechischen Staat und vor allem den Griechen selebst besser getan hätte). Das Ergebnis dieser "Rettung" läßt sich heute bestaunen, und es ist ja längst nicht vorbei.
2. Die "Energiewende" ohne Absprache mit den europäischen Nachbarn,
3. Die Asyalpolitik. Oder besser: Völkerwanderungspolitik.

Wenn ich Brotkrumen auf den Marktplatz werfe, um einen Tag später zu beteuern: "Hey, die Tauben habe ich nicht bestellt!" - wer würde mir das glauben? Jeder würde mir einen Vogel zeigen - zurecht. Denn man erntet, was man sät.

Kein Land in Europa stattet Asylbewerber derart großzügig mit Sozialleistungten aus, läßt abgwiesene im Land, läßt sich mit der Bearbeitung so viel Zeit. Aber dann die Übrraschten spielen - och, DAS haben wir jetzt aber nicht gewußt! Das haben wir aber nicht bestellt! Und dann noch so plötzlich!

Nein, ist es nicht. Fünf Jahre Zeit hatte man sich drauf einzustellen. Es war ja auch bekannt, daß Ghaddafi die EU mit dem Hinweis erpreßt hatte, ansonsten Migrantenströme zu schicken, wenn man ihn aus dem Amt jagen wolle.

Und man komme mir nicht mit Humanität und Würde, wo es um die Imagepflege unserer Politiker im Ausland geht!

Denn wenn hier die Alten im Abfall wühlen, ist in Berlin nicht von Würde die Rede. Auch nicht, wenn Hartzler depressiv werden und sich umbringen - da gibt es noch nicht mal eine Statistik darüber, kein Interesse, nichts. Würde? Ha!

Derweilen erweist sich die EU als Dauerversager. Kein Wunder: Im Europa der Vaterländer hätte es das nicht gegeben, aber das wollen unsere Eliten ja nicht mehr. Mehr noch: Die EU nahm sich die Freiheit den Begriff Flüctling zu definieren. Und das hat nun mit der landläufigen Vorstellung nicht mehr viel zu tun. Läßt sich hier und hier (EU-Dokumente) nachlesen. Flüchtling in der EU-Denke ist schon jemand mit einem leeren Portemonnaie und dem Gefühl, irgendwie diskriminiert oder verfolgt zu sein. Was bedeutet, daß die echten Flüchtling mit den gefühlten auf eine Stufe gestellt werden.

David Cameron hat völlig recht, wenn er das Verhältnis der Briten zur EU und die EU selbst auf den Prüfstand stellen und neu aushandeln will.

Und während um uns herum immr mehr Staaten die Schotten immer dichter machen - eben, weil sie wissen, daß nur ein Europa der Vaterländer funktioniert - glauben sie in Berlin noch an das Große Reich (oder wie soll man die EU sonst nennen?). Und wer da jetzt bei der Einwanderungswelle nicht mitmacht, nun, Frau Merkel will die Folterwerkzeuge, wie sie in ihrem Sommerinterview sagte, noch nicht zeigen. Das läßt Schlimmes ahnen.

Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn der häßliche Deutsche wieder Realität wird. Der Visionen hinterherjagt statt sich mit Realitäten in Gänze uind nicht nur ausschnitthaft zu beschäftigen. Der gerne die Kavallerie schickt, wenn andere nicht spuren. Der zur Selbstvergewisserung immr Weltmeister sein will - Fußball, Energie"wende", jetzt offenbar Einwanderung.

Nebenbei: Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht, daß diese Art der Einwanderung auch gesteuert werden könnte? Als Waffe zur Destabiliserung? Ich meine, wer nimmt denn die Menschen auf - und vor allem: wer NICHT in den arabischen Ländern?

Aber Hauptsache, unsere Eliten fühlen sich wohl und gut, sie müssen es ja nicht bezahlen.

Und wer da nicht mitmachen will und sich auch durch die auf vollen Touren laufende Rotlichtbestrahlung der TV-Sender nicht beeindrucken läßt, wird halt als Nazi weggemobbt: Er lebt immer noch, der Geist der Normannenstraße.

Womit ich - und den Aspekt will ich noch loswerden - beim Osten wäre. Bei den "Ossis". Die ja angeblich ein Problem hätten: Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und was die Phrasengießkanne noch so hergibt. In diese Kerbe haut auch ein ansonsten von mir gern gelesener "WELT"-Autor, nämlich Thomas Schmidt, wenn er singemäß dies so schreibt.

Und er irrt. Denn was alle komischerweise bei dieser Ossi-Wessi-Asyl-Diskussion vergessen, ignorieren oder verdrängen - das ist die radikale Änderung im islamischen Wertesystem nach Ankunft Khomeinis 1979 aus dem Pariser Exil in Teheran. Vorher sah man in Ägypten Mini-Röcke. Bikinis. Man konnte dort so baden wie hier. Und jetzt? Westliche Werte werden nicht nur abgelehnt, sie werden bekämpft!

Die Gastarbeiter (und auch Flüchtlinge!), die in den 60ern und 70ern damals hier ankamen, waren nicht antiwestlich. Egal, woher sie kamen. Und deswegen hatte das hier auch geklappt. Wovon JETZT auch nicht mehr die Rede sein kann; wir sollten uns da nicht in Ossis und Wessis auseinander dividieren lassen.

Wir sollten diese Bundesregierung bei der nächsten Wahl von ihren Aufgaben entbinden. Und ich fürchte, wir werden uns auch in neuen Parteien organisieren müssen. Weil die bestehenden mehr und mehr zu Sekten in Parallelwelten mutieren - mit entsprechendem Mitgliederverlust. Die SPD hatte zu Brandts Zeiten eine Million Mitglieder (im Kaiserreich waren es auch schon mal zwei) - und heute kommen ALLE Bundestagsparteien auf ZUSAMMEN eine Million.

Volkspartei ist was anderes.
Und dann: Glaubt irgendjemand an die Reformfähigkeit dieser Parteien? Bei der Verbissenheit?

Wie gesagt: Mich macht das nur noch fassungslos.

Gruß
Klaus


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RE: Fassungslos

#3 von Hannelore Mohringer , 02.09.2015 20:02

Da geht es Ihrer Generation, lieber Klaus, nicht anders als es meiner gegangen ist, als plötzlich nichts mehr von dem galt, an das sie geglaubt hatte! Wir müssen uns abgewöhnen, an das zu glauben, was uns vorgegeben wird, und den Glauben an das Gute und Schöne im Herzen bewahren und soviel davon zu verwirklichen suchen, wie das möglich ist - zunächst im privaten Kreis und darüberhinaus, wer das kann, durch unerschrockenes Reden über das, was mindestens sein müßte und weswegen. Es in der Politik zu versuchen, ist mit dem ersten Kompromiß im Grundsätzlichen zum Scheitern verurteilt. Dann nämlich ist es nicht mehr weit zur Fassungslosigkeit über das am Ende eintretende Ergebnis, an dem man dann auch noch mitschuldig is; und ohne Kompromißbereitschaft wird jeder in der Politik, der nicht rechtzeitig aufhört, zerrieben, moralisch und finanziell.

HM

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#4 von kjschroeder , 03.09.2015 13:16

Zitat
Da geht es Ihrer Generation, lieber Klaus, nicht anders als es meiner gegangen ist, als plötzlich nichts mehr von dem galt, an das sie geglaubt hatte!



Da gibt es aber einen wesentlichen Unterschied: Ich kann im Gegensatz zu Ihrer Generation mehr denn je an das glauben, womit ich aufgewachsen bin. EWG und EG, Städtepartnerschaften wie auch das "Europa der Vaterländer" werden mehr und mehr zu Leuchttürmen, an die zu orientieren angesichts der immr deutlicher sichtbaren Fehlentwicklung Europas sich lohnt.

Und es lohnt sich auch gerade jetzt die historische Erinnerung daran, daß deutsche politsche Eliten es nicht können. Weil sie zum Extremen neigen. Zum Ausrasten. Und wie man dieser Tage sieht, auch zur Hysterie. Zum unnachgiebigen Verfolgen einer Sache um ihres Prinzips willen. Der Alliierten-Vorbehalt, der deutschen Zentralismus schlicht verboten hatte, hatte schon seinen Grund. Und wir können es ja alle sehen: Kaum ist das Land wieder souverän, und kaum hat die politische Klasse ihre ersten Gehversuche im Strampelhöschen auf souveränem Boden hinter sich - schon muckt sie wieder rum, bringt Unruhe in die Bevölkerung, ja sogar in ganz Europa.

Mit einem Bundespräsident, der seine vornehmste Aufgabe darin zu sehen scheint, das Ausland zu schulmeistern. Und einer Kanzlerin, die außer Kuschelphrasen nichts richtig in die Reihe kriegt. Aber "durchregieren" (Merkel) - das wollen sie alle.

Der ungarische Regierungschef Orban sieht die Ursache der Flüchtlingskrise nicht in Europa, sondern in Deutschland, wie hier in der "Welt" zu lesen. Was immer man von seiner Politik und seinem Regierungsstil halten mag - wo er recht hat, hat er recht. Oder kennen Sie oder noch jemand hier ein Land, das in acht oder neun Sprachen Einheimische zur Flucht aus ihren jeweiligen Ländern aufruft?

Diese politische Klasse in Deutschland begeht soeben den schwersten Fehler seit dem Zweiten Weltkrieg. Wofür lohnt es sich eigentlich noch zu arbeiten?

Gruß
Klaus


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Gefälschte syrische Pässe

#5 von kjschroeder , 03.09.2015 13:40

Seit Mai 2015 in der Schweiz durch den SRF bekannt: Es gibt einen regen Handel mit syrischen Pässen - gefälschten und echten.

Jetzt läßt sich die frohe Kunde wohl auch in Deutschland nicht länger verschweigen und macht als vermeintliche Neuigkeit langsam die Runde:

- MDR vom 03. September
- "Finanznachrichten" vom 02. September
- "Focus" vom 26. August - immerhin ein BISSCHEN schneller

Gruß
Klaus


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RE: Fassungslos

#6 von Thomas Gaertner , 03.09.2015 18:30

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #3

Es in der Politik zu versuchen, ist mit dem ersten Kompromiß im Grundsätzlichen zum Scheitern verurteilt.
HM


nein, man ist keineswes zum Scheitern verurteilt. Nebenbei: wer wäre denn da der Richter?

Politik ist ohne Kompromiß nicht möglich, jedenfalls keine demokratische.
Und über das "Grundsätzliche" entscheidet nun mal nicht immer und überall
Frau Mohringer - wie sie es wohl gern hätte.
In der Demokratie entscheidet die Mehrheit.
Und eine bessere Regierungsform sehe ich weit und breit nicht.

Thomas Gärtner


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RE: Fassungslos

#7 von kjschroeder , 03.09.2015 18:44

Zitat
Politik ist ohne Kompromiß nicht möglich, jedenfalls keine demokratische.



Das ist falsch. In einem Zweiparteien-System ist eine demokratische Politik sehr wohl möglich. Eigentlich NUR dort.

Gruß
Klaus


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RE: "Fassungslos"

#8 von Hannelore Mohringer , 03.09.2015 18:56

Lieber Klaus,
stimmt im großen und ganzen alles, bis auf das:

Zitat:
"Die Bundesregierung destabilisiert Europa
#4 von kjschroeder , Heute 13:16

HM:
Da geht es Ihrer Generation, lieber Klaus, nicht anders als es meiner gegangen ist, als plötzlich nichts mehr von dem galt, an das sie geglaubt hatte!

Klaus:
Da gibt es aber einen wesentlichen Unterschied: Ich kann im Gegensatz zu Ihrer Generation mehr denn je an das glauben, womit ich aufgewachsen bin. EWG und EG, Städtepartnerschaften wie auch das "Europa der Vaterländer" werden mehr und mehr zu Leuchttürmen, an die zu orientieren angesichts der immr deutlicher sichtbaren Fehlentwicklung Europas sich lohnt."

Zwischenruf HM:
Ich kann aus Ihren Stellungsnahmen nur schätzen, wie alt Sie sind und gehe 'mal von Ende 50 Anfang 60 aus, also von der Generation, die in den Siebzigern in der Pubertät war und darum besonders tief geprägt worden ist. Wenn das zutrifft, kommen wir erst dann auf einer gemeinsamen Diskussions-Grundlage zusammen, wenn Ihre "Leuchttürme" ihren Fokus auf die Vaterländer richten: EWG war in Ordnung, nämlich die Vertragsgemeinschaft souveräner Länder etwa gleichen kulturellen und wirtschaftlichen Niveaus. Aber das war nur der Köder. Was dann folgte bis hierhin, ist -zumindest von den Kommunisten- immer das Ziel gewesen, das auch deutlich erkennbar war: Zerstörung von Moral und Ordnung, auf das eine neue "Ordnung" unter einer marxistischen Weltherrschaft errichtet werden kann.

Ich will dem Club of Rome idealistische Wünsche nicht absprechen. Aber, die hat Ralf Dahrendorf längst ins Reich der Träume verwiesen mit dem Satz, den er weiterzugeben, mich autorisiert hatte: "Die Sachlogik von Walter Hallstein, am Ende der Wirtschaftsunion stehe automatisch der europäische Bundesstaat, ist die Ursache der Fehlentwicklung." Und "Sogar die Frage des Föderalismus stellt sich zunächst nicht. Gelegentlich ist eine Koalition der Willigen besser als der kleinste gemeinsame supranationale Nenner." - In der Ausgabe der "Neue Zürcher Zeitung" vom 2. Juli 2008 steht Ralf Dahrendorfs Artikel "Versuch einer vorsichtigen Deutung", den ich zusammengefaßt und das Verfaßte im damaligen FDP-Forum veröffentlicht habe mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Verfassers: " 13.09.2008 ..eine bessere Interpretation hätte ich schwerlich finden können. Vielen Dank!"

Weiter im Text von Klaus:
"Und es lohnt sich auch gerade jetzt die historische Erinnerung daran, daß deutsche politsche Eliten es nicht können. Weil sie zum Extremen neigen. Zum Ausrasten. Und wie man dieser Tage sieht, auch zur Hysterie. Zum unnachgiebigen Verfolgen einer Sache um ihres Prinzips willen. Der Alliierten-Vorbehalt, der deutschen Zentralismus schlicht verboten hatte, hatte schon seinen Grund."

Zwischenruf:
Jetzt bin ich erst einmal fassungslos! Gehen Sie wirklich davon aus, daß die "Alliierten" etwas anderes verfolgen als unserem Staat, dem der Deutschen, endlich den Garaus zu machen - für immer und ewig, egal, was damit an europäischer Kultur verschwindet: Der ewige Klassenbeste muß weg. Das hat übrigens schon Lenin gewußt: Solange Deutschland nicht kommunistisch ist, hat die Internationale nicht gesiegt.

Klaus weiter im Text:
"Und wir können es ja alle sehen: Kaum ist das Land wieder souverän, und kaum hat die politische Klasse ihre ersten Gehversuche im Strampelhöschen auf souveränem Boden hinter sich - schon muckt sie wieder rum, bringt Unruhe in die Bevölkerung, ja sogar in ganz Europa." Zitatende

HM:
Sehen Sie nicht, daß wir ein Regime haben, das sich in der Hand der Alliierten befindet und alles andere tut, als zu "mucken"? Spätestens mit der formellen Übertragung der Verfügungsgewalt über unseren Staatshaushalt an Brüssel zum Einsatz der deutschen "Rettungsschirm"-Gelder, ist dieser Umstand doch sogar offiziell bestätigt: Die Abgabe der Verfügungsgewalt über den Haushaltsetat nach Brüssel!

Sehen Sie nicht, daß die Einführung der Gemeinschaftswährung ein Erpressungsakt war: Ohne Euro keine "Wiedervereinigung". Ich habe entsprechende Sätze von Helmut Schmidt hier oft genug zitiert.

Sehen Sie nicht die Bemühungen und das Faktenschaffen der USA für einen militärischen Einsatz auf europäischem Boden gegen Rußland unter dem Ukraine-Vorwand?

Und die Flüchtlingsströme nach Europa, hauptsächlich Deutschland, ausgelöst durch amerikanische Kriege in Vorderasien?

Und da fürchten Sie sich vor einem deutschen Zentralismus, dieses in zwei Kriegen auf einen kleinen Rest zusammengestutzten Landes, das trotzdem ganz Europa ernährt? Und Sie erkennen immer noch nicht, daß Sie als Heranwachsender ideologisch auf das Ende der abendländischen Kultur vorbereitet wurden!

Hannelore Mohringer

PS Der mir in Kindheit und Jugend anerezogene falsche Glaube war der, fraglos einem Idol zu folgen. Das bekannte mörderische Ergebnis hat meiner Generation gezeigt, wohin das führt. Ich fürchte, Ihrer Generation und damit uns allen und unseren Enkeln steht dergleichen noch bevor.

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RE: "Fassungslos"

#9 von kjschroeder , 03.09.2015 20:37

Zitat
Wenn das zutrifft, kommen wir erst dann auf einer gemeinsamen Diskussions-Grundlage zusammen, wenn Ihre "Leuchttürme" ihren Fokus auf die Vaterländer richten: EWG war in Ordnung,



Nichts anderes schrieb ich. De Gaulle hatte diese Meinung vom "Europa der Vaterländer" vertreten, das hat funktioniert, und daran glaube ich bkis heute. Eben weil es funktionierte. Ob das nun ein Köder war oder nicht ist da irrelevant (wenngleich ich Ihnen in dem Punkt zustimme: Es war der Köder. Aber wie gesagt: der funktionierte.

Zitat
"Die Sachlogik von Walter Hallstein, am Ende der Wirtschaftsunion stehe automatisch der europäische Bundesstaat, ist die Ursache der Fehlentwicklung."



Dahrendorf stimme ich nicht immer zu, aber meistens. Hier auch.

Zitat
Gehen Sie wirklich davon aus, daß die "Alliierten" etwas anderes verfolgen als unserem Staat, dem der Deutschen, endlich den Garaus zu machen - für immer und ewig



Das ist die Art schlimmr Verschwörungstheorie, wo ich normalerweise mit der Maus auf eine andere Webadresse klicke. Also:

Hätten die Amerikaner das gewollt, wäre 1945/46 die beste Gelegenheit gewesen. Haben sie das? Sie haben nicht. Die nächste Gelegenheit wäre 1989/90 gewesen. Wer hat die Einheit unterstützt? Frau Thatcher? Die wollte das nicht. Aber sie hatte wenigstens den Mumm, es offen zu sagen. Mitterrand? Der wollte das genausowenig, aber er hatte nicht den Mumm und hat daher hintenrum getrickst: Währungsunion. "Versailles sans guerre" - Sie kennen die Schlagzeile, nehme ich an.
Bleiben die beiden anderen: Gobatschow und Bush senior. Sie glauben ernsthaft, Gorbatschow hätte gegen den (tatsächlich nicht existierenden) Widerstand der Amerikaner die Vereinigung durchgedrückt? Sie werden schwerwiegende Probleme kriegen, diese Sichtweise mit den Fakten in Einklang zu bringen.

Und mal generell: Wie stellen Sie sich das heute vor? Die "Reffjudschiis", die alle "Deutschland! Deutschland!" schreien, sind alle von der CIA vorher gehirngewaschen worden? Wo die Amis ja auch einen so tollen Ruf dort haben? Ach, liebe Frau Mohringer, ich hoffe, Sie erwarten nicht, daß ich sowas ernstnehme.

Und dasselbe gilt auch für Ihre Sichtweise, wonach wir uns "in der Hand der Alliierten" befänden. Das ist grober Unfug. Wenn unsere Politiker irgendjemandem in den Hintern kriechen, dann wegen ihres Mangels an Standing und Vorstellungen über die Zukunft (machen Sie iunfach die Probe aufs Exdempel und fragen Ihren Wahlkreisabgeordneten, wie er (oder sie) sich Deutschland in 20 Jahren vorstellt und welche Prioritäten er dafür setzt. Ganz konkret inkl. Verschuldung, Infrastruktur, "Gender", EU, etc.etc. Und dann genießen Sie die heiße Luft als Antwort. Ist er ehrlich, wird er Ihnen sagen, daß er keine Vorstellung davon hat und nicht darauf zuarbeitet. Weil: In so langen Kategorien wird dort nicht gedacht. Eben das ist es: Planlosigkeit). Und wenn Sie schon glauben, wir seien fremdgesteuert, dann würde ich meine Aufmerksamkeit auf die Investitionen islamischer Staaten und Staatsfonds hierzulande richten - da kommt einiges zusammmen -, und auf die devote Art und Weise, wie sich Gabriel in Teheran aufgeführt hat.

Zitat
Und Sie erkennen immer noch nicht, daß Sie als Heranwachsender ideologisch auf das Ende der abendländischen Kultur vorbereitet wurden!



Also nach Ihrer Meinung werde ich von den Amerikanern durch ihre deutschen Handlanger auf dieses Ende vorbereitet. Weil die Amerikaner ja auch sich ihre eigenen Wirtschaftsmärkte gern kaputtmachen? Oder weil sie Rußland Europa so gern überlassen?

Das ist so abenteuerlich - und natürlich ohne den Hauch eines irgendwie gearteten Beleges dafür - nein, sorry.

Was wir hier im Moment erleben, ist hausgemacht. Es ist die Bundesregierung, die den Reffjudschiis solche Soizialleistungen verspricht. Deswegen und wegen der langen Bearbeitungszeiten wollen sie ja hierher - und nach Schweden. Was mich zum nächsten Punkt führt: Auch in anderen Beiträgen von Ihnen sehe ich eine stark deutschzentrierte Sichtweise in der Analyse. Was aber zu ausschnitthaften Wahrnehmungen führt. Womit ich nicht behaupten will, daß meine vollständig sei. Aber sie basiert jedenfalls auf offenbar breiterem Faktenwissen. Deswegen sei nochmal darauf hingewiesen, daß nicht nur Deutschland von diesem Problem betroffen ist. Zwar zahlenmäßig am stärksten. Aber noch nicht mal das, wenn es um Reffjudschiis pro 100.000 Einwohner geht. Da liegt nämlich Schweden vorn. Auch unter der Fuchtel der Amis? Als Nicht-NATO-Mitglied?

Es gibt den schönen Satz vom deutschen Studienrat, der - hochgebildet und gut situiert - es 1945/46 nicht verwinden konnte, von einem kaugummikauenden Neger aus Alabama Moral, Anstand und Ethik beigebracht zu bekommen. An dieser psychologischen Demütigung hatte die bürgerliche deutsche Intelligenzia damals offenbar schwer zu knabbern. Denn damals und in diesen Kreisen entstand auch der Anti-Amerikanismus von rechts. Darüber sollte man sich auch im Klaren sein.

Und was das Ende der abendländischen Kultur angeht: Genau das befürchte ich auf längere Sicht auch. Aber nicht gewollt von irgendwelchen finsteren schwurbelnden Mächten. Sondern von den eigenen Leuten. Leute, die Namen haben, und die jeder kennt.

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 03.09.2015 | Top

Ein Minister hat ein Lernerlebnis

#10 von kjschroeder , 03.09.2015 21:15

Thomas de Maizière (Spitzname: Bundesmisere) in action:

Zugleich warnte de Maizière, dass die Integration der neu ankommenden Flüchtlinge schwierig werden könne. Derzeit lebten in Deutschland etwa vier Millionen Muslime vor allem mit türkischem Migrationshintergrund, sagte er der Wochenzeitung weiter. "Jetzt werden wir Hunderttausende arabisch geprägte Muslime bekommen, und das ist, nach allem, was mir mein französischer Kollege sagt, ein erheblicher Unterschied in Sachen Integration."
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/politik/debat...ndern-1.2631546

Na sowas aber auch! Was für eine Neuigkeit! Das merkt der gute Mann erst JETZT? Und er benötigt für dieses Wissen einen französischen Amtskollegen? Das ist seit 30 Jahren Jedem bekannt, der Kontakte zum Realleben pflegt, mal in eine Kneipe geht oder sich abends auf der Straße aufhält oder in bestimmten Stadtteilen!

Sehen Sie, Frau Mohringer, das ist es, was ich mit der Realitätsblindheit und Ahnungslosigkeit unserer politischen Eliten meinte. Und u.a. das ist es auch, was mich so fassungslos macht. Solchen Leuten hätte man früher wegen Inkompetenz noch nicht mal Macht über eine Telefonzelle gegeben. Dieses Getüttel ist unglaublich!

Gruß
Klaus

PS: Sie schienen in einem Beitrag irgendwo hier im Forum überrascht zu sein, daß "Pegida" noch existiert. Daher ein kleiner Hinweis: Pegida hat den Webauftritt bei Facebook. Da muß man aber nicht angemeldet sein, um das Wesentliche lesen zu können. Hier geht's hin: https://www.facebook.com/pegidaevdresden


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zuletzt bearbeitet 03.09.2015 | Top

RE: Fassungslos

#11 von Hannelore Mohringer , 04.09.2015 01:50

Klaus:
Das ist die Art schlimmr Verschwörungstheorie, wo ich normalerweise mit der Maus auf eine andere Webadresse klicke. Also:
HM:
1. Ich habe nicht allein von den "Amerikanern" gesprochen, sondern von den Alliierten, die uns den Garaus machen wollen. Beim ersten Weltkrieg war es die Entente mit denselben Protagonisten, und bevor ich jetzt den ganzen historischen Zusammenhang bemühe, verweise ich einfach auf das Buch "Die Schlafwandler, das Sie offensichtlich nicht gelesen haben; sonst hätten Sie mir nicht Verschwörungstheorie vorgeworfen.
Klaus:
Hätten die Amerikaner das gewollt, wäre 1945/46 die beste Gelegenheit gewesen.
HM:
2. Da kam ihnen, und ich meine wieder die Alliierten, der - im übrigen vorauszusehende - Konflikt mit den Russen dazwischen, und sie brauchten die Deutschen für den Kalten Krieg, der Gott sei Dank im "Gleichgewicht des Schreckens" kein heißer wurde .
Klaus:
Haben sie das? Sie haben nicht. (HM: siehe oben) Die nächste Gelegenheit wäre 1989/90 gewesen.
HM:
3. Das hätte sich a) vor aller Welt schlecht gemacht (und ich meine wieder die Alliierten); und b) haben sie, die Alliierten, aus der Not eine Tugend gemacht, und uns erpreßt: Ohne Verzicht auf die DMark keine Wiedervereinigung! Sie, Klaus, sagen es selbst: .... "Versailles sans guerre" - Sie kennen die Schlagzeile, nehme ich an. HM: und ob!
Klaus:
Bleiben die beiden anderen: Gobatschow und Bush senior. Sie glauben ernsthaft, Gorbatschow hätte gegen den (tatsächlich nicht existierenden) Widerstand der Amerikaner die Vereinigung durchgedrückt? Sie werden schwerwiegende Probleme kriegen, diese Sichtweise mit den Fakten in Einklang zu bringen.
HM:
4. Mitnichten! Gorbatschow war Realist. Er wußte, daß die DDR und der ganze rote Staatenblock wirtschaftlich am Ende war und hat der Sowjetunion einen guten Abgang verschafft.
Klaus:
Und mal generell: Wie stellen Sie sich das heute vor? Die "Reffjudschiis", die alle "Deutschland! Deutschland!" schreien, sind alle von der CIA vorher gehirngewaschen worden? Wo die Amis ja auch einen so tollen Ruf dort haben? Ach, liebe Frau Mohringer, ich hoffe, Sie erwarten nicht, daß ich sowas ernstnehme.
HM:
5. Wer sind die Reffjudschiis? Ich nehme an, die Flüchtlinge: Die sind angelockt von grünroter Politik, weil Kommunismus arme Leute im Land braucht, um gewählt zu werden.
Klaus:
"..........................................
Also nach Ihrer Meinung werde ich von den Amerikanern durch ihre deutschen Handlanger auf dieses Ende vorbereitet. Weil die Amerikaner ja auch sich ihre eigenen Wirtschaftsmärkte gern kaputtmachen? Oder weil sie Rußland Europa so gern überlassen?

Das ist so abenteuerlich - und natürlich ohne den Hauch eines irgendwie gearteten Beleges dafür - nein, sorry."
HM:
6. Was Sie da schreiben, ist abenteuerlich. Ich bin davon ausgegangen - worauf Sie nicht eingegangen sind -, daß Sie in den siebziger Jahren ein Teenager waren. Belege? Hier sind die Hinweise darauf: In diesen Jahren sind auf der ganzen Welt die Jugendlichen ausgeflippt als Blumenkinder und - mit recht - Empörte über den amerikanischen Vietnamkrieg. Es wurde in aller (westlichen) Welt gegen die Eltern agitiert (in England sangen die Beatles "She is leaving home") In Deutschland haben die Kommunisten aus der DDR - mit geistiger Schützenhilfe der Emigranten der Frankfurter Schule von Amerika aus - eine Revolution angezettelt und die -in der Hauptsache- Studenten in Westdeutschland gegen ihre "Nazi-Eltern" aufgehetzt (Sstichwort: Dutschke 1968), in den siebziger Jahren die ein Jahrzehnt Jüngeren, die als Heranwachsende in ihren Pubertätsjahren besonders davon geprägt wurden. Und die Kommunisten haben gründliche Arbeit geleistet, auch gesellschaftlich: Antiautoritäre Erziehung, Drogenkonsum, Freie Liebe,Zerstörung der Familie, Gewaltlosigkeit mit Gewalt eingeführt in Straßenschlachten, körperlich und verbal ("brecht dem Schütz die Gräten, alle Macht den Räten", Ho Ho Ho Tschi Minh" und MAO- Bibel), RAF und ihre Kapitalverbrechen mit Rückzugsgebiet in der DDR, die sogar falsche Identitäten vergab. Belege gibt`s also massenhaft; ich kenne gebrochene Biographien damaliger Teenager, die nie mehr zur Realität gefunden haben.
Klaus:
Was wir hier im Moment erleben, ist hausgemacht. Es ist die Bundesregierung, die den Reffjudschiis solche Soizialleistungen verspricht. Deswegen und wegen der langen Bearbeitungszeiten wollen sie ja hierher - und nach Schweden. Was mich zum nächsten Punkt führt: Auch in anderen Beiträgen von Ihnen sehe ich eine stark deutschzentrierte Sichtweise in der Analyse. Was aber zu ausschnitthaften Wahrnehmungen führt. Womit ich nicht behaupten will, daß meine vollständig sei. Aber sie basiert jedenfalls auf offenbar breiterem Faktenwissen.
HM:
7. Sicher! Die "deutschzentrierte Sichtweise" sehen Sie vollkommen richtig. Meine "deutschzentrierte" und Ihre offenbar "globalzentrierte" Sichtweise sind der Grund unseres kleinen Disputs :) Nur der zeitgeschichtliche Hintergrund scheint bei Ihnen zu kurz gekommen!
Klaus:
Deswegen sei nochmal darauf hingewiesen, daß nicht nur Deutschland von diesem Problem betroffen ist. Zwar zahlenmäßig am stärksten. Aber noch nicht mal das, wenn es um Reffjudschiis pro 100.000 Einwohner geht. Da liegt nämlich Schweden vorn. Auch unter der Fuchtel der Amis? Als Nicht-NATO-Mitglied?

Es gibt den schönen Satz vom deutschen Studienrat, der - hochgebildet und gut situiert - es 1945/46 nicht verwinden konnte, von einem kaugummikauenden Neger aus Alabama Moral, Anstand und Ethik beigebracht zu bekommen. An dieser psychologischen Demütigung hatte die bürgerliche deutsche Intelligenzia damals offenbar schwer zu knabbern. Denn damals und in diesen Kreisen entstand auch der Anti-Amerikanismus von rechts. Darüber sollte man sich auch im Klaren sein.

HM:
8.Lieber Klaus! Diese beiden letzten Absätze sind unter Ihrem Niveau: Das Schweden-Beispiel gehört nicht hierher. Was geht uns Schweden an? Oder sollte ich hier als Kontrast das Beispiel Ungarn anführen?. Und die Geschichte vom dummen Studienrat und dem edlen Schwarzen ist Kita-Niveau; die Machtpolitik der USA ist kein Schauermärchen, sondern kaum zu übersehender Hintergrund der Flüchtlingströme, Ukraine-Politik und Wirtschaftspionage als aktuelle Beispiele.

Klaus:
Und was das Ende der abendländischen Kultur angeht: Genau das befürchte ich auf längere Sicht auch. Aber nicht gewollt von irgendwelchen finsteren schwurbelnden Mächten. Sondern von den eigenen Leuten. Leute, die Namen haben, und die jeder kennt.
HM:
9. Und die, die eigenen Leute nämlich, Produkte dieser siebziger Jahre sind, vorzugsweise original aus der DDR. Der Spitzbart und Honecker und Konsorten sind so scheint es, die, die zuletzt lachen.

Gruß
Klaus
dito HM

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RE: Fassungslos

#12 von Thomas Gaertner , 04.09.2015 18:13

Zitat von kjschroeder im Beitrag #7

Zitat
Politik ist ohne Kompromiß nicht möglich, jedenfalls keine demokratische.


Das ist falsch. In einem Zweiparteien-System ist eine demokratische Politik sehr wohl möglich. Eigentlich NUR dort.

Gruß
Klaus



was ist an meiner Feststellung "Politik ist ohne Kompromiß nicht möglich" falsch?
Findet z.B. innerhalb einer Partei keine politische (sic!) Auseinandersetzung statt?
Und falls diese stattfindet: ist das dann keine Politik?
Und wie wird dort bei strittigen Fragen vorgegangen?

Thomas Gärtner


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RE: Fassungslos Nachtrag

#13 von Hannelore Mohringer , 04.09.2015 20:15

Das fand ich eben beim Stöbern:

Zitat:
"

Hallo Klaus,

hast du eine Ahnung, ob und wie man den Wahrheitsgehalt folgenden links erforschen kann:

http://www.europnews.org/2012-12-01-gehe...rau-merkel.html

Oder bin ich zu naiv und gehe einer Verschwörungstheorie auf den Leim?
Als gelernter Ossi und seit 23 Jahren erfahrener "Freie-Welt-Bundesbürger" halte ich jedoch mittlerweile ALLES für möglich.

gruß
" Zitatende

Ich habe den Link aufgerufen. Ich finde, der paßt gut zum Thema.
apropos: Weiß jemand etwas über diese Quelle?

Hannelore Mohringer


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RE: Fassungslos

#14 von Thomas Gaertner , 05.09.2015 12:08

Zitat


Schröder:
"Es gibt den schönen Satz vom deutschen Studienrat, der - hochgebildet und gut situiert - es 1945/46 nicht verwinden konnte, von einem kaugummikauenden Neger aus Alabama Moral, Anstand und Ethik beigebracht zu bekommen."

HM
"Und die Geschichte vom dummen Studienrat und dem edlen Schwarzen ist Kita-Niveau"




kein anderer Teilnehmer hier im Forum verdreht und manipuliert fremde Beiträge in der Art und Weise
wie Frau Mohringer.

Der erwähnte Studienrat wurde von KJS eben nicht als "dumm" bezeichnet sondern als hochgebildet -
was so ziemlich das Gegenteil darstellt.
Und weshalb sollte es keine "edlen" Schwarze geben? Aber KJS schrieb explizit von Moral,
Anstand und Ethik.

Angesichts der Mohringerschen Manipulation -siehe oben- fällt mir dieses schöne Beispiel ein:

"Der Deutsche an sich hat DREI Eigenschaften
Er ist intelligent, anständig und ein Nazi
Allerdings hat er immer nur ZWEI dieser Eigenschaften.
Ist er intelligent und anständig, dann kann er kein Nazi sein.
Ist er intelligent und ein Nazi, dann kann er nicht anständig sein.
Ist er anständig und ein Nazi, dann kann er nicht intelligent sein."

Thomas Gärtner


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RE: Fassungslos

#15 von Thomas Gaertner , 05.09.2015 12:23

Zitat von Hannelore Mohringer im Beitrag #11
Klaus:

Hier sind die Hinweise darauf: In diesen Jahren sind auf der ganzen Welt die Jugendlichen ausgeflippt als Blumenkinder und - mit recht - Empörte über den amerikanischen Vietnamkrieg. Es wurde in aller (westlichen) Welt gegen die Eltern agitiert (in England sangen die Beatles "She is leaving home")




Das Lied, auf das Frau M. anspielt, entstammt der LP "Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band".
Dieses Album erschien 1967 in Großbritannien und gehört zu den herausragenden Gesamtkunstwerken der neueren Musikgeschichte.

Titel auf der LP

Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band
With a Little Help from My Friends
Lucy in the Sky with Diamonds
Getting Better
Fixing a Hole
She’s Leaving Home
Being for the Benefit of Mr. Kite!
Within You Without You
When I’m Sixty-Four
Lovely Rita
Good Morning Good Morning
Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (Reprise)
A Day in the Life

Der deutsche Text des von Frau M. zitierten Songs "She's Leaving Home":

Mittwochmorgen um 5
Als der Tag beginnt
Schließt sie ganz leise die Türe zu ihrem Zimmer
Hinterlässt einen Zettel, von dem sie sich erhofft, dass er mehr aussagt

Sie geht die Stiegen runter zur Küche
Umklammert ihr Taschentuch
Dreht still den Hintertürschlüssel
Tritt nach draußen, sie ist frei

Sie (Den Großteil unseres Lebens haben wir ihr gewidmet)
Verlässt (Opferten den Großteil unseres Lebens)
Ihr Zuhause (Wir gaben ihr alles was man für Geld kaufen konnte)

Sie verlässt ihr Zuhause, nachdem sie dort allein war (Bye-Bye)
Schon seit so vielen Jahren

Vater schnarcht als seine Frau ihren Morgenmantel anzieht
Hebt den Brief auf, der da liegt
Steht allein oben auf der Treppe

Sie bricht zusammen und schluchzt zu ihrem Mann
‚Pappa, unsere Kleine ist fort‘
Warum tut sie uns so etwas Gedankenloses an
wie konnte sie mir das nur antun?

Sie (Wir dachten nie ans uns)
Verlässt (Nicht ein Gedanke an uns)
Ihr Zuhause (Um über die Runden zu kommen haben wir unser ganzes Leben schwer gekämpft)
Sie verlässt ihr Zuhause, nachdem sie dort allein war (Bye-Bye)
Schon seit so vielen Jahren

Freitagmorgen um 9
Ist sie schon weit weg
Wartet auf das Vorstellungsgespräch, das sie vereinbarte
Um einen Mann aus der Autohandelsbranche zu treffen

Sie (Was haben wir getan, dass falsch war?)
Hat (Wir wussten nicht, dass es falsch war)
Spaß (Spaß ist das Einzige, dass man für Geld nicht kaufen kann)
Etwas im Inneren, dass immer verleugnet wurde (Bye-Bye)
Schon seit so vielen Jahren

Sie verlässt ihr Zuhause
Bye-Bye


Thomas Gärtner


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RE: Fassungslos

#16 von Thomas Gaertner , 06.09.2015 11:19

Ergänzung:

der deutsche Text des Beatle-Songs "When I'm Sixty Four:

"Wenn ich 64 bin

Wenn ich älter werde, mir die Haare ausfallen,
In vielen Jahren,
Wirst du mir dann noch einen Valentinsgruß schicken,
Geburtstagswünsche, eine Flasche Wein?

Wenn ich aus wäre bis Dreivierteldrei,
Würdest du die Tür versperren?
Wirst Du mich brauchen,
Wirst du mich durchfüttern,
Wenn ich 64 bin?

Du wirst auch älter sein
Und wenn du das eine Wort sagst,
Könnten wir zusammen bleiben.

Ich könnte deine Sicherung austauschen,
Wenn dir deine Lichter ausgegangen sind,
Du könntest mir vor dem Kamin einen Seelenwärmer stricken,
Sonntags morgens ne Spritztour machen

Den Garten pflegen, umgraben,
Wer könnte mehr verlangen?
Wirst Du mich brauchen,
Wirst du mich durchfüttern,
Wenn ich 64 bin?

Jeden Sommer können wir uns ein Landhaus mieten
Auf der Insel von Wight, wenn das nicht zu teuer wird
Wir können uns einschränken und sparen,
Enkelkinder auf deinem Knie,
Vera, Chuck und Dave.

Schick mir eine Postkarte, schreib mir ein paar Zeilen,
Nimm dazu Stellung,
Sag gerade heraus was du meinst,
Mit besten Grüßen sieche ich dahin

Gib mir deine Antwort, füll ein Formular aus,
"Auf ewig mein"
Wirst Du mich brauchen,
Wirst du mich durchfüttern,
Wenn ich 64 bin?"

Der Song ist ebenfalls auf der "Sgt.Pepper"-LP zu finden -
bin mal gespannt, welche erschröckliche politische
Bedeutung die Großkritikerin des Forums, Frau M., hier erkennt...

Und dann kommen wir noch zu "Imagine" von Lennon und zu "All you need is love" natürlich.. :-)

Thomas Gärtner


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RE: Fassungslos Nachtrag

#17 von kjschroeder , 06.09.2015 23:59

Sie haben einen öffentlich nicht einsehbaren Eintrag in ein privates Gästebuch hier ins öffentliche Forum gestellt. Ich weiß nicht, ob Ihnen das bewußt ist. Daher bitte ich Sie, keine privaten Einträge, die nur mitgliederintern sichtbar sind, ins öffentliche Forum zu stellen. Zum Inhaltlichen: Das ist alles Schmarren. Und das können Sie selber erkennen, wenn Sie sich die anderen Beiträge im Gästebuch dazu durchlesen.

Gruß
Klaus


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RE: Fassungslos

#18 von kjschroeder , 07.09.2015 01:10

Damit wir es nicht aus den Augen verlieren: Ausgangspunklt unserer Diskussion ist dieser Satz von Ihnen:

Zitat
Gehen Sie wirklich davon aus, daß die "Alliierten" etwas anderes verfolgen als unserem Staat, dem der Deutschen, endlich den Garaus zu machen - für immer und ewig,



Daraufhin hatte ich Ihnen geschrieben, daß es dafür Gelegenheiten gab, die die Alliierten, insbesondere die Amerikaner verstreichen ließen. Sie begründen das nun damit, daß die Amerikaner uns für den Kalten Krieg gebraucht hatten, daß bei der Vereinigung Gorbatschow um seine marode Wirtschaft wußte (und nein, es waren nicht "die Alliierten", die uns mit dem Euro erpressen wollten, das war nur Frankreich. Und abgesehen davon war der Euro Teil des CDU-Programms auf einem entsprechenden Parteitag in - ich glaube - Hannover ein paar Jahre vorher. Das heißt: Auch die CDU wollte diese unglückselige Währung). Andere Mißstände wiederum machen Sie bei den DDR-Kommunisten fest - nur einer hat bei Ihnen nie die Verantwortung für die Mißstände hier: die eigene Regierung, die eigenen Parteien. Bei Ihnen ist alles fremdgesteuert. Und das ungachtet der Tatsache, daß es uns 70 Jahre nach Kriegsende nach wie vor gibt. ;-)

Ich fürchte, bei diesem Weltbild von Ihnen werden wir nicht zusammenfinden. Meiner Ansicht nach sitzen Sie in einem selbstgebauten intellektuellem Gefängnis in diesem Punkt.

Daher also nochmal: Hier will uns niemand vernichten, es sei denn die eigenen Leute. Mit Sicherheit aber nicht "die Alliierten".

Der nächste Punkt: Wir leben nicht auf einer Insel. Wir leben auf einem Planeten, eingebunden in Verträge, wirtschaftliche und sonstige Beziehungen, die ein ganzes Geflecht ergeben. Wenn Sie meinen Hinweis auf Schweden mit der Begründung abbügeln, das Beispiel gehöre nicht hierher, dann muß ich sie leider enttäuschen: Internationale Entwicklungen gehören auch minternational betrachtet, will man eine saubere Analyse haben, aus der heraus dann Konsequenzen zu ziehen sind für das Land, das einen am meisten interessiert - hier natürlich Deutschland. Aber ich kann doch nicht so tun, als seien wir hier alleine auf der Welt!? Meinen Sie, die Migranten vergleichen die Sozialsysteme der Länder nicht miteinander bei der Wahl ihres Wunschlandes? Sie führen dann Ungarn an - als "Alternative". Alternative wozu? Zu Schweden etwa? Ja, glauben Sie, ich fände die schwedische Asylpolitik in Ordnung? Geht bei Ihnen alles nur nach Rechts-links? Noch so ein Gefängnis - diesmal der Gesinnungsverdächtigung? Abgesehen davon hatte ich bereits in einem anderen Beitrag Orbans Bewertung, wonach das jetzige Chaos ein deutsches Problem sei, für richtig erachtet. Nein, liebe Frau Mohringer, Sie verrennen sich da meines Erachtens - komplett.

Denn meine Koordinaten funktionieren nicht nach rechts-links, sondern nach frei-unfrei. Ob Länder "rechts" oder "links" regiert werden, interessiert mich nicht die Bohne. Mich interessiert, wie frei die Bürger in den Ländern sind bzw. wie sehr sie am Gängelband des knebelnden Staates gehalten werden.

Es ist im Grunde ganz einfach: Wir stehen vor der Entscheidung, ob wir eine Kompetenzfestung bleiben wollen oder nicht. Wollen wir es, müssen wir sofort Schengen aussetzen und eine Reihe anderer Maßnahmen ins Leben rufen, um den Menschenhandel zu unterbinden bei gleichzeitiger Formulierung eines bislang nicht existierenden Einwanderungsgesetzes. Die Entscheidung darüber kann und muß die Bundesregierung treffen (und nicht finstere Mächte).
Oder aber wir wollen das NICHT und lassen weiter jeden Araber und Türken (und Afrikaner) rein und notieren behördenmäßig treu und brav die Geschichten von "Nix papiera! Nix Ausweis! Krieg! Syrien! Inschenjör!" und machen solche Angaben zum Gegenstand offizieller Statistiken und politischer Meinungsbildung. Unsere Konzerne, die eh nur im Quartalsrhythmus zu denken scheinen, werden sich über die neuen Lohnsklaven freuen - und wir sind in ca. 20-30 Jahren auf Brasilien-Niveau. Das kann man wollen! Ich frage mich zwar, wer. Aber wir haben ja hier eine Deutschlandhasser-Fraktion ("Nie wieder Deutschland!") mit offenbar mächtiger Ausstrahlung. Womit zumindest die Motivfrage geklärt wäre: Der Selbsthaß.

Und in noch einem Punkt muß ich Sie korrigieren: Es ging bei dem Vergleich des kaugummikauenden Negers aus Alabama mit dem gut situierten deutschen Studienrat nicht um Bildung ("dummen Studienrat und dem edlen Schwarzen"), sondern um Charakterfragen. Darum, daß man nicht sechs Mio Menswchen industriell ermordet, und darum, daß es u.a. solcher Menschen bedurfte wie dem Neger aus Alabama, um einem Mitglied der selbsternannten Herrenrasse das mal durch Hauehaue zu verdeutlichen. Eine Demütigung, an der, wie es scheint, auch noch heute einige Damen und Herren knabbern.

Dessen ungeachtet ist es kein Geheimnis, auch nicht in den USA, daß die Außenpolitik von Bush jun. und Obama ein einziger Scherbenhaufen ist. Das wird da auch so - zumindest bei den Republikanern, den Tea Party Leuten und den Unabhängigen - diskutiert und gesehen. Läßt sich prima auch in Weblogs dort verfolgen - ein weblog, den ich sehr schätze, ist er hier: -> http://20committee.com/

Schindler, ein Ex-NSA-Offizier und heutiger Buchautor, hat im wesentlichen dafür gesorgt, daß Hillary Clintons Emails zum Emailgate wurden - und er hat auch Trump's Kampagne souverän kurzzeitig ausgebremst, als er darauf hinwies, daß Trump auf einem seiner Poster nicht etwa GI's abgebildet hatte, sondern Angehörige der SS-Division "Adolf Hitler", also der Leibstandarte (die waren sehr klein abgebildet, man mußte genau hingucken). Trump bog die Peinlichkeit mit einem lahmen Spruch gerade, was Schindler so kommentierte: "Trump pulled down his tweet once the mistake was realized and the blame was soon placed, predictably, on an intern. In 1945, “I was only following orders” worked; in 2015, “the intern did it” is preferred."

So ändern sich die Zeiten. ;-)

Gruß
Klaus


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RE: Fassungslos, so kurz wie möglich

#19 von Hannelore Mohringer , 07.09.2015 10:25


RE: Fassungslos

#18 von kjschroeder , Heute 01:10

Klaus:
"Damit wir es nicht aus den Augen verlieren: Ausgangspunklt unserer Diskussion ist dieser Satz von Ihnen:
Zitat: Gehen Sie wirklich davon aus, daß die "Alliierten" etwas anderes verfolgen als unserem Staat, dem der Deutschen, endlich den Garaus zu machen - für immer und ewig,

.................... Andere Mißstände wiederum machen Sie bei den DDR-Kommunisten fest - nur einer hat bei Ihnen nie die Verantwortung für die Mißstände hier: die eigene Regierung, die eigenen Parteien. Bei Ihnen ist alles fremdgesteuert. Und das ungachtet der Tatsache, daß es uns 70 Jahre nach Kriegsende nach wie vor gibt. ;-)

HM:
"Frendgesteuert", weil die Politiker "fremdgesteuert" sin; und es gibt uns noch, weil wir nach 1945 gebraucht wurden: Von den West-Alliierten hier und den Russen dort. Darum der Marhallplan und darum die Gründung der DDR. Die Frage stellt sich darum, was und welche "Denke" sie, die Fremdgeszueten, dazu treibt.

Klaus:
...........Daher also nochmal: Hier will uns niemand vernichten, es sei denn die eigenen Leute. Mit Sicherheit aber nicht "die Alliierten".

HM:
Was macht Sie so sicher? Wer oder was hat die "Völkerwanderung", den Sturm auf Europa, in Bewegung gesetzt, und welche Großmacht profitiert davon? In Sachen Motive kann ich nichts anderes tun, als auf die Geschichte seit 1871 verweisen!!! und die ideologischen Auseinandersetzungen seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die heute wieder kulminieren.

Klaus:
...................Sie führen dann Ungarn an - als "Alternative". Alternative wozu? Zu Schweden etwa? Ja, glauben Sie, ich fände die schwedische Asylpolitik in Ordnung? Geht bei Ihnen alles nur nach Rechts-links? Noch so ein Gefängnis - diesmal der Gesinnungsverdächtigung? Abgesehen davon hatte ich bereits in einem anderen Beitrag Orbans Bewertung, wonach das jetzige Chaos ein deutsches Problem sei, für richtig erachtet. Nein, liebe Frau Mohringer, Sie verrennen sich da meines Erachtens - komplett.

HM:
Ich gebe mir jedenfalls Mühe, mich nicht zu verrennen und kann, so sehr ich den Kopf auch drehe, nichts anderes sehen, als daß Ungarn eine ideologische Alternative zu Schweden ist: Schweden links, Ungarn rechts - oder? Und wenn Sie, lieber Klaus, diese ideologischen "Gefängnisse" außer acht lassen und als "Gesinnungsverdächtigung" abtun, kommen wir nie zum Kern der Sache: Die ganze westliche Welt ringt um die Herrschaft der Gesinnung: bürgerlich oder sozialistisch. Und zur Zeit hat der Sozialismus aus allen Gründen, die Sie selbst und kluge Leute, die Sie als Link zugeschaltet haben, die Nase vorn. Bürgertum ade!, heißt es bis zum Zusammenbruch in welcher Form auch immer. UND NUR IM BÜRGERTUM IST DEMOKRATIE MÖGLICH UND DAMIT FREIHEIT! Bürgerliche müssen sich zzur Zeit damit trösten, daß es immer ein Danach gibt!

KLAUS.
Denn meine Koordinaten funktionieren nicht nach rechts-links, sondern nach frei-unfrei. Ob Länder "rechts" oder "links" regiert werden, interessiert mich nicht die Bohne. Mich interessiert, wie frei die Bürger in den Ländern sind bzw. wie sehr sie am Gängelband des knebelnden Staates gehalten werden.

HM.
Ich wiederhole in einem Satz:
Im Sozialismus, also links, gibt es keine Freiheit, was zugleich die Erklärung dafür ist, daß ich zwar Nationalist bin, aber nie NationalSOZIALIST sein kann.

Klaus:
Es ist im Grunde ganz einfach: Wir stehen vor der Entscheidung, ob wir eine Kompetenzfestung bleiben wollen oder nicht. Wollen wir es, müssen wir sofort Schengen aussetzen.......

HM:
Ja, natürlich. Das ist der Dreh- und Angelpunkt.

Klaus:
Oder aber wir wollen das NICHT und lassen weiter jeden Araber und Türken (und Afrikaner) rein .............. werden sich über die neuen Lohnsklaven freuen - und wir sind in ca. 20-30 Jahren auf Brasilien-Niveau. Das kann man wollen! Ich frage mich zwar, wer. Aber wir haben ja hier eine Deutschlandhasser-Fraktion ("Nie wieder Deutschland!") mit offenbar mächtiger Ausstrahlung. Womit zumindest die Motivfrage geklärt wäre: Der Selbsthaß.

HM:
Daß die Wirtschaft die Lohnsklaven gern in Kauf nimmt, gibt der Chef der Arbeitgeber (der in "meinem" privaten E-Mail-Kreis ist) unumwundern zu. Aber sonst ist er ganz auf meiner Seite. so funktioniert Wirtschaft eben in dem vorgegebenen Rahmen - jedem vorgegebenen Rahmen! Fragt sich, woher der kommt! Von links natürlich (tut mir leid, wenn ich mich wiederhole). Das bürgerliche, tüchtige Deutschland ist für jeden Linken, der Arme braucht, um gewählt zu werden, ein Dorn im Auge, was sage ich: Der Todfeind.

Klaus:
Und in noch einem Punkt muß ich Sie korrigieren: Es ging bei dem Vergleich des kaugummikauenden Negers aus Alabama mit dem gut situierten deutschen Studienrat nicht um Bildung ("dummen Studienrat und dem edlen Schwarzen"), sondern um Charakterfragen. Darum, daß man nicht sechs Mio Menswchen industriell ermordet, und darum, daß es u.a. solcher Menschen bedurfte wie dem Neger aus Alabama, um einem Mitglied der selbsternannten Herrenrasse das mal durch Hauehaue zu verdeutlichen. Eine Demütigung, an der, wie es scheint, auch noch heute einige Damen und Herren knabbern.

HM:
Hier kürze ich kein Wort. Antwort:
Ich habe in meinem langen Leben und aufgewachsen im Nazi-Regime keinen einzigen Menschen getroffen, der sich gedemütigt gefühlt hat, weder im "Dritten Reich", noch im rechtsfreien Raum danach, noch in der sogenannten Freiheit der Siegermächte. Wir hatten den Krieg verloren, und was immer im Krieg passiert ist: Wir kennen es nur aus Siegersicht, und unsere Kinder und Enkel kennen es nur aus entsprechend verfaßten Schulbüchern.Was wir, nämlich meine Generation, zur Hälfte im Krieg ausgerottet, dazu zu sagen gehabt hätten, war Unwort und den Kindern verboten, auch nur zuzuhören. 'Sie hat nicht mit uns geredet, es war nicht an sie heranzukommen', sagte etwa die Mutter einer RAF-Terroristin in einer Fernsehsendung vor Jahren.

Nein, lieber Klaus, das ist keine Leugnung nachweislicher Greueltaten als Auswuchs der Nazi-Ideologie, sondern die Forderung der gleichen Aufarbeitung der Greueltaten des Kommunismus' mit der zehn- und mehrfachen Opferzahl (allein MAO, der Liebling der 68er, stellt Adolf Hitler damit in den Schatten), weil der zweite Weltkrieg letzten Endes eine Auseinandersetzung der beiden feindlichen sozialistischen Brüder war: Die rote und die braune Gefahr, letztere entstanden aus den Nöten der Nachkriegszeit des verlorenen ersten Weltkriegs und dem Versailler Vertrag, und der erste Weltkrieg entstanden aus der Auseinandersetzung mit Frankreich im Krieg von 1870/71, vom Zaun gebrochen wegen der Gründung des Zweiten Reiches durch Bismarck. Da ist sie wieder, die Frage, warum die Aliierten ein Interesse am Untergang selst der letzten Reste dieses Deutschen Reiches haben!

Klaus:
.............................
So ändern sich die Zeiten. ;-)

HM:
Mit den Zeiten ändern sich allenfalls die Methoden - Grundsätzliches kaum!
(Es ist schön, daß Sie zuhören und antworten. Danke!)

Gruß
Klaus,
dito HM

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RE: Fassungslos, so kurz wie möglich

#20 von kjschroeder , 07.09.2015 14:21

Zitat

Zitat
Daher also nochmal: Hier will uns niemand vernichten, es sei denn die eigenen Leute. Mit Sicherheit aber nicht "die Alliierten".


Was macht Sie so sicher?




Auch wenn es eigentlich unhöflich ist, gebe ich die Frage an Sie zurück, um meinen Punkt zu verdeutlichen: Was macht Sie so sicher, daß auswärtige Kräfte ("die Alliierten") dahinter stecken? Was ist das für eine Denke, die bei Mißständen und Negativ-Entwicklungen die Ursache zuerst außen bei Fremden sucht statt bei sich selbst Zuhause im eigenen Land? Beklagen Sie sich bei Ihrem Nachbarn, wenn auf Ihrem Grundstück eine Leiter umfällt? Ich halte diese Denke für hochproblematisch.

Zitat
Wer oder was hat die "Völkerwanderung", den Sturm auf Europa, in Bewegung gesetzt,



Da gibts ein paar Sachen, die infrage kommen:
- Halten Sie sich vor Augen, daß die EU Jobcenter in Afrika eröffnet hat (auf eines hatte ich in einer Antwort an H. Kleber verlinktI)
- die EU macht auch merkwürdige Migranten-Reklame in diesem Zusammenhang -> https://www.youtube.com/watch?v=Orq5_zBontQ
- Die Bundesregierung strahlt ein Asyl-Werbevideo in neun Sprachen aus. Auch jetzt noch. Ein Depp, wer sich nach Kenntnis dieses Videos nicht auf den Weg macht. Können Sie hier sehen -> http://www.bamf.de/SharedDocs/Videos/EN/...lverfahren.html
- Es gibt Sozialromantiker, also selbsternannte "Fluchthelfer". So wird man einer: -> http://www.fluchthelfer.in/
- Und jede Menge "Celebrities" freuen sich auf die Migranten.
- Gutmenschen sorgen durch Aussonderung für entsprechendes politisches Klima - wie die Alten, so die Jungen. Bei Pro Asyl z.B. können Sie sich aussuchen, ob Sie ein "Hetzer", "engherzig", "Nazi", etc. sind - und sich entsprechend aussondern. -> http://www.proasyl.de/de/home/gemeinsam-...gen-vorurteile/
Oder Sie werden dann von diesen Herrschaften entsprechend ausgesondert.
- Migranten finden bei ihrer Ankunft viele Spendentische vor. Einer nimmt's auf sein Handy auf und schickt den Clip per SMS an seine Kumpels und seine Familie nach Hause. Was sowas dort auslöst, muß ich Ihnen nicht erklären, schätze ich.
- Niemand in Euiropa bietet Migranten derart viele staatliche Leistungen

Dazu paart sich dann die Ahnungslosigkeit unserer politischen "Elite":
- Frau Merkel besucht Duisburg-Marxloh und macht dort ein Problem aus. Hätte ihr vor 20 Jahren schon jemand sagen können.
- De Maiziere benötigt seinen französischen Amtskollegen, um zu erahnen, daß Araber erheblich schwieriger integrierbar sind als Türken.
- Diese Ahnungslosigkeit gibt es dort auf allen Feldern. Man könnte auch das Internet nehmen: Das gibt es hier seit Anfang der 90er - "Neuland" für Frau Merkel.

Zitat
und welche Großmacht profitiert davon?



Rußland mit Sicherheit nicht. Denn der Islam wird dort zunehmend problematisiert. Was auch ein Grund dafür ist, daß Putin Kadyrow in Tschetschenien wie einen Sonnenkönig "regieren" läßt. Denn Kadyrow ist zu Putin (angeblich) loyal.
Wenn Ihre Denke so läuft, daß Andere von der jetzigen und künftig stärkeren Schwäche Europas profitieren, dann müßten Sie die ganze Welt um Europa herum in Betracht ziehen. Und alle Großmächte wie die USA oder China. Die Völkerwanderung als Weltverschwörung gegen Europa? Ich bitte Sie.

Richtig ist sicherlich, daß die Außenpolitik der Amerikaner unter Beteiligung der Briten und Franzosen im Nahen und Mittleren Osten einen Scherbenhaufen hinterlassen hat. Daß dies mit dem Motiv geschah, Deutschland zu schwächen, ist jedoch so, als wenn man im Sommer den erhöhten Genuß von Speiseeis für Sonnenbrand verantwortlich macht. Ich hoffe doch sehr, daß Sie den Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation kennen. Daß es in der Politik sehr häufig Korrelationen (also Sachen, die unabhängig voneinander passieren) gibt, ist für Sie nicht denkbar? Es gibt immer nur Kausalitäten, womöglich noch Monokausalitäten?

Zitat
als daß Ungarn eine ideologische Alternative zu Schweden ist:



Ja natürlich, aber was hatte diese Bemerkung von Ihnen als Gegenargument zu einer von MIR zu suchen? Was für eine politische Ausrichtung hatten Sie da bei mir angenommen, als ich Schweden erwähnt hatte? DARUM geht es! Es geht darum, was Sie implizit glauben, was Andere denken!

Zitat
Im Sozialismus, also links, gibt es keine Freiheit, was zugleich die Erklärung dafür ist, daß ich zwar Nationalist bin, aber nie NationalSOZIALIST sein kann.



Was den Sozialismus angeht, stimme ich Ihnen zu. Freilich ist das eine Teilwahrnehmung, da es auch "rechte" Regime ohne Freiheit gibt - Militärdiktaturen zum Beispiel, oder Theokratien, oder die konstitutionelle Monarchie: Sie bietet im Gegensatz zur repräsentativen erfahrungsgemäß keine oder nur wenig Freiheiten. Der Hinweis ist deswegen wichtig, weil "rechte" Regime keine Alternative zu "linken" sein können. Man muß also aufpassen, wohin der Kampf gegen Sozialismus hinsteuert.

Und beim "Nationalist" hätten wir das nächste Gefängnis im Kopf: Ein Nationalist in der ursprünglichen Bedeutung hält sich und sein Land für was Besseres als alles andere - im Gegensatz zu einem Patrioten, der einfach nur sein Land liebt, aber dem solche aggressiven Vergleiche mit anderen Völkern und Staaten nicht einfallen würden, weil er diese achtet und respektiert. Diese Gefängniszelle im Kopf werde ich daher mit Sicherheit nicht mit Ihnen teilen. Denn ich bin Patriot. Und Nationalismus hat bei mir nichts zu suchen.

Zitat
keinen einzigen Menschen getroffen, der sich gedemütigt gefühlt hat, weder im "Dritten Reich", noch im rechtsfreien Raum danach, noch in der sogenannten Freiheit der Siegermächte.



Die zahllosen Selbstmorde im Berlin 1945 hat es nicht gegeben? Die Frauen ließen sich gern von den Soldaten vor allem der Roten Armee, aber auch der US-Army vergewaltigen? Auf den Rheinwiesen waren die gefangenen deutschen Soldaten fröhlich und haben gefeiert? Sorry, aber da fehlen mir die Worte.

Zitat
Mit den Zeiten ändern sich allenfalls die Methoden - Grundsätzliches kaum!



Tja, der Mensch bleibt halt wie er ist. Auch das werden unsere Gutmenschen noch lernen. Wahrscheinlich auf die harte Tour mangels Denkfähigkeit. Spätestens beim ersten europäischen 9/11.

Gruß
Klaus


Aus gegebenem Anlaß:

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zuletzt bearbeitet 07.09.2015 | Top

RE: Fassungslos, so kurz wie möglich

#21 von Hannelore Mohringer , 07.09.2015 21:10

Wahllos herausgegriffen:
Zitat:
" #20 von kjschroeder , Heute 14:21
Daher also nochmal: Hier will uns niemand vernichten, es sei denn die eigenen Leute. Mit Sicherheit aber nicht "die Alliierten".
HM: Was macht Sie so sicher?
Klaus: Auch wenn es eigentlich unhöflich ist, gebe ich die Frage an Sie zurück, um meinen Punkt zu verdeutlichen: Was macht Sie so sicher, daß auswärtige Kräfte ("die Alliierten") dahinter stecken? Was ist das für eine Denke, die bei Mißständen und Negativ-Entwicklungen die Ursache zuerst außen bei Fremden sucht statt bei sich selbst Zuhause im eigenen Land? Beklagen Sie sich bei Ihrem Nachbarn, wenn auf Ihrem Grundstück eine Leiter umfällt? Ich halte diese Denke für hochproblematisch.

HM:
Das sehe ich nicht als Unhöflichkeit an. Sie haben einfach nicht gelesen, was ich ich als Begründung bereits geschrieben hatte: Die Geschichte seit der Reichsgründung, genauer seit 1870. Und Ihr nächster Satz zeugt von IHRER speziellen "Denke", mit rhetorischen Fragen und abwegigen Sprüchen (dem mit der Leiter) ein ernstes Problem anzugehen. Hoch problematisch ist die Einschätzung, mit einer "Denke", also mit einer festgezurrten Denkungsart an Probleme heranzugehen, anstatt einfach mit Logik.

Die einfältige Geschichte vom offenbar blödsinnigen Studienrat und dem klugen Schwarzen hat mit der russischen Soldateska und deren Gewaltorgien und Verbrechen und dem amerikanischen Sadismus von Gefangenenbehandlung nichts zu tun, auch nicht über die Gedankenbrücke von "Demütigen". Ein Mensch, dem Gewalt angetan wird, ist nicht für den Rest seines Lebens demütig, was die logische Folge von "gedemütigt" wäre. Das Wort ist eine politische Konstruktion und dient als solche - wie zu erwarten - nicht der Klarheit, der Worte eigentlich zu dienen haben, sondern deren Gegenteil: Der Verschleierung.

Daß ich mich als Nationalist und nicht als Patriot bezeichnet habe, war eine gezielte Provokation, und ich habe, wie erwartet, erfahren, was den Unterschied ausmacht: Der Nationalist ist aggressiv, ob als Verteidiger oder Angreifer, haben Sie mir leider nicht erklärt; der Patriot ein sein Land Liebender. Was weiter, wie zum Beispiel jetzt bei der Einwanderungsoffensive, haben Sie mir leider auch nicht erklärt. Was also macht ein Liebender, wenn der oder die oder das Geliebte in Gefahr gerät?

Lieber Klaus, Sie arbeiten noch mit den Worten, deren Sinn ganzen Generationen vorgegeben wurde; womit wir bei der Grundfrage wären, die das eigentliche Thema unseres Disputes sind: Sie sagen, unsere Misere sind die eigenen Leute, die Selbsthasser, früher übrigens als Nestbeschmutzer bezeichnet, und haben damit natürlich recht. (Warum ist wohl das gute alte, und das Problem deutlich beschreibende Wort "Nestbeschmutzer" auf den Index verpönter Begriffe gekommen?) Nur, warum die, nämlich die Nestbeschmutzer das tun, sagen Sie nicht, und hier setze ich an:

Es ist die Ideologie, der sie sich unterworfen haben, die Ideologie der Internationale, der Weltherrschaft der Armen. Es ist die Ideologie, zwar nur das Nötigste zu haben, das aber sicher; die Ideologie des Hasses auf die Bürgerlichkeit mit ihrem Individualismus; und es ist das damit verbundene Wohlgefühl des Aufgehobenseins in der Masse. (Die Menschen, die am Sonntag die so herzlich empfangen haben, die sie mehr über kurz als über lang ins Elend stürzen werden, gehören, ohne es wissen, dazu.) Das alte Amerika verachtete den Kommunismus und tat alles, damit der nicht über den großen Teich schwappte (McCarthyära) Der Kommunismus in Europa war den USA aber gleichgültig, mehr oder weniger jedenfalls, weil Europa damit jedenfalls keine Konkurrenz war. Das dürfte seit Obama und der wachsenden armen, zumeist farigen Bevölkerung im Verein mit den Kuba- und Mexiko-Einwanderern anders sein, so daß der europäische Kommunismus Aussicht auf einen enormenüberseeischen Machtzuwachs hat.

Und die Einwanderungsstrategie? Die Einwanderer sind nützlich im Kampf gegen die Bourgeoisie und als zukünftige Wähler, und daß Deutschland darüber verelendet, stört nur Nationalisten wie mich und Patrioten, wie Sie. Letztere haben aber noch nicht esagt, was sie nun tun wollen, und erstere werden mit aller Macht daran gehindert, verfassungsgemäß dagegen anzugehen.

Ach so: Die Alliierten müssen nun auch nicht mehr fürchten, daß Deutschland ein Konkurrent sein könnte. Sie überlassen die Vernichtung den Deutschen selbst, (da haben Sie recht), nämlich den grünroten Deutschen, um nicht "Kommunisten" zu sagen (da habe ich recht, wenn ich mich nicht irre).

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RE: Fassungslos, so kurz wie möglich

#22 von kjschroeder , 08.09.2015 13:26

Es ist nicht einfach, mit Ihnn einen gemeinsamen Punkt als Ausgangsbasis für eine Diskussion zu finden: Mal sind es "die Alliierten", die unser Verderben wollen, mal die 68er, dann scheinen es beide Gruppen zu sein. Die es dann aber doch nicht tun, jedenfalls "die Alliierten" nicht, weil zu den passenden Gelegenheiten immer irgendwas anderes wichtiger war. Das paßt hinten und vorne nicht zusammen.

Nein, ich hatte Ihre Antwort mit der deutschen Geschichte nicht überlesen. Aber sie war derart nichtssagend, daß sich damit nichts anfangen ließ. Da Sie nun aber nochmal darauf hingewiesen haben und speziell auf 1870, obwohl die Reichsgründung 1871 war, nehme ich an, daß Sie den vorhergegangenen Krieg meinen, den Frankreich vom Zaun gebrochen und verloren hatte.

Ist das so zu verstehen, daß Sie sich in einer Welt wähnen, in der Frankreich oder "die Alliierten" seit nunmehr 145 Jahren versuchen Deutschland von der Landkarte verschwinden zu lassen, aber dafür passende Gelegenheiten immer wieder verstreichen lassen, weil es genau da Wichtigeres zu tun gab?

Da habe ich schon bessere Verschwörungstheorien gehört. ;-)

Tja, was tun Patrioten? Sie demonstrieren - wie jetzt wieder in Dresden zum Beispiel. Wächst wieder. 10.600 laut Polizei, nach irgendeiner Meldung vom MDR 14.000. Und sie haben ein landesweites (Sachsen) Volksbegehren in Gang gesetzt, um die GEZ-Struktur aufzubrechen. Und was machen "Nationalisten"? Beklagen das Leid der Welt oder fackeln derweilen Gebäude ab und reden von "Dreck", wenn Menschen gemeint sind. Und wer oder was hält Nationalisten "mit aller Macht" von verfassungskonformem Vorgehen ab?

Gruß
Klaus


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RE: Fassungslos, so kurz wie möglich

#23 von Hannelore Mohringer , 08.09.2015 15:22

Ich schrieb Zitat:
"Die Geschichte seit der Reichsgründung, genauer seit 1870." und Sie schreiben

Zitat Klaus:
"Da Sie nun aber nochmal darauf hingewiesen haben und speziell auf 1870, obwohl die Reichsgründung 1871 war, nehme ich an, daß Sie den vorhergegangenen Krieg meinen, den Frankreich vom Zaun gebrochen und verloren hatte."

HM:
Die Reichsgründung fand 1971 durch den Akt der Krönung des neuen deutschen Kaisers im Schloß von Versailles statt, eine unnötige Provokation, die zwei Weltkriege zur Folge hatte. Das war die offizielle Reichsgründung. In der Tat - wörtlich zu verstehen - hatte sie bereits faktisch durch die Kriegserklärung Frankreichs 1970 stattgefunden, was ich mit dem Wort "genauer" ausgedrückt hatte.

HM

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RE: Fassungslos, so kurz wie möglich

#24 von Hannelore Mohringer , 08.09.2015 16:01

Zitat Klaus:
"Es ist nicht einfach, mit Ihnen einen gemeinsamen Punkt als Ausgangsbasis für eine Diskussion zu finden: Mal sind es "die Alliierten", die unser Verderben wollen, mal die 68er, dann scheinen es beide Gruppen zu sein. Die es dann aber doch nicht tun, jedenfalls "die Alliierten" nicht, weil zu den passenden Gelegenheiten immer irgendwas anderes wichtiger war. Das paßt hinten und vorne nicht zusammen.

Nein, ich hatte Ihre Antwort mit der deutschen Geschichte nicht überlesen. Aber sie war derart nichtssagend, daß sich damit nichts anfangen ließ."

HM:
Meinten Sie mit "nichtssagend" die deutsche Geschichte oder meine Antwort? Ich meinte in der Tat die Alliierten UND die 68er: Die Alliierten, Frankreich und England und Rußland, deren Zusammenschluß 25 Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg noch die "Entente" hieß. Das war zu einer Zeit, als in Rußland noch der Zar herrschte, der inzwischen von denen ermordet worden war, mit denen Frankreich und England, und ab 1941 auch die USA nun im Zweiten Weltkrieg als die Alliierten paktierten. Churchill, der Premier von England, hatte hinterher wenigstens seine Zweifel, ob er mit dem richtigen Schwein paktiert hatte.

UND die 68er, die sich von dem Land, das Churchill als Schwein bezeichnete, zu den Nestbeschmutzern und Deutschlandvernichtern abrichten ließen, von dem in meinem Beitrag auch die Rede war, mit der bisher schlimmsten vieler anderer schlimmer Folgen: der aktuell stattfindenden Invasion von Menschenmassen, deren Auslösung nun wieder auf amerikanische Kriege im Vorderen Orient zurückzuführen sind, die innenpolitische Vorbereitung dazu aber von den 68ern durchgeführt wurde.

Nun neige ich zu der Annahme, daß ich es schwerer habe, mit Ihnen in eine Diskussion über die Ursachen unserer, der deutschen Misere zu kommen, als Sie es mit mir haben, weil ich ganz offensichtlich mit meiner Beurteilung der 68er von einem Fettnäpfchen ins andere trete! Auch zu Amerika scheinen Sie eine emotionale Verbindung zu haben, die mir mehr Taktgefühl abfordert, als der Effektivität einer Diskussion gut täte. Könnten Sie mir das erklären?

Gruß,
Hannelore Mohringer

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RE: Fassungslos, so kurz wie möglich

#25 von Hannelore Mohringer , 08.09.2015 16:05

Zitat Klaus:
"Ist das so zu verstehen, daß Sie sich in einer Welt wähnen, in der Frankreich oder "die Alliierten" seit nunmehr 145 Jahren versuchen Deutschland von der Landkarte verschwinden zu lassen, aber dafür passende Gelegenheiten immer wieder verstreichen lassen, weil es genau da Wichtigeres zu tun gab?

HM:
Sie nähern sich dem Kern der Diskussion. Alle achtung!

Klaus.
Da habe ich schon bessere Verschwörungstheorien gehört. ;-)

HM:
Ach ja? Erzählen Sie!

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