Kollaborateure

#1 von Hannelore Mohringer , 29.08.2015 10:49

Kollaborateure

Der Kommentar im SÜDKURIER von heute, geschrieben vom Politik-Chef Dieter Löffler, der gestern in seinem Kurzkommentar die gute Nachricht von einem Vorschlag bekanntgab, wonach Auffanglager für Flüchtlinge in den Herkunftsländern errichtet werden sollten, nennt heute in seinem Leitkommentar einige Folgen der Flüchtlingspolitik beim Namen:
Den Vizekanzler als „Stammtischrhetoriker Sigmar Gabriel“; daß „40% der Flüchtlinge nach Deutschland kommen, während andere ihre Grenzen schließen“; er beschreibt, daß die faire Verteilung der „Lasten“ (mit oder durch die Flüchtlinge, läßt er offen), „in weiter Ferne“ liegt, und “dass der Regierungschef Serbiens eindringlich an die Bundesrepublik appelliert hat, seinen Landsleuten kein Bargeld mehr in die Hand zu drücken“. Das ist gut und schön, aber er schreibt auch gleichzeitig „von rechter Hetze“, von der sich Bürger, „die sich für Flüchtlinge engagieren nicht einschüchtern“ liessen.

Noch ist nicht einmal Absicht, Auffanglager jenseits von Deutschland einzurichten, sondern nur ein einsamer Vorschlag! Noch ist in seiner Diktion rechte Hetze, wenn Bürger sich gegen das wehren, was er selbst gerade angeprangert hat, und läßt, alles in allem, keinesfalls hoffen, daß Herr Löffler die Überfremdungspolitik überhaupt infrage stellt, sondern fürchten, daß er lediglich dazu rät, deren Tempo zu drosseln, um Zeit zu gewinnen, die Bevölkerung auf das Ende Deutschlands als Land der Deutschen vorzubereiten. Zeitung als psychologisch gesteuertes Politikinstrument!

Fernsehmoderatorkollege Klaus Kleber vom ZDF geht im heute-Journal (gestern) anders vor. Er kakelt in seiner Sendung mit einem „Rechtsextremisten-Experten“ über Maßnahmen zur Disziplinierung derer, welche als dessen braune Untersuchungsobjekte anzusehen und außer Gefecht zu setzen sind. Angewandte Psychologie im Interview einer staatlichen Nachrichtensendung mit drohendem Zeigefinger als Disziplinierungsinstrument!

Unterschiedslos als „Flüchtlinge“ Bezeichnete führen, von Polizei geschützt, in derselben Sendung, Freudentänze im Angesicht derer auf, die gegen ihre Anwesenheit protestieren. „Schon jetzt verändern die Ankömmlinge das Bild in unseren Städten und Gemeinden“, schreibt Dieter Löffler in seinem Kommentar, aber er fragt nicht, was aus ihnen werden soll. Es ist immer nur vom logistischen Problem des Augenblicks die Rede, nicht vom heuchlerischen Kitsch der großen Kinderaugen zur Anklage derer, die sie nicht mit Freudentänzen und Willkommensfesten empfangen wollen, nichts von den Problemen ihrer Religion, die sie mitbringen und dem furchtbaren Reigionskrieg, dem sie entronnen sind und dessen Fortsetzung hierzulande sich schon mahnend in gewalttätigen Auseinandersetzungen in den Auffanglagern ankündigt. Die Frage, was übermorgen aus ihnen geworden sein wird und morgen aus ihren Eltern, wird ausgeblendet. Stattdessen sendet Phönix gleichzeitig Geschichtsunterricht über den Islam zur Erklärung der mit dieser Religion einhergehenden archaischen Barbarei der Tradition des Köpfens und Gliederabschneidens, der Vielweiberei und Verschleierung und das Andauern alles dessen durch die Jahrtausende bis in die Gegenwart mit ihren Flüchtlingströmen.

Politik kollaboriert mit der Presse oder vielleicht eher doch umgekehrt? Von ihrer demokratischen Aufgabe als Kontrollorgan ist bei soviel Übereinstimmung keine Rede. Eher stellt sich die Frage, wie ernst der Vorschlag von den Auffanglagern außerhalb Deutschlands überhaupt gemeint ist.

Hannelore Mohringer

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