Offener Brief an den Chefredakteur vom SÜDKURIER. was heute im SÜDKUREIR steht, ist krank

#1 von Hannelore Mohringer , 08.07.2015 20:20

Sehr geehrter Herr Lutz,

Ihr Politikchef, Dieter Löffler, hat sich vor kurzem die Zusendung von Kopien von Beiträgen aus Massenpost und Rundbriefen verbeten und auf die Möglichkeit von exklusiven Leserbriefen verwiesen. Was sich die Politikredaktion heute mit dem fast zweiseitigen Heldenepos über einen offenbar „toten Kämpfer“ der Dschihadisten geleistet hat, kann aber nicht ohne öffentlichen Protest bleiben. Und weil davon auszugehen ist, daß Sie das Folgende nicht drucken, suche ich für meinen Protest auf meine Weise die Öffentlichkeit – über einen E-Mail-Kreis und ein Forum, und Sie sollen das wissen.

Margit Hufnagel und Wolfgang Wissler schreiben von einem „Singener“ und dessen“ Heimatstadt Singen“ von einem, der „in unserem Land integriert und angesehen war, und Familie und Kinder hatte“. Sie schreiben so von einem Eingewanderten oder hier von Eingewanderten Geborenen als einen „Integrierten“, als einer „Identifikationsfigur vor allem für junge Männer in der Migrantenszene“. Ja, es ist, was Sie da veranstalten, offene Werbung für Nachfolger, und nicht nur das: Sie beschreiben unser Land als das, aus dem muslimischer, genauer sunnitischer Extremismus hervorgeht, ausgeübt von Deutschen.

Ihre Zeitung erweckt mit diesem Artikel zum unzähligsten Male den Eindruck, als sei ein solcher Mensch einer der Deutschen in Deutschland, weil er vermutlich einen deutschen Paß hatte, wie Millionen Fremde, denen ein deutscher Paß ausgestellt wird. Aus Deutschland kam der Attentäter vom 11. September 2001, der tausende von Menschen umgebracht hat. Ob der auch einen deutschen Paß hatte? Unter der Überschrift „Der Staat des Schreckens“ (Seite 3) steht ein dpa-Artikel mit dem Satz: „dann folgte der Satz, der nicht nur Muslime erschreckte: „Die Führer des IS hätten beschlossen, ein „Islamisches Kalifat“ zu errichten. Sie propagieren damit, was immer wieder wiederholt wird, daß die Muslime, die hier leben, darüber „erschrecken“, daß einer der Ihren sich der „Terrormiliz IS angeschlossen“ hatte. Dabei werden aus diesen Millionen Muslimen, die hier leben, ständig junge Männer angeworben für diesen „Islamischen Staat“, von dem dpa schreibt: „mit brutalster Gewalt geht die sunnitische Miliz gegen Gegner und Andersgläubige vor“. Wir, Herr Lutz, sind Andersgläubige und haben damit „brutalste Gewalt“ zu erwarten, wenn Deutschland erst zum Kalifat geworden ist oder zum Schauplatz der Art von“ Kämpfern“, denen sich der junge „Held“ angeschlossen hat! - Wissen Sie, Herr Lutz, wer unter den Millionen Muslimen in Deutschland „erschreckt“ und wer sich im Gegenteil ermutigt fühlt?

Das, was heute in Ihrer Zeitung steht, Herr Lutz, ist krank. Wir und die anderen Europäer haben in den letzten 1500 Jahren, seit es den Islam gibt, eine Entwicklung hin zu einer zivilisierten Welt gemacht, anders als die muslimische, die in diesen 1500 Jahren ständig Eroberungskriege geführt hat, damals wie heute. Zeitungen, wie die Ihre, haben die warnenden Stimmen gebildeter Muslime negiert. Ich erinnere an Bassam Tibi oder jüngst erst Hamed Abdel-Samad.

Was Sie und Ihre Kollegen nicht nur dieser Zeitung, sondern der allgemeinen undeutschen Medien mit Ihrer „Einwanderungspolitik“ und der gleichzeitigen Verteufelung der Warner angerichtet haben, wird nur unter unsäglichen Mühen rückgängig gemacht werden können, und wir können nur hoffen, daß es unblutig gelingen möge.

Hannelore Mohringer
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