RE: Der NSA-Skandal - (m)eine kleine Zusammenfassung. Inklusvie Rußlands Rolle.

#26 von wüllerstorff , 04.11.2013 16:15

Skandalös ist eigentlich nur die Naivität der deutschen Politik. Staaten können per Definition keine Freunde haben da sie unpersönliche Wesen sind. Staaten können zeitlich oder thematisch begrenzte Verträge abschließen wovon sich die Vertragspartner Vorteile versprechen, sie bleiben aber letztendlich Konkurrenten die versuchen (sollten) den anderen über den Tisch zu ziehen.

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RE: Der NSA-Skandal - ein Hintergrund-Report vom "Guardian"

#27 von JoG , 04.11.2013 18:35

Danke für den Artikel.

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RE: Der NSA-Skandal - (m)eine kleine Zusammenfassung. Inklusvie Rußlands Rolle.

#28 von JoG , 04.11.2013 18:41

Man kann sich auch nicht über Jahrzehnte in Vielen verhalten wie ein Feind und das mit den Wirten "ich bin eine freundliche Nation" alles vergessen machen. Die Anderen wissen, dass man sich so verhält und gefährlich ist.

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Wurden Mundlos und Böhnhard wirklich ermordet?

#29 von weihrauch , 04.11.2013 18:51

Zitat von JoG im Beitrag #28
Man kann sich auch nicht über Jahrzehnte in Vielen verhalten wie ein Feind und das mit den Wirten "ich bin eine freundliche Nation" alles vergessen machen. Die Anderen wissen, dass man sich so verhält und gefährlich ist.


Heute eine Reportage auf N24 um 20.10

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RE: Wurden Mundlos und Böhnhard wirklich ermordet?

#30 von kjschroeder , 04.11.2013 19:22

Dieser Gedankensprung ist mir nicht recht klar. Wären Sie so freundlich, ihn zu erläutern? Denn was ich mich frage, ist: Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?

Und darum geht es: -> http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politi...ritte-mann.html

Gruß
Klaus

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RE: Wurden Mundlos und Böhnhard wirklich ermordet?

#31 von JoG , 04.11.2013 19:23

Glauben Sie, dass da etwas gesagt werden wird, dass uns überraschen könnte?

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RE: Wurden Mundlos und Böhnhard wirklich ermordet?

#32 von JoG , 04.11.2013 19:35

Ich hatte da etwas von Snowden gesehen.

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RE: Der NSA-Skandal - ein Hintergrund-Report vom "Guardian"

#33 von kjschroeder , 04.11.2013 20:19

Gern geschehen. Ich war selber überrascht. Toll aufbereitet, endlich auch mal unter eingbetteter Verwendung von Web-Technologien. Und noch wichtiger die Erkenntnis: Es gibt sie noch - die Journalisten, die nicht missionieren, sondern informieren wollen. Für mich ist das der mit Abstand beste und gehaltvollste Report zu dem Themenkomplex. Und für SOWAS wäre ich auch bereit zu zahlen.

Aber von dem Level sind deutsche Medien noch MEILEN weit weg.

Gruß
Klaus

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RE: Der NSA-Skandal - (m)eine kleine Zusammenfassung

#34 von kjschroeder , 04.11.2013 21:42

Zitat
Es geht ja ganz offensichtlich nicht um das Abhören durch die Amerikaner. Es geht vielleicht um etwas, das damit zusammenhängt, was aber auch bei weitem nicht sicher ist.



Neben dem Minderwertigkeitskomplex unserer Weltmacht-Politiker habe ich noch eine Erklärung gefunden: Wir dürfen endlich - endlich! - Opfer sein - und die Amis sind die Täter! -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d.../wir_sind_opfer

Gruß
Klaus

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RE: Der NSA-Skandal - (m)eine kleine Zusammenfassung. Inklusvie Rußlands Rolle.

#35 von wüllerstorff , 04.11.2013 23:18

Zitat von JoG im Beitrag #28
Man kann sich auch nicht über Jahrzehnte in Vielen verhalten wie ein Feind und das mit den Wirten "ich bin eine freundliche Nation" alles vergessen machen. Die Anderen wissen, dass man sich so verhält und gefährlich ist.


An sich gibt es weder Freund noch Feind, von daher ist das Wort in diesem Zusammenhang irreführend. Letztendlich verhalten sich doch alle Staaten nach dem Schema ohne es wirklich zu sein. Es kommt immer auf die Situation und die äußeren Umstände an. Was nützt dem Staat? In dem Beispiel des Verhaltens der USA weiß man eben dass sie sich ihr bester Freund ist.

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RE: Der NSA-Skandal - (m)eine kleine Zusammenfassung. Inklusvie Rußlands Rolle.

#36 von wüllerstorff , 04.11.2013 23:21

Zitat von kjschroeder im Beitrag #25

Zitat
Das ist aber unvorstellbar blöd, da die Folgen so grässlich werden, wenn die internationale Architektur dem Putinschen Bild sich verändernden Koalitionen und Allianzen großer und mittlerer Mächte folgt und sich den Kräften und Dynamiken unterwirft die wir aus der Geschichte kennen, statt eine Vereinigung der Herstellung der globalen öffentlichen Güter zu installieren.


Die deutschen politischen Eliten sind wegen ihrer Unsicherheit, was sie eigentlich genau in Europa wollen, das mglw. schwächste politische Glied in der NATO. Aber das eigentlich Problem - die lächerlichen Ausgaben für das Militär und das Herumschnorren am atomaren US-"Rettungsschirm" - ist EU-weit anzutreffen. Das Wahrnehmen von Verantwortung hat eben auch mit Macht als Voraussetzung zu tun. Und ein Kontinent, der sein Militär verlottern läßt, sich aber im Weltmachtgehabe dicke tut, verliert nicht nur Glaubwürdigkeit, sondern dürfte auch die USA irgendwann nerven. Wäre ich Obama, würde ich mir den folgenden Essay zu Herzen nehmen. Und vielleicht kommt das noch.

-> http://www.hoover.org/taskforces/militar...gika/07/roberts

Gruß
Klaus




Wie viel Geld man für irgendetwas ausgibt ist irrelevant. Das Ergebnis zählt. (Nehmen Sie und JoG es mir nicht übel, aber Sie haben beide das Ende des kalten Kriegs noch nicht verkraftet)

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RE: Der NSA-Skandal - (m)eine kleine Zusammenfassung. Inklusvie Rußlands Rolle.

#37 von JoG , 05.11.2013 07:49

Wenn ich das F Wort verwende, dann meist nur, weil es von dem deutschen Schmollmund zur Begründung des Schmerzes an der deutschen Seele verwendet wurde.

Was es gibt, sind Nationen, die berechenbar sind und solche, die als Trittbrettfahrer unterwegs sind und solche, die es den Trägern der internationalen Sicherheit teurer machen an harten und weichen Kosten.

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RE: Der NSA-Skandal - (m)eine kleine Zusammenfassung. Inklusvie Rußlands Rolle.

#38 von JoG , 07.11.2013 20:32

Wenn man die Weltfremde des deutschen Publikums sehen will und verstehen will woher sie kommt und wie weit sie geht sollte diesen Artikel lesen. Der Unterschied zwischen dem Weltverständnis des Autors und der betrachteten Personen wirft das ist krasses Relief.
http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-932362.html

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Der NSA-Skandal - was der "Spiegel" NICHT schreibt

#39 von kjschroeder , 08.11.2013 11:26

Das paßt sehr schln ins Bild. Und das geht ja noch weiter. Lesen Sie, wenn Sie Lust haben, mal diesen Artikel hier: -> http://www.cicero.de/berliner-republik/n...s-buergerrechte

Danach hält der "Spiegel" Snowden-Dokumente zurück statt sie zu veröffentlichen, wozu Presse ja da sein sollte. Warum? Für neue Titelgeschichten? Politische Intrigen? Manipulationen?

Gruß
Klaus

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RE: Der NSA-Skandal - was der "Spiegel" NICHT schreibt

#40 von horstR , 08.11.2013 12:50

Sollte es dem Cicero mal gelingen journalistische Manipulationen aufzudecken? Würde mich freuen, bisher halte ich die gesamte Presse incl. elektronischer Medien für ein ausgesprochen Krähennest, die hacken immer nur auf Wulff, dem Bischof etc. rum....

Ach ja, netter Beifang heute morgen im Morgenmagazin, aus der evangelischen Kirche treten noch mehr Gläubige aus als bei den Katholen(1oo.ooo). Begründung: Der Bischof....:-))))))))))))))))

Ich glaube, die versuchen das Volk planmäßig zu verdummen. Denke Marie wird dazu auch noch einen netten Beitrag bringen.

Feixend


MfG

HR

Schluss mit lustig, was kommt nach der Boygroup?

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RE: Der NSA-Skandal - was der "Spiegel" NICHT schreibt

#41 von kjschroeder , 08.11.2013 21:03

Zitat
Sollte es dem Cicero mal gelingen journalistische Manipulationen aufzudecken? Würde mich freuen, bisher halte ich die gesamte Presse incl. elektronischer Medien für ein ausgesprochen Krähennest, die hacken immer nur auf Wulff, dem Bischof etc. rum....



Ja. Aber da gibt es natürliuch einen Rückkoppelungseffekt: Die Medien würden darüber nicht berichten, wenn die Leute sowas nicht lesen, hören und sehen würden wollen. Das wollen sie aber. Da muß man ganz kühlen Kopf behalten. Die Zahl der Kirchenaustritte belegt es ja auch, der Tenor zahlreucher Leserbriefe bei der NSA-Affäre macht mich da nur fassungslos.

Apropos Limburg: Die Bischofsstast wird zum Touristenmagneten ...... -> http://www.n-tv.de/panorama/Touristen-st...le11573326.html


Gruß
Klaus

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RE: Der NSA-Skandal - was der "Spiegel" NICHT schreibt

#42 von JoG , 09.11.2013 00:32

Limburg ist nunmal ein hübsches Städtchen.

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Der NSA-Skandal - jetzt sollen Mitglieder der Bundesregierung angezeigt werden

#43 von kjschroeder , 30.01.2014 08:46

Diese Frau hat meinen Respekt. -> http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/me...n-12775225.html

Endlich! So ist es richtig!

Die Betreffenden müssen persönlich zur Verantwortung gezogen werden - kein Versteckspiel mehr hinter "Immunität" (sollte für die staatliche Exekutive aka Regierung sowieso verboten sein). Auch wenn es nichtas bringen mag - ich glaube kaum, daß eine am personalpolitischen Tropf der Exekutive baumelnde Judikative sich gegen die Exekutive stellt - aber es ist ein symbolischer Hinweis, daß sich Bürger nicht mehr alles bieten lassen, was ihnen in Berlin an Unverschämtheiten aufgetischt wird.

Gruß
Klaus

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RE: Der NSA-Skandal - jetzt sollen Mitglieder der Bundesregierung angezeigt werden

#44 von JoG , 30.01.2014 20:14

Ja, in den USA hätte ein Prozess weit höhere Erfolgsaussichten, wo es die Rechte amerikanischer Bürger betrifft oder es um internationales Recht geht. Hier gäbe es bestenfalls einen Rüffel wie bei Siemens, Kohl oder Hoeneß.

Nun rächt sich auch, dass man das Volk über Jahrzehnte belogen und in irreale Träume wog.


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zuletzt bearbeitet 30.01.2014 | Top

RE: Der NSA-Skandal - jetzt sollen Mitglieder der Bundesregierung angezeigt werden

#45 von kjschroeder , 02.02.2014 11:25

Zitat
Ja, in den USA hätte ein Prozess weit höhere Erfolgsaussichten, wo es die Rechte amerikanischer Bürger betrifft oder es um internationales Recht geht. Hier gäbe es bestenfalls einen Rüffel wie bei Siemens, Kohl oder Hoeneß.



Das sehe ich auch so - leider. Das sind halt in Deutschland die Ergebnisse mangelhafter Gewaltenteilung - bzw. nicht vorhandener - und einer völlig verqueren, Untertanen erziehenden Staatssicht.

Zitat
Nun rächt sich auch, dass man das Volk über Jahrzehnte belogen und in irreale Träume wog.



Sind Sie sicher, daß die Vergangenheitsform stimmt? Für mich passiert das noch immer. Nehmen Sie als Beispiel nur die jüngst angekündigte Bereitschaft aus den Reihen der politischen Elite, endlich außenpolitisch Verantwortung zu übernehmen und mit der Trittbrettfahrerei aufzuhören. "Berlin will endlich erwachsen werden", titelte die Neue Zürcher Zeitung völlig zurecht. -> http://www.nzz.ch/aktuell/international/...rden-1.18233619

Und das vergleiche man mit der Begründung, die Frau von der Leyen oder andere Politiker lieferten. Vor allem, was diesen Satz im NZZ-Kommentar angeht: "Den Vorwurf der Nato-Verbündeten, Deutschland beschränke sich aufs Bohren von Brunnen und humanitäre Hilfe mit militärischen Mitteln, schrecke aber vor robusteren Operationen zurück, entkräftet Berlin damit nicht."

Der Leser deutscher Medien erfährt auch nicht, daß die Richtungsänderung vor allem der Kritik aus dem verbündeten Ausland geschuldet ist.

Gruß
Klaus

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