Der Westen hat Libyen zerstört

#1 von weihrauch , 26.10.2013 19:04

Der Staatszerfall Libyens geht in eine weitere Runde. In Libyen bestehen die drei historischen Regionen Cyrenaika im Osten, der Fezzan im Süden und Tripolitanien im Westen auf mehr Eigenständigkeit. Ein gemeinsamer Staat interessiert niemanden mehr. Ausgerechnet die FAZ ist darüber erschreckt. Gehört sie doch, wie die gesamten deutschen Medien und den westlichen Regierungen zu den Kriegstreibern im sogenannten arabischen Frühling. Und nicht nur Libyen ist betroffen - es betrifft auch Ägypten und Tunesien - Syrien konnte gerade noch vor den westlichen Kriegstreibern gerettet werden.
Sie allein sind für die Fluchtwelle nach Europa verantwortlich - aber vielleicht gehört es auch zur westlichen Strategie, den Weg für Flüchtlinge nach Europa freizubomben.Ghadaffi und Saddam Hussein waren ein Garant für Stabilität - der Weg der gescheiterten Nationen begann mit dem Eingreifen des westlichen Auslands.


http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...t-12634319.html


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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#2 von JoG , 26.10.2013 19:40

Diktatoren sorgen für Ruhe in Land. Das ist der Vorteil, wenn es einen guten Grund hat die Ruhe hat und Einen die Schreie der Gefolterten und lästige Leichengeruch nicht stören. Aber sie stellen halt ein größeres Problem dar, wenn sie sich Benehmen wie Hitler, Stalin oder Mao. Auch ist es blöd, wenn sie ihre Bevölkerung mit militärischen Mitteln unterdrücken wie in Syrien.

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#3 von weihrauch , 26.10.2013 20:45

Zitat von JoG im Beitrag #2
Diktatoren sorgen für Ruhe in Land. Das ist der Vorteil, wenn es einen guten Grund hat die Ruhe hat und Einen die Schreie der Gefolterten und lästige Leichengeruch nicht stören. Aber sie stellen halt ein größeres Problem dar, wenn sie sich Benehmen wie Hitler, Stalin oder Mao. Auch ist es blöd, wenn sie ihre Bevölkerung mit militärischen Mitteln unterdrücken wie in Syrien.


Also sehen Sie den Status Quo im Irak, in Libyen und Ägypten im Vergleich zu vorher als optimal an?

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#4 von JoG , 26.10.2013 21:04

In Deutschland war die Situation in der ersten Demokratie auch nicht optimal.

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#5 von weihrauch , 26.10.2013 21:21

Zitat von JoG im Beitrag #4
In Deutschland war die Situation in der ersten Demokratie auch nicht optimal.


Doch - ich finde die Situation von 1871 - 1914 war optimal
Erst ab 1919 war es damit vorbei - der Terror dauerte dann bis 1924 (Besatzungszeit)


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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#6 von JoG , 26.10.2013 21:45

Abgesehen davon, dass Deutschland bis 1918 als "Zweites Reich" eine konstitutionelle Monarchie war, zeigt das Ergebnis eine der Probleme autokratischer politischer Strukturen. ;)

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#7 von weihrauch , 26.10.2013 23:30

[quote="JoG"|p6744]Abgesehen davon, dass Deutschland bis 1918 als "Zweites Reich" eine konstitutionelle Monarchie war .......

Na und .... deshalb war es trotzdem keine Diktatur im klassischen Sinne, sondern sogar Vorbildfunktion für Europa.
Klassische Demokratien wie die USA hingegen autoritärer

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#8 von JoG , 27.10.2013 10:59

Ach geee... Anfang des letzten Jahrhunderts war Deutschland ein Emporkömmling mit einem verantwortungslosen Regime, das einen "Platz an der Sonne" arrogant, populistisch, rassistisch und unter Einsatz all jener Instrumente wie Vertreibung und Massenmord sowie irrsinnige wenn auch ineffiziente Aufrüstung forderte, die man dann 39 Jahre später in Europa so wirkungsvoll einsetzte.
Also ehrlich! Das finden Sie gut?
;)


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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#9 von weihrauch , 27.10.2013 11:58

Zitat von JoG im Beitrag #8
Ach geee... Anfang des letzten Jahrhunderts war Deutschland ein Emporkömmling mit einem verantwortungslosen Regime, das einen "Platz an der Sonne" arrogant, populistisch, rassistisch und unter Einsatz all jener Instrumente wie Vertreibung und Massenmord sowie irrsinnige wenn auch ineffiziente Aufrüstung forderte, die man dann 39 Jahre später in Europa so wirkungsvoll einsetzte.
Also ehrlich! Das finden Sie gut?
;)


Wenn Sie damit das Kaiserreich meinen - NATÜRLICH!!!
Das deutsche Reich wollte gleichberechtigter Partner sein, was besonders GB nicht billigte.
Sie wollten weiterhin der alleinige Herrscher der Meere sein
Leider aber hat sich der Kaiser auch ungeschickt angestellt.

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#10 von JoG , 27.10.2013 12:24

Ja. Wenn man den Massenmord an seinen Negern in Afrika als Ungeschicklichkeit bezeichnen will, war das Regime ungeschickt.

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#11 von Marie , 27.10.2013 13:21

Zitat von weihrauch im Beitrag #9
Zitat von JoG im Beitrag #8
Ach geee... Anfang des letzten Jahrhunderts war Deutschland ein Emporkömmling mit einem verantwortungslosen Regime, das einen "Platz an der Sonne" arrogant, populistisch, rassistisch und unter Einsatz all jener Instrumente wie Vertreibung und Massenmord sowie irrsinnige wenn auch ineffiziente Aufrüstung forderte, die man dann 39 Jahre später in Europa so wirkungsvoll einsetzte.
Also ehrlich! Das finden Sie gut?
;)


Wenn Sie damit das Kaiserreich meinen - NATÜRLICH!!!
Das deutsche Reich wollte gleichberechtigter Partner sein, was besonders GB nicht billigte.
Sie wollten weiterhin der alleinige Herrscher der Meere sein
Leider aber hat sich der Kaiser auch ungeschickt angestellt.

Zitat von weihrauch im Beitrag #9
Zitat von JoG im Beitrag #8
Ach geee... Anfang des letzten Jahrhunderts war Deutschland ein Emporkömmling mit einem verantwortungslosen Regime, das einen "Platz an der Sonne" arrogant, populistisch, rassistisch und unter Einsatz all jener Instrumente wie Vertreibung und Massenmord sowie irrsinnige wenn auch ineffiziente Aufrüstung forderte, die man dann 39 Jahre später in Europa so wirkungsvoll einsetzte.
Also ehrlich! Das finden Sie gut?
;)


Wenn Sie damit das Kaiserreich meinen - NATÜRLICH!!!
Das deutsche Reich wollte gleichberechtigter Partner sein, was besonders GB nicht billigte.
Sie wollten weiterhin der alleinige Herrscher der Meere sein
Leider aber hat sich der Kaiser auch ungeschickt angestellt.






Der Witz ist ja, daß sich die Spuren nationaler "Vorurteile"/Gehässigkeiten in den diversen Reichsprovinzen gegenüber den Deutschen/dem HRR leicht bis ins Mittelalter zurückverfolgen lassen und seitdem recht stabil geblieben sind, auch wenn es zwischendurch immer mal entspanntere Zeiten gab ;-)

Dazu z.B. -> http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_VII._(Frankreich)
"Das alexandrinische Schisma führte das französische Königtum an die moralische Spitze des Abendlandes, als treuer Verbündeter des gewählten Papstes – insbesondere nach der Ermordung Thomas Beckets im Dezember 1170 durch Getreue des englischen Königs. Weiterhin förderte es frühe nationale Gegensätze zu Tage, nachdem Angehörige aus dem Umfeld des Kaisers ihre Geringschätzung gegenüber den „kleinen Königen“ geäußert hatten.

Dies provozierte auf deren Seite einen Protest des Bischofs von Chartres, Johannes von Salisbury, der die Frage aufwarf, warum die Vorherrschaft auf das römische Kaisertum im Volk der Deutschen manifestiert sei:

„Wer hat die Deutschen zu Richtern über die Nationen gesetzt? Wer hat diesen stumpfsinnigen und aggressiven Menschen das Recht gegeben, nach ihren Willen einen Herren über die Köpfe der Menschenkinder zu setzen?
“.[2]..."

und -> http://books.google.de/books?id=BecfW7HW...ichtern&f=false
"Überall ist Mittelalter: von der Gegenwart einer vergangenen Zeit"
von Horst Fuhrmann

Daraus erklärt sich auch, warum nationale "Egoismen" und Selbstbehauptungswillen dort wesentlich stärker verwurzelt und ausgeprägt sind als hier und ebenso die Angst von den Deutschen "geschluckt" zu werden - und wie lächerlich die Vorstellung, dieses mindestens tausendjährige Erbe könne in wenigen Jahrzehnten in der EU "ausradiert" werden.

Gruß,
Marie

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#12 von weihrauch , 27.10.2013 14:08

Zitat von JoG im Beitrag #10
Ja. Wenn man den Massenmord an seinen Negern in Afrika als Ungeschicklichkeit bezeichnen will, war das Regime ungeschickt.


1904 war noch nicht das Claudia Roth-Zeitalter und Schwabbel-Fischer hat sich ja Mitte der 90er Jahre selbstherrlich entschuldigt - als einziger der ehemaligen Kolonialmächte.
Die Neger wurden nicht grundlos angegriffen - erst nachdem sie deutsche Siedler und die Schutzgruppe angriffen.
Das es 1908 allerdings keine Antifa-Demo im Kaiserlichen Berlin oder Windhoek gab, ist durch nichts zu entschuldigen.

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#13 von JoG , 27.10.2013 15:34

Was?! Im eigenen Land Deutsche Siedler überfallen! Das ist ja fast so schlimm wie der Dolchstoß! Dafür darf man ganze Völker auslöschen!
So sprach die Leitkultur.

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#14 von JoG , 27.10.2013 15:43

Ja, es ist faszinierend, wie stabil sich Mythen und Handlungsweisen in Kulturen sowie Völkern halten und fortsetzen. So glaubt man bspw hier noch immer, man könne die Regierenden machen lassen und würde nicht die Schuld für die Verbrechen mit ihnen teilen, die es in Vertretung des Bürgers taten.

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#15 von weihrauch , 27.10.2013 15:43

Zitat von JoG im Beitrag #13
Dafür darf man ganze Völker auslöschen!
So sprach die Leitkultur.


Dafür, daß die Kaiserliche Armee die Hereros ausgelöscht hat sind sie aber noch sehr agil und zahlreich.
Und hofiert wurden sie außerdem

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RE: Der Westen hat Libyen zerstört

#16 von JoG , 27.10.2013 15:51

Wahr ist, dass die Deutschen viel schlampiger sind und ungenauer arbeiten als sie immer von sich erzählen. Auch bei der Endlösung könnten sie ihr Ziel nicht erfüllen. So bösartig sie auch immer wieder tun und so sehr sie das Böse anstreben, sie versagen auf den letzten Metern. Hat Fausts Freund nicht auch soetwas von sich gesagt?


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