Der bischöfliche Stuhl

#1 von horstR , 14.10.2013 11:18

Kirche besitzt Vermögen erworben über Jahrhunderte, der so genannte bischöfliche Stuhl. Erworben durch Schenkungen, Vermächtnisse erarbeitet und erspart.

Diese Vermögen sind weitgehend verborgen vor der Öffentlichkeit. So wie unsere Politiker gestrickt sind kann ich mir gut vorstellen warum die Kirche kein Interesse hat, die Vermögensverhältnisse offen zu legen, die wollen keine Begehrlichkeiten wecken... Kirche hat in ihrer Geschichte ja auch schon genug Erfahrung mit Enteignung gemacht.

Nun sagen viele, die bischöflichen Stühle seien Stiftungen damit sei der Ausschluss der Öffentlichkeit weitgehend ausgeschlossen. Natürlich erwarten gerade die Leute eine Offenlegung, die keinen persönlichen Bezug zur Kirche haben oder halt Protestanten, die Offenlegung der Katholen fordern.

ABER wie sieht es eigentlich in der evangelischen Kirche mit dem Kirchenvermögen aus? Die sammeln ja auch schon einige Jahrhunderte Vermögen ein! Und ! Wie sieht es eigentlich mit dem Vermögen von Wohlfartsverbänden aus? Wer macht sich da die Taschen voll? Analog dazu, wie sieht es mit dem Vermögen von Gewerkschaften aus?

Wenn Transparenz, dann muß die doch für alle gelten.

Ich persönlich verstehe das Interesse an Intransparenz, denn die Aasgeier (sprich Sozialpolitiker) sitzen schon auf der Stange. um umzuverteilen... Das wird ja aus rot/grünen Steuerplänen überdeutlich!


MfG

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#2 von kjschroeder , 14.10.2013 13:21

Zitat
Wenn Transparenz, dann muß die doch für alle gelten.



Natürlich.

Und ich vermute, daß es im Zuge der Diskussion um die Vorgänge in Limburg nötig sein wird, häufiger daran zu erinnern.

Das gilt auch für die Politik, die es bis auf den heutigen Tag nicht gebacken kriegt, die UN-Konvention gegen Korruption zu ratifizieren. Das gilt auch für die Nebeneinkünfte unserer Abgeordneten, die diese nicht etwa auf Heller und Pfennig offenlegen müssen, wie es richtig wäre, sondern nur in drei mehr oder weniger nichtssagenden Stufen. Und von den Schattenhaushalten der Kommunen und des Bundes reden wir jetzt besser mal nicht. ;-)

Mit Transparenz tun sich hier einige schwer. A. Rohrsetzer aus dem FDP-Forum würde jetzt noch - völlig zurecht - das Zeitungsimperum der SPD nennen. ;-) Auch das war bis in die 90er kaum jemandem bekannt.

Aber wie stellt man diese Transparenz her? Wer macht den Anfang? Für wen soll sie gelten? Und: Wer entscheidet das? Wer DARF es entscheiden? Wer SOLLTE es entscheiden dürfen?

Gruß
Klaus

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#3 von JoG , 14.10.2013 17:21

Ich denke anfangen tut man bei solchen Personen, die für die Öffentlichkeit arbeiten und sie vertreten. Ob man in jedem Fall die Transparenz öffentlich zugänglich manchen sollte, den Gerichten, der Polizei im Verdachtsfall oder nur den Medien, darüber kann man sich unterhalten. Auch sollte man darüber nachdenken, ob man nicht für Personen ab einer zu bestimmenden Machtfülle eine Beweislastumkehr einführen sollte und erlauben, dass alle Gespräche aufgezeichnet werden.

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#4 von weihrauch , 14.10.2013 20:00

Das ist ja sehr erfreulich, daß es mal ziemlich identische Antworten gibt.
Für mich ist es eine Herbstposse. Gerade die Leute, deren Hobby es ist, Steuergelder zu verschwenden, regen sich über die im Vergleich lächerliche Summe von 30 Millionen auf.
Dazu gehört die Kanzlerin, deren Verschwendungsdimensionen schon in die Billionen gehen - dann ausgerechnet die Medien - das Fernsehen - deren Intendanten, Programmdirektoren und Nachrichtensprecher zu den Parasiten und Schmarotzern des Staates gehören. Sollte diese Flucht nach vorn etwa eine vorauseilende Entschuldigung sein?
Ich als Katholik mit meinen Kirchensteuern bin betroffen und ich akzeptiere eher den Gegenwert eines ästhetisch schönen Bauwerks als fragwürdige "Unterstützungen von Hilfsorganisationen".

Im Verhältnis zu den angegebenen Vorfällen ist der sogenannte "Bischofskandal" lediglich Peanuts.

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#5 von kurt02 , 14.10.2013 22:32

Ich liebe es, wenn mir jemand vorschreibt, über was ich mich aufregen darf und über was nicht.
Haben Sie ne Summe für mich? Sozusagen einen Mindestaufregbetrag? Variiert der je nach sexueller Orientierung, ethnischer Herkunft, Glaubensbekenntnis oder politischen Standort?

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#6 von kurt02 , 14.10.2013 22:37

Zitat von JoG im Beitrag #3
Ich denke anfangen tut man bei solchen Personen, die für die Öffentlichkeit arbeiten und sie vertreten. Ob man in jedem Fall die Transparenz öffentlich zugänglich manchen sollte, den Gerichten, der Polizei im Verdachtsfall oder nur den Medien, darüber kann man sich unterhalten. Auch sollte man darüber nachdenken, ob man nicht für Personen ab einer zu bestimmenden Machtfülle eine Beweislastumkehr einführen sollte und erlauben, dass alle Gespräche aufgezeichnet werden.


Ich halte wenig von solcher gewalt-igen Transparenz, aber dennoch war Ihr Beitrag wichtig, denn mir wurde da ein Strickfehler klar: Die Machtfülle eines kathoilischen Bischofs. Obwohl sleber katholisch, hätte ich so etwas nicht erwartet.

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#7 von kjschroeder , 14.10.2013 22:38

Zitat
Ich liebe es, wenn mir jemand vorschreibt, über was ich mich aufregen darf und über was nicht.



Ich fürchte, dann ist ein liberales Forum wie dieses hier für Sie nicht die richtige Adresse. Versuchen Sie es doch bei Ihren grün-linken Freunden und deren Vorstellungen wie wir zu leben haben. Ich vermute, da werden Sie sich viel heimischer fühlen. ;-)

Gruß
Klaus

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#8 von kurt02 , 14.10.2013 22:51

Ja, ich weiß und ich mach den Fehler trotzdem immer wieder: Ironie versteht der Leser nie.

Außerdem hab ich morgen eine Darmspiegelung und hab deswegen den ganzen Tag nichts gegessen, sondern aufm Klo verbracht. Bitte um Nachsicht, ja?

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#9 von horstR , 14.10.2013 23:41

Ein unendliches Gefühl der Leere, dann hat man am nächsten Tag auch noch das Gefühl aufgepumpt zu werden wie ein Fußball, na ja es gibt angenehmeres. Viel Glück hoffentlich finden die nix und machen nur Kohle...:-)))


MfG

HR

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#10 von weihrauch , 15.10.2013 23:25

Zitat von kurt02 im Beitrag #8
Ja, ich weiß und ich mach den Fehler trotzdem immer wieder: Ironie versteht der Leser nie.

Außerdem hab ich morgen eine Darmspiegelung und hab deswegen den ganzen Tag nichts gegessen, sondern aufm Klo verbracht. Bitte um Nachsicht, ja?


Träumen Sie während der Spiegelung vom Forum - dann wird es nicht so unangenehm

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RE: Der bischöfliche Stuhl

#11 von Willik , 16.10.2013 01:41

"...wie sieht es eigentlich in der evangelischen Kirche mit dem Kirchenvermögen aus? Die sammeln ja auch schon einige Jahrhunderte Vermögen ein! Und ! Wie sieht es eigentlich mit dem Vermögen von Wohlfartsverbänden aus? Wer macht sich da die Taschen voll? Analog dazu, wie sieht es mit dem Vermögen von Gewerkschaften aus?"



Alles richtig, besonders bezgl. der Gewerkschaften und besonders der Sozen und deren Beteiligungen an vielen katastrophal meinungs(ver)bildenden Zeitungen.

Aber was mich noch viel mehr stört, ist die Tatsache, daß nach 1989 die Mauermörderpartei nicht vollständig zerschlagen und --->>>restlos enteignet wurde.
Diese Verbrecher konnten sich mit augenzwinkernder Zustimmung und durch das Wegschauen aller Anderen komplett neu organisieren und mehrfach umbenennen, dabei ihr wahrscheinlich vor Allem aus riesigem Grundbesitz bestehendes Vermögen über eine Währungsreform hinweg bewahren, es in den letzten 23 Jahren noch scheibchenweise verscherbeln und mit dem Erlös Wahlkampf bestreiten und mit Hilfe von willfährigen Helferlein in den Medien "salonfähig" werden.

Der Einzug in die Parlamente (teilweise mit porschefahrenden West-Gehilfen und Gewerkschaftsproleten als "nützliche Idioten") war dann nur noch eine Frage der Zeit, wenn man sich darauf verlassen kann, immer eine genügend große Anzahl von völlig bescheuerten und verzweifelten "Mühseligen und Beladenen", Totalversagern, verkrachten Existenzen, gewohnheitsmäßigen Neidhammeln und geistigen Bettnässern zu finden, die einen wählt.
DIE wollen uns heutzutage erklären, wie es laufen muß, die selbst ein ganzes Land zugrundegerichtet haben?
Ich faß" es nicht!!

Fazit: In Rumänien ist sicher auch nicht alles richtig gelaufen, aber mit den alten Herrschern hat man es besser gemacht als in Berlin!!
Man hat den pelzbemützten Diktator und seine schmierige, verkommene Schickse an die Wand gestellt und einfach und preiswert erschossen.
In DE hat man denen noch jahrelang Rente gezahlt. Ein Skandal für sich, wenn man die Rentenentwicklung für Menschen berücksichtigt, die hier 40 Jahre + X einbezahlt haben!


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zuletzt bearbeitet 16.10.2013 | Top

   

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