Braucht die BRD internationale Wahlbeobachter?

#1 von weihrauch , 28.09.2013 23:02

Diese Wahl hatte es in sich - nicht vor Spannung, sondern vor Langeweile.
Einen Dämpfer bekam die Langeweile jetzt durch die Unregelmäßigkeiten bei der Wahl.
Besonders die AFD hat es dabei erwischt - immer wieder tauchen jetzt neue, nicht berücksichtigte Wahlzettel auf.
Es hat schon was für sich, wenn die Vermutung geäußert wird, daß die AFD 5,7% erreicht hätte, wenn es statt der 5 die 6%-Hürde gäbe.
Außerdem herrschte beim Establishment eine Heidenangst, daß die AFD den Sprung in das Parlament schaffen könnte.

Also, die BRD sollte sich darauf einstellen, bei den nächsten Wahlen internationale Wahlbeobachter zuzulassen.
Ich denke da an Rußland oder Ungarn.

Kleines Schmankerl nebenbei: Unsere Bundeskanzlerin warf die Deutschlandfahne in die Ecke

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Geburt einer Dolchstoßlegende

#2 von kurt02 , 29.09.2013 08:23

Und wieder werden wir Zeuge der Geburt einer Dolchstoßlegende. Wenn Sie meinen, dass die Wahlen gefälscht wurden, zeigen Sie das an oder halten Sie sich einfach mal an Dieter Nuhr.

Und selbstverständlich waren Wahlbeobachter der OECD hier vor Ort.

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RE: Geburt einer Dolchstoßlegende

#3 von horstR , 29.09.2013 09:42

Na ja, 0 ausgezählte Stimmen anstatt 31 ist schon etwas plump gefälscht, nachzählen bundesweit wäre wohl durchaus angesagt...!


MfG

HR

Schluss mit lustig, was kommt nach der Boygroup?

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RE: Geburt einer Dolchstoßlegende

#4 von JoG , 29.09.2013 11:33

Hat jemand dazu einen link?

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RE: Geburt einer Dolchstoßlegende

#5 von JoG , 29.09.2013 11:43

Normalerweise würde ich Ihre Meinung teilen.

Zwei Dinge aber dazu:

-Es ist so viel illegales in den letzten Jahren von der politischen und Machtelite Elite gemacht worden und von der Justiz illegitim und mit Lügen geheilt oder einfach ignoriert worden, dass es besser wäre nicht noch dazu eine Unklarheit in so wichtiger Sache zuzulassen. Man hat in Bezug Korruption ja noch nicht einmal die internationale Charta unterzeichnet und verboten für Parlamentarier.

-Der Vorwurf ist glaubhaft. Wir sind in Deutschland.

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RE: Braucht die BRD internationale Wahlbeobachter?

#6 von kjschroeder , 29.09.2013 12:12

Den Unfug, den kurt02 mit seiner Bemerkung von der "Dolchstoßlegende" hier mal wieder losgelassen hat, beseite schiebend: Man muß seine Reaktion als Partei schon gut abwägen, auch, um sich nicht der Gefahr des Lächerlichmachens auszusetzen.

Tatsache ist, daß es bei dieser Wahl zu bemerkenswert vielen Pannen kam - hier ein Bericht in den Deutsch-Türkischen Nachrichten, der das mal zusammenfaßt: -> http://www.deutsch-tuerkische-nachrichte...immen-zaehlung/

Und nicht in jedem Falle ist die AfD betroffen, wie sich an der Nachzählung in Essen gezeigt hat, die zugunsten der SPD ausging.

Abe es gibt da schon einige Merkwürdigkeiten, etwa, daß in Hamburg in gleich sieben Wahlbezirken nicht ein einziger Wähler die AfD haben soll. Das ist theoretisch natürlich denkibar und auch praktisch möglich - aber wie wahrscheinlich? HorstR hat die Frankfuzrter Geschichte mit den 31 Stimmen bereits erwähnt.

Bei mir gab es das erwartete gemischte Bild in den Wahlbezirken von 2 bis hin zu 10% für die AfD. Das scheint mir stimmig zu sein.

Man kann nur jedem Wähler empfehlen, sich aufmerksam das Wahlergebnis anzuschauen und bei der kleinsten Unmstimmigkeit vom Gesetz Gebrauch zu machen. Was heißt: Man wende sich an den Bundestag (Rechtsgrundlage: § 41 Grundgesetz)

(Wobei ich es putzig finde, daß nicht etwa ein unabhängiges Gremium, sondern Betroffene in eigener Angelegenheit entscheiden sollen - balance of power geht anders -, aber das ist eine andere Baustelle. Freilich zeigen die Entscheidungen aus 2009, wie erfolgreich solche Anfechtungen verlaufen)

Ist man mit der Entscheidung nicht einverstanden, kann man sich ans BVerfG wenden. Den Anfechtungsvorgang kann JEDER wahrnehmen! Und einer mindestens wird es wohl auch tun, wie man im Pinneberger Tageblatt nachlesen kann.

Derweilen versucht die "Zeit" zu beschwichtigen, Tenor: Keine Wahl ohne Pannen, also alles halb so wild. Und schießt dabei noch einen schönen Bock, indem sie Bürger, die ihr Recht wahrnehmen, als "selbsternannte Wahlbeobachter" diskriminiert.

Und die zwei Wahlbeobachter von der OSZE, die 2013 anwesend waren (2009 entsandte die OSZE zum allerersten Mal Wahlbeobachter nach Deutschland) können natürlich de facto gar nichts kontrollieren.

Sei dem wie es sei: Es gilt der alte Spruch, daß Demokratie präzise einen Preis hat: Wachsamkeit!

Gruß
Klaus

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RE: Geburt einer Dolchstoßlegende

#7 von kjschroeder , 29.09.2013 12:13

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Wachsamkeit ist der Preis der Demokratie

#8 von kjschroeder , 29.09.2013 12:16

Zitat
Der Vorwurf ist glaubhaft. Wir sind in Deutschland.



In der Tat. Ich weigere miuch zwar Wahlvorständen allgemein Manipulation zu unterstellen - ich war selber auch mehrmals einer ;-) -, aber Sie haben Recht: Was hier in der jüngeren Vergangenheit an zweifelhaften bis schlicht illegalen Praktiken eingerissen ist, sollte bei dieser Auszählung zu höchster Wachsamkeit Anlaß geben. Und auch künftig - zum Beispiel bei der Europawahl nächstes Jahr.

Gruß
Klaus

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RE: Braucht die BRD internationale Wahlbeobachter?

#9 von JoG , 29.09.2013 13:58

"(Wobei ich es putzig finde, daß nicht etwa ein unabhängiges Gremium, sondern Betroffene in eigener Angelegenheit entscheiden sollen - balance of power geht anders -, aber das ist eine andere Baustelle. Freilich zeigen die Entscheidungen aus 2009, wie erfolgreich solche Anfechtungen verlaufen)"

Ich finde es weniger "putzig" denn ein gutes Beispiel, wie schlampig Deutschland verfasst ist.

Um Ihre Bemerkung zu Die Zeit ist völlig richtig. Die Zeitung verbreitet Informationen in einer Weise, die die Dysfunktionalität der BRD verstärkt.

Fast hätte ich vergessen Ihren letzten Satz zu würdigen.


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zuletzt bearbeitet 29.09.2013 | Top

Traumzahlen bei erneuter Wahlumfrage

#10 von weihrauch , 29.09.2013 18:19

Bei Emnid würde der aktuelle Sonntagstrend folgendermaßen aussehen:

CDU: 43%
SPD: 26%
Linkspartei: 9%
Grüne: 7%
AFD: 6%
FDP: 3%

Schade, daß dies nicht das tatsächliche Endergebnis ist.

Neuwahlen werden darum von Rot-Grün gewiss nicht angestrebt

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RE: Braucht die BRD internationale Wahlbeobachter?

#11 von kjschroeder , 29.09.2013 19:57

Zitat
Kleines Schmankerl nebenbei: Unsere Bundeskanzlerin warf die Deutschlandfahne in die Ecke



Jetzt weiß ich überhaupt erst, was Sie meinen. ;-)

Für alle, die das, so wie ich, auch nicht mitgekriegt haben, hier wird es auf der heute show gezeigt, ab 01:50.

Da läßt sich also der Hermann Gröhe, immerhin Generalsekretär, einfach so ohne Worte die Deutschlandfahne aus der Hand nehmen. Ich schätze, so behandelt Merkel alle in ihrer Partei. Weswegen die CDU auch fertig hat, wenn sie geht. Leute, die sich DAS gefallen lassen, können nicht Nachfolger werden, die eignen sich nur als Befehlsempfänger. Und was Frau Merkel angeht: Natürlich ist Winken mit dem Deutschland-Symbol nichts für sie - da fehlten schließlich Hammer und Zirkel.

Gruß
Klaus

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