Nach der Wahl ist vor der Wahl

#1 von kjschroeder , 22.09.2013 15:10

Wie wird es nach der Wahl weitergehen in Berlin?

Ein paar Gedanken dazu habe ich im Weblog geschrieben - hier.

Meinungen?


Gruß
Klaus

PS.: Und natürlich kann hier auch Freude oder Frust über den bevorstehenden Wahlausgang "abgelassen" werden. ;-)

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RE: Nach der Wahl ist vor der Wahl

#2 von horstR , 22.09.2013 15:44

M.E. kommt alles darauf an wie die AfD mit ihrem Wahlerfolg umgehen wird.

Verdaddeln ala WW oder mit Ratio. Werden die nicht durch eine Koalition eingebunden werden sie die etablierten Parteienstaatler in Sachen Wirtschaft vor sich hertreiben, dagegen ist dann die PDS ein Verein von Betschwestern...


MfG

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RE: Nach der Wahl ist vor der Wahl

#3 von kjschroeder , 22.09.2013 16:06

Zitat
werden sie die etablierten Parteienstaatler in Sachen Wirtschaft vor sich hertreiben, dagegen ist dann die PDS ein Verein von Betschwestern...



Die Möglichkeit besteht. Ich denke aber, daß das erst nach ein paar Monaten der Fall wird sein können. Denn das ist eine völlig neue Partei ohne jede parlamentarische Erfahrung - bis auf Gauland vielleicht. Diesen Umstand werden andere zu nutzen wissen, schätze ich. Die AfD wird aufpassen müssen, daß sie nicht gegen eine Wand läuft und ausmanövriert wird (vorausgesetzt, sie schafft den Sprung in den Bundestag).

In 2 Stunden wissen wir mehr .....

Gruß
Klaus

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RE: Nach der Wahl ist vor der Wahl

#4 von horstR , 22.09.2013 16:21

Mein Tipp ist zweistellig obwohl sich eine hohe Wahlbeteiligung abzeichnet, bin gespannt wie viele Nichtwähler die mobilisieren können...


MfG

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RE: Nach der Wahl ist vor der Wahl

#5 von JoG , 22.09.2013 16:26

Man wird aufpassen müssen, dass ein geringer Erfolg der AfD nicht genutzt wird, um eine Legitimation herzuleiten für Immer Tieferes Europa.

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RE: Nach der Wahl ist vor der Wahl

#6 von kjschroeder , 22.09.2013 16:53

Zitat
Man wird aufpassen müssen, dass ein geringer Erfolg der AfD nicht genutzt wird, um eine Legitimation herzuleiten für Immer Tieferes Europa.



Da denke ich eher, daß das egal ist. Weil: Ist der Wahlerfolg der AfD gering, wird es heißen: Seht Ihr, alle wollen den Euro. Ist er hoch, werden een die Wähler miesgemacht nach dem Motto: So viele Ewgiggestrige. Oder man sagt: Die haben es nicht kapiert, wir müssen es ihnen besser erklären.

Aber an dem "Projekt" weiter herumwerkeln werden sie in Berlin, darauf können Sie sich verlassen. Es würde mit dem Einzug der AfD nur erheblich schwieriger, weil die Parteien dann endgültig die Hosen runterlassen müßten um zu sagen, wie ihr künftiges Europa eigentlich aussehen und wer es finanzieren soll.

Auch ein Grund, die AfD zu wählen.

Gruß
Klaus

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RE: Nach der Wahl ist vor der Wahl

#7 von kjschroeder , 22.09.2013 17:23

Ja. Ich habe mich eben nochmal auf Livetickern schlau gemacht. Die Wahlbeteiligung ist gut. Das kann dreierlei bedeuten:

1. Rot-Grün hat so viel neues Wahlvolk per Migration ins Land geholt, daß es für sie reicht.
2. Nichtwähler haben eine Alternative
3. Enttäuschte schwarz-gelb-Wähler haben eine Alternative.

1. kann man nicht ausschließen. Allerdings tippe ich eher auf 2. und 3.

Zweistellig? Das wäre sowas von cool .... :-))))))

Warten wir's ab - noch 40 Minuten .......


Gruß
klaus

PS.: Selten habe ich einem Wahlergebnis so entgegen gefiebert wie jetzt.

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RE: Nach der Wahl ist vor der Wahl

#8 von horstR , 22.09.2013 17:40

Meine Lebensgefährtin stammt aus Russland, die gesamte Mischpoke wählt derart Schwarz, da gibt's keinen Schatten. Vor allem die gehen auch alle wählen:-)))

Meine hat natürlich nur die erste Stimme an Schwarz verschwendet und die lieben Kinderlein haben natürlich auch auf mich gehört:-))))))))))


MfG

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1. Prognose: Große Koalition

#9 von kjschroeder , 22.09.2013 18:07

42,5 cdu
26,5 spd
4,5 fdp
8,0 grüne
8,5 linke
4,8 afd

Das wird ein langer Abend - die 4,8% für die AfD und die 4,5% für die FDP ....

Gruß
Klaus

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RE: 1. Prognose: Große Koalition

#10 von JoG , 22.09.2013 18:12

Das ist wirklich schade. Eigentlich ein wenig tragisch. Noch vier Jahre Immer Tieferes Europa.

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Na?

#11 von horstR , 22.09.2013 18:12

Wann fährt WW mit Mutti Cabrio?


MfG

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RE: Na?

#12 von kjschroeder , 22.09.2013 18:25

Ich vermute, WW wird erstmal Trost in den Armen seines Gatten suchen. Denn ich glaube: Für die FDP ist der Drops gelutscht. Diese Partei hat an CDU und AfD verloren und ihr steht eine inhaltliche Zerreißprobe ins Haus, wenn sie noch irgendwas retten will.

Für die AfD bleibt es ja spannend, mal schauen, wie sich das weiter entwickelt (und ich bin froh, daß ich in Optionen gedacht und das Scheitern an der 5%-Hürde nicht augeschlossen habe - aber ich drücke ihr nach wie vor die Daumen).

Gut finde ich das Abschneiden der Grünen. Insofern eine gute Nachricht. ;-)

Gruß
Klaus

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RE: Na?

#13 von horstR , 22.09.2013 18:27

Die Ansicht über die GRÜNEN teile ich nicht, aber der FDP stehen spannende Zeiten bevor.

Rösler dürfte wieder Bindehautentzündungen behandeln...


MfG

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RE: 1. Prognose: Große Koalition

#14 von kjschroeder , 22.09.2013 18:29

Zitat
Das ist wirklich schade. Eigentlich ein wenig tragisch. Noch vier Jahre Immer Tieferes Europa.



Ja. Und irgendwann wird es unwiderbringlich. Und die Linke stark. Was mich auch nervt.

Gruß
Klaus

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RE: Na?

#15 von JoG , 22.09.2013 18:29

Wer mit Mutti koaliert, spinnt. Lediglich die Personen, die dadurch für sich und die Pension ein Amt erhält, darf das befürworten. Die zweite Linie verliert aber ihre Chance.

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RE: Na?

#16 von kjschroeder , 22.09.2013 18:31

Zitat
Rösler dürfte wieder Bindehautentzündungen behandeln...



Womit natürlich das Problem nicht behoben wäre, denn das der FDP ist ein inhaltliches und als Folge davon ein Glaubwürdigkeitsproblem. Das ist mit bloßen Personal-Rochaden nicht zu lösen.

Ich hätte die Grünen auch gerne rauslfiegen sehen, aber man muß realistisch denken.

Gruß
Klaus

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RE: Na?

#17 von kjschroeder , 22.09.2013 18:34

Zitat
Wer mit Mutti koaliert, spinnt. Lediglich die Personen, die dadurch für sich und die Pension ein Amt erhält, darf das befürworten.


Darauf sind doch alle scharf im Bundestag. Auch bei der SPD. ;-)

Natürlich ist Große Koalition Lähmung, aber genau darauf läuft es zumindest jetzt hinaus.

Gruß
Klaus

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1. Hochrechnung

#18 von kjschroeder , 22.09.2013 18:38

42,3 cdu
26,3 spd
4,5 fpd
8,0 grüne
8,5 linke
4,8 AfD

Keine große Veränderung zur Prognose. Für die CDU natürlich ein bärenstarkes Ergebnis. Aber die strategische Mehrheit hat bis jetzt rot-rot-grün. Und das finde ich weniger nett.

Gruß
Klaus

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RE: 1. Hochrechnung

#19 von horstR , 22.09.2013 18:40

Erst nach der Auswertung der Briefwahl wird es interessant.


MfG

HR

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RE: 1. Hochrechnung

#20 von kjschroeder , 22.09.2013 18:58

DAS ist auch wieder wahr. Habe ich ganz vergessen.

Gruß
Klaus

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2. Hochrechnung - JETZT beginnt es spannend zu werden

#21 von kjschroeder , 22.09.2013 19:00

42,3 cdu
26,0 spd
4,4 fdp
8,1 grüne
8,3 linke
4,9 afd

Die AfD beginnt an der 5%-Hürde zu knabbern. Die FDP - oje. Die CDU stabilisert sich und sie SPD geht leicht runter. Grüne nund Linke kabbeln sich - wer ist die Nummer 3?

Gruß
Klaus

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RE: 2. Hochrechnung - JETZT beginnt es spannend zu werden

#22 von JoG , 22.09.2013 19:48

Hessen ist auch interessant.

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3. Hochrechnung: CDU mit knapper absoluter Mehrheit

#23 von kjschroeder , 22.09.2013 19:55

42,4 cdu
25,4 spd
4,5 fdp
8,3 linke
8,2 grüne
4,9 afd

Soll sagen: CDU mit 42,4% und rot-rot-grün mit 41,9 %.

Gruß
Klaus

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Ja, Hessen scheint rot-grün zu werden - au backe!

#24 von kjschroeder , 22.09.2013 19:56

Sie haben recht.

Und im hessischen Fall dauert mich der Rauswurf der FDP.

Gruß
klaus

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Die Nachwehen: Und jetzt blasen sie ALLE Trübsal

#25 von kjschroeder , 23.09.2013 19:10

Tja, wie es scheint, blasen jetzt - bis auf die Linke - alle Trübsal: Der Wähler, das unbekannte Wesen.

Zuir Erinnerung nochmals das vorläufige amtliche Ergebnis in % :

CDU: 41,5
SPD: 25,7
Linke: 8,6
Grüne: 8,4
FDP: 4,8
AfD: 4,7
Piraten: 2,2

Da merkt man schon an den Prozenten: gegen Rot-Grün hätte die CDU ja noch eine Mehrheit. Aber nicht, wenn man noch die Linke dazu zählt. Was bedeutet: Frau Merkel hat nur die Wahl zwischen einer Minderheitsregierung und einer großen Koalition. Und da heute bekannt wurde, daß sie eine Minderheitenregierung ablehnt, geht es nun um den Koalitionspartner. Da kann die SPD in Ruhe abwarten - denn was würde passieren, wenn keiner mit der CDU etwas machen will?

Aber wenn man sich bei Poilitikern auf eines verlassen kann, ist es die Verlockung der Macht. Und somit schätze ich, daß die SPD da mitmachen wird. Sie ist im Wahlkampf so ausgelutscht und zerdeppert gestartet wie sie aus der großen Koalition 2009 herauskam - mal sehen, wie klein sie in 2017 sein nach der nächsten großen Koalition sein wird. Es sei denn, die CDU geht mit den Grünen: das ist die Wahl zwischen zwei linken Parteien. Aber an letzteres glaube ich weniger, auch wenn bei den Grünen der gesamte Parteivorstand und der Parteirat zurückgetreten sind. Denn genau dieser Schritt macht die Grünen ja nicht berechenbarer - wer kommt als Nachfolger? Da sind Koalitionsverhandlungen längst gegesssen.

Bei der FDP tritt Rösler zurück und Lindner will übernehmen. Damit ist aus meiner Sicht bei der FDP gar nichts gelöst - die Partei hat ein schweres inhaltliches Problem der Staatsnähe und Papiergläubigkeit, was geradewegs zum eigentlichen Problem der Glaubwürdigkeit führt. Ist die AfD clever, orientiert sie sich am Liberalismus angelsächsischer Provenienz (Locke, Mill), weil die Geschichte und der Blick in die betreffenden Länder - Schweiz inklusive - zeigt, daß dieser Staatsentwurf wirklich trägt...

... und tritt das Erbe der FDP an.

In Hessen eine ganz ähnliche Entwicklung, freilich mit dem einen Unterschied, daß für mich noch nicht überzeugend geklärt ist, ob die dortige SPD es nicht doch wieder mit Rot-Rot-Grün probiert. Der 2. Unterschied - die FDP ist mit genau 5,0% drin - ist irrelevant, weil das nicht reicht für schwarz-gelb.

Schwarz-rot in beiden Schauplätzen? Das würde in Hessen schwierig, weil der SPD-Chef keinen Bock auf einen Vizeposten unter Bouffier hat. Die Spekulation der SPD, die CDU würde Bouffier opfern, halte ich für wenig wahrscheinlich.

Wenn ich mir das aus CDU-Sicht so angucke, könnte ich mir folgendes vorstellen: Im Bund gibts schwarz-rot - und in Hessen probieren sie schwarz-grün aus. Motto: Mal sehen, wie's läuft. Mit Blick auf 2017.

Meinungen?

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 23.09.2013 | Top

   

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