RE: Russisches Diplomaten-Schach

#76 von horstR , 09.09.2013 23:08

Lieber JoG, ist es nicht vielmehr so, daß Putin der wesentlich bessere Politiker ist?

Versuchen Sie es mal mit diesem Blickwinkel. Insbesondere sprechen die riesigen Fortschritte des demokratischen Russland eine ganz eigene Sprache.

Auf der anderen Seite: Selbst Guantanamo konnte Obama bisher nicht abschaffen...


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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#77 von weihrauch , 09.09.2013 23:50

Zitat von kjschroeder im Beitrag #69

Zitat
.



Wer macht denn hier "scharf"? Hier ducken sich doch vielmehr alle weg bzw. fordern das Gegenteil oder habe ich da was verpaßt?

Gruß
Klaus



Die Medien natürlich - oder haben Sie daß noch nicht mitbekommen?
Es werden verstümmelte Leichen gezeigt - oder angedeutet, daß sie so schlimm zugerichtet seien, daß die Bilder verschwommen dargestellt werden.

Aber immer mit dem Hinweis auf ASSAD und den Regierungstruppen.
Versteckt oder offen.

Erinnert an Libyen und dem Irak

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#78 von JoG , 10.09.2013 00:09

Ich war nie begeistert von Obamas Wahl zum Presidenten. Und zunächst war ich der gleichen Meinung wie Sie, dass Putin ihn in diesem Fall einfach in den Schatten stellte.

Da bin ich nicht mehr ganz sicher. Es ist nämlich für alle gut, wenn man von den Syrern absieht, die noch getötet werden oder fliehen müssen.

Guantanamo ist ein PR Desaster gewesen aber eine rational solide Lösung eines ziemlich schwierigen Problems. Dass er das nun zwischenzeitlich weiß ist wohl so. Dass es auch keine bessere Lösung gibt, weiß er wohl nun auch. Sein Problem ist, dass in der Bevölkerung sehr viele die Problemstellung entweder nicht verstehen oder aber Gitmo von praktischem Nutzen ist als Instrument der Hetze.

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#79 von JoG , 10.09.2013 00:12

Wollen Sie ernsthaft Assad in Schutz nehmen?

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#80 von wüllerstorff , 10.09.2013 13:05

Die Frage ist nicht ob man Assad in Schutz nimmt sondern die rein rationale Frage was die alternative zu Assad ist. Wenn man sich die Szenarien im Irak, Libyen Afghanistan oder auch Ägypten vor Augen führt kann man ganz rational durch deklinieren das Assad besser als die Alternative ist. Man sollte auch noch mal festhalten das die Eskalation in Syrien maßgeblich von außen gewollt und gefördert wurde/wird.

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#81 von weihrauch , 10.09.2013 14:58

Zitat von wüllerstorff im Beitrag #80
Die Frage ist nicht ob man Assad in Schutz nimmt sondern die rein rationale Frage was die alternative zu Assad ist. Wenn man sich die Szenarien im Irak, Libyen Afghanistan oder auch Ägypten vor Augen führt kann man ganz rational durch deklinieren das Assad besser als die Alternative ist. Man sollte auch noch mal festhalten das die Eskalation in Syrien maßgeblich von außen gewollt und gefördert wurde/wird.


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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#82 von weihrauch , 10.09.2013 15:03

Zitat von weihrauch im Beitrag #81
Zitat von wüllerstorff im Beitrag #80
Die Frage ist nicht ob man Assad in Schutz nimmt sondern die rein rationale Frage was die alternative zu Assad ist. Wenn man sich die Szenarien im Irak, Libyen Afghanistan oder auch Ägypten vor Augen führt kann man ganz rational durch deklinieren das Assad besser als die Alternative ist. Man sollte auch noch mal festhalten das die Eskalation in Syrien maßgeblich von außen gewollt und gefördert wurde/wird.





Es ist schon verwerflich, wie leicht der Bevölkerung ein Feindbild eingeimpft werden kann.
Und wer das Feindbild ist, bestimmen Medien und Politik

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#83 von JoG , 10.09.2013 16:06

Das ist ein Entschuldigungsversuch. Die erste Frage ist, ob man den Massenmord zulässt. Und Ihre Antwort ist offenbar: Ja!

Dann braucht man sich nicht damit auseinanderzusetzen, wie man die Zeit danach gestaltet oder gestalten kann. Da machen Sie es sträflich einfach.

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#84 von JoG , 10.09.2013 16:09

Nein. Man kann sich mit solchen Dingen wie Schuldzuweisungen aufhalten, wenn man den Massenmord erst einmal gestoppt hat. Vorher hat man kein recht zu maulen und lavieren. Das macht man hier zwar gerne. Aber es sterben die Menschen, weil man sich so verantwortungslos benimmt. Ich finde das widerlich.

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#85 von wüllerstorff , 10.09.2013 17:32

widerlich ist zu sagen :ich weiß nicht wer es war aber jetzt bombardieren wir Assad/syrische Armee. Warum bombardiert man denn nicht auch die Rebellen und fragt sich nachher wer schuld war. Wer die Frage wer an einem Massenmord Schuld hat für nebensächlich hält ist meiner Ansicht nach ziemlich Gaga.

Vielleicht sterben die Menschen ja auch (nicht zwangsläufig nur) weil man den Konflikt von außen immer wieder anheizt.

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USA - wer nicht für uns ist, der ist gegen uns

#86 von weihrauch , 12.09.2013 19:12

...bestätigt mal wieder die Einstellung der USA, ein Freund der einfachen Lösungen zu sein.
Hier eine Liste, wo der "Hüter des Weltfriedens" seit 1990 einmarschierte:

http://diepresse.com/home/politik/aussen...&direct=1445079

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#87 von kjschroeder , 14.09.2013 10:17

Zitat
Wer die Frage wer an einem Massenmord Schuld hat für nebensächlich hält ist meiner Ansicht nach ziemlich Gaga.



Dazu gibt es natürlich auch die andere Sichtweise: daß Assad auf jeden Schuld hat, egal, wer das Sarin letzlich freisetzte. Denn es ist Assad, der Staatsschef ist, es ist Assad, der für sich beansprucht, diesen Staat zu führen, fogllich ist es auch Assad, der verantwortlich ist, was auf seinem Staatsgebiet passiert.

Schlicht und simpel.

Gruß
Klaus

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#88 von horstR , 14.09.2013 10:40

Zu simpel!


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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#89 von kjschroeder , 14.09.2013 11:51

Zitat
Zu simpel!



Wieso?

Gruß
Klaus

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#90 von horstR , 14.09.2013 12:59

Weil Assad von der "westlich/demokratischen" Welt mit behindert wird die Staatsgewalt auszuüben.

Er kann eigentlich nur seine Einflußsphäre verantworten und um die kämpft er.


MfG

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#91 von kurt02 , 14.09.2013 15:42

Zitat von horstR im Beitrag #90
Weil Assad von der "westlich/demokratischen" Welt mit behindert wird die Staatsgewalt auszuüben.

Er kann eigentlich nur seine Einflußsphäre verantworten und um die kämpft er.


Zu simpel. Syrien hat einen Zugang zum Mittelmeer, und die Russen brauchen diesen Zugang.

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#92 von horstR , 14.09.2013 16:26

Syrien hat auch Öl, was sich dann selbst erklärt...


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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#93 von weihrauch , 14.09.2013 16:59

Zitat von kurt02 im Beitrag #91
Zitat von horstR im Beitrag #90
r.


Zu simpel. Syrien hat einen Zugang zum Mittelmeer, und die Russen brauchen diesen Zugang.


Ist doch zu beiderseitigen Nutzen

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RE: Russisches Diplomaten-Schach

#94 von horstR , 14.09.2013 17:29

Syrien grenzt auch an die Ostflanke der NATO, also kann der Mittelmeerzugang nicht das einzige Argument sein.


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Syrien: Terroristen attackieren C-Waffen-Lager

#95 von Marie , 26.12.2013 11:21

In unseren *Qualitätsmedien* bisher nicht zu finden -> http://de.ria.ru/politics/20131225/267546661.html
(25/12/2013)" ... „In den letzten Tagen sind Überfälle von Regimegegnern auf C-Waffen-Depots zu verzeichnen. Es entsteht der Eindruck, dass es sich dabei um eine gezielte Aktion handelt, die auf eine Torpedierung der Operation gerichtet ist“ ... ... Nach seinen Angaben wird das Verladen der C-Waffen auf Schiffe hauptsächlich im Januar ablaufen. Die Verzögerung des Transports der Kampfstoffe sei auf die Sicherheitslage zurückzuführen.

„Es besteht das Risiko, dass es beim Transport zu Überfällen kommt“, sagte Uljanow. „Wir gehen davon aus, dass die Länder, die Einfluss auf die Regimegegner haben, sie zur Räson bringen müssen.“ ... "

und -> http://de.ria.ru/politics/20131224/267540318.html
(24/12/2013)" ... In Syrien haben Terroristen nach Behördenangaben mehrere Lager der C-Waffen angegriffen, die in den nächsten Tagen aus dem Land abtransportiert werden sollen.

Unter anderem wurde ein Lager unweit der Hauptstadt Damaskus angegriffen, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Sana unter Verweis auf das syrische Außenministerium. Die Terroristen hätten versucht, mit Panzerwagen auf das Gelände des Depots vorzudringen. Wie es weiter hieß, waren die Panzerwagen mit Sprengstoff voll beladen: Bei der Explosion eines von ihnen kamen vier Menschen ums Leben, 28 weitere erlitten Verletzungen.

Nach syrischen Behördenangaben stehen die Terrororganisationen „Liwa'a al-Islam“ und „Jabhat al-Nusra“ hinter den Überfällen. Damaskus warf Ländern, „die für ihre Unterstützung für Terroristen bekannt sind“, vor, die Terrorgruppen über den Verbleib der chemischen Waffen informiert zu haben ... "
(Bitte jeweils selbst nachlesen! - Hervorhebungen von mir)


Ich vermute mal, daß solche Meldungen nicht so recht zur derzeitigen Propaganda für syrische Flüchtlinge passen (z.B. -> http://www.ad-hoc-news.de/er-ist-ein-des...e/News/33587861 " ... Als ihm befohlen wird ... für Staatspräsident Baschar al-Assad auf Landsleute zu schießen ... "). Die Briten haben übrigens die richtige Konsequenz gezogen: wer zum Kämpfen nach Syrien geht verliert die britische Staatsbürgerschaft und kann nicht mehr zurück.

Und dann gibts noch diese erwähnenswerte Meldung, offenbar schon im Sinne des Wiederaufbaus des Landes -> http://de.euronews.com/2013/12/25/syrien...-im-mittelmeer/
"Syrien und Russland vereinbaren Ölförderung im Mittelmeer"


Gruß,
Marie

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RE: Syrien: Terroristen attackieren C-Waffen-Lager

#96 von JoG , 26.12.2013 16:11

Das ist zwar interessant und durchaus beunruhigend, aber unerwartet ist es nicht. Dass "böse" Menschen an WMD kommen wollen ist normal und Teil der Sicherheit, die NSA versucht zu erhalten. Das war bereits im Kalten Krieg so und rückte mit Gewalt nach dessen Ende in der Vordergrund amerikanischer und russischer Behörden, als die zivile und militärische Ordnung im ehemaligen sowjetischen Reich zusammenbrachen. Die Amis haben den russischen Behörden größere Milliarden Beträge überwiesen um Diebstahl oder illegalen Verkauf aus ihren Lagern zu verhindern.

Ich denke, es wäre an den Nachbarn die Situation zu überwachen. Wenn man nicht will, dass die Waffen in Hand von Warlords, Drogenhändlern oder Terroristen fallen, wäre das eine typische Arbeit für die Bundeswehr. Natürlich kann sie es nicht und würde, wenn sie es könnte, sicherlich lieber die Waffen den kriminellen überlassen als die Kosten zu schultern.

PS: die Russen haben Assad geholfen. Da wird er sie vermutlich bevorzugen. Das ist aber an sich nicht wegen des Öls schlimm. Dass man aber zuließ, dass Assad tat, was er tat, ist unverzeihlich.


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Putin, seine Vertrauten und der deutsche Stolz
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