Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#1 von kjschroeder , 06.01.2013 00:27

Was hat uns die FDP heute noch zu sagen? In meinem Weblog-Eintrag habe ich versucht darzulegen, warum die FDP für mich keine klassisch-liberale Partei ist - die Ursache für ihr Siechtum.

Meinungen?

Gruß
Klaus


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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#2 von wdk , 06.01.2013 04:53

Sehr gut getroffen!
Ihr Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf - die Zustandsbeschreibung findet sich in jedem Orts-, Kreis-, Landes- und im Bundesverband wieder.
Er sollte heute in Stuttgart Pflichtlektüre sein.
Er sollte in 'meine Freiheit' eingestellte werden.

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#3 von horstR , 06.01.2013 09:11

Prost Neujahr Wulf, ja diese Parteiführung nach Gutsherrenart hat schon immer geschadet.

Nur, in den anderen Parteien ist es ja auch nicht besser. Es liegt in meinen Augen daran, wie die Menschen so gestrickt sind. Da erringt einer mal ein Pöstchen per Wahl und das wird dann mit Zähnen u Klauen verteidigt. Eigentlich der Karriere-Klassiker nach oben buckeln nach unten treten...

Salud

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#4 von JoG , 06.01.2013 11:19

Sie haben da wohl schon meines Erachtens recht. Die FDP ist im Grundsatz nicht sehr liberal. Sie ist zwar mehr so als die Gesellschaft, in die sie eingebettet ist. Nur ist die Kultur dieser http://m.spiegel.de/netzwelt/web/a-875805.htmlGegend eher noch relativ illiberal und hat starke Mechanismen um Meinungen zu vereinheitlichen und konsensuelles Verhalten durchzusetzen. Eine Krähe hackt einer Krähe das Auge nicht aus, aber Ihnen, wenn Sie als Nestbeschmutzer auf dessen Dreck deuten. Das lernt man schon in der Kinderstube. Verhalten tun sich danach die wohl erzogenen Kinder dann ein Leben lang.

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#5 von horstR , 06.01.2013 11:33

Kennen Sie eine liberalere Partei?

HR

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#6 von JoG , 06.01.2013 13:04

Ich glaube, es ist weniger das Problem, dass Parteien in der Realität ihre liberalen, rechtsstaatliche ider demokratischen Ziele nicht immer durchsetzen können. Es ist vielmehr ein wenig, wie mir der Redakteur einer überregionalen Zeitung sagte, wie es bei der Berichterstattung ist. Da man weiß, dass alles, das man sagt, subjektiv sein muss, brauche man sich anders als die Angelsachsen keine Mühe geben Informationen objektiv zu berichten.
Wo die Kultur Liberalität grundsätzlich misstraut und deren Lösungen nicht will, hat es ein Liberaler Politiker schwer. Er verschwindet in den Schatten. Wo man Werte relativiert und die Mehrheit Minderheitenmeinungen oft absolut verurteilt und von den Reguerenden mit dem Machtmonopol unterdrückt sehen will, findet eine liberale Partei keinen Nährboden. Selbst Rechtsstaatlichkeit verkommt da schnell zur Farce. Der Relativist bemerkt das kaum und sieht es völlig anders. Das ist das Problem, das wir hier haben.

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#7 von Jochen Singer , 06.01.2013 13:21

Zitat
Kennen Sie eine liberalere Partei?


Nimmt man die Rede von Niebel und Brüderle zum Maßstab dann fällt die Kluft zwischen liberaler Praxis und liberaler Theorie auf, gelegentliche Balkonreden für's Volk reichen nicht.

Brüderles Attacken auf Idioten, die schon als Schüler Physik und Chemie (und Mathematik füge ich hinzu) nicht verstanden haben und heute darüber bestimmen wollen war gelungen. Ich werde den Umgangston mit den Orts-Sozzis brutalisieren, heißt sie in ihrer Art der Klugheit vorführen.

Das Dreikönigstreffen wurde nicht im öffentlichen Fernsehen sondern nur im kaum besuchten ZDF-Livestream und im Privatfernsehen N-TV übertragen. Die FDP sollte als Reaktion eine auf Konfikt zielende Kampagne gegen den ÖR starten.



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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#8 von horstR , 06.01.2013 14:04

Denke ich auch, es kann überhaupt nicht schaden einen handfesten Krach mit dem ÖR und z.B. Prantl vom Zaun zu brechen. Alleine diese Auseinandersetzung könnte bis zu 1o% Wählerstimmen bringen.

Zumal von allen drei Rednern bei drei König das Bekenntiss zur freiheitlichen Demokratie und das Kontra zum Bevormundungs- Verdummungs- und Verbotsstaat kam!

Salud


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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#9 von kjschroeder , 06.01.2013 14:08

Ich schätze, daß es bei den Lippenbekenntnissen bleiben wird.

Davon abgesehen, finde ich die Idee auch gut. Diese Diskussion ist lange überfällig.

Gruß
Klaus

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#10 von Willik , 06.01.2013 15:07

FDP-Bashing ist doch Programm... im wahrsten Sinn des Wortes. Jeder selbsternannte "Comedian" fühlt sich doch verpflichtet, in diesen Chor einzustimmen. Früher mußte man für Brechmittel in die Apotheke gehen, heute braucht man nur den Fernseher einschalten. Die FDP kommt doch im traditionell linksgerichteten ÖR kaum vor, außer man kann darauf einschlagen, besser noch darauf herumtrampeln! Dafür wird ausführlich über jeden Pups berichtet, der von den Linken abgesondert wird.
Gruß Willik

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#11 von kjschroeder , 06.01.2013 17:47

Das sehe ich ähnlich wie Sie. Allerdings tauchen dann doch Fragen auf, zum Beispiel:
- Inwieweit ist die FDP selber schuld daran, also die Ursache dafür?
- Warum läßt sie sich das gefallen?

Ich wies ja in dem Weblog-Beitrag darauf hin, daß die FDP parteipoilitisch gesehen in einem äußerst schwierigen Umfeld aktiv ist. Nur muß das parteipolitische Umfeld nicht auch identisch sein mit dem der Bevölkerung. Andere Länder zeigen ja, wie es auch anders ginge. Auch unsere eigene Geschichte übrigens. Sogar das jüngste Bundestagswahlergebnis.

Aber sie macht nichts draus. Weil sie ein korrumpiertes Freiheitsverständnis hat. Ich denke, DAS ist der Punkt. Es fehlt an Überlegungen zur taktischen Vorgehensweise, und es fehlt der strategische Plan dahinter über den Umgang mit einem solchen parteipolitischen Umfeld. Und weil das so ist, stolpert sie immer wieder in die Glaubwürdigkeitsfalle.

Sie zieht dadurch womöglich auch falsche Leute an - die Karrieristen und Opportunisten, die nur ins warme Nest wollen.

Gruß
Klaus


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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#12 von Willik , 06.01.2013 18:35

"- Inwieweit ist die FDP selber schuld daran, also die Ursache dafür?
- Warum läßt sie sich das gefallen?"
"Es fehlt an Überlegungen zur taktischen Vorgehensweise, und es fehlt der strategische Plan dahinter über den Umgang mit einem solchen parteipolitischen Umfeld. Und weil das so ist, stolpert sie immer wieder in die Glaubwürdigkeitsfalle."


Stimmt!
Gerade die letzten Tage haben wieder mal gezeigt, wie man es NICHT macht!
Dann vor einigen Monaten die Nummer mit Niebel und seinem Teppich! (o:) und Einiges mehr...
Man läßt keine Ungeschicklichkeit und kein Fettnäpfchen aus und gibt den medialen "Bashern" immer wieder tolle Vorlagen. Ich versteh es nicht mehr!
Man konnte von Kohl oder Schmidt halten, was man wollte, aber ich hatte eigentlich den Eindruck, daß die jeweils ihre "Läden" so unter Kontrolle hatten, daß sowas nicht vorgekommen wäre.
(Ausnahmen bestätigen... na, Sie wissen schon.) (:
Gruß Willik

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#13 von kjschroeder , 06.01.2013 19:18

Zitat
Man konnte von Kohl oder Schmidt halten, was man wollte, aber ich hatte eigentlich den Eindruck, daß die jeweils ihre "Läden" so unter Kontrolle hatten, daß sowas nicht vorgekommen wäre.



Sehe ich auch so. Ich denke, wir erleben ganz allgemein einen Niedergang im Bereich der politischen Sitten und auch der Kompetenzen. Wobei man sicher nicht alles durch eine rosarote Brille sehen kann und sollte, was damals war. Aber es gibt sichtbare Merkmale - das von Ihnen genannte zum Beispiel. Ob dieser Niedergang mit der Wiedervereinigung zusammenhängt? Eine gewisse zeitliche Korrelation sehe ich da durchaus.

Gruß
Klaus

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#14 von JoG , 06.01.2013 20:50

Persönlich glaube ich, dass die systemischen Probleme schon vor der Wiedervereinigzng sichtbar waren und recht viel Schaden bereits anrichteten. Der Anschluss raubte der Gesellschaft das Stehvermögen zwar, so dass die politisch/wirtschaftlichen Fehltritte raschere Maßnahmen erzwangen und verstärkte die Relativierung lokaler Werte sowie auch daher deren aggressive Verteidigung und Durchsetzung. Aber die Probleme sind mE grundlegender. Sie sind auch in der einen oder anderen Ausprägung in vielen Ländern der EU virulent.

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#15 von kjschroeder , 06.01.2013 22:36

Klingt logisch. Ein Aspekt Ihres Beitrages interessiert mich besonders:

Zitat
Aber die Probleme sind mE grundlegender.


Inwiefern?

Gruß
Klaus

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#16 von Willik , 07.01.2013 02:16

"Ob dieser Niedergang mit der Wiedervereinigung zusammenhängt?"


Sicher nicht nur... aber sicher auch!
Da sind in den letzten 2 Jahrzehnten nun einmal viele Millionen Menschen aus 2 extrem verschiedenen Systemen "zusammengewachsen", "gelernte Wessies" und "gelernte "DDR"-Bürger", mit völlig unterschiedlichen Ansichten von Bildung, Erziehung, Präferenzen in der Infrastruktur, der medizinischen und sonstigen Versorgung, aber vor Allem der Einstellung zu und Umgang mit Menschen. Das konnte nicht so problemlos laufen, wie sich das einige naive Sozialromantiker und "Abwickler" vorgestellt haben.
Herrn Kohl, um bei dem Beispiel zu bleiben, hat die Wiedervereinigung gerettet und zunächst an der Macht erhalten.
Danach waren es noch ca. 4-5... ich sag mal einigermaßen berechenbare Jahre, aber da ging es doch schon los. Stichworte "Nachfolge", "Kohl"s Mädche" usw.
ABER: Wäre zu der Zeit (1990) Rot-Grün an der Regierung gewesen, hätte das sicher keine 8 Jahre gedauert.
Der Niedergang nicht nur in den Köpfen, sondern auch sichtbar hätte deutlich früher begonnen.

JETZT haben wir allerdings den Salat- und ein schlimmes Dilemma! Eine BKin, die glaubt, das in der Ostzone gelernte Menschenbild "DDR-post mortem" auf das ganze Land übertragen zu müssen, die z.B. nach einem nicht stattgefundenen Atomunglück in Fujikoma (tausende Km. von uns entfernt und auf DE sicher ohne jede Auswirkung) die Energieversorgung eines Landes mit über 80 Mio. Menschen buchstäblich "in den Wind hängt" wie ein Fähnchen, die mit ihrer EU-weiten Geldverteilungsmaschinerie ihre eigenen Bürger zutiefst verunsichert...


...ich wollte mich heute eigentlich nicht mehr aufregen und schleiche mich jetzt ganz ruhig zu meinem lieben Frauchen ins Bettchen! (o:)
Gute Nacht! Gruß Willik

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#17 von kjschroeder , 07.01.2013 02:43

Ich kann mich an die Zeit noch erinnern. Die Koalition unter Kohl war 88/89 ziemlich fertig:

Da war die Barschel-Affäre. Engholm wurde gewählt. In Berlin rauscht schwarz-gelb in den Keller, die FDP fliegt raus, Momper wird Reg. BM. Jenninger redet sich mit seinem "Faszinosum" um sein Amt.

Dann kam die Wende. Und ich erlebte als gelernter Wessi bei den Ossis (ich bin beruflich sehr rasch rübergefahren) eine Herzlichkeit, das war sagenhaft. Die gab es umgekehrt auch.

Und dann jagte Kohl eine Sau nach der anderen durchs Dorf. Er forderte dies, wollte, das kündigte jenes an - und machte damit die Stimmung der Leute sich gegenseitig zu helfen, den Ossis zu helfen, die ganze Solidarität, systematisch kaputt.

Ob es bei den anderen noch schlechter gelaufen wäre? Möglich. Es war die Zeit, in der ich noch in der SPD war, mir aber die wachsweiche Herumeierei bei der Vereinigungsfrage hochgradig auf den Keks ging. Denn ich fuhr über sechs Jahre lang an der Grenze entlang. War mein Schulweg (Schulbus). Und ich sah manchmal die DDR-Grenzer. Kleidungsstücke. War nicht schön. Und dann verharmlosen die SPDler das Regime und geben dem Grass eine Plattform, auf der dieser seinen blöden Spruch von keine Vereinigung wg. Auschwitz loslassen kann. Unglaublich. Und aus der Rückschau nur noch neurotisch.

Dann sah ich bei Harleshausen die Lkw-Schlangen. Von West Richtung Ost natürlich. Und da wußte ich: Die werden plattgemacht. Der ganze Mittelstand. Ganz so schlimm kam es dann ja nicht, aber die Vorzeichen in die falsche Richtung waren schon zu sehen.

Naja, lang ists her...

Gruß
Klaus

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#18 von Willik , 07.01.2013 04:26

"Der ganze Mittelstand."

In der Ostzone gab es 1990 m.E. keinen "Mittelstand" in dem Sinn!
Gab es da selbstständige Handwerker, kleine Firmen etc.?
Da gab es nur "VEB Soundso" etc. und Parteibonzen und abhängige und willenlose Mitläufer!

Ich war damals sowohl berufsbedingt als auch privat (mein Vater stammte aus Thüringen und hat Anfang 1953 in den Westen "rübergemacht") ab Jan. 1990 mehrere 10tausende Km./Jahr u. A. dort unterwegs und habe insofern das ganze Elend dort schon noch einigermaßen authentisch miterlebt!

Es gibt mehrere Dutzend Videokassetten und Tausende Fotos aus der Zeit, die ich sehr akribisch speichern werde, um auch den Generationen nach uns belegen zu können, welche DRECKSÄUE das sind, die heute im "deutschen" BT sitzen und uns erzählen möchten, was alles (nach deren Ansicht) in unserem Land nicht paßt und nicht richtig läuft!
Gruß Willik

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#19 von wdk , 08.01.2013 03:48

@Horst
Dir auch ein gesundes und erfolgreiches 2013.
Sicherlich ist es bei den anderen Parteien auch nicht besser, wenn aber eine Partei sich schon liberal nennt und frei, dann sollte sie das vorleben.
Denke ich aber an Brüderles Rede am 6.1.2013, so ist es eher eine Partei der Übertüncher und Selbstbeweihräucherer.
Wer so laut schreit, wie Brüderle es tat, hat was zu verbergen - den Mangel an Liberalität und Realitätsferne.
Weder in seiner Rede noch in der von Röslers, soweit ich es der Übertragung bei ntv entnehmen konnte, konnte ich irgendeinen Ansatz erkennen, der in die Zukunft gewiesen hätte. Es war reine 'Vergangenheitsbewältigung'

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#20 von JoG , 08.01.2013 04:07

Das sprechen Sie ein Problem an, das man bei der Kontrolle seiner politischen Vertreter hat und uns verheerende Verluste bereitet. Es ist unnachvollziehbar, was Politiker behauptet, mit der Behauptung meinten, zusagten oder versprachen. Kann man aber nicht nachvollziehen, fehlt es an Kontrolle. Unkontrollierte Menschen tendieren sich anders zu verhalten als wo es Recht, Ordnung und Polizei gibt.

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#21 von wdk , 08.01.2013 04:46

Zitat von kjschroeder im Beitrag #17
BM. Jenninger redet sich mit seinem "Faszinosum" um sein Amt.


Jenningers Rede war meiner Meinung nach, die beste Rede, die jeh im Parlament zum Thema Holocaust zu hören war. Leider hat er sie nicht gut vorgetragen.

Zudem wurde sie bewußt/unbewußt wegen diverser Verklemmtheiten falsch verstanden - Frau Ehre soll sie ja wohl richtig verstanden haben, so Klaus Wickert einige Jahre später, was ihn dann auch seinen Job kostete, nachdem er es gesagt hatte. Laut seiner Aussage sagte Frau Ehre nämlich sinngemäß: 'Gott was für eine gute Rede'.

Mir scheint, dass die so genannte Vegangenheitsbewältigung in der BRD eher zu Verklemmungen führte, denn Aufarbeitung.

Weshalb ja wohl auch die Fehlbesetzung im AA bei Jauch log, nachdem Jauch angesprochen hatte, dass die Hamas die Wahlen damals gewonnen hatte, wogegen die Fehlbesetzung behauptete, Hamas habe sich an die Macht geputscht.

http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/4650788.stm

Dieses Wahlergebnis passte nicht und war unerwünscht in Telaviv, Washington, etc.
Können Sie alles nachverfolgen, nachdem Sie obigen Link öffnen, was damals 2006 geschah, einschließlich des Angebots der Hamas für Freidensverhandlungen mit Israel.

In der Folge kam es zu einem Gemetzel von Hamasanhängern in der Westbank und Fatahanhängern im Gaza mit anschließend getrennten Palestinenserregierungen - Hamas im Gaza und Fatah in der Westbank.

Wie wir aber aus den Nominierungen Obamas für Verteidigung und CIA und den Reaktionen darauf erkennen können, gibt es solche Verklemmungen nicht nur in der BRD.

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#22 von mabus , 28.12.2013 22:24

Ich bin immer wieder erstaunt, mit welchem Vergangenheitswissen "ultraintelligente" Parteienforscher,
in der Vergangenheitsbetrachtung einer Partei, die Zukunft ausmachen wollen.
Ich fürchte, das der gemeine Wähler - den soll es ja auch noch geben - Antworten auf SEINE Fragen sucht.
Kein Ansatz ist zu erkennen!
Wenn eine Liberale Partei den sogenanten Mittelstand "berühren" will,
und dabei zu einer Partei von mittelmäßigen Beamten verkommt,
ist diese Partei nicht - mehrheitlich - wählbar; das Ergebnis war wohl deutlich!

Die FDP, als liberale Partei, wird erst wieder gewählt, wenn sich keine Alternative mehr stellt,
oder wenn die Partei Argumente, für ein liberales Wahlvolk überzeugend liefert.

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RE: Liberalismus & FDP: Wann wird die FDP liberal?

#23 von horstR , 29.12.2013 00:14

Was erwarten Sie von einem Volk, das unter Freiheit nur Fressen versteht?

Habe ich gestern zufällig in eine blödsinnige "Comedy" Sendung auf HR3 gezappt, da wundert sich Bärbel Schäfer (Ja, das ist die Dame von Michel Friedmann) über politisch unkorrekte Witze von irgendwelchen Comedytürken...

Originaltext: "Das die sich sowas trauen." Frage ich mich: Was geht in dem Spatzenhirn der Dame vor sich?


Saludos

HR

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