Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#1 von kjschroeder , 05.01.2013 22:29

Ich empfehle allen die Lektüre dieses Beitrages. Wer wissen will, wie sich ein dogmatisch begründeter Mythos entzaubert, erfährt es hier.

Auszug:

Es gibt keine gläserne Decke in Unternehmen. Frauen, die in die Führungsetage aufsteigen wollen und das Commitment und die Fähigkeit dazu mitbringen, können auch aufsteigen. Niemand hindert sie daran

Meinungen?

Gruß
Klaus

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RE: Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#2 von JoG , 05.01.2013 23:30

Meine Beobachtungen und Erfahrungen im Laufe der Zeit waren nicht ganz so. So wurde mir als junger Bereichsleiter bedungen, ich sollte keine weiteren Frauen einstellen. Das ändert sich allerdings, wie wir in den USA und einigen europäischen Ländern beobachten können. Aber wenn man bedenkt, dass vor nicht allzu langer Zeit Frauen nicht wählen durften und vor einer Generation erdröhne Genehmigung des Ehemanns einer Arbeit nachgehen dürfen, finde ich, dass Deutschland Fortschritte macht. ;)

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RE: Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#3 von Peter123 , 07.01.2013 12:23

Erst wenn alle Unterhaltszahlungen von Frauen an Männer der Summe aller Unterhaltszahlungen von Männern an Frauen entspricht, ist das Ziel der Gleichberechtigung erreicht. Solange es aber Frauen das Teilen offensichtlich viel schwerer fällt als Männern (indem Frauen für gewöhnlich viel selbstverständlicher in der Lage der Unterhaltsbezieher sind), ist noch viel zu tun.

Und dass Frauen weniger verdienen liegt daran, dass sie auch viel eher bei schwierigkeiten am Arbeitsplatz in den Sack hauen (Kündigen). Damit sind sie durchschnittlich gesehen ein viel höheres Risiko für den Arbeitgeber.

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RE: Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#4 von kurt02 , 07.01.2013 14:55

Es gibt diese gläserne Wand - wie sonst kann man die Zusammensetzung der Vorstandsetagen erklären?

Ob es böser Wille ist? Im Großen und Ganzen: Nein. Aber Karrieren werden im Alten von 20 und 30 Jahren gestartet. Und Karrieren macht man nicht nur durch Leistung und Ausbildung, sondern auch durch Face Time, durch Überstunden und ständige Verfügbarkeit.Man(n) scheut sich auch, eine talentierte Frau mit verantwortungsvollen Aufgaben zu betrauen, weil man(n) ja nie weiß, ob frau schwanger wird.

Aber: Das 21.Jahrhundert wird ein weibliches sein - das sieht man an den Leistungen der Schülerinnen und an den Uni-Abschlüssen. Insofern bringt es nichts, sich groß über Quoten auffzuregen. Über kurz oder lang sind diese Quoten alle Makulatur.

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RE: Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#5 von Peter123 , 07.01.2013 15:41

Wenn aber die Durchschnittsfrau nicht im Punkto Teilungsbereitschaft zu der Teilungsbereitschaft des durchschnitllichen Mannes aufschließt, wird die zukünftige Gesellschaft scheitern. Denn dann werden von den hohen Gehältern der Frauen nicht so viele menschen satt wie von den hohen gehältern der Männer heutzutage.

Frauen sind auch ehert bereit zu heiraten, wenn sie weniger einkommen haben als er. Die Gruppe der Frauen mit hohem Gehalt ist die Gruppe der Heiratsmuffel. Das liegt eben an der durchschnittlich gesehen verkümmerten Bereitschaft zum Teilen bei Frauen.

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RE: Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#6 von kjschroeder , 07.01.2013 15:52

Zitat
Es gibt diese gläserne Wand - wie sonst kann man die Zusammensetzung der Vorstandsetagen erklären?



Relativ einfach: Die Wand gibt es nicht mehr, und lediglich die Folgen sind noch nicht vollständig sichtbar. Der Bericht weist auf eine Untersuchung hin, die zu folgenden Ergebnissen kommt:

  • “… Frauen haben eine kürzere Dauer der Aufsichtsratstätigkeit als Männer, was darauf hindeutet, dass in den letzten vier Jahren verstärkt Frauen berufen wurden. (133) Diese Beobachtung stimmt mit den in den letzten Jahren hektisch verstärkten Versuchen, mit denen die Befürworter einer Frauenquote in Aufsichtsräten daran arbeiten, Unternehmen zur Berufung von mehr Frauen zu zwingen, überein.
  • “Der Anteil der Vorerfahrung ist bei Frauen deutlich geringer als bei Männern. Während fast zwei Drittel der Männer Vorstandserfahrung aufweisen, gilt dies nur für 17% der Frauen.” (134)”
  • “Es ist nicht erkennbar, dass die in dieser Beziehung geringere Qualifikation der Frauen dadurch begründet wird, dass sie vermehrt als Experten berufen werden.”(134) Das Weniger, das Frauen, die in Führungsgremien von Unternehmen berufen werden, an Vorstandserfahrung haben, wird also nicht durch eine hohe formale Bildung wett gemacht.
  • Die einzig mögliche Schlussfolgerung aus diesen Einzelergebnissen: “Frauen werden offenbar auch mit geringeren Qualifikationen in den Aufsichtsrat berufen als Männer.”(134)


Das ist doch nun recht eindeutig, oder?

Zitat
Aber: Das 21.Jahrhundert wird ein weibliches sein - das sieht man an den Leistungen der Schülerinnen und an den Uni-Abschlüssen.


Die leider auch manipuliert - über umgekehrte Diskriminierung, nämlich die von Jungen - zustande kommen. Ich verweise auf den entsprechenden Forumsbeitrag. In Österreich flog diese Geschichte an einer Uni dann auf: Sie vergab Studienplätze nicht nach Leistung, sondern nach Geschlecht. Eine zugelassen Frau gab im Internet ihre Punktzahl bekannt, was wiederum einen nicht zugelassenen Mann mit höherer Punktzahl stutzig machte. Ich vermute, die Frauenförderung wird künftig in Österreich mit einem Verbot solcher Veröffentlichungen reagieren. -> http://www.zeit.de/studium/hochschule/20...komplettansicht

Das kann es doch wohl nicht sein, oder?

Gruß
Klaus

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RE: Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#7 von kjschroeder , 07.01.2013 16:25

Zitat
Meine Beobachtungen und Erfahrungen im Laufe der Zeit waren nicht ganz so.


Klar, das kann abweichen. Meine Erfahrungen auf dem Sektor sind sehr unterschiedlich und reichen von 100% Männerbastion bis 80% Frauenbastion in den leitenden Jobs (die 80% als einzige Ausnahme). Die Regel war schon recht buntgemischt.

Wir können mglw. recht rasch Einigkeit darüber herstellen, daß es früher große Ungerechtigkeiten gab und heute noch stellenweise Nachholbedarf. Die Frage, die sich da aber stellt, ist:

Wann gilt das Ziel als erreicht? Wenn jedes, buchstäblich jedes Unternehmen per Zwangsquote Frauen beschäftigen muß - womöglich auf jeder Leitungsebene? Das kann es nicht sein.

Es fällt außerdem auf, daß es, wenn man die Wortwahl zugrunde legt, nicht immer um Gleichberechtigung zu gehen scheint, sondern schlicht um Männerhaß und Geschlechterkampf. Wie anders wäre der auf ältere hellhäutige Männer gemünzte Begriff "white trash" (weißer Müll) zu verstehen? So manche Ebenen vermischen sich da m.E. bedenklich.

Gruß
Klaus

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RE: Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#8 von kurt02 , 07.01.2013 17:13

Wann gilt das Ziel als erreicht, fragen Sie.

Es gibt kein Ziel, nur ein wenig Symbolpolitik.

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RE: Facts & Fiction I: Die Mär von der Frauenquoten-Saga

#9 von kjschroeder , 07.01.2013 17:17

Zitat
Es gibt kein Ziel, nur ein wenig Symbolpolitik.


Gesetzlich einzuhaltende Quoten sowie Fördergelder, deren Inanspruchnahme ans Geschlecht gebunden sind, sind für mich schon erheblich mehr als nur "Symbolpolitik".

Gruß
Klaus

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