Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#1 von weihrauch , 04.07.2013 18:22

2003: Martin Hohmann muß die CDU unter skandalösen Umständen verlassen.
Das CDU-Forum rotierte - innerhalb von kürzester Zeit 1000 Beiträge. Man war größtenteils empört und diskutierte sachlich bis kontrovers.
So ging es auch in anderen Foren weiter - die SPD schloß ihr Forum, weil sie keine Kritik mehr vertrug - die Grünen zensierten - Adolf wäre blaß vor Neid - ebenfalls die DDR.

Dann schloß auch die CDU ihr Forum - es wurde zuviel Klartext geredet.

Und heute .......?
Es regiert die Abgestumpftheit und Übersättigung. Es gibt kaum noch ein Thema, was die Emotionen hochtreibt.
Was neu ist! Das Spießertum der Linken, die Meinungsfreiheit sehr begrenzt sehen will.

Das zum Beispiel es innerhalb von 24 Stunden keine neuen Beiträge oder Antworten gibt, wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen.

Es gab im Jahre 2006 im CDU Forum folgendes Thema:
"Österreich hat gewählt"
Dieses Thema hielt sich 9 Monate und brachte über 600 Beiträge.

Ein Thema wie Snowden wäre ebenfalls hochgekocht, hätte mindestens 2stellige Beiträge gebracht - heute sind schon 5 Antworten erstaunlich.

Habe ich recht oder ist alles nur ein Zufall?


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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#2 von JoG , 04.07.2013 18:57

Sie sprechen etwas an, das mir auch auffiel.

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#3 von Willik , 04.07.2013 23:39

"Zufall"? Hm...
Vielleicht auch nur Resignation?
"Gutmenschen"zensur kann eine furchtbare Spaßbremse sein!

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#4 von kjschroeder , 05.07.2013 06:37

Ja, das sehe ich auch. Nun gibt es auch nicht wirkllich viele politische Foren. Das Forum des verstorbenen Bloggers "Zettel" zum Beispiel war zu dessen Lebzeiten hier bei Xobor unter den Top Ten zu finden - jetzt hat es Rang 50. Das Forum DDR-Grenze hingegen steht unverdrossen unter den Top 5. Zwei andere Xobor-Politikforen sind bezogen auf die Zugriffszahl sehr volatil. Und bei all diesen Foren gibt es eine vierstellige Mitgliederzahl.

Wenn HIER jemand wenig schreibt, fällt das natürlich gleich ins Gewicht. Bei mir ist es ein Mix: die Arbeit und der daraus resultierende Zeit- und Kraftmangel zum Einen. Aber dann gibt es bei mir auch Unlust. Denn zur Politik gehört ja auch ein gewisses Maß an Leidenschaft. Und eben die habe ich im Moment nicht. Resignation würde auf mich nicht unbedingt zutreffen; bei mir ist es wohl eher eine Art Gleichgültigkeit gegenüber den Tagesereignissen und Entwicklungen, die dazu käme. Sowas wie "Privatisieren statt Politisieren" halt.

Gruß
Klaus

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#5 von weihrauch , 05.07.2013 15:54

[quote="kjschroeder"|p5299]".... bei mir ist es wohl eher eine Art Gleichgültigkeit gegenüber den Tagesereignissen und Entwicklungen, die dazu käme. Sowas wie "Privatisieren statt Politisieren" halt."
--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Das fällt mir in jüngster Zeit auch auf.
Ich würde es aber eher auf Resignation schließen - "man ändert ja doch nichts".
Ein guter bekannter von mir hat nach sehr vielen Jahren das ABO der "Jungen Freiheit" gekündigt.
Begründung: "Ich lese nur Negatives".
Es stimmt in gewisser Weise - noch bis zur Jahrtausendwende war auch in dieser Zeitung der Zeitgeist der Aufbruchsstimmung zu erleben.
Es gab positive Signale in Richtung Patriotismus.
Heute ist nichts mehr davon zu spüren - Gleichgültigkeit (wie Klaus sagt), Desinteresse - aber vor allem Resignation.
Nur trifft die "JUNGE FREIHEIT" keine Schuld. Sie kann die "guten Nachrichten" nicht aus dem Ärmel zaubern.

Ganz klar aber sehe ich als Hauptgrund die "kriminelle Komplizenschaft zwischen Politik, Medien, Justiz und neuerdings auch der Polizei".
Sie lassen keine Gegenbewegung zu - Oppositionelle werden drangsaliert, schikaniert oder auch mundtot gemacht.

Gestern erst las ich wieder über die neueste Sippenhaft. In Lüneburg - Stadt der "Roten Rosen", wurde eine Kindergärtnerin von einer Fascho-Elterninitiative aus dem Amt gemobbt, weil sie mit einem NPD-Mitglied liiert ist.
Ich frage mich, ob diese linke Brut lieber Onkel Daniel und Onkel Volker als Erzieher hätten.

Alles, was früher der DDR angelastet wurde, hat sich mittlerweilen auch in der BRD etabliert - z.B. Sippenhaft.

Diese Elterninitiative, vermutlich RAF-Anhänger erziehen ihre Kinder zu späteren Kriminellen oder gar Terroristen.

Dieser Klartext mußte mal so krass gesagt werden.

http://www.jungefreiheit.de/Single-News-...6c0b7bfe.0.html


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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#6 von JoG , 05.07.2013 16:45

"man ändert ja nichts"

Da bin ich nicht so sicher. Ich glaube man sieht in der Meinungsbildung Unterschiede gegenüber der Zeit bevor so viele Personen Im Internet aktiv waren. Es ist hier weniger Spektakulär als in Tunis es war. Aber es ist schon beachtlich, wenn man Schmidt dazu bekommt drei Mal öffentlich Stellung zu nehmen, zu einem Foren-Beitrag in Zeit-online.

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#7 von Willik , 05.07.2013 18:22

Zitat: "Daraufhin drohten Elternvertreter mit einem Boykott der Einrichtung. Nach mehren Gesprächen wurde die Kindertagesstätte von den Eltern am 31. Oktober 2012 besetzt."


Sippenhaftung, Nötigung, Erpressung, Hausfriedensbruch...
Also SA-Methoden im "Kampf gegen rechts"? Es wird ja immer bunter!
D. und V. hätte man früher den Schädel heruntergehackt (ich stelle es nur sachlich fest, ich werte es nicht!), demnächst gibt"s für sowas wahrscheinlich das Bundesverdienstkreuz... (:

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Tägliche Mail der FDP Hessen

#8 von horstR , 05.07.2013 18:34

Also ich kriege täglich eine Mail der FDP Hessen, die beleidigen täglich meinen Intellekt...

Nur Eigenlob, nie werden brisante Themen aufgegriffen eine stinklangweilige Veranstaltung.

Im ursprünglichen FDP Forum konnte man durchaus was politisch bewirken, da auch die Journaille kräftig mitgelesen hat. Seit der "Datenpanne" habe ich den Laden nicht mehr besucht.

Und die bezahlten Politspamer ala OlliK haben dem Gedankenaustausch geschadet und damit das ihre bewirkt....


MfG

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

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RE: Tägliche Mail der FDP Hessen

#9 von JoG , 05.07.2013 18:53

Glauben Sie wirklich? Also Nerven tun manche schon. Aber das belebt ein Forum. Die meisten finden, ich würde nerven. Persönlich finde ich aber, da muss man durch.

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RE: Tägliche Mail der FDP Hessen

#10 von Jochen Singer , 05.07.2013 19:37

Hi,

schau mal hier FDP Liberté, da steppt häufig der Bär. Exzellente Plakate, keine langweiligen wie die der hessischen FDP Beispiel:



Leider schneidet die Foren-Software den rechten Teil des Bildes ab. Unter dem erhobenem Zeigefinger steht : "NICHT DU!"




One more last chance - Vince Gill, Keb Mo, Albert Lee, James Burton, Earl Klugh ...

 
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RE: Tägliche Mail der FDP Hessen

#11 von weihrauch , 05.07.2013 23:16

Zitat von horstR im Beitrag #8


Und die bezahlten Politspamer ala OlliK haben dem Gedankenaustausch geschadet und damit das ihre bewirkt....


War das nicht der, der immer in der BRD den perfekten Staat sah?
Überheblich reagierte er immer auf Kritik am Staatswesen. Für ihn war Deutschland ein "vollkommen souveräner Staat" - die beste Demokratie, die es jeweils gab und seine Politiker die perfekten Vertreter der Bevölkerung.
Bei Bedarf ergriff Sarah immer Partei für ihn und sprach vom "intelligentesten Forumsmitglied".

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RE: Tägliche Mail der FDP Hessen

#12 von kjschroeder , 05.07.2013 23:46

Zitat
Glauben Sie wirklich? Also Nerven tun manche schon. Aber das belebt ein Forum.


Das kommt aber drauf an, was man unter "nerven" versteht und aus welcher Perspektive man das sieht. Natürlich "belebt" es ein Forum, wenn sich Leute gegenseitig anpöbeln, verdächtigen und sonstwie persönlich runtermachen. Das FDP-Forum war in dieser Hinsicht ein Musterbeispiel.

Weswegen dann dort auch immer weniger Leute mitschrieben und den Weg dorthin fanden. Ob das der Sinn der Sache ist?

Gruß
Klaus

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RE: Tägliche Mail der FDP Hessen

#13 von kjschroeder , 06.07.2013 00:03

Dieses auf Hessen bezogene Plakat finde ich aucn gut:



So muß Wahlkampf sein.


Gruß
Klaus


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RE: Tägliche Mail der FDP Hessen

#14 von Willik , 06.07.2013 02:51

Richtig, so muß Wahlkampf sein!
Aber nur, wenn"s die Leutchen auch verstehen!
Und genau DA habe ich inzwischen Zweifel.
Die meisten Leute heute sind nämlich dümmer als früher.
Ob das die Erziehung ist, die Bildung oder der Migrationshintergrund?
Also muß Wahlkampf aussehen wie früher die Waschmittelwerbung.
"So weiß, weißer geht"s nicht"
"Come in and find out!"
"Yes, we can!"
a.s.o.
(:

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#15 von kurt02 , 06.07.2013 08:15

Zitat von weihrauch im Beitrag RE: Marlene Dietrich
Wenn Sie allerdings jegliche Kritik oder Hinweise auf Verfehlungen als ANTISEMITISMUS sehen, bestätigen Sie Ihre Vorliebe für Einschränkung der Meinungsfreiheit.

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #10
Hi,

schau mal hier FDP Liberté, da steppt häufig der Bär. Exzellente Plakate, keine langweiligen wie die der hessischen FDP Beispiel:



Leider schneidet die Foren-Software den rechten Teil des Bildes ab. Unter dem erhobenem Zeigefinger steht : "NICHT DU!"



Ich weiß jetzt nicht, ob Ihnen das aufgefallen ist, aber ich kann im Plakat nirgends Standpunkte der FDP finden. Sie?
Kennen Sie einen Bäcker, der damit erfolgreich ist, indem er sich in der Werbung darauf beschränkt, die Brötchen anderer Bäcker zu kritisieren? Ich nicht.Wir stellen selbst Produkte her, die sich auf dem Markt behaupten müssen, und selbstverständlich sind unsere Maschinen die besten. Aber vom Praktikanten bis zum Abteilungsleiter wäre jeder am nächsten Tag draußen, wenn er eine Werbekampagne vorschlagen würde:Die Maschinen von XY sind minderwertig, sind Schrottkisten.

Sind Wahlplakate keine Werbemittel?

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#16 von kjschroeder , 06.07.2013 11:18

Zitat
Ich weiß jetzt nicht, ob Ihnen das aufgefallen ist, aber ich kann im Plakat nirgends Standpunkte der FDP finden. Sie?


Plakate in dieser Machart - insofern Zustimmung - geben nicht wider, was eine Partei als eigenständige Idee wirklich will. Wohl aber zeigen solche Plakate, was eine Partei von anderen hält. Bzw. kann durch Zuspitzung verdeutlichen, was der politische Gegner - vermeintlich oder tatsächlich - beabsichtigt.

Und ein richtiger Wahlkamof ist nicht mit einer Werbekampagne zu verwechseln, wie Sie das offenbar tun, wenn ich diesen Satz ....

Zitat
Sind Wahlplakate keine Werbemittel?


von Ihnen mitsamt dem Abschnitt davor als Beurteilungsmaßstab nehme.

Denn ein Wahlkampf ist zwar AUCH Werbung, aber eben auch Diskurs zur Klarstellung politischer Fronten und Absichten.

Mich wundert ein wenig, daß Sie das thematisieren, gar kritisieren, wenn es Liberale tun. Bei Staeck, der für die SPD Wahlplakate nach demselben Strickmuster machte, war das dann völlig okay und selbnstverständlich, nur bei Liberalen nicht?

Man kann über den Erfolg solcher Plakate streiten, darüber, ob sie ihren Zweck erfüllen. Denn da gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Schließlich polarisieren solche Plakate auch.

Aber mir scheint, daß genau DAS jetzt auch mal nötig ist. Denn das jetzige Konsens-Gebrabbel ist ja nun inhaltlich so aussagekräftig wie ein leeres Blatt Papier.

Wobei im jetzigen Wahlkampf auffällt, daß die Parteien den Wähler offenbar für käuflich halten. Anders sind für mich diese ganzen Versprechungen ohne Beifügen der Rechnung nicht zu erklären.

Und waren nicht die Linken mal ganz begeistert von dem Spruch "Konsens ist Nonsens"? Auch ein Grund, warum ich ihre Kritik nicht verstehe.

Gruß
Klaus

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#17 von kurt02 , 06.07.2013 11:47

Zitat von kjschroeder im Beitrag #16

Zitat
Ich weiß jetzt nicht, ob Ihnen das aufgefallen ist, aber ich kann im Plakat nirgends Standpunkte der FDP finden. Sie?

Plakate in dieser Machart - insofern Zustimmung - geben nicht wider, was eine Partei als eigenständige Idee wirklich will. Wohl aber zeigen solche Plakate, was eine Partei von anderen hält. Bzw. kann durch Zuspitzung verdeutlichen, was der politische Gegner - vermeintlich oder tatsächlich - beabsichtigt.

Und ein richtiger Wahlkamof ist nicht mit einer Werbekampagne zu verwechseln, wie Sie das offenbar tun, wenn ich diesen Satz ....

Zitat
Sind Wahlplakate keine Werbemittel?


von Ihnen mitsamt dem Abschnitt davor als Beurteilungsmaßstab nehme.



Plakate sind Werbemittel. Was denn sonst? Als Waschmittel taugen sie nicht ciel und schmecken tun sie einfach scheußlich;-))

Zitat

Denn ein Wahlkampf ist zwar AUCH Werbung, aber eben auch Diskurs zur Klarstellung politischer Fronten und Absichten.



Die Grundidee ist identisch: Verkürzung der Aussage auf das Wesentliche, auf den unique selling point. Doch, Wahlkämpfe funktionieren wie Werbekampagnen. GERADE in der Zuspitzung.

Zitat

Mich wundert ein wenig, daß Sie das thematisieren, gar kritisieren, wenn es Liberale tun. Bei Staeck, der für die SPD Wahlplakate nach demselben Strickmuster machte, war das dann völlig okay und selbnstverständlich, nur bei Liberalen nicht?



Das mache ich überall, stellen Sie hier einfach mal Grünplakate solcher Machart ein. Da kenne ich keine Freunde^^

Zitat

Man kann über den Erfolg solcher Plakate streiten, darüber, ob sie ihren Zweck erfüllen. Denn da gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Schließlich polarisieren solche Plakate auch.

Aber mir scheint, daß genau DAS jetzt auch mal nötig ist. Denn das jetzige Konsens-Gebrabbel ist ja nun inhaltlich so aussagekräftig wie ein leeres Blatt Papier.



Was ist nötig?

Zitat
Wobei im jetzigen Wahlkampf auffällt, daß die Parteien den Wähler offenbar für käuflich halten. Anders sind für mich diese ganzen Versprechungen ohne Beifügen der Rechnung nicht zu erklären.



Das waren Wahlkämpfe immer.

Zitat
Und waren nicht die Linken mal ganz begeistert von dem Spruch "Konsens ist Nonsens"? Auch ein Grund, warum ich ihre Kritik nicht verstehe.



Wollen Sie mich mit diesen Leuten in Verbindung bringen?

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#18 von weihrauch , 06.07.2013 14:04

Zitat von kjschroeder im Beitrag #12

Zitat
Glauben Sie wirklich? Also Nerven tun manche schon. Aber das belebt ein Forum.

Das kommt aber drauf an, was man unter "nerven" versteht und aus welcher Perspektive man das sieht. Natürlich "belebt" es ein Forum, wenn sich Leute gegenseitig anpöbeln, verdächtigen und sonstwie persönlich runtermachen. Das FDP-Forum war in dieser Hinsicht ein Musterbeispiel.

Weswegen dann dort auch immer weniger Leute mitschrieben und den Weg dorthin fanden. Ob das der Sinn der Sache ist?

Gruß
Klaus



Wir waren uns doch einig - es kann kontrovers zugehen (auch pöbeln) zugehen - nur keine Drohungen oder Beleidigungen.
Ich bin auch der Meinung, daß "lebhafte Diskussion" eher ein Forum interessant macht, als hauptsächlich Wirtschafts-oder Umweltthemen.

Das was Sie zum Schluß ansprachen war nichts weiter als eine Resignation vor der Forumsleitung, deren Namen wir alle kennen.
Sie war parteiisch und bevorzugte lediglich höchsten 5 Leute, denen sie alles durchgehen ließ.
Bei allen anderen, mußte der Spruch: "Gegen die Forumsregeln verstossen" herhalten, wenn mal wieder eine Löschorgie stattfand.
So wurde das Forum nur durch ganz wenige "Priviligierte" geformt - viele gaben auf, weil sie ihre Beiträge umsonst geschrieben haben.

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#19 von kjschroeder , 06.07.2013 15:15

Zitat
Plakate sind Werbemittel. Was denn sonst?


Plakate sind zunächst erstmal Kommunikationsmittel. Da kann alles mögliche draufstehen. Und Sie können den geneigten Mitautoren hier gern schreiben, womit diese Protestplakate werben. ;-)

Zitat
Das mache ich überall, stellen Sie hier einfach mal Grünplakate solcher Machart ein. Da kenne ich keine Freunde^^


Aha. Nun, im ersten Link werden Sie ein paar finden - und hier gibts noch ein paar von der SPD.
Damals gab es von Ihnen keine Proteste dazu; ich versichere Ihnen, daß ich Sie bei ihrem Protest jetzt nicht stören werde. :-)

Zitat
Wollen Sie mich mit diesen Leuten in Verbindung bringen?


Was heißt "mit diesen Leuten in Verbindung bringen"? Für mich sind Sie eindeutig ins rot-grüne Wähler-Reservoir einzuordnen. Ist ja auch Ihr Recht. Wozu die Aufregung?

Gruß
Klaus


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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#20 von kjschroeder , 06.07.2013 15:40

Zitat
Wir waren uns doch einig - es kann kontrovers zugehen (auch pöbeln) zugehen - nur keine Drohungen oder Beleidigungen.


Wenn man pöbelt, beledigt man. Wo sollte da der Unterschied sein? Mir geht es aber vor allem darum, daß Foristen über Politik schreiben und nicht über andere Foristen. Es ist diese Gesinnungs- und Motiv-Verdächtigung, die ein Forum unattraktiv machen. Und deswegen halte ich diese Auffassung von Ihnen ....

Zitat
Das was Sie zum Schluß ansprachen war nichts weiter als eine Resignation vor der Forumsleitung, deren Namen wir alle kennen.



... für nicht zutreffend. Man konnte bei ihr sehr wohl kontrovers diskutieren. Aber wem außer Beschimpfungen, Unterstellungen, Pöbeleien und Beleidigungen nichts weiter einfiel, dessen Beitrag flog raus oder er selber. Das ist hier nicht anders. Und genauso wie dort haben solche Entscheidungen natürlich immer auch subjektiven Charakter, da Menschen nunmal unterschiedlich sind und sowas wie eine Objektivität nicht existieren kann. Ein Unterschied mag darin bestehen, daß Sie sowas wie den Satz vorher von ihr nicht zu lesen bekommen haben.

Es war der Tonfall, der dort immer ruppiger wurde und auch der Umgang untereinander. Sowas vergällt den Leuten den Spaß. Zumindest denen, denen ernsthaft an Politik gelegen ist und die nicht nur herumagitieren wollen.

Daß ich mich hier während der Woche rar mache, hat zu 90% mit Arbeit zu tun - ich kann schlicht und simpel tagsüber nicht (mehr) schreiben - dafür ist viel zu viel zu tun. Vielleicht erinnern Sie sich noch, daß ich eine Reduzierung meiner Beiträge in dem anderen Forum (als es das noch gab) bereits im vergangenen Herbst erwähnt hatte. Da sich zwei Projekte verzögerten, ließ sich dieses Forum hier gründen. Aber seit rund vier Monaten merke ich, wie die Arbeit rings um mich her mehr und mehr wird. Und sowas können Sie nur bis zu einem gewissen Grad ohne ein Mehr an Zeitaufwand bewältigen. Und damit ist seit rund 1-2 Monaten Schluß.

Naja, und die anderen 10% sind stimmungsbedingt. Das kenne ich sonst an mir nicht, das ist neu. Andererseits: Stimmungen kommen und gehen. Hoffentlich auch die jetzige. ;-)

Gruß
Klaus

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#21 von weihrauch , 06.07.2013 16:26

Zitat von kjschroeder im Beitrag #20

Zitat
Wir waren uns doch einig - es kann kontrovers zugehen (auch pöbeln) zugehen - nur keine Drohungen oder Beleidigungen.

Wenn man pöbelt, beledigt man. Wo sollte da der Unterschied sein? Mir geht es aber vor allem darum, daß Foristen über Politik schreiben und nicht über andere Foristen. Es ist diese Gesinnungs- und Motiv-Verdächtigung, die ein Forum unattraktiv machen. Und deswegen halte ich diese Auffassung von Ihnen ....
-------------------------------------------------------------
mit Pöbeln meinte ich nicht einen Angriff auf andere Forumsteilnehmer, sondern zum Thema selber, wenn es gravierend war
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Zitat
Das was Sie zum Schluß ansprachen war nichts weiter als eine Resignation vor der Forumsleitung, deren Namen wir alle kennen.



... für nicht zutreffend. Man konnte bei ihr sehr wohl kontrovers diskutieren. Aber wem außer Beschimpfungen, Unterstellungen, Pöbeleien und Beleidigungen nichts weiter einfiel, dessen Beitrag flog raus oder er selber. Das ist hier nicht anders. Und genauso wie dort haben solche Entscheidungen natürlich immer auch subjektiven Charakter, da Menschen nunmal unterschiedlich sind und sowas wie eine Objektivität nicht existieren kann. Ein Unterschied mag darin bestehen, daß Sie sowas wie den Satz vorher von ihr nicht zu lesen bekommen haben.
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Es ging um die Themen. Wenn die Meinung in eine Richtung ging, die ihr nicht gefiel, löschte sie oftmals nicht den einzelnen Beitrag, sondern gleich das ganze Thema.
Kritik an Juden waren völlig tabu
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Es war der Tonfall, der dort immer ruppiger wurde und auch der Umgang untereinander. Sowas vergällt den Leuten den Spaß. Zumindest denen, denen ernsthaft an Politik gelegen ist und die nicht nur herumagitieren wollen.
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Auch hier ging es im besonderen um die 4-5 priviligierten Leute, deren ruppiger Tonfall akzeptiert wurde.
So konnten 2 Teilnehmer andere als Nazis titulieren, was nicht beanstandet wurde.
Auch wurden viele Antworten als "sachlich falsch" bezeichnet, die dann auch gelöscht wurden.
"Sachlich falsch" ist ebenfalls eine Auslegungssache
---------------------------------------------------------------------

Daß ich mich hier während der Woche rar mache, hat zu 90% mit Arbeit zu tun - ich kann schlicht und simpel tagsüber nicht (mehr) schreiben - dafür ist viel zu viel zu tun. Vielleicht erinnern Sie sich noch, daß ich eine Reduzierung meiner Beiträge in dem anderen Forum (als es das noch gab) bereits im vergangenen Herbst erwähnt hatte. Da sich zwei Projekte verzögerten, ließ sich dieses Forum hier gründen. Aber seit rund vier Monaten merke ich, wie die Arbeit rings um mich her mehr und mehr wird. Und sowas können Sie nur bis zu einem gewissen Grad ohne ein Mehr an Zeitaufwand bewältigen. Und damit ist seit rund 1-2 Monaten Schluß.

Naja, und die anderen 10% sind stimmungsbedingt. Das kenne ich sonst an mir nicht, das ist neu. Andererseits: Stimmungen kommen und gehen. Hoffentlich auch die jetzige. ;-)
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Das hoffe ich auch
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Gruß
Klaus


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RE: Tägliche Mail der FDP Hessen

#22 von JoG , 07.07.2013 16:25

Das ist in der Tat ein witziges Plakat.

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RE: Politikverdrossenheit auch in Internetforen?

#23 von JoG , 07.07.2013 16:35

Wenn aber das Produkt des Konkurrenten lebensgefährlich ist, ist das ein guter es nicht zu kaufen. Hier gilt, dass jeder, der nicht Grün wählt gut ist und jeder, der erkennt wie gefährlich Grün ist sieht sich motiviert zu Wahl zu gehen.

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Hat sich leider bestätigt

#24 von weihrauch , 05.09.2013 00:14

Seit über 24 Stunden ist weder ein neues Thema noch eine Antwort eingestellt worden - trotz gepflegter Ausdrucksweise.
Mein Gott, was ist nur los?
Es gibt jeden Tag viele neue Gründe, um auf die Barrikaden zu gehen - der Durchschnittsbürger zieht brav mit.
Gauck - die neue Schande Deutschlands, gezielte Einschleusung von Problemeinwanderern, ausufender Linksextremismus, Wahl-und Umfragemanipulationen, Volksverräter und Betrüger im Bundestag und Landtag (aktuell NRW), Komplizenschaft von Salafisten und Justiz (aktuell Frankfurt) wo die Justiz ansonsten nicht schnell genug Demonstrationen verbieten kann, wenn es sich um Rechte handelt ...und ...und ...und
Alles keine Themen, um mit der Faust auf den Tisch zu schlagen?


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RE: Hat sich leider bestätigt

#25 von JoG , 05.09.2013 09:48

Zitat von weihrauch im Beitrag #24
Seit über 24 Stunden ist weder ein neues Thema noch eine Antwort eingestellt worden - trotz gepflegter Ausdrucksweise.
Mein Gott, was ist nur los?
Es gibt jeden Tag viele neue Gründe, um auf die Barrikaden zu gehen - der Durchschnittsbürger zieht brav mit.
Gauck - die neue Schande Deutschlands, gezielte Einschleusung von Problemeinwanderern, ausufender Linksextremismus, Wahl-und Umfragemanipulationen, Volksverräter und Betrüger im Bundestag und Landtag (aktuell NRW), Komplizenschaft von Salafisten und Justiz (aktuell Frankfurt) wo die Justiz ansonsten nicht schnell genug Demonstrationen verbieten kann, wenn es sich um Rechte handelt ...und ...und ...und
Alles keine Themen, um mit der Faust auf den Tisch zu schlagen?


Ich beobachtete das auch. Vielleicht verdrängt die Nähe der Wahlen jeden Gedanken?

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