RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#101 von kjschroeder , 04.08.2013 22:52

Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Beitrag eine Antwort auf meinen ist (hier ist der thread etwas komisch strukturiert), aber sei's drum:

Nein, an die Verschwörungstheorie, daß das die US-Regierung durchgezogne habe oder eine ihrer Dienststellen, glaue ich auch nicht. Das ist für mich hanebüchen und ja: auch haßerfüllt.

Aber ich fand kein Material, das mir eine hinreichende Erklärung bot für die Frage, wie es sein kann, daß während des Einsturzes immer 1-2 Stockwerde drunter genau in dem Moment des Einsturzes Wölkchen wie von Explosivstoffen zu sehen sind.

Ich fand keine Erklärung, warum der damalige Bürgermeister zum Verlassen von Gebäude 7 VOR dem Anschlag bewegt wurde (da war er wohl).

Vielleicht sind das alles Fälschungen. Dann wäre es gut, das aus der Welt zu schaffen: Wo war Guliani damals GENAU? Wie sind die Wölkchen zu erklären? Etc.etc. Warum passiert es nicht? Oder ist mir was entgangen?

Wie gesagt: Ich glaube nicht an diese Verschwörungstheorien. Die Flieger sind dort zielgerichtet reingeflogen. Das ist für mich Fakt. Aber die Fragen, die ich z.T., oben anschnitt, hätte ich schon gern beantwortet.

Gruß
Klaus

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#102 von kjschroeder , 04.08.2013 22:58

Zitat
ein guter Grund die Entflechtung der Amerikaner,


Ich vermute, Sie meinen damit eine Reduzierung der Befugnisse Washingtons und eine Rückkehr zur dezentraleren Machtstrukturierung. Oder?

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 04.08.2013 | Top

RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#103 von JoG , 04.08.2013 22:59

Also das sehe ich etwas anders. Alle Punkte, die Sie da ansprechen, werden seit geraumer Zeit in aller Öffentlichkeit in den USA diskutiert. Da macht man wenig Geheimnisse draus.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#104 von wüllerstorff , 04.08.2013 23:02

Richtig, das tat ich. Mögen die amerikanwer auch nur eine mehr oder weniger symbolische Streitmacht in Europa haben - was zählt, ist dioe damit verbundene politische "message". Und wenn die Amerikaner abrücken sollten, was passiert denn dann? Glauben sie allen Ernstes, alles bliebe so, wie es bis dahin war?

Es wird sicherlich nicht so bleiben wie es bisher war. Was genau kommt kann man nicht mit absoluter Bestimmtheit sagen. Nichts desto trotz gehe ich davon aus das die Amerikaner aus finanziellen gründen sich genötigt sehen ihre Truppen zumindest teilweise aus Europa/Asien/Mittlerer Osten abzuziehen. Die Nato halte ich seit dem Zusammenbruch der UDSSR für überflüssig. Sie ist heute nur noch 'existierendes System' ohne Daseinsberechtigung.

Zitat
Die europäischen Staaten sollten sich selber um ihre Belange kümmern.


Sie würden sich wundern, wie schnell die europäischen Staaten wieder im Weißen Haus anklopfen würden wegen "ihrer Belange". Und Europa als Ganzes? Eine europäische Armee? Eine gemeinsame Militärpolitik? Schon bei militärischen Petitessen wie Mali sahen wir doch, wie tief die diferenzen reichen - z.B. zwischen Frankreich und Deutschland.

Ich rede nicht von Europa als ganzes sondern von Europa als Staaten. Eine gemeinsame Militärpolitik halte ich für unnötig weil sie eine gemeinsame Außenpolitik auf EU oder ähnlicher Ebene vorsieht. Dieser Wunsch erweist sich seit der Gründung der EWG/EU für unrealistisch weil die Franzosen damals nein gesagt haben und dieses Durcheinander der 27 sich niemals auf eine Politik einigen können. Alles was sie schaffen sind Positionen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu formulieren. Ich sehe darin kein desaster dass Frankreich in Mali die demokratie herstellen will und sich andere Länder daran nicht beteiligen. Warten sie's mal ab, Frankreich geht wirtschafltich den Bach runter und schikt die Rechnung dann nach Brüssel. Dann dürfen sie wenigstens dafür bezahlen :)

Das ist grundsätzlich auch mein Standpunkt. Freilich sollte dann auch erwähnt werden, daß gerade wir Deutschen schön bequem von den Amerikanern profitieren - wir kriegen ja noch nicht mal die NATO-vertraglich vereinbarten Militärkosten von 2% des BIP in die Reihe und spielen schön Trittbrettfahrer. Wenn Sie Amerika aus Europa raushaben wollen, müssen Sie über zig Jahre 3-4% des Haushalts für Militär ausgeben, um in Bezug auf Ausbildung und Waffengattung einigermaßen up to date zu sein. Im Moment - Stand Ende Juli 2013 - sind gerade mal 6.000 Soldaten im Auslandseinsatz. Und bei mehr als 10.000 gehen die wackeren Bürokraten in die Knie.

Das sehe ich anders weil ich der Meinung bin das die Amerikaner nach Europa gekommen sind um ihre Interessen gegenüber der UDSSR durchzusetzen. Was in einem Nato Vertrag steht ist irrelevant für die Tatsächliche Sicherheit. Ausserdem sage ich nicht dass ich die Amerikaner per se raus haben möchte. Ich gehe, wie schon gesagt, davon aus dass sie irgendwann freiwillig gehen werden. Wer sagt denn dass Europa sich mit den Waffen die es hat nicht gegen aüssere Angriffe verteidigen kann? Ich sehe auch keinen zwingenden Grund Soldaten überhaupt ins Ausland zu schicken.

Zitat
Die Zeiten wo sich Nationen in Europa militärisch überrannt haben ist vorbei. Heute 'besetzt' man ein Land indem man alles was Wert hat kauft.


Das passiert nur deswegen, weil auch jetzt jede militärische Operation in Europa die potentielle Eigenvernichtung des Angreifers zur Folge hätte. Wenn Amerika Europa verläßt, wäre das aber nicht mehr so. Womit sollte sich denn Europa für den Fall des Falles wehren? Womit denn?

Die Selbstzerstörung kommt heute nicht mehr durch die Waffen sondern die wirtschaftlichen Konsequenzen. (Durch die Wahlen in Japan haben sich die politischen Verhältnisse etwas verändert, Kamikaze Abe hat noch mehr Macht und denkt wohl an eine Verfassungsänderung die auch den 'Besatzungszustand' ändern soll. Mal sehen wie sich das entwickelt, es wäre ein Anhaltspunkt.)

Zitat
Die letzte Bedrohung war die UdSSR, die bekanntlich kollabiert ist.


Und jetzt sind wir alle ganz lieb zueinander? Warum haben dann die Russen vor noch nicht mal einem Monat mit 160.000 Mann ein gigantisches Manöver durchgezogen mit dem Ziel ganze Armeen über weite Strecken schnell verlegen zu können?

Russland ist gross.

Zitat
Wenn sie den 'Terrorismus' als Bedrohung sehen, von mir aus, das sind aber keine Staaten sondern Organisationen die von keinem Staat geduldet werden


Oh - die Hamas wird nicht von den Europäern toleriert? Zum Beispiel? Wird sie nicht sogar teilweise hofiert?

Die Hamas können sie sehen wie sie wollen, sie ist aber bei bestem willen keine Bedrohung für Europa.
`

Zitat
Die Polen haben was das angeht ein Rad ab.


Das mögen Sie so sehen, ändert aber nichts an den Tatsachen, die man zur Kenntnis nehmen sollte. Und es ändert nichts am Recht der Polen, dieses Bündnis so zu handhaben, wenn die Polen das für richtig halten.


ich nehme das zur Kenntnis und wenn die Polen mit ihrer Entscheidung glücklich sind freut mich das für sie.


Zitat
Der Kausalität wegen, der Iran hat nachdem ihm mit Bombardierung aus Israel gedroht wurde gesagt dass als Konsequenz die Straße von Hormuz geschlossen wird.


Ja nun, das kommt davon, wenn man Israel mit Ausradierung droht. Ach ja, soll ja ein Übersetzungsfehler gewesen sein. Wie wohl auch dieselbe Äußerung des jetzigen iranischen Präsidenten. Sorry, aber mit dieser vorgeblichen Friedfertigkeit der Mullahs überzeugen Sie mich nicht.

Zitat
Das ist ja schön, nur sind sie dann ein böser Antiamerikaner weil russische und Us amerikanische Interessen häufig gegensätzlich sind.


I wo. Schließlich arbeiten auch amerikanische und russische Firmen zusammen, wie Sie hier an einem Beispiel nachlesen können: -> http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ru...ommen-1.1137089



Zitat
Die deutsche (westeuropäische Wirtschaft) hängt am russischen Öl und Gas Tropf.


Das ist eine Abhängigkeit, die uns Sorgen bereiten sollte. Mir wäre eine breiter aufgestellte Energieversorgung erheblich lieber.

Diese Abhängigkeit macht mir keine sorgen denn sie geht in beide Richtungen. Sorgen würd eich mir machen wenn das öl und Gas nur aus dem Maghreb kommen würde. Den Iran halte ich für politsch stabiler und von daher als Handelspartner vorzuziehen.

Zitat
In der EU und USA sind die Verkäufe rückläufig.


Diese Aussage ist richtig in Bezug auf die EU, aber falsch in Bezug auf die USA. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, läßt sich vor einem halben Jahr mit dem glatten Gegenteil zitieren: "Von dieser Entwicklung profitieren die deutschen Pkw-Hersteller, die ihren Marktanteil in China auf 22 Prozent gesteigert haben und in den USA im siebten Jahr in Folge Marktanteile gewinnen,”....

Zitat
Fracking? dagegen habe ich nichts, nur wenn die Förderkosten weit über dem Marktpreis liegen wird das nichts.


Nun, US-Unternehmen sehen das wohl erheblich anders, sonst würden sie's ja wohl nicht machen. Nun mag es sein, daß sich das bei UNS aus geologischen Gründen nicht rechnet (und insofern hätten Sie mit Ihrer Einschätzung recht), aber das machgt es nicht besser, sondern bedeutet, daß wir weiterhin Erdöl und -Gas importieren müssen, nachdem ein Sonnen- und Windtraum nach dem anderen den Bach so schnell runterging wie die Strompreise hoch - und ich bin neuigierig, wie lange sich die Politik ein Orchideen-Dasein als Anti-Kernkraft-Land wird leisten können.

ich sprach von Us unternehmen. Die machen alle Verluste. Der Grund warum sie das machen ist der dass sie hoffen dass der Preis steigt und um für die Zukunft zu lernen.

Zitat
Wie können sie sich nach einer Freihandelszone sehnen ohne zu wissen was da genau drinsteht und noch dazu mit einem Land dass andauernd abwertet?


Freihandel bedeutet, daß Zölle und Importverbote abgeschafft werden. Was die Abwertung angeht: Abgesehen davon, daß auch der Euro im Außenverhältnis z.B. zu asiatischen Währungen abgewertet hat, ist das völlig Banane: Es gibt genügend Puts,Calls, Swaps und andere Mechanismen zur Absicherung, und außerdem werden im Exportgeschäft die Währungskurse häufig eh frei vertraglich zwischen den Handelspartnern definiert, egal, was da gerade an den Börsen los ist.

So einfach ist dass nicht mehr weil heute jedes Produkt gewissen Standards entsprechen muss. Welche nimmt man? Das Freihandelsabkommen würde die EU als Institution die sich um Produktstandards und Arbeitsverhältnisse kümmert unterminieren, weswegen sie das auch ablehnt. Wer kosnequnt ist müsste dann auch die Agrar, Stahl Industrie Subventionen angleichen. ich halte das für unrealistisch.
Puts calls, swaps, der Japaner bezahlt heute 60% mehr an der tanke als vor 1.5 Jahren. Der Verbraucher schaut auf den Preis.

Zitat
Aussedem: wenn Obama/USA und Merkel/EU über etwas verhandeln, wer lässt sich über den Tisch ziehen?


Mir ist nichtg klar, wie man bei gegenseitiger Aufhebung von Zöllen über den Tisch gezogen werden soll. Okay, ich vergaß die Angst vor dem Chlorhuhn. Das ist natürlich nichts für rot-grüne "German Angst". ;-) Gut, das war jetzt provokant. ;-)

bei nicht subventionierten und kontrollierten Prudukten mag das stimmen.

Es gibt noch andere Dinge, die unsere Bürokraten als schützenswert ausgemacht haben: die "Kultur" zum Beispiel. Dazu kann ich nur sagen, daß auch hier die Amerikaner es besser
machen: Wer nicht subventioniert wird, gewöhnt sich sehr schnell an, Produkte anzubieten, die von der Bevölkerung auch gewollt werden. Und auch hier gibt es ja Theater, die sich immer noch aus eigener Kraft finanzieren.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#105 von JoG , 04.08.2013 23:10

Die Amerikaner wollen ganz sicher eine Sicherheitsstruktur, die sie weniger beansprucht. Es ist ihnen auch ausgesprochen klar, dass das bedeutet Souveränität in Verträgen abzugeben. Es ist ihnen auch recht, da ihnen absolut klar ist, dass eine Rückkehr zur multipolaren Welt früherer Jahrhunderte bedeuten wird, dass ein Großer Krieg mit an Sicherheit reichende Wahrscheinlichkeit auf uns zukommt.

Das Problem liegt hier nicht bei den Amis.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#106 von kjschroeder , 04.08.2013 23:43

Zitat
Es ist ihnen auch ausgesprochen klar, dass das bedeutet Souveränität in Verträgen abzugeben.


Dafür braucht es natürlich Bündnispartner. Die deutsche politische Klasse mit ihrer Schnorrer- und Trittbrettfahrer-Mentalität und mit z.T. offen artikuliertem Anti-Amerikanismus in der Gesellschaft dürfte da wenig Chancen haben. "Shared command" wurde ja längst angeboten; Berlin war zu feige es anzunehmen. Weicheier! Waschlappen! Aber es paßt ins Bild. Berlin halt.

Zitat
Es ist ihnen auch recht, da ihnen absolut klar ist, dass eine Rückkehr zur multipolaren Welt früherer Jahrhunderte bedeuten wird, dass ein Großer Krieg mit an Sicherheit reichende Wahrscheinlichkeit auf uns zukommt.



Die multipolare Welt aber haben wir heute de facto schon. Oder?

Gruß
Klaus

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#107 von JoG , 05.08.2013 00:20

Wir entwickeln und in Richtung multipolaren Welt. Noch gibt es aber eine zu geringe Menge projektierbarer Macht in anderen als amerikanischen Händen. Das ändert sich aber. Die Amis Sinfonien nächsten 30 Jahren vermutlich unangreifbar. Für deutsche oder EU Interessen gilt das nicht.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#108 von wüllerstorff , 05.08.2013 10:48

Zitat von JoG im Beitrag #105
Die Amerikaner wollen ganz sicher eine Sicherheitsstruktur, die sie weniger beansprucht. Es ist ihnen auch ausgesprochen klar, dass das bedeutet Souveränität in Verträgen abzugeben. Es ist ihnen auch recht, da ihnen absolut klar ist, dass eine Rückkehr zur multipolaren Welt früherer Jahrhunderte bedeuten wird, dass ein Großer Krieg mit an Sicherheit reichende Wahrscheinlichkeit auf uns zukommt.

Das Problem liegt hier nicht bei den Amis.



Wir sind auf dem Weg zur multipolaren Welt. Daran besteht kein zweifel. Das bedeutet zwangsläufig dass die USA an Macht einbüßen werden. Ich Betrachte das aber nicht als Gefahr, je mehr Pole es gibt desto besser denn die Kontrollieren sich gegenseitig und sie gleichen sich in Größe und Gewicht an. Ich kann nicht erkennen warum eine multipolare Welt gefährlicher sein soll als die Bipolare, die die Welt ganz knapp an einem Atomkrieg hat vorbei schrammen lassen. Selbst wenn heute vieles nicht besonders gut geregelt ist, die ganz große Ost= West Konfrontation ist nicht mehr gegeben. Für eine Konfrontation Westen v Blockfrei Staaten ist es zu spät denn die sind schon zu einem Pol geworden den man nicht mehr rumschubsen kann. Die Zeit wo der Westen irgendwo auf der Welt militärisch intervenieren konnte läuft auch langsam ab, und das ist auch gut so.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#109 von horstR , 05.08.2013 13:11

Für Deutschland ist die NATO unverzichtbar.


MfG

HR

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#110 von JoG , 05.08.2013 14:14

Zitat von wüllerstorff im Beitrag #108
Zitat von JoG im Beitrag #105
Die Amerikaner wollen ganz sicher eine Sicherheitsstruktur, die sie weniger beansprucht. Es ist ihnen auch ausgesprochen klar, dass das bedeutet Souveränität in Verträgen abzugeben. Es ist ihnen auch recht, da ihnen absolut klar ist, dass eine Rückkehr zur multipolaren Welt früherer Jahrhunderte bedeuten wird, dass ein Großer Krieg mit an Sicherheit reichende Wahrscheinlichkeit auf uns zukommt.

Das Problem liegt hier nicht bei den Amis.



Wir sind auf dem Weg zur multipolaren Welt. Daran besteht kein zweifel. Das bedeutet zwangsläufig dass die USA an Macht einbüßen werden. Ich Betrachte das aber nicht als Gefahr, je mehr Pole es gibt desto besser denn die Kontrollieren sich gegenseitig und sie gleichen sich in Größe und Gewicht an. ....


Es tut mir Leid, aber sowas zu sagen ist richtig peinlich. Haben Sie sich nicht einmal mit dem Basiswissen zum Thema ausgestattet? Politik auf Basis solcher Meinung kann kaum noch als grobe Fahrläßigkeit durchgehen. Das grenzt ans Kriminelle, weil die Fakten so bekannt sind, dass man sie kennen müsste.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#111 von JoG , 05.08.2013 14:17

Die Meinung, die Sie da so nett kommentieren ist so schaurig, dass es Einem schlecht werden müsste, wenn sie verbreitet wird. Da vertritt jemand eine Meinung, die auf einen Weltkrieg hinausläuft und merkt es nicht einmal.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#112 von wüllerstorff , 05.08.2013 19:04

ich weiß nicht genau was sie meine, aber ich habe den Eindruck dass sie der Bipolaren Welt nachtrauern. Die ist allerdings mit der UDSSR untergegangen und wird wohl auch nicht mehr wieder kommen. Ob man will oder nicht, die Welt ist Multipolar und dann bleibt einem nichts übrig als das beste draus zu machen.

Zum (Welt) krieg kommt es nur wenn es mindestens einen gibt der sich mit seinem Platz in der Welt nicht abfinden kann.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#113 von JoG , 05.08.2013 19:29

Ja, es ist immer etwas traurig, wenn man wieder hinaus muss in die Kälte und Gefahr. Die bipolare Struktur war stabil. Multipolare Ordnungen sind nur sicher und friedlich, wenn sie eine robuste Rechtsordnung mit glaubhafter Durchsetzung haben. Das ist trivial. Und genau eine solche Struktur müssen wir schaffen, da die Alternative aus zwei Jahrtausende recht gut bekannt ist: Krieg um Krieg, mal kleiner und mal größer. Die Großen kosten bei heutiger Technologie sicher schnell mal eine Milliarde Leben. Deshalb finde ich es so leichtfertig so über Multipolarität zu reden.

Sollten Sie sich für solche Dinge so weit interessiert, dass Sie nachlesen wollen, finden Sie bei Foreign Affairs etc genügend Artikel. Die Diskussion war in den 1990er bis ca 2005 als die UNO daher r2p als Norm einführte.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#114 von kjschroeder , 05.08.2013 23:22

Zitat
Die bipolare Struktur war stabil.



Aber nicht per se. Sondern die Stabilität war auch dort an Voraussetzungen gebunden (etwa gleichartige militärische Stärke bei Gefahr der Selbstvernichtung durch Angriff und als Voraussetzung die wirtschaftliche Fähigkeit zur Aufrechterhaltung dieser Stärke).

Grundsätzlich stimme ich Ihnen in Bezug auf die Gefahren einer multipolaren Welt zwar zu. Aber wo beginnt sie? Ist Tripolarität bereits "multi"-polar?

Zitat
bis ca 2005 als die UNO daher r2p als Norm einführte.



Mich wundert, daß Sie R2P ernstnehmen. Schon als R2P eingeführt wurde, tobte in Darfur ein Krieg, der nach einem Eingriff nach den Maßstäben von R2P schrie - und keine Sau (um es mal auf "deutsch" zu sagen) interessierte sich für die mehrere hunderttausend Geschlachteten. Für mich sind Konstrukte wie R2P Ausdruck von Funktionärsrechtfertigung, Ausdruck einer niemandem etwas bringenden Wohlfühl-Politik der beteiligten Akteure. Verlogenes Wortgeklingel.

Und dann ist bei R2P nach wie vor nicht richtig geklärt, wann GENAU eingegriffen werden darf ohne das Recht einer Nation auf Selbstbestimmung zu verletzen. Denn R2P erlaubt ja auch das VORBEUGENDE Eingreifen. Und genau das halte ich für eine gefährliche Gratwanderung mit großem Potential für willkürliche Definierungen eines Eingriff-Falles.

Für mich ist R2P einfach Ausdruck von Papiertigerheldentum.

Gruß
Klaus

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#115 von JoG , 06.08.2013 00:25

Ja. Ich vereinfachte und hatte die Beschreibung der faktoren im Kalten Krieg reduziert.
MAD war sicherlich ganz wesentlich und ist wichtig bei der Destabilisierung im entstehenden Multipol. Je mehr Machtzentren ernsthaften Gewaltpotentialsentsrehen, desto wahrscheinlicher entstehen Konflikte und Kriegshandlungen. Da gibt es mE keine magische Zahl.

R2P ist wie jede Norm nichts wert, wenn man sie nicht durchsetzt. Sie der Nichteinmischung entgegenzustellen war daher signifikant, als man eine glaubte, dass eine Weltsicherheitsordnung Legitimität braucht und diese nur möglich ist, wenn man statt die der Nationen die Sicherheit des Individuums garantiert. Erstaunt hat mich, dass Länder wie Russland oder China sich von der Logik so weit überzeugen ließen, dass sie es nicht torpedierten.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#116 von wüllerstorff , 06.08.2013 12:07

Die UN hat nie R2P als Norm eingeführt. Wie KJschröder es richtig formulierte dient R2P als wohlfühlfloskel um 'vorbeugend' irgendwo eingreifen zu können. Eine Norm kann es nicht gewesen sein weil man sie nur in bestimmten Fällen herangezogen wurde wo diejenigen die das taten ihre Interessen durchsetzen wollten. Über den legitimen Einsatz von Gewalt entscheidet der UN Sicherheitsrat wobei sich die Rechtsgrundlage durch R2P nicht geändert hat.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#117 von JoG , 06.08.2013 20:46

http://en.m.wikipedia.org/wiki/Responsibility_to_protect

Vielleicht hilft das hier ein wenig Ihrem Gedächtnis.


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National Review: Anti-Americanism and Schadenfreude

#118 von kjschroeder , 22.08.2013 20:58

Es ist nicht so, daß die Amerikaner die deutschen Irrungen und Wirrungen unserer "Eliten" nicht mitbekämen -> http://www.nationalreview.com/corner/356...njamin-weinthal

Gruß
Klaus

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RE: National Review: Anti-Americanism and Schadenfreude

#119 von JoG , 22.08.2013 23:48

Interessanter Artikel.

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RE: National Review: Anti-Americanism and Schadenfreude

#120 von JoG , 22.08.2013 23:48

Interessanter Artikel. Gut beobachtet.

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BRD - der amerikanische Hinterhof in Europa

#121 von weihrauch , 26.08.2013 15:30

Was die meisten schon wissen aber nicht wahrhaben wollen:
Deutschland ist eine ganz gewöhnliche US-Kolonnie.
Der Staat aber windet sich auf unverständliche Weise, dies zuzugeben.
Warum eigentlich? Dann würden sich viele Antworten von selber klären und die Bundesregierung wäre weniger angreifbar.

http://www.youtube.com/watch?v=BixHQEWoDss

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"Deutsche" Jounalisten in der Hand der USA

#122 von weihrauch , 26.08.2013 15:34

Auch die TAZ ist dabei - wen wundert es.
Wenn man sich die merkwürdige "Berichterstattung" der Medien (Propaganda wäre zutreffender) antut, riecht man förmlich, daß da käufliche Huren ihren Mist absondern.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....en-eingebunden/


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zuletzt bearbeitet 26.08.2013 | Top

RE: BRD - der amerikanische Hinterhof in Europa

#123 von JoG , 27.08.2013 08:26

Wer Deutschland als Kolonie bezeichnet muss sich damit abfinden, dass man seine glaubwürdig abschreibt. Man weiß nicht, woran es liegt. Ist es sprachliche Defizient, intellektuelle Inkompetenz oder propagandistische Unverschämtheit? Wer weiß? Aber Soeiner ist nichts.

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RE: "Deutsche" Jounalisten in der Hand der USA

#124 von JoG , 27.08.2013 08:28

Mein Eindruck ist eindeutig, dass Sie krank sind.

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RE: "Deutsche" Jounalisten in der Hand der USA

#125 von weihrauch , 27.08.2013 13:46

Zitat von JoG im Beitrag #124
Mein Eindruck ist eindeutig, dass Sie krank sind.


Muß ich mit leben.
Aber sind Sie denn davon überzeugt, daß Deutschland ein souveräner Staat ist?
Oder ist da auch etwas Trotz dabei?

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