RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#76 von JoG , 01.08.2013 12:59

Ich denke, dass ich diese genannten Fälle alle relativ gut kenne. Und ich bin der festen Meinung, dass Sie da etwas missinterpretieren oder bewusst falsch darstellen.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#77 von JoG , 01.08.2013 13:02

Das sagte ich an anderer Stelle. Wenn Deutschland will, dass die USA abziehen, sollen sie es sagen.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#78 von horstR , 01.08.2013 13:25

Zumal sich die Frage stellen dürfte wer die Amerikaner ersetzen würde.

Ich denke, wir sind uns trotzdem einig, daß die amerikanische Außenpolitik imperiale Züge hat und ausschließlich durch Eigeninteresse geprägt ist.

Von Menschenrechten in diesem Zusammenhang möchte ich überhaupt nicht reden...


MfG

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#79 von weihrauch , 02.08.2013 22:29

Zitat von kurt02 im Beitrag #69
[quote="weihrauch"|p5601]Aber, wenn Deutschland unglücklich ist, die Amis im Land zu haben, sollen sie doch die Amis bitten zu gehen. Dann wissen sie ob sie "besetzt" sind oder nicht. Wenn man natürlich mehr Angst hat vor den Konsequenzen der Antwort? Tjy, dann ist nicht der aktuelle Zustand das Problem sondern seine eigene Angst. Es heißt ja auch auf der ganzen Welt "Deutsche Angst".


Noch besser:
Die Bundesregierung erklärt ihren Austritt aus der NATO und schließt sich militärisch Rußland an.
Ob die Amis wohl Glückwünsche senden und gehorsam abziehen?



http://www.mittelbayerische.de/nachricht...n-abhoeren.html

weihrauch  
weihrauch
Beiträge: 960
Registriert am: 17.01.2013


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#80 von JoG , 03.08.2013 00:37

Es wäre jedenfalls typisch deutsch eine kopflose Aktion.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#81 von horstR , 03.08.2013 08:21

Sie meinen typisch Merkel, wie der Atomausstieg...


MfG

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#82 von kjschroeder , 03.08.2013 19:11

Zitat
Zumal sich die Frage stellen dürfte wer die Amerikaner ersetzen würde.



Eben. Im Grunde sind die verlogenen Europäer nämlich ganz froh über die "imperiale Haltung" der Amerikaner, weil die Amis den Eiuropäern auf diese Weise den Dreck wegnehmen, den wegzuräumen die Europäer weder willens noch fähig wären.

Zitat
Von Menschenrechten in diesem Zusammenhang möchte ich überhaupt nicht reden...


Die siehst Du in Europa besser geschützt? Ernsthaft?

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


NSA & Prism: Die andere Seite der Medaille - und KEIN Wahlkampfthema

#83 von kjschroeder , 03.08.2013 20:07

Gemeint sind diese beiden Artikel -> http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...eisewarnung-usa
und: -> http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...terrorwarnung-2

Sicherheit gehört nunmal zu den staatlichen Aufgaben. Das ist die andere Seite der Medaille. Und natürlich kein Wahlkampfthema.

Gruß
Klaus


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 03.08.2013 | Top

RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#84 von horstR , 03.08.2013 22:08

Zitat
--------------------------------------------------------------------------------
Von Menschenrechten in diesem Zusammenhang möchte ich überhaupt nicht reden...
--------------------------------------------------------------------------------

Die siehst Du in Europa besser geschützt? Ernsthaft?
Zitatende

Nö, ich dachte, das sei aus meinem Beitrag hervorgegangen.

Wir sollten uns große Sorgen machen was die persönliche Freiheit u Selbstbestimmtheit angeht...

Und ganz nebenbei, welche Nebelkerze soll gerade heute die weltweite Terrorwarnung sein? So einfach können die Amis doch nicht gestrickt sein. Wer soll diesen Scheiss noch glauben, selbst wenn irgendwo ne Bombe hochgehen sollte, wer soll noch glauben, daß die von Islammisten kommt?


MfG

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#85 von JoG , 04.08.2013 10:03

Ich für meinen Teil würde gerade aktuell eine Warnung sehr ernst nehmen.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#86 von wüllerstorff , 04.08.2013 11:58

Zitat von kjschroeder im Beitrag #82

Zitat
Zumal sich die Frage stellen dürfte wer die Amerikaner ersetzen würde.


Eben. Im Grunde sind die verlogenen Europäer nämlich ganz froh über die "imperiale Haltung" der Amerikaner, weil die Amis den Eiuropäern auf diese Weise den Dreck wegnehmen, den wegzuräumen die Europäer weder willens noch fähig wären.
+++

Warum müssen die USA überhaupt ersetzt werden? Man kann doch nicht ernsthaft behaupten dass irgendein Land in West/Mitteleuropa bedroht ist. Welchen 'Dreck' die Amis den Europäern abnehmen erschließt sich mir auch nicht so ganz. ich würde eher sagen dass die Amis mit ihrem Aktionismus ziemlich viel 'Dreck' produzieren.
Ich bin auch auch der Meinung dass Europa sich mehr mit Russland zusammentun sollte weil die Gemeinsamkeiten größer sind als mit den USA. Das liegt schon daran dass Russland viel näher ist. Die USA hat den Zenit ihrer Macht überschritten. Russland ist ein wirtschaftlich aufstrebendes Land das mehr Potenzial zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit birgt als die USA. Für exportorientierte Volkswirtschaften die sich auf Qualität statt Quantität spezialisieren liegt die Zukunft meiner Ansicht nach in den Brics Staaten wovon Russland halt gleich um die Ecke ist.

Zitat
Von Menschenrechten in diesem Zusammenhang möchte ich überhaupt nicht reden...


Die siehst Du in Europa besser geschützt? Ernsthaft?

eher besser als schlechter, aber zugegebenermaßen trotzdem sehr schlecht.

Gruß
Klaus


wüllerstorff  
wüllerstorff
Beiträge: 178
Registriert am: 18.01.2013


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#87 von kjschroeder , 04.08.2013 12:39

Zitat
Ich für meinen Teil würde gerade aktuell eine Warnung sehr ernst nehmen.



Geht mir genauso.

Allerdings hat horstR ein Problem angesprochen, das m.E. nicht unterschätzt werden sollte - nämlich der Verlust der politischen Glaubwürdigkeit. Um bei Terroranschlägen zu bleiben: Es geht ja schon los bei einigen Ungereimtheiten zu 9/11 und dem Umstand, daß (wenn ich mich nicht irre), bis auf den heutigen Tag der vollständige Untersuchungsbericht NICHT veröffentlicht werden darf. Und auch bei uns wird vieles gedeckelt - und wenn's rauskommt, spielen sie alle in Berlin den Ahnungslosen.

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#88 von horstR , 04.08.2013 13:28

9/11 ist in der politischen Aufarbeitung ein ganz schlechter Witz abgesehen von dem Irakkrieg, Schuldzuweisung an Hamburg, also BRD.

Wo sind die Terroristen eigentlich in die Flugzeuge eingestiegen? Welches Sicherheitsystem hat eigentlich in Wahrheit versagt?

Einfach unglaubwürdig die Herrschaften Amerikaner!


MfG

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#89 von kjschroeder , 04.08.2013 13:46

Zitat
Warum müssen die USA überhaupt ersetzt werden?


Ein Machtvakuum gibt es nicht. Jedes Machtvakuum, das eine Gesellschaft, ein Staat, eine Nation hinterläßt, wird schnell von einer anderen ersetzt und ausgefüllt. Verlassen die Amerikaner Europa, werden andere kommen, das Machtvakuum zu füllen. Und wir würden uns wundern, welch imperialen Charakter russische Politik haben kann. Zum Beispiel.

(Sie können dieses Phänomen auch auf anderen gesellschaftlichen Gebieten sehen: Jede Lücke, die eine insolvente oder aufgelöste Firma hinterläßt, wird von einer anderen ausgefüllt; jedes Themengebiet, das eine politische Partei räumt, wird von einer anderen Partei ausgefüllt, uswusf.)

Oder glauben Sie, die Europäer wären allein imstande, dieses Vakuum zu füllen? Sie würden in einem solchen Fall dann tatsächlich nicht demokratisch legitimierten Bürokraten wie van Rompuy und Barroso unsere Sicherheit anvertrauen wollen? Na, ich danke.

Daher meine Frage: Wer soll's denn richten, wenn nicht die Amerikaner?

Zitat
Man kann doch nicht ernsthaft behaupten dass irgendein Land in West/Mitteleuropa bedroht ist.


Was eben mit der Anwesenheit der USA zusammenhängt. Das würde sich in noch nicht einmal einem Jahrzehnt rapide ändern nach einem Abzug der US-Truppen.

Abgesehen davon gibt es durchaus Bedrohungen, wenngleich auf anderer - nämlich sozialer, wirtschaftlicher und demokratiepolitischer - Ebene. Das sind freilich Gefahren, die direkt aus Europa kommen, dort zu verantworten sind und dort auch gelöst werden müssen.

Zitat
Welchen 'Dreck' die Amis den Europäern abnehmen erschließt sich mir auch nicht so ganz.



Es geht doch schon mitten in Europa los: Können Sie sich noch daran erinnern, wie froh die Polen über die Anwesenheit von US-Truppen waren? Weil sie die historische Erfahrung machen mußten, daß deutsch-russische Freundschaften ganz schnell auf ihre - polnischen - Kosten gegangen ist? Weil das HEUTIGE Verhältnis zwischen den beiden Ländern immer noch indifferent ist auf einigen Gebieten? Weil die EU da nichts tun kann und sollte? Was glauben Sie, warum die Polen gar nicht genug Amerikaner im Land haben können (wenn man dieser Äußerung von Sikorski folgt)? Weil es keine Bedrohungen mehr gibt und alles eiapoppeia ist?

Oder nehmen Sie den Nahen Osten und das Öl- und Migranten-Erpressungpotential der dortigen Staaten und z.B. die Sicherung der Straße von Hormuz. Sie glauben, das bekämen die Europäer geregelt oder man bräuchte GAR nichts zu tun, weil alle so lieb seien?

Sorry, aber das halte ich nicht für realistisch.

Zitat
Ich bin auch auch der Meinung dass Europa sich mehr mit Russland zusammentun sollte


In DIESEM Punkt sind wir uns auch völlig einig.

In DIESEM hingegen nicht:

Zitat
weil die Gemeinsamkeiten größer sind als mit den USA.


Das halte ich für ein Gerücht. Es geht doch schon mit der Sprache los. Und welche kuklturellen, soziologischen, politischen und sonstigen Gemeinsamkeiten sollten wir z.B. mit Sibirijaken haben? Rußland ist nicht nur der europäische Teil. Die USA hingegen setzen sich zu einem erklecklichen Teil aus unseren Vorfahren zusammen. Was glauben Sie, warum Hollywood-Filme hierzulande Zuschauermagneten sind (anders als z.B. indische Filme)? Weil wir "amerikanisiert" sind? Oder nicht vielleicht doch, weil Amerika recht deutsch "tickt"?

Zitat
Die USA hat den Zenit ihrer Macht überschritten.


Das sehe ich anders. Wenn die Amerikaner ihr Lands gut regieren lassen, werden sie ihren Zenit erst noch vor sich haben - u.a. wegen der Energie-Unabhängigkeit durch Fracking, während bei uns die Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel gesetzt wird.

Zitat
Für exportorientierte Volkswirtschaften die sich auf Qualität statt Quantität spezialisieren liegt die Zukunft meiner Ansicht nach in den Brics Staaten wovon Russland halt gleich um die Ecke ist.


Nun, in meiner Denke kann man hier das eine tun ohne das andere zu lassen. Diese Entweder-Oder-Philosophie ist hier nicht mein Ding. Soll sagen: Ich denke, daß wir von einer transatlantischen Freihandelszone genauso profitieren wie von einer engeren Zusammenarbeit mit Moskau. Und BEIDES solte getan werden.


Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#90 von kjschroeder , 04.08.2013 14:09

Zitat
Wo sind die Terroristen eigentlich in die Flugzeuge eingestiegen? Welches Sicherheitsystem hat eigentlich in Wahrheit versagt?



Bekannt ist, daß die Terroristen die Flugzeuge in den USA entführt haben. Genauso bekannt ist aber dank Herrn Snowden auch, wie eng die US-deutsche Geheimdienstzusammenarbeit ist und das nicht erst seit gestern.

Sodaß mit gleichem Recht die Frage gestellt werden kann, warum unsere Schlapphüte gepennt und die Amerikaner nicht gewarnt hatten.

Und bei DIESER Geschichte ....

Zitat
Irakkrieg


... wäre ich ganz vorsichtig. Denn die Informationen, wegen denen die Amerikaner in den Irak einmarschierten, stammten ganz wesentlich von dem Herrn "Curveball". Alle "Informationen" von Curveball waren erlogen, der BND allerdings glaubte sie und gab die "Informationen" an die Amerikaner weiter. Auch Powells damalige Rechtfertigungsrede stützte sich wesentlich auf genau diese "Informationen".

Zitat
Einfach unglaubwürdig die Herrschaften Amerikaner!


Das muß man leider auch von unseren Herrschaften sagen.

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#91 von horstR , 04.08.2013 17:56

Ich sehe in Deiner Argumentation keinen Widerspruch, war aber recht bedenklich, daß es 5 min dauerte bis der Server meinen Beitrag annahm...


MfG

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#92 von kjschroeder , 04.08.2013 18:16

Zitat
Ich sehe in Deiner Argumentation keinen Widerspruch


Naja, ich hatte Deinen Beitrag so verstanden, daß Du den Fehler bei den Amerikanern siehst. Da ich ihn bei beiden - US- und deutschen Behörden sehe ....
Aber dann war diese meine Lesart Deines Beitrages ja wohl ein Irrtum.

Zitat
war aber recht bedenklich, daß es 5 min dauerte bis der Server meinen Beitrag annahm...


Hm. Also bei mir hat es eben keine fünf Sekunden gedauert.

Gruß
Klaus


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 04.08.2013 | Top

RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#93 von wüllerstorff , 04.08.2013 19:05

]Warum müssen die USA überhaupt ersetzt werden? [/quote]
Ein Machtvakuum gibt es nicht. Jedes Machtvakuum, das eine Gesellschaft, ein Staat, eine Nation hinterläßt, wird schnell von einer anderen ersetzt und ausgefüllt. Verlassen die Amerikaner Europa, werden andere kommen, das Machtvakuum zu füllen. Und wir würden uns wundern, welch imperialen Charakter russische Politik haben kann. Zum Beispiel.


ich habe nicht von einem Machtvakuum gesprochen. Die europäischen Staaten sollten sich selber um ihre Belange kümmern. Bei den Russen kann ich keine imperialen Machtcharakter erkennen. Sie kümmern sich um dass was an ihren Grenzen abläuft, aber sie bauen kein globales Militärnetz auf oder intervenieren irgendwo wegen fingiertem 'Beweismaterial'.

(Sie können dieses Phänomen auch auf anderen gesellschaftlichen Gebieten sehen: Jede Lücke, die eine insolvente oder aufgelöste Firma hinterläßt, wird von einer anderen ausgefüllt; jedes Themengebiet, das eine politische Partei räumt, wird von einer anderen Partei ausgefüllt, uswusf.)

Oder glauben Sie, die Europäer wären allein imstande, dieses Vakuum zu füllen? Sie würden in einem solchen Fall dann tatsächlich nicht demokratisch legitimierten Bürokraten wie van Rompuy und Barroso unsere Sicherheit anvertrauen wollen? Na, ich danke.

Europa ist nicht die EU.

Daher meine Frage: Wer soll's denn richten, wenn nicht die Amerikaner?

Was sollen sie überhaupt richten? Meiner Ansicht nach gibt es da nichts zu richten. Jedes Land muss dazu in der Lage sein sich zu verteidigen. Die Zeiten wo sich Nationen in Europa militärisch überrannt haben ist vorbei. Heute 'besetzt' man ein Land indem man alles was Wert hat kauft.

Zitat
Man kann doch nicht ernsthaft behaupten dass irgendein Land in West/Mitteleuropa bedroht ist.


Was eben mit der Anwesenheit der USA zusammenhängt. Das würde sich in noch nicht einmal einem Jahrzehnt rapide ändern nach einem Abzug der US-Truppen.

Das ist Blödsinn. Die letzte Bedrohung war die UdSSR, die bekanntlich kollabiert ist. Wenn sie den 'Terrorismus' als Bedrohung sehen, von mir aus, das sind aber keine Staaten sondern Organisationen die von keinem Staat geduldet werden und, siehe Afghanistan, auch nicht militärisch in den Griff zu bekommen sind.

Abgesehen davon gibt es durchaus Bedrohungen, wenngleich auf anderer - nämlich sozialer, wirtschaftlicher und demokratiepolitischer - Ebene. Das sind freilich Gefahren, die direkt aus Europa kommen, dort zu verantworten sind und dort auch gelöst werden müssen.

Zitat
Welchen 'Dreck' die Amis den Europäern abnehmen erschließt sich mir auch nicht so ganz.



Es geht doch schon mitten in Europa los: Können Sie sich noch daran erinnern, wie froh die Polen über die Anwesenheit von US-Truppen waren? Weil sie die historische Erfahrung machen mußten, daß deutsch-russische Freundschaften ganz schnell auf ihre - polnischen - Kosten gegangen ist? Weil das HEUTIGE Verhältnis zwischen den beiden Ländern immer noch indifferent ist auf einigen Gebieten? Weil die EU da nichts tun kann und sollte? Was glauben Sie, warum die Polen gar nicht genug Amerikaner im Land haben können (wenn man dieser Äußerung von Sikorski folgt)? Weil es keine Bedrohungen mehr gibt und alles eiapoppeia ist?


Die Polen haben was das angeht ein Rad ab.

Oder nehmen Sie den Nahen Osten und das Öl- und Migranten-Erpressungpotential der dortigen Staaten und z.B. die Sicherung der Straße von Hormuz. Sie glauben, das bekämen die Europäer geregelt oder man bräuchte GAR nichts zu tun, weil alle so lieb seien?

Wenn man die Iraner in ruhe lässt oder besser noch ihr Öl kauft gibt es keine Grund die Straße von Hormuz zu sperren. Der Kausalität wegen, der Iran hat nachdem ihm mit Bombardierung aus Israel gedroht wurde gesagt dass als Konsequenz die Straße von Hormuz geschlossen wird. Ich kann's ihnen nicht übernehmen dass sie falls angegriffen sich zur Wehr setzen.

Sorry, aber das halte ich nicht für realistisch.

Zitat
Ich bin auch auch der Meinung dass Europa sich mehr mit Russland zusammentun sollte


In DIESEM Punkt sind wir uns auch völlig einig.

Das ist ja schön, nur sind sie dann ein böser Antiamerikaner weil russische und Us amerikanische Interessen häufig gegensätzlich sind.

In DIESEM hingegen nicht:

Zitat
weil die Gemeinsamkeiten größer sind als mit den USA.


Das halte ich für ein Gerücht. Es geht doch schon mit der Sprache los. Und welche kuklturellen, soziologischen, politischen und sonstigen Gemeinsamkeiten sollten wir z.B. mit Sibirijaken haben? Rußland ist nicht nur der europäische Teil. Die USA hingegen setzen sich zu einem erklecklichen Teil aus unseren Vorfahren zusammen. Was glauben Sie, warum Hollywood-Filme hierzulande Zuschauermagneten sind (anders als z.B. indische Filme)? Weil wir "amerikanisiert" sind? Oder nicht vielleicht doch, weil Amerika recht deutsch "tickt"?

Das ist oberflächliches Gedöns. Die deutsche (westeuropäische Wirtschaft) hängt am russischen Öl und Gas Tropf. Porsche, BMW Mercedes Audi halten sich recht gut mal Markt weil die Brics Staaten einen immer größeren Anteil der Autos kauft. In der EU und USA sind die Verkäufe rückläufig.

Zitat
Die USA hat den Zenit ihrer Macht überschritten.


Das sehe ich anders. Wenn die Amerikaner ihr Lands gut regieren lassen, werden sie ihren Zenit erst noch vor sich haben - u.a. wegen der Energie-Unabhängigkeit durch Fracking, während bei uns die Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel gesetzt wird.

Fracking? dagegen habe ich nichts, nur wenn die Förderkosten weit über dem Marktpreis liegen wird das nichts.
Nur mal so, in den USA leben 50millionen Menschen von Lebensmittelmarken unsw unsw......


Zitat
Für exportorientierte Volkswirtschaften die sich auf Qualität statt Quantität spezialisieren liegt die Zukunft meiner Ansicht nach in den Brics Staaten wovon Russland halt gleich um die Ecke ist.


Nun, in meiner Denke kann man hier das eine tun ohne das andere zu lassen. Diese Entweder-Oder-Philosophie ist hier nicht mein Ding. Soll sagen: Ich denke, daß wir von einer transatlantischen Freihandelszone genauso profitieren wie von einer engeren Zusammenarbeit mit Moskau. Und BEIDES sollte getan werden.

Wie können sie sich nach einer Freihandelszone sehnen ohne zu wissen was da genau drinsteht und noch dazu mit einem Land dass andauernd abwertet?
Aussedem: wenn Obama/USA und Merkel/EU über etwas verhandeln, wer lässt sich über den Tisch ziehen?

wüllerstorff  
wüllerstorff
Beiträge: 178
Registriert am: 18.01.2013


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#94 von horstR , 04.08.2013 19:26

Mir ging es um den Schuldexport der der Amis, die sollten sich an die eigene Nase fassen, statt den Irakern die Eier zu schleifen...


MfG

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#95 von kjschroeder , 04.08.2013 21:32

Zitat
ich habe nicht von einem Machtvakuum gesprochen.


Richtig, das tat ich. Mögen die amerikanwer auch nur eine mehr oder weniger symbolische Streitmacht in Europa haben - was zählt, ist dioe damit verbundene politische "message". Und wenn die Amerikaner abrücken sollten, was passiert denn dann? Glauben sie allen Ernstes, alles bliebe so, wie es bis dahin war?

Zitat
Die europäischen Staaten sollten sich selber um ihre Belange kümmern.


Sie würden sich wundern, wie schnell die europäischen Staaten wieder im Weißen Haus anklopfen würden wegen "ihrer Belange". Und Europa als Ganzes? Eine europäische Armee? Eine gemeinsame Militärpolitik? Schon bei militärischen Petitessen wie Mali sahen wir doch, wie tief die diferenzen reichen - z.B. zwischen Frankreich und Deutschland.

Zitat
Jedes Land muss dazu in der Lage sein sich zu verteidigen.


Das ist grundsätzlich auch mein Standpunkt. Freilich sollte dann auch erwähnt werden, daß gerade wir Deutschen schön bequem von den Amerikanern profitieren - wir kriegen ja noch nicht mal die NATO-vertraglich vereinbarten Militärkosten von 2% des BIP in die Reihe und spielen schön Trittbrettfahrer. Wenn Sie Amerika aus Europa raushaben wollen, müssen Sie über zig Jahre 3-4% des Haushalts für Militär ausgeben, um in Bezug auf Ausbildung und Waffengattung einigermaßen up to date zu sein. Im Moment - Stand Ende Juli 2013 - sind gerade mal 6.000 Soldaten im Auslandseinsatz. Und bei mehr als 10.000 gehen die wackeren Bürokraten in die Knie.

Zitat
Die Zeiten wo sich Nationen in Europa militärisch überrannt haben ist vorbei. Heute 'besetzt' man ein Land indem man alles was Wert hat kauft.


Das passiert nur deswegen, weil auch jetzt jede militärische Operation in Europa die potentielle Eigenvernichtung des Angreifers zur Folge hätte. Wenn Amerika Europa verläßt, wäre das aber nicht mehr so. Womit sollte sich denn Europa für den Fall des Falles wehren? Womit denn?

Zitat
Die letzte Bedrohung war die UdSSR, die bekanntlich kollabiert ist.


Und jetzt sind wir alle ganz lieb zueinander? Warum haben dann die Russen vor noch nicht mal einem Monat mit 160.000 Mann ein gigantisches Manöver durchgezogen mit dem Ziel ganze Armeen über weite Strecken schnell verlegen zu können?

Zitat
Wenn sie den 'Terrorismus' als Bedrohung sehen, von mir aus, das sind aber keine Staaten sondern Organisationen die von keinem Staat geduldet werden


Oh - die Hamas wird nicht von den Europäern toleriert? Zum Beispiel? Wird sie nicht sogar teilweise hofiert?
`

Zitat
Die Polen haben was das angeht ein Rad ab.


Das mögen Sie so sehen, ändert aber nichts an den Tatsachen, die man zur Kenntnis nehmen sollte. Und es ändert nichts am Recht der Polen, dieses Bündnis so zu handhaben, wenn die Polen das für richtig halten.

Zitat
Der Kausalität wegen, der Iran hat nachdem ihm mit Bombardierung aus Israel gedroht wurde gesagt dass als Konsequenz die Straße von Hormuz geschlossen wird.


Ja nun, das kommt davon, wenn man Israel mit Ausradierung droht. Ach ja, soll ja ein Übersetzungsfehler gewesen sein. Wie wohl auch dieselbe Äußerung des jetzigen iranischen Präsidenten. Sorry, aber mit dieser vorgeblichen Friedfertigkeit der Mullahs überzeugen Sie mich nicht.

Zitat
Das ist ja schön, nur sind sie dann ein böser Antiamerikaner weil russische und Us amerikanische Interessen häufig gegensätzlich sind.


I wo. Schließlich arbeiten auch amerikanische und russische Firmen zusammen, wie Sie hier an einem Beispiel nachlesen können: -> http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ru...ommen-1.1137089

Zitat
Die deutsche (westeuropäische Wirtschaft) hängt am russischen Öl und Gas Tropf.


Das ist eine Abhängigkeit, die uns Sorgen bereiten sollte. Mir wäre eine breiter aufgestellte Energieversorgung erheblich lieber.

Zitat
In der EU und USA sind die Verkäufe rückläufig.


Diese Aussage ist richtig in Bezug auf die EU, aber falsch in Bezug auf die USA. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, läßt sich vor einem halben Jahr mit dem glatten Gegenteil zitieren: "Von dieser Entwicklung profitieren die deutschen Pkw-Hersteller, die ihren Marktanteil in China auf 22 Prozent gesteigert haben und in den USA im siebten Jahr in Folge Marktanteile gewinnen,”....

Zitat
Fracking? dagegen habe ich nichts, nur wenn die Förderkosten weit über dem Marktpreis liegen wird das nichts.


Nun, US-Unternehmen sehen das wohl erheblich anders, sonst würden sie's ja wohl nicht machen. Nun mag es sein, daß sich das bei UNS aus geologischen Gründen nicht rechnet (und insofern hätten Sie mit Ihrer Einschätzung recht), aber das machgt es nicht besser, sondern bedeutet, daß wir weiterhin Erdöl und -Gas importieren müssen, nachdem ein Sonnen- und Windtraum nach dem anderen den Bach so schnell runterging wie die Strompreise hoch - und ich bin neuigierig, wie lange sich die Politik ein Orchideen-Dasein als Anti-Kernkraft-Land wird leisten können.

Zitat
Wie können sie sich nach einer Freihandelszone sehnen ohne zu wissen was da genau drinsteht und noch dazu mit einem Land dass andauernd abwertet?


Freihandel bedeutet, daß Zölle und Importverbote abgeschafft werden. Was die Abwertung angeht: Abgesehen davon, daß auch der Euro im Außenverhältnis z.B. zu asiatischen Währungen abgewertet hat, ist das völlig Banane: Es gibt genügend Puts,Calls, Swaps und andere Mechanismen zur Absicherung, und außerdem werden im Exportgeschäft die Währungskurse häufig eh frei vertraglich zwischen den Handelspartnern definiert, egal, was da gerade an den Börsen los ist.

Zitat
Aussedem: wenn Obama/USA und Merkel/EU über etwas verhandeln, wer lässt sich über den Tisch ziehen?


Mir ist nichtg klar, wie man bei gegenseitiger Aufhebung von Zöllen über den Tisch gezogen werden soll. Okay, ich vergaß die Angst vor dem Chlorhuhn. Das ist natürlich nichts für rot-grüne "German Angst". ;-) Gut, das war jetzt provokant. ;-)

Es gibt noch andere Dinge, die unsere Bürokraten als schützenswert ausgemacht haben: die "Kultur" zum Beispiel. Dazu kann ich nur sagen, daß auch hier die Amerikaner es besser
machen: Wer nicht subventioniert wird, gewöhnt sich sehr schnell an, Produkte anzubieten, die von der Bevölkerung auch gewollt werden. Und auch hier gibt es ja Theater, die sich immer noch aus eigener Kraft finanzieren.

Gruß
Klaus


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 04.08.2013 | Top

RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#96 von kjschroeder , 04.08.2013 21:43

Zitat
Mir ging es um den Schuldexport der der Amis



Vielleicht bin ich da etwas begriffsstutzig. Jedenfalls stehe ich auf dem Schlauch. Was meinst Du damit?

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#97 von horstR , 04.08.2013 22:07

Nochmal die Jungs haben in Amerika die Flugzeuge betreten, an unterschiedlichen Flughäfen zu ähnlicher Zeit und sie waren ausreichend bewaffnet um die Flugzeuge zu entführen.

Als Folge kamen Vorwürfe, sie hätten in HH studiert (Technik) und der Irak wurde angegriffen, was war mit den amerikanischen Securityheinis?


MfG

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

horstR  
horstR
Beiträge: 1.174
Registriert am: 28.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#98 von JoG , 04.08.2013 22:32

Ich habe mich mit den 11/9 Theorien etwas genauer beschäftigt. Da ist mit ziemlicher Sicherheit nichts dran als Hass.

Das ist aber, wie Sie richtig sagen ein Problem und ein guter Grund die Entflechtung der Amerikaner, die mE seit den frühen 1990er geplant und verrangetrieben wird von Washington, zu beschleunigen - aus Sicht der Amerikaner-. Um die eigene Sicherheit zu garantieren braucht man weit weniger Geld als für die aller Hndelspartner zu bezahlen.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#99 von JoG , 04.08.2013 22:40

Ach, wissen Sie? Man kann aus komplizierten Situationen mit sehr großem Informationsaufkommen immer eine Verschwörung konstruieren. Meine Erfahrung mit großen Institutionen und amerikanischen Organisationen sagt mir aber, dass es sehr optimistisch schiene zu glauben, 9/11 hätte von der Regierung geheim durchgezogen werden können. Es wäre schön an die Allmacht glauben zu können. Es fällt mir schwer.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#100 von kjschroeder , 04.08.2013 22:41

Ich glaube, ich weiß jetzt, was Du meinst: Daß die Amerikaner sich weigern öffentlich einzugestehen, was auf ihrer Seite an Mist passiert ist.

Ja, das kann man kritisieren. Aber gerade uns sollte diese Denke ja nun eigentlich nicht so fremd sein.

Soll sagen: Die wissen schon, daß auch sie Mist gebaut haben. Daß auch ihre Sicherheit versagt hat. Deswegen ja die erheblich schärferen Einreisebestimmungen seitdem. Und das sagt Dir auch jeder Amerikaner (also gut: die, die ich kenne) im Privatgespräch. Aber das öffentlich zuzugeben oder zu thematisieren - da greift eben das gute alte "right or wrong - my country", was sie wohl von den Engländern haben.

So äußert sich dann eben der Zusammenhalt der Nation - die anderen waren's. Und wenn die anderen zu blöd sind, darauf die richtige Antwort zu finden (hier: Ihr wart's genauso) - selber schuld, Berlin!

Als Gesellschaft kennen wir die Denke zwar nicht mehr (und ich weiß nicht. ob das ein Fort- oder Rückschritt ist), aber ich weiß aus meiner Jungendzeit, daß wir wie ein Mann zusammenstanden, wenn jemand aus unserer Clique Mist gebaut hatte. Den Mist haben wir intern bereinigt, aber öffentlich zugegeben? Vergiß es!

Kennst Du das nicht?

Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


   

Pressefreiheit
Jetzt also doch!!

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen