RE: Und noch ne Frage

#51 von JoG , 20.07.2013 10:26

Das Ganze ist sehr beunruhigend, weil die Aufregung und Hysterie zeigen, dass die permanente Hetze über die Jahrzehnte in der Bevölkerung eine gegenüber den Amerikanern aggressive, instabile und unberechenbare Einstellung erreicht hat, die von Medien zum Verkauf verwendet wird. Dies wiederum verstärkt die Vorurteile und Ängste. Bisher verwenden Politiker das damit recht machtvolle Instrument zögerlich und vorsichtig. Das muss nicht so bleiben. Schröder hat es zur Wiederwahl damals mit verheerenden Folgen eingesetzt.

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RE: Und noch ne Frage

#52 von kjschroeder , 20.07.2013 11:57

Zitat
Bisher verwenden Politiker das damit recht machtvolle Instrument zögerlich und vorsichtig.



Das sehe ich erheblich anders. Denn sowie Sie den Zeithorizont weiter ansetzen, also nicht erst seit 1989, dann finden Sie Belege in Hülle und Fülle, daß die Politik den Anti-Amerikanismus planvoll, mit Absicht und systematisch in der Bevölkerung weckte.

Aus der DDR-Zeit zwei Beispiele:

"Die anglo-amerikanischen Agenten und andere Verbrecher schrecken vor Diversionsakten, Brandstiftungen, Eisenbahnattentaten und Sabotageakten gegen unsere Volkswirtschaft nicht zurück. Die Regierung unserer Republik beantwortete diese feindlichen Anschläge mit der Schaffung des Ministeriums für Staatssicherheit, .... Schädlingsarbeit auf dem Gebiet der Ideologie ist in gewissem Sinne gefährlicher als auf dem Gebiete der Wirtschaft. Durch sie wird versucht, die Partei vom richtigen marxistisch-leninistischen Wege abzubringen, ihr fremde Ansichten und Weltanschauungen aufzuzwingen."
(Aus: Wilhelm Pieck: Die gegenwärtige Lage und die Aufgaben der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands. In: PROTOKOLL 1951, S. 57. [Rede am 20. Juli 1950 auf dem III. SED-Parteitag]

Das zweite Beispiel ist nicht so sehr interessant, weil es vom Anti-Amerikanismus eine gerade Linie zum Nationalismus zieht - das kennen wir von den Nazis - sondern wegen der politischen Ecke, aus der es stammt:

"Die Hauptursache für das Zurückbleiben in der Kunst hinter den Forderungen der Epoche ergibt sich aus der Herrschaft des Formalismus in der Kunst sowie aus Unklarheiten über Weg und Methoden des Kunstschaffenden in der Deutschen Demokratischen Republik. [...] Das wichtigste Merkmal des Formalismus besteht in dem Bestreben, unter dem Vorwand oder auch der irrigen Absicht, etwas "vollkommen Neues" zu entwickeln, den völligen Bruch mit dem klassischen Kulturerbe zu vollziehen. Das führt zu Entwurzelung der nationalen Kultur, zur Zerstörung des Nationalbewusstseins, fördert den Kosmopolitismus und bedeutet damit eine direkte Unterstützung der Kriegspolitik des amerikanischen Imperialismus...."

Aus: Der Kampf gegen den Formalismus in Kunst und Literatur, für eine fortschrittliche deutsche Kultur. Entschließung des ZK der SED auf der 5. Tagung vom 15.-17. März 1951. In: LAUTER 1951, S. 148-167.

Auf westdeutscher Seite habe ich hier einen Beleg der speziellen Art gefunden: Da bestreitet jemand daß der linke Anti-Amerikanismus anti-amerikanisch sei - eigentlich sei das alles amerikanisch - um dann fröhlich in anti-amerikanischen Stereotypen weiter zu schwatzen. Hier wird auch (unbeabsichtigt?) ein weiteres Gedankenmuster sichtbar: So, wie sich ein Antisemit seinen "guten" Juden hielt, so hält sich die Linke heute ihre "guten" Amerikaner. Und vom Leser wird erwartet, Scheiße nach Farbe zu differenzieren. Der Autor ist übrigens Professor - und hier ist der Text: -> http://www.rainer-rilling.de/texte/amerikadiskurs.htm

Die Nazis haben dann mit ihrer Agitation gegen das "jüdische Plutokratentum an der Wallstreet" gleich zwei beliebte Feindbilder - Antisemitismus und Anti-Amerikanismus - vermanscht. Auf schlimme Weise war der Goebbels schon ein Profi. Und Ihnen fallen da mit Sicherheit zig Beispiele ein, was diese historische Phase angeht.

Anti-Amerikanismus in Deutschland ist wie auch der Antisemitismus vor allem eine Geschichte seiner politischen und verbeamteten Eliten. So sehe ich das.

Eine Zeitlang haben diese Eliten den Mund gehalten, weil die Alliierten ihren Vätern den Hintern versohlt hatten. Aber jetzt kommt das alles so langsam wieder hoch, wie es scheint.

Gruß
Klaus


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RE: Und noch ne Frage

#53 von JoG , 20.07.2013 13:18

Dass ein verkleideter aber ziemlich primitiver Antiamerikanismus bereits lange in den Köpfen ist hier, ist schon richtig. Dass er in der DDR geschürt wurde ist aus der Situation auch klar. Es waren ja Feinde. Auch schüren in Westdeutschland seit Anfang einige Gruppen. Die Hetze scheint aber umfänglicher, intensiver und in den Ausbrüchen häufiger. Was mich erstaunt ist die regelmäßig leicht zz entdeckende Abgelöstheit der Behauptungen von der Realität. Warum ist es möglich, dass solche Hysterien aufgepeitscht werden können, wenn zwei Minuten googlen genügen um die Farce zu enttarnen.

Was ich meinte, als ich sagte, die Politik wäre bisher relativ zurückhaltend. Es wurde bisher kaum aggressiv damit umgegangen und lenkte (fast unbemerkt von der Öffentlichkeit) meist rasch ein als man auf Argumente und Druck aus Washington und internationalen Hauptstädten stieß. Lediglich Schröder hat bisher wirklich Unheil angerichtet im harten Sinn.

Aber Sie haben recht, dass die Gefahr einer gefährlichen Eskalation groß scheint.

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Ps: Und noch ne Frage

#54 von JoG , 20.07.2013 13:39

Momentan ist eine Hysterie unterwegs, die aus der inländischen Wahlsituation heraus eskalieren könnte und den europäischen Bevölkerungen erheblichen Schaden zufügen könnte. Das riskieren diese Schultzen und Bendits, wenn sie das Handelsabkommen in Frage stellen um die Amerikaner zu bezwingen.

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Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#55 von kjschroeder , 20.07.2013 14:39

Ich sehe das so, wie oben im Titel beschrieben. Wir haben bald Wahlen, und die Beteiligten - sie leben ja in erster Linie nicht FÜR, sondern VON der Politik - brauchen natürlich Themen, um sich in Szene zu setzen. Am besten Themen, die von der zweifelhaften Kompetenz ablenken, wie wirklich für uns wichtige andere Themen behandelt wurden und werden.

Und die Presse macht bei diesem Spiel enteder willentlich oder unwillentlich meist mit. Sie merken es am Euro und der "Energiewende": Mit jedem Tag näher zur Wahl wird es ruhiger um diese Themen. Als ob es keine Krise mehr gäbe. Das ist möglich, weil die Medien jetzt anderes zu tun haben: Prism und die pöhsen Amis.

Was die intellektuelle Situation und Befindlichkeit angeht, finde ich den folgenden Beitrag von John Kornblum sehr angebracht. -> http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar...-erwachsen.html


Gruß
Klaus


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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#56 von JoG , 20.07.2013 15:21

Es ist selten, dass ein ehemaliger Diplomat so direkt wird. Ich glaube nicht, dass mich das sehr beruhigt.

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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#57 von Marie , 20.07.2013 18:02

Ich glaube nicht daß der Snowden extra bis kurz vor der Bundestagswahl gewartet und ein großes Ablenkungsmanöver geplant hat :-)

Es schaut eher so aus, als wenn unsere Ami-Freunde ein echtes Problem mit ihrer schwer aus dem Ruder gelaufenen (Sicherheits-)Bürokratie haben -> http://www.taz.de/Whistleblower-ueber-US...ienste/!120185/
Ob dann noch ein Richtervorbehalt eingebaut ist (ob geheim oder nicht) ist auch solange egal, wie nicht einer mal ganz genau nachfragt, wozu die Daten gebraucht werden und was damit gemacht werden soll - und anschließend sagt mit welcher Software die zu erheben seien z.B. Sowas wissen Richter im Regelfall eh schon mal nicht und achten daher auf die juristisch-formalen Aspekte einer Genehmigung, also mehr auf ihre eigene Sicherheit ;-)

Abwehrrechte der ausgespähten Bürger gegen staatliche Maßnahmen kommen dabei eh schon nicht mehr vor und wenn dann ahnungslose Bürger vom Gehsteig weg in ein Auto gezerrt werden und dann monatelang *verschwunden* sind kann es auch mal eine Verwechselung sein ... nee, sorry: DAS alles dient nicht der Sicherheit der USA sondern zerstört sie von innen. Aber das haben auch andere schon endlos oft gesagt ...

Gruß,
Marie

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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#58 von kjschroeder , 20.07.2013 20:17

Er war, so fürchte ich, wohl noch nicht direkt genug. Ich habe seinen Beitrag als Weckruf verstanden.

Gruß
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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#59 von kjschroeder , 20.07.2013 20:25

Zitat
Ich glaube nicht daß der Snowden extra bis kurz vor der Bundestagswahl gewartet und ein großes Ablenkungsmanöver geplant hat :-)


Das wahrscheinlich nicht. Aber ich glaiube, daß dieses Thema, da es nunmal da war, von interessierter Seite dankbar zum Kulissenstellen begrüßt wurde.

Snowden ist jetzt anderthalb Monate Thema in Politik und Medien. Daran merken Sie, WIE sehr dieses Thema begrüßt wurde. Das wird noch bis zur Wahl durchgehechelt. Und das bei einem zunächst inneramerikanischen Problem.

Zu einem deutschen wird es dann durch die Zusammenarbeit mit dem BND. Ich frage mich, wieso immer auf die pöhsen Amis gehauen wird und sich niemand die Frage vorlegt, wie es eigentlich hierzulande it Rechtssicherheit, Datenschutz etc.etc. bestellt ist.

Jetzt erfahren wir z.B., daß deutsche Geheimdienste davon nicht nur wußten, sondern die Prism-Software fleißig selber nutzen. Und unsere Politiker wissen von nichts. Für uns sollte DAS ein Thema sein, finden Sie nicht?

Gruß
Klaus

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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#60 von JoG , 20.07.2013 20:27

Ich kann leider Ihrer Logik nicht folgen. Da machen Sie mir zu viele Glaubenssprünge. Natürlich sind Richter Menschen, die sich wie Menschen verhalten. Das bedeutet aber als Beispiel nicht, dass man die Institutionen innert derer sie arbeiten nicht konstruiert um dies zu berücksichtigen.

Auch sehe ich sehr wohl wesentliche Verbesserungen darin diese Infos zu generieren und analysieren in unserer Sicherheit, die so gross wohl mir scheinen, dass ich es als fahrlässig ansehen muss, wenn man sie nicht erhöbe. So gilt es die Institutionellen Kontrollen so zu strukturieren, dass uns keine Gefahr des Missbrauchs entsteht bzw solche Gefahr minimiert wird.

So führen Sie mE die falsche Diskussion, die sich eher auf die Struktur unserer Institutionen richten sollten als auf die Behinderung des Einsatzes effizienter Instrumente. In anderen Worten sollten wir uns darauf konzentrieren die Effizienz der Kontrolle unseres Staates zu heben, als die Effizienz der Instrumente, die unsere Gesellschaft verwendet zu reduzieren.

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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#61 von JoG , 20.07.2013 22:42

Zitat von kjschroeder im Beitrag #59

Jetzt erfahren wir z.B., daß deutsche Geheimdienste davon nicht nur wußten, sondern die Prism-Software fleißig selber nutzen. Und unsere Politiker wissen von nichts. Für uns sollte DAS ein Thema sein, finden Sie nicht?

Gruß
Klaus



Diese Frage habe ich mehrfach gestellt. Es will keiner sie hören oder gar darauf eingehen.

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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#62 von JoG , 20.07.2013 23:19

Die Amerikaner wissen natürlich, wie die deutsche Bevölkerung reagiert und sowohl Medien als auch Politiker das für sich nutzen. Es ist ja, wie Sie richtig sagten, ein relativ regelativ häufiges Ereignis. Die Zurückhaltung der Parteien und vieler Politiker machte stutzig und bestätigte mir die Überzeugung allgemeinen bekanntseins. Die vorsichtigeren Politiker waren nervös.

Wie die Amerikaner es spielen, ist wenig entgegenkommend indem sie die Medien immer neu füttern und Brocken hinwerfen, die immer näher bei der CDU und SPD zum liegen kommen. Selbst für die hysterische Menge wird es schwierig die eigene Mitwirkung zu übersehen.
Es kann vielleicht als freundlich vorsichtiger Schuss vor den Bug interpretiert werden aus dem man hofft, man hier etwas lernt. Ich glaube nicht, dass das inszeniert wurde. Dass man aber die Frucht erkannte und erntet halte ich für denkbar. Weder die deutschen Politiker noch die Parteien sind in Washington besonders beliebt und die deutsche Politik ist stark kirrekturbedürftig.

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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#63 von kjschroeder , 21.07.2013 21:21

Zitat
Weder die deutschen Politiker noch die Parteien sind in Washington besonders beliebt und die deutsche Politik ist stark kirrekturbedürftig.



Das glaube ich wohl. Deutsche Beamte und Politiker sind im Ausland fürs Schulmeistern bekannt. Da geraten sie in den USA gerade an die Richtigen. ;-)

Dieses schulmeisterliche Daherschwätzen unter Vernachlässigung der eigenen Pflichten durchzieht den Staatsapparat im Verhältnis zu den Bürgern. Ich habe mir als Beispiel mal angeschaut, wie unsere Behörden Reisende, also die eigenen Bürger, die reisen wollen, informieren. Und wie eine ausländische dies tut. Und damit der Vergleich stimmt, ein und dasselbe Land ausgesucht.

Hier also das Auswärtige Amt mit Informationen über die Vereinigten Arabischen Emirate -> http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laende...Sicherheit.html

Und hier die britische Pendant - das Foreign Office: -> https://www.gov.uk/foreign-travel-advice...d-arab-emirates

Die Unterschiede sind, wie ich finde, eklatant. Und die deutsche Behörde entblödet sich nicht, ihre Faulheit mit Schulmeister-Geschäwtz zu begründen: "Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich."

Die Briten bieten für die Bürger noch einen Kontakt-Service zum Foreign Travel Advice Team an - davon kann bei den deutschen Faulenzern keine Rede sein.

Die Briten informieren kurz: "Homosexual relationships are illegal."

Das Auswaärtige Amt hingegen hält diesen Hinweis für notwendig: "In den VAE gelten strenge islamische Moralvorstellungen, die ihren Niederschlag im Strafrecht finden. Als Folge werden Homosexualität und nichtehelicher Geschlechtsverkehr bei Anzeige strafrechtlich geahndet. Der Botschaft sind bisher aber keine Fälle von Verhaftungen oder Diskriminierung homosexueller oder transsexueller Reisenden bekanntgeworden. Eine „aktive“ Verfolgung Homosexueller oder Transsexueller findet in den VAE nicht statt."

Wen interessiert dieses Minderheitengedöns außer Herrn Westerwelle?

Bei den Briten gibts es detaillierte Sicherheitshinweise: "Don’t accept lifts from strangers. Use only licensed taxis or other recognized forms of public transport. Avoid the gold, green and white street taxis in Abu Dhabi. They can be badly maintained and erratically driven.

Personal attacks including sexual assault and rape are rare, but do happen. Female visitors should take care when walking or travelling alone. Use a reputable taxi company, particularly at night. Drink spiking can occur. Don’t accept drinks from strangers or leave drinks unattended."

Der deutschen Behörde ist die Sicherheit der deutschen Bürger nicht so wichtig: "Die VAE zählen zu den sichersten Länder des Mittleren Ostens mit einer äußerst niedrigen Kriminalitätsrate. Dennoch sind vereinzelt Taschendiebstähle z.B. in großen Einkaufszentren oder bei Großveranstaltungen nicht auszuschließen. Besondere Aufmerksamkeit sollten insbesondere alleinreisende Frauen und (weibliche) Jugendliche bei der Benutzung von Taxis oder bei Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit walten lassen, da es hier in letzter Zeit vermehrt zu Übergriffen gekommen ist."

Wer soll mit diesem Allgemeinplatz-Geschwätz etwas anfangen?

Wenn man beide Web-Seiten vergleicht, findet man mehr.

Staatliche Bürgerverachtung, Schlamperei, Faulheit: Da liegt eine ganz wesentliche Ursache für die heutige Misere.

Gruß
Klaus


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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#64 von kjschroeder , 21.07.2013 23:11

Zitat
Wie die Amerikaner es spielen, ist wenig entgegenkommend indem sie die Medien immer neu füttern und Brocken hinwerfen, die immer näher bei der CDU und SPD zum liegen kommen.


Jetzt hat es wieder so ein Bröckchen - nein, sogar zwei - gegeben: "XKeyscorewerde", so der Name der Software, soll einen großen Teil der deutschen Datensätze erfaßt haben, auf die die NSA Zugriff habe. Und:

"Der BND hat daran gearbeitet, die deutsche Regierung so zu beeinflussen, dass sie Datenschutzgesetze auf lange Sicht laxer auslegt, um größere Möglichkeiten für den Austausch von Geheimdienst-Informationen zu schaffen", hätten NSA-Mitarbeiter erst im Januar notiert. Offenbar war Ende April eine zwölfköpfige hochrangige BND-Delegation zu Gast bei der NSA und traf dort auf diverse Spezialisten für Datenbeschaffung."

Hier nachlesbar: -> http://www.welt.de/politik/deutschland/a...geben-kann.html

Wie lange die gewollte Ahnungslosigkeit aufrecht erhalten werden kann?


Gruß
Klaus

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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#65 von JoG , 22.07.2013 00:08

Kein Mensch glaubt mehr an Ahnungslosigkeit, wenn es jemand überhaupt je tat.
Theoretisch ist die Sache für die hiesigen Politiker und Beamte schlecht gelaufen. Andererseits sind alle Mittäter und somit kann man keinen fassen, will ich Mal vermuten. Dass es sich mutmaßlich um schwerwiegende Kriminelle Delikte und Verfassungsbruch handeln dürfte von der es bei der Bedeutung und risikolage Einzelner kaum vorstellbar unabhesprochen oder unorganisiert....

Doch. Das ist ein Fall, der ungesühnt Widerstandsrecht und vermutlich sogar Wiederstandspflicht aktivieren sollte. Aber das ist auch nicht echter als die Forderungen der Rechte, die hier gebrochen wurden.

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RE: Prism & Anti-Amerikanismus: Die versuchte Ablenkung von Euro, "Energiewende" und anderen Problemthemen

#66 von JoG , 22.07.2013 00:08

Kein Mensch glaubt mehr an Ahnungslosigkeit, wenn es jemand überhaupt je tat.
Theoretisch ist die Sache für die hiesigen Politiker und Beamte schlecht gelaufen. Andererseits sind alle Mittäter und somit kann man keinen fassen, will ich Mal vermuten. Dass es sich mutmaßlich um schwerwiegende Kriminelle Delikte und Verfassungsbruch handeln dürfte von der es bei der Bedeutung und risikolage Einzelner kaum vorstellbar unabhesprochen oder unorganisiert....

Doch. Das ist ein Fall, der ungesühnt Widerstandsrecht und vermutlich sogar Wiederstandspflicht aktivieren sollte. Aber das ist auch nicht echter als die Forderungen der Rechte, die hier gebrochen wurden.

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Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#67 von weihrauch , 31.07.2013 20:08

Für den Historiker Josef Foschepoth herrscht in Deutschland weiterhin das alliierte Besatzungsrecht.
Einsicht in Geheimdokumente beweisen, daß Deutschland bis heute kein souveräner Staat ist.
"Das alte alliierte Vorbehaltsrecht herrscht nach wie vor - man nennt es nur anders.
Heute allerdings ist es eine rechtliche und gesetzliche Verpflichtung für jede Bundesregierung.

Das gleichgeschaltete Parteiensystem ist also kein Märchen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/histo...achen-1.1717216


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Ich wünschte bald, es wäre so

#68 von kjschroeder , 31.07.2013 23:36

Zitat
Einsicht in Geheimdokumente beweisen,



Ja, da wird viel heiße Luft geblasen. Das NATO-Truppenstatut, auf das er sich bezieht, können sie hier in epischer Breite nachlesen. -> http://www.abg-plus.de/abg2/ebuecher/abg_all/index.htm

Und natürlich spiegelt sich in einem 1959 verabschiedeten Dokument Sieger- und Besatzungsrecht wieder - was denn sonst?

Daß es nach der Vereinigung nach wie vor in Kraft geblieben ist, können Sie Herrn Schäuble ins Stammbüchlein schreiben - er war schließlich Verhandlungsführer bei der deutschen Einheit und mit Genscher zusammen beim 2-4-Vertrag.

Und daran können Sie erkennen, wie viel - besser: wie wenig - die Amerikaner deutschen politischen Eliten über den Weg getraut haben und trauen. Wie sich mehr und mehr abzuizeichnen beginnt, wenn ich mir die deutsche Politik von Kavallerie über Staatshehlerei, Mollath etc. angucke: zu Recht.

Aber das ist ni cht der Grund, daß es in Berlin keine vernünftige Opposition mehr gibt. Das liegt schon an den Parteien selber. Niemand hat Frau Merkel z.B. zur Energiewende gedrängelt und niemand hält die Opposition davon ab, dagegen Opposition zu machen. Und wie wir alle wissen, ist es eigentlich genau anders herum: sie macht sich die Themen der Opposition zueigen - das wissen wir doch alles!

Was wir vorfinden, ist eine Gleichschaltung in den Köpfen. Aber das liegt nicht an den Amerikanern. Das liegt an bzw. in uns.

Gruß
Klaus

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#69 von kurt02 , 01.08.2013 07:10

Zitat von weihrauch im Beitrag #67
Für den Historiker Josef Foschepoth herrscht in Deutschland weiterhin das alliierte Besatzungsrecht.
Einsicht in Geheimdokumente beweisen, daß Deutschland bis heute kein souveräner Staat ist.
"Das alte alliierte Vorbehaltsrecht herrscht nach wie vor - man nennt es nur anders.
Heute allerdings ist es eine rechtliche und gesetzliche Verpflichtung für jede Bundesregierung.

Das gleichgeschaltete Parteiensystem ist also kein Märchen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/histo...achen-1.1717216


Ach, die Süddeutsche ist doch ein ultralinkes Lügenblatt die engen Verstrickungen zur linksautonomen Szene sind doch hinreichend belegt. Nehmen Sie das Gegenteil dessen, was sie schreibt, als Wahrheit, wie Sie es sonst auch tun, wenn die Süddeutsche nicht Ihrer Weltsicht nachplappert.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#70 von JoG , 01.08.2013 09:53

Zitat von weihrauch im Beitrag #67
Für den Historiker Josef Foschepoth herrscht in Deutschland weiterhin das alliierte Besatzungsrecht.


Das schöne am heutigen Zugang zu Informationen ist, dass man immer Einen findet, der behauptet zu wissen, dass was man selber meint, die Wahrheit ist. Die Kunst ist, nicht selektiv zu lesen.

Vor einigen Jahren wollten die Amis Soldaten abziehen und begegneten enormem Protest aus Deutschland. Auch als sie Soldaten in die Osteuropäischen Länder verlegen wollten, war man hier unglücklich das Einkommen zu verlieren.

Aber, wenn Deutschland unglücklich ist, die Amis im Land zu haben, sollen sie doch die Amis bitten zu gehen. Dann wissen sie ob sie "besetzt" sind oder nicht. Wenn man natürlich mehr Angst hat vor den Konsequenzen der Antwort? Tjy, dann ist nicht der aktuelle Zustand das Problem sondern seine eigene Angst. Es heißt ja auch auf der ganzen Welt "Deutsche Angst".

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RE: Ich wünschte bald, es wäre so

#71 von JoG , 01.08.2013 10:00

Ich gebe Ihnen völlig recht, dass die größte Gefahr für Deutschland aus Deutschland kommt. Auch für seine direkten Nachbarn, für seine Handelspartner und für seine Alliierten ist Deutschland ein unangenehmer Faktor, weil dessen Volk und Politik unberechenbar, selbstgerecht und oft irrational hysterisch sind. Persönlich glaube ich, dass man nach dem letzten Krieg mit Deutschland anders hätte verfahren müssen.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#72 von JoG , 01.08.2013 10:18

Interessant ist jedoch der Antiamerikanismus, der doch allenthalben links wie rechts festzustellen ist. Das muss Einen beunruhigen, nicht weil es zu einer Konfrontation mit den USA führen kann, obwohl man sich das vorstellen kann. Vielmehr muss Einem Angst machen, dass sein Volk so irrational ist und auf Basis dieser Irrationalität so homogen manchmal in Hysterien verfällt. So lange es nach Außen gerichtet wird, ist das vermutlich nicht ganz so schlimm, obwohl sich auch da durchaus Situationen vorstellen lassen, in denen man sich verschätzt und eine blutige Nase einfährt. Aber für den Bürger ist die Gefahr sehr groß sich plötzlich sich als Mitglied einer ungeliebten Minderheit wiederzufinden, der es an den Kragen geht für etwas, das bis kürzlich völlig akzeptabel war, wie beschnitten zu sein.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#73 von wüllerstorff , 01.08.2013 11:39

Meinen Sie nicht dass es die US Regierungen sind die mit vielen Länder der Welt auf Konfrontationskurs sind, so Z.b Russland, Iran, Kuba, ganz Lateinamerika mit Ausnahme Kolumbien, Pakistan, unsw..... Gorbatschov und Jelzin gelten in Russland als 'Verräter' weil sie sich wie die Frischlinge von den USA über den Tisch haben ziehen lassen (Nato Osterweiterung = gebrochenes versprechen). Das ist also alles ansichts und Interpretationsfrage.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#74 von wüllerstorff , 01.08.2013 11:43

hab ich noch vergessen, erinnern Sie sich an den Krieg in Georgien und die politischen Verhältnisse zu der Zeit? in den Medien wurde einem natürlich vorgegaukelt das die bösen Russen an allem Schuld waren (und sind), obwohl sich dann zweifelsfrei herausgestellt hat dass das US Schoßhündchen Sakaschwili der Initiator der Aggressionen war.

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RE: Amerikaner sind weiterhin Besatzungsmacht

#75 von wüllerstorff , 01.08.2013 11:45

Zur Besatzungsmacht, das ist echter Blödsinn denn es gibt kein Recht Besatzungsmacht zu sein. Wenn ein Land nicht mehr besetzt sein will kann es das einfach entscheiden da es keine Rechtsgrundlage dafür gibt diese Entscheidung zu verhindern. Deutschland ist so frei wie es das sein will.

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