Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#1 von weihrauch , 09.06.2013 15:06

Anhänger der Linken schrecken vor nichts zurück. Jetzt wird zur Zerstörung von Deichen in Überschwemmungsgebieten aufgerufen.Auf den linksextremen Internetplattformen Indymedia bzw. Linksunten wird dazu aufgerufen, damit die Gebiete wieder überflutet werden und sich dann "am Leid der Deutschen zu erfreuen". Abwasser "mit Scheisse und Pisse" soll die "scheißdeutschen" Haushalte "vereinnahmen".
In den kommenden Tagen seien "weitere Aktionen bei Dämmen und Deichen" geplant, "um Magdeburg endlich das zu geben, was unsere Freunde aus England leider nicht beendet haben.

Seltsam, während sich die BRD-Linksfront aus Parteien, Medien, Polizei und großen Teilen der Gesellschaft mit den Rechten beschäftigen - vor Hass und Gehässigkeiten vor keinen Repressalien zurückschreckt, werden solche Scheusale hofiert und staatlich noch unterstützt.
Und Grüne und SPD sind dabei - rufen zu Gewalt auf, wie jetzt in Frankfurt.
Trotzdem kann ich mich nicht richtig empören, weil auch die Bewohner dieser Gebiete sich größtenteils mit den Linken solidarisieren, wenn es gegen Rechte geht.
Rechte aber sind zu solchen Verbrechen nicht fähig.

http://s14.directupload.net/file/d/3281/lyaeucbh_pdf.htm

http://s7.directupload.net/file/d/3280/mo5xxr6j_pdf.htm

Wo ich mich trotzdem ärgere sind Kommentare wie: "Solche Schreiben einfach nicht für ernst nehmen - sie ignorieren" - heißt im Klartext: kann mich damit solidarisieren.

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Spenden für die Flutopfer

#2 von weihrauch , 12.06.2013 01:20

Wie sieht es mit der Spendenbereitschaft von Forensmitgliedern aus?
Wenn ich sehe, wie wenig Anklang dieses Thema hier findet, muß es dementsprechend düster aussehen.

Mein Beitrag: Ich habe sowohl für Passau als auch SA gespendet.
Habe aber ausdrücklich in das Feld Verwendungszweck geschrieben: "Nicht für Polen oder die Tschechei", denn das hat mich schon bei den letzten beiden Fluten geärgert, daß sich die Spendenorganisationen für alle betroffenen Länder verantwortlich fühlt, zumal diese Länder im Gegenzug auch nicht für Deutschland gespendet haben.

Wütend bin ich auch über die mangelnde Spendenbereitschaft der Türken - es sind halt unverbesserliche Egoisten.


http://www.wiwo.de/politik/deutschland/b.../8329654-2.html


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zuletzt bearbeitet 12.06.2013 | Top

RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#3 von JoG , 12.06.2013 07:45

Im Grunde ärgere ich mich darüber, dass die Leute dort die Maßnahmen nicht ergriffen haben. Natürlich wären sie teuer gewesen und waren schwer durchzusetzen. Aber man wusste, dass die Flut kommt. Da hat Einer vorhin gesagt, er habe sich nicht versichert, weil es ihm zu teuer gewesen wäre! Spinnen Die?

Nein. Dass wir gezwungen sind so riesige Ausgaben einzugehen, weil die Politik und dortige Bevölkerung Ihre Hausaufgaben nicht machten, ist eine Zumutung. Das verlangt nicht nach Solidarität. Im Gegenteil. Es muss Kristall klar gemacht werden, dass sie nächstes Mal nur lebensrettende Hilfe bekommen.

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#4 von Jochen Singer , 12.06.2013 09:19

Zitat
Im Grunde ärgere ich mich darüber, dass die Leute dort die Maßnahmen nicht ergriffen haben. Natürlich wären sie teuer gewesen und waren schwer durchzusetzen. Aber man wusste, dass die Flut kommt. Da hat Einer vorhin gesagt, er habe sich nicht versichert, weil es ihm zu teuer gewesen wäre! Spinnen Die?



Was erwarten Sie von Sozialdemokratisierten ? Engagement ? Delegieren ist deren einzig mögliche Handlung.

In Hessen sind nach Wegfall des Immobilien-Versicherungszwangs massenweise Häuser nicht gegen Brand und ähnliche Schäden versichert. So ist in der Neujahrsnacht etwa 150 von uns entfernt ein Haus abgebrannt - nicht versichert, der Eigentümer hat kein Vermögen. Folge - Schutthaufen wird uns die nächsten Jahre begleiten.

So sieht das seit rund 5 Monaten aus :




 
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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#5 von JoG , 12.06.2013 10:30

Das ist ein schönes Mahnmal.

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#6 von Systemkritiker , 12.06.2013 14:26

[quote="JoG"|p5006]Da hat Einer vorhin gesagt, er habe sich nicht versichert, weil es ihm zu teuer gewesen wäre! Spinnen Die?
quote]

Wenn so astronomische Summen verlangt werden, dass diese ohnehin Keiner zahlen kann spinnen eher die Versicherungen und der Staat der diesem Treiben keinen Riegel vorschiebt.

In den meisten betroffenen Gebieten ist es ohnehin überhaupt nicht möglich, eine Versicherung gegen Hochwasser abzuschließen!

Die Versicherungen haben Karten und in Gebieten, die von Hochwassern betroffen sein können werden grundsätzlich Elementar-Versicherungen abgelehnt.

Gut sind jene dran, die noch eine alte DDR-Versicherungspolice haben, die 1990 von der Allianz weitergeführt wurde. Da ist diese Elementar-Versicherung immer automatisch Bestandteil gewesen. Ja, Ja, die böse DDR. Damals war das Thema Hochwasser für die Betroffenen jedenfalls nicht der finanzielle Ruin!

Außerdem erhielten Versicherte, bei denen zum Beispiel 2002 der Schadensfall eingetreten war, in der Regel die Kündigung der Versicherung und konnten sich nicht neu versichern.
http://www.berliner-kurier.de/panorama/o...4,23160800.html

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#7 von Systemkritiker , 12.06.2013 14:31

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #4

Was erwarten Sie von Sozialdemokratisierten ? Engagement ? Delegieren ist deren einzig mögliche Handlung.




Wenn Sie in bestimmten Gebieten und Regionen wohnen erhalten Sie meistens keine Elementar-Versicherung bzw. nur zu unbezahlbaren Konditionen.

Im Zusammenhang von solchen Flutopfern von "Sozialdemokratisierten" zu schreiben ist Quatsch!

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#8 von JoG , 12.06.2013 20:03

Zumal man mir sagte, es gäbe Versicherungspolicen in den relevanten Gegenden. Wo allerdings es keine gibt, ist das ein ganz grelles Warnschild worauf steht:
"Achtung! Achtung! Wer hier wohnt, wohnt auf eigene Gefahr!!! Die Schäden sind größer als man bezahlen kann!!!!"
Aber wer passt auf so eine blödes Schild schon auf, wenn der Staat so massiv einspringt, wenn die Felle sonst davon schwämmen.

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#9 von kjschroeder , 12.06.2013 20:52

Zitat
Aber wer passt auf so eine blödes Schild schon auf, wenn der Staat so massiv einspringt, wenn die Felle sonst davon schwämmen.


Das ist mir zu einfach gestrickt, zumal es noch eine Gruppe Menschen gibt: nämlich die, die bis 2002 sehr wohl eine Versicherung hatten, diese aber dann nach der damaligen Flut gekündigt bekamen und nun bei dieser Flut unversichert dastehen.

Generell glaube ich, daß sich hier Politik- und Staatsversagen einerseits und Obrigkeits- und Staatsgläubigkeit andererseits auf eine typisch deutsche und somit schlechte Art ergänzt haben, was dann zu der jetzigen Situation geführt hat.

Man muß sich vor Augen führen, daß in diesem Land ja alles fein säuiberlich staatlich durchgeplant wird:

Es beginnt bei der Raumordnung, die großflächig Vorhaben überörtlicher Bedeutung berücksichtigt. Darunter folgt die Regionalplanung für Kreisgebiete und eben Regionen. Sind hier besondere Vorhaben betroffen, gibt es eigene Planfeststellungsverfahren. Die Regionalplanung setzt Raumordnungsverfahren um. Unterhalb dieser Ebene kommen dann die Kommunen mit der Flächennutzungplanung, die dann durch die Bebauungspläne verbindlichen Charakter bekommt.

Das ist ins Grobe formuliert die Gliederung, und Sie sehen daran, daß der Staat hier immer und von Anfang an mitmischt.

Interessant finde ich nun, daß die Raumordnungsverordnung - das ist die Umsetzung eines Bundesgesetzes, nämlich des Raumordnungsgesetzes - alles aufzählt, was im Rahmen eines Raumordnungsverfahrens zu berücksichtgigen ist. Dazu gehören zwar Deiche und Dämme - aber keine Überschwemmungsgebiete. Läßt sich hier nachlesen im Originaltext der Verordnung.

Und da gehts für meine Begriffe mit dem staatlichen Fehlhandeln schon los. Denn m.E. gehören Überschwemnmnungsgebiete dort hinein in die Aufzählung.

Da sie da aber nicht drinstehen, entscheidet letzlich jede Kommune, jede Gemeindevertretung für sich, ob in einem Hochwassergebiet ein Baugebiet im Rahmen der Flächennutzungsplanung ausgewiesen wird oder nicht. Und wenn Stadtveordnete hier nicht richtig aufpassen, ist das Kind in den Brunnen gefallen: mitten im Hochwassergebiet gibt es dann Bebauung.

Der (obrigkeitsgläubige) Bürger seinerseits, der nichts anderes kennt als die allgegenwärtige Anwesenheit staatlicher Behörden, sagt sich dann: 'Kann ja nicht falsch sein, wenn ich da baue, sonst wäre das Gebiet ja nichtn zur Bebauung ausgewiesen worden, nicht wahr?'

Und so greift dann ein unglückseliges Rädchen ins 'Nächste. Denn beim nächsten Hochwasser werden die Betroffenen dann sagen: 'Hey, Ihr habts ausgewiesen - nun also bitte Schadenersatz!' Und der Staat - indirekt ertappt beim Fehlhandeln - zahlt. Damit alles so weiterläuft.

Man könnte das Problem natürlich auch ganz pragmatisch - also eigentlich deutschfremd;-) - angehen: Häuser auf Stelzen z.B. sind in Australien in Flooding areas normal. Habe ich in den Außenbezirken von Darwin gesehen und anderswo. Bei Kanu- und Ruderclubs ist dass auch HEUTE in Deutschland gang und gäbe (z.B. Kanuclub Philippsburg). Man fragt sich, wann Bürokraten dazulernen.

Gruß
Klaus


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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#10 von Willik , 13.06.2013 04:14

"Häuser auf Stelzen"

Oder so etwas:

http://www.aussieland.de/hausboot.jpg

Motto: "Jedem seine ganz persönliche Arche!"
Bei der allgemeinen Verschandelung der Landschaft mit Zehntausenden von hoch subventionierten Windrädern und quadratkilometergroßen PV-Anlagen kommt es darauf auch nicht mehr an!

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#11 von Jochen Singer , 13.06.2013 06:48

Zitat
Man könnte das Problem natürlich auch ganz pragmatisch - also eigentlich deutschfremd;-) - angehen:



Ne, ne. Für die Problematik der Schadensregulierung, aus welchem Grund auch immer, bietet sich eine Regulierung nach Machart der Sozialdemokratisierten an, wobei die laut Nachrichten von heute , 13.6.2013, eine zweckgebundene Steuererhöhung von 1,5% anvisieren.

Echt sozialdemokratisch wäre den einen Teil der Bevölkerung, dem "reichen" nämlich, auf der Bezahlung ihrer Schäden sitzen zu lassen, und die "Reichen" - pfui, Schande über die - zusätzlich zur Regulierung der Schäden des wertvollen Teils der Bevölkerung - den Armen - heranzuziehen. Das wäre gerecht - Plausibilität wäre von der Ideologieproduktionsmaschine Friedrich-Ebert-Stiftung nach zu reichen.




 
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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#12 von kjschroeder , 13.06.2013 07:11

Zitat
"Häuser auf Stelzen"

Zitat
Oder so etwas: http://www.aussieland.de/hausboot.jpg



Also soooo ein Vergleich ....

Schauen Sie mal - sowas sieht doch ganz proper aus, oder? Nichts Besonderes, aber eben darum realistisch und bezahlbar:
-> http://www.realestate.com.au/property-ho...malak-113821735

Gruß
Klaus

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#13 von Systemkritiker , 13.06.2013 11:30

Zitat von JoG im Beitrag #8
Zumal man mir sagte, es gäbe Versicherungspolicen in den relevanten Gegenden. Wo allerdings es keine gibt, ist das ein ganz grelles Warnschild worauf steht:
"Achtung! Achtung! Wer hier wohnt, wohnt auf eigene Gefahr!!! Die Schäden sind größer als man bezahlen kann!!!!"
Aber wer passt auf so eine blödes Schild schon auf, wenn der Staat so massiv einspringt, wenn die Felle sonst davon schwämmen.


Also sollen Ihrer Meinung nach alle Bewohner von Halle, Dresden, Grimma oder Passau auswandern?

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#14 von Systemkritiker , 13.06.2013 11:42

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #11

Zitat
Man könnte das Problem natürlich auch ganz pragmatisch - also eigentlich deutschfremd;-) - angehen:


Ne, ne. Für die Problematik der Schadensregulierung, aus welchem Grund auch immer, bietet sich eine Regulierung nach Machart der Sozialdemokratisierten an, wobei die laut Nachrichten von heute , 13.6.2013, eine zweckgebundene Steuererhöhung von 1,5% anvisieren.



Die Schäden, die eine solche Katastrophe anrichtet, sind ein nationales Problem. Keine der betroffenen Städte und nur die wenigsten Hauseigentümer können so etwas alleine stemmen.

Laut Merkel soll es hierfür keine Steuererhöhungen geben sondern einen Nachtragshaushalt.

Wenn der deutsche Staat Milliarden für andere Länder und für Banken verpulvert wäre es vielleicht auch mal angebracht den eigenen Landsleuten in solchen existenzbedrohten Notfällen zu helfen.

Eigentlich ist es aber ein Problem der Versicherungswirtschaft. Genau wie bei der Kranken-Versicherung sollten diese Unternehmen gezwungen werden Jedem eine Elementar-Versicherung anzubieten. Der Beitrag würde für alle dann zwar etwas steigen aber wenn man jetzt die große Hilfsbereitschaft sieht, würden dies die meisten wohl akzeptieren.

Obwohl mein Haus hoch gelegen ist und daher vom Hochwasser der Saale nicht betroffen wurde, empfinde ich es als selbstverständlich, Anderen, die nicht so viel Glück hatten, zu helfen. Bin ich deshalb in Ihren Augen auch sozialdemokratisiert?

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Arm? Reich?

#15 von kurt02 , 13.06.2013 14:08

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #11

Zitat
Man könnte das Problem natürlich auch ganz pragmatisch - also eigentlich deutschfremd;-) - angehen:


Ne, ne. Für die Problematik der Schadensregulierung, aus welchem Grund auch immer, bietet sich eine Regulierung nach Machart der Sozialdemokratisierten an, wobei die laut Nachrichten von heute , 13.6.2013, eine zweckgebundene Steuererhöhung von 1,5% anvisieren.

Echt sozialdemokratisch wäre den einen Teil der Bevölkerung, dem "reichen" nämlich, auf der Bezahlung ihrer Schäden sitzen zu lassen, und die "Reichen" - pfui, Schande über die - zusätzlich zur Regulierung der Schäden des wertvollen Teils der Bevölkerung - den Armen - heranzuziehen. Das wäre gerecht - Plausibilität wäre von der Ideologieproduktionsmaschine Friedrich-Ebert-Stiftung nach zu reichen.



Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, dass Sie reich sind. Sei sind ein armer Schlucker für jeden besseren Bänker,

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#16 von Jochen Singer , 13.06.2013 14:22

Zitat
Also sollen Ihrer Meinung nach alle Bewohner von Halle, Dresden, Grimma oder Passau auswandern?



Nein, natürlich nicht. Wir haben über Jahrzehnte die Erfahrung dass staatlich organisierte "Solidarität" eine recht einseitige Sache ist. Bestandteil akzeptierter "Solidarität" ist jedoch das Gleichgewicht des Nutzens und der Kosten - die ist offensichtlich nur mit privaten Versicherungen hinzubekommen weil dort die soziale Komponente nicht in die Höhe der Beiträge eingeht - gleiches Risiko, gleicher Preis *lob*. Ich habe den Eindruck dass "Solidarität" bzw. die daraus abgeleiteten Vorteile häufig in die Lebensplanung eingetütet werden, also Ziehen von Vorteilen zu Lasten anderer. Offensichtlich war die Brandt'sche Bildungspolitik "Aufstieg von Arbeiterkindern durch Bildung" so angelegt. Während die einen für ihren Aufstieg arbeiteten überlegten andere wie sie aus den höheren Löhnen der Aufsteiger partizipieren konnten. Nein - mit dieser Art der Solidarität kann ich nichts anfangen. Ansonsten bei Gleichbehandlung aller, mal hat der eine Vorteile, mal der andere, Ergebnis Gleichgewichtigkeit - kein Problem.




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RE: Arm? Reich?

#17 von Jochen Singer , 13.06.2013 14:40

Zitat
Sei sind ein armer Schlucker für jeden besseren Bänker,



Tatsächlich ? Wir werden ständig von Bänkern mit Beratungsangeboten zur Vermögensmehrung belästigt - Bänker die unsere finanzielle Situation kennen.

Eine der Gründe für deren Bemühungen dürfte in der Veränderung des Zustandes unseres Hauses in den letzten 3-4 Jahren sein, die in die Beurteilung unserer Finanzsituation eingehen- Hypotheken oder Kredite, nein, wer hat der hat und der kann.

Warum sind Sie so verbittert ?




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RE: Arm? Reich?

#18 von kurt02 , 13.06.2013 14:43

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #17
...

Warum sind Sie so verbittert ?


Wieso sollte ich verbittert sein? Bei mir läuft alles ganz nach Plan; auch wenn die Bretter ziemlich dick sind, die ich bohren muss. Ich halte Sie halt für - naja - naiv

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RE: Arm? Reich?

#19 von Systemkritiker , 13.06.2013 14:52

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #16

Zitat
Also sollen Ihrer Meinung nach alle Bewohner von Halle, Dresden, Grimma oder Passau auswandern?



Nein, natürlich nicht. Wir haben über Jahrzehnte die Erfahrung dass staatlich organisierte "Solidarität" eine recht einseitige Sache ist. Bestandteil akzeptierter "Solidarität" ist jedoch das Gleichgewicht des Nutzens und der Kosten - die ist offensichtlich nur mit privaten Versicherungen hinzubekommen weil dort die soziale Komponente nicht in die Höhe der Beiträge eingeht - gleiches Risiko, gleicher Preis *lob*.



In den genannten Städten finden aber Hauseigentümer in der Regel keine Versicherung, die ihnen eine Elementar-Police anbietet und in den wenige Ausnahmefällen, wo dies dennoch möglich ist, dann zu unbezahlbaren Konditionen.

Gut sind nur die Eigentümer dran, die noch ihre alten DDR-Verträge haben (Allianz), denn damals war die Elemetar-Versicherung Pflicht.

Dass es Ihnen finanziell gut geht und Sie außerdem nicht vom Hochwasser betroffen wurden, freut mich für Sie aber man sollte nicht alles nur von der eigenen Situation aus beurteilen.

Vor 10 oder 15 Jahren habe ich ähnlich argumentiert wie Sie aber heute, nach einigen schmerzlichen Erfahrungen, sehe ich dies völlig anders.

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#20 von JoG , 13.06.2013 14:53

Wir hatten dort mehrere Überschwemmungen. Seit 2002 muss spätestens jedem klar gewesen sein, dass wir es mit relativ regelmäßigen Ereignissen zu tun haben. So war es mindestens grob fahrlässig die notwendigen Maßnahmen nicht zu ergreifen. Das gilt für Parteien und beteiligte Personen auf allen Ebenen bis hoch zum Kanzler/in.
Es war auch grob fahrlässig sich nicht zu versichern. Das gilt für Personen und für Gemeinden. Wer sich nicht versichern konnte, weil er keine Versicherung fand, hat billigend in Kauf genommen, dass er Schäden haben würde und rechnete wohl darauf, gerettet zu werden im Ernstfall.

Genau wegen der Undurchsichtigkeit und Unzurechenbarkeit auf individuelle Gremien, Entscheidungen und Personen, die Sie in Ihrem Beitrag monieren, muss die Sache im Einzelnen aufgearbeitet werden. Wenn die Schuldigen strafrechtlich und zivilrechtlich verklagt und ihre Vermögen verwendet werden Schäden zu beheben, so kann man vertreten, noch ein einziges weiteres Mal einzuspringen, wohl wissend, dass das ordnungspolitisch sehr bedenklich ist und enormen Moral Hazard bedeutet.

Das hört sich hart an und unsolidarisch. Es ist aber eine Situation, in der man hart sein muss und Solidarität fehl am Platz ist. Es verschlimmert das eigentliche Problem.

Wer die Kosten dort zu leben nicht tragen kann, muss weg ziehen. Wir hatten im Ruhrgebiet ein ähnliches Problem. Die Lebensgrundlage brach dort weg, als der Abbau der Kohle zu teuer wurde. Man hat das Leben dort subventioniert und die Leute zogen nicht nach Stuttgart, wo Arbeit war. Statt dessen holte man die Türken. Nun habe ich nichts gegen Türken, aber die Bevölkerung an der Ruhr hat sich nicht erholt und die verschwendeten Gelder waren enorm. Hätte man sie gezwungen Arbeit zu nehmen, wo auch immer, würden die Familien mittelfristig sehr viel besser gefahren sein und in den Schulen in den Gettos um Stuttgart sprächen die Schüler die gleiche Sprache, die die Lehrer können.

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#21 von JoG , 13.06.2013 14:55

Die Schäden des Sturms sind kein nationales Problem, außer wir machen es zu einem. Zumindest wäre das so, hätte man spätestens nach 2002 die notwendigen Maßnahmen ergriffen.

Die Kosten der Schäden müssen auf die Personen und Vermögen und Transaktionen der Gegend umgelegt werden, damit jedem klar wird, was es kostet dort zu siedeln.

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RE: Arm? Reich?

#22 von Jochen Singer , 13.06.2013 14:56

Zitat
ch halte Sie halt für - naja - naiv



Das macht doch nichts. Ich schreibe nicht wie ich Sie bewerte. Ein Tip - lockerer werden.




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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#23 von Systemkritiker , 13.06.2013 14:58

Zitat von JoG im Beitrag #20

Wer sich nicht versichern konnte, weil er keine Versicherung fand, hat billigend in Kauf genommen, dass er Schäden haben würde und rechnete wohl darauf, gerettet zu werden im Ernstfall.



Und was sollten nun Ihrer Meinung nach, die unzähligen Hausbesitzer machen, die nicht oder nicht mehr versichert werden? Das Haus abreisen oder verkaufen?

2002 wurde doch immer von einer Jahrhundertflut gesprochen und kaum einer hat damit gerechnet, das nun ein Jahrhundert nur noch 11 Jahr dauert.

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#24 von JoG , 13.06.2013 15:01

Zitat von Systemkritiker im Beitrag #13
Zitat von JoG im Beitrag #8
Zumal man mir sagte, es gäbe Versicherungspolicen in den relevanten Gegenden. Wo allerdings es keine gibt, ist das ein ganz grelles Warnschild worauf steht:
"Achtung! Achtung! Wer hier wohnt, wohnt auf eigene Gefahr!!! Die Schäden sind größer als man bezahlen kann!!!!"
Aber wer passt auf so eine blödes Schild schon auf, wenn der Staat so massiv einspringt, wenn die Felle sonst davon schwämmen.


Also sollen Ihrer Meinung nach alle Bewohner von Halle, Dresden, Grimma oder Passau auswandern?


Wenn sie es mit den Kosten nicht hinbekommen? Ja.
Das sollte man aber keinesfalls par Order di Mufti machen. Man muss die Kosten umlegen auf das dortige wirtschaften und leben. Dann kennen die Menschen die wirtschaftliche Bedeutung der Überschwemmungen und können entscheiden, ob sie bereit sind ein ärmeres Leben aber in der Heimat zu haben. Wenn sie das wollen? Power to the People. Aber es geht nicht, dass man eine ganze Region falsch verwendet, weil es jemandes Heimat ist.

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RE: Widerlich: "Linke Demokraten" rufen zur Zerstörung von Deichen auf

#25 von Systemkritiker , 13.06.2013 15:05

Zitat von JoG im Beitrag #21
Die Schäden des Sturms sind kein nationales Problem, außer wir machen es zu einem. Zumindest wäre das so, hätte man spätestens nach 2002 die notwendigen Maßnahmen ergriffen.

Die Kosten der Schäden müssen auf die Personen und Vermögen und Transaktionen der Gegend umgelegt werden, damit jedem klar wird, was es kostet dort zu siedeln.


Nur gut dass 2002 und auch jetzt die Verantwortlichen in Berlin nicht so denken wie Sie.

Die Leute, die durch die Fluten ihr Hab und Gut verloren haben, einfach in dem Dreck alleine zu lassen halte ich, menschlich betrachtet, für keine akzeptable Lösung.

Es wurden dieses Mal übrigens von der Flut auch Gegenden betroffen, in denen es seit 500 Jahren keine solche Überschwemmungen gab.

Erzählen Sie uns doch mal in welchen Gegenden man überall nicht mehr siedeln soll. Da bleiben hier in Mitteldeutschland nämlich nicht mehr viele Gebiete übrig, indenen man siedeln kann.

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Die BRD-Staatsgerichte üben sich mal wieder in zweierlei Maß
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