RE: Das Recht

#26 von JoG , 29.05.2013 21:29

Wann und wo? Ich denke, mit ein wenig Fleiß und Internetzugang hätte man das bei den Angaben rechtzeitig gefunden. ;)

Und natürlich muss man froh sein als Mitglied der obersten ein oder zwei Prozent in der Menschheitsgeschichte zu leben. Das bedeutet aber nicht, dass man eine so leichtsinnige Einstellung zu seiner Gesellschaft haben sollte wie Sie.

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RE: Das Recht

#27 von huhngesicht , 29.05.2013 21:38

Und natürlich muss man froh sein als Mitglied der obersten ein oder zwei Prozent in der Menschheitsgeschichte zu leben. Das bedeutet aber nicht, dass man eine so leichtsinnige Einstellung zu seiner Gesellschaft haben sollte wie Sie.

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Wie Sie sehen koennen, betrachte ich Nischendenken durchaus nicht unkritisch. Meine Einstellung der Gesellschaft gegenueber, in der ich lebe, ist realitaetsorientiert. Wenn Sie da Leichtsinnigkeit erkennen koennen, benennen Sie diese bitte konkret. Darum bat ich wiederholt. Wenn sie vage mit Nazivergleichen "schwurbeln", ist das nicht hilfreich sondern beliebig (was ich bereits ebenfalls mehrfach kritisch anmerkte). Es ist ja nicht so, dass ich Esoterischem oder paranioschem Geheimwissen keine Chance gaebe, aber es muss sich wenigstens erklaeren.
Wuerden Sie von einem Gegenueber tatsaechlich weniger erwarten?

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RE: Das Recht

#28 von JoG , 29.05.2013 21:56

Realitätsorientiert vielleicht. Nur laufen Sie in die falsche Richtung, so wie es die Vielen oft tun auf dem Weg zur Diktatur. 1930 könnte man das schon nicht entschuldigen. Aber nachdem in den letzten 70 Jahren so viele Demokratien dem Weg gingen, ist solches Mitläufertum ignorant und sträflich.

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RE: Das Recht

#29 von huhngesicht , 29.05.2013 23:19

Realitätsorientiert vielleicht. Nur laufen Sie in die falsche Richtung, so wie es die Vielen oft tun auf dem Weg zur Diktatur. 1930 könnte man das schon nicht entschuldigen. Aber nachdem in den letzten 70 Jahren so viele Demokratien dem Weg gingen, ist solches Mitläufertum ignorant und sträflich.

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Das ist aber ihr alter Hut. Womit belegen Sie, dass unsere Demokratie den Weg in die Diktatur beschreitet? Dass eine Mehrheit das nicht so sieht, liegt entweder an der straeflichen Duemmlichkeit Vieler oder an Wahnvorstellungen Weniger. Was ist wahrscheinlicher?
Und welche Demokratien in den letzten 70 Jahren haben einen solchen Weg beschritten? Mir fiele hoechstens ein bisschen Argentinien ein. Osteuropa ist nicht ganz sauber, aber das scheint den scheinbaren wahren Demokraten ja egal zu sein.

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RE: Das Recht

#30 von JoG , 23.06.2013 12:53

Ein anderer Zusammenhang des Rechts in Deutschland, das wesentlich bedenklicher ist, als im Spiegel angedeutet, ist die Intransparenz der Bürokratie und Politik, die über Jahrzehnte verhindert hat, dass Beamte und Politiker verklagt werden konnten. Weil es braucht einen Ankläger. Und einen Ankläger kann es nur geben, wenn man von einem Betrug weiß. Hier eine Inzidenz:
"In einem seit Monaten unter Verschluss gehaltenen Prüfbericht hat der Bundesrechnungshof der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgeworfen, ...."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...k-a-907356.html

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... ist bei der hiesigen Schlamperwirtschaft ohne Chance.

#31 von kjschroeder , 23.06.2013 15:59

Sie glauben doch nicht im Ernst, daß sich ein Politiker die ihm untergeordnete Behörde zur Brust nimmt?

Die Tricksereien der Arbeitsämter, um die es in dem Link geht, sind so ziemlich jedem Arbeitslosen bekannt in der einen oder anderen Form.

Mir z.B. hat seinerzeit kein Arbeitsamt einen Job vermittelt; das habe ich selber erledigt. Ohne deren Hilfe. Ich möchte nicht wissen, wie meine Stastistik bei denen aussieht, was Vermittlung angeht.

Hier gäbe es sogar eine recht einfache Möglichkeit, diese Täuschung von Behördenseite zu unterbinden: Indem das Arbeitsamt nach einer erfolgreichen Vermittlung dem ehemaligen Arbeitslosen einen Zettel per Post zustellt mit der Bitte, zu unterschreiben, daß er seinen Job durch das Arbeitsamt vermittelt bekommen hat. Ich schätze, in Berlin würde man sich wundern, wie wenig Unterschriften da zusammenkämen.

Aber eher fließt der Rhein die Alpen hoch als daß Politiker lernen, der Bevölkerung genauso zu vertrauen wie ihren Behörden.

Um wieder auf den eigentluchen Tenor Ihres Beitrages zurück zu kommen:

Ja, Sie haben recht. Nun ist diese Intransparenz nichts Neues hier. Beim Drohnen-Desaster haben wir ja einen ganz ähnlich gelagerten Fall, wo Drohnenverluste ja auch der Öffentlichkeit verschwiegen wurden.

Jetzt ist das alles bekannt - Drohnendesaster und die Arbeitsamts-Täuschung. Wollen wir wetten, daß sich kein Staatsanwalt finden wird für eine Anklage? Denn da geht es schon los: Was soll er denn anklagen? Soweit mir bekannt, haben wir überhaupt keine Gesetze für so eine Art Fehlverhalten.

Gruß
Klaus

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RE: ... ist bei der hiesigen Schlamperwirtschaft ohne Chance.

#32 von JoG , 23.06.2013 16:48

Wobei ein paar verlorene Drohnen nicht mehr kosten, als ein oder zwei Schuss mit kleine Raketen. Selbst bei den 500 Millionen ist die Aufregung über die Fehlinvestition das eigentliche Problem. Wenn bspw Drohnen militärisch notwendig sind, ist es ein Unding, wenn ein Verkehrsgesetz verhindert, dass man die besten Waffe einsetzt.

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RE: ... ist bei der hiesigen Schlamperwirtschaft ohne Chance.

#33 von kjschroeder , 23.06.2013 17:38

Zitat
Wenn bspw Drohnen militärisch notwendig sind, ist es ein Unding, wenn ein Verkehrsgesetz verhindert, dass man die besten Waffe einsetzt.

Das sehe ich zwar prinzipiell genauso wie Sie: Auch ich halte Drohnen für nützlich.

Allerdings ist das nach allem, was bekannt ist, nicht das Problem. Denn die Drohnen haben keine Zulassung bekommen, weil sie nicht in der Lage sind, anderen Flugkörpern selbständig (!) auszuweichen. Sie wurden schlicht nicht so konzipiert und programmiert.

Dieser Umstand war bekannt, dennoch haben die Bürokraten im Verteidigungsministerium die Planungen und das Geschäft weiter vorangetrieben. Wohlgemerkt: Ohne diesen eklatanten Mangel auszubügeln.

Damit hat aber eine Drohne NIRGENDWO, in KEINEM Land, etwas verloren, weil es für JEDES Flugzeug eine Gefahr bedeutet hätte. Deswegen haben die Amerikaner sich ja auch geweigert, diesen Dingern eine Überfluggenehmigung über ihren Luftraum bei der Überstellung zu geben.

Kürzer gesagt: Was dem einen sein BER, ist dem andern seine Drohne - Unfähigkeit allerorten.

Was auch nicht in Ordnung ist, ist die Zahl von Drohnenverlusten und wie sie zustande kamen. Diese Verheimlichung durch die Bürokratie und mglw. auch durch den Minister ist eine glatte Verhöhnung des Steuerzahlers und gehört bestraft.


Gruß
Klaus

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Beängstigendes Must See

#34 von JoG , 28.06.2013 22:26

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