RE: Tut mir leid

#26 von Marie , 19.09.2013 21:06

Zitat von kurt02 im Beitrag #24
Bei aller berechtigten Kritik an den Grünen: Sie haben eine externe Gruppe mit der Aufarbeitung beauftragt. Und was jetzt, ein paar Tage vor der Wahl veröffentlicht wurde, spricht eher für sehr Unabhängigkeit der Auflkärer. 'Nicht nur die Grünen, die Odenwä#ldler und die EKD, auch Teile der Julis haben solchen Dreck am Stecken.

PS: Damals liefen in gut gefüllten Bahnhofskinos "Filmchen", die damals ab 18 freigegeben waren und heute als päderastisch gelten - diese ganzen Lolita-Geschichten zum Beispiel.


Klar haben die Externe beauftragt - die Katholiken haben es ja vorgemacht - allerdings gibt es im Unterschied zu den Katholiken den unschönen Eindruck die Absicht sei: damit seien die Grünen die Sache endgültig los. Und mögliche Betroffene mögen sich doch auch gleich dort melden, das sei die passende Anlaufstelle, wurde von verschiedenen Grünen in den Medien verbreitet. Kein Wunder, daß der Franz Walter + Team jetzt sauer ist! Es habe in dieser Sache nicht nur keine Absprache oder wenigstens Information vorher gegeben, sondern das Team hat bisher eine geplante Fortbildung für den im Verlauf der Recherchen möglichen Kontakt mit Betroffenen/Opfern noch nicht realisieren können.

Es geht aber noch weiter, z.B. hier -> http://www.taz.de/Debatte-Gruene-und-Paedophilie/!123992/ " ... Franz Walter betreibt die Aufarbeitung der Grünen-Geschichte als Kriminalwissenschaft. Mit historischer Forschung hat das wenig zu tun ... " (Bitte selbst nachlesen!)
Man höre und staune: auf einmal sei es zur richtigen Einschätzung wichtig auch einzelne Dokumente im Kontext zu sehen, Zeitzeugen zu befragen und "den Horizont der Gesamtgesellschaft und der Gruppe zu bewerten, den Entscheidungsspielraum und die Perspektiven der Akteure zu berücksichtigen." Wer hätte DAS mal gedacht ! ;-)

Aktueller Anlass war die geplante Preisverleihung und Voßkuhles Weigerung dazu eine Rede zu halten -> http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...s-12156121.html
Mich wundert nur, warum Cohn-Bendit als ehemaliger Odenwald-Schüler schon bald nach seiner Schulzeit mit den bekannten problematischen Ideen auffallen konnte, sich aber (soweit ich weiß) nie öffentlich zu seiner Schulzeit geäussert hat.

Gruß,
Marie

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RE: Tut mir leid

#27 von weihrauch , 19.09.2013 21:40

[quote="Marie"|p6236][quote="kurt02"|p6224]Bei aller berechtigten Kritik an den Grünen: Sie haben eine externe Gruppe mit der Aufarbeitung beauftragt. Und was jetzt, ein paar Tage vor der Wahl veröffentlicht wurde, spricht eher für sehr Unabhängigkeit der Auflkärer. 'Nicht nur die Grünen, die Odenwä#ldler und die EKD, auch Teile der Julis haben solchen Dreck am Stecken.
--------------------------------------------------------------------------------

So einfach ist das also!
Man bedauert - gibt zu, Fehler begangen zu haben - macht dabei ein zerknirschtes Gesicht - und ist damit reingewaschen.
Und als Sahnehäubchen wird eine externe Gruppe mit der Aufarbeitung beauftragt.
Und die Nation ist gerührt von der Offenheit und Ehrlich - bis zum nächsten Skandal.

Ne, ne liebe Grüne - die Sache ist damit nicht ausgestanden - und würde auch gegen die "eigenen moralischen Grundsätze" verstossen, die sie anderen vorgeworfen haben.
Da reichte eine Erklärung nicht aus - war unverzeihlich - es änderte meistens mit Rücktrittsforderungen.

Also bitte Herr Trittin und Volker Beck - treten Sie zurück, sowie Sie es ständig von Ihren politischen Gegnern erwarten.

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RE: Tut mir leid

#28 von JoG , 19.09.2013 22:24

Ich habe diese Meinungen immer wieder gelesen und nachgefragt, wieso es schlimm sein sollte die Änderung der Sexualgesetze zu diskutieren. Es stellte sich immer heraus, dass die Leute nur bestenfalls selektive Kenntnisse relevanter Literatur hatten und sich nur Reflex getrieben argumentieren konnten.

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Eine offene Stammtisch-Frage an die GRÜNEN

#29 von horstR , 20.09.2013 16:54

Wann schafft Ihr endlich die Generation der Kinderficker ab?


MfG

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RE: Eine offene Stammtisch-Frage an die GRÜNEN

#30 von Willik , 20.09.2013 17:23

Ja, so ähnlich habe ich das woanders auch schon kommentiert.
Vergewaltigung ist schon schlimm, eine erwachsene Frau kann sich aber eventuell wehren.
Aber DAS ist ja wohl das absolut Allerletzte.
"Human trash", was Anderes fällt mir dazu nicht mehr ein.
Ich habe allerdings eine gewisse Hoffnung, daß diese Enthüllungen die Ökofaschisten am Wahltag genügend Stimmen kosten, um das Pack entscheidend zu schwächen.


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RE: Tut mir leid

#31 von kurt02 , 20.09.2013 18:44

Zitat von weihrauch im Beitrag #27

...
So einfach ist das also!
Man bedauert - gibt zu, Fehler begangen zu haben - macht dabei ein zerknirschtes Gesicht - und ist damit reingewaschen.




Nein, nicht ich, sondern Sie machen es sich einfach: Sich auf die Erstbesten stürzen und auf sie einprügeln ist eben NICHT genug.

Wir müssen uns zwei Fragen stellen: Erstens: Wer noch? Und da sind die Grünen eben NICHT allein, wie sich herausstellt. Und zweitens: Wieso blieb der Aufschrei damals aus? Wieso ist Kinderficker heute das schlimmste Schimpfwort und wieso war es damals nicht? Dazu schreibt JoG Kluges

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RE: Eine offene Stammtisch-Frage an die GRÜNEN

#32 von kurt02 , 20.09.2013 18:50

Zitat von Willik im Beitrag #30
....
Ich habe allerdings eine gewisse Hoffnung, daß diese Enthüllungen die Ökofaschisten am Wahltag genügend Stimmen kosten, um das Pack entscheidend zu schwächen.




Das können Sie ja den Umfragen entnehmen: Geier Sturzflug. Nur: Am Wahltag ist die Geschichte nicht vorbei, im Gegenteil. Da, wie gerade deutlich wird, die Grünen nicht die einzigen waren, die diese Themen eine Zeitlang diskutierten, wird es diejenigen doppelt so hart treffen, die heute noch immer brav den Deckel auf ihren eigenen Verfehlungen halten.

Täuschen Sie sich nicht!


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"Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#33 von Marie , 20.09.2013 20:50

Wegen dieser berechtigten Frage hab ich noch mal in meiner Erinnerung gewühlt und meine es gab gegen Mitte/Ende der 60er Jahre und danach öfter mal wieder öffentliche Diskussionen darüber: wie mit den Tätern umzugehen sei und wie vielleicht soweit vorgebeugt werden könnte, daß die mißbrauchten Kinder nicht auch noch umgebracht werden - und das Stichwort war "Entkriminalisierung". Meine das Ganze lief so richtig an mit dem höchst tragischen Fall Jürgen Bartsch, der u.a. während eines Heimaufenthaltes auch sexuell mißbraucht wurde. Vielleicht erinnern sich hier ja noch andere ? -> http://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Bartsch
Soweit auf die schnelle...

Gruß,
Marie

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#34 von horstR , 20.09.2013 21:16

Natürlich erinnere ich mich, auch wer von der vorsätzlichen Tötung Bartsch's getönt hat...

Das Bedauern der überwiegenden Bevölkerung hielt sich sehr in Grenzen..._)))


MfG

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#35 von weihrauch , 20.09.2013 21:36

Zitat von horstR im Beitrag #34
Natürlich erinnere ich mich, auch wer von der vorsätzlichen Tötung Bartsch's getönt hat...

Das Bedauern der überwiegenden Bevölkerung hielt sich sehr in Grenzen..._)))


Auch sein Tod kann als ungeklärt abgelegt werden.

http://serien-killer.com/000000968e11c0e...ef85/index.html

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#36 von Marie , 20.09.2013 22:51

Fehler: der Bartsch wurde im Heim wohl doch nicht sexuell mißbraucht, z.B. -> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43231080.html (Artikel vom 17.05.1971)

Und zu seinem Tod: "Die Narkose erfolgte, wie 1976 an kleinen Krankenhäusern oftmals noch üblich, ohne Anästhesist unter der Verantwortung des Operateurs.

Bei der Narkose kam es zu einer Verwechslung zweier Chemikalien, so dass das Mittel Halothan durch Verwendung eines dafür nicht geeigneten Methoxyfluran-Verdampfers zehnfach überdosiert wurde. Als Folge davon erlitt Bartsch nach der erfolgreichen Operation einen tödlichen Kreislaufzusammenbruch. Ein ähnlicher Fehler war dem behandelnden Arzt bereits zuvor unterlaufen. Er wurde schließlich wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.[7] ... = -> http://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Bartsch

Offenbar hat es seinerzeit eine einschlägige Politisierung des Falls gegeben, der mir nicht in Erinnerung war - dazu z.B. -> http://jungle-world.com/artikel/2004/34/13519.html und daraus: " ...Über das erste Verfahren 1966 schreibt Paul Moor, dass er im Gericht saß und es einfach nicht glauben konnte, als der Oberstaatsanwalt Fritz Klein feierlich erklärte: »Das Elternhaus kann nicht besser gedacht werden.« Diese Sichtweise teilte die Mehrheit des Publikums, das in Massen in die Sitzungen drängte, Pogromstimmung vor dem Gericht verbreitete und die Wiedereinführung der Todesstrafe, wenn nicht Schlimmeres für Jürgen Bartsch forderte.

Diesen Umstand kommentierte der Täter, der stets Angst hatte, die Polizeibeamten, die ihn in das Gerichtsgebäude führten, könnten ihn der Menge überlassen, so: »Die ›Öffentlichkeit‹ existiert insofern für mich nicht, als ich glaube, dass längst nicht jeder dieser Menschen Grund hat zu schreien. Ich meine die deutsche Oma, die nicht raucht, nicht trinkt, sich nicht schminkt, und die so von Herzen überzeugt war, dass Judenkinder keine Milch brauchten. Es geht hier nicht um eine ›Aufrechnung‹, es geht nur darum, ob diese Menschen die berufenen Richter über mich sind«, gab er später auf die Frage, ob er sich gegenüber der Gesellschaft schuldig fühle, zu Protokoll.

Dass die Art der Prozessführung das Urteil in die Nähe eines Schuldspruchs aus »gesundem Volksempfindens« rückte, hatte 1967 der Leiter des Sigmund-Freud-Instituts, Tobias Brocher, in einem Beitrag für die Frankfurter Rundschau geschrieben. Er legte dar, wie stark die »verleugneten Erinnerungen an die Ermordung von unschuldigen Kindern und Erwachsenen in der ›Endlösung‹« durch den Fall Jürgen Bartsch mobilisiert werden. Weil man diesen Zusammenhang jedoch nicht akzeptieren wolle, bescheinigte man allen Beteiligten, dass sie ja nur das Beste gewollt und nur Gutes getan hätten ... "
(Bitte selbst nachlesen!)

Dies vielleicht als Annäherung an die Frage, warum wenig später der Aufschrei ausblieb.

Gruß,
Marie

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#37 von kurt02 , 21.09.2013 07:03

Zitat von horstR im Beitrag #34
Natürlich erinnere ich mich, auch wer von der vorsätzlichen Tötung Bartsch's getönt hat...

Das Bedauern der überwiegenden Bevölkerung hielt sich sehr in Grenzen..._)))



Oder meinen Sie den Tod des Serienmörders. Wer soll den getönt haben? Ihre Formulierung ist ist diesem Punkt nicht eindeutig.

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#38 von horstR , 21.09.2013 08:28

Die Leute, die heute auf Steuerzahlerskosten Weltreisen machen um Menschenrechte einzufordern. Die Leute, die sich in Moskau ein blaues Auge holen und die korrupte Timoschenkow wg Kreuzschmerzen aus dem Knast holen wollen. Die Leute, die sich im Bundestag für das Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare einsetzen.

Die Leute, die in Frankfurt damals den Ton angaben und alle etwas jüngeren gnadenlos niederbrüllten und auch immer einen physischen Auftritt hatten. Kurt ahnen Sie immer noch nicht von wem die Rede ist?


MfG

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#39 von kurt02 , 21.09.2013 08:46

Und die haben damals was?

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#40 von horstR , 21.09.2013 09:38

Die haben damals den Operateuren Absicht unterstellt und sprachen von Justizmord.


MfG

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#41 von kurt02 , 21.09.2013 09:58

Wie kommen Sie darauf? Wurden die, die Sie da offenkundig meinen, nicht erst 10 Jahre später gegründet und sind die, die von Justizmord sprachen die, die Grünen später gegründet haben?

Wer sprach denn damals von Justizmord?

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#42 von horstR , 21.09.2013 10:24

Ist Ihnen entgangen welche Wurzeln die Grünen haben? Die Typen haben doch durch einen Parteieintritt weder Gesinnung, Charakter oder ihre Ansichten geändert.

Und - was soll eigentlich diese scheinheilige Fragerei?


MfG

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#43 von kurt02 , 21.09.2013 11:26

Mir entgeht normalerweise nichts. Wenn jemand beim Tod von Bartsch "Justizmord!" geschrieen hätte und anschließend einen Partei gegründet hätte, wüsste ich das.

Also: Wer schrie "Justizmord"?

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#44 von Adsche , 21.09.2013 11:28

Naja,

Zitat von horstR im Beitrag #42
Ist Ihnen entgangen welche Wurzeln die Grünen haben? Die Typen haben doch durch einen Parteieintritt weder Gesinnung, Charakter oder ihre Ansichten geändert.



Volker Beck jedenfalls wohl nicht..


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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#45 von Willik , 21.09.2013 18:31

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#46 von kurt02 , 21.09.2013 18:52

Ja. Wieso haben Sie damals geschwiegen?

Das, was Sie heute so entrüstet bekotzen, passierte damals ja nicht im luftleeren Raum oder in verrauchten Bahnhofskinos, sondern in gedruckten und breit gestreuten Publikationen und offensichtlich auch im Fernsehen vor, was anzunehmen ist, einem Millionenpublikum.

Was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen? Sie haben Jahrzehnte geschwiegen, und deswegen nehme ich Ihnen Ihre geheuchelte Entrüstung nicht ab.


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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#47 von kjschroeder , 21.09.2013 20:12

Zitat
Ja. Wieso haben Sie damals geschwiegen?



Wie kommen Sie darauf, willik hätte damals geschwiegen?

Zitat
sondern in gedruckten und breit gestreuten Publikationen und offensichtlich auch im Fernsehen vor, was anzunehmen ist, einem Millionenpublikum.



Der "Pflasterstrand" und andere Links- und Linksextremistenblättchen wären "weit gestreute Publikationen" gewesen? Eine interessante Wahrnehmung.

Zitat
und offensichtlich auch im Fernsehen vor, was anzunehmen ist, einem Millionenpublikum.


willik hat auf eine TV-Sendung in FRANKREICH verlinkt. Sie kennen den Unterschied zwischen deutschen und französischen TV-Anstalten? Die einen senden auf deutsch, die anderen auf französisch. Die einen sieht man hier, und die anderen - damals jedenfalls - nicht hier, sondern in Frankreich.

Was Sie hier auf durchsichtige und m.E. auch ziemlich schäbige Weise betreiben, ist der asbach-uralt lange Bart der "tu quoque"-Agitation.

Würde Ihnen wirklich etwas an dem Thema liegen, würden Sie sich z.B. mit der Frage beschäftigen, wie es sein kann, daß eine Partei, die von anderen so viel Moral einfordert, sich selbst derart unmoralisch verhält. Auch jetzt noch.

Oder wie es sein kann, daß diese Partei - mit heruntergelassenen Hosen erwischt - schlußendlich genauso reagiert wie die von ihr häufig Kritisierten: Immer nur so viel zugeben, wie man gerade zugeben muß und sich ansonsten Persilscheine ausstellen.

Wie es sein kann, daß die Medien über diese Dinge seinerzeit nicht bzw. kaum berichteten, wie auch Sie sehr gut wissen (sollten).

Da ist Ihr gekünstelter Aufreger, ob willik's Empörung nun echt oder sei, völlig irrelevant.


Gruß
Klaus

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#48 von kurt02 , 21.09.2013 20:45

1. Niemand hat sich aufgeregt. Er wäre der einzige gewesen.

2. Dann waren die Wahlprogramme, aus denen jetzt zitiert wird, also geheim? Wir reden hier von Wahlprogrammen, die darauf ausgelegt sind, möglichst breit gestreut zu werden.

3. Daniel Cohn-Bendit war auch in Deutschland aktiv. Es war nie geheim. Es macht keinen Unterschied, dass er hier zufällig im französischen Fernsehen aufgetreten ist.

Sie sehen, ich halte diesen ganzen Stil für heuchlerisch.

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#49 von horstR , 21.09.2013 21:55

3. Daniel Cohn-Bendit war auch in Deutschland aktiv. Es war nie geheim. Es macht keinen Unterschied, dass er hier zufällig im französischen Fernsehen aufgetreten ist
Zitatende

Sie täuschen Sich, DCB war in FfM höchst politisch u in der Studentenbewegung aktiv. Uns Jüngere haben sie niedergebrüllt un d falls das nicht half, gab's was auf die Fresse. Ich war dabei!

Cohn - Bendit hat sich nach dem Karrymord (Der war Jude wie der rote Dany) nach Frankreich abgesetzt und wurde dort politisch aktiv, der Kontakt zu Fischer, König und Klinke ist nie abgerissen. Außerdem war relativ häufik in Talkshows der ÖR zu "genießen".

Wie Giovanni de Lorenzi (Die Zeit) gestern unwidersprochen sind die politischen Jounalisten fast ausnahmslos grün. Kurt, ich habe Sie objektiver eingeschätzt!


MfG

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RE: "Wieso blieb der Aufschrei damals aus?"

#50 von kurt02 , 21.09.2013 22:11

Zitat von horstR im Beitrag #49
....Kurt, ich habe Sie objektiver eingeschätzt!


Meine Kritik richtet sich gegen den Stil der Entrüstung. Und die ist in meinen Augen scheinheilig. Wer all die Jahre schwieg, soll jetzt auch die Fresse halten; finden Sie nicht auch?

1977 besuchte ein gewisser Franz Josef Strauß die Colonia Dignidad, und zwar in wohlwollender Absicht. Was dort mit Jungs passierte, wissen wir heute, und wer wollte, wusste es schon damals. Der Unterschied? Cohn-Bendit hat sich nie an Kindern vergangen, in der Colonia Dignidad waren solche Taten an der Tagesordnung.

Wir werden auch darüber reden müssen.


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