Klima-Erziehung nach Behördenart

#1 von kjschroeder , 20.05.2013 17:52

Nun beginnen auch Behörden zu agitieren und die Arbeit der Politiik zu übernehmen. Es wird immer doller hier.

Gruß
Klaus

PS.: Zum Weblog-Eintrag -> http://kjschroeder.wordpress.com/2013/05...ch-behordenart/

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#2 von kurt02 , 20.05.2013 18:18

Richtig! Es ist eine Bevormundung, dass Einstein in Schulbüchern gelehrt wird, obwohl seine Theorien nicht unumstritten sind! Oder Kopernikus, ohne dass die Hohlwelttheoretiker angemessen berücksichtigt werden! Von der Unterdrückung der Hörbigerschen Welteislehre, des Kreationismus etc. gar nicht zu reden! Bevormundung!!

Im Ernst - wie dick soll denn eine Broschüre sein?

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#3 von kjschroeder , 20.05.2013 18:42

Es ist nicht gesetzlicher Auftrag einer Behörde zu agitieren und auszugrenzen. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Gruiß
Klaus

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#4 von kurt02 , 20.05.2013 18:44

Ausgegrenzt wird gar nichts, es wird nur nicht jede existierende Meinung berücksichtigt, auch wenn sie in erster Linie politisch motiviert ist.

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#5 von kjschroeder , 20.05.2013 18:48

Zitat
Ausgegrenzt wird gar nichts, es wird nur nicht jede existierende Meinung berücksichtigt, auch wenn sie in erster Linie politisch motiviert ist.


Selbstverständlich ist es eine Ausgrenzung, sonst würden die Namen dort nicht stehen.

Gruß
Klaus

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#6 von JoG , 20.05.2013 21:49

Ein Kern des Problems ist wohl, dass das Schulsystem in der öffentlichen Hand liegt.
So scheint es ganz natürlich, dass Ministerien oder nachgelagerte Behörden lebensbegleitend die Menschen weiterbilden. Dass Regierende dann zum Besten der Menschen und zum Wohle des Volks verhindern müssen, dass sie Falsches lernen und denken ist wichtig, denn wo kämen wir sonst hin!

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#7 von kjschroeder , 20.05.2013 22:26

Zitat
Ein Kern des Problems ist wohl, dass das Schulsystem in der öffentlichen Hand liegt.


Ein Teil des Problems ist es mit Sicherheit, weil die kids dort reingedröhnt kriegen, was die abgedrehten Alten vor sich hin fabuliert hatten und haben. Hier ist ein schönes Beispiel, das mit Sicherheit als "Lehrmaterial" aufgenommen werden wird: -> http://meltdown-das-spiel.de/

Die Hauptursache für die Fehlentwickluing scheint mir aber woanders zu liegen: Eigentlich im Versagen der Kirchen, von denen sich in den westlichen Demokratien die Menschen abwenden. Der Säkularismus aber vermag die Lücke nicht zu füllen. Denn der Mensch braucht etwas, woran er glauben kann. Etwas, das seinem Leben einen Sinn gibt. Erfüllung.

Klimawandel und der Kampf dagegen bietet all das: Es gibt bei diesen Leuten in deren gedanklichen Gebäuden ein Paradies (bevor der Mensch existierte), es gibt die Versuchung (Fortschritt, Aufklärung), es gibt die Vertreibung aus dem Paradies (die heutigen Horror-Szenarien) - und natürlich gibt es Läuterung und Heilung (alles reglementieren und zurückdrehen). In dieser Todeskultur tritt der Mensch nicht als schöpferischer Gestalter auf, sondern als Störenfried.

Und DIESE nihilistische Fehlentwicklung wird uns, so fürchte ich, noch lange zu schaffen machen.

Gruß
Klaus


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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#8 von kurt02 , 20.05.2013 23:03

Zitat von kjschroeder im Beitrag #7
[quote]

.... Und der Mensch braucht etwas, woran er glauben kann. Etwas, das seinem Leben einen Sinn gibt. Erfüllung.

Klimawandel und der Kampf dagegen bietet all das: ....

Gruß
Klaus



Keine dummen Gedanken, die Sie da formulieren. In religösen Gesellschaften spielt die Klimadiskussion keine Rolle. Die Gegenposition der selbst ernannten "Klimaskeptiker" ist allerdings mindestens (!!) genauso religiös, aber längst nicht naturwissenschaftlich abgesichert wie die gängigen Positionen.

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#9 von huhngesicht , 20.05.2013 23:15

Die Hauptursache für die Fehlentwickluing scheint mir aber woanders zu liegen: Eigentlich im Versagen der Kirchen, von denen sich in den westlichen Demokratien die Menschen abwenden. Der Säkularismus aber vermag die Lücke nicht zu füllen. Und der Mensch braucht etwas, woran er glauben kann. Etwas, das seinem Leben einen Sinn gibt. Erfüllung.

Klimawandel und der Kampf dagegen bietet all das: Es gibt bei diesen Leuten in deren gedanklichen Gebäuden ein Paradies (bevor der Mensch existierte), es gibt die Versuchung (Fortschritt, Aufklärung), es gibt die Vertreibung aus dem Paradies (die heutigen Horror-Szenarien) - und natürlich gibt es Läuterung und Heilung (alles reglementieren und zurückdrehen). In dieser Todeskultur tritt der Mensch nicht als schöpfender Gestalter auf, sondern als Störenfried.

###
Das ist koestlich ;-), haben sie sich das selbst ausgedacht? Total abstrus an den Haaren herbeigezogen, aber aus humoristischer Perspektive sind die Vergleiche genial. Ich gehe mal davon aus, dass sie das ernst meinen. Und da frage ich mich, woher diese Neooekophobie kommt. Bis ich hier las, war mir das unbekannt. Ich kannte bisher nur die klassische Ablehnung, die in der Regel mit dem Alter korreliert (mein Vater haelt auch alles Okeohafte fuer Quatsch), aber gerade hier spielt ja sowas wie "Naturglaube" eine Rolle. Neben dem Komplexitaetsproblem gibt es natuerlich den Oekowahn (oeko gleich geil, auch wenn das nachweislich Unsinn ist) und den Oekomissbrauch (gib mir Kohle fuer meine Photovoltaik, sonst geht die Welt unter) und natuerlich die besonders deutsche Lust, alles und jedes in eine voellig ueberzogene Katastrophe reinzureden (wir erinnern uns an BSE, Ozonschicht, Waldsterben usw). Aber das allein kann doch nicht ausreichen, das Schluessigkeitsprinzip des oekologsichen Grundgedankens infrage zu stellen.
Was ist besser:
1. Der verschwenderische Verbrauch fossiler Brennstoffe?
2. Das Bewahren fossiler Brennstoffe?

1. Das anthropogene Anreichern der Atmosphaere mit Feststoffpartikeln oder Gasen?
2. Das Vermeiden anthropogener Einfluesse auf die Atmosphaere?

1. verunreinigte Fluesse, in denen Leben von Fischen nicht moeglich ist?
2. sauberes Flusswasser, welches Leben zulaesst?

1. Meine Jacke ist nass. Ich zuende ein Feuer an und trockne sie in Rauch und Abwaerme?
2. Ich lege sie zum Trocknen in die Sonne (Nutzung erneuerbarer Energie)
Ist das nicht allles voellig klar? Was braucht es da eine Oekophobie?

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#10 von JoG , 20.05.2013 23:28

Wie wir aber zunehmend sehen, ist die Position der Glaubensgemeinschaft der Klimaretter auch nur in der Sprache der Wissenschaft formuliert worden ohne den gesicherten Inhalt zu haben, den die Sprache vortäuschte.

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#11 von huhngesicht , 20.05.2013 23:46

Wie wir aber zunehmend sehen, ist die Position der Glaubensgemeinschaft der Klimaretter auch nur in der Sprache der Wissenschaft formuliert worden ohne den gesicherten Inhalt zu haben, den die Sprache vortäuschte.

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Aufgrund der Komplexitaet der Thematik, ist es moeglich, allen Seiten unzureichende wissenschaftliche Fundiertheit und "Glauben" vorzuwerfen. Machen wir das und entscheiden im Zweifel.
Und wie entscheidet das vernunftbegabte Individuum in so einem Fall? Wird es zB CO2- Ausstoss wenn moeglich reduzieren, um nicht notwendige Risiken zu vermeiden oder wird es braesig gleichgueltig CO2-Anreicherung in der Atmosphaere forcieren?
Welche Antwort gibt die Vernunft?

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#12 von JoG , 21.05.2013 09:19

Zitat von huhngesicht im Beitrag #11
Wie wir aber zunehmend sehen, ist die Position der Glaubensgemeinschaft der Klimaretter auch nur in der Sprache der Wissenschaft formuliert worden ohne den gesicherten Inhalt zu haben, den die Sprache vortäuschte.

###
Aufgrund der Komplexitaet der Thematik, ist es moeglich, allen Seiten unzureichende wissenschaftliche Fundiertheit und "Glauben" vorzuwerfen. Machen wir das und entscheiden im Zweifel.
Und wie entscheidet das vernunftbegabte Individuum in so einem Fall? Wird es zB CO2- Ausstoss wenn moeglich reduzieren, um nicht notwendige Risiken zu vermeiden oder wird es braesig gleichgueltig CO2-Anreicherung in der Atmosphaere forcieren?
Welche Antwort gibt die Vernunft?

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Wie das "vernunftbegabte Individuum" "in so einem Fall" entscheiden wird?
Nun, das kommt darauf an, was Sie meinen mit "so einem Fall" und wie "das vernunftbegabte Wesen" betroffen ist.

Sollte "in so einem Fall" heißen, dass wir eine gewisse Wahrscheinlichkeit erkannt haben, dass nach geraumer Zeit, sagen wir Hundert Jahre, ein gradueller Prozess Änderungen herbeiführen könnte, die es unseren Nachkommen schwer machen könnten?
Wenn unser Individuum nicht erhebliche eigene Interessen hat, wie bspw bei einer bis hin zu extremistisch indoktrinierten Bevölkerung eine Wahl gewinnen zu müssen, wird er gemäßigt vorgehen und effiziente Instrumente einrichten. Er wird Änderungen, die mit großen Risiken verbunden sind oder Gelder in einem Maße aufbrauchen, dass Tausende sterben, vermeiden. Er wird vermutlich nicht die gesamte Gesellschaft umzustellen versuchen.

Wenn er diesen Weg eingegangen ist, und feststellt, dass das bis dahin als unerreichbar geltende die Ziel (2% Erwärmungszunahme) erreicht werden wird, auch wenn er nichts weiter tut? Dann wird er vermutlich den Wissenschaftlern einen Vogel zeigen und sein Geld gegen MRSA einsetzen und ein paar reale Leben im Hier und Jetzt retten.


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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#13 von JoG , 21.05.2013 10:03

"""1. Der verschwenderische Verbrauch fossiler Brennstoffe?
2. Das Bewahren fossiler Brennstoffe?

1. Das anthropogene Anreichern der Atmosphaere mit Feststoffpartikeln oder Gasen?
2. Das Vermeiden anthropogener Einfluesse auf die Atmosphaere?

1. verunreinigte Fluesse, in denen Leben von Fischen nicht moeglich ist?
2. sauberes Flusswasser, welches Leben zulaesst?

1. Meine Jacke ist nass. Ich zuende ein Feuer an und trockne sie in Rauch und Abwaerme?
2. Ich lege sie zum Trocknen in die Sonne (Nutzung erneuerbarer Energie)
Ist das nicht allles voellig klar? Was braucht es da eine Oekophobie?"""

Ich denke, in allen diesen Fällen käme es auf die Rahmenbedingungen an, die Sie leider nicht beschreiben. Die Fragen so zu stellen ist der rhetorische Versuch trotz illegitimer Vereinfachung eine alternative Meinung tot zu machen.

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#14 von huhngesicht , 21.05.2013 11:23

Sollte "in so einem Fall" heißen, dass wir eine gewisse Wahrscheinlichkeit erkannt haben, dass nach geraumer Zeit, sagen wir Hundert Jahre, ein gradueller Prozess Änderungen herbeiführen könnte, die es unseren Nachkommen schwer machen könnten?

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Um das Thema nicht unnoetig zu verkomplizieren, ja.
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Wenn unser Individuum nicht erhebliche eigene Interessen hat, wie bspw bei einer bis hin zu extremistisch indoktrinierten Bevölkerung eine Wahl gewinnen zu müssen, wird er gemäßigt vorgehen und effiziente Instrumente einrichten. Er wird Änderungen, die mit großen Risiken verbunden sind oder Gelder in einem Maße aufbrauchen, dass Tausende sterben, vermeiden. Er wird vermutlich nicht die gesamte Gesellschaft umzustellen versuchen.

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Wobei meine Frage gar nicht so weit ging. Ich fragte nicht, ob es eine radikale Energiewende braucht sondern erstmal nur, ob es eher sinnvoll ist, CO2 zu produzieren oder zu versuchen, dies zu vermeiden. Das ist alles. Und zur Energiewende. Hier wird nur wieder typisch deutsch eine langfristig angelegte Bagatellgeschichte aufgeblaeht, als plane man eine Revolution. Und das machen die Gegner genauso wie die Befuerworter. Wir "goennen" uns diese Wende nur, weil wir uns das leisten koennen.
###

Wenn er diesen Weg eingegangen ist, und feststellt, dass das bis dahin als unerreichbar geltende die Ziel (2% Erwärmungszunahme) erreicht werden wird, auch wenn er nichts weiter tut? Dann wird er vermutlich den Wissenschaftlern einen Vogel zeigen und sein Geld gegen MRSA einsetzen und ein paar reale Leben im Hier und Jetzt retten.

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Sie wiederholen diesen unsinnigen Vergleich nun schon wieder. MRSA, Prophylaxe, Hygiene, Forschung usw haben nichts mit dem Thema Energiewende zutun. Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass da ein Politiker mit seinem Geldbeutel sitzt und abwaegt, ob er seine Euro lieber in die Forschung von MRSA oder die Subventionierung von Photovoltaik steckt. ;-)


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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#15 von huhngesicht , 21.05.2013 11:33

"""1. Der verschwenderische Verbrauch fossiler Brennstoffe?
2. Das Bewahren fossiler Brennstoffe?

1. Das anthropogene Anreichern der Atmosphaere mit Feststoffpartikeln oder Gasen?
2. Das Vermeiden anthropogener Einfluesse auf die Atmosphaere?

1. verunreinigte Fluesse, in denen Leben von Fischen nicht moeglich ist?
2. sauberes Flusswasser, welches Leben zulaesst?

1. Meine Jacke ist nass. Ich zuende ein Feuer an und trockne sie in Rauch und Abwaerme?
2. Ich lege sie zum Trocknen in die Sonne (Nutzung erneuerbarer Energie)
Ist das nicht allles voellig klar? Was braucht es da eine Oekophobie?"""

Ich denke, in allen diesen Fällen käme es auf die Rahmenbedingungen an, die Sie leider nicht beschreiben. Die Fragen so zu stellen ist der rhetorische Versuch trotz illegitimer Vereinfachung eine alternative Meinung tot zu machen.

###
Aber nein, ich versuche zu erklaeren, warum gerade das Gegenteil (die reflexartige Reaktion alles abzulehnen, nur weil es das Siegel "Oeko" zu tragen scheint) so wenig nachvollziehbar und unsinnig ist. Das Prinzip ist vernuenftig und begruessenswert und nicht linksgruen-ideologisch (so wird es aber dargestellt. Ich las hier im Forum schon, man solle kein Wasser sparen u.ae. Aus ideologischen Gruennden die Umwelt mutwillig zerstoeren zu wollen, geht meiner Ansicht nach etwas weit.), waehrend man im konkreten Fall mit konkreten Rahmenbedingungen diskutieren muss, was richtig ist. Ich zB bin fuer die friedliche Nutzung der Atomenergie, reagiere deshalb aber nicht auf ein Windrad wie ein Vampir auf ein Kruzifix.

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#16 von JoG , 21.05.2013 12:21

Zunächst muss man sich vergegenwärtigen, dass "Oeko" keine homogene Sache ist. Es beinhaltet zwei Kategorien aus der VWL, die vorsichtig zu trennen sind, weil die eine Konsum und die andere Produktion ist. Das heißt, dass man bei unvorsichtiger Benutzung mit dem Begriff auf beiden Seiten der Gesamtrechnung ist und kaum Hoffnung haben kann ein rationales Ergebnis zu bekommen. Was man bekam, ist ein Durcheinander der Ziele und Politikmaßnahmen, die sehr hohe Kosten verursacht, die in vielen Fällen in dem Sinne unnötig sogar sind, als man ähnliche Resultate viel effizienter bekommen würde.

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#17 von huhngesicht , 21.05.2013 12:45

Zunächst muss man sich vergegenwärtigen, dass "Oeko" keine homogene Sache ist. Es beinhaltet zwei Kategorien aus der VWL, die vorsichtig zu trennen sind, weil die eine Konsum und die andere Produktion ist. Das heißt, dass man bei unvorsichtiger Benutzung mit dem Begriff auf beiden Seiten der Gesamtrechnung ist und kaum Hoffnung haben kann ein rationales Ergebnis zu bekommen. Was man bekam, ist ein Durcheinander der Ziele und Politikmaßnahmen, die sehr hohe Kosten verursacht, die in vielen Fällen in dem Sinne unnötig sogar sind, als man ähnliche Resultate viel effizienter bekommen würde.

###
Ich habe doch gerade betont, dass man es differenziert betrachten muss. Und "Oeko" beinhaltet noch erheblich mehr als nur zwei Kategorien aus der VWL.
Es ging erstmal nur um das Prinzip und prinzipiell ist der oekologische Gedanke ein guter und kein schlechter. Und um dieses Prinzip ging es, weil manche hier reflexartig oeko = linksgruen = schlecht nennen, ohne zu differenzieren. Da ist so aehnlich, als wuerde man Naechstenliebe schlecht nennen. Man kann im Namen der Naechstenliebe viel schlechtes tun, sie missbrauchen usw, deshalb lehnt man einen grundsaetlich guten Ansatz nicht reflexartig ab.

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#18 von JoG , 21.05.2013 13:17

Ich weiß nicht. Solche Begriffe wie "Nächstenliebe", "Öko", "Menschenrecht" usw und da gibt es viele, mag ich nicht sehr, weil sie dazu tendieren die Grundlagen zu vernebeln. Dieses Vernebeln führt dann oft oder meist zu schlechten Resultaten, die oft sogar das Gegenteil dessen erreichen, was als Vorgabe angeführt wird.

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#19 von huhngesicht , 21.05.2013 14:02

Ich weiß nicht. Solche Begriffe wie "Nächstenliebe", "Öko", "Menschenrecht" usw und da gibt es viele, mag ich nicht sehr, weil sie dazu tendieren die Grundlagen zu vernebeln. Dieses Vernebeln führt dann oft oder meist zu schlechten Resultaten, die oft sogar das Gegenteil dessen erreichen, was als Vorgabe angeführt wird.

###
Wir stimmen hier voellig ueberein. Wozu braucht es eine schwuesltige missinterpretierbare wohlklingende Ueberschrift, wenn man konkret in der Sache etwas zu sagen hat?
Das war ja genau mein Kritikpunkt. Viele Sachpunkte werden einfach verworfen, weil sie den Titel linksgruen bekommen. Gibt es irgendein "Gesetz", dass man je nach Kontext nicht ausgewogen sowohl Atomkraft als auch Windraeder schaetzen kann? Muss ein Linker gegen Gentechnik sein? Muss ein FDPler Legebatterien fuer Huehner gut finden? Muss ein Rechter kontrollierte Zuwanderung ablehnen, ein Problem mit Tuerken haben und auf die klassische heterosexuelle Ehe als einziges Familienkonzept stehen? Muss man ideologische Pakete leben oder darf man selbst je nach Sachverhalt neu denken und bewerten?

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#20 von kjschroeder , 21.05.2013 21:15

Zitat
In religösen Gesellschaften spielt die Klimadiskussion keine Rolle.


Das kann ich nicht beurteilen. Ich kenne nur zwei Kirchengemeinden und bin nicht so vermessen, daraus eine pars-pro-toto-Argumentation herzustellen. WAS ich weiß, ist, daß die Kirchen leerer geworden sind und daß die Leere proportional zur Politisierung der Kirchen zuzunehmen scheint.

Zitat
Die Gegenposition der selbst ernannten "Klimaskeptiker" ist allerdings mindestens (!!) genauso religiös, aber längst nicht naturwissenschaftlich abgesichert wie die gängigen Positionen.


Das müssen diese grundsätzlich auch nicht, weil nicht die "Skeptiker", sondern die Alarmisten mit waghalsigen Behauptungen Untergangs-Szenarien in die Welt gesetzt haben. Und was ich behaupte, muß ich begründen können. So läuft es nunmal in der Welt. Die Alarmisten haben es nicht oder nur sehr mangelhaft belegen können, wie sich gezeigt hat - und deswegen gab es ja auch das ganze Ausgrenzungs-Theater von Seiten der Alarmisten in der Hoffnung, daß keine kritischen Fragen gestellt würden.

Der Versuch ging daneben und er zeigte: Nicht jeder Nackte ist ein Kaiser - sondern manchmal auch ein Mitglied des IPCC.

Aber davon abgesehen , ist das hier nicht das eigentliche Thema, sondern: Mit welchem Recht pupt hier eine Behörde politisch herum?

Gruß
Klaus

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#21 von kjschroeder , 21.05.2013 21:22

Was mir auffällt, ist, daß Sie Ihrem Gesprächspartner Positionen unterschieben, die dieser n icht geschrieben hat.

So schreiben Sie z.B. "Ich fragte nicht, ob es eine radikale Energiewende braucht" und insinuieren damit, daß joG so etwas irgendwo erwähnt hätte. joG aber schrieb: "... wird er gemäßigt vorgehen ... Er wird Änderungen, die mit großen Risiken verbunden sind ... vermeiden.

Wie kommen Sie vor diesem Hintergrund zu der Behauptung, er habe eine "radikale Energiewende" in irgendeiner Form erwähnt? Halten Sie diesen Diskussionsstil für produktiv?

Zitat
ob es eher sinnvoll ist, CO2 zu produzieren oder zu versuchen, dies zu vermeiden.


Klar kann man das fragen. Man kann auch fragen, ob es sinnvoll ist einmal mehr oder einmal weniger Lidschatten aufzulegen. Man kann auch fragen, ob das nicht eigentlich egal ist. Wie wär's damit?

Zitat
Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass da ein Politiker mit seinem Geldbeutel sitzt und abwaegt, ob er seine Euro lieber in die Forschung von MRSA oder die Subventionierung von Photovoltaik steckt. ;-)


Sie glauben doch nicht im Ernst, daß die Budgetzuweisungen der Einzelhaushalte in einem Parlament vom Himmel fallen, oder?

Gruß
Klaus

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#22 von kjschroeder , 21.05.2013 21:24

Zitat
Gibt es irgendein "Gesetz", dass man je nach Kontext nicht ausgewogen sowohl Atomkraft als auch Windraeder schaetzen kann? Muss ein Linker gegen Gentechnik sein? Muss ein FDPler Legebatterien fuer Huehner gut finden? Muss ein Rechter kontrollierte Zuwanderung ablehnen, ein Problem mit Tuerken haben und auf die klassische heterosexuelle Ehe als einziges Familienkonzept stehen? Muss man ideologische Pakete leben oder darf man selbst je nach Sachverhalt neu denken und bewerten?



Da muß man sich dann entscheiden, ob man politische Inhalte oder deren taktische Ausbeutung diskutieren will.

Gruß
Klaus

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#23 von huhngesicht , 21.05.2013 21:53

Was mir auffällt, ist, daß Sie Ihrem Gesprächspartner Positionen unterschieben, die dieser n icht geschrieben hat.

###
Das tat ich nicht. Ich habe "mehr oder weniger CO2-Austoss" "... wird er gemäßigt vorgehen ... Er wird Änderungen, die mit großen Risiken verbunden sind ... vermeiden." gegenuebergestellt. Dafuer waere die radikale Energiewende eigentlich das Einzige, was momentan praktisch umgesetzt werden soll. Es ist ein Beispiel und kein Unterschieben einer Position. Unter "... wird er gemäßigt vorgehen ... Er wird Änderungen, die mit großen Risiken verbunden sind ... vermeiden." koennte man auch anderes und mehr verstehen. Es ist so allgemein, dass es nach Spekaulation verlangt und meine war wohlwollend und naheliegend und nicht unterschiebend. Wo lesen sie sowas immer raus?
###

So schreiben Sie z.B. "Ich fragte nicht, ob es eine radikale Energiewende braucht" und insinuieren damit, daß joG so etwas irgendwo erwähnt hätte. joG aber schrieb: "... wird er gemäßigt vorgehen ... Er wird Änderungen, die mit großen Risiken verbunden sind ... vermeiden.

Wie kommen Sie vor diesem Hintergrund zu der Behauptung, er habe eine "radikale Energiewende" in irgendeiner Form erwähnt? Halten Sie diesen Diskussionsstil für produktiv?

###
Ja. Ich habe ein realpolitisches Beispiel aufgegriffen, welches man im Kontext naheliegend kritisieren kann (die Energiewende). Wenn ihnen oder JoG etwas anderes oder ein besseres Beispiel vorschwebte, wuerde ich empfehlen, das zu benennen anstatt sich mit vagem "... wird er gemäßigt vorgehen ... Er wird Änderungen, die mit großen Risiken verbunden sind ... vermeiden." zu bescheiden.
###

Zitatob es eher sinnvoll ist, CO2 zu produzieren oder zu versuchen, dies zu vermeiden.


Klar kann man das fragen. Man kann auch fragen, ob es sinnvoll ist einmal mehr oder einmal weniger Lidschatten aufzulegen. Man kann auch fragen, ob das nicht eigentlich egal ist. Wie wär's damit?

###
Das ist aber der Schluesselaspekt. Wirklich entscheidend. Man kann zB mit seinen Kinderrn in einer vollgequalmten Kneipe sitzen und sich fragen, ob der Qualm nicht egal ist. Und wenn dann eins von 100 Kindern an Krebs stirbt, kann man sich fragen, ob das am Qualm lag oder nicht? Und solange man keinen unwiderlegbaren Beweis hat, kann man sich vollqualmen lassen. Man kann auch zB potentiell kanzerogene Substanzen in Fluesse leiten und gucken, was passiert. Man koennte sich fragen, ob das nicht egal ist, solange nicht alle Fische mit dem Bauch nach oben schwimmen. Das kann man machen. Und im Falle von CO2-Ausstoss ist das ganz genauso. Moeglicherweise ist es egal, wieviel man ausstoesst, moeglicherweise hat es gravierende Folgen. Wenn es ausreichend Hinweise auf gravierende Folgen gibt, setzt dann ein verantwortungsbewusster Mensch erstmal auf egal?
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ZitatSie glauben doch nicht ernsthaft, dass da ein Politiker mit seinem Geldbeutel sitzt und abwaegt, ob er seine Euro lieber in die Forschung von MRSA oder die Subventionierung von Photovoltaik steckt. ;-)

Sie glauben doch nicht im Ernst, daß die Budgetzuweisungen der Einzelhaushalte in einem Parlament vom Himmel fallen, oder?

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Darum ging es mit keinem Wort. Es ging um den pomlemisch suggerierten Unsinn, man wuerde MRSA besser erforschen usw, wenn man sein Geld nicht in erneuerbare Energien u.ae investieren muesste. Eigentlich verdient sowas "kein Kommentar".

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#24 von huhngesicht , 21.05.2013 21:59

Da muß man sich dann entscheiden, ob man politische Inhalte oder deren taktische Ausbeutung diskutieren will.

###
Ich verstehe diese Antwort auf meine Fragen nicht. Der politische Inhalt liegt meistens als Paket vor (wer gruen Windraeder liebt, muss AKWs hassen und anders herum) und was ist eine taktische Ausbeutung dessen?

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RE: Klima-Erziehung nach Behördenart

#25 von kjschroeder , 21.05.2013 22:59

Zitat
Der politische Inhalt liegt meistens als Paket vor (wer gruen Windraeder liebt, muss AKWs hassen und anders herum)


Er liegt natürlich nicht als Paket vor, sondern wird erst zu einem solchen gemacht. Darum geht es.

Gruß
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