1,3 Mrd Euro wissentlich versenkt - Euro Hawk wird nicht zugelassen

#1 von kjschroeder , 14.05.2013 06:34

So steht es heute in der FAZ -> http://www.faz.net/aktuell/politik/eine-...n-12181768.html

Und warum? "Die Deutsche Luftwaffe hat den Kauf des Flugzeugs mit großem Nachdruck betrieben, obwohl es nach Angaben von Fachleuten frühzeitig Hinweise gab, die auf Probleme bei der Zulassung des Flugzeugs hindeuteten. Bereits vor zehn Jahren sei in einer Präsentation darauf hingewiesen worden, dass der Euro Hawk nicht über ein System verfügt, das automatisch vor einer Kollision im Luftraum warnt und ein autonomes Ausweichmanöver ohne ein Eingreifen von der Bodenstation aus ermöglicht."

Den Amerikanern liegt der Schutz ihrer Bürger offenbar am Herzen: "... die Luftfahrtbehörden hatten den (Überführungs-) Flug über amerikanisches Territorium untersagt." Und dem deutschen Staat scheint er mehr oder weniger egal zu sein: "...In verschiedenen Stellungnahmen teilten die Bundesregierung und das Verteidigungsministerium mit, der Betrieb von unbemannten militärischen Flugsystemen werde nicht von zivilen, sondern von militärischen Luftfahrtbehörden genehmigt."

So versenkt Berlin Steuergelder.

Gruß
Klaus

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RE: 1,3 Mrd Euro wissentlich versenkt - Euro Hawk wird nicht zugelassen

#2 von JoG , 14.05.2013 19:52

Am besten man baut ein paar Flugzeugträger und startet immer vom Meer aus und guckt nur bei Feinden von Ferne rein.

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RE: 1,3 Mrd Euro wissentlich versenkt - Euro Hawk wird nicht zugelassen

#3 von kjschroeder , 21.05.2013 23:07

Hier gibt es einen Artikel, der endlich die wesentlichen Fragen stellt: -> http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar...Milliarden.html

Zitat:
Über drei Ministerwechsel hinweg planten Stäbe im Verteidigungsministerium diese Pleite herbei. Es ist vor allem die lange Vorgeschichte, die grundsätzliche Fragen aufwirft und Forderungen nach dem Rücktritt des Verteidigungsministers als wohlfeilen Reflex der Opposition im Wahlkampf erscheinen lässt. Denn ob am Ende ein Minister den Hut nehmen muss oder nicht, wird dem Steuerzahler herzlich wenig nützen.

Viel interessanter ist es doch, warum ein Bundesministerium über bald zehn Jahre hinweg Konzeption und Beschaffung eines Flugwaffensystems betreiben konnte, das offenbar zu keinem Zeitpunkt Chance auf Zulassung im europäischen Luftraum hatte. Und wie Derartiges in Zukunft verhindert werden kann.


Genau darum geht es. Um den Verfall der Verwaltungs- und Behördenkultur. Und es ist ja kein Einzelfall. In Berlin kriegen sie noch nicht mal mehr einen lächerlichen Flughafen gebacken, nennen sich aber großkotzig "Hauptstadt". Dasselbe in Stuttgart (S21I) und in Hamburg (Elb-Philharmonie).

Ich fürchte, auch hier ist die (Parteibuch)-Politik mit einem gerüttelt Maß an Schuld vertreten. Aber das wird es nicht allein sein.

Gruß
Klaus

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