Syrien: Erdogan heizt den Konflikt an

#1 von weihrauch , 12.05.2013 20:54

Die Türkei spielt mit dem Feuer und provoziert Syrien.
Es wurden bisher 8 Verdächtige verhaftet - alles türkische Staatsbürger.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß hinter diesem Anschlag Israel, die USA oder die Türkei selbst stecken könnte - als Grund für eine Intervention.
Die Türkei heißt den Konflikt an - Unterstützung der Rebellen - Forderung nach einer Flugverbotszone in Syrien und Aufruf zum Sturz von Assad.
Rußland sollte nicht tatenlos zusehen und im Gegenzug Assad militärisch unterstützen.

Für die deutschen Soldaten könnte es brenzlig werden. Sie werden von der bundesdeutschen Regierung leichtfertig verheizt.
Es gibt genug Türken in Deutschland, die ihre Solidarität mit ihrem Heimatland unter Beweis stellen könnten und an der Grenze zu Syrien aufgestellt werden sollten.

http://diepresse.com/home/politik/aussen...e.intern.portal

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RE: Syrien: Erdogan heizt den Konflikt an

#2 von JoG , 13.05.2013 08:44

Ich glaube, Ihr Verständnis führt weiter, wenn Sie den Verlauf anders betrachten. Es ist schon richtig, dass wir einen Prozess der Eskalation beobachten, wie er zwischen Staaten oft abläuft und manchmal zum Krieg führt. Das ist in sich sehr interessant, zumal das häufiger werden wird, wenn wir zulassen, dass die Weltordnung zum Multipol verkommen lassen.

Aber es ist nicht, glaube ich, die Suche nach einem Kriegsgrund. Zumindest die Amerikaner brauchen keinen Grund. Es gibt genügend Gründe, um einen Einsatz zu rechtfertigen. Zwar müssten die Türken die NATO überzeugen, wenn sie Syrien nicht alleine befrieden wollen. Aber eine solche Explosion ist zu wenig zwingend, wenn Massenmord den NATO nicht genügt. Da ist der Beweis eines Angriffs zu intransparent nachweisbar.

Kommen weitere inzidenzen der Gewalt Syriens gegen Türkei allerdings hinzu, ein Einfall des Militärs bspw gegen die syrischen oppositionellen, könnte sich eine Situation eintreten, die man selbst in Berlin ....

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RE: Syrien: Erdogan heizt den Konflikt an

#3 von weihrauch , 13.05.2013 15:50

Da es sich bei den Terroristen um linksextreme Türken handelt, dürfte die Regierung wie ein angeschossenes Wild reagieren.
Hoffentlich nicht auf Kosten der Bundeswehr

http://www.blick.ch/news/ausland/linksex...-id2300674.html


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RE: Syrien: Erdogan heizt den Konflikt an

#4 von wüllerstorff , 13.05.2013 17:21

und die linken schieben die Schuld woanders hin....


http://de.rian.ru/politics/20130513/266104337.html

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Syrien: Erdogan?

#5 von JoG , 19.05.2013 08:32

Ich denke eigentlich nicht, dass die Türken hierfür verantwortlich sind:
http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-900717.html

Noch glaube ich, dass die Türken dafür verantwortlich sind, dass die Nachbarn, die UNO und die weitere Weltgemeinschaft zu feige und geizig waren um dort Sicherheit zu schaffen. Vielmehr hat der Türke vermutlich recht und beschämt damit auch die deutsche Position.

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RE: Syrien: Erdogan?

#6 von Marie , 19.05.2013 19:26

Erdogan muss jetzt aufpassen, daß ihm nicht noch der eigene Laden um die Ohren fliegt, zumal die Politik gegen Syrien sehr unbeliebt ist -> http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-...a-erdogan-obama
"Erdogans Syrien-Politik ist gescheitert /15.05.2013

Eine vernichtende Niederlage der MENSCHENFRESSER-Banden und sonstigen "Rebellen" - laut Assad aus 29 Herkunftsnationen! - zeichnet sich deutlich ab und damit auch deren Zurückfluten über die türkische Grenze.
Und dann: wohin mit denen ?

Auf die nächsten Wahlen in der Türkei darf man jedenfalls gespannt sein!

Gruß,
Marie

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RE: Syrien: Erdogan?

#7 von JoG , 19.05.2013 22:41

Das mit den Wahlen ist eine der Probleme einer Destabilisierung; wie in den PIIGS oder, wenn es dick kommt, in Deutschland. Aber Erdogan ist kaum der wirkliche Kern des Problems. Er ist zwar, wie man in Deutschland so sagt, ein lupenreiner Demokrat. Aber in diesen Schauspiel ist Assad der tragische Held, der die Kollateralschäden riskiert für Stabilität und Solidarität mit der Dynastie.

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RE: Syrien: Erdogan?

#8 von Marie , 21.05.2013 16:32

Zitat von JoG im Beitrag #7
Das mit den Wahlen ist eine der Probleme einer Destabilisierung; wie in den PIIGS oder, wenn es dick kommt, in Deutschland. Aber Erdogan ist kaum der wirkliche Kern des Problems. Er ist zwar, wie man in Deutschland so sagt, ein lupenreiner Demokrat. Aber in diesen Schauspiel ist Assad der tragische Held, der die Kollateralschäden riskiert für Stabilität und Solidarität mit der Dynastie.


Schon klar: der Assad hat nicht nur unsere Ami-Freunde raffiniert bestochen sein Land auf die schwarze Liste ("Achse des Bösen") zu setzen, sondern auch noch viele andere Regierungen, die deshalb Söldner bezahlen, ausrüsten und gen Syrien schicken - und alles nur, um seinen Familien-Clan mit Gewalt an der Macht halten zu können! ;-)

Die Türkei hat sich ohne Not in eine denkbar unerfreuliche Lage manövriert und Erdogan spielt dabei sehr wohl eine entscheidende Rolle:

-> http://www.berliner-zeitung.de/meinung/l...0,22777768.html
"Erdogans syrisches Abenteuer /15.05.2013

Eine gute Analyse, auch wenn ich die letzte Folgerung nicht teile: "Der Westen wäre gut beraten, der Türkei eine Perspektive zu bieten, die ihre Sicherheit garantiert und sie das Gesicht wahren lässt. Nach Lage der Dinge kann das nur bedeuten, offen mit Moskau darüber zu sprechen, was es kostet, Assad fallen zu lassen."
(Bitte selbst nachlesen!)

Denn: da ist nicht nur Moskaus Veto gewesen sondern auch Chinas - und China hat für die Türkei längerfristig die besseren Angebote, zumal das ausgedehnte Siedlungsgebiet der Turkvölker bis weit nach China (und Russland) hineinreicht und die Türkei dort eh gern vermittelnt aufgetreten ist. Mit der derzeitigen (Brandstifter-)Rolle gegenüber Syrien wäre diese Mittlerrolle auf den eurasischen Kontinent über lange Zeit verspielt und das nötige Vertrauen nachhaltig untergraben. Und die Neo-Osmanischen Traumschlösser direkt vor der Haustür enttarnen sich gerade als düstere Unwetterwolken.

Dazu kommen Berichte über weitere *Ungereimtheiten* -> http://www.berliner-zeitung.de/politik/s...8,22788970.html
"Lügen und Fehler türkischer Geheimdienste /17.05.2013


Und wie war das noch mit der neuen Einigung mir *den* Kurden ?
-> http://news.sky.com/story/1093053/syria-...attle-in-aleppo
"Syria: Kurdish Women Fighters Battle In Aleppo /20 May 2013
Kurdish female fighters are the hidden face of Syria's armed rebellion against Bashar al Assad's government forces in Aleppo ... "
und daraus: " ... The Kurdish fighters are growing. Some 4,000 new soldiers are apparently on their way ... "
(Bitte selbst nachlesen!)

Offenbar das hinterletzte Kanonenfutter-Aufgebot - man beachte auch die auffallend dürftige Ausrüstung!
In den syrischen Kurden-Gebieten hat dieser "Aufstand" bisher noch keinen Fuß auf den Boden kriegen können. Schwer vorstellbar daß es gelingen sollte die Kurden-Frage dauerhaft auf syrisches Gebiet auszulagern bzw. dort ausbluten zu lassen.

Gruß,
Marie

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RE: Syrien: Erdogan?

#9 von JoG , 21.05.2013 20:28

Ob die Berichte stimmen oder nicht, kann ich und kann wahrscheinlich keiner sagen. Die ganze Gegend liegt im Nebel des Krieges und solche Mutmaßungen sind kaum eine Orientierung.
Es führt kein weg daran vorbei. Es war absehbar, dass alle Nachbarn sehr stark belastet würden, Millionen fliehen würden müssen und 100.000 oder 200.000 sterben könnten, wenn die Bevölkerung nicht von außen nicht geschützt würde. Die UNO, NATO und arabische Liga haben vollkommen versagt und nun ist die Ernte da.

Wer nun von dieser Verantwortungslosigkeit ablenkt und auf seine Freunde mit den Finger zeigt sollte nachdenken, wo das eigentliche Problem liegt. Immerhin tötet die Familie Assad seit Jahrzehnten sein Untertanen in Massen. Und die verhinderungspolitik der Russen und Chinesen zu verteidigen oder auch nur Verständnis einzuräumen ist unintelligent.

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RE: Syrien: Erdogan?

#10 von horstR , 22.05.2013 18:10

Immerhin tötet die Familie Assad seit Jahrzehnten sein Untertanen in Massen.
Zitatsende

Woher haben Sie diese Erkenntnis?

Unter den Assads bestand Frieden mit Israel und ein Abschlachten einzelner Bevölkerungsgruppen wurde nicht bekannt! Abgesehen davon kennen Sie die aktuellen Todeszahlen? Und wie viele Flüchtlinge sind schon in der Türkei gestorben?


MfG

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RE: Syrien: Erdogan?

#11 von JoG , 22.05.2013 18:25

Schlagen Sie bspw in Wikipedia die Familie nach. Interessant ist immer wie man Demonstranten oder Proteste behandelte. Wenn Sie Artikel oder Bücher dazu lesen, erkennen Sie rasch eine gewisse Nähe zu Heydrich&Freunde. Oder lesen Sie nach über die Geheimdienst Aktivitäten, wenn Sie wissen wollen wie foltern wirklich geht. Nein, nein. Der Assad Clan rangiert ganz sicher unter den schlimmeren modernen Dynastien.

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RE: Syrien: Erdogan?

#12 von Marie , 23.05.2013 00:57

@horstR,
gemeint ist wohl was meist unter dem Stichwort "Hama-Massaker" läuft - dazu:

-> https://de.wikipedia.org/wiki/Syrien
" ... Ein Kennzeichen von Assads Politik war die Unterdrückung der islamistischen Opposition. Es kam unter anderem zu Terroranschlägen, die auf das Konto der Muslimbrüder gingen. Nach einem weiteren Anschlag in der Militärakademie 1979, dem 50 alawitische Kadetten zum Opfer fielen, ging die Regierung verschärft gegen die Muslimbrüder vor.

Zu einem folgenschweren Aufstand, wiederum von Muslimbrüdern initiiert, kam es im Februar 1982 in der mittelsyrischen Stadt Hama. Die Armee griff mit Panzern und Luftwaffe ein und es kam zu heftigen Kämpfen, in deren Verlauf große Teile der Altstadt zerstört wurden. Etwa 1000 Soldaten und zwischen 10.000 und 30.000 Zivilisten verloren ihr Leben. Der Niederschlagung des Aufstands, welcher als das Massaker von Hama bekannt wurde, folgte eine umfangreiche Verhaftungswelle, die der fundamentalistischen Opposition das Rückgrat brach. In der Folge war Assads Machtposition sehr stark und kaum gefährdet ... "

Hierbei gehören zu den "Zivilisten" sowohl die militanten Muslimbrüder als auch von ihnen ermordete Zivilisten/Familien.

-> https://en.wikipedia.org/wiki/Hama_massacre
" ... The town of Hama in particular was a "stronghold of landed conservatism and of the Muslim Brothers," and "had long been a redoubtable opponent of the Ba'athist state."[11] The first full-scale clash between the two occurred shortly after the 1963 coup, in which the Ba'ath party first gained power in Syria. In April 1964 riots broke out in Hama, where Muslim insurgents put up "roadblocks, stockpiled food and weapons, ransacked wine shops." After an Ismaili Ba'ath militia man was killed, riots intensified and rebels attacked "every vestige" of the Ba'ath party in Hama. Tanks were brought in to crush the rebellion and 70 members of the Muslim Brotherhood died, with many others wounded or captured, and still more disappearing underground.

After the clashes in Hama, the situation periodically erupted into clashes between the government and various Islamic sections. However a more serious challenge occurred after the Syrian invasion of Lebanon in 1976. From 1976 to 1982, Sunni Islamists fought the Ba'ath Party-controlled government of Syria in what has been called a "long campaign of terror".[13]

In 1979 the Brotherhood undertook guerrilla activities in multiple cities within the country targeting military officers and government officials. The resulting government repression included abusive tactics, torture, mass arrests, and a number of massacres. In July 1980, the ratification of Law No. 49 made membership in the Muslim Brotherhood a capital offense.[14]

Throughout the first years of the 1980s the Muslim Brotherhood and various other Islamist factions staged hit-and-run and bomb attacks against the government and its officials, including a nearly successful attempt to assassinate president Hafez al-Assad on 26 June 1980, during an official state reception for the president of Mali. When a machine-gun salvo missed him, al-Assad allegedly ran to kick a hand grenade aside, and his bodyguard (who survived and was later promoted to a much higher position) smothered the explosion of another one. Surviving with only light injuries, al-Assad's revenge was swift and merciless: only hours later a large number of imprisoned Islamists (reports more than 1200) were executed in their cells in Tadmor Prison (near Palmyra), by units loyal to the president's brother Rifaat al-Assad.

Attack by insurgents in Hama

The events of the Hama massacre began at 2 am on 3 February 1982. An army unit searching the old city "stumbled on the hideout of the local guerilla commander, `Umar Jawwad," (aka Abu Bakr) and were ambushed. Other insurgent cells were alerted by radio and "roof-top snipers killed perhaps a score" of Syrian soldiers. Reinforcements were rushed to besiege Abu Bakr who then "gave the order for a general uprising" in Hama.

Mosque loudspeakers used for the call to prayer called for jihad against the Ba'ath, and hundreds of Islamic insurgents rose to attack the homes of government officials and Baath Party leaders, overrun police posts and ransack armories. By daybreak of the morning of 3 February some 70 leading Ba'athists had been killed and the Islamist insurgents and other opposition activists proclaimed Hama a "liberated city", urging Syrians to rise up against the "infidel".[15] ... " usw.
(Bitte selbst nachlesen!)

Wie man sieht gibt es in Syrien eine gewisse staatliche Tradition derartiges Treiben rigoros zu bekämpfen.

Gruß,
Marie

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RE: Syrien: Erdogan?

#13 von horstR , 23.05.2013 09:21

Und danach waren 3o Jahre Ruhe u Frieden, da zählen die paar Toten seit einem Jahr wohl nicht..:-(((

Tito war ja auch so ein fürchterlicher Tyrann, was sind denn danach die paar Toten im Kosovo Krieg..:-(((

Und was Demokratie mit freiheitlicher Gesellschaft zu tun hat, erschließt sich mir Anbetracht der Entwicklung im Europa der Verbote und Gängelungen auch nicht so recht...


MfG

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RE: Syrien: Erdogan?

#14 von JoG , 23.05.2013 09:33

Zitat von horstR im Beitrag #13
Und danach waren 3o Jahre Ruhe u Frieden, da zählen die paar Toten seit einem Jahr wohl nicht..:-(((

Tito war ja auch so ein fürchterlicher Tyrann, was sind denn danach die paar Toten im Kosovo Krieg..:-(((

Und was Demokratie mit freiheitlicher Gesellschaft zu tun hat, erschließt sich mir Anbetracht der Entwicklung im Europa der Verbote und Gängelungen auch nicht so recht...


Zum Einen war natürlich nicht Ruhe in den 30 Jahren. Es wurde durchgehend sehr hart unterdrückt. Lediglich gab es nach der damaligen Erfahrung keine großen Ausbrüche von Unruhen. Wenn Sie die Bilder der doch laufenden Verstümmelungen nachsehen, sehen Sie wem die augenscheinliche Ruhe geschuldet war. Es stimmt allerdings, dass die öffentliche Sicherheit hoch war und die Menschen ihren Tätigkeiten nachgehen konnten, wo sie nicht mit den Regierenden, der Armee oder den Sicherheitskräften aneckten. Das war ja im Dritten Reich nicht anders. Die DDR war weicher.

Dass diese trügerische Ruhe 30 Jahre hielt, ist normal für Diktaturen. Gesellschaftliche Prozesse brauchen ihre Zeit und die Kraft des Unmuts staut sich meistens relativ langsam auf um oft unerwartet und aus scheinbar nichtigem Grund auszubrechen. So sind Diktaturen eine sehr stabile Sache aber mit periodischer Gewalt, Zerstörung und Massentod verbunden.

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RE: Syrien: Erdogan?

#15 von JoG , 23.05.2013 09:35

""Wie man sieht gibt es in Syrien eine gewisse staatliche Tradition derartiges Treiben rigoros zu bekämpfen.""

Das war schön gesagt.

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RE: Syrien: Erdogan?

#16 von horstR , 23.05.2013 10:38

Na toll, Sie befürworten also die freie Entfaltung der Moslembrüder!

Für mich ist so eine Einstellung einfach krank.


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Steckt Al-Kaida hinter Anschlägen von Reyhanlı?

#17 von Marie , 24.05.2013 00:23

Wenn davon auch nur die Hälfte stimmt, könnte es in der Türkei vielleicht doch bald Neuwahlen geben:

-> http://www.deutsch-tuerkische-nachrichte...n-von-reyhanli/
"Türkei in Wut: Steckt Al-Kaida hinter Anschlägen von Reyhanlı? / 22.05.13

Die Cyberaktivisten von RedHack haben Dokumente des Nachrichtendienstes der türkischen Gendarmerie veröffentlicht, die die radikal-islamistische al-Nusra Front als Drahtzieher der Bombenanschläge von Reyhanlı enttarnen sollen. Doch der türkische Außenminister Davutoğlu lehnt diese Behauptung ab ... "

Außerdem wird von Protesten gegen die Syrien-Politik der Regierung und Forderungen nach dem Rücktritt Erdogans berichtet.


Ähnlich -> http://www.jungewelt.de/2013/05-24/058.php

"Ankara läßt Terror zu /24.05.2013
Hackergruppe weist nach: Gruppe syrischer Aufständischer legte Bombe in Reyhanli. Türkischer Geheimdienst war über Anschlagsplanungen informiert ... "
(Bitte jeweils selbst nachlesen!)


In Syrien selbst werden die "Rebellen" wie es scheint massiv zurückgedrängt . vermutlich ist bald von umfangreicheren Absetzbewegungen zu lesen.

Gruß,
Marie

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RE: Steckt Al-Kaida hinter Anschlägen von Reyhanlı?

#18 von JoG , 24.05.2013 09:16

Anschläge dieser Art sind völlig konsistent mit al Kaidas Modus Operandi. Es würde mich und sollte wohl niemanden Überraschen, wenn eine ihr nahen Gruppe westliche Länder angreift. Da scheint mir die Reaktion der Türken etwas schräg und ein schlechtes Zeichen ihrer politischen Ordnung zu sein.

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Syrien

#19 von JoG , 30.05.2013 11:20

Wie sieht man die Lieferung der S-300 Abwehrraketen nach Syrien. Immerhin können die Syrer den israelischen Luftraum, wenn man ein wenig übertreibt zur "No-Fly-Zone" machen. Das ist eine Folge der Reaktion Assads auf die Demonstrationen, die strategische Bedeutung hat und, so wir wirklich Israel unterstützen, ein Risiko für uns bedeutet. Wollen wir zulassen einem Alliierten eine solche Gefahr entsteht, wie das nun wirklich ist? Es ist nun der Krieg bereits übergesprungen nach Lebanon und in stiller weise auf Jordanien und Türkei. Nun bedroht er Israel und damit einen Alliierten von dem deutsche Politiker sagen er wäre einem sehr nahe und wichtig und man ihm beistehen wolle.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/sy...ommentsBoxPager

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RE: Syrien

#20 von kjschroeder , 30.05.2013 11:57

Zitat
Immerhin können die Syrer den israelischen Luftraum, wenn man ein wenig übertreibt zur "No-Fly-Zone" machen.


Fast. Diese Raketen werden mit einer Reichweite von 150 km angegeben.

Wenn Sie sich jetzt mal Google Maps schnappen, werden Sie feststellen, daß diese Raketen maximal Jerusalem/Hebron erreichen könnten sowie das gesamte nordisraelische Gebiet bis zur Küste im Raum Haifa. Aber nicht Tel Aviv und alles,was südlich ist (Gaza, Rafa, etc.). Was m.E. bedeutet, daß alle israelischen Wirtschaftszentren mit Ausnahme Tel Aviv abgedeckt würden.

Ja, das ist schon ein ziemlicher Hammer, der weitere Gefahrenherde in sich birgt.

Aber weil hier in Deutschland ja lauter Freunde Israels leben - vor allem bei linksgrün (ich vermute, Sie erinnern sich noch an die fürsorglichen "Kaufempfehlungen" der Grünen), bin ich mir sicher, daß es bald zu einem #aufschrei kommt. ;-)

Gruß
Klaus


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Erreicht der Arabische Frühling jetzt auch die Türkei?

#21 von weihrauch , 31.05.2013 22:17

Infolge von anhaltenden Ausschreitungen im zentralen Stadtteil von Istanbul sind mehrere Personen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Mehr als 60 Menschen wurden festgenommen.
Die Proteste gegen Abholzungen im zentralen Park für den Bau von Einkaufs- und Unterhaltungszentren und Verkehrsanbindungen dauern bereits mehrere Tage an. An den Demonstrationen beteiligen sich Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Polizei setzt Tränengas ein, um die Demonstranten zu zerstreuen.
Geht es jetzt Erdogan an den Kragen?

http://derstandard.at/1369362219472/Poli...ltschuetzer-vor

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RE: Erreicht der Arabische Frühling jetzt auch die Türkei?

#22 von kjschroeder , 01.06.2013 01:05

Das ist eine zunehmend spannende Frage. Ich wollte soeben schreiben, daß ich nicht so recht dran glaube, weil es nur eine aufgelöste Demo von Umweltaktivisten ist.

Aber ich habe sicherheitshalber nochmal in Google nachgeschaut - und siehe da: es sind zehntausende, und die Proteste haben übergegriffen auf Ankara, Bodrum, Izmir und Konya.

Das kann spannend werden.

Gruß
Klaus

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RE: Erreicht der Arabische Frühling jetzt auch die Türkei?

#23 von JoG , 01.06.2013 01:13

Ja. Solche Demos können so oder ganz anders sich entwickeln. Syrien begann als Demo. Die Bilder aus Paris 1968 waren so wie in Istanbul und in Washington wurde damals ein Stadtviertel niedergebrannt von den Demonstranten. In Griechenland ist bisher nichts wirklich aus dem Molotowcocktails werdenden Demonstranten geworden als eben Demonstranten. Anders als in Kairo oder Tubus.
Man kann schlicht nicht abschätzen, was aus Demos wird.

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RE: Erreicht der Arabische Frühling jetzt auch die Türkei?

#24 von weihrauch , 01.06.2013 01:39

Zitat von JoG im Beitrag #23
Ja. Solche Demos können so oder ganz anders sich entwickeln. Syrien begann als Demo. Die Bilder aus Paris 1968 waren so wie in Istanbul und in Washington wurde damals ein Stadtviertel niedergebrannt von den Demonstranten. In Griechenland ist bisher nichts wirklich aus dem Molotowcocktails werdenden Demonstranten geworden als eben Demonstranten. Anders als in Kairo oder Tubus.
Man kann schlicht nicht abschätzen, was aus Demos wird.


Wenn Erdogan friedlich gestürzt wird, wäre das ein Segen.
Aber auch hier gilt - keine Einmischung von außen

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RE: Erreicht der Arabische Frühling jetzt auch die Türkei?

#25 von JoG , 01.06.2013 01:55

Es käme darauf an, was nach dem Sturtz folgte. Die Türkei ist recht nahe der EU und relativ viele Türken wohnen hier. Ist Ihnen wie gefährlich das werden könnte? Verstehen Sie mich nicht falsch. Aber Erdogan ist viel besser als man bei seiner Vergangenheit hätte befürchten können. Ein bisschen vielleicht wie Gorbatschow oder Obama.

PS: ;)


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zuletzt bearbeitet 01.06.2013 | Top

   

CSU-Mitglied wirft den USA Stasi-Methoden vor
Eine recht gute Darstellung der zu erwartenden....

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