Ist das europäische Projekt gescheitert?

#1 von kjschroeder , 12.05.2013 15:12

Der britische Historiker Niall Ferguson beantwortet diese Frage mit einem eindeutigen Ja. Und zwar hier -> http://www.presseurop.eu/de/content/arti...ist-gescheitert

Wie sieht das Forum dies? Und: Wie sähe eine Alternative aus? Zurückdrehen zur EG? Noch weiter zurückdrehen zur EWG (dann hätte man das, was heute die Efta ist)? Oder gibt es andere Vorschläge?

Gruß
Klaus

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RE: Ist das europäische Projekt gescheitert?

#2 von horstR , 12.05.2013 15:40

Wie Du weißt lebe ich ja Europa.

Die Antwort ist einfach Europa ist natürlich nicht gescheitert, gescheitert ist der EURO und was die Bürokratie und z.B. die Landwirtschaftpolitik angeht, das wird sich zurechtrütteln, sobald Politik sich mal zurücknimmt. Das wird noch einige Zeit dauern, bis die europäische Bevölkerung die Politiker zurechtstutzt, aber ich bin sicher das wird kommen. Fraglich ob ich das noch erlebe...

Vielleicht müssen wir noch warten, bis die Lehrer die SPD restlos abgewirtschaftet haben...:-)))


Saludos

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Europa ist ein geographischer Begriff

#3 von weihrauch , 12.05.2013 20:28

...er ist und bleibt vorhanden.
Allerdings ist die Gestaltung der einzelnen Länder vollkommen gescheitert - man kann sagen: überdreht.
Allerdings fing schon mit der EWG der Ärger an: Ich sage nur Butterberg.

Darum mein Vorschlag:
Gemeinsamer Umweltschutz und zu einem großen Teil eine Verteidigungsgemeinschaft, die allerdings nur so viel Spielraum besitzen sollte, daß nicht die nationalen Interessen der einzelnen Länder verletzt oder eingeschränkt werden.
Die alles würde von Portugal bis Rußland reichen und von Norwegen bis Griechenland (weiter nicht) - eben Europa und die Amerikaner außen vor lassen.

Um diese EU aber erst einmal aufzulösen, würde ich es sehr begrüßen, wenn sich England zum Ausschluß entschließen könnte


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RE: Europa ist ein geographischer Begriff

#4 von horstR , 12.05.2013 22:04

Na und wenn ich so betrachte in wie vielen Ländern die Bevölkerung befragt wird und wie in D "repräsentativ" bevormundet wird..., um so erschreckender wenn man so das Wissen der MdBs über Europa, die Verträge und die Finanzen bedenkt!


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RE: Europa ist ein geographischer Begriff

#5 von JoG , 14.05.2013 19:33

Gescheitert ist vielleicht zu viel gesagt. Es ist sehr viel falsch gelaufen, Kriminelles gemacht worden, ungeheure Brutalitäten den Bevölkerungen angetan worden, das man arrogant beiseite wischt usw. Aber gescheitert ist das Projekt noch nicht. Wenn es aber nur noch zu retten ist, indem man den Völkern die bizarre Frage stellt: "Rein oder Raus? Ja oder Nein?", also durch Erpressung, ist es zumindest moralisch gescheitert und bis man sich geeinigt hat, was das Projekt Immer Tieferes Europa denn bedeuten soll, auch intellektuell.


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Fazit: GESCHEITERT!

#6 von Willik , 15.05.2013 00:23

Auch wenn ich mich hier jetzt restlos unbeliebt mache (aber darauf kommt es auch schon nicht mehr an ):

Die deutschen Urlaubs- und Reiseweltmeister hat man doch besonders mit der Aussicht auf grenzenloses REISEN geködert, da hat bei den meisten hierzulande das bißchen Verstand gar ausgesetzt!
Was hat man denen alles erzählt?

"Kein Reisepaß mehr nötig!"
"Kein Warten an den Grenzen!"
"Keine Grenzkontrollen!"
"Kein Geldumtausch mehr!"
"Käse aus Holland, Wein aus Frankreich, Schinken aus Spanien, Oliven aus Griechenland, Schuhe aus Italien,
ALLES zollfrei als Urlaubsmitbringsel!"
u.v.m.

So weit so "gut"! Klingt doch alles gaanz toll!

Was man den häufig verführungsb(e)reiten am-liebsten-5mal-jährlich-Massenurlaubern und fernseh- und pc- verblödeten und -abgerichteten pauschaldeutschen Micheln (vorwiegend mit Schlafmütze dargestellt, warum wohl? ) verschwiegen hat, sind die schwerwiegenden Nachteile eines solchen Konstrukts:

Z.B. die alles verschlingende, sich selbst versorgende und alles erdrückende und erstickende Bürokratie, die sich in der EU hemmungslos ausbreitet wie gärender Bananenwein im Ballon.

Z.B. die Tatsache, daß offene Grenzen nicht nur Urlaubern offenstehen, sondern auch den Arbeitnehmern, Wirtschafts- und sonstigen Flüchtlingen in den Urlaubsländern und weit darüber hinaus.

Und nicht zuletzt, daß selbstverständlich auch die Kriminalität diese offenen Grenzen und diesen offenen, freien Reiseverkehr seit vielen Jahren zu nutzen weiß und dies auch reichlich tut, wie die aktuelle Kriminalstatistik zeigt.
"Kriminelle aller Länder, vereinigt Euch (in DE)!"

Wenn es wirklich DAS alles war, was mit dieser EU erreicht werden sollte, na dann...
Herzlichen Glückwunsch!!


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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#7 von Jochen Singer , 15.05.2013 07:10

Der Hauptgrund des Scheiterns Europas ist die Reduktion Europas auf die Transferunion.

Das Verhalten zwischen den europäischen Staaten ähnelt dem was in Deutschland auf gesellschaftlicher Ebene abläuft. Die einen zwingen die Kosten ihrer Lebenart anderen Ungefragten auf. Daher ist aus meiner Sicht Verweigerung der Kostenübernahme sowohl innerhalb staatlicher wie auf zwischenstaatlicher Ebene zwingend.

Kampf gegen die versiffte sozialdemokratische Mentalität !


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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#8 von Adsche , 15.05.2013 17:43

An der EU ist doch nicht alles schlecht....

Man muss nur eben Beamter oder Beamtenwitwe der Organisation sein.


______________________________
Ich bin nicht doof! Ich weiß nur wenig!

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#9 von Willik , 15.05.2013 17:49

"An der EU ist doch nicht alles schlecht...."

Jaa, das haben Manche auch über die "DDR" behauptet...

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Der neue "kranke Mann" Europas: die EU (Umfrage). Und Deutschland gerät zunehmend in Insellage

#10 von kjschroeder , 15.05.2013 20:23

Zitat
Aber gescheitert ist das Projekt noch nicht.


Aber es ist wohl nicht mehr weit weg davon.

Es gibt eine interessante hochaktuelle Umfrage vom Pew Research Center, die sich hier nachlesen läßt: http://www.pewglobal.org/2013/05/13/the-...european-union/

Danach ging die Zustimmung zum europäischen Projekt überall runter - je nach Land unterschiedlich (befragt wurden in der EU Leute aus acht EU-Ländern). Das mag nicht weiter überraschend sein, wenngleich der Rückgang bei den wirtschaftlichen Aussichten in einigen Ländern drastisch hoch ausfiel (in Spanien zum Beispiel von 2007 bis jetzt um satte 61% Rückgang).

Bei uns hier hält sich die prozentuale Veränderung in engeren Bandbreiten, was ich nichtg weiter überraschend finde.

Auf längere Sicht besorgniserregend hingegen finde ich einen Trend, der sich dort feststellen läßt, wenn man die Umfrage aufmerksam liest: Deutschland gerät nämlich zunehmend in eine Insellage. Das betrifft das Vertrauen in die Zukunft, in die politische Führung, genauso wie in die Wirtschaft und andere Dinge (Ansehen Politiker). Vor allem Frankreich und Deutschland driften hier teilweise derart abenteurlich auseinander, daß PEW schreibt, man könnte glauben, es handele sich nicht um Nachbarn, sondern um Länder auf verschiedenen Kontinenten. Frankreich wird hier nun auch mehr und mehr nicht mehr als mittel-, sondern als südeuropäisches Land wahrgenommen. Und interessanterweise vertreten die Franzosen Standpunkte, die denen von Hollande z.T. diametral entgegenlaufen.

Wie es scheint, wirkt diese Art Währungsunion auch als psychologischer Krisenverstärker in Richtung Auseinanderdriften. Wobei der Euro - auch interessant - selbst nicht als Ursache dafür ausgemacht wird, denn an dem wollen die meisten festhalten.

Was ich aus der Umfrage herauslese, sind gegenläufige Trends, die mglw. nicht mehr beherrschbar sein werden.

Gruß
Klaus

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#11 von kjschroeder , 15.05.2013 20:48

Zitat
hat man doch besonders mit der Aussicht auf grenzenloses REISEN geködert, da hat bei den meisten hierzulande das bißchen Verstand gar ausgesetzt!


Tja, da Spanien wegen des Euro nicht mehr Billigurlaubsland ist, geht es halt ab in die Türkei. Aber halt! Haben die Türken nicht eine eigene Währung, die ja ach so hinderlich sein müßte? So ist das eben mit Planwirtschaftlern und ihren Traumwelten ..... ;-)

Zitat
So weit so "gut"! Klingt doch alles gaanz toll!


Ältere wissen natürlich, daß es das alles auch vorher zu EG-Zeiten schon gab. Auch zu EWG-Zeiten, wenngleich damals weniger ausgeprägt.

Zitat
Z.B. die alles verschlingende, sich selbst versorgende und alles erdrückende und erstickende Bürokratie, die sich in der EU hemmungslos ausbreitet wie gärender Bananenwein im Ballon.

Das ist das eben, wenn man Beamte (n-Politiker) über Beamtenstellen entscheiden läßt: Ist ja nicht mein Geld, der Steuerzahler hats ja. ;-)

Zitat
Z.B. die Tatsache, daß offene Grenzen nicht nur Urlaubern offenstehen, sondern auch den Arbeitnehmern, Wirtschafts- und sonstigen Flüchtlingen in den Urlaubsländern und weit darüber hinaus.... "Kriminelle aller Länder, vereinigt Euch (in DE)!"

Oh, ein Tabuthema! Bitte beachten: Nur Deutsche sind schlecht, alle Ausländer sind gut! Kriegen wir das hin? ;-) VERANTWORTLICH für diese Zustände - ich denke, da wenden wir uns an Berlin. Oder machen Sie einem Rumänen einen Vorwurf, wenn er bei seinem beschi....nen Lebensumständen die Chance ergreift in ein Land zu kommen, wo Milch und Honig fließen? Mal ehrlich. Also ich mache denen keinen Vorwurf, den mache ich unserer wackeren Berliner Elite.

Zitat
Wenn es wirklich DAS alles war, was mit dieser EU erreicht werden sollte, na dann...
Herzlichen Glückwunsch!!


Oh, ich denke, in Brüssel hat man noch große Pläne mit diesem "Projekt": Gerade wird ein neuer Adel geboren, der nichts und niemandem rechenschaftspflichtig ist, bestens bezahlt ohne Leistungsnachweis. Die Demokratie entfernt sich folgerichtig auch immer weiter weg. Das Ganze wird ergänzt durch zunehmend zentralistische Planwirtschaft und immer undurchsichtigeren Subventionsregelungen - das ist die nahezu perfekte Tyrannei, die freilich nicht als solche daherkommt, sondern fürsorglich, als Kindermädchen, das alles besser weiß. Bis hin zu E10 und neuen Duschköpfen. Mit vielen Nichtsnutzen, die sich finanziell gesundstoßen. Wie bei allen Reichen halt - dem 1., dem 2. dem 3. .....

Ist doch klar: Je mehr Leute VON "Europa" leben desto mehr leben natürlich auch FÜR "Europa". Denn die Hand, die einen füttert, wird man nicht ablehnen, nicht wahr? ;-)

Gruß
Klaus

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#12 von Willik , 15.05.2013 21:23

Natürlich haben wir uns dafür auch in Berlin zu bedanken! EU ist eben auch, was man daraus macht.
Die Nachricht u.a. zur Ausländerkriminalität ist erst einige Tage alt:
Die Daten findet man HIER:
http://www.bka.de/nn_193232/DE/Publikati...93292__3D1.html

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#13 von JoG , 15.05.2013 21:42

Die Türken haben zwar den Euro nicht, aber ich habe gelesen, dass die Eingeborenen von den Touristen Plastikperlen bekommen gegen Coke, Schnaps und Nahrung.

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#14 von JoG , 15.05.2013 21:50

Was würden Sie sagen? Haben die kriminellen Ausländer mehr Schaden angerichtet in den letzten Jahren oder die Politiker mit Energiewende, Atomausstieg, Euro usw?

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RE: Der neue "kranke Mann" Europas: die EU (Umfrage). Und Deutschland gerät zunehmend in Insellage

#15 von JoG , 15.05.2013 22:01

Es ist unfraglich, dass eine so schlampig/dilletantusch gemachte Währung die internen Ungleichgewichte und resultierenden Fliegkräfte enorm werden. Das beobachten wir nun. Wie aber die Sache gegen die politische Elite zuende gebracht werden, ist nicht vorhersehbar. Aber Sie haben recht, dass das ganze Projekt jenach Verlauf weggefegt werden könnte.

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#16 von huhngesicht , 15.05.2013 22:18

Was würden Sie sagen? Haben die kriminellen Ausländer mehr Schaden angerichtet in den letzten Jahren oder die Politiker mit Energiewende, Atomausstieg, Euro usw?

###
Selbstverstaendlich die kriminellen Auslaender. Der Schaden einer kriminellen Handlung laesst sich kaum relativieren, da er als absolut schlecht definiert ist (will man nicht zB den wirtschaftlichen Nutzen potentiell erschlagender Rentner oder Hartz4-Nazis relativierend einrechnen).
Die spekulativen Schaeden, die durch Energiewende, Atomausstieg, Euro usw entstehen, konkurrieren mit den aus den Veraenderungen hervorgehenden Vorteilen. Es duerfte ziemlich aufwendig sein, EINE ANTWORT zu geben. Man erwaege allein das Szenario eines Supergaus mitten in Deutschland. Die Kosten wuerden vermutlich nie durch die Extistenz der Kernernergie ueber alle Zeiten aufrechenbar sein.

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#17 von JoG , 15.05.2013 22:50

Das haben Sie wirklich sehr gut quantifiziert.

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#18 von huhngesicht , 15.05.2013 23:15

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...w-a-761826.html

http://www.gutefrage.net/frage/gewinn-pro-tag

Also stark vereinfacht machen circa 10 AKWs mit einem Gewinn von 600 Mio pro Jahr (10 Monate) ueber 50 Jahre gerechnet circa 30 Bio Gewinn! Da sind die 6 Mrd GAU ja vernachlaessigbar. Ich habe nur eine "allgemeine Weisheit" wiedergegeben, die anscheinend nicht zutrifft. Dafuer entschuldige ich mich.

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#19 von JoG , 16.05.2013 08:32

Sie brauchen Sie sich nicht zu schämen, dass die "allgemeine Weisheit" sehr einfach ist. Höchstens, wenn Sie ihr glauben, sollten Sie etwas beunruhigt sein.


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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#20 von huhngesicht , 16.05.2013 12:53

Sie brauchen Sie sich nicht zu schämen, dass die "allgemeine Weisheit" sehr einfach ist. Höchstens, wenn Sie ihr glauben, sollten Sie etwas beunruhigt sein.

###
Die "exotischeren" Weisheiten erweisen sich sehr oft als nicht weniger peinlich nur als komplizierter konstruiert (Glauben gehoert generell eher in die Kirche). Und Scham schiene mir in beiden Faellen eine ueberfluessige Emotion. Eine Entschuldigung hingegen schien mir angemessen, wenn man wie ich partiell falsch informierte. Meine Aussage bezog sich auch eigentlich bauf den unterstellt korrekten Umstand, dass AKWs aus finanziellen Gruenden nicht hafpflichtversichert werden koennen, weil die Gebuehren angeblich zu hoch ausfielen. Wie erklaert sich das, wenn ein GAU doch gar nicht soo teuer kaeme?

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#21 von JoG , 17.05.2013 10:13

Wieso man Atomkraftwerke nicht vollständig haftpflichtversichern kann? Nun, in gewissem Maße gibt es Rückstellungen oder Rücklagen, auch gepoolt, für spätere Schäden in manchen Ländern. Das sind Versicherungen ähnliche Konstruktionen. Weil die Schäden sehr groß sein könnten hat hier und aO der Staat explizit oder implizit die Eventualkosten eines GAU übernommen, weil aus politischen Gründen man die Technologie verwenden wollte. Das waren Subventionen. Die Schäden aus Gaus hielten sich bisher zwar in Grenzen und sind über die Zeit gerechnet vermutlich geringer als die Schäden aus anderen Energienträgern wie Kohle, aber man kann sich vorstellen, dass das auch anders sein kann.

Da bin ich voll bei Ihnen. Haftung sollte man fordern. Dass man das nicht hat, ist nicht ein Fehler der Atomindustrie. Auch diese Politikmaßnahme ist in die oben genannte Reihe drastischer, schuldhafter Versagen der Politik einzuordnen. Auch da haben Regierende vermutlich grob fahrlässig gehandelt.
Das entschuldigt natürlich nicht die Art, wie man die Atomkraftwerke schloss und enteignet. Denn wenn der Staat jemandem etwas wegnehmen will, muss er Ausgleich schaffen. Das ist ein Standortfaktor und in diesem Land ein Grundrecht.

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RE: Fazit: GESCHEITERT!

#22 von JoG , 27.06.2013 20:48

Interessant dürfte es werden um das Projekt, wenn wir eine weitere Krise bekommen, wie im Interview vorhergesehen wird. Das Risiko, das beschrieben wird ist sehr realistisch und wurde durch die Sparpolitik in Europa wahrscheinlicher, weil sie die Weltwirtschaft bremste und dadurch die Rekonvaleszenz nur zu schwach war.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...k-a-906756.html

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Energiewende schafft neue Arbeitsplätze - z.B. in Polen
Woran erinnert mich das nur?

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