Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#1 von JoG , 05.05.2013 11:02

....immer schon und bleibt ein Thema. Die Einschätzung das wäre akribisch und gerecht gemacht worden, die in der Bevölkerung vorzuherrschen scheint, wird immer wieder in Frage gestellt. Ein schönes Beispiel findet sich hier:
"Jahrzehntelang hat die Bundesregierung die Rückgabe brisanter Akten aus der Zeit des Nationalsozialismus verzögert. Nach SPIEGEL-Informationen wollten die Bonner die NSDAP-Mitgliedskarten von den USA nicht zurückhaben - weil sie die Enttarnung deutscher Spitzenpolitiker fürchteten. Zu Recht." http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...n-a-898138.html

Wie so oft etwa bei den griechischen oder italienishen Entschädigungen oder den Sklaven hat man erfolgreich vorgegaukelt, Andere wären die Verhinderer oder juristische Spitzfindigkeiten hätten die Aufklärung oder die Begehren verhindert. Aber wie im obigen Fall der Spiegel sagt: "Bislang ging man davon aus, dass die USA die Überstellung der Akten verzögert hatten. So hatte es auch das Auswärtige Amt erklärt, das die Verhandlungen führte."

Auch in dieses Bild passt die neuerliche Forschung aus dem Ausland, das unterlegt, dass die oft verwendete Zahl 6.000.000 wohl viel zu klein ist. Man mag zwar sagen, dass es kaum einen ethischen Unterschied gibt, ob man 6.000.000 tötete oder 15.000.000 bis 20.000.000. Beides ist schrecklich. Aber es ist typisch für die Leitkultur sein Immage polieren und nicht ins Nest zu machen. So kann man kaum Desinteresse unterstellen, sondern eher bewusste Schönung der Verbrechen, wie man das beim Diplomatischen Dienst, den Sklaven oder der Wehrmacht lange machte.

Das alles wäre zwar mies und kriminell. Aber es ist viel schlimmer, weil es die ganze Einstellung der Deutschen zu kriminellen Aktivitäten der Gesellschaft bzw der Regierung prägte. Die Folgen zeigen sich im heutigen Deutschland an allen Ecken und Enden und sind beängstigend.

Ebenfalls ist zu bemerken, dass die Amerikaner als Täter hingestellt wurden, die angeblich die herausgabe verhinderten. Das ist in der deutschen Politik oft zu beobachten bspw bei Kurnatz, den Bush an die Deutschen ausliefern wollte aber die Deutschen nicht haben wollten. Er verblieb noch weitere Jahre daher in Guantanamo, während die die deutsche Regierung den Amerikanern Guantanamo vorwrfen und vertuschen versuchten, dass es an ihenen lag, dass Kurnatz in Haft verblieb. Dieses Verhalten ist durchgehend über jahrzehnte praktiziert worden und färbte die Conditionierten Reflexe der Bevölkerung.


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Das Dritte Reich ist Schnee von gestern

#2 von weihrauch , 05.05.2013 12:34

...und gehört in das Archiv - die Aufarbeitung ist mittlerweilen schon überdreht.
Aufgearbeitet werden könnte höchstens die "Dritte-Reich-Aufarbeitungsneurose" und die Zeit zwischen 1990 - 2013
Das ist dringender und notwendiger.

Die Amerikaner und Engländer werden allen Grund haben, viele Akten unter Verschluß zu halten.
Das betrifft u.a. den Hess-Flug.
Aber dieses Thema haben wir schon sehr oft durchgekaut - auch im alten Forum.

Außerdem wird indirekt jeden Tag "aufgearbeitet" - über Umwege auch in der NSU-Posse


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RE: Das Dritte Reich ist Schnee von gestern

#3 von JoG , 05.05.2013 13:26

Da irren Sie meines Erachtens grundlegend in drei Dingen.

-Zum Einen ist durch die schlechte aufarbeitung ein falsches Bild der Ereignisse entstanden, weil man nicht nachvollzogen hat, wie es zur Diktatur kam. Daher erkennt die Bevölkerung die Gefahrenherde nicht noch wo sie sich in unserem Heute zeigen.
-Zum Zweiten ist die Kultur in der wir leben durch die verzerrte Wahrnehmung geprägt. Die Bevölkerung sieht bspw keine Verantwortung des Einzelnen für die Taten seiner Vertreter bei groß angelegten, gemeinschftlichen Verbrechen. Man hat hier noch nicht einmal darüber nachgedacht, weil man die Vergangenheit sich weigerte aufzuarbeiten.
-Zum Dritten ist es eine Frage der Haftung. Wo man sich weigerte und verhinderte, muss man nun annehmen, dass Ansprüche unbearbeitet blieben. Bei der Art des Verbrechens gilt auch kleine Verjährung im üblichen Sinn zumal die neueren Erkenntnisse zeigen, dass diese Verbrechen nicht von einer kleinen Gruppe sondern von der Gesellschaft insgesamt mit relativ wenigen Ausnahmen mitgetragen wurden. Es ist bspw nicht sicher, dass die Haftung gegenüber den Erben der Sklaven oder die Ansprüche der Millionen, die in den 6.000.000 wohl nicht enthalten waren vom Tisch sind.

Diese Punkte sind sehr wichtig. Wie sich neuere Entwicklungen hier im Inland zeigen, sind die kulturellen Probleme nicht ausgeräumt und noch hochvirrulent. Und die alten Lügen der Schuld er Amerikaner und Engländer ist einfach komisch angesichts solcher Veröffentlichung.
Auch ist es keineswegs "durchgekaut" worden, weil erst jetzt belegt wird, dass die deutschen Regierungen verhindert haben, dass Informationen publik wurden, während sie den Amerikanern den Vorwurf machten diese würden eine Aufdeckung verhindern.

Die Meinungen, die Sie vortragen, sind ein Lebendes Beispiel des Schadens an der Gesellschaft, den die schlechte Aufarbeitung bewirkte.


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Nur leider nicht die Folgen

#4 von kjschroeder , 05.05.2013 15:41

Auch wenn ich dem Eingangsbeitrag von joG nicht überall zustimme: an dem Umstand, daß wir uns haben in eine Scheinwelt reinlullen lassen, kommen Sie nicht vorbei. Das betrifft ja nicht nur die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit, sondern geht ja weiter z.B. mit den ganzen Entsendeabkommen (Gastarbeiter), von denen wir heute wissen, daß sie eben NICHT auf Druck Deutschlands zustande kamen, sondern auf Druck der Entsendeländer (die ihre Arbeitslosen billig entsorgen wollten) und hiesigen Branchen, die sich schlicht zu fein waren, als Chefs um Arbeitnehmer zu werben. Es geht weiter mit dem Doppelleben der FDP, die sich marktwirtschaftlich gibt, aber in (West-) Deutschland 1969/70 planwirtschaftliche Strukturen en gros salonfähig machte mit der Einführung des "Umweltschutzes" (damals ein neuer Begriff) - in der wissenschaftlichen Variante hier nachlesbar, in der mehr polemischen hier). Und so geht die Täuschung immer weiter - der Euro wird nicht das letzte Kapitel gewesen sein.

Gruß
Klaus

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#5 von kjschroeder , 05.05.2013 15:53

Wenngleich ich Ihnen in weiten Bereichen recht gebe, gibt es zwei Punkte, wo Widerspruch nötig ist:

- Die Zahl der ermordeten Holocaust-Opfer ist keine deutsche Erfindung, sondern beruht(e) auf INTERNATIONALEM Wissensstand. Daß diese Zahl nach oben zu korrigieren ist, hängt schlicht mit einer so noch nicht dagewesenen, 13 Jahre dauernden Forschungsarbeit zusammen, die Martin Dean und Geoffrey Megargee für das US Holocaust Memorial Museum durchgeführt haben. Daß sich Wissenschaft korrigiert, ist normal - dafür ist Forschung da. Daraus den Versuch einer (mißglückten) Imagepolitur abzuleiten, halte ich für absurd. Das wäre es erst dann, würden die Zahlen hier geleugnet. Wer täte das?

- Was die Entschädigungen angeht, so haben wir über diese Frage schon einmal diskutiert. Es gab Verträge, es gab Reparationen. Und es gibt eine Stiftung. Es sei denn, es geht Ihnen nicht um Entschädigung, sondern um Rache und Demütigung.

Gruß
Klaus

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#6 von JoG , 05.05.2013 16:26

Da sehen wir in beiden Punkten die Dinge anders.

Es ist zwar richtig, dass die 6 Mio Zahl international akzeptiert war. Anererseits ist es bezeichnend, dass die Zahl um diese Grössenordnung korrigiert wird. Der Unterschied ist so groß, dass man kaum sich vorstellen kann, dass von den hiesigen Forschern nichts vermutet werden musste. Technisch haben Sie recht aber ich sehe das nicht als Entlastung an. Vielmehr ist es zu sehr ähnlich den Umständen Wehrmacht, Aussenamt oder nun der Dokumente aus den USA. Man wollte sein Immage nicht verschlechtern und so fand sich kein Nestbeschmutzer. Das ist letztlich ein gutes Beispiel genau jener Prozesse der Leitkultur, die ich als äußerst gefährlich ansehe.

Ja, es gab allerlei juristischen Kram. Und ich würde mich schämen ihn anzuführen. Den würde ich allerdings nicht gelten lassen, da er den Grundlagen der Werte widerspricht, die wir als Grundwerte bezeichnen. Wenn Sie das Thema der Sklaven ansehen, so ist es unsagbar. Man verhandelte erst, als die Leute rapide wegstarben und so ein Druck auf die Überlebenden war rasch zu akzeptieren, weil sonst niemand noch gelebt hätte, den man hätte für die Arbeitszeit bezahlen können. Es ist auch unerträglich, die Löhne und entschädigungen nicht an die Erben auszuzahlen. Wenn man dann noch überschlägt, was man pro Jahr verbrauchende Sklaverei bezahlte? Ja! Eine Preisfrage: Hat ein Sklave, so er überlebte, so viel bekommen wie ein Hartzivler?

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#7 von kjschroeder , 05.05.2013 16:44

Zitat
Anererseits ist es bezeichnend, dass die Zahl um diese Grössenordnung korrigiert wird. Der Unterschied ist so groß, dass man kaum sich vorstellen kann, dass von den hiesigen Forschern nichts vermutet werden musste.


Für diesen Unterschied gibt es zwei Erklärungen:
- die eine sind die während der Sowjetzeit verschlossenen Archive, die auch NS-Dokumente enthalten (sofern sie nicht vorher von den Nazis verbrannt worden waren, was auch häufig genug geschah).

- und auf das zweite Problem hatte ich in einem Forumsbeitrag hier bereits hingewiesen: Die Frage, ob die Studie den organisatorischen Zusammenhang der KZ untereinander berücksichtigte. Ich hatte seinerzeit versucht, es am Beispiel der Munitionsfabrik in Hirschhagen zu erläutern, wo es ein ständiges Kommen und Gehen der KZ-Häftlinge gab, die von der "Hauptstelle" - dem KZ Buchenwald - kamen und auch wieder dahingeschickt wurden. Hirschhagen war die zweitgrößte Munitionsfabrik der Nazis - mit angeschlossenem Arbeitslager, das dem KZ Buchenwald als Außenstelle unterstellt war.

Das Problem ist, daß es in den Karten der Studie als eigenständiges KZ geführt zu werden scheint (was es nicht war) und so kann es zu Doppelzählungen gekommen sein. Da ich die Studie nicht kenne, weiß ich es nicht. Aber solche Karten werfen natürlich Fragen auf. Abgesehen davon spricht auch der Bericht der New York Times von Schätzungen.

Zitat
Vielmehr ist es zu sehr ähnlich den Umständen Wehrmacht, Aussenamt oder nun der Dokumente aus den USA. Man wollte sein Immage nicht verschlechtern und so fand sich kein Nestbeschmutzer.


Auch eine Ähnlichkeit muß keine Kausalität aufweisen, sondern kann eine Korrelation sein. Anders gesagt: Sie vermuten etwas, das sich so zugetragen haben kann oder auch nicht. Nun gab es Verhandlungen ende der 40er und das Londoner Schuldenabkommen in den 50ern. Und damals waren die Opfer nicht so alt, daß sie wegstarben. Sorry, aber dieser Logik folge ich nicht.


Gruß
Klaus


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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#8 von JoG , 05.05.2013 18:06

"Anders gesagt: Sie vermuten etwas, das sich so zugetragen haben kann oder auch nicht."

Ja. Es braucht die Häufung der Ereignisse nicht zu bedeuten, dass der Täter immer nach seinen Gewohnheiten handelte. Eine Tat, die dem Modus Operandi eines Serienmörders entsprcht, kann nicht eindeutig ihm zugewiesen werden, ohne Beweis. Jeder weiß es, aber in Dubio. Das ist im obigen Zusammenhang halt sehr oft der Fall gewesen.

"Nun gab es Verhandlungen ende der 40er und das Londoner Schuldenabkommen in den 50ern. Und damals waren die Opfer nicht so alt, daß sie wegstarben. Sorry, aber dieser Logik folge ich nicht"

Damals wurden die Sklaven meines Wissens nicht entlohnt und schon gar nicht entschädigt. Das wurden sie erst kürzlich.
Auch ist mE fraglich, ob die Regierungen der meisten Länder, wiewohl sie juristisch Ansprechpartner waren, die Gelder hätten bekommen dürfen. Oder kann man Deutschland Guten Glauben unterstellen, dass das Geld die Opfer erreichte, das den Oberen der Sowjets, der DDR usw überwiesen wurde? *)
In wie weit 5-15 Millionen neu erkannter Ermordeter einem Abkommen unterliegen, das für so viel weniger Morde galt und dadurch abgedeckt sind? Ich weiß es nicht. Juristen sehen das, so liest man ganz unterschiedlich. Dass aber die Sache kaum befriedigend gelöst ist, scheint mir schon. Das ist kein Geschmäckle, das damit verbunden ist. Und das Bild, das sich ergibt ist nicht von einem Volk, dem man trauen möchte oder gar von dem man moralische Vorhaltungen hören will.


*)Ähnliches gilt auch für das Geld, das Kohl nach Vietnam überwies um die Vietnamesen los zu werden nach der Wende.

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#9 von kjschroeder , 05.05.2013 23:05

Zitat
Damals wurden die Sklaven meines Wissens nicht entlohnt und schon gar nicht entschädigt. Das wurden sie erst kürzlich.


Womit dieses Thema denn auch erledigt wäre. Und ja, Sie haben natürlich recht - es war spät, zu spät. Was ich mich dabei aber frage, ist: Warum thematisieren Sie dieses chronologische Versäumnis immer wieder? Worum geht es Ihnen?

Gruß
Klaus

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#10 von weihrauch , 05.05.2013 23:31

Zitat von JoG im Beitrag #3
Da irren Sie meines Erachtens grundlegend in drei Dingen.

-Zum Einen ist durch die schlechte aufarbeitung ein falsches Bild der Ereignisse entstanden, weil man nicht nachvollzogen hat, wie es zur Diktatur kam. Daher erkennt die Bevölkerung die Gefahrenherde nicht noch wo sie sich in unserem Heute zeigen.
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Schon oft durchgekaut. Die unmenschlichen Bedingungen des Versailler Diktates, die einen zweiten 30jährigen Krieg hervorbrachten
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-Zum Zweiten ist die Kultur in der wir leben durch die verzerrte Wahrnehmung geprägt. Die Bevölkerung sieht bspw keine Verantwortung des Einzelnen für die Taten seiner Vertreter bei groß angelegten, gemeinschftlichen Verbrechen. Man hat hier noch nicht einmal darüber nachgedacht, weil man die Vergangenheit sich weigerte aufzuarbeiten.
-----------------------------------------------------------------
Die Vergangenheit wurde sehr wohl aufgearbeitet - gerade in den Schulen der 50er und Beginn der 60er Jahre
Sehr umfassend - keine Hollywood-Aufarbeitung
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-Zum Dritten ist es eine Frage der Haftung. Wo man sich weigerte und verhinderte, muss man nun annehmen, dass Ansprüche unbearbeitet blieben. Bei der Art des Verbrechens gilt auch kleine Verjährung im üblichen Sinn zumal die neueren Erkenntnisse zeigen, dass diese Verbrechen nicht von einer kleinen Gruppe sondern von der Gesellschaft insgesamt mit relativ wenigen Ausnahmen mitgetragen wurden. Es ist bspw nicht sicher, dass die Haftung gegenüber den Erben der Sklaven oder die Ansprüche der Millionen, die in den 6.000.000 wohl nicht enthalten waren vom Tisch sind.
--------------------------------------------------------------------------------------
Komisch - reichen 6 000 000 nicht mehr? Hier werden es immer mehr - bei Dresden immer weniger
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Diese Punkte sind sehr wichtig. Wie sich neuere Entwicklungen hier im Inland zeigen, sind die kulturellen Probleme nicht ausgeräumt und noch hochvirrulent. Und die alten Lügen der Schuld er Amerikaner und Engländer ist einfach komisch angesichts solcher Veröffentlichung.
Auch ist es keineswegs "durchgekaut" worden, weil erst jetzt belegt wird, dass die deutschen Regierungen verhindert haben, dass Informationen publik wurden, während sie den Amerikanern den Vorwurf machten diese würden eine Aufdeckung verhindern.

Die Meinungen, die Sie vortragen, sind ein Lebendes Beispiel des Schadens an der Gesellschaft, den die schlechte Aufarbeitung bewirkte.


Die Amerikaner und Engländer waren die Hauptschuldigen - sie wollten den Wirtschaftskrieg.
Wird auch schon jahrelang durchgekaut.
FAZIT: Nichts Neues - weiter auf den alten Krücken.

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#11 von Achim , 05.05.2013 23:42

Guten Abend weihrauch.

Zitat
Die Amerikaner und Engländer waren die Hauptschuldigen - sie wollten den Wirtschaftskrieg.
Wird auch schon jahrelang durchgekaut.
FAZIT: Nichts Neues - weiter auf den alten Krücken.



Die Amerikaner und Engländer sind schuldig am Holocaust? Deutschland konnte nicht anders, als Millionen von Juden umzubringen, inklusive der Kinder? Könnten Sie das mal näher erläutern?

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#12 von weihrauch , 06.05.2013 00:19

Zitat von Achim im Beitrag #11
Guten Abend weihrauch.

Zitat
Die Amerikaner und Engländer waren die Hauptschuldigen - sie wollten den Wirtschaftskrieg.
Wird auch schon jahrelang durchgekaut.
FAZIT: Nichts Neues - weiter auf den alten Krücken.


Die Amerikaner und Engländer sind schuldig am Holocaust? Deutschland konnte nicht anders, als Millionen von Juden umzubringen, inklusive der Kinder? Könnten Sie das mal näher erläutern?



Moment mal, daß habe ich nicht geschrieben - schön bei der Wahrheit bleiben.
Ich schrieb, daß die Amis und Engländer einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland führten - mit den Juden hatte dies nichts zu tun.

Ich schrieb schon früher, daß der Krieg sowieso gekommen wäre - ob mit Hitler oder Adenauer als Reichskanzler.

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#13 von JoG , 06.05.2013 00:28

Sie glauben das wirklich?

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RE: Deutsche Verarbeitung des Dritten Reichs war...

#14 von Achim , 06.05.2013 00:45

Guten Abend weihrauch.

Zitat
Moment mal, daß habe ich nicht geschrieben - schön bei der Wahrheit bleiben.



Ich versichere Ihnen, dass ich kein Interesse daran habe, irgendjemandem etwas anzudichten, schon garnicht solche Ungeheuerlichkeiten. Darum fragte ich ja auch, ob Sie das meinten und schon können Sie sich davon distanzieren.

Zitat
Ich schrieb, daß die Amis und Engländer einen Wirtschaftskrieg gegen Deutschland führten - mit den Juden hatte dies nichts zu tun.



Die Juden und die deutsche Verantwortung gegenüber den Opfern und ihren Hinterbliebenen sind hier aber mindestens wesentlicher Bestandteil des Themas, darum entstand der Eindruck.

Also ist es richtig und auch Ihre Meinung, dass die Nazis/Deutschen diese Morde zu verantworten hatten? Daran sehen Sie doch schon, was das für Menschen sind. Wer vergast denn Wagonladungen von Kindern? Das sind doch keine normalen ernstnehmbaren Menschen, sondern Verrückte mit Steinzeitideologie. Fast schon Tiere.

Da muss man dann auch kein Psychologe sein, um die "Ressentiments", bzw. den unverhohlenen Hass gegen Rechtsextremisten, die den Geburtstag von Adolf Hitler feiern, zu verstehen.

Zitat
Ich schrieb schon früher, daß der Krieg sowieso gekommen wäre - ob mit Hitler oder Adenauer als Reichskanzler.



Das ist Spekulation. Bei der Betrachtung der Geschichte, muss man sich an die verfügbaren Fakten halten. Bestimmt haben die Siegermächte nicht alles in aller Genauigkeit dargestellt, sie aber zu Hauptschuldigen zu erklären, insbesondere für die auch erschreckend unsinnigen Greueltaten, bedarf konkreterer Begründung. USA und England sind hauptschuldig daran, dass Deutschland ganz Europa mit Krieg überzog? Warum?


MfG, Achim

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warum lügen Sie?

#15 von kurt02 , 06.05.2013 07:13

Zitat von weihrauch im Beitrag #10
...

Die Amerikaner und Engländer waren die Hauptschuldigen - sie wollten den Wirtschaftskrieg.
Wird auch schon jahrelang durchgekaut.
FAZIT: Nichts Neues - weiter auf den alten Krücken.




1. Freilich ist das eine Lüge. Der Krieg - der Angriffs- und Vernichtungskrieg, war ein fester Plan der Nazis. Das können Sie einerseits bei AH persönlich nachlesen, andererseits wurden die Staatsfinanzen von den Nazis so nachhaltig zerrüttet, dass die Staatspleite in den frühen Vierzigern unvermeidbar gewesen wäre. Nachzulesen in diversen Forschungsarbeiten zur Wirtschaftsgeschichte. Angesichts dieser Fakten ist Ihre Behauptung einfach eine infame Lüge.

2. Wer wissentlich so lügt wie Sie, wird auch behaupten, dass die Amis und Briten oder sonst wer schuldig daran sind, dass in deutscher Kriegsgefangenschaft 60% der Soldaten umgekommen sind, während 3,5% der deutschen Kriegsgefangenen in alliierter Gefangenschaft gestorben sind.


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zuletzt bearbeitet 06.05.2013 | Top

RE: warum lügen Sie?

#16 von Jochen Singer , 06.05.2013 08:52

Zitat
Der Krieg - der Angriffs- und Vernichtungskrieg, war ein fester Plan der Nazis. Das können Sie einerseits bei AH persönlich nachlesen, andererseits wurden die Staatsfinanzen von den Nazis so nachhaltig zerrüttet, dass die Staatspleite in den frühen Vierzigern unvermeidbar gewesen wäre. Nachzulesen in diversen Forschungsarbeiten zur Wirtschaftsgeschichte.



Z.B. bei Götz Aly : Hitlers Volksstaat: Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus

Gründe für diesen Krieg war u.a. die soziale Versorgung; vielen Menschen ging es besser als je zuvor, Not gab es nicht - Gründe für die Masse der Bevölkerung sich für den Nationalsozialismus zu engagieren. Wo sind diese Schichten heute zu finden ? Bei den Sozialversorgern, natürlich; das sollte man nicht verschweigen und darf nicht verschwiegen werden.


Global War on Terrorism :

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RE: warum lügen Sie?

#17 von kurt02 , 06.05.2013 10:24

Zitat von Jochen Singer im Beitrag #16
....
Gründe für diesen Krieg war u.a. die soziale Versorgung; vielen Menschen ging es besser als je zuvor, Not gab es nicht - Gründe für die Masse der Bevölkerung sich für den Nationalsozialismus zu engagieren. Wo sind diese Schichten heute zu finden ? Bei den Sozialversorgern, natürlich; das sollte man nicht verschweigen und darf nicht verschwiegen werden.




Hat zwar nix mit dem Thema zu tun, aber schon, dass Sie es wieder mal gesagt haben:))

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RE: warum lügen Sie?

#18 von kurt02 , 08.05.2013 09:43

weihrauch - Sie werden sicher gute Gründe haben, dass Sie Ihre Postion nicht weiter verteidigen. Wahrscheinlich Zeitmangel - ganz bestimmt sogar...

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RE: warum lügen Sie?

#19 von weihrauch , 08.05.2013 16:02

Zitat von kurt02 im Beitrag #18
weihrauch - Sie werden sicher gute Gründe haben, dass Sie Ihre Postion nicht weiter verteidigen. Wahrscheinlich Zeitmangel - ganz bestimmt sogar...


Da kennen Sie mich aber schlecht.
1. Zur Zeit ist mein PC in Reparatur und ich bin gezwungen, in Internet-Cafes zu gehen.
2. Viel wichtiger: Dieses Thema wird schon seit mindestens 6 Jahren - so lange bin ich im FDP Forum - durchgekaut.
Immer zum 8.Mai oder 1.September - meistens von Frau Horstick gelöscht.
Ich bleine dabei - auch in Zukunft - es war von den Westalliierten ein Wirtschaftskrieg - es ging ihnen nicht um die Niederschlagung Hitlers - sondern um die Vernichtung der deutschen Wirtschaft-und Kultur.
Der Krieg wäre gekommen - egal, ob unter Hitler, Adenauer, Rosa Luxemburg oder irgendeinen Sozialdemokraten.
Darum wird bei diesem Thema auch nichts Neues ans Tageslicht gebracht, sondern nur ständige Wiederholungen.

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RE: warum lügen Sie?

#20 von kurt02 , 08.05.2013 18:19

Ist das Ihre Privattheorie oder wird sie von anderen auch vertreten? auf was basiert Ihre Theorie? Zugegeben, die Wirtschaftsgeschichte des Dritten Reichs fällt wegen der Scheußlichkeiten der Nazis oft hinten runter - aber wo Sie auch nachlesen, lesen Sie immer dasselbe: Das Wohlstandswunder war kreditfinanziert, die Aufrüstung auch- spätestens 1942 wären die Nazis pleite gewesen.

Hitler wollte den Krieg. Aber wer wollte ihn nicht so früh, er wollte ihn 1940.

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RE: warum lügen Sie?

#21 von JoG , 08.05.2013 18:27

"Hitler wollte den Krieg. Aber wer wollte ihn nicht so früh, er wollte ihn 1940."

Schon blöd, dass ihn die Polen so viel zu früh überfielen. ;)


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zuletzt bearbeitet 08.05.2013 | Top

Heute feiert man in der ganzen Russischen ....

#22 von JoG , 09.05.2013 14:10

.... Föderation den Tag des Sieges. Warum nicht hier den Tag der Befreiung? Oder war es keine Befreiung?

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RE: Heute feiert man in der ganzen Russischen ....

#23 von kurt02 , 09.05.2013 15:09

Für die Alliierten, also auch für die Russen, war der Tag der Kapitulation der Tag des Sieges.
Für die Deutschen war es der Tag der Befreiung,
Für die Nazis und Schlächter war es der Tag der Kapitulation und der Niederlage.

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RE: Heute feiert man in der ganzen Russischen ....

#24 von JoG , 09.05.2013 15:57

Wieso also feiert das deutsche Volk nicht?

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RE: Heute feiert man in der ganzen Russischen ....

#25 von kurt02 , 09.05.2013 16:04

Zitat von JoG im Beitrag #24
Wieso also feiert das deutsche Volk nicht?


Weil es das gleiche wie die Sedantags-Feiern wäre, glaube ich.

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