Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#1 von kjschroeder , 28.04.2013 21:29

Das ist die Überschrift eines Interviews der "Welt" mit dem stellv. Fraktionsvorsitzenden der CDU im Bundestag. Was sich hier nachlesen läßt: -> http://www.welt.de/wirtschaft/article115...ernuenftig.html

Und in dem Interview erfährt man Erstaunliches: Eine D-Mark würde zu 40% aufwerten. 40 Prozent! Nur sagt Herr Fuchs leider nicht, im Verhältnis wozu. Zum Baht? Zum Yen? Zum Dollar? Zum Euro? Wir wissen es nicht. Und die "Welt" hat es offenbar nicht interessiert.

Aber das ist nur eine Petitesse. Was mich interessiert: Wie kann das sein? Wurde uns nicht immer und immer und immer wieder ezählt, der Euro sei mindestens so stabil wie die seinerzeit die D-Mark?

Mein Sinn für Logik sagt mir: Entweder phantasiert Herr Fuchs - oder wir wurden zehn Jahre lang seit Einführung des Euro von nahezu allen Politikern belogen. Oder sehe ich da was falsch?

Interessant auch die Begründung von Herrn Fuchs: Man sehe ja, was für Probleme die Schweiz mit ihrer Exportwirtschaft wegen des starken Franken habe. Leider finde ich nur Statistiken und Aussagen, die das nicht so ganz sagen: In der offiziellen Außenhandelsstatistik der Schweizer Regierung ist immer nur ein Anstieg zu sehen - aber gut: die Zahlenreihe reicht nur bis 2011. -> http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/in...delsbilanz.html

Hier gibts aber noch eine offizielle Statistiki für 2012 - 1,5% Zuwachs. Das ist für Schweizer Verhältnisse nicht viel. Aber wenn im - mit Abstand - wichtigsten Handelsland der Schweiz, nämlich Deutschland, sich immer mehr Leute immer weniger leisten können, verwundert das auch nicht mehr - und ist eigentlich eher ein Plädoyer für eine stärkere deutsche Währung. Damit unsere Importe billiger werden und wir uns mehr leisten können. 40% mehr - das wär doch was, oder?

Gruß
Klaus

PS.: Gerade ist mir in einer Bildunterschrift in dem Artikel ein netter fauxpas aufgefallen. dort heißt es: "Michael Fuchs, stellvertretender CDU\CSU-Fraktionsvorsitzender, betont im WELT-Interview die Erfolge von schwarz-grün"

Schwarz-GRÜN !!!! Ob da der Wunsch der Vater des Gedankens der "Welt" war ? ;-))


1 x aktualisiert


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 28.04.2013 | Top

RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#2 von JoG , 28.04.2013 21:55

Vielleicht sollte man daran erinnern, dass der Wechselkurs der DM nach 1970 entlang eines Trends kontinuierlich im Durchschnitt stieg, aber schwankte zwischen ca 1.60 und 3.45 DM/$. Deutschland exportierte und wuchs ganz prima. Die Kosten der Absicherung sind sehr gering.

Natürlich wäre die Aufgabe schwierig bei der Größe der durch den Euro entstandenen Ungleichgewichte den Euro rückabzuwickeln. Auch wäre es schwierig gegen den Willen der Bürokratie das zu tun, weil es deren Projekt war. Aber es wäre möglich und es wäre bei gutem Willen nicht schwer noch wären die Kosten höher als sie im Zuge des Euro bereits sind.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#3 von kjschroeder , 28.04.2013 22:54

Zitat
Vielleicht sollte man daran erinnern, dass der Wechselkurs der DM nach 1970 entlang eines Trends kontinuierlich im Durchschnitt stieg, aber schwankte zwischen ca 1.60 und 3.45 DM/$. Deutschland exportierte und wuchs ganz prima. Die Kosten der Absicherung sind sehr gering.


Genau - daran kann man auch gar nicht oft genug erinnern. Das hat auch nichts mit Nostalgie zu tun, sondern schlicht mit volkswirtschaftlichen Aspekten.

Ich sehe dieses Interview noch unter einem anderen Blickpunkt: Bei den etablierten Parteien geht langsam die Angst vor der AfD um. Hier und hier nachlesbar. Und es gibt eine Empfehlung, sich offensiv-inhaltlich mit AfD auseinanderzusetzen, wenn es notwendig erscheint. Fuchs macht da offenbar den Anfang. Und ich finde, gegen diese Art des Diskurses ist auch nichts zu sagen, wenn er inhaltlich einigermaßen den Realitäten entspricht.

Hier gibt es übrigens noch eine interessante Spekulation: Die CDU geht mit der AfD zusammen nach der Wahl - und aus dem Euro raus. -> http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....dem-euro-plant/

Und gerade habe ich gelesen: Island hat eine Regierung gewählt, die die Beitrittsverhandlungen zur EU abbrechen will. Die Isländer sind offenbar unvernünftig. ;-) -> http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...b-12165439.html


Gruß
Klaus

kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#4 von weihrauch , 28.04.2013 23:18

Zitat von kjschroeder im Beitrag #3
[quote]
Hier gibt es übrigens noch eine interessante Spekulation: Die CDU geht mit der AfD zusammen nach der Wahl - und aus dem Euro raus. -> http://deutsche-wirtschafts-nachrichten....dem-euro-plant/
---------------------------------------------------------------------------------

Darauf wird anscheinend bewußt nicht eingegangen.
Es wird lediglich ein Horrorzenarium zelebriert:
"Wählt man die AFD, hat die FDP und die CDU nicht mehr die Mehrheit um weiterzumachen".
Der Wähler soll bewußt davon abgehalten werden, AFD zu wählen.
Man könnte dadurch zu einer großen Koalition gezwungen werden.
Also, an mir prallt es sowieso ab.
Mir ist einzig und alleine wichtig, daß CDU und AFD die strategische Mehrheit haben - die Koalition ist mir egal.
---------------------------------------------------------------------------------------

Und gerade habe ich gelesen: Island hat eine Regierung gewählt, die die Beitrittsverhandlungen zur EU abbrechen will. Die Isländer sind offenbar unvernünftig. ;-) -> http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...b-12165439.html


Gruß
Klaus



Eine vernünftige Entscheidung, die hoffentlich viele Nachahmer findet


weihrauch  
weihrauch
Beiträge: 960
Registriert am: 17.01.2013

zuletzt bearbeitet 28.04.2013 | Top

RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#5 von kjschroeder , 28.04.2013 23:54

Zitat
Der Wähler soll bewußt davon abgehalten werden, AFD zu wählen.
Man könnte dadurch zu einer großen Koalition gezwungen werden.
Also, an mir prallt es sowieso ab.
Mir ist einzig und alleine wichtig, daß CDU und AFD die strategische Mehrheit haben - die Koalition ist mir egal.


Klar. Aber Ihnen ist natürlich auch der springende Punkt dabei klar: Was würde aus der FDP? Sie wäre bei diesem Szenario mglw. gar nicht mehr im Bundestag. ICH kann damit leben. ;-) Aber es wird andere - auch hier im Forum - geben, die das gar nicht gut finden werden.

Oder?

Gruß
Klaus

BTW: Ich gucke gerade Raabs Talkshow mit Lucke, Niebel, Gysi und Müller. Hochinteressant! ;-)


kjschroeder  
kjschroeder
Beiträge: 2.956
Registriert am: 27.12.2012

zuletzt bearbeitet 28.04.2013 | Top

RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#6 von weihrauch , 29.04.2013 00:23

Zitat von kjschroeder im Beitrag #5

Zitat
Der Wähler soll bewußt davon abgehalten werden, AFD zu wählen.
Man könnte dadurch zu einer großen Koalition gezwungen werden.
Also, an mir prallt es sowieso ab.
Mir ist einzig und alleine wichtig, daß CDU und AFD die strategische Mehrheit haben - die Koalition ist mir egal.

Klar. Aber Ihnen ist natürlich auch der springende Punkt dabei klar: Was würde aus der FDP? Sie wäre bei diesem Szenario mglw. gar nicht mehr im Bundestag. ICH kann damit leben. ;-) Aber es wird andere - auch hier im Forum - geben, die das gar nicht gut finden werden.

Oder?

Gruß
Klaus

BTW: Ich gucke gerade Raabs Talkshow mit Lucke, Niebel, Gysi und Müller. Hochinteressant! ;-)




Das ist mir vollkommen klar und auch - egal.
Ich möchte eine Oppositionspartei im Reichstag sehen und keine Allerweltspartei, die mit den Grünen, der SPD und der CDU ins gleiche Horn bläst, sondern eine ANTI-EURO-PARTEI, wie es sie in vielen Ländern gibt.
Die FDP hätte die Lücke füllen können - schon mehrmals.

Raab möchte ich mir allerdings nicht antun.


weihrauch  
weihrauch
Beiträge: 960
Registriert am: 17.01.2013

zuletzt bearbeitet 29.04.2013 | Top

RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#7 von huhngesicht , 29.04.2013 15:29

Das ist die Überschrift eines Interviews der "Welt" mit dem stellv. Fraktionsvorsitzenden der CDU im Bundestag. Was sich hier nachlesen läßt: -> http://www.welt.de/wirtschaft/article115...ernuenftig.html

Und in dem Interview erfährt man Erstaunliches: Eine D-Mark würde zu 40% aufwerten. 40 Prozent! Nur sagt Herr Fuchs leider nicht, im Verhältnis wozu. Zum Baht? Zum Yen? Zum Dollar? Zum Euro? Wir wissen es nicht. Und die "Welt" hat es offenbar nicht interessiert.

###
Die Welt hat vielleicht einfach nur das Naheliegendste angenommen? Die Aussage macht nur dann Sinn, wenn ein Selbstbezug besteht. Das heisst, dass es sich auf den Euro heute bezieht. "Heute bin ich Euro, morgen werde ich DM und werde relativ 40% aufgewertet." Entsprechend ist dann natuerlich auch die Aufwertung bezueglich jeder anderen Waehrung gemeint.
###

Aber das ist nur eine Petitesse. Was mich interessiert: Wie kann das sein? Wurde uns nicht immer und immer und immer wieder ezählt, der Euro sei mindestens so stabil wie die seinerzeit die D-Mark?

###
Was hat die Frage mit der Aussage zutun? Stabil ist nicht identisch mit hoch. Gesagt wurde, dass Schwankungen gering ausfallen wuerden. Angesichts von circa 10 Jahren Euro trifft diese Aussage wohl einigermassen zu.
###

Mein Sinn für Logik

###
Der ohne beleidigend sein zu wollen eher bescheiden ist ;-)
###

sagt mir: Entweder phantasiert Herr Fuchs - oder wir wurden zehn Jahre lang seit Einführung des Euro von nahezu allen Politikern belogen. Oder sehe ich da was falsch?

###
Schon die Frage macht keinen Sinn, weil sie voraussetzt, dass die komplexe Wahrheit davon abhaengt, dass jede Aussage von Fuchs entweder 100% richtig oder falsch ist. Ein Mensch entscheidet nicht darueber, was wahr ist. Entsprechend kann man auch keine vermeintlichen Luegen Dritter an sowas festmachen. Aber ja, ich verstehe, ich bin ja der Verrueckte ;-)
###

Interessant auch die Begründung von Herrn Fuchs: Man sehe ja, was für Probleme die Schweiz mit ihrer Exportwirtschaft wegen des starken Franken habe. Leider finde ich nur Statistiken und Aussagen, die das nicht so ganz sagen: In der offiziellen Außenhandelsstatistik der Schweizer Regierung ist immer nur ein Anstieg zu sehen - aber gut: die Zahlenreihe reicht nur bis 2011. -> http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/in...delsbilanz.html

###
Schon bei dem BZ-Artikel, den sie dann lieber ignorierten, taten sie sich ja etwas schwer. Wenn man schnell mal googlet, findet man ueberall die gleichen Aussagen, dass es ganz gut laeuft, aber die Staerke des Franken bezueglich der Exporte ein Problem darstellt. Und naeher ging Fuchs ja gar nicht darauf ein.
###


Hier gibts aber noch eine offizielle Statistiki für 2012 - 1,5% Zuwachs. Das ist für Schweizer Verhältnisse nicht viel. Aber wenn im - mit Abstand - wichtigsten Handelsland der Schweiz, nämlich Deutschland, sich immer mehr Leute immer weniger leisten können,

###
Was auch nur eine Unterstellung ist (zudem noch eine richtig linksgruene, Herr Schroeder, was ist los? Ich falle vom Glauben ab ;-)
###

verwundert das auch nicht mehr - und ist eigentlich eher ein Plädoyer für eine stärkere deutsche Währung. Damit unsere Importe billiger werden und wir uns mehr leisten können. 40% mehr - das wär doch was, oder?

###
Also ich bin jetzt nicht der Wirtschaftsexperte, aber selbst fuer meine Firma waere das die Hoelle. Was importiert Deutschland denn? Tomaten? Das waere vielleicht interessant, wenn man in New York shoppen gehen will. Aber ob das mehrheitlich nuetzlich waere, kann man infrage stellen.

Huhngesicht

huhngesicht  
huhngesicht
Beiträge: 510
Registriert am: 04.01.2013


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#8 von JoG , 29.04.2013 17:35

Zunächst ist die Frage typisch für Ihre Ernsthaftigkeit: "Was importiert Deutschland denn? Tomaten?"
Ist Ihnen wirklich nicht klar, wie wenige Rohstoffe man hier hat? Denken Sie an Energie. Davon importiert man alleine schon weit mehr als die Hälfte.

"Gesagt wurde, dass Schwankungen gering ausfallen wuerden. Angesichts von circa 10 Jahren Euro trifft diese Aussage wohl einigermassen zu."
Gering? Das kommt darauf an. Zum Dollar fiel der Euro zunächst mehr als 30% um dann um ca 95% zu steigen. Ist das eine geringe Schwankung?
Natürlich ist das nicht das Problem. Mit Währungsschwankungen ist es relativ leicht umzugehen, wenn der Staat den Marktprozess nicht stört. Das Problem des Euro ist dort, wo er nicht schwanken konnte. Dort ist er instabil und krank, weil riesige Fehlallokationen entstanden sind und unhaltbare Ungleichgewichte sich auftürmen konnten, nachdem man die Flexibilität variabler Wechselkurse eliminierte.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#9 von huhngesicht , 29.04.2013 18:44

Zunächst ist die Frage typisch für Ihre Ernsthaftigkeit: "Was importiert Deutschland denn? Tomaten?"
Ist Ihnen wirklich nicht klar, wie wenige Rohstoffe man hier hat? Denken Sie an Energie. Davon importiert man alleine schon weit mehr als die Hälfte.

###
Oh, bitte, warum wird vom Kern der Aussage abgelenkt, nur weil ich flapsig antwortete? Niemand kaeme wohl auf die Idee zu behaupten, dass eine starke deutsche Waehrung gut fuer die deutsche Wirtschaft waere.
###

"Gesagt wurde, dass Schwankungen gering ausfallen wuerden. Angesichts von circa 10 Jahren Euro trifft diese Aussage wohl einigermassen zu."
Gering? Das kommt darauf an. Zum Dollar fiel der Euro zunächst mehr als 30% um dann um ca 95% zu steigen. Ist das eine geringe Schwankung?

###
Das klingt aber erheblich dramatischer und somit irrefuehrend, als es war. Zur Einfuehrung lag der Euro bei ungefaehr 1 Dollar (US) zu 80 Cent. In relativ kurzer Zeit stieg es dann auf 1:1 und blieb ueber Jahre (teilweise wurde sogar das beklagt, man stelle sich eine Aufwertung der DM im Kontext vor) zwischen 1 Dollar zu 1,20 bis 1,50 Euro
###

Natürlich ist das nicht das Problem. Mit Währungsschwankungen ist es relativ leicht umzugehen, wenn der Staat den Marktprozess nicht stört. Das Problem des Euro ist dort, wo er nicht schwanken konnte. Dort ist er instabil und krank, weil riesige Fehlallokationen entstanden sind und unhaltbare Ungleichgewichte sich auftürmen konnten, nachdem man die Flexibilität variabler Wechselkurse eliminierte.

###
Man kann das sogar begruendet beklagen. Aber ausgerechnet Deutschland zog daraus nur Vorteile, weil es relativ nicht zu hoch bewertet wird.

Huhngesicht

huhngesicht  
huhngesicht
Beiträge: 510
Registriert am: 04.01.2013


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#10 von JoG , 29.04.2013 19:16

""""Das klingt aber erheblich dramatischer und somit irrefuehrend, als es war. Zur Einfuehrung lag der Euro bei ungefaehr 1 Dollar (US) zu 80 Cent. In relativ kurzer Zeit stieg es dann auf 1:1 und blieb ueber Jahre (teilweise wurde sogar das beklagt, man stelle sich eine Aufwertung der DM im Kontext vor) zwischen 1 Dollar zu 1,20 bis 1,50 Euro """

So bewegen sich Währungen oder Zinsen oft. Sehr volatile Perioden mit großen Bewegungen und dazwischen längere Phasen relativer Ruhe. Darin ist der Euro nicht anders als andere Währungen. Aber wie gesagt, ist nicht das Problem.

""""Man kann das sogar begruendet beklagen. Aber ausgerechnet Deutschland zog daraus nur Vorteile, weil es relativ nicht zu hoch bewertet wird.""""

Das wiederum ist nicht richtig. Deutschland trat in den Euro mit hohem Kurs ein und war daher über Jahre wenig konkurrenzfähig. Die Stagnation hat Millionen den Job gekostet und vielen den Rest ihres Lebens negativ ausgerichtet. Wie ich ja sagte, waren die Fehlallokationen und Ungleichgewichte, die sich auftürmen konnten, horrende. Dort sind die "Vorteile" die die Deutschen aus dem Euro zogen. Natürlich sind die BMWs bezahlt, aber andere halten nun die Positionen wie bspw die Targetausstände. Der große Teil der Verluste steht noch aus.


JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012

zuletzt bearbeitet 29.04.2013 | Top

RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#11 von huhngesicht , 30.04.2013 12:32

""""Man kann das sogar begruendet beklagen. Aber ausgerechnet Deutschland zog daraus nur Vorteile, weil es relativ nicht zu hoch bewertet wird.""""

Das wiederum ist nicht richtig. Deutschland trat in den Euro mit hohem Kurs ein und war daher über Jahre wenig konkurrenzfähig.

###
Woran konkret machen sie fest, dass 1 zu 2 hoch war? Das ist insofern eigenartig, dass sich die Hoehe auch an den damalig vorhandenen Wechselkursen orientierte. Zur Zeit des Wechsels war ich auf einer kanarischen Insel. Das Benzin gab es meinem Empfinden nach praktisch geschenkt.
###

Die Stagnation hat Millionen den Job gekostet und vielen den Rest ihres Lebens negativ ausgerichtet.

###
Ja, ja, und der Staat ist faschistisch geworden und morgen tragen alle wieder braune Hemden. Langsam wird diese Leier langweilig (auch ein Rentnerbonus haelt nicht ewig). Das sind wieder nur Spekulationen. Sie konstruieren ihrem Empfinden nach Korrelationen, was unzulaessig ist (auch wenn manche vermutlich nicht voellig falsch sind).


Huhngesicht

huhngesicht  
huhngesicht
Beiträge: 510
Registriert am: 04.01.2013


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#12 von JoG , 30.04.2013 12:42

Es ist schwierig mit jemandem zu diskutieren, der anführt, dass Benzin auf den Kanaren wenig kostete, wenn es im Gespräch um die Bedeutung des Wechselkurses für die Konkurrenzlage einer Wirtschaft geht. Das zeigt nämlich, dass er nicht seriös ist oder wirklich gar nichts von Volkswirtschaft und Märkten versteht. Da man im jeweiligen Fall unterschiedlich argumentieren müsste, lasse ich es. Aber was Sie da schreiben ist traurig und ohne prognostischen Wert.


JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012

zuletzt bearbeitet 30.04.2013 | Top

RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#13 von huhngesicht , 30.04.2013 13:11

Es ist schwierig mit jemandem zu diskutieren, der anführt, dass Benzin auf den Kanaren wenig kostete, wenn es im Gespräch um die Bedeutung des Wechselkurses für die Konkurrenzlage einer Wirtschaft geht.

###
Das war aber nur ein Aspekt, auf den ich nur hinwies, weil er bei zumindest oberflaechlicher Betrachtung nicht den Eindruck erweckt, die DM sei zu hoch bewertet worden.
###

Das zeigt nämlich, dass er nicht seriös ist oder wirklich gar nichts von Volkswirtschaft und Märkten versteht. Da man im jeweiligen Fall unterschiedlich argumentieren müsste, lasse ich es. Aber was Sie da schreiben ist traurig und ohne prognostischen Wert.

###
Es mag durchaus sein, dass Sie ueber Geheimwissen verfuegen, welches ihre Schluesse und Deutungen rechtfertigt. Aber dann verstecken Sie es gut. Ihre Argumentation ist vereinfacht dergestalt:
Ich, JoG las zB die Vertraege im Detail, ich verfuege ueber Wissen, ueber welches das Gegenueber nicht verfuegt.
Ueber das Wissen aeussere ich mich bestenfalls in Andeutungen, teile aber meine Schlussfolgerungen mit, die teilweise nachweislich abstrus (Faschismuszeug zB) in jedem Fall aber nicht mehrheitstauglich sind. Wie sollte man ihrer Meinung nach mit sowas umgehen? Ich habe (und das schrieb ich schon) tatsaechlich keine Ahnung von Wirtschaft. Als Naturwissenschaftler und "Normalinteressierter" kann ich recht gut grundsaetzlich analysieren. Und ich irre mich (gerade was es Prognosen betrifft) selten. Das letzte Mal hat mich der 11. September tatsaechlich ueberrascht.

Huhngesicht

huhngesicht  
huhngesicht
Beiträge: 510
Registriert am: 04.01.2013


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#14 von JoG , 30.04.2013 14:51

"""Das war aber nur ein Aspekt, auf den ich nur hinwies, weil er bei zumindest oberflaechlicher Betrachtung nicht den Eindruck erweckt, die DM sei zu hoch bewertet worden."""

Mag sein, dass oberflächlich betrachtet man nicht sieht, warum der Benzinpreis an der Zapfsäule kein besonders gutes Beispiel ist. Aber das macht es nicht besser, wenn man Dinge daraus ableitet, die einfach nicht stimmen.

Wie Sie von sich sagen: """Ich habe (und das schrieb ich schon) tatsaechlich keine Ahnung von Wirtschaft.""" Da sollte man nicht dogmatisch darauf bestehen, dass die einfachsten Zusammenhänge der Wirtschaft anders sind, als sie nun mal sind. Wenn man das tut, ist das unseriös und ärgerlich für Andere, weil die Erklärungen, die notwendig wären, die Behauptungen auszuhebeln ein gewissen Maß an formalen Kenntnissen benötigen. Wenn jemand nicht versteht, wie ein Markt funktioniert, ist es schwierig ihm zu erklären, wie die Stagnation Deutschlands aus dem Euro ableitet. Wenn er die Kurzform dann nicht ablehnt und sich weigert nachzulesen? Ja. Das ist unseriös.

Und wenn ich dann lese: """""Als Naturwissenschaftler und "Normalinteressierter" kann ich recht gut grundsaetzlich analysieren. Und ich irre mich (gerade was es Prognosen betrifft) selten. Das letzte Mal hat mich der 11. September tatsaechlich ueberrascht."""""? Ja, da kann ich nur sagen, dass Sie auch von Terrorismus wenig wissen.

Nun bin ich gerne bereit Ihnen zu helfen. Aber ich finde es langweilig mir sagen zu lassen, dass die Dinge anders sind als sie sein können.

PS: Als ich sagte, ich hätte die Texte gelesen, war das nicht die Behauptung, ich hätte "Geheimwissen". Denn, ob Sie das nun glauben wollen oder nicht, man kann die Verträge einsehen, indem man sie ergooglet. Man kann sich auch mit der Sekundärliteratur beschäftigen. Wer aber beides nicht tut, kann zu einigen Fragen nicht richtig mitreden. Weil er weiß es ja wirklich nicht.


JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012

zuletzt bearbeitet 30.04.2013 | Top

RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#15 von huhngesicht , 30.04.2013 21:40

"""Das war aber nur ein Aspekt, auf den ich nur hinwies, weil er bei
zumindest oberflaechlicher Betrachtung nicht den Eindruck erweckt, die
DM sei zu hoch bewertet worden."""

Mag sein, dass oberflächlich betrachtet man nicht sieht, warum der
Benzinpreis an der Zapfsäule kein besonders gutes Beispiel ist. Aber das
macht es nicht besser, wenn man Dinge daraus ableitet, die einfach nicht
stimmen.

###
Haette ich den BigMac bemuehen sollen, der allgemein als akzeptiert gilt?
Ich wiederhole, dass sie Rueckschluesse ziehen und dabei ueber
relevantes Wissen entweder tatsaechlich verfuegen, es aber nicht
deutlich machen oder (was leider wahrscheinlicher ist), vorgeblich
Relevantes wissen. Ich schrieb schon, dass ich zwar nicht in allen
Sachfragen alles weiss (wie sollte das auch moeglich sein?), aber
grundsaetzlich sehr gut analysieren kann.
###


Wie Sie von sich sagen: """Ich habe (und das schrieb ich schon)
tatsaechlich keine Ahnung von Wirtschaft.""" Da sollte man nicht
dogmatisch darauf bestehen, dass die einfachsten Zusammenhänge der
Wirtschaft anders sind, als sie nun mal sind.

###
Das habe ich nicht. Ich lese Erklaerungen in einem Forum mit (nennen wir
es freundlich formuliert) sehr selektiver Sichtweise (Ausnahmen sind
Kurt und dieser wunderbare Achim, der aber nur sehr kurz beitrug) und
verarbeite alle anderen mir zur Verfuegung stehenden Informationen (ohne
in jedes Detail zu gehen. Serioes waere es ihrerseits, sie wiesen auf
Details hin, die man angeblich wissen muesste.
Das ist doch sonst Kindergarten. Ich haette auch blendend taeuschen
koennen, dass ich der grossartigste Wirtschaftsexperte unter der Sonne bin).
###

Wenn man das tut, ist das unseriös und ärgerlich für Andere, weil die
Erklärungen, die notwendig wären, die Behauptungen auszuhebeln ein
gewissen Maß an formalen Kenntnissen benötigen. Wenn jemand nicht
versteht, wie ein Markt funktioniert, ist es schwierig ihm zu erklären,
wie die Stagnation Deutschlands aus dem Euro ableitet. Wenn er die
Kurzform dann nicht ablehnt und sich weigert nachzulesen? Ja. Das ist
unseriös.

###
Auch dazu schrieb ich schon. Es gibt ihre nicht naeher erlaeuterten
Rueckschluesse, die sie ausser fuer glaeubige Rechtspopulisten nicht
nachvollziehbar erklaeren und eine mediale ueberzeugend sich
darstellende Mehrheit. Als Nichtwirtschaftsexperte orientiere ich mich
an Vernunft. Ich google schon deshalb die Vertraege nicht, weil ich mit
hoher Wahrscheinlichkeit weiss, dass ich nicht zu den gleichen
Schluessen kommen werde wie jemand, der den geschmaecklichen CD-Ankauf
fuer rechtsdwidrigen Faschismus haelt und sich gerne bewaffnen wuerde,
weil man ihm seine Regenrinne stiehlt. Ich sage es ganz ausdruecklich,
ich vertraue ihrer Realitaetswahrnehmung nicht. Ich erkenne Diskrepanzen
(erhebliche) zwischen mir bekannten Fakten und ihren Rueckschluessen,
die mit mir angeblich unbekannten Fakten begruendet werden. Das muss ich
akzeptieren, aber dann erwarte ich eine konkrete Benennung (aber am besten
kurze Zitate) dieser Fakten.
###


Und wenn ich dann lese: """""Als Naturwissenschaftler und
"Normalinteressierter" kann ich recht gut grundsaetzlich analysieren.
Und ich irre mich (gerade was es Prognosen betrifft) selten. Das letzte
Mal hat mich der 11. September tatsaechlich ueberrascht."""""? Ja, da
kann ich nur sagen, dass Sie auch von Terrorismus wenig wissen.

###
Also wenn sie mir sagen, dass sie 9/11 in die Haende klatschend
sagten:"Na, das habe ich doch gewusst." Chapeau! Das beeindruckte mich.
Wenn Sie nun vergleichbar hellsichtig ihr Talent damit belegten, dass
sie das fuer zukuenftige Ereignisse wiederholen, werde ich
zuruecknehmen, dass ich ihrer Realitaetswahrnehmung nicht traue.
###

Nun bin ich gerne bereit Ihnen zu helfen. Aber ich finde es langweilig
mir sagen zu lassen, dass die Dinge anders sind als sie sein können.

###
Ich verstehe hier den Konjunktiv nicht. Anders als sie sind oder als sie
sein koennen?

Huhngesicht

huhngesicht  
huhngesicht
Beiträge: 510
Registriert am: 04.01.2013


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#16 von JoG , 01.05.2013 10:07

"Haette ich den BigMac bemuehen sollen, der allgemein als akzeptiert gilt?"

Vermutlich wäre das besser gewesen als den Preis eines Gutes zu nehmen, das zu einem hohen Prozentsatz aus Steuern besteht. Richtig wäre es Indizes für Non-Tradables zu nehmen. Es gibt PPP Datenreihen auch für den Produktions- oder Exportsektor. Ich hatte just dieses Thema mit einem Freund damals diskutiert, der in der Zusammenführung der DDR mit der BRD eine vorübergehende Schwächung der Gesamtwettbewerbsfähigkeit sah, die sich aber in den Währungskurs noch nicht ausdrückte, als die DM in den Euro eingebracht wurde. *)

Hieraus war der Wert der DM höher als er hätte sein dürfen, um Vollbeschäftigung zu erhalten. Deutschland glitt in eine Stagnation und berief sich auf ein Gesamtwirtschaftliches Ungleichgewicht um mehrere Jahre lang die Schuldgrenzbestimmungen des GG auszusetzen und brach in den folgenden Jahren Jahr für Jahr den Stabilitätspakt mit den Euroländern inklusive den Griechen, Zyprioten usw. Nun war dieser Freund mit dem ich da diskutierte einer der Wirtschaftsweisen zu der Zeit. Es mag sein, dass wir uns irrten. Aber wenn Sie die Zusammenhänge anders sehen, wäre es schon notwendig eine Falsifizierung vorzulegen, da die Analyse mit den allgemeinen Grundlagen der VWL übereinstimmt.

Zu 9/11 wäre folgendes zu sagen. Spezifisch ein Flugzeug in ein NYC Hochhaus an diesem Tag hat vermutlich keiner erwartet. Einen großen Terroranschlag in dieser Zeit? In den USA? Ja. Das haben alle erwartet, die sich damit auskannten. Meine Erwartung wäre eher in Richtung Dirty Bomb, chemischer oder biologischer Wirkstoff gegangen. Vielleicht auch eine sehr starke Explosion. Aber 9/11 passte genau in die Entwicklung, wenn man die Zahlen ansieht und Dynamik analysiert. Es war nur erfolgreicher, als alle bisherigen Versuche Terror hervorzurufen.


*)Dazu kam mE die Paris-Connection Kohls, aber das ist im Nebel hinter seinem gegebenen Wort verborgen geblieben.)


JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012

zuletzt bearbeitet 01.05.2013 | Top

Lafontaine und Wagenknecht

#17 von kurt02 , 01.05.2013 17:45

Hand in Hand mit der AfD:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2...wagenknecht-afd

"Auch Lafontaines Lebensgefährtin, die Linken-Vizechefin Sarah Wagenknecht, verteidigte die Partei gegen die Kritik, sie sei von Populismus getrieben. "Wer die Gründer der AfD als Populisten abstempelt, macht es sich zu leicht", hatte sie n-tv.de gesagt."

kurt02  
kurt02
Beiträge: 649
Registriert am: 07.01.2013


RE: Lafontaine und Wagenknecht

#18 von JoG , 01.05.2013 18:05

Worin sie recht hat ist, dass die Gründer und jetzigen Mitglieder der AfD kaum als typische Populisten gelten können und sie als Rechtsradikale zu bezeichnen ist ähnlich gewagt. Und keiner kann sagen, dass die Politiker der großen Parteien die Sache mit Europa oder dem Finanzsektor besonders überzeugend regelten. Auch kann man den großen Parteien kaum übertrieben demokratisches Verfahren bei ihrem Husarenritt hin zum Immer Tiefere Europa vorwerfen. Dass die Kollateralschäden großer Teile der Bevölkerung Europas dabei unter die Hufen geriet? Nun ja, das haben sie im Griff und brauchen dazu mehr Steuern.

JoG  
JoG
Beiträge: 2.092
Registriert am: 29.12.2012


RE: Michael Fuchs(CDU): "Wer zur D-Mark zurück will, ist unvernünftig"

#19 von huhngesicht , 01.05.2013 19:04

"Haette ich den BigMac bemuehen sollen, der allgemein als akzeptiert gilt?"

Vermutlich wäre das besser gewesen als den Preis eines Gutes zu nehmen, das zu einem hohen Prozentsatz aus Steuern besteht. Richtig wäre es Indizes für Non-Tradables zu nehmen. Es gibt PPP Datenreihen auch für den Produktions- oder Exportsektor. Ich hatte just dieses Thema mit einem Freund damals diskutiert, der in der Zusammenführung der DDR mit der BRD eine vorübergehende Schwächung der Gesamtwettbewerbsfähigkeit sah, die sich aber in den Währungskurs noch nicht ausdrückte, als die DM in den Euro eingebracht wurde. *)

###
Die wirtschaftlichen Schwierigjkeiten waren vor der Einfuehrung des Euros groesser. Es war Schroeder, der diesen Begriff der "wirtschaftlichen Verwerfungen" weltweit praegte.
Abgesehen davon druecken Sie sich hier ja auch viel moderater als gewoehnlich aus. Mehr oder weniger dem entsprechend, was allgemein angenommen wird. Woher allerdings wissen Sie, dass es ueber zehn Jahre gedauert haben soll, dass sich die Wirtschaftschwaechung aufgrund der Einheit bei der Waehrung niederschlug? Ich schliesse das nicht zwingend aus, haette nur gerne einen Beleg.
###

Hieraus war der Wert der DM höher als er hätte sein dürfen, um Vollbeschäftigung zu erhalten.

###
Wir hatten doch damals keine Vollbeschaeftigung. Weder in Deutschland (jetzt mit Euro sind wir nahe dran) noch in anderen Eurolaendern.
###

Deutschland glitt in eine Stagnation und berief sich auf ein Gesamtwirtschaftliches Ungleichgewicht um mehrere Jahre lang die Schuldgrenzbestimmungen des GG auszusetzen und brach in den folgenden Jahren Jahr für Jahr den Stabilitätspakt mit den Euroländern inklusive den Griechen, Zyprioten usw.

###
Ja, das trifft zu. Niemand bestritt, dass die Vertraege aufgeweicht wurden.
###

Nun war dieser Freund mit dem ich da diskutierte einer der Wirtschaftsweisen zu der Zeit. Es mag sein, dass wir uns irrten. Aber wenn Sie die Zusammenhänge anders sehen, wäre es schon notwendig eine Falsifizierung vorzulegen, da die Analyse mit den allgemeinen Grundlagen der VWL übereinstimmt.

###
Ich habe nun schon zig Male erwaehnt, dass ich mich an den allgemein bekannten Fakten und den Durchschnittsexpertenmeinungen orientiere. Ich koennte nie eine VWL-Analyse anbieten. Das, was Sie erklaeren, weicht von sowas aber auch stark ab.
###

Zu 9/11 wäre folgendes zu sagen. Spezifisch ein Flugzeug in ein NYC Hochhaus an diesem Tag hat vermutlich keiner erwartet. Einen großen Terroranschlag in dieser Zeit? In den USA? Ja. Das haben alle erwartet, die sich damit auskannten. Meine Erwartung wäre eher in Richtung Dirty Bomb, chemischer oder biologischer Wirkstoff gegangen. Vielleicht auch eine sehr starke Explosion. Aber 9/11 passte genau in die Entwicklung, wenn man die Zahlen ansieht und Dynamik analysiert. Es war nur erfolgreicher, als alle bisherigen Versuche Terror hervorzurufen.

###
Es gab schlicht vorher keine vergleichbaren und vor allem gut organsierten Anschlaege auf zivilisiertem Boden (ich erinnere mich nur an diesen Sektenanschlag in Japan). Ich bin auch rueckblickend noch ueberrascht, dass abgesehen von 9/11 ausser Madrid und London nicht mehr viel passiert ist und die staendigen red alerts in den USA bizarrer Panikmache glichen. Ich war kurz danach in den USA. Das war schon grotesk.

Huhngesicht

huhngesicht  
huhngesicht
Beiträge: 510
Registriert am: 04.01.2013


   

Brigitte bei Beate - Heiteres Loseziehen bei der fröhlichen Presse-Lotterie
Der vorhersehbare Machtkampf: BVerfG vs. EuGH

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen