No Turkish Membership in the Europen Union ...

#1 von gerhard_neumann , 21.04.2013 16:38

Die Türkei möchte unter allen Umständen in die Europäische Union aufgenommen werden. Und dies am liebsten sofort. Auf dem Wege dahin scheinen den Türken nahezu alle Mittel recht zu sein. Da wird gedroht, geschmeichelt, versprochen (und natürlich nichts oder nicht sehr viel gehalten) und vor allem nett gelächelt. Ein Meister seines Faches ist der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (das ist der, der immer seine Kopftuchtragende Ehefrau im Schlepptau hat) und dieser reizende Zeitgenosse stellte jüngst sogar an die deutsche Bundesregierung seine Forderungen: Türkische Kinder müssten zuerst Türkisch lernen und dies natürlich am besten in türkischen Schulen mit türkischen Lehrern und Türken sollten Anspruch auf die doppelte Staatsangehörigkeit haben. Nun, Herr Erdogan – sollten die Deutschen nicht gleich ihren gesamten Staatshaushalt nach Ankara überweisen ..?

http://youtu.be/_-idGjwZrPk

 
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Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#2 von kurt02 , 21.04.2013 17:23

Zitat von gerhard_neumann im Beitrag #1
Die Türkei möchte unter allen Umständen in die Europäische Union aufgenommen werden. Und dies am liebsten sofort. Auf dem Wege dahin scheinen den Türken nahezu alle Mittel recht zu sein. Da wird gedroht, geschmeichelt, versprochen (und natürlich nichts oder nicht sehr viel gehalten) und vor allem nett gelächelt. Ein Meister seines Faches ist der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (das ist der, der immer seine Kopftuchtragende Ehefrau im Schlepptau hat) und dieser reizende Zeitgenosse stellte jüngst sogar an die deutsche Bundesregierung seine Forderungen: Türkische Kinder müssten zuerst Türkisch lernen und dies natürlich am besten in türkischen Schulen mit türkischen Lehrern und Türken sollten Anspruch auf die doppelte Staatsangehörigkeit haben. Nun, Herr Erdogan – sollten die Deutschen nicht gleich ihren gesamten Staatshaushalt nach Ankara überweisen ..?

http://youtu.be/_-idGjwZrPk


Will die Türkei wirklich noch in die EU? Erdogan vielleicht. Die Jungen, Technik Affinen und wirtschaftlich Erfolgreichen sehen ihre Zukunft eher in einer Hinwendung zum mittelasiatischen Raum. Gerade die Turkvölker Mittelasiens bieten große Märkte und riesige Rohstofflager; und man hat mit Türkisch als Handelssprache bessere Chancen als die Konkurrenz aus China.
By the way hat die Türkei seit Jahren ein Wirtschaftswachstum, von dem die übrige Welt außer China nur träumen kann.

Ich weiß nicht, was diese alte Kamelle noch soll, Türkei in die EU und so. Irgendwelche xenophoben Umvolkungs- und Islamisierungsängste wären ja laut Moderation hier Motivunterstellungen und können deswegen als Beweggrund ausgeschlossen werden.


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RE: No Turkish Membership in the Europen Union ...

#3 von kjschroeder , 21.04.2013 17:26

Zitat
Die Türkei möchte unter allen Umständen in die Europäische Union aufgenommen werden. Und dies am liebsten sofort.


Ich empfehle, da dieses Thema betreffende Wiki zur Kenntnis zu nehmen: -> https://de.wikipedia.org/wiki/Beitrittsv...ml;ischen_Union

Danach ist nicht nur die Mehrheit der Europäser, sondern auch die Mehrheit der Türken GEGEN einen Beitritt.

Zitat
Nun, Herr Erdogan – sollten die Deutschen nicht gleich ihren gesamten Staatshaushalt nach Ankara überweisen ..?


Warum fragen Sie rhetorisch dies Erdogan? UNSERE Politiker sind dafür zuständig. Und wenn es da Probleme gibt (die ich auch sehe), dann sind diese DORT abzuladen - und nicht bei der türkischen Regierung oder DEN Türken (die es eh nicht gibt als Kollektiv).

Gruß
Klaus

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#4 von kjschroeder , 21.04.2013 17:34

Zitat
Die Jungen, Technik Affinen und wirtschaftlich Erfolgreichen sehen ihre Zukunft eher in einer Hinwendung zum mittelasiatischen Raum.


Es gab vor einigen Monaten einen interessanten Hintergrundbericht des US-Thinktanks Stratfor zur Türkei. Der Artikel sah die Türkei in einem Zwischenstadium der Um- bzw. Neuorientierung hin zu einer Regionalmacht, die sich allerdings Optionen in Richtung Europa offenhalten will. Diese Hinwendung zum mitterlasiatischen Raum macht auch Sinn - Sie schrieben es -, und in Europa können Sie ihre Leute ausbilden lassen.

Diese Interessenspolitik isat der Türkei nicht vorzuwerfen - auf einem anderen Blatt steht, wie UNSERE Politiker damit umgehen, die offenbar keine Vorstellungen davon haben, wo wir, wo Europa in 10, 20 Jahren stehen soll.

Gruß
Klaus

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#5 von JoG , 21.04.2013 17:46

"Diese Interessenspolitik isat der Türkei nicht vorzuwerfen - auf einem anderen Blatt steht, wie UNSERE Politiker damit umgehen, die offenbar keine Vorstellungen davon haben, wo wir, wo Europa in 10, 20 Jahren stehen soll. "

Dieses Problem vermasselt den Europäern und spezifisch den Deutschen viele Möglichkeiten. Es spielt auch in die schlechte Verfasstheit der EU und ebenfalls der Deutschen hinein. warum bspw in Deutschland eine anständige neue Verfassung erarbeiten, wenn es ja abgelöst wurde, wenn auch nur unter der Hand? Und wie will man eine anständige Verfassung für die EU einführen, wenn man nicht wagt dem Volk zu sagen, wie man will, dass die EU aussehen soll? Und wenn man daher so schlampige Verfassungen hat und dem Volk nicht sagen darf, wie man die Zukunft sieht? Tja.

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#6 von kurt02 , 21.04.2013 17:53

Zitat von JoG im Beitrag #5
"....
Dieses Problem vermasselt den Europäern und spezifisch den Deutschen viele Möglichkeiten. Es spielt auch in die schlechte Verfasstheit der EU und ebenfalls der Deutschen hinein. warum bspw in Deutschland eine anständige neue Verfassung erarbeiten, wenn es ja abgelöst wurde, wenn auch nur unter der Hand? Und wie will man eine anständige Verfassung für die EU einführen, wenn man nicht wagt dem Volk zu sagen, wie man will, dass die EU aussehen soll? Und wenn man daher so schlampige Verfassungen hat und dem Volk nicht sagen darf, wie man die Zukunft sieht? Tja.


Ich möchte jetzt der Diskussion nicht vorgreifen oder gar zerschießen, aber in 10 oder 20 Jahren hat sich ja lt. Sarrazin Deutschland eh abgeschafft *duckundwegrenn*

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RE: No Turkish Membership in the Europen Union ...

#7 von JoG , 21.04.2013 17:54

"222das ist der, der immer seine Kopftuchtragende Ehefrau im Schlepptau hat"""

Das war doch Prinz Rainier Grimaldi.
http://www.google.com/imgres?imgurl=http...Q9QEwAw&dur=217

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#8 von JoG , 21.04.2013 18:07

Vielleicht ist dann die neue Leitkultur ehrlicher und weniger xenophob als unsere heutige.

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#9 von kjschroeder , 21.04.2013 23:31

Zitat
Dieses Problem vermasselt den Europäern und spezifisch den Deutschen viele Möglichkeiten.


Das kommt davon, wenn man sich mit einer wirtschaftlichen Handelsunion nicht zufriedengeben will, sondern glaubt, noch eigene Duftmarken in Form der politischen Union setzen zu müssen. Und das alles an den Völkern vorbei - ohne Wahlen, ohne Volksentscheide. Weswegen jetzt Ratlosigkeit und Feuerlöschen die Agenda diktieren.

Übrigens scheint es in Bezug auf Zuwanderung, Kulturclash und soziale Verwerfungen ähnliche Probleme in den USA zu geben. Auch in der Art, wie diese Themen dort diskutiert werden. Zwei interessante Essays (eigentlich sind die alle interessant) Essays von Victor D. Hanson habe ich dazu gefunden - hier und hier.

Gruß
Klaus

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#10 von Willik , 22.04.2013 02:02

"...wie UNSERE Politiker damit umgehen, die offenbar keine Vorstellungen davon haben, wo wir, wo Europa in 10, 20 Jahren stehen soll."


"...geschweige denn in 40 oder 50 Jahren, was ja eher die Generationen unserer Kinder und Enkel betreffen würde.
Ich gehe eher davon aus, daß die heute Re(a)gierenden sich durchaus ausmalen können, was die Zukunft (Anderen) bringen wird. Genau DAS macht sie schon jetzt zu Verbrechern im Umgang mit dem eigenen Volk!

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RE: No Turkish Membership in the Europen Union ...

#11 von kurt02 , 22.04.2013 07:00

Zitat von Willik im Beitrag #10
"...wie UNSERE Politiker damit umgehen, die offenbar keine Vorstellungen davon haben, wo wir, wo Europa in 10, 20 Jahren stehen soll."


"...geschweige denn in 40 oder 50 Jahren, was ja eher die Generationen unserer Kinder und Enkel betreffen würde.
Ich gehe eher davon aus, daß die heute Re(a)gierenden sich durchaus ausmalen können, was die Zukunft (Anderen) bringen wird. Genau DAS macht sie schon jetzt zu Verbrechern im Umgang mit dem eigenen Volk!



Was machen Sie sch da Gedanken, in spätestens 20 Jahren sind wir doch alle Moslems. *hihi*

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#12 von JoG , 22.04.2013 10:46

Zitat von kjschroeder im Beitrag #9

Zitat
Dieses Problem vermasselt den Europäern und spezifisch den Deutschen viele Möglichkeiten.

Das kommt davon, wenn man sich mit einer wirtschaftlichen Handelsunion nicht zufriedengeben will, sondern glaubt, noch eigene Duftmarken in Form der politischen Union setzen zu müssen. Und das alles an den Völkern vorbei - ohne Wahlen, ohne Volksentscheide. Weswegen jetzt Ratlosigkeit und Feuerlöschen die Agenda diktieren.

Übrigens scheint es in Bezug auf Zuwanderung, Kulturclash und soziale Verwerfungen ähnliche Probleme in den USA zu geben. Auch in der Art, wie diese Themen dort diskutiert werden. Zwei interessante Essays (eigentlich sind die alle interessant) Essays von Victor D. Hanson habe ich dazu gefunden - hier und hier.

Gruß
Klaus



Ich denke, es ist nicht verwunderlich, dass es immer Reibung geben wird, wo neue Bevölkerungsgruppen mit großer Zahl einwandern. Der anfängliche Verdrängungsmechanismus, so wünschenswert er auf Makroebene und in seiner mittelfristigen Folge wirtschaftlich ist, tut vielen in der Gesellschaft persönlich und unmittelbar weh. Je größer die Zuwanderungsgeschwindigkeit desto mehr Menschen fallen in die Gruppe derer, die zunächst verlieren. Da nutzt es wenig, dass die Zuwanderung es wahrscheinlicher macht, dass sie später im Alter halbwegs versorgt werden, wenn sie heute für Euro 6.50 keinen Job mehr bekommen, weil der Arbeitgeber bessere Arbeitskräfte bekommt für den oder einen geringeren Preis.

Und es ist tatsächlich immer ein Abenteuer. Es war nicht klar, dass der Import vieler Hunderttausende Vietnamesen die Kraft der Nation und der Kultur heben würde. Wie ist das mit vielen Millionen Latinos? Wie wird das sein? Dass das nervös machen kann, scheint mir offensichtlich. Da ist es hilfreich in den USA, dass jede bisherige Immigrationswelle zu neuer Kraft und Schaffenskraft führte und die meisten Familien ihre damalige Heimat verlassen haben, weil die Bevölkerung dort rassistisch oder die Autokraten brutal waren. Das macht es einfacher. Diesen Vorteil hat Deutschland nicht, ist es doch einer der Länder, denen man entfloh und ist doch die Kultur noch krank.

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#13 von kjschroeder , 28.04.2013 10:31

Ihrem Beitrag stimme ich zu - bis auf diese Stelle:

Zitat
Da ist es hilfreich in den USA, dass jede bisherige Immigrationswelle zu neuer Kraft und Schaffenskraft führte und die meisten Familien ihre damalige Heimat verlassen haben, weil die Bevölkerung dort rassistisch oder die Autokraten brutal waren. Das macht es einfacher. Diesen Vorteil hat Deutschland nicht, ist es doch einer der Länder, denen man entfloh und ist doch die Kultur noch krank.



Ich bin mir nicht sicher, ob das noch so uneingeschränkt für die USA gilt. Richtig: Deutschland hat diesen Vorteil nicht, denn es war schon immer auch Auswanderungsland - und unsere "Eliten" taten und tun noch heute so, als ob sie damit nichts zu tun hätten. Aber Amerika scheint diesen Vorteil nun zu verspielen - ich könnte mir durchaus vorstellen, daß mir als weißem Mann, der einwandert, dort auch Rassismus entgegenschlägt - von Weißen.

Gruß
Klaus

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RE: Will die Türkei wirklich noch in die EU?

#14 von JoG , 28.04.2013 11:08

Rassismus gibt es immer. Es scheint, der Mensch ist genetisch so angelegt. Offenbar sind es die Kultur und die Umstände, die bedingen, dass die eine Gruppe mehr und die andere weniger rassistisch sich verhält.

Was ich aus den USA höre, veranlasst tatsächlich zu glauben, dass in der wirtschaftlich und durch Terror angespannten Situation Mechanismen in Gang sind, die in die Zukunft gesehen der Immigration schaden können. Das wird allerdings auch ziemlich freimütig diskutiert und es werden auch überzeugende Gegenmaßnahmen zum Teil ergriffen. Mein Eindruck ist nicht, dass die kulturell gegenüber Fremden liberale und freundliche Einstellung sehr gelitten hat. Das gilt auch für die Einwanderer der letzen Jahrzehnte, obwohl die Latinos einen Hang zum Rassismus wohl haben. Bisher aber habe ich noch keine Gezeitenänderung wahrgenommen. Aber ich mag mich irren. Woran machten Sie die Verschiebung aus?

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