Glückliches Amerika - überall nur Freunde! ;-)

#1 von kjschroeder , 21.04.2013 00:45

Ich gebe ja zu, daß mir die dänische Variante scharfsinnigen Humors bislang nicht so bekannt war - DIESEN Beitrag sollte man sich nicht entgehen lassen: -> http://www.youtube.com/watch?v=erYpXzE9Pxs

Was mir dabei in den Sinn kam: Wenn Reagan das passiert wäre oder Schorsch-Dabbeljuh, hätte die hiesige Presse das längst aufgegriffen. Aber nun ist es die Lichtgestalt unserer rot-grünen Freunde, es gibt knapp zwei Mio Zugriffe auf das Video, das schon seit März da steht - und nichts passiert. Woran liegt das wohl?

Gruß
Klaus


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RE: Glückliches Amerika - überall nur Freunde! ;-)

#2 von Willik , 21.04.2013 01:40

"Woran liegt das wohl?"

Public German Television is one of the strongest president"s allies"!

Nö, Spaß beiseite, schließlich sind wir nicht zu unserem Vergnügen hier!
Stimmt, Reagan oder Tschortschdabbeljuh hätte man in der Luft zerrissen (man erinnere sich an das Ding mit der Brezel!), aber doch nicht den schwarzen Messias, den Unfehlbaren, den König der... Verlierer!


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RE: Glückliches Amerika - überall nur Freunde! ;-)

#3 von kjschroeder , 21.04.2013 15:50

Zitat
Public German Television is one of the strongest president"s allies"!


Naja, Amercian Television nicht unbedingt. ;-) Kennen Sie Capitol Steps? Die nehmen jeden aufs Korn, und hier gibt es ein Video, das mit den Ähnlichkeiten der Worte "Osama" und "Obama" spielt. -> http://www.youtube.com/watch?v=AV3GUlaUYkE

Gruß
Klaus

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Amerika diskutiert mal wieder

#4 von horstR , 06.05.2013 22:53

Diesmal ob sie Waffen an die syrischen "Rebellen" (in meinen Augen Christenschlächter) liefern sollen.

Meine schlichte Förderung: Wer Waffen liefert muß auch Flüchtlinge aufnehmen, in der Richtung hat sich Amerika noch nie hervorgetan...


Saludos

HR

FDP wählen statt Spaß Bremsen

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RE: Amerika diskutiert mal wieder

#5 von JoG , 07.05.2013 08:58

Zitat von horstR im Beitrag #4
Diesmal ob sie Waffen an die syrischen "Rebellen" (in meinen Augen Christenschlächter) liefern sollen.

Meine schlichte Förderung: Wer Waffen liefert muß auch Flüchtlinge aufnehmen, in der Richtung hat sich Amerika noch nie hervorgetan...


Das ist ein mir bisher entgangener Zug der Amis. Wo haben Sie dieses Häppchen her?


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USA und Russland planen große Syrien-Konferenz

#6 von Marie , 08.05.2013 00:58

Der Clinton-Stil in der US-Außenpolitik scheint zum Glück beendet -> http://www.welt.de/politik/ausland/artic...-Konferenz.html

Nach dem was ich so von US-Seite(n) lese, scheint Kerry auch deutlich mehr von Assad als von den "Rebellen" zu halten ;-)

Schaun mer mal ...

Gruß,
Marie

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RE: USA und Russland planen große Syrien-Konferenz

#7 von JoG , 08.05.2013 09:12

Wie ich sehe trägt Kerry noch immer seine Hermès Krawatten.

PS: Mal sehen, ob man sich für die Methode Pinochete entscheidet und eine Diktatur belässt.

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RE: USA und Russland planen große Syrien-Konferenz

#8 von Marie , 08.05.2013 21:31

Woran es wohl liegen mag, daß die Sache hier in den Medien bisher noch runtergespielt wird ?
Oder anders gefragt: ob unsere Regierung es wohl langsam mal schafft wieder die Kurve zu kriegen und z.B. eine bestimmte provozierende Personalwahl zu überdenken, die in Russland scharfen Protest auslöste? ;-)

-> http://de.ria.ru/politics/20130507/266070598.html
"Kerry will Zusammenarbeit mit Russland so eng wie im Zweiten Weltkrieg"

In Rusland wird deshalb nicht gleich der große Jubel ausbrechen, zumal die Zusammenarbeit durchaus ihre herben Schattenseiten und auch ein langes "Nachspiel" hatte - man ahnt, wie es gemeint ist. Und gut wär es ja ...

Gruß,
Marie

PS.: Ist schon eine denkwürdige *Diktatur* in der Verfassungsänderungen per Volksentscheid laufen - davon dürfen wir nur träumen!

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RE: USA und Russland planen große Syrien-Konferenz

#9 von Willik , 09.05.2013 01:42

"Kerry will Zusammenarbeit mit Russland so eng wie im Zweiten Weltkrieg"



Warum? Ist doch klar!
1. Der Schauprozeß von München ist am ersten Verhandlungstag vertagt worden.
2. Uli H. wurde immer noch nicht nach der "russischen Methode" abgeurteilt.
3. In Deutschland wurde die "AfD" gegründet.
Wenn das nicht genug Alarmsignale sind...!

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RE: USA und Russland planen große Syrien-Konferenz

#10 von kjschroeder , 09.05.2013 20:32

Die große Verschwörung im Kaffeesatz? ;-)

Gruß
Klaus

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Obamas rosa Linie....

#11 von kjschroeder , 09.05.2013 20:46

Was Syrien angeht - aber nicht nur - werden wir von dieser US-Regierung nicht viel erwarten dürfen. Broder hat das recht gut, wie ich finde, auf
den Punkt gebracht: -> http://www.welt.de/debatte/henryk-m-brod...Staatsmann.html

Was das Verhältnis USA-Rußland angeht: Ich schätze, das hat auch und vor allem Korrektur-Charakter. Denn diese Beziehungen hatten sich ja in Obamas erster Amtszeit verschlechtert. Hier eine Bestandsaufnahme: -> https://dgap.org/de/node/23310


Gruß
Klaus

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RE: Obamas rosa Linie....

#12 von JoG , 09.05.2013 21:07

Ich würde auch sagen, dass Obama problematisch ist und uns alle in Teufels Küche bringt mit seinen Roten Linien. Wenn er nämlich droht aber nicht handelt, wird er unglaubwürdig. Das führt zu mehr Herausforderungen und zu gefährlicher Eskalation. Das ist schlecht, da niemand als die USA bisher als Ordnungsmacht da ist.
Dass er sich allerdings weigert ohne die Europäer das syrische Problem zu lösen ist gut.

Was das Verhältnis zu Russland aber angeht sehe ich noch keine Verbesserung:
http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-898980.html


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RE: Obamas rosa Linie....

#13 von kjschroeder , 09.05.2013 22:31

Zitat
Wenn er nämlich droht aber nicht handelt, wird er unglaubwürdig.


Das ist das Problem.

Zitat
Dass er sich allerdings weigert ohne die Europäer das syrische Problem zu lösen ist gut.


Die Europäer nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen - ja, das ist richtig. M.E. sollten die Amerikaner da auch ruhig mehr Dampf machen. Nicht gegenüber Rußöand, da gibt es ihn ja, nein, ich meine unsere Regierung hier. Hier haben wir wieder einen dieser schönen, netten und wohlfeilen Appelle - diesmal mit etwa einem Jahr -Verspätung: -> http://english.alarabiya.net/en/News/mid...errorists-.html

Nun ist eine Situation, in der man scheinbar nur die Wahl zwischen einem Despoten und Islamisten hat (und damit zwischen Teufel und Beelzebub) ziemlich undankbar. Was ich mich dabei frage, ist, warum es nicht zu gelingen scheint, eine demokratische Opposition dort aufzubauen. Freilich: wenn man bei diesen Leuten durch Abwesenheit glänzt statt durch Hilfe, ist das kein ermutigendes Signal.

Tempo 120 fordern ist halt einfacher. ;-)

Gruß
Klaus

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RE: Obamas rosa Linie....

#14 von JoG , 10.05.2013 09:25

Undankbar ist die Wahl zwischen Belzbub und seinem Freund schon. Aber das ist das Leben. Man fragt sich, wenn Einer sagt, was ihm im Kopf herum geht: "“We expect from the opposition that they clearly distance themselves in Syria from terrorist and extremist forces,” Westerwelle told reporters in Istanbul at a meeting of Syrian opposition leaders and their international backers."
Ich will nun nicht ins Detail gehen, aber das ist so sehr Kriegstreiberei, wie die Achse Paris, Berlin Moskau vor Irak2. Wenn der Diktator glaubt in seiner Position überleben zu können, weil die Gegner gespalten sind, der lenkt nicht ein. In solchen Situationen lenkt ein Diktator nicht ein. Das ist ja gerade der Grund, weshalb er Diktator ist.

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RE: Obamas rosa Linie....

#15 von kjschroeder , 10.05.2013 14:45

Zitat
Man fragt sich, wenn Einer sagt, was ihm im Kopf herum geht:


Ich wollte es nicht so explizit schreiben, da ich mit der FDP, unseren wackeren Liberalismus-Darstellern, doch einige Male hier ziemlich ins Gericht gegangen bin. Aber ich stimme Ihnen zu: Unter machtpolitischen Aspekten ist seine Äußerung ein einziges Desaster. Mir fiel dazu ein Spruch von Laotse aus seinem "tao te king" ein: Moral ist der Schein von Treu und Glauben und der Beginn der Verwirrung.

Was nicht bedeutet, tatenlos die Gefahr einer Dominanz von Islamisten in der Opposition hinzunehmen.

Es gibt einen schönen Spruch von Clausewitz, der sinngemäß so geht, daß man eine Situation kontrollieren muß statt sich von ihr kontrollieren zu lassen. Und daß man, um dieses Ziel zu erreichen, notfalls die Situation als solche zu ändern habe.

Was in dieser Logik bedeuten würde, die demokratischen Teile der Opposition systematisch aus- und aufzurüsten und ihnen auf allen möglichen Ebenen zu helfen - notfalls diskret. Wozu gibt es z.B. Geheimdienste?

Und sage niemand, das ginge nicht: Die spanischen Sozialisten z.B. wurden noch während der Franco-Diktatur massiv und auch diskret von der Friedrich-Ebert-Stifung auch finanziell unterstützt (habe ich als damaliger aktiver Sozialdemokrat noch selber mitbekommen). Und wie wir alle wissen, klappte das auch - der Übergang zur Demokratie verlief unblutig.

Ich frage mich, warum das heute niemand macht - soooooo groß ist Syrien ja nun auch wieder nicht.

Gruß
Klaus

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RE: Obamas rosa Linie....

#16 von JoG , 10.05.2013 14:55

"Ich frage mich, warum das heute niemand macht - soooooo groß ist Syrien ja nun auch wieder nicht."

Es wird sicherlich etwas gemacht. Aber wir befinden uns schon auf dem Schlachtfeld und in dessen Nebel. Da ist kaum mehr Freund und Feind unterscheidbar. Und selbst wenn, sind die Strukturen instabil und flüssig. Man weiß einfach nicht, ob man dem Richtigen den Beutel Scheine zusteckt.

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RE: Obamas rosa Linie....

#17 von kjschroeder , 10.05.2013 15:06

Zitat
Aber wir befinden uns schon auf dem Schlachtfeld und in dessen Nebel. Da ist kaum mehr Freund und Feind unterscheidbar. Und selbst wenn, sind die Strukturen instabil und flüssig. Man weiß einfach nicht, ob man dem Richtigen den Beutel Scheine zusteckt.


Klar. Das sehe ich auch so. Aber liegt nicht in genau diesem Umstand eine Chance? Nämlich den oder die "Richtigen" systematisch "aufzubauen"? In den anderen Ländern ist beim "arabischen Frühling" offensichtlich nichts dergleichen passiert. Und insofern frage ich mich, ob es wirklich an den Umständen liegt, daß in Syrien in diesem Bereich nichts passiert - oder am mangelnden Willen.

Gruß
Klaus

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RE: Obamas rosa Linie....

#18 von JoG , 10.05.2013 15:11

Zitat von kjschroeder im Beitrag #17

Zitat
Aber wir befinden uns schon auf dem Schlachtfeld und in dessen Nebel. Da ist kaum mehr Freund und Feind unterscheidbar. Und selbst wenn, sind die Strukturen instabil und flüssig. Man weiß einfach nicht, ob man dem Richtigen den Beutel Scheine zusteckt.

Klar. Das sehe ich auch so. Aber liegt nicht in genau diesem Umstand eine Chance? Nämlich den oder die "Richtigen" systematisch "aufzubauen"? In den anderen Ländern ist beim "arabischen Frühling" offensichtlich nichts dergleichen passiert. Und insofern frage ich mich, ob es wirklich an den Umständen liegt, daß in Syrien in diesem Bereich nichts passiert - oder am mangelnden Willen.

Gruß
Klaus



Wie damals im Libanon? Dort dauerte das Morden viele Jahre und ist noch nicht vorbei.

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RE: Obamas rosa Linie....

#19 von Marie , 10.05.2013 15:55

Die Sache der "Rebellen" scheint wirklich nicht gut zu stehen, anders ergibt für mich Erdogans Vorpreschen keinen Sinn.

Deswegen nochmal zur Erinnerung -> http://de.rian.ru/politics/20130507/266070401.html
(07/05/2013)" ... Kerry sagte ferner, dass Obama "mit Ungeduld" auf das bevorstehende Treffen mit Putin in Irland wartet. Der State Secretary versicherte auch dem russischen Präsidenten, dass Washington das Herangehen Moskaus an die Beilegung der Syrien-Krise teilt. Es komme darauf an, die regionale Stabilität wiederherzustellen, den Terrorismus auszumerzen und andere Probleme der Region im Komplex zu lösen ... "
(Bitte selbst nachlesen!)

Gruß,
Marie

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RE: Obamas rosa Linie....

#20 von kurt02 , 10.05.2013 16:34

Zitat von Marie im Beitrag #19
Die Sache der "Rebellen" scheint wirklich nicht gut zu stehen,...


Ich glaube, vielen ist nicht klar, dass es nicht "die "Rebellen" gibt, sondern ein Sammelsurium an Widerständlern von demokratischen Laizisten über islamische Konservative bis hin zu religiösen Ultras. horstR hat schon recht, wenn er von Christenschlächtern spricht, aber das wiederum ist eine Spilttergruppe der Gruppe der Islamisten. Jedes Land um Syrien herum +Iran +Russland + die komplette arabische Halbinsel + USA +NATO *EU kochen da ihr Süppchen.

Vele der Rebellen sind fanatisierte Mörder, aber viele sind es eben nicht. Die gilt es zu unterstützen.

Gegen Hussein, den Massenmörder

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RE: Obamas rosa Linie....

#21 von Marie , 10.05.2013 21:22

Es gibt ausreichend viele halbwegs zuverlässige Quellen zu dem Thema, z.B. -> http://www.hintergrund.de/201303282508/p...eskalation.html
Daraus: "... Dank der umfangreichen Unterstützung der „Freunde Syriens“ befinden sich weite Teile des Landes bereits unter Kontrolle jener Gruppen, die für gewöhnlich als „Al-Qaida“ bezeichnet werden. Diese Entwicklung ist kein Betriebsunfall.

Bereits im August letzten Jahres erklärte Ed Husain, Senior Fellow for Middle Eastern Studies des einflussreichen und regierungsnahen US Think Tanks Council on Foreign Relations, warum man auf „Al-Qaida“ als Verbündetem nicht verzichten könne, wenn man Syriens Regierung stürzen will: „Die syrischen Rebellen wären heute ohne Al-Qaida in ihren Reihen unermesslich schwächer. Die Einheiten der Freien Syrischen Armee sind weitgehend erschöpft, zerstritten, chaotisch und ineffektiv. (…) Al-Qaidas Kämpfer können jedoch helfen, die Moral zu steigern. Der Zustrom der Dschihadisten bringt Disziplin, religiöse Leidenschaft, Kampferfahrung aus dem Irak, Finanzmittel von sunnitischen Sympathisanten aus den Golfstaaten, und am wichtigsten, tödliche Resultate, mit sich. Kurz gesagt, die FSA braucht Al-Qaida.“ (17)

Laut Husain kämpfe „Al-Qaida“ in Syrien mit „westlichem Einverständnis“ und werde voraussichtlich nach einem Regimewechsel „die de-facto Kontrolle über Teile Syriens ausüben“. (18) In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass Ahrar al-Sham „schon lange vor dem 15. März 2011“, als Proteste in der Stadt Dara'a den Arabischen Frühling nach Syrien brachten, damit begonnen hatte, „Brigaden aufzustellen“. (19) Für diesen Zweck erhielt die Organisation Millionenbeträge aus Katar und Saudi-Arabien ... "


Damit wird auch die anfängliche Überreaktion verständlich, da man in Syrien ja wusste welche Pest da im Anmarsch war. Inzwischen gab es für bewaffnete Kämpfer zwei große Amnestien sodaß inzwischen nur noch Überzeugungstäter meist ausländischer Herkunft aktiv sein dürften.

Nach diversen Berichten gab es zeitgleich zum letzten Flugangriff Israels sowas wie eine breitangelegte "Rebellen"-Offensive (sicher nur wieder mal reiner Zufall ...), die aber schnell zurückgeschlagen wurde. Der Zeitpunkt - die orthodoxe Osternacht - zeugt dabei von ausgesuchter Geschmacklosigkeit.

Eine Antwort ließ dann nicht lange auf sich warten, z.B. -> http://english.farsnews.com/newstext.php?nn=9107168122
"Russia Not to Tolerate Further Israeli Attacks on Damascus / 2013-05-07

TEHRAN (FNA)- Israeli Prime Minister Binyamin Netanyahu, while in Shanghai, was given a sharp dressing-down by Russian President Vladimir Putin, a warning that Russia would not tolerate further Israeli attacks on Damascus and would respond.

Putin did not say how, but he did announce he had ordered the acceleration of highly advanced Russian weapons supplies to Syria.
... ...
Putin's message to Netanyahu was intended to reach a wider audience than Jerusalem, such as Barack Obama in Washington and President Xi Jinping in Beijing ahead of Netanyahu's talks there Tuesday ..."
(Bitte jeweils selbst nachlesen!)


Und bitte beachten: diese Ansage war bevor Kerry nach Moskau kam.
Vielleicht wird so die Gesamtsituation etwas klarer.

Gruß,
Marie

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RE: Obamas rosa Linie....

#22 von JoG , 10.05.2013 21:55

Ich habe den geposteten Artikel noch nicht gelesen, werde es jedoch. Wissen Sie zufällig die Ausrichtung der Zeitschrift?

Die Richtigkeit der ausgeführten Hypothese würde ich apriori misstrauen. Das soll nicht sagen, dass die Amerikaner sich nicht mit zwielichtigen Gestalten verbinden, wenn ein Primärziel das erfordert. Das tun sie. Uncle Joe Stalin war ein gutes Beispiel oder Pinochet. Das ist ja auch vernünftig. In diesem Fall ist es aber schwierig sich das vorzustellen, da eine Unterstützung al Quaidas für Obama, käme es heraus, verheerende persönliche Folgen hätte. Und es käme heraus. Es geheim zu halten wäre in den USA unmöglich. Dazu ist das System zu transparent und Obama weiß das.

Das heißt nicht, dass al Quaida nicht unterstützt wird von Alliierten der USA. Aber dass dies mit Zutun der Amerikaner geschieht scheint mir eher Propaganda. Das macht zu wenig Sinn bei zu hohem Risiko.

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RE: Obamas rosa Linie....

#23 von Marie , 13.05.2013 18:10

@JoG,
verstehe die plötzlichen Bedenken deshalb nicht weil die z.B. auch in Libyen maßgeblich beteiligt waren - Namen, Fotos usw. gingen lang und breit durchs Netz.
Der von mir zitierte Artikel ist gut mit Quellen belegt und alles ist nachlesbar, außerdem gibt es viele weitere Quellen: man muss sie halt nur nicht mehr ausblenden wollen...

-> http://www.juergentodenhoefer.de/
und dort: "Es gibt keine gemäßígten Rebellen mehr"

-> http://www.guardian.co.uk/world/2013/may...-islamist-group
"Free Syrian Army rebels defect to Islamist group Jabhat al-Nusra
The well-resourced organisation, which is linked to al-Qaida, is luring many anti-Assad fighters away, say brigade commanders /8 May 2013


Gruß,
Marie

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RE: Obamas rosa Linie....

#24 von wüllerstorff , 14.05.2013 11:04

Zitat von kjschroeder im Beitrag #15

Zitat
Man fragt sich, wenn Einer sagt, was ihm im Kopf herum geht:

Ich wollte es nicht so explizit schreiben, da ich mit der FDP, unseren wackeren Liberalismus-Darstellern, doch einige Male hier ziemlich ins Gericht gegangen bin. Aber ich stimme Ihnen zu: Unter machtpolitischen Aspekten ist seine Äußerung ein einziges Desaster. Mir fiel dazu ein Spruch von Laotse aus seinem "tao te king" ein: Moral ist der Schein von Treu und Glauben und der Beginn der Verwirrung.

Was nicht bedeutet, tatenlos die Gefahr einer Dominanz von Islamisten in der Opposition hinzunehmen.

Es gibt einen schönen Spruch von Clausewitz, der sinngemäß so geht, daß man eine Situation kontrollieren muß statt sich von ihr kontrollieren zu lassen. Und daß man, um dieses Ziel zu erreichen, notfalls die Situation als solche zu ändern habe.

Was in dieser Logik bedeuten würde, die demokratischen Teile der Opposition systematisch aus- und aufzurüsten und ihnen auf allen möglichen Ebenen zu helfen - notfalls diskret. Wozu gibt es z.B. Geheimdienste?

Und sage niemand, das ginge nicht: Die spanischen Sozialisten z.B. wurden noch während der Franco-Diktatur massiv und auch diskret von der Friedrich-Ebert-Stifung auch finanziell unterstützt (habe ich als damaliger aktiver Sozialdemokrat noch selber mitbekommen). Und wie wir alle wissen, klappte das auch - der Übergang zur Demokratie verlief unblutig.

Ich frage mich, warum das heute niemand macht - soooooo groß ist Syrien ja nun auch wieder nicht.

Gruß
Klaus



Sie sind inkonsequent. Einerseits regen sie sich (zurecht) über die Rechtsbrüche bei der Euro Rettung auf, andererseits fordern sie in Syrien Einmischung von außen. Einmischung in innere Angelegenheiten von souveränen Staaten ist verboten. In der Neuzeit hat man sich schon 1648 auf diesen Grundsatz geeinigt (und leider selten daran gehalten).

Der friedliche Übergang zur Demokratie ging in Spanien von Franco selber aus da er die Macht freiwillig an Juan Carlos übergeben hat. Zu Syrien muss man sich mal fragen warum ein großer Teil der Bevölkerung sich nicht zu einer Demokratie nach westlichen Muster bomben und terrorisieren will. Viellicht liegt es daran dass es viele gibt die mit ihrer Situation nicht unglücklich waren.

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RE: Obamas rosa Linie....

#25 von Marie , 14.05.2013 13:07

... und die Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder samt deren Folgen:

-> http://www.washingtontimes.com/news/2013...nterventionism/
"Ron Paul: Benghazi a result of U.S. ‘interventionism’ /May 13, 2013

-> http://www.investingchannel.com/article/...-About-Benghazi
"Ron Paul: What No One Wants to Hear About Benghazi /May 13, 2013

Daraus: " ... The Islamic radicals who attacked Benghazi were the same people let loose by the US-led attack on Libya. They were the rebels on whose behalf the US overthrew the Libyan government. Ambassador Stevens was slain by the same Islamic radicals he personally assisted just over one year earlier.

But the Republicans in Congress also want to shift the blame. They supported the Obama Administration’s policy of bombing Libya and overthrowing its government. They also repeated the same manufactured claims that Gaddafi was “killing his own people” and was about to commit mass genocide if he were not stopped. Republicans want to draw attention to the President’s editing talking points in hopes no one will notice that if the attack on Libya they supported had not taken place, Ambassador Stevens would be alive today.

Neither side wants to talk about the real lesson of Benghazi: interventionism always carries with it unintended consequences. The US attack on Libya led to the unleashing of Islamist radicals in Libya. These radicals have destroyed the country, murdered thousands, and killed the US ambassador. Some of these then turned their attention to Mali which required another intervention by the US and France.

Previously secure weapons in Libya flooded the region after the US attack, with many of them going to Islamist radicals who make up the majority of those fighting to overthrow the government in Syria. The US government has intervened in the Syrian conflict on behalf of the same rebels it assisted in the Libya conflict, likely helping with the weapons transfers. With word out that these rebels are mostly affiliated with al Qaeda, the US is now intervening to persuade some factions of the Syrian rebels to kill other factions before completing the task of ousting the Syrian government. It is the dizzying cycle of interventionism. ... "
(Bitte jeweils selbst nachlesen!)


Und was die Sache in und um Syrien betrifft: laut -> http://www.debka.com/ ist jetzt Bewegung in die Angelegenheit gekommen: "Saudis explore Iranian options for Syria & Lebanon in talks with Iran’s Salehi", lesenswert!

Gruß,
Marie

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