Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#1 von kjschroeder , 15.04.2013 21:40

Wie bezeichnet man eine Partei mit folgenden Zielen:

- Haftungsprinzipien nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen
- Steuerreform nach Kirchhof mit Abschaffung der Schlupflöcher
- Stop dem unsozialen Transfer von Steuermitteln an Banken
- Rechtsstaatlichkeit
- Politiker mit erforgreichem Erwerbshintergrund aus der Realwirtschaft

Na?

Genau: als "gefährlichste Partei am rechten Rand"

Mit der man "Null Schnittmenge" habe.

Danke für diese tolle Kompliment, liebe Linke! Aus SO einem berufenen Mund MUSS es ja stimmen! ;-)

Ganz possierlich auch die Journaille: Erst war die AfD die Partei der alten Männer, wie beim "stern", jetzt wird im o.a. "Welt"-Artikel berichtet, daß sich vor allem Jüngere zu iihr hingezogen fühlen. Darunter 46% FDP-Wähler. Tja, liebe Euro-Fanatiker: Sowas kommt von sowas.

Ich schätze, wir werden einen interessanten Wahlkampf entspannt erleben, der sich auch hier im Forum widerspiegeln dürfte. ;-)

Gruß
Klaus


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zuletzt bearbeitet 15.04.2013 | Top

RE: Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#2 von huhngesicht , 15.04.2013 21:49

Bedenkenswert sind auch diese Zahlen:

"Dabei trifft die Partei in Ostdeutschland auf ein größeres Wählerpotenzial (27 Prozent) als in Westdeutschland (23 Prozent). Besonders großen Anklang findet sie bei Hauptschulabsolventen: Hier könnte sich jeder dritte Befragte vorstellen, seine Stimme der AfD zu geben; bei Abiturienten sind es nur zehn Prozent."

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RE: Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#3 von Willik , 15.04.2013 22:09

"Genau: als "gefährlichste Partei am rechten Rand""


Und dabei fehlte sogar noch die Bezeichnung "rechtspopulistisch" oder gar "umstritten".
Damit kann man in der Abteilung Volksverblödung JEDEN öffentlich fertigmachen, der nicht dem linken Mainstream entspricht!

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RE: Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#4 von kjschroeder , 15.04.2013 22:15

Zitat
Damit kann man in der Abteilung Volksverblödung JEDEN öffentlich fertigmachen, der nicht dem linken Mainstream entspricht!


Ach i wo. Vorausgesetzt, der AfD unterlaufen keine Fehler, wird diese Nummer dieses Mal nicht klappen. Weil die Leute derartige Dummsprüche satt haben bis obenhin. Sie merken das ja auch an der Reaktion der anderen: weitgehendes Schweigen.

Nein, das ist eine Super-Reklame! Denn jetzt hat sich die Linke endlich mal geoutet und gesagt, womit sie "Null Schnittmenge" hat:
Mit:
- Haftungsprinzipien nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen
- Steuerreform nach Kirchhof mit Abschaffung der Schlupflöcher
- Stop dem unsozialen Transfer von Steuermitteln an Banken
- Rechtsstaatlichkeit
- Politikern mit erforgreichem Erwerbshintergrund aus der Realwirtschaft

Auf DEN Humor-Wahlkampf freue ich mich jetzt schon! :-)))

Gruß
Klaus

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RE: man bedenke die Folgen

#5 von huhngesicht , 15.04.2013 23:14

Bei aller freudigen Erregtheit ueber diese neue Partei werden die Folgen meiner Ansicht nach zu wenig bedacht. Voellig unabhaengig davon, ob sie (unwahrscheinlich) die Fuenfprozenthuerde schafft oder nicht, bedeutet das Waehlen einer rechtspopulistischen Partei eine Schwaechung des buergerlichen Lagers (auch wenn Protestwaehler oder Waehler der Linken einen nicht kleinen Waehleranteil ausmachen). Als koalitionsfaehig wird sie kaum betrachtet werden (und selbst wenn wuerde das keine politisch relevanten Veraenderungen herbeifuehren). Im schlimmsten Fall kann sie eine "linksgruene" Mehrheit moeglich machen, wahrscheinlicher beguenstigt sie eine grosse Koalition. Das wuerde jedenfalls dem Waheler dieser Partei nichts bringen. Eine Antieurowahl fuehrte zu einem tieferen Europa. Ihre Wahl macht die Vertreter gluecklich und befriedigt vielleicht die simplen Emotionen vieler Stammtische, kann aber nichts konstruktiv veraendern. Das ist ja auch der Hauptgrund, warum Deutschland nicht schon seit Jahren eine rechtspopulistische Partei hat und sich nie prominente Koepfe fuer eine solche gewinnen liessen. Es handelt sich um eine unsinnige Selbstbefriedigungsaktion weniger Echauffierer.

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RE: man bedenke die Folgen

#6 von JoG , 15.04.2013 23:24

Rechtspopulistisch? Wovon reden Sie?

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RE: man bedenke die Folgen

#7 von JoG , 15.04.2013 23:44

Ich hatte kurz gegooglet und kann nicht sagen, dass alle zur AfD schweigen.

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RE: Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#8 von horstR , 15.04.2013 23:47

So richtig gut wird das Ding, wenn das Volk die von Politik versäumte Volksabstimmung über den EURO durch die AFD nachholt!!! :-))))


Saludos

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RE: man bedenke die Folgen

#9 von huhngesicht , 16.04.2013 01:02

Ich denke nicht, dass wir uns infantil in Semantik versteigen muessen. Wir koennen gern auch von mittig wundervollhaftig "Wir schaffen den Euro ab"-Partei sprechen. Gemeinhin ist das rechtspopulistisch. Fuer jemand, der sogar bei einer Steuer-CD und Vertraegen zu Europa den Faschismus ueber die Menschen kommen zu sehen meint, sind sie recht blauaeugig, wenn denn wirklich mal der Wind von rechts weht ;-) Es ging bei meinem Beitrag aber nicht erstlinig um die Charaktersierungen, sondern um die Folgen. Die Stammtische ergoetzen sich und denken von zwoelf bis mittag. Die Welt wird nicht besser, nur weil iberische Hauptschueler, grenzdemente Rentner und lokalpatriotische Folkloreliebhaber eine Partei vorgesetzt bekommen, die ihnen DM und ein Zurueckbeamen in Zeiten verspricht, als man Schwule noch in den Knast steckte und Patriachen straffrei ihre Ehefrauen vergewaltigen durften. Waere es einfach nur Kindergarten fuer wannabees, koennte man es beim Belaecheln belassen. Es ist aber gerade Wasser auf die Muehlen von "linksgruen", was angeblich so gehasst wird. Es ist schlicht daemlich. Das primitive Befriedigen von plumpen Emotionen.

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Dann bedenken Sie sie doch einfach

#10 von kjschroeder , 16.04.2013 06:28

Zitat
sondern um die Folgen. Die Stammtische ergoetzen sich und denken von zwoelf bis mittag.


Jaja, ist schon schlimm, was diese Stgammtische so von sich geben - hier zum Beispiel: -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...g_fuer_den_euro

Da ist es doch evident, wie dankbar die Portugiesen in dem Bericht für den Euro sein müssen, nicht wahr?

Gruß
Klaus

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#11 von JoG , 16.04.2013 10:18

"Nun, Anfang April, müssen wir wegen Portugal nervös werden, da das Verfassungsgericht des Landes große Teile des von der Regierung vorgelegten Haushalts 2013 für verfassungswidrig erklärte. "

Das hat sich der Bundesgerichtshof nicht erlaubt, als es um die deutsche Verfassung ging und der Euro eingeführt wurde, Lissabon das GG zum nachgelagerten Recht machte, der ESM die Handlungsfreiheit zukünftiger Parlamente entscheidend in Frage stellte.

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RE: man bedenke die Folgen

#12 von JoG , 16.04.2013 10:40

""""Ich denke nicht, dass wir uns infantil in Semantik versteigen muessen. """

Wenn ich jemanden als "Rechtspopulisten" bezeichne, meine ich es. Das ist nicht Semantik und infantil schon gar nicht. Es ist Beleidigend jemanden so zu bezeichnen, der es nicht ist und in vermutlich hetzend populistischer Absicht.

"""Fuer jemand, der sogar bei einer Steuer-CD und Vertraegen zu Europa den Faschismus ueber die Menschen kommen zu sehen meint,"""

Sie haben offenbar nicht einmal begriffen, worum es ging, noch was den Faschismus ausmacht und wie es zu ihm kommen kann. Das ist wirklich sehr traurig. Aber Sie teilen sich dieses Problem mit Ihrer Leitkultur, die auch bspw daher auch eine merkwürdige Vorstellungswelt entwickelte zur Frage "wehrhafter Demokratie".

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RE: Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#13 von JoG , 16.04.2013 10:54

Wie allerdings würde man das machen wollen mit der Volksbefragung?

Die Frage ist nämlich nicht einfach mit einem "Ja" oder "Nein" zu beantworten, da es eine sehr große Zahl möglicher Lösungen gibt, die eine gute Währung mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen für verschiedenste sozio-ökonomische Gruppen implizieren. Auch ist eine einfache Befragung unsinnig, bevor man weiß, in welchen übergeordneten Verfassungsrahmen die Währung eingebettet werden sollte.

Man muss schon wissen bspw, welches Gericht das letzte Wort hat, wenn eine rechtliche Klärung notwendig wird und wie man bspw grobe Fahrlässigkeit eines Beamten oder Politikers ahnden soll, wie dieser haftet und vor allem, wer eine solche Strafverfolgung robust durchsetzen will. Weiß man solche Dinge nicht, kann man dem Volk die Frage nur stellen, wenn man betrügen will.

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#14 von huhngesicht , 16.04.2013 11:18

Jaja, ist schon schlimm, was diese Stgammtische so von sich geben - hier zum Beispiel: -> http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/d...g_fuer_den_euro

Da ist es doch evident, wie dankbar die Portugiesen in dem Bericht für den Euro sein müssen, nicht wahr?

###
Weder dieser link noch ihre Antwort beziehen sich auf meinen Beitrag. Ich schrieb ueber die Folgen, die diese Partei haben wird. Ich schrieb kein einziges Wort ueber die Folgen des Euro und des tiefen Europas.
Bringen wir es auf den Punkt.
Beim Euro und beim tiefen Europa sagt jeder vermeintliche Experte etwas anderes. Daraus folgt, dass entweder niemand die Antwort kennt oder die Antwort egal ist. Jetzt hat man (wir) die Wahl sich fuer die grosse Gruppe der meisten etablierten Parteien und Experten zu entscheiden oder fuer die erheblich kleinere Gruppe. Eine Gruppe, die thematisch inhaltlich sonst von Rechtspopulisten bestetzt wird, die viele Hauptschueler (ein Drittel) wenig Abiturienten (10%) bevorzugen und die davon ausgeht, dass die erste Gruppe aufgrund politischer und medialer Verschwoerung so gross ist. Als Nichtexperte faellt mir die Entscheidung, welche Gruppe vertrauenswuerdiger ist, leicht. Nur ging es darum gar nicht in meiner Antwort zur AfD. Diese Gruppe wird den Eurogegnern keinerlei Vorteil bringen. Sie wird entweder keine relevanten Konsequenzen fuer zukuenftige Entwicklungen haben und dient allein dem Zwecke des Wohlgefuehles von Protestwaehlern, oder sie kann im schlimmsten ihre so verhassten "Linksgruenen" in die Regierung bringen.
Und das ist fuer viele hier jetzt Grund zur Freude?

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RE: man bedenke die Folgen

#15 von huhngesicht , 16.04.2013 11:39

Wenn ich jemanden als "Rechtspopulisten" bezeichne, meine ich es. Das ist nicht Semantik und infantil schon gar nicht. Es ist Beleidigend jemanden so zu bezeichnen, der es nicht ist und in vermutlich hetzend populistischer Absicht.

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Ich habe einfach nur abgekuerzt.
Dann machen wir es ganz genau http://de.wikipedia.org/wiki/Alternative...BCr_Deutschland
Dann kann sich jeder differenziert ein Bild ueber liberal, buergerlich konservativ, rechtspopulistisch oder was auch immer machen. Ausschnittweise Aeusserungen, die natuerlich medial selektiv waren, wirkten auf mich persoenlich rechtspopulistisch.
###

"""Fuer jemand, der sogar bei einer Steuer-CD und Vertraegen zu Europa den Faschismus ueber die Menschen kommen zu sehen meint,"""

Sie haben offenbar nicht einmal begriffen, worum es ging, noch was den Faschismus ausmacht und wie es zu ihm kommen kann. Das ist wirklich sehr traurig. Aber Sie teilen sich dieses Problem mit Ihrer Leitkultur, die auch bspw daher auch eine merkwürdige Vorstellungswelt entwickelte zur Frage "wehrhafter Demokratie".

###
Ich habe sie natuerlich verstanden. Sie vertreten das urspruengliche Bild einer direkten Demokratie, in der jedem Buerger das Gefuehl vermittelt wird, dass seine Meinung wichtig ist, sein Wahlverhalten, sein Engagement sich niederschlagen. Am besten noch mit Volksabstimmungen in Sachfragen. So ist eine parlamentarische Demokratie aber nicht angelegt. Sie soll so gar nicht sein und das, weil sie so wehrhafter gegenueber schaedlichen Einfluessen ist. Sie verhindert "Volksfaschismus". Was meinen sie wohl, was wir fuer Horrorergebnisse bekommen haetten, wenn zB Anfang der 90er Volksabstimmungen zu Auslaenderfragen stattgefunden haetten?
Um solchen "Volksfaschismus" abzudaempfen, entscheidet ein gewaehltes Parlament und im konkreten Fall war das eine akzeptable Verschaerfung des Asylrechtes.
Oder man stelle sich vor, dass man zu Beginn der Krise eine Volksabstimmung ueber Bankenrettungen gemacht haette.

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#16 von JoG , 16.04.2013 11:40

Zitat

Als Nichtexperte faellt mir die Entscheidung, welche Gruppe vertrauenswuerdiger ist, leicht.



Das ist etwas leichtfertig. Es geht hier um etwas, die Sie, wie Sie selbst sagen, nicht verstehen, aber für fast uns alle sehr, sehr wichtig ist und die Gefahr birgt existenziell zu werden, wie sie es für die Millionen Deutsche Arbeitslose war und für die Hungerleider im Süden nun ist, wenn sie keine Arbeit finden, keine medizinische Versorgung haben und ihre Kinder nicht in die Schule schicken können. Statt sich schlau zu machen, führen Sie ein dezidiertes Wort, vertreten Meinungen ohne die Fragen zu kennen und ohne die Literatur zu lesen. Dazu hetzen Sie gegen eine Partei, die eine andere vertritt als Ihre, wie Sie sagen, "Nichtexperten" Meinung. Das ist bei solchen Themen Menschen verachtend, bestenfalls grob fahrlässig und abstoßend. Genau solcher Denke und Meinung schulden wir die verheerende Situation und riesigen Verluste.

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#17 von JoG , 16.04.2013 12:07

Zitat von huhngesicht im Beitrag #15
Wenn ich jemanden als "Rechtspopulisten" bezeichne, meine ich es. Das ist nicht Semantik und infantil schon gar nicht. Es ist Beleidigend jemanden so zu bezeichnen, der es nicht ist und in vermutlich hetzend populistischer Absicht.

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Ich habe einfach nur abgekuerzt.
Dann machen wir es ganz genau http://de.wikipedia.org/wiki/Alternative...BCr_Deutschland
Dann kann sich jeder differenziert ein Bild ueber liberal, buergerlich konservativ, rechtspopulistisch oder was auch immer machen. Ausschnittweise Aeusserungen, die natuerlich medial selektiv waren, wirkten auf mich persoenlich rechtspopulistisch.
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Aus dem von Ihnen zitierten Artikel:
"Der Bundesvorstand besteht nach dem Bundesparteitag am 14. April 2013 aus den drei Sprechern Konrad Adam, Bernd Lucke und Frauke Petry, den drei stellvertretenden Sprechern Alexander Gauland, Roland Klaus und Patricia Casale, dem Schatzmeister Norbert Stenzel sowie den drei Beisitzern Irina Smirnova, Beatrix Diefenbach und Wolf-Joachim Schünemann.
Am 13. März 2013 erklärte Ronald Geiger, bisher Mitglied der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart für die FDP, seinen Übertritt zur AfD.[21] Geiger gehört als fraktionsloses Mitglied weiterhin der Regionalversammlung an.
Zu parteilosen Unterstützern der Alternative für Deutschland gehören Wilhelm Hankel, Karl Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty, die Verfassungsbeschwerde gegen den Euro-Rettungsschirm eingelegt hatten.[22] Weitere Unterstützer der Partei sind unter anderem Ulrich Blum, Ursula Braun-Moser, Herbert Frohnhofen, Gernot Gutmann, Hans-Olaf Henkel,[22] Carsten Herrmann-Pillath, Stefan Homburg, Helga Luckenbach, Dirk Meyer, Dieter Spethmann, Roland Vaubel und Uwe Woltemath.[23]
Laut FAZ befinden sich unter den Unterstützern überproportional viele ehemalige oder noch amtierende Lehrstuhlinhaber der Volkswirtschaftslehre.[24]
AfD-Sprecherin Dagmar Metzger machte in der FAZ Angaben zu früheren Parteimitgliedschaften der Mitglieder: „Genau 600 waren früher in der CDU, 372 in der FDP, 346 in der SPD, 130 in der CSU, 91 bei den Piraten und 67 bei den Grünen.“[2] Parteisprecher Bernd Lucke bestätigte darüber hinaus, dass auch ehemalige Mitglieder der Pro-Parteien nach Einzelfallprüfung aufgenommen werden.[25]"

Ich kann nicht sagen, dass sich das sehr "rechtspopulistisch" anhört, es sei denn man hat eine festgefahrene Meinung.

Zitat von huhngesicht im Beitrag #15

"""Fuer jemand, der sogar bei einer Steuer-CD und Vertraegen zu Europa den Faschismus ueber die Menschen kommen zu sehen meint,"""

Sie haben offenbar nicht einmal begriffen, worum es ging, noch was den Faschismus ausmacht und wie es zu ihm kommen kann. Das ist wirklich sehr traurig. Aber Sie teilen sich dieses Problem mit Ihrer Leitkultur, die auch bspw daher auch eine merkwürdige Vorstellungswelt entwickelte zur Frage "wehrhafter Demokratie".

###
Ich habe sie natuerlich verstanden. Sie vertreten das urspruengliche Bild einer direkten Demokratie, in der jedem Buerger das Gefuehl vermittelt wird, dass seine Meinung wichtig ist, sein Wahlverhalten, sein Engagement sich niederschlagen. Am besten noch mit Volksabstimmungen in Sachfragen. So ist eine parlamentarische Demokratie aber nicht angelegt. Sie soll so gar nicht sein und das, weil sie so wehrhafter gegenueber schaedlichen Einfluessen ist. Sie verhindert "Volksfaschismus". Was meinen sie wohl, was wir fuer Horrorergebnisse bekommen haetten, wenn zB Anfang der 90er Volksabstimmungen zu Auslaenderfragen stattgefunden haetten?
Um solchen "Volksfaschismus" abzudaempfen, entscheidet ein gewaehltes Parlament und im konkreten Fall war das eine akzeptable Verschaerfung des Asylrechtes.
Oder man stelle sich vor, dass man zu Beginn der Krise eine Volksabstimmung ueber Bankenrettungen gemacht haette.

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-Ich glaube nicht, dass meine Meinung zur wünschenswerten Staatsform so simplistisch ist. Sicher ist jedoch, dass die Demokratie auch eine Wohlfühlebene" hat, die man nicht vergessen sollte. Sie ist jedoch nicht der Grund, wieso unter manchen Bedingungen Demokratien so viel effizienter sind als Autokratien.
-Natürlich kommt es auf die Strukturen an, wie gut eine Demokratie funktioniert. Wer aber mit "Direkter Demokratie" beginnt zu argumentieren, lässt so viele Strukturelemente weg, die so entscheidend das Ergebnis der jeweiligen Konstruktion prägen, dass man sagen kann, dass "Direkte Demokratie" eine Worthülse ist, die gute und schlechte Systeme bezeichnen kann. Es kommt eben auf die Details an. Volksentscheidungen, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, können sehr gut funktionieren oder Grotten schlecht. Und, wenn ich Ihren obigen Beitrag richtig lese, würden Sie den Unterschied erst am Ergebnis in der realen Welt erkennen.
-Wie ich Ihnen aO sagte, kann man nicht aus dem Bauch heraus politische Systeme beurteilen. Man muss schon verstehen, wie solche Systeme strukturell und formal funktionieren, wo die Vor- und Nachteile sind, was Änderungen der Befugnisse der Organe oder der Anwendung der Gesetze bewirken usw. Das ist wie bei jedem Instrument. Wenn ein Laie eine Brücke baut, mag sie schön sein. Ob sie hält ist aber wichtiger.

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RE: Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#18 von horstR , 16.04.2013 12:43

Na ja, die AFJ stellt die Frage ganz einfach ja oder nein. Am 22.11. wissen wir mehr...


Saludos

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#19 von huhngesicht , 16.04.2013 12:57

Das ist etwas leichtfertig.

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Nein, es ist die einzig logische Vorgehensweise. Wenn hier jeder meint, ein besserer Experte als die Mehrheit der angeblichen Experten zu sein, halte ich das fuer anmassend. Es gibt diese schluessigen Ebenen der Bewertung:

1. Ich bewerte allein, weil es sich um eine Geschmacksfrage handelt.
2. Ich masse mir Bewertungskompetenz an, weil ich Experte bin (oder jeder Experte sein kann, wie bei ethischen Fragestellungen).
3. Ich bewerte gar nicht.
4. Ich analysiere externe Bewertungsstrukturen hinsichtlich der wahrscheinlichsten Vertrauenswuerdigkeit und schliesse mich dieser Bewertung an.

Bezueglich der Eurofrage bewege ich mich selbstkritisch zwischen 3. und 4.
Hier im Forum bewegen sich aber viele zwischen 2. und 4. und scheinen wider der Vernunft bei 4. zu einem anderen Ergebnis als ich zu kommen. Und das Hauptargument, um bei 4. zu einem anderen Ergebnis als ich zu kommen, ist die Fokussierung auf exotische Quellen und die Annahme, dass aufgrund korrupter Verschwoerungsstrukturen mehrheitstaugliche Quellen unserioes sind.
Da letzteres sowas wie die Annahme der Existenz eines Gottes oder des
Spaghettimonsters ist, verbietet sich das, wenn man das Ockhamsche Rasiermesser anlegt.
Meine Einschaetzung bezueglich des Euro ist somit nachweislich korrekt.
Zu anderen Einschaetzungen duerfen allein Experten kommen.
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Es geht hier um etwas, die Sie, wie Sie selbst sagen, nicht verstehen, aber für fast uns alle sehr, sehr wichtig ist und die Gefahr birgt existenziell zu werden, wie sie es für die Millionen Deutsche Arbeitslose war und für die Hungerleider im Süden nun ist, wenn sie keine Arbeit finden, keine medizinische Versorgung haben und ihre Kinder nicht in die Schule schicken können.

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Ich stimme ihnen hier zu. Wir kommen aber wieder auf den Aspekt der Kausalitaet zurueck. Wenn man zB die Anzahl der Arbeitslosen in Deutschland heranzoege (auch wenn Kausalitaet nicht nachgewiesen werden kann) spraeche das fuer den Euro. Und die Bankenkrise, die zur Eurokrise usw wurde, hat noch nicht einmal ihren Ursprung in Europa. Dass es auch Probleme gibt, deren Ursache sich mehr oder weniger deutlich auf den Euro zurueckfuehren lassen, wollte ich auch nicht bestreiten. Nicht einmal so weit gehen zu sagen, dass diese (Problemlaender) ohne Euroeinfuehrung jedenfalls heute nicht besser dran waeren (ich weiss das alles nicht). Selbst der Austritt einzelner Staaten ist erwaegbar. Allein in der Summe schliesse ich mich vorsichtig der Mehrheit der Experten an.
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Statt sich schlau zu machen, führen Sie ein dezidiertes Wort, vertreten Meinungen ohne die Fragen zu kennen und ohne die Literatur zu lesen.

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Das mache ich nicht. Ich bin vermutlich nicht weniger schlau als die meisten im Kontext und bewerte allein logisch anhand der oben genannten vier Punkte.
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Dazu hetzen Sie gegen eine Partei, die eine andere vertritt als Ihre, wie Sie sagen, "Nichtexperten" Meinung.

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Ich hetze nicht gegen die Partei. Ich nannte sie aufgrund ihrer Positionierung (dazu komme ich in meiner anderen Antwort) rechtspopulistisch und eroerterte ihre moeglichen Vor-und Nachteile. Dass da die Nachteile unterstellt auch fuer Eurogener ueberwiegen, kann man ja mir nicht vorwerfen. Die Partei wird nicht aufgrund rationaler Pro-und Kontraerwaegungen mit Kusshand empfangen, sondern weil sie recht primitive Emotionen befriedigen kann. Man kann nicht mir vorhalten, dass Menschen speziell wenn es ihre eigenen Emotionen betrifft, bis zur Blindheit unkritisch sind.
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Das ist bei solchen Themen Menschen verachtend, bestenfalls grob fahrlässig und abstoßend.

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Es verletzt die Gefuehle derer, die ihre Gefuehle nicht hinterfragen. Daran ist absolut nichts menschenverachtend sondern im Gegenteil ist es philanthrop, wenn es um die wirklich relevanten Fragen geht.
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Genau solcher Denke und Meinung schulden wir die verheerende Situation und riesigen Verluste.

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Was genau ist denn hier ihr Argument? Nicht "anti" ist opportunistisch und deshalb falsch? Selbst die Eurogegner argumentieren doch ueberwiegend vorsichtig (kein Komplettausstieg, nur einzelne Laender. Es wird schmerzhaft, aber besser als beim Euro bleiben usw. Letzteres laesst annehmen, dass es dann zu einer Katastrophe kommt, die dann schoengeredet wird und nichts anderes macht man momentan pro Euro, falls der Euro falsch sein sollte (nur dass es sich zumindest fuer viele bis jetzt nicht wie eine Katastrophe anfuehlt).

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#20 von huhngesicht , 16.04.2013 13:44

Aus dem von Ihnen zitierten Artikel:
"Der Bundesvorstand besteht nach dem Bundesparteitag am 14. April 2013 aus den drei Sprechern Konrad Adam, Bernd Lucke und Frauke Petry, den drei stellvertretenden Sprechern Alexander Gauland, Roland Klaus und Patricia Casale, dem Schatzmeister Norbert Stenzel sowie den drei Beisitzern Irina Smirnova, Beatrix Diefenbach und Wolf-Joachim Schünemann.
Am 13. März 2013 erklärte Ronald Geiger, bisher Mitglied der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart für die FDP, seinen Übertritt zur AfD.[21] Geiger gehört als fraktionsloses Mitglied weiterhin der Regionalversammlung an.
Zu parteilosen Unterstützern der Alternative für Deutschland gehören Wilhelm Hankel, Karl Albrecht Schachtschneider und Joachim Starbatty, die Verfassungsbeschwerde gegen den Euro-Rettungsschirm eingelegt hatten.[22] Weitere Unterstützer der Partei sind unter anderem Ulrich Blum, Ursula Braun-Moser, Herbert Frohnhofen, Gernot Gutmann, Hans-Olaf Henkel,[22] Carsten Herrmann-Pillath, Stefan Homburg, Helga Luckenbach, Dirk Meyer, Dieter Spethmann, Roland Vaubel und Uwe Woltemath.[23]
Laut FAZ befinden sich unter den Unterstützern überproportional viele ehemalige oder noch amtierende Lehrstuhlinhaber der Volkswirtschaftslehre.[24]
AfD-Sprecherin Dagmar Metzger machte in der FAZ Angaben zu früheren Parteimitgliedschaften der Mitglieder: „Genau 600 waren früher in der CDU, 372 in der FDP, 346 in der SPD, 130 in der CSU, 91 bei den Piraten und 67 bei den Grünen.“[2] Parteisprecher Bernd Lucke bestätigte darüber hinaus, dass auch ehemalige Mitglieder der Pro-Parteien nach Einzelfallprüfung aufgenommen werden.[25]"

Ich kann nicht sagen, dass sich das sehr "rechtspopulistisch" anhört, es sei denn man hat eine festgefahrene Meinung.

###
Sie zitieren aber aeusserst einseitig, mal abgesehen davon dass mein Eindruck auf den Nachrichten ueber die Gruendung beruhte.
Ich zitiere mal die anderen Punkte auf der gleichen Seite:

"In deutschen Massenmedien wird sie häufig als „Anti-Euro-Partei“ bezeichnet. In Teilen der Berichterstattung werden programmatische und personelle Überschneidungen zum Rechtspopulismus diskutiert; andere Beobachter ordnen die Partei dem Konservatismus zu."

"Kernforderung im Parteiprogramm ist die geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Statt des Euros fordert die Partei die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde, etwa: Nord-Euro und Süd-Euro. Eine Wiedereinführung der Deutschen Mark solle kein Tabu sein."

(ich zitiere das, weil solche Forderung im Ausland in der Regel von Rechtspopulisten erhoben werden.)

"Bei den Personen mit Hauptschulabschluss könnte sich jeder dritte Befragte vorstellen, seine Stimme der AfD zu geben; bei Abiturienten sind es zehn Prozent."

"Gustav Horn, Leiter des Institutes für Makroökonomie und Konjunkturforschung, vertritt – bezugnehmend auf die hohe Anzahl an Wissenschaftlern unter den Unterstützern und Mitgliedern der Alternative für Deutschland – die Ansicht, dass viele deutsche Ökonomen den Euro von Anbeginn an abgelehnt hätten und die Parteigründer nun versuchen würden, mit „dumpfen Ressentiments“ den Euro als prinzipielles Problem darzustellen. Dies sei eine „Schande für unsere Zunft“, so Horn."

"Alexander Häusler sieht Überschneidungen zum Rechtspopulismus und warnte zugleich im Zusammenhang mit der Gründung der Alternative für Deutschland und Schaffung von „emotionalisierten Feindbildkampagnen“ vor einer „Verrohung der Politik“"

"In mehreren Zeitungen wurde darauf verwiesen, dass verschiedene Unterstützer und Politiker der Partei rechten Parteien nahegestanden hätten oder zuvor selbst Mitglied in rechtspopulistischen Parteien gewesen wären,[39] beispielsweise der Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider, der allerdings kein Parteimitglied ist. So saß Schachtschneider 2005 auf Einladung der NPD als Sachverständiger in einer Anhörung des Sächsischen Landtages und trat im März 2009 auf Einladung der Ratsfraktion der Bürgerbewegung Pro Köln auf."


"In einem privaten Blogeintrag von Martin Wassermann, dessen Text von den Blogs Publikative.org[44] und „Störungsmelder“ (Die Zeit) gespiegelt wurde, wurde der Vorwurf erhoben, dass einige Unterstützer der ‚Alternative‘ auch deutschnationale, völkische und verschwörungsideologische Positionen‘ vertreten würden.[45] Nico Schmidt schrieb auf Stern.de, es sei „wenig verwunderlich, dass sich unter den Anwärtern auf eine Parteimitgliedschaft auch Rechtsnationale und Verschwörungstheoretiker“ tummelten, da sich im Parteiprogramm auch rechtspopulistisches Gedankengut finden würde.[46] So trat der Politiker Stefan Milkereit aus dem Parteivorstand zurück, nachdem er via Twitter behauptet hatte, es sei „wissenschaftlich erwiesen“, dass ein „Multi-Kulti-Gen“ zu „Mutationen und damit zu Krankheiten, die vorher bei Reinrassigkeit nicht vorhanden waren“, führe."

"Einige Medien griffen den Satz „Wir lehnen eine Gängelung der öffentlichen Meinung unter dem Deckmantel der sogenannten 'political correctness' ab” aus dem Wahlprogramm der Partei auf und wiesen auf Parallelen zu der Sprache rechter Gruppen hin. Laut Astrid Geisler (taz) ist der Widerstand gegen das vermeintliche „Diktat” der politischen Korrektheit ein Leitmotiv ultrarechter Gruppierungen.[47] Philipp Wittrock schrieb auf Spiegel Online, dass „Mit dieser Man-wird-doch-noch-sagen-dürfen-Attitüde” auch Gruppen am rechten Rand auf Stimmenfang gingen,[48] und Thorsten Denkler von der Süddeutschen Zeitung war der Ansicht, dass dieser Satz in Rechtsaußen-Kreisen sofort unterschrieben werden könnte.[43] Laut Florian Kech (Badische Zeitung) erinnere die Rhetorik der Partei „durchaus an den Populismus Sarrazinscher Couleur."

"Jakob Augstein schrieb in seiner Kolumne auf Spiegel Online, dass mit der Alternative für Deutschland der Rechtspopulismus in Deutschland angekommen und die Kampagne gegen den Euro lediglich ein Anfang sei und kommentierte: „Das Gespenst des Rechtspopulismus geht schon seit langem in Europa um. Deutschland war bislang verschont geblieben.“[50] Roland Sieber konstatiert im Onlinemagazin Migazin, dass der Kurs der Parteiinitiative auch in antisemitischen und islamfeindlichen Kreisen und Blogs auf Zustimmung stößt und verweist auch auf personelle Nähe einiger Unterstützer zu diesen Kreisen."

"Patrick Gensing schrieb auf tagesschau.de, dass die AfD eine Art deutsche Tea Party hinter sich vereine, mit klaren Feindbildern: die „Politische Korrektheit“ und das „EU-Regime“. Er kritisierte das rechtspopulistische Vokabular, welches immer wieder von offiziellen AfD-Seiten gepostet würde. So fand sich auf der offiziellen Facebookseite der AfD die Forderung „Klassische Bildung statt Multikulti-Umerziehung“. Gensing wies auch darauf hin, dass einige Funktionäre und Kandidaten der AfD bereits durch fragwürdige Äußerungen aufgefallen sind, wie die Vizevorsitzende des AfD-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, die auf Facebook bezüglich der Kritik des Simon-Wiesenthal-Centers an dem Verleger Jakob Augstein fragte, ob dies die „Anfänge eines jüdischen Nationalsozialismus“ seien.

Ich zitiere hier nur die ausdruecklich pro-Rechtspopulismusaspekte. Es gibt auch viele Aussagen auf der Seite, die zB von mitte-rechts, buergerlich konservativ oder liberal sprechen (nur um fair zu bleiben.)
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-Ich glaube nicht, dass meine Meinung zur wünschenswerten Staatsform so simplistisch ist.

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Ich habe selbstverstaendlich extrem grob vereinfacht. Ihre exakten Vorstellungen kann ich ja gar nicht kennen.
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Sicher ist jedoch, dass die Demokratie auch eine Wohlfühlebene" hat, die man nicht vergessen sollte. Sie ist jedoch nicht der Grund, wieso unter manchen Bedingungen Demokratien so viel effizienter sind als Autokratien.

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Ich will nicht weiter auf Staatsformen eingehen, die wir nicht haben, aber Demokratie mag alles moegliche sein aber sicher nicht effizient. Allein der Aufwand, dass Personen und Parteien ewig mit falschen Versprechungen, Heuchelei und Taeuschung um die Gunst der Waehler buhlen muessen, ist alles andere als effzient. Wie kommen sie ausgerechnet auf diesen Begriff?
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-Natürlich kommt es auf die Strukturen an, wie gut eine Demokratie funktioniert. Wer aber mit "Direkter Demokratie" beginnt zu argumentieren, lässt so viele Strukturelemente weg, die so entscheidend das Ergebnis der jeweiligen Konstruktion prägen, dass man sagen kann, dass "Direkte Demokratie" eine Worthülse ist, die gute und schlechte Systeme bezeichnen kann. Es kommt eben auf die Details an. Volksentscheidungen, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, können sehr gut funktionieren oder Grotten schlecht.

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Was sie schreiben, ist alles sehr vage. Haette, koennte, irgendwie, je nachdem ... Dem kann man weder zustimmen noch widersprechen.
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Und, wenn ich Ihren obigen Beitrag richtig lese, würden Sie den Unterschied erst am Ergebnis in der realen Welt erkennen.

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Das ginge wohl jedem so. Bzw koennte man Vorhersagen treffen, je nachdem zu welchem Thema man fragt, und wie die Frage formuliert ist. Ich kann mich spontan nicht an viele Volksabstimmungen erinnern. Stuttgart 21 faellt mir ein. Bundesweit erinnere ich mich an keine.
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-Wie ich Ihnen aO sagte, kann man nicht aus dem Bauch heraus politische Systeme beurteilen. Man muss schon verstehen, wie solche Systeme strukturell und formal funktionieren, wo die Vor- und Nachteile sind, was Änderungen der Befugnisse der Organe oder der Anwendung der Gesetze bewirken usw. Das ist wie bei jedem Instrument. Wenn ein Laie eine Brücke baut, mag sie schön sein. Ob sie hält ist aber wichtiger.

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Wenn man nicht gerade selbst Brueckenbauer ist, muss man darauf vertrauen, dass die Brueckenbauer wenigstens halbwegs kompetent sind. Das hat auch nichts mit Obrigkeitshoerigkeit zutun, sondern ist ein nicht abwendbares Dilemma. Man kann froh sein, dass man immerhin ein Mitspracherecht bei der Wahl der Brueckenbauer hat. Und wenn eine Bruecke leidlich steht (und nicht einstuerzt) und man selbst gut darueber laufen kann, gleichzeitig Erbauer aus vielen unterschiedlichen Fachbereichen sich einig sind, dass man langfrstig keine bessere Bruecke bekommen kann, auch wenn sie bei Wind manchmal wackelt und ein Abriss und das Fahren mit der klapprigen 50 Jahre alten Faehre keine Alternative waere, dann scheint mir das akzeptabel. Wenn man den Eindruck hat, dass sich die Erbauer um den Zustand der Bruecke kuemmern. Es ist glaubwuerdiger als die Behauptungen einer Expertenminderheit, die die Faehre schlicht lieber mochten, bequemer finden, denen es auf der Bruecke zu voll ist und die sagen, dass wir uns frueher ueber diese Faehre identifizierten.

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RE: Die erste Werbung für die AfD gibt es schon ;-)

#21 von JoG , 16.04.2013 17:27

Ja, das sehe ich als Problem.

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#22 von JoG , 16.04.2013 17:36

""""In deutschen Massenmedien wird sie häufig als „Anti-Euro-Partei“ bezeichnet. In Teilen der Berichterstattung werden programmatische und personelle Überschneidungen zum Rechtspopulismus diskutiert; andere Beobachter ordnen die Partei dem Konservatismus zu."

"Kernforderung im Parteiprogramm ist die geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Statt des Euros fordert die Partei die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde, etwa: Nord-Euro und Süd-Euro. Eine Wiedereinführung der Deutschen Mark solle kein Tabu sein.""""

So, so. Es werden Überschneidungen angeblich diskutiert, hört man, sagen die Einen. Daher hatte ich die Namen einiger Beteiligten zitiert und die Aussage, dass überproportional viele Personen, die Professuren halten oder hielten. Waren es Professoren vom Fach? Ich meine das stünde auch da, will aber nicht noch einmal nach lesen. Seien Sie also nicht kindisch. Sie haben einen widersprüchlichen Artikel in dem einige Behauptungen, die Sie aufgriffen um sich eine Meinung zu bestätigen, im selben Text mit Nennung von Fakten widersprochen werden.

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#23 von JoG , 16.04.2013 17:39

"""Das mache ich nicht. Ich bin vermutlich nicht weniger schlau als die meisten im Kontext und bewerte allein logisch anhand der oben genannten vier Punkte."""

Das wird wohl so sein und ist der Grund, wieso Ihre Meinungen so wenig hilfreich sind. Denn wie will jemand "logisch" sinnvoll argumentieren, wenn er die Fragen nicht kennt?

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#24 von huhngesicht , 16.04.2013 18:21

""""In deutschen Massenmedien wird sie häufig als „Anti-Euro-Partei“ bezeichnet. In Teilen der Berichterstattung werden programmatische und personelle Überschneidungen zum Rechtspopulismus diskutiert; andere Beobachter ordnen die Partei dem Konservatismus zu."

"Kernforderung im Parteiprogramm ist die geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Statt des Euros fordert die Partei die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde, etwa: Nord-Euro und Süd-Euro. Eine Wiedereinführung der Deutschen Mark solle kein Tabu sein.""""

So, so. Es werden Überschneidungen angeblich diskutiert, hört man, sagen die Einen. Daher hatte ich die Namen einiger Beteiligten zitiert und die Aussage, dass überproportional viele Personen, die Professuren halten oder hielten. Waren es Professoren vom Fach? Ich meine das stünde auch da, will aber nicht noch einmal nach lesen.

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Ja, das waren sie. Spielt das eine Rolle? Der Intellekt beeinflusst zum Glueck hier nicht das politische Engagement. Das waere dann nicht rechtspopulistisch, sondern peinlich geworden. Ich bestritt nie, dass die Minderheitenexperten Experten sind. Das zeigt nur, dass Menschen jeder Kompetenz empfaenglich fuer Emotionen und Ideologie sind. Das gilt auch nicht anders fuer die Eurobefuerworter. Diese sind nur schlicht ideologieuebergreifend in einer ueberzeugenden Mehrheit.
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Seien Sie also nicht kindisch.

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Das moechte ich zurueckgeben. Es ist doch kindisch, nicht der deppenoffensichtlichen Wahrheit ins Gesicht zu blicken, dass diese neue Partei das einzige politische Vakuum in Deutschland zu besetzen sucht. Das ist rechts von der Union und greift Themen auf, die ein Drittel der Hauptschueler anspricht. Das heisst nicht, dass die Verteter dumm sind oder dies im Rahmen ihrer Moeglichkeiten nicht halbwegs serioes hinbekommen. Sie halten sich anscheinend bei den anderen klassisch rechtspopulistischen Themen wie Islam und Zuwanderung angenehm zurueck. Ich erkenne das durchaus an.
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Sie haben einen widersprüchlichen Artikel in dem einige Behauptungen, die Sie aufgriffen um sich eine Meinung zu bestätigen, im selben Text mit Nennung von Fakten widersprochen werden.

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Ich habe im Kontext keine Meinung, die zwingend danach verlangt, diese neue Partei rechtspopulistisch zu nennen. Nennen wir sie eben neokonservativ mit Gewichtung antieuro?
Die Semantik ist doch egal.

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RE: Dann bedenken Sie sie doch einfach

#25 von huhngesicht , 16.04.2013 18:33

"""Das mache ich nicht. Ich bin vermutlich nicht weniger schlau als die meisten im Kontext und bewerte allein logisch anhand der oben genannten vier Punkte."""

Das wird wohl so sein und ist der Grund, wieso Ihre Meinungen so wenig hilfreich sind. Denn wie will jemand "logisch" sinnvoll argumentieren, wenn er die Fragen nicht kennt?

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Welche Fragen? Ich habe ein Prinzip erlaeutert, welches ihr Einwand nicht widerlegt. Es geht dabei auch gar nicht um meine Meinung, die sich darauf beschraenkt (welches ich frueher kurz erwaehnte), dass ich die offensichtlichen Nuetzlichkeiten des Euros, die ohnehin nicht leugbar sind, positiv anerkenne.

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Ich sehr hier gerade Report....
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